Auszeichnungen / Filmografie
Bette Davis wurde am 5. April 1908 als Ruth Elisabeth Davis in Lowell1) (Massachusett) geboren. Die Tochter des Rechtsanwaltes Harlow Morrell Davis und einer Porträtfotografin wuchs gemeinsam mit ihrer am 25. Oktober 1909 Schwester Barbara, genannt "Bobby" auf und wurde ab ihrem siebten Lebensjahr von der Mutter Ruth ("Ruthie") alleine erzogen – ihre Eltern hatten sich 1915 scheiden lassen. Bette Davis absolvierte nach der Schule ein Schauspielstudium, unter anderem an der New Yorker "School of Theatre", nach ihrem erfolgreichen Broadway1)-Debüt (November 1929) in New York in der Komödie "Broken Dishes" von Martin Flavin1) als rebellische Tochter von Donald Meek1)  erhielt das hoffnungsfrohe Nachwuchstalent ihre erste Leinwandaufgabe in dem Drama in "The Bad Sister"1) (1931) unter anderem an der Seite von Humphrey Bogart; diese Erstlingsrolle gilt jedoch als misslungen.
Bette Davis im September 1987 anlässlich des "Festivals des amerikanischen Films" im französischen Deauville;  Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia; Urheber: Roland Godefroy;  Lizenz Foto Bette Davis (Urheber Roland Godefroy): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziertlizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. Wikipedia notiert unter anderem: "Davis’ nächste Rolle in "Seed" (1931, "Meine Kinder – mein Glück") nach dem Roman von Charles Gilman Norris (1881 – 1945) war allerdings zu klein, um damit Aufmerksamkeit zu erregen, und auch kleine Nebenrollen in "Waterloo Bridge"1) (1931) und "Way Back Home" (1932) verhalfen ihr nicht zum Durchbruch im Filmgeschäft. Anschließend arbeitete sie im Rahmen eines "Loan-Outs"1) bei "Columbia Pictures"1) für den Film "The Menace" (1932) nach dem Kriminalroman "The Feathered Serpent"1) (dt. "Gucumatz") von Edgar Wallace1) und bei "Capital Films" für "Hell's House"1) (1932). Nach neun Monaten und sechs eher wenig erfolgreichen Filmen entschied Carl Laemmle1), der damalige Chef der "Universal-Studios"1), ihren Vertrag nicht weiter zu verlängern. Davis' Hollywood-Karriere schien beendet, doch der einflussreiche Schauspieler George Arliss1) wählte sie für die weibliche Hauptrolle in dem von "Warner Brothers"1) produzierten Streifen "The Man Who Played God" (1932) aus. Der Film brachte Davis ihre erste ernstzunehmende Anerkennung in Hollywood ein. Die "Saturday Evening Post"1) schrieb über ihren Auftritt, sie sei nicht nur schön, sondern sprudele förmlich vor Anmut, und verglich sie mit Constance Bennett1) und Olive Borden1). Die "Warner-Brothers"-Studios gaben ihr anschließend einen Vertrag mit einer Laufzeit von 26 Wochen mit der Option auf eine Verlängerung auf fünf Jahre."
 
Bette Davis im September 1987 anlässlich des
"Festivals des amerikanischen Films"1) im französischen Deauville1)
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia;
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Nach Produktionen wie dem Drama "The Cabin in the Cotton"1) (1932, "Die Hütte im Baumwollfeld") oder dem Gefängnisfilm "20.000 Years in Sing Sing"1) (1932, "20.000 Jahre in Sing Sing") gelang Davis mit Rolle der Kellnerin Mildred Rogers in "Of Human Bondage"1) (1934, "Des Menschen Hörigkeit") nach dem gleichnamigen Roman von William Somerset Maugham1) an der Seite von Leslie Howard schließlich der Durchbruch. Für ihre beeindruckende Darstellung wurde sie in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin"1) für den "Oscar"1) nachnominiert, unterlag jedoch Claudette Colbert in "It Happened One Night"1) ("Es geschah in einer Nacht"). In der von William Dieterle in Szene gesetzten spritzigen Komödie "Fashions"1) 1934, "Liebe ohne Zwirn und Faden") begeisterte sie zusammen mit William Powell als betrügerisches Pärchen, in dem Melodram "Bordertown"2) (1935, "Stadt an der Grenze") tauchte sie als Partnerin von Paul Muni1) als fiese "femme fatale" auf. 1935 erhielt Bette Davis für die Verkörperung der4 gescheiterten Schauspielerin Joyce Hearth in dem Drama "Dangerous"1) (1935) ihren ersten "Oscar" als "Beste Hauptdarstellerin". Zwei Jahre später konnte Bette Davis mit Part der reichen, dickköpfigen Südstaatlerin Julie, Verlobte von Preston Dillard (Henry Fonda), in William Wylers1) Gesellschaftsdrama "Jezebel"1) (1938, "Jezebel – Die boshafte Lady") ihrem zweiten "Oscar"-Erfolg verbuchen. filmdienst.de stuft die Geschichte als "antiquiertes Gesellschaftsdrama" ein, "dessen Titelbezug auf die biblische Königin Jezebel1) recht willkürlich erscheint; einzig wegen der großartige Darstellung von Bette Davis ansehenswert."
 
