Filmografie
Pat Boone (Charles Eugene Boone) wurde am 1. Juni 1934 in Jacksonville1) (Florida1)) geboren und soll ein Ur-Ur-Urenkel des legendären Trappers und Waldläufers Daniel Boone1) (1734 – 1820) sein. Als er zwei Jahre alt war, zog die Familie 1935 nach Nashville1) (Tennessee1)), wo Boone mit seinem jüngeren Bruder Cecil (1935 – 2023) aufwuchs und bereits als 10-Jähriger im "Belle Mead Happiness Club" auftrat. Nach dem Besuch der "David Lipscomb High School" sowie dem "North Texas State College" (heute: "University of North Texas"1)) machte er 1958 an der "Columbia University School of General Studies"1) in New York City1) seinen "Bachelor of Science" mit Magna cum laude1). Bereits während der Studentenzeit begann seine Gesangskarriere, unter anderem gewann er Gesangswettbewerbe in Nashville, die im nationalen Fernsehen stattfanden. 1954 unterzeichnete Boone seinen ersten Plattenvertrag und bereits ein Jahr später verzeichnete er mit "Ain't That Shame" seinen ersten großen Hit – einem Titel, den Fats Domino geschrieben und ebenfalls aufgenommen hatte. Pat Boone verkörperte genau das Gegenteil der bisherigen erfolgreichen Rock'n Roll-Sänger: Der nette, verheiratete "Clean-Cut-Boy" Pat sang mit sanfter, zarter Stimme, "polierte" einfach den rauen Rock-Sound und konnte damit vor allem bei den konservativen Zuhörern punkten
Er machte die schwarzen "Rhythm & Blues"-Songs beim weißen Publikum populär und stand für ein "sauberes" Amerika; viele seiner Hits waren Cover-Versionen schwarzer Künstler wie Fats Domino oder Little Richard.
   
Pat Boone ca. 1960
Urheber: Roger Pic*) (1920 – 2001); Angaben zur Lizenz siehe hier
Quelle: Bibliothèque nationale de France bzw. Wikimedia Commons
*) Link: Wikipedia (französisch)
Pat Boone produzierte in Folge einen Hit nach dem anderen, verkaufte in den 1950er Jahren mehr Platten als jeder andere Musikstar – ausgenommen Elvis Presley1) – und mit seinen seichten Versionen von "Long Tall Sally"1) (1956), "Tutti Frutti"1) (1956) oder "Chains Of Love" (1956) war er ebenso erfolgreich wie mit seinen balladenhaften Liedern. Songs/Coverversionen wie "I Almost Lost My Mind" (→ Wikipedia (englisch), "Friendly Persuasion"1) oder "I'll Be Home" (→ Wikipedia (englisch) gerieten 1956 zu Top-Hits in den USA und in Großbritannien. Mit dem Titel "Love Letters In The Sand"1) sowie "April Love"1) aus dem mit ihm gedrehten, gleichnamigen Film1) (dt. "Junges Glück im April")  feierte er 1957 seine größten Erfolge, auch mit seiner Version (1957/58) des Irving Berlin1)-Liedes "White Christmas"1), das vor allem durch die Interpretation von Bing Crosby berühmt wurde, konnte er sich in den Charts platzieren. Bis Mitte der 1960er Jahre tauchten rund 60 seiner Singles in den Charts auf. Sein letzter großer Hit war 1962 "Speedy Gonzalez"1), der neben dem Chuck Berry-Titel "Memphis Tennessee"1) (1964) besonders in Deutschland zum Spitzenreiter avancierte → Diskografie bei Wikipedia.
   
Daneben war Pat Boone auch als Filmschauspieler aktiv und präsentierte sich bis Ende der 1960er in etlichen Kinoproduktionen auf der Leinwand, in denen er meist das Urbild von "Middle America" bzw. "saubere", "adrette" und "anständige" Typen gab. Der in der "Churches of Christ"1) aufgewachsene Künstler zeigte seine lebenslange Verbundenheit mit dem christlichen Glauben, küsste in diesen Filmen niemals seine Partnerinnen; später sollten weitere Auftritte, auch in TV-Serien, folgen. Sein Leinwanddebüt gab er in dem von Henry Levin1) nach dem Bühnenstück von Mary Chase1) gedrehten, musikalischen Streifen "Bernadine" (1957) als High School-Boy Arthur "Beau" Beaumont → Wikipedia (englisch). Nach dem Part des jungen Nick Conover in der ebenfalls von Henry Levin nach dem Roman "The Phantom Filly" von George Agnew Chamberlain (1879 – 1966) in Szene gesetzten, erwähnten Musikkomödie "April Love" (1957, dt. "Junges Glück im April") mit seinem Riesen-Hit "April Love"1), mimte er in "Blaue Nächte"1) (1958, "Mardi Grass") unter der Regie von Edmund Goulding1) den Militär-Kadett Paul Newell, der während der "Mardi Gras"1)-Parade in New Orleans die Bekanntschaft des französischev Filmstars Michelle Marton (Christine Carère; 1930–2008) macht. Es folgten prägnante Rollen unter anderem in dem Abenteuer "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde"1) (1959, "Journey to the Center of the Earth"), basierend auf dem Roman "Voyage au centre de la terre"1) von Jules Verne1), wo er als Alec McEwen, Student bei dem Geologie-Professor Oliver Lindenbrook (James Mason)
, auftauchte, oder das Melodram "Die Nächte mit Nancy"2) (1862, "The Main Attraction"), in dem er als der Weltenbummler/Musiker Eddie anfangs der Geliebte/Partner der resoluten Zirkuskünstlerin Gina (Mai Zetterling1)) war, der sich dann jedoch der jungen Kunstreiterin Nancy (Nancy Kwan1)) zuwandte. Die kleine Nebenrolle eines Engels am Grab gab er in dem Star-besetzten Monumentalfilm "Die größte Geschichte aller Zeiten"1) (1965, "The Greatest Story Ever Told") an der Seite von Max von Sydow als Jesus von Nazaret1), in "Die tollen Abenteuer der schönen Pauline"1) (1967, "The Perils of Pauline"), entstanden nach dem Theaterstück bzw. der gleichnamigen Stummfim-Reihe1) (1914) von  Charles W. Goddard (1879–1951). kam er als George Stedman daher, der einst die kleine Pauline (später gespielt von Pamela Austin1)) fand und ins Waisenhaus brachte.
Der Thriller "Das Kreuz und die Messerhelden"3) (1970, "The Cross and the Switchblade"), inszeniert von Don Murray1) nach der Autobiografie des US-amerikanischen Predigers1) David Wilkerson1) (gemeinsam mit John (1923–2017) and Elizabeth Sherrill (1928–2023), in dem Boone den US-amerikanischer Evangelisten Wilkerson darstellte, zog er sich für mehr als zwei Jahrzehnte von der Arbeit vor der Kinokamera zurück.
Erst ab Mitte der 2010er Jahren übernahm der damals über 80-Jährige wieder Aufgaben in thematisch ambitionierten, außerhalb des Main-Streams liegenden Produktionen, spielte unter anderem in dem christlichen Drama "Gott ist nicht tot 2"1) (2016, "God's Not Dead 2") als Walter Wesley den Großvater der gläubigen Geschichtslehrerin Grace (Melissa Joan Hart1)), in "The Mulligan" (2022), basierend auf dem Buch "The Mulligan: A Parable of Second Chances" von Kenneth H. Blanchard1) und (dem Profi-Golfer) Wally Armstrong den weisen, alten Profi-Golfer (Pro1)) Will Dunn, der dem erfolgreichen Top-Managers Paul McAllister (Eric Close1))
einen neuen Lebensweg aufzeigt. In dem Biopic "Reagan"1) (2024) über den von Dennis Quaid1) dargestellten, ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan trat er als er selbst in Erscheinung, zuletzt wirkte er in der mit Spielszenen durchsetzten, nach der Vorlage von Michael  Medved1) entstandenen Dokumentation "The American Miracle: Our Nation is No Accident" (2025) mit und verkörperte der alten Thomas Jefferson, einen der Gründerväter der Vereinigten Staaten und von 1801 bis 1809 der dritte amerikanische Präsident → Übersicht Kinofilme.
Dazwischen lagen immer wieder Auftritte in Fernsehproduktionen, zwischen 1957 und 1960 hatte er mit "The Pat Boone-Chevy Showroom" seine eigene TV-Show, trat als Gast-Star in etlichen anderen TV-Shows auf oder zeigte sich sporadisch mit Episodenrollen in populären Serien wie "Owen Marshall – Strafverteidiger" ("Owen Marshall: Counselor at Law"), "Ein Colt für alle Fälle"1) ("The Fall Guy"), "Tierisch viel Familie"4) ("Second Noah"), "
Immer Ärger mit Dave"1) (Dave's World") oder "Eine himmlische Familie"1) ("7th Heaven") → Übersicht (Auszug) TV-Produktionen.
Pat Boone im Mai 2007; Urheber: Wikimedia-User dalelanham; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com Mit dem Aufkommen der Beatmusik1) war es ab Mitte der 1960er Jahre stiller um das einstige Teenager-Idol geworden, in den nachfolgenden Jahren verlegte er sich mehr auf religiöse Songs sowie die Country1)-Musik. Bis in die 1970er Jahre tourte er mit seiner Familie als "The Pat Boone Family" oder "The Family Who Prays" mit Gospel1)-Songs durch Amerika und nahm zahlreiche Alben wie unter anderem "Hymns We Love" auf.
1997 überraschte er seine treuen Fans, als er ein Cover-Album "Pat Boone – In A Metal Mood/No More Mr. Nice Guy" mit großen Nummern des "Hard Rock" und "Heavy Metal"1) im beschwingten Bigband-Sound veröffentlichte.
Als Schriftsteller machte sich Pat Boone ebenfalls einen Namen: Sein erstes Buch  "Twixt Twelve and Twenty" war zwei Jahre lang unter den Bestsellern zu finden und wurde in verschiedene Sprachen übersetzt. 1970 blickte er mit "A New Song" auf seine "spirituellen" Reisen und Entdeckungen zurück, auch dieses Werk wurde in fast 20 Sprachen übersetzt. Insgesamt veröffentlichte Pat Boone im Verlaufe der Zeit über 15 Bücher, von denen die meisten christliche Themen zum Inhalt haben.
   
Pat Boone im Mai 2007
Urheber: Wikimedia-User dalelanham; Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com
Darüber hinaus förderte er verschiedene junge Musiker, unter anderen Larry Norman1) und Randy Stonehill1), betrieb zudem zeitweise eine eigene Plattenfirma und präsentierte bis in jüngere Zeit einmal wöchentlich als Modator  beim Radio-Sender"Sirius XM"1) das Format "The Pat Boone Hour". Der tief religiöse Künstler, Vorzeige-Ehemann und Vater Pat Boone engagiert(e) sich stets für zahlreiche sportive und soziale Organisationen und setzt(e) sich vor allem für behinderte und diskriminierte Menschen unserer Gesellschaft ein.
"Boone gilt als eine der bekanntesten konservativen Stimmen aus dem Showgeschäft; unter anderem tritt er häufiger bei "Fox News"1) auf. Er ist bei verschiedenen Organisationen tätig und unterstützte einige republikanische1) Kandidaten. 2011 erhielt er einen Preis der "Conservative Political Action Conference"1) (CPAC) für sein Lebenswerk." notiert Wikipedia.
Seit 1953 bis zu deren Tod war Pat Boone mit Shirley Lee Foley (1934 – 2019) verheiratet, der Tochter des Country-Sängers Red Foley1) (1910 – 1968) sowie Schwester der Sängerin Betty Foley (1933 – 1990). Aus der Verbindung gingen vier Töchter hervor, Cheryl Lynn (* 07.07.1954; → Wikipedia (englisch)), Linda Lee (* 11.10.1955), Debby1) (* 22,09,1956) und Laura Gene (* 1958), die ihn zum zum vielfachen Großvater machten. Tochter Debby, die 1977 mit dem Titel "You Light Up My Life"1) zehn Wochen lang auf Platz 1 der US-amerikanischen Hitparade stand, ist seit 1982 mit dem Geistlichen der Episcopal-Kirche Gabriel Ferrer, Sohn des Schauspieler-Ehepaares José Ferrer2) (1912 – 1992) und Rosemary Clooney1) (1928 – 2002), verheiratet; deren gemeinsame Tochter bzw. Boones Enkelin Tessa Ferrer1) ergriff ebenfalls den Schauspielerberuf.

Pat Boone mit Ehefrau Shirley sowie den vier Kindern
(v.l.n.r.) Lindy, Cherry, Laurie und Debbie am 01.06.1959
bei Ankunft auf dem Flughafen von Los Angeles
Quelle: Wikimedia Commons von "UCLA Library Digital Collection";
Urheber: "Los Angeles Times"1); Lizenz: CC BY 4.0 Deed

Pat Boone mit Ehefrau Shirley sowie den vier Kindern (v.l.n.r.) Lindy, Cherry, Laurie und Debbie am 01.06.1959 bei Ankunft auf dem Flughafen von Los Angeles; Quelle: Wikimedia Commons von "UCLA Library Digital Collection"; Urheber: "Los Angeles Times"; Lizenz: CC BY 4.0 Deed
Im Juli 2002 erschien von Paul Davis in englischer Sprache die Autobiografie des Künstlers "Pat Boone: The Authorized Biography – April Love: The Early Days of Rock 'n' Roll" mit einem Vorwort von Pat Boone; weitere Vorworte wurden von Sir Cliff Richard und George Hamilton IV1) verfasst.
Seit 8. Februar 1960 hat er zwei "Sterne" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1), einen in der Kategorie "Musikaufnahmen"1) ("Recording"; Adr. 1631 Vine Street) und einen in der Kategorie "Fernsehen"1) ("Television"; Adr.: 6268 Hollywood Blvd.).
Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie), Wikipedia (englisch)
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) wunschliste.de, 3) filmdienst.de, 4) fernsehserien.de
Lizenz Foto Pat Boone (Urheber Roger Pic): Dieses Werk wurde von seinem Urheber Roger Pic als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. In manchen Staaten könnte dies rechtlich nicht möglich sein. Sofern dies der Fall ist: Roger Pic gewährt jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich.
     
Filme (Auszug)
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Fremde Links: Wikipedia, fernsehserien.de; R = Regie)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
Um zur Seite der Schlagerstars zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de