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| Mahalia Jackson wurde am 26. Oktober 1911 in New Orleans1) (Louisiana1)) in ärmliche Verhältnisse hineingeboren, die Eltern Charity Clark and Johnny Jackson, ein Hafenarbeiter, waren unverheiratet. Ihre Großeltern erlebten noch die Sklaverei1) und arbeiteen bei Weißen, väterlicherseits auf einer Reis-Plantage, mütterlicherseits auf einer Baumwoll-Plantage im "Pointe Coupee Parish"1), ca. 100 Meilen (160 km) entfernt von New Orleans. Charitys ältere Schwester, Mahala Paul, genannt"Duke" war Namensgeberin (ojme "i") für ihre Nichte und beherbergte ihre fünf weiteren Schwestern samt Kindern in einem heruntergekommenen Reihenhaus in "Water Street" im 16. Bezirk von New Orleans. Als Charitys Schwestern Anstellung als Dienstmädchen und Köchinnen fanden, verließen sie Mahalas Unterkunft, nur Charity blieb mit ihrer Tochter, die ebenso wie Halbbruder Peter und Mahalas Sohn Fred seit der Geburt unter einer Kniefehlstellung1) ("Genu varum") litten. | ||||||||
Sie lernte den Musiker Thomas A. Dorsey1) (1899 1993) kennen, der zu dieser Zeit an der "Pilgrim Baptist Church" in Chicago tätig war und vielen als "Vater der Gospelmusik"1) gilt. Er führte Jackson in diese Musikrichtung ein, unterrichtete sie einige Monate und sollte so etwas wie ihr Mentor werden. Nach anfänglichen Auftritten unter anderem in Chicagoer Kirchen sowie christlichen Veranstaltungen, tourte sie bald mit vier weiteren Chormitgliedern als "The Johnson Singers" durch die USA und wurde rasch auch einem größeren Publikum bekannt. Als sie Anfang der 1930er Jahre bei einer Gospel-Tour so legendäre Lieder wie "He's Got the Whole World in His Hands" (→ Wikipedia (englisch)) oder "I Can Put My Trust in Jesus" interpretierte. Noch bevor sich die "Johnson Singers" 1938 auflösten, nahm im Mai 1937 auf Vermittlung des Musikproduzenten Jay Mayo "Ink" Williams1) bei "Decca Records"1) mit dem Titel "God Gonna Separate the Wheat from the Tares" sowie vier weiteren ihre ersten Singles auf der finanzielle Erfolg war eher mäßig. Den Vorschlag der Plattenfirma, Blues bzw. weltliche Lieder zu singen, lehnte Jackson ab. Zwischenzeitlich erwarb sie sich an dem von Madam C. J. Walker1) (1867 1919) begründeten Unternehmen ("Madame C. J. Walker Manufacturing Company"), das Beauty- und Haarproduktlinien für schwarze Frauen entwickelte, eine Lizenz als Kosmetikerin und eröffnete einen Schönheitssalon nahe der "Pilgrim Baptist Church", wo Thomas A. Dorsey inzwischen als musikalischer Leiter fungierte und 1932 dort den ersten Gospel-Chor gegründet hatte. Er machte Mahalia Jackson zu seiner Sängerin, bis Anfang der 1950er Jahre ging sie mit ihm auf etliche Tourneen. Dorsey begleitete Jackson am Klavier und schrieb oft Lieder speziell für sie. Die Hymne "Take My Hand, Precious Lord" (→ Wikipedia (englisch)) wurde neben "Peace In The Valley" (→ Wikipedia (englisch)) zu einem der besten Songs ihres Repertoires. Rasch erreichte Mahalia Jackson internationale Berühmtheit und avancierte mit Titeln wie "Go Tell It On The Mountain"1), "He's Got The Whole World In His Hand" (→ Wikipedia (englisch)), "How I Got Over" (→ Wikipedia (englisch)) "Little David Play O Your Harp", "Every Time I Feel The Spirit", "Nobody Knows the Trouble I've Seen" (→ Wikipedia (englisch)), "Were You There" (→ Wikipedia (englisch)), "There Is A Balm In Gilead" (→ Wikipedia (englisch)), "Rockin’ In Jerusalem", "Said He Would", "Just Over The Hill", "Get Away Jordan", "In The Upper Room", "Joshua Fought the Battle of Jericho"1), "Prayer Changes Things" oder auch "When the Saints Go Marching In"1) zum weltweit gefeierter Star bzw. zur populäre Konzertsängerin.
Die "Königin der Gospel-Musik" war zwei Mal verheiratet, 1936 hatte sie Isaac 'Ike' Hockenhull geehelicht, der während der Weltwirtschaftskrise1) bei der Post arbeitete und kurz nach der Heirat arbeitslos wurde. Die Ehe wurde nicht zuletzt wegen der Spielsucht ihres Mannes bzw. finanzieller Probleme 1941 geschieden. 1964 gab sie den ehemaligen Saxophonisten Sigmond Galloway (1922 1972) das Ja-Wort, doch auch diese Verbindung scheiterte und endete nach wenigen Jahren 1967 vor dem Scheidungsrichter; beide Ehen blieben kinderlos. Im Verlauf ihrer Karriere konnte Mahalia Jackson zahlreiche Ehrungen entgegen nehmen, bereits 1951 wurde sie von der Pariser "Académie Charles-Cros"1) mit dem "Grand Prix du Disque"1) ausgezeichnet. Ihren ersten "Grammy Award"1) erhielt sie 1961 für "Everytime I Feel The Spirit", gefolgt 1962 für "Great Songs of Love And Faith". Bei der "Grammy-Verleihung 1972"1) (15.03.1972) würdigte man ihr Lebenswerk posthum mit dem "Lifetime Achievement Award"1)), einen weiteren "Grammy" widmete man ihr ebenfalls posthum 1976 für "How I Got Over" → Wikipedia (englisch)). Verschiedene Bildungsstätten verliehen ihr den Ehrendoktor-Titel, unter anderem die (heutige) "Fordham University"1) (1971, "Doctorate of Music") und die "DePaul University"1) (1971)., Sie ist in etlichen "Ruhmeshallen" vertreten, so neben der erwähnten "Grammy Hall of Fame"1) in der von der "Gospel Music Association"1) gegründeten "Gospel Music Hall of Fame" (seit 1978), in der "Rock and Roll Hall of Fame"1) (seit 1997), in der "Louisiana Music Hall of Fame" (seit 2008) in Baton Rouge1) und in der "Rhythm and Blues Music Hall of Fame" (seit 2020). Seit 1. September 1988 besaä auch Mahalia Jackson einen "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) (Adr.: 6840 Hollywood Blvd.) in der Kategorie "Musikaufnahmen"1) ("Recording") sowie seit 27. Oktober 2023 eine Plakette auf dem zwei Jahre zuvor ins Leben gerufenen "Black Music & Entertainment Walk of Fame" in Atlanta1) (Georgia1)) → Wikipedia (englisch). Am 15. Juli 1998 brachte der "US Postal Service"1) eine 32-Cent-"Mahalia-Jackson"-Briefmarke mit ihrem Konterfei heraus → postalmuseum.si.edu. Das im "Louis Armstrong Park"1) in New Orleans angesiedelte "Mahalia Jackson Theater of the Performing Arts", Hauptspielstätte der "New Orleans Opera"1), trägt seit 1973 ihren Namen → Wikipedia (englisch). Nach einer Idee der US-amerikanischen Gospel-Sängerin Joan Orleans1) sowie Co-Autor Emanuel Clark Porter entstand das Musical "Mahalia", das 1998 unter der Regie von Michael Wedekind1) am "Stadttheater Amberg"1) mit Orleans in der Titelrolle Premiere feierte und unter anderem im Januar 2000 auch im Hamburger "St. Pauli Theater"1) präsentiert wurde. Neben Songs aus dem Repertoire von Mahalia Jackson wie "Precious Lord", "When The Saints" oder "We Shall Overcome" zeigt das Musical das Leben der weltbekannten "Queen of Gospel", den Beginn ihrer Laufbahn, ihre Erfolge, die Höhepunkte ihrer langjährigen Karriere sowie ihr unbändiger Kampf für Freiheit und Gleichberechtigung. Das Stück wurde bis in jüngere Zeit in Deutschland und Nachbarstaaten aufgeführt, insgesamt ging die Produktion 16 Mal auf Tournee → www.welt.de sowie Infos bei "Konzertdirektion Landgraf". Verschiedene Autoren/Autorinnen befassten sich mit dem Leben und der Karriere von Mahalia Jackson, 1997 erschien von Theo Lehmann das Werk "Mahalia Jackson Gospelmusik ist mein Leben". Lotte Bormuth1) publizierte im Oktober 1999 die Biografie der großen Sängerin unter dem Titel "Mein Lied für Gott. Das Leben der Mahalia Jackson". Mahalia Jackson veröffentlichte ihre Memoiren bereits 1966 unter dem Titel " Movin' On Up".
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Siehe auch Wikipedia (mit Auzug der Alben bei "Columbia Records"1) sowie bekannten Liedern/Interpretationen Wikipedia (englisch; mit Diskografie), fembio.org Fotos bei Wikimedia Commons |
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Fremde Links: 1) Wikipedia Lizenz Foto Mahalia Jackson (Urheber Carl Van Vechten (18801964): Dieses Werk stammt aus der "Carl Van Vechten Photographs-Sammlung" (ID cph.3b37657) der "Library of Congress". Laut der Bibliothek gibt es keine bekannten Copyright-Einschränkungen in der Verwendung dieses Werkes. As the restrictions on this collection expired in 1986, the "Library of Congress" believes this image is in the public domain. However, the "Carl Van Vechten estate" has asked that use of Van Vechten's photographs "preserve the integrity" of his work, i.e, that photographs not be colorized or cropped, and that proper credit is given to the photographer. |
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