Wikipedia vermerkt: "Zu den wenigen anspruchsvollen Filmen dieser Zeit gehörte die Rolle einer idealistischen Kellnerin in "The Petrified Forest"1) (1936, "Der versteinerte Wald"), der Filmadaption des gleichnamigen Theaterstücks von Robert E. Sherwood1). Davis gab an der Seite von Leslie Howard eine hochgelobte Darstellung. Den größten Eindruck hinterließ jedoch Humphrey Bogart als Gangster ohne Moralvorstellungen. Bette Davis war zunehmend frustriert über die geringe Qualität der angebotenen Rollen. Nachdem ihre nachfolgenden Filme "The Golden Arrow" (1936) und "Satan Met a Lady"2) (1936, "Der Satan und die Lady") nach dem Roman "Der Malteser Falke"1) ("The Maltese Falcon") von Dashiell Hammett1) weder einen finanziellen noch einen künstlerischen Erfolg darstellten, entschloss sich die Schauspielerin zu einem weitreichenden Schritt, um ihrer Karriere eine neue Richtung zu geben. Davis war davon überzeugt, dass ihre Karriere durch eine Aufeinanderfolge mittelmäßiger Filme zerstört werden würde. Daher akzeptierte sie 1936 ein Angebot, in zwei Filmen des britischen Filmemachers Ludovico Toeplitz (1893 – 1973) mitzuwirken, obwohl sie wusste, dass sie damit gegen ihren mit "Warner Brothers" geschlossenen Studiovertrag verstieß. Jack Warner1) stoppte ihr Mitwirken per einstweiliger Verfügung. Anschließend versuchte das Studio, die Angelegenheit außergerichtlich zu klären, doch das Vorhaben scheiterte an Davis’ Weigerung. Die  Gerichtsverhandlung begann am 14. Oktober 1936 in London.
Davis’ wesentliche Anklagepunkte waren, dass ihr kein Mitspracherecht bei der Auswahl und Umsetzung ihrer Rollen gewährt wurde und sie zu viele Filme in kurzer Zeit drehen musste. Sie kritisierte ferner die schlechten Arbeitsbedingungen bei "Warner Brothers", so wurden Arbeitszeiten nicht eingehalten und die kostengünstig produzierten Filme mussten zum Teil parallel und in kürzester Zeit gedreht werden. Des Weiteren beanstandete Davis die Tatsache, dass bei einer Suspendierung eine automatische Verlängerung des Vertrags um den Zeitraum der Freistellung erfolgte. Außerdem durfte sie ohne Genehmigung des Studios keine Auftritte in der Öffentlichkeit wahrnehmen und besaß nicht das Recht, vom Studio vorgeschriebene Termine abzusagen. Bei Prozessbeginn verlas der "Warner Brothers" vertretende Rechtsanwalt in seinem Eröffnungsplädoyer, das Gericht müsse zu der Schlussfolgerung kommen, dass es sich bei Davis um eine ungehorsame junge Frau handle, die lediglich mehr Geld begehre. Von der britischen Presse erhielt Davis, die nach einer Aussage des Anwalts von "Warner Brothers" ein Wochengehalt von 1.350 US-Dollar bezog, kaum Unterstützung. Sie porträtierte sie als überbezahlte und undankbare Schauspielerin. Der zuständige Richter am "High Court of Justice"1) sprach das Urteil letztlich zugunsten von Warner. Davis kehrte anschließend, durch die Gerichtskosten hoch verschuldet, nach Hollywood zurück, um ihre Karriere wieder aufzunehmen."
   
In den folgenden Jahren spielte Bette Davis häufig die boshafte, neidische, vom Leben betrogene Frau. Sie war vor allem in Gesellschaftsdramen, Melodramen, Gangster- und Kriminalfilmen, seltener in Komödien, Western oder Musikfilmen zu sehen. Unter ihren rund 100 Kinofilmen sind einige Produktionen bzw. Bette Davis als eindrucksvolle Mimin in nachhaltiger Erinnerung geblieben. Sehenswert ist auch ihre Darstellung als gealterte, einsame englische Königin Elizabeth I.1) in Michael Curtiz'1) Historienfilm "The Private Lives of Elizabeth and Essex"1) (1939, "Günstling einer Königin") nach dem Theaterstück "Elizabeth the Queen" von Maxwell Anderson1) mit Errol Flynn als Earl of Essex1), ebenso wie die unglückliche, des Mordes angeklagte Rosa Moline, Ehefrau von Dr. Lewis Moline (Joseph Cotten), in King Vidors1) Melodram "Beyond the Forest"1) (1949, "Stachel des Bösen") oder die Bettlerin "Apfel-Annie" in Frank Capras1) amüsanten Gesellschaftskomödie "Pocketful of Miracles"1) (1961, "Die unteren Zehntausend"). Grandios ihre Rolle als wahnsinniger, gealterter Kinderstar in dem Horrorstreifen "What ever happened to Baby Jane?"1) (1962, "Was geschah wirklich mit Baby Jane?"), dem deutschen Publikum wurde sie auch mit der Figur der als grantigen, ältlichen, wohlhabenden Jungfer Charlotte Hollis bekant, die in Robert Aldrichs1) Psychothriller "Hush hush sweet Charlotte"1) (1964, "Wiegenlied für eine Leiche") im Kampf gegen die Räumung ihres Hauses ihre Cousine Miriam Deering (Olivia de Havilland) zu Hilfe ruft. Der Film war für sieben "Oscars" nominiert, konnte jedoch in keiner Kategorie die begehrte Trophäe erringen, immerhin erhielt Bette Davis 1965 den "Golden Laurel" der "Laurel Awards"1) als "Beste Hauptdarstellerin".
In ihren letzten Leinwandauftritten konzentrierte sich die Davis auf markante Charakterrollen wie beispielsweise als die verwitwete, einäugige Mrs. Taggart in der schwarzen Komödie "The Anniversary"1) (1968, "Die Giftspritze") oder der Figur der reichen Marie van Schuyler in dem Krimi "Tod auf dem Nil"1) (1978, "Death on the Nile") nach dem gleichnamigen Roman1) von Agatha Christie1) mit Peter Ustinov als Meisterdetektiv Hercule Poirot1). Zu ihren letzten Arbeiten für das Kino zählten der Thriller "The Watcher in the Woods"1) (1980, "Schreie der Verlorenen") nach dem Roman von Florence Engel Rangall und die Bühnenadaption "The Whales of August"1) (1987, "Wale im August"), wo sie als Miniature "Mini" Dwyer die Ehefrau von Teddy Dwyer (James Stewart) spielte. Letztmalig trat sie als Miranda Pierpoint in "Wicked Stepmother"1) (1989, "Tanz der Hexen") auf der Leinwand in Erscheinung, Wikipedia vermerkt hierzu: "Bette Davis zog sich nach Beginn der Dreharbeiten vorzeitig aus dem Filmprojekt zurück, sodass das Drehbuch umgeschrieben werden musste und die Rolle von Barbara Carrera1) deutlich mehr Raum erhielt. Über die Gründe von Davis' Ausstieg gibt es unterschiedliche Angaben. Während Bette Davis Probleme mit dem Drehbuch und Larry Cohens1) Regiearbeit anführte, glaubte Cohen, dass Davis' nachlassende Gesundheit der wahre Grund für ihren Ausstieg war."
Seit den 1970er Jahren übernahm Bette Davis auch verschiedentlich Aufgaben für das Fernsehen, zu nennen ist etwa der Zweiteiler "Little Gloria… Happy at Last"3) (1982, "Kleine Gloria – Armes reiches Mädchen") über die von Jennifer Dundas1) dargestellte US-amerikanische Schauspielerin, Malerin, Designerin und Autorin Gloria Laura Vanderbilt1) aus der Vanderbilt1)-Familie mit der Rolle der Großmutter Gloria Laura Vanderbilt (1845 – 1934) oder das Melodram "Right of Way"1) (1983, "Am Ende des Weges"), wo sie erstmals gemeinsam mit James Stewart auftrat. 
Agatha Christie: Miss Marple Collection: Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche drei spannende Agatha-Christie-Krimis Mitte Septenber 2019 auf DVD herausbrachte. Agatha Christie: Miss Marple Collection: Szenenfoto aus "Mord mit doppeltem Boden" mit Bette Davis als Carrie Louise Serrocold und John Mills als Lewis Serrocold; mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche drei spannende Agatha-Christie-Krimis Mitte Septenber 2019 auf DVD herausbrachte. In "Murder with Mirrors"3) (1985, "Mord mit doppeltem Boden") nach dem Roman "Fata Morgana"1) von Agatha Christie1) mit Helen Hayes1) als findige Ermittlerin  Miss Marple1) zeigte sie sich als deren alte Jugendfreundin Carrie Louise Serrocold. → Übersicht Filmografie (Auszug).
      
Agatha Christie: Miss Marple Collection
Abbildung DVD-Cover sowie Szenenfoto aus
"Mord mit doppeltem Boden" mit Bette Davis als
Carrie Louise Serrocold und John Mills1)  
als Lewis Serrocold, deren dritter Ehemann 
Mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film,
welche drei spannende Agatha-Christie-Krimis
Mitte September 2019 auf DVD herausbrachte.
Neben ihrer Arbeit für den Film stand Bette Davis gelegentlich auf der Bühne, so in New York in der musikalischen Revue "Two's Company" (1952, →  Wikipedia (englisch)), der dramatisierten Lesung "The World of Carl Sandburg" (1960) aus dem Werk von Carl Sandburg1) sowie in dem Drama "Die Nacht des Leguan" (1961, "The Night of the Iguana") von Tennessee Williams1). Wgen Differenzen mit den Co-Darstellern Margaret Leighton1) (1922 – 1976) und Patrick O'Neal1) (1927 – 1994) verließ Bette Davis die Broadway-Produktion bereits vier Monate nach der Premiere – offiziell wegen "chronischer Krankheit".
1962 erschien ihre Autobiographie "The Lonely Life", weitere Biographien veröffentlichte der Star 1987 unter dem Titel "This 'n' That" sowie 1990 "I'd Love to Kiss You: Conversations mit Bette Davis".
Bette Davis wurde 1941 für ein Jahr zur Präsidentin der amerikanischen "Academy of Motion Picture Arts and Sciences"1) gewählt, die vor allem durch die Verleihung des "Academy Awards" ("Oscar"1)) bekannt geworden ist.. Bereits 1946 hatte sie zudem ihre eigene Filmgesellschaft gegründet. Das "American Film Institute"1) zeichnete sie 1977 als erste Frau mit dem "Life Achievment Award"1) für ihr beeindruckendes Lebenswerk aus, so war Bette Davis 1963 die erste Person, die elf "Oscar"-Nominierungen als "Beste Hauptdarstellerin" auf sich vereinigen konnte – zwei davon konnte sie gewinnen. Im Laufe ihrer Karriere häuften sich die Preise nicht nur für ihre schauspielerischen Leistungen, so wurde Bette Davis 1982 die Ehre zuteil, mit der "Distinguished Civilian Service Medal" die höchste zivile Auszeichnung des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten1) zu erhalten. Die Medaille würdigte ihre Gründung (zusammen mit John Garfield1)) bzw. umfangreiche Mitarbeit am Projekt "Hollywood Canteen"1) während des 2. Weltkriegs.

Bette Davis 1981 zusammen mit Elizabeth Taylor
Urheber: Alan Light; Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons bzw. www.flickr.com (= Originalfoto)

Bette Davis 1981 zusammen mit Elizabeth Taylor; Urheber: Alan Light; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons bzw. www.flickr.com (= Originalfoto)
An weiteren Auszeichnungen sind unter anderem zu nennen der "Award of Excellence" (1982) des "Film Advisory Boards", der "Crystal Award" (1983), der "Life Achievement Award" (1983) der "American Theater Arts" und der "César d’honneur"1) (1986). 1987 wurde Davis von der französischen Regierung zum Mitglied der "Ehrenlegion"1) ("Commandeur de la Légion d’honneur")  für ihre Verdienste um den Film ernannt, im gleichen Jahr erhielt sie den "Kennedy-Preis"1). Bereits am 8. Februar 1960 wurden zwei "Stern" für sie auf dem "Hollywood Walk of Fame" eingelassen, einer für ihre Arbeit im Kinofilm bei der Adresse 6225 Hollywood Blvd. und einer für ihre Arbeit beim Fernsehen (Adr. 6233 Hollywood Blvd.) → Übersicht der Auszeichnungen siehe hier.
Sie gilt vielen als das "bad girl". Sie spielt in ihrer langjährigen Karriere zahlreiche habgierige Erbinnen, mörderische Ehefrauen oder verschmähte, eifersüchtige und unversöhnliche Geliebte. Die Frauen, die sie verkörpert, sind klug und beherrscht, unabhängig und scharfzüngig, hart und berechnend. Sie besitzen immer eine ganz eigenwillige Individualität. Ihre Rollen spielt Bette Davis mit einer Leidenschaft und Intensität, die ihr selten jemand nachmachen kann. Sie brilliert im "film noir" durch bissige Kaltschnäuzigkeit, behauptet sich selbstbewußt in der Männerwelt. notierte film-zeit.de (Seite nicht mehr online).
  
Bette Davis, die schon zu Lebzeiten als die "First Lady" der amerikanischen Filmszene bezeichnet wurde, stand, obwohl es ihr in den letzten Jahren gesundheitlich nicht gut ging, bis zuletzt vor der Kamera. Sie erlag am 6. Oktober 1989 im Alter von 81 Jahren im "Amerikanischen Krankenhaus"1) von Neuilly-sur-Seine1) bei Paros ihrem Brustkrebsleiden; wenige Tage zuvor hatte sie in der spanischen Stadt Donostia-San Sebastián1) das "Internationale Filmfestival von San Sebastián"1) besucht und den Ehrenpreis "Donostia Lifetime Achievement Award" entgegengenommen. Während des Aufenthalts verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand rapide und da sie körperlich nicht in der Lage war, die Heimreise in die Vereinigten Staaten anzutreten, ging sie nach Frankreich. Die letzte Ruhe fand Bette Davis auf dem "Forest Lawn Memorial Park"1) (Hollywood Hills), neben ihrer Mutter Ruth (1885 – 1961) und ihrer Schwester Barbara (1909 – 1979) → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons. Auf ihrem Grabstein steht geschrieben "She did it the hard way" (dt.: Sie nahm den harten Weg), ein Epitaph, welches sie in ihrer Biografie "Mother Goddam" erwähnte und ihr vom Regisseur Joseph L. Mankiewicz1) kurz nach Beendigung der Dreharbeiten zu "Alles über Eva" vorgeschlagen wurde. 1997 gründeten ihre Testamentsvollstrecker Michael Merrill, ihr Sohn, und ihre ehemalige Assistentin Kathryn Sermak die "Bette Davis Foundation"1), die mit College-Stipendien junge Schauspieler und Schauspielerinnen fördert.4)
 
Das Privatleben der Leinwandlegende war oft nicht unbedingt als glücklich zu bezeichnen, drei ihrer insgesamt vier Ehen endeten vor dem Scheidungsrichter. Die Mitte August 1932 geschlossene Ehe mit dem Trompeter Oscar Harmon Nelson (1907 – 1975) zerbrach Anfang Dezember 1938, zwei Jahre später trat Bette Davis am 31. Dezember 1940 in Rimrock (Arizona) mit dem Restaurantbesitzer Arthur "Farney" Farnsworth vor den Traualtar, der am 25. August 1943 verstarb. Ehemann Nummer 3 wurde am 30. November 1945 der Boxer, Maler und Physiotherapeut William Grant Sherry (1914 – 2003), von dem sie sich trotz der am 1. Mai 1947 geborenen gemeinsamen Tochter Barbara am 3. Juli 1950 scheiden ließ. Nur wenige Wochen später ehelichte Bette Davis am 28. Juli 1950 ihren Schauspielkollegen aus "Alles über Eva" Gary Merrill5) (1915 – 1990), der Davis' Tochter adoptierte; gemeinsam adoptierte das Paar zudem das Mädchen Margot und den Jungen Michael. Das Familienleben soll später von Streit, Gewalt und Alkohol geprägt gewesen sein, am 6. Juli 1960 kam es zur Scheidung. Die leibliche Tochter Barbara Davis-Hyman5) veröffentliche 1985 unter dem Titel "My Mother’s Keeper" ein Buch, dass kritisch die Mutter-Tochter-Beziehung des Leinwandidols beleuchtet. Das Buch (…) schildert in chronologischer Reihenfolge Ereignisse einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung, geschrieben von einer Tochter, die unter der herrischen Art und Trunksucht der Mutter zu leiden hatte. Mehrere Freunde und Anhänger von Bette Davis bezeichneten die beschriebenen Erlebnisse als inkorrekt und Mike Wallace1) veranlasste die Wiederholung eines 60-Minutes-Interviews mit B. D. Hyman, das einige Jahre zuvor aufgezeichnet worden war. Dort sagt diese aus, dass sie viele Mutterfähigkeiten von Davis für sich angenommen habe und sie auch bei der Erziehung ihrer eigenen Kinder anwende. Sogar Davis' Ex-Ehemann Merrill ließ in einem CNN1)-Interview verlauten, dass die Motive von Hyman "Grausamkeit und Habgier" seien.4)

Im Hamburger "St. Pauli Theater"1) wurde seit 12. Juni 2007 unter der Regie von Horst Königstein1) das Programm "Solo für Bette – Die Bette Davis Show" aufgeführt. Loni von Friedl1) gab die Schauspielerin alterslos – irgendwo zwischen 50 und 70 Jahre alt. Königstein hatte bereits Jahre zuvor ((UA: "Hamburger Kammerspiele"1) 09.10.1996) mit großen Erfolg das Leben von Bette Davis' ärgster Widersacherin Joan Crawford in "Nächte mit Joan"6) mit Nadja Tiller auf die Bühne gebracht. Auch im Herbst 2010 wurde die Hommage an die legendäre Film-Ikone Bette Davis erfolgreich aufgeführt, so im Berliner "Theater O-TonArt"; mehr auf der Webseite von Loni von Friedl → vonfriedl.de sowie st-pauli-theater.de.
1999 wählte das "American Film Institute" Bette Davis auf Platz zwei der 25 größten Hollywood-Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts, hinter Katharine Hepburn. Anlässlich ihres 100. Geburtstags ehrte der "United States Postal Service"1) den einstigen Star 2008 mit einer Sondermarke, die Marke zeigt ein Bild von Davis in ihrer Rolle als Margo Channing in dem Film "Alles über Eva".
Textbausteine des Kurzportraits von prisma.de
Offizielle (englischsprachige) Website: bettedavis.com
siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch) und fembio.org
Fremde Links: 1) Wikipedia (deutsch),  2)  prisma.de, 3) filmdienst.de, 5) Wikipedia (englisch), 6) rowohlt-theaterverlag.de
Quelle: 4) Wikipedia (deutsch)
Lizenz Foto Bette Davis (Urheber: Roland Godefroy): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Auszeichnungen / Preise (Auszug)
(Quelle: Wikipedia sowie IMDb; Fremde Links: Wikipedia)
"Academy Award" (Oscar) "Internationale Filmfestspiele von Venedig" als … "Photoplay Award" "Golden Globe Award", Nominierung in der Kategorie … "British Film Academy Award" "Internationale Filmfestspiele von Cannes" "New York Film Critics Circle Award" "Laurel Award" in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin in einem Drama"

"Emmy Award"

  • Gewonnen
    • 1979: "Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm" für "Heimkehr einer Fremden"
      ("Strangers: The Story of a Mother and Daughter") → filmdienst.de, Wikipedia (englisch)
  • Nominierung als …
  • 1980: "Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm" für "White Mama" → Wikipedia (englisch)
  • 1983: "Beste Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm" für "Kleine Gloria – Armes reiches Mädchen"
    ("Little Gloria… Happy at Last") → wunschliste.de, filmdienst.de, Wikipedia (englisch)
"Saturn Award" als … "Nymphe d'Or" des "Festival international de Télévision de Monte-Carlo als …
  • 1983: "Beste Schauspielerin" für den TV-Film "Ein Piano für Mrs. Cimino" ("A Piano for Mrs. Cimino")
    tvspielfilm.de, Wikipedia (englisch)
"CableACE Award", Nominierung als "Beste Schauspielerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm" für … Weitere Auszeichnungen / Preise / Ehrungen
 
Filme (Auszug)
(Kinofilme, wenn nicht anders vermerkt)
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie Wikipedia
(Fremde Links: Wikipedia (deutsch/englisch),  prisma.de (Originaltitel), fernsehserien.de)
Produktionen bis 1945 Nachkriegsproduktionen
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