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Ray Conniff wurde am 6. November 1916 als Joseph Raymond Conniff
in Attleboro1)
(Massachusetts1)) in eine
musikalische Familie hineingeboren. Der Vater John Lawrence leitete die örtliche
"Jewelry City Band" und spielte Posaune, Mutter Maude
"Angela" Conniff spielte Klavier. Der junge Ray trat in die
Fußstapfen seiner Eltern, erlernte schon früh das Posaunenspiel,
soll bereits an der "High School"1)
mit Klassenkameraden eine Bigband gegründet sowie im Fernstudium eine
Ausbildung zum Arrangeur gemacht haben. Nach dem Schulabschluss ging er nach Boston1) und
betätigte sich dort als Arrangeur bei den "Musical Skippers" von Dan Murphy.
"1937 soll Conniff "mit 200 Dollar" in der Tasche und einem
Lunchpaket nach New York1) gefahren sein, um sich dort an der
"Juilliard School of Music"1)
bei Tom Timothy, Sol Kaplan1) und
Hugo Friedhofer1) zum
Profi-Musiker ausbilden zu lassen. Nebenbei trat er häufig in Nachtclub-Bands
auf. 1938 startete er in der Bigband von Bunny Berigan1) als Posaunist, wo er
fünfzehn Monate blieb." notiert
Wikipedia. Anschließend erhielt er von Bob Crosby1) (1913 1993) ein Engagement bei dessen Formation "Bob Crosby and His Orchestra"1). Später spielte er mit Art Hodes1) (1904 1993), Glenn Gray1) (1906 1963) sowie Artie Shaw1) (1910 2004) und arrangierte Titel für die Band von Harry James1) (1916 1983). Noch gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde Ray Conniff zur "US-Army"1) eingezogen, währenddessen er beim Soldatensender "American Forces Network" in Hollywood1) mit dem Komponisten Walter Schumann1) und dem "Harry James Orchestra"1) zusammenarbeitete. Nach dem Krieg arbeitete noch kurze Zeit als Arrangeur, zog sich dann aber vorübergehend, nicht zuletzt wegen des Siegeszuges des "Bebop"1), den Conniff als "Lärm" bezeichnete, aus dem Musikgeschäft zurück. Da er inzwischen eine Familie gegründet hatte bzw. seine Frau und zwei Kinder ernähren musste, nahm in Hollywood verschiedene Jobs an, die mit Musik nichts zu tun hatten, arbeitete sogar zeitweise als Bauarbeiter. Wikipedia vermerkt: Ab 1949 vertiefte er sich in private Studien über Rhythmus und Harmonik. Beim wochenlangen Anhören von Werbespots, sowie Artie Shaw1)- und Glenn Miller-Platten kam Conniff nach eigener Aussage zur Erkenntnis, dass die rhythmische Wiederholung im Hintergrund bei "80 Prozent" aller Titel den Erfolg ausmacht: "Unterschwellig lief immer eine Klang-Schablone mit. Sie können es die "Geister-Melodie" neben der eigentlichen nennen. Und das Ganze wird von einem weiteren Schema überlagert, der Tempo-Schablone. Ich kann dazu nur sagen, das ist wie eine Art Pulsieren. Der Durchschnittshörer liebt diese Art Klang-Puls, nicht aufdringlich, aber zuverlässig im Hintergrund." Anfang der 1950er Jahre bot ihm der Orchesterleiter Mitch Miller1) (1911 2010), der als Chef der "Artists and Repertoire"1)-Abteilung bei "Columbia Records"1) eine wichtige Rolle spielte, den Job als Chef-Arrangeur an. Ray Conniff sagte zu und war als Studiomusiker für zahlreiche Künstler/-innen tätig, darunter Rosemary Clooney1), Marty Robbins1), Frankie Laine1), Johnny Matthis1), Guy Mitchell und Johnnie Ray1). mit dem Arrangement für den Titel "Band of Gold" von Don Cherry1) verzeichnete er 1955 seinen künstlerischen Durchbruch bzw. mit Platz 5 in den "Top Ten"- Charts sowie mehr als eine Million Mal verkauften Platten einen ersten