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| Tom Jones wurde am 7. Juni 1940 als Thomas Jones Woodward im Stadtteil Treforest1) der walisischen1) Stadt Pontypridd1) (UK1)) geboren. Der Sohn des Bergarbeiters Thomas Woodward (1910 1981) und dessen Ehefrau Freda (1914 2003) wuchs mit seinen zwei Geschwistern im walisischen Kohlerevier auf, zeigte schon als Kind musikalisches Talent und sang bei Familienfeiern sowie im örtlichen Kirchenchor. Wegen einer Tuberkulose-Erkrankung konnte er erst spät eingeschult werden, brach mit 15 Jahren seine nicht immer erfolgreiche Schulausbildung ab. Am 2. März 1957 heiratete er seine ehemalige Klassenkameradin Melinda Trenchard, wenig später wurde der 17-Jährige Vater eines Sohnes. | ||||||
Ab Anfang der 1970er Jahre schien die Karriere von Tom Jones zumindest für die "Top 20" beendet zu sein, doch er blieb als Star in Las Vegas1) und anderen US-amerikanischen Spielcasinos sowie der TV-Show "This is Tom Jones" (→ Wikipedia (englisch)) eine Attraktion. Neben Frank Sinatra, Sammy Davis jr. oder Elton John1) gehörte er in 1970er Jahren zu den begehrten Entertainern und kassierte für seine Auftritte ungeheure Summen. Nicht zuletzt wegen der hohen Steuern verließ Tom Jones 1977 mit seiner Familie Großbritannien und zog in die USA. "Tiger" Tom Jones avancierte vom kleinen walisischen Sänger zu einem der gefragtesten Künstler der Pop-Szene, trat in zahlreichen Fernseh-Shows auf und ließ auf weltweiten Tourneen seine gewaltige Stimme und seine hüftenschwingende Dynamik von einem begeisterten Publikum bejubeln; mit seinem vibrierendem Bariton begründete er sein Image als Sexsymbol und Frauenheld. Doch Anfang der 1980er Jahre ließen seine Erfolge als Sänger mehr und mehr nach, die Platten verkauften sich nur noch schleppend und seine Karriere schien endgültig beendet. Im Dezember 1987 feierte er jedoch mit dem Song "A Boy From Nowhere" ein furioses Comeback und erreichte mit diesem Titel, das aus dem lose auf dem Leben des Stierkämpfers Manuel Benítez Pérez1), genannt "El Cordobés", basierenden Musical "Matador" (→ Wikipedia (englisch)) stammte, den 2. Platz in der britischen Hitparade. Ein Jahr später nahm er zusammen mit der Avantgarde-Band "The Art Of Noise"1) eine elektrifizierte Neuauflage der Prince1)-Nummer "Kiss"1) und konnte sich mit diesen Titeln gepaart mit einem einprägsamen Video wieder in den Charts behaupten. In den 1990er Jahren nahm der inzwischen seit 1983 bzw. 1987 zweifache Großvater "Tiger" Jones ebenfalls erfolgreich verschiedenste Platten auf, so unter anderem sehr schöne Titel zusammen mit dem nordirischen Musiker Van Morrison1). Im Februar 1992 stand er mit der Cover-Version des "Beatles"1)-Songs "All You Need Is Love"1) auf der Benefiz-Platte für die "Children's Charity Childline" unter den ersten 20 der britischen Charts und 1994 veröffentlichte er sein 33. Studioalbum "The Lead And How To Swing It" (→ Wikipedia (englisch)). Anfang Februar 2000 schaffte er mit "Sex Bomb"1) einen erneuten Mega-Hit und sein im Dezember 2002 veröffentlichtes 35. Album "Mr. Jones" (→ Wikipedia (englisch)) enthält gewagte Rap-Experimente ebenso wie schmachtende Balladen, die das Image des damals über 70-Jährigen, aber immer noch unverwüstlichen Popstars als "Tiger" Jones aufrecht erhalten. Auch im fortgeschrittenen Alter begeisterte er bei seinen Auftritten mit gewaltiger Stimme und Hüftschwung vor allem die weibliche Zuhörerschaft weltweit. Sein bisher persönlichstes, von Amy Winehouse1) inspiriertes Album "24 Hours" (→ Wikipedia (englisch)) mit 13 neuen Songs kam Ende November 2008 auf den Markt. Den deutschen Fans stellte der damals 68-Jährige, der laut eines Portraits in der Zeitschrift "Hörzu"1) "aussieht wie 58 und wie mit 28 singt", am 13. Dezember 2008 in der von Thomas Gottschalk1) moderierten TV-Show "Wetten, dass ?"1) die Single-Auskopplung "If He Should Ever Leave You" vor. Neben der Coverversion des Bruce Springsteen1)-Songs "The Hitter"spielte Tom Jones auf dieser CD Titel wie "We Got Love", "I'm Alive" oder "Never" ein. Der Pop-Veteran, der seit Mitte der 1960er mehr als 100 Millionen Tonträger verkaufte, trat übrigens fünf Mal als Interpret/Wettpate bei "Wetten, dass ?" auf, am 4. März 1989 in Hof1), am 18. Februar 1995 in Ravensburg1), am 16. Oktober 1999 in Dornbirn1), am 25. Januar 2003 in Böblingen1) und am 13. Dezember 20082) in Stuttgart1).
Tom Jones, der seit dem Tod von Gordon Mills (29.07.1986) von seinem Sohn Mark Woodward gemanagt wird, blieb bis zu deren Krebstod am 10. April 2016 trotz zahlreicher Affären mit Ehefrau Melinda zusammen; das Paar hielt sich überwiegend in Los Angeles1) auf, verbrachte aber auch einige Zeit im Jahr auf dem Anwesen in Tom Jones' Heimat Wales. Seit Melindas Tod lebt der Künstler wieder in Großbritannien bzw. in London. Aus einer Affäre mit dem US-amerikanischen Model Katherine Berkery stammt Sohn Jonathan Berkery (* 1988), den er trotz eines positiven DNA-Tests nie akzeptierte.
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Offizielle Webpräsenz (englisch): www.tomjones.com Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie), Wikipedia (englisch), www.laut.de, www.whoswho.de sowie den Artikel zum 85. Geburtstag bei www.swr.de Filmografie bei der Internet Movie Database Fotos bei Wikimedia Commons |
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