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Al Martino wurde am 7. Oktober 1927 als Jasper Cini, Sohn des italienischen Einwanderer-Paares Gasparino (1905 1958) und Carmela Cini (1905 1998)
in
Philadelphia1) im US-Bundesstaat Pennsylvania1) geboren.
Sowohl sein Vater als auch der Großvater mütterlicherseits stammten aus
der Gemeinde Nereto1)
(Region Abruzzen1));
sein Vorname Jasper war die anglisierte Form des väterlichen Vornamens Gasparino.
Aufgewachsen mit vier Geschwistern, interessierte er sich schon früh für Musik, so
gehörte beispielsweise der legendäre italienische Tenor Mario Lanza
(1921 1959) zu seinen Jugendfreunden. Dessen Erfolg,
aber auch Lanza selbst ermutigte
ihn, sich ebenfalls als Sänger zu profilieren. Um sich seinen Lebensunterhalt
zu verdienen, arbeitete Jasper tagsüber im väterlichen Betrieb als Maurer und sang abends in
örtlichen Nachtclubs. Seine Pläne einer Sanges-Karriere wurden jedoch zunächst durch den 2. Weltkrieg
vereitelt, eingesetzt beim "US Marine Corps"1), nahm
er unter anderem im Rahmen des Pazifikkrieges1)
an
der "Schlacht um Iwojima"1) teil, bei der er verwundet wurde. Nach Kriegsende holte ihn Mario Lanza 1948 nach New York City1) und bald sollte es mit seiner Karriere als Sänger aufwärts gehen. Erste Platten veröffentliche Al Martino, wie er sich nun mit Künstlernamen nannte, bei dem Label "Jubilee Records"1), 1950 gewann er in der TV-Show "Arthur Godfrey's Talent Scouts"1) (→ Wikipedia (englisch) den ersten Preis mit Songs von Perry Como und erhielt einen Vertrag beim kleinen Label "BBS", wo er mit "Here In My Heart"1) im Frühsommer 1952 seine erste Single herausbrachte. Diese geriet auf Anhieb zum Spitzenreiter in den USA, verkaufte sich millionenfach und brachte ihm die erste "Goldene Schallplatte"1) ein. Zudem war es die erste Platte, mit der ein US-Amerikaner die im November 1952 die vom Magazin "New Musical Express"1) neu ins Leben gerufenen britischen Musikcharts1) anführte. Dieser Welterfolg veranlasste "Capitol Records"1), damals eine der größten Plattenfirmen der USA, Al Martino einen Vertrag anzubieten von da ab gehörte er zu den Spitzenstars des internationalen Showbusiness. Nicht nur in den USA wurden seine Platten Millionen-Seller, sondern auch in Australien und Europa und da vor allem in Deutschland standen seine Songs in den Hitparaden. Mit Titeln wie "Take My Heart"1) (1952), "Now" (1953), "Rachel" (1953) oder "When You're Mine" setzte er seine Erfolge fort, was allerdings die Aufmerksamkeit der Mafia bzw. der amerikanischen "Cosa Nostra"1) erregte, die sein "Management" gegen eine "Schutzgebühr" übernehmen wollte. Al Martino kaufte sich mit 75.000 US-Dollar frei, zog es aber vor, die nächsten sieben Jahre in Großbritannien zu verbringen, wodurch die US-Karriere zunächst abbrach.2) Um so erfolgreicher war er in Europa mit Liedern wie "Wanted" (1954) oder "The Story Of Tina" (1954). Erst Ende der 1950er Jahre, nach dem Tod des damals involvierten New Yorker Mobsters1) Lucca Brazzi, konnte der Italo-Amerikaner in die USA zurückkehren, hatte jedoch anfangs Schwierigkeiten, sich dort, nicht zuletzt wegen der "Rock'n'Roll"1)-Kultur, wieder im Showbiz zu etablieren, was ihm vor allem dank zahlloser TV-Auftritte gelang. Er blieb gut im Geschäft, Songs/Coverversioneb wie "I Love You Because" (1963; → Wikipedia (englisch)), "I Love You More And More Every Day" (1964; → Wikipedia (englisch)) oder "Always Together" (1964) gingen um den Globus. 1965 landete Al Martino mit "Spanish Eyes"1) bzw. der Gesangsversion des ursprünglichen Instrumentalstücks "Moon over Naples" von Bert Kaempfert1) seinen wohl größten internationalen Erfolg. Der Song gelangte 1966 in Belgien auf Platz 1, in Deutschland und Österreich auf Platz 3 der Hitparade sowie in den USA immerhin auf Platz 15 der "Billboard Hot 100"1). Der Titel verkaufte sich millionenfach und Al Martino erhielt mehrere "Goldene Schalplatten"1) und solche in "Platin". "Spanish Eyes" gehört auch heute noch zu den 50 am meisten gespielten Liedern weltweit. Mehr als fünf Jahrzehnte zählte Al Martino mit seinem unnachahmlichen Stil und seinem berühmten Schmelz in der Stimme zu den beliebtesten Vertretern der Pop-Musik, mit zeitlosen Liedern wie "Volare"1), "Painted Tainted Rose", "Living a Lie", "Tears And Roses", "Mary In The Morning" (→ Wikipedia (englisch), "To The Door of the Sun" (→ Wikipedia (englisch) oder auch dem Elvis1)-Song "Can’t Help Falling in Love"1) begeisterte er noch im hohen Alter sein Publikum und tourte durch Bars und Nachtclubs. Vor allem im Herbst 1993 verbuchte Al Martino mit dem von Dieter Bohlen1) produzierten Album "The Voice to Your Heart" noch einmal einen Triumph. 2001 gelang ihm mit "Come, Share the Wine", der Coverversion des Udo Jürgens'-Hit "Griechischer Wein"1), ein weiterer Riesenerfolg, noch wenige Monate vor seinem Tod spielte er mit "Trying to Find My Way" einen neuen Song ein. Auf der Leinwand machte sich der Künstler ebenfalls einen Namen, seine berühmtester Part war wohl der des Mafia1)-Popstars Johnny Fontane bzw. Patensohn des mächtigen Mafioso Don Vito Corleone (Marlon Brando) in dem von Frances Ford Coppola nach dem gleichnamigen Bestsellers1) von Mario Puzo1) gedrehten, "Oscar"1)-prämierten Klassiker "Der