großen Erfolg. Im Gegensatz zur bisher üblichen Arrangements ließ Conniff im Hintergrund einen Chor "summen", der mit dem Orchester verschmolz und so den typischen "Ray Conniff-Sound" hervorbrachte. Im Dezember 1956 erschien mit "s'Wonderful" Conneffs erste LP, ein Jahr später "s'Marvelous" mit eigener Bigband und Chor. Die Bigband bestand aus Saxophonen, Trompeten, Posaunen und einer Rhythmus-Gruppe, der Chor aus vier männlichen und vier weiblichen Stimmen; später wurden aus dem Chor die 25-köpfigen "Ray Conniff Singers". Die Platten mit der instrumental swingenden Musik entwickelten sich zu Millionen-Sellern und Conniff war ein gefragter und vor allem "gemachter" Mann geworden. "s'Wonderful" hielt sich damals neun Wochen in den Hitparaden und allein zwischen 1950 und 1960 veröffentlichte Conniff 25 LPs, die alle einen Platz unter den "Top 40" erreichten. Viele bekannte Melodien waren im typischen "Ray-Conniff-Sound" zu hören, sei es Country-Musik1), Popsongs oder Filmmelodien. Er wagte sich aber auch an klassische Werke wie dem Motiv aus "Schwanensee"1) von Peter Tschaikowsky1), dem Klavierstück "Für Elise"1) von Ludwig van Beethoven1) oder dem Gefangenenchor ("Va, pensiero, sull'ali dorate"1)) aus der Verdi-Oper "Nabucco"1). Conniffs größter Single-Erfolg war 1966 der Titel "Somewhere My Love"1) aus dem "Oscar"1)-prämierten Hollywood-Drama "Dr. Schiwago"1) (f1965, "Doctor Zhivago") für das er am 2. März 1967 mit einem "Grammy Award"1) in der Kategorie "Best Performance by a Chorus"1) ausgezeichnet wurde → Wikipedia. Mit Beginn der "Rock 'n' Roll"1)-Ära ließ Conniffs Popularität zwar ein wenig nach, dennoch fand er immer sein Publikum unter denjenigen, die mit dem "Rock 'n' Roll" nicht viel anzufangen wussten und lieber melodischere Stücke hören wollten. Im Verlaufe seiner 60-jährigen Karriere veröffentlichte der Vater des "Easy Listening"1), wie er von vielen bezeichnet wird, mehr als 100 Platten und verkaufte diese millionenfach weltweit. Auch im hohen Alter ging Ray Conniff noch auf Tournee, so gab er zuletzt 2001 eine Reihe von Konzerten in Brasilien; sein letzter öffentlicher Auftritt war bei der vierten Hochzeit von Liza Minelli im März 2002 mit dem Produzenten David Gest (1953 2016). Der US-amerikanische Bandleader und Komponist Ray Conniff starb am 12. Oktober 2002 im Alter von 85 Jahren an den Folgen eines durch einen Schlaganfall auslösten Sturzes im kalifornischen Escondido1) (San Diego County1)); die letzte Ruhe fand er auf dem "Westwood Village Memorial Park Cemetery"1) in Los Angeles1) → Foto der Grabstelle bei knerger.de. Er hinterließ seine dritte Ehefrau Vera Schmidheiny (1944 2018), eine gebürtige Schweizerin (Heirat 2. August 1968), sowie die gemeinsame Tochter Tamara (* 1972), die als Musik-Redakteurin bzw. als jüngste und erste weibliche Chefin der Zeitschrift "Billboard"1) arbeitet. Die beiden Kinder James Lawrence und Jo Ann Patricia gingen aus Conniffs Mitte Februar 1938 geschlossenen, ersten Ehe mit Emily Jo Ann Imhof hervor. Die Verbindung scheiterte ebenso wie die zweite, Ende August 1947 geschlossene Ehe mit Ann Marie Engberg (Heirat 1947), die den Stiefsohn Richard J. Bibo mit in die Ehe brachte.2) |
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Englischsprachige Fan-Seite: rayconniff.info Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie), Wikipedia (englisch) |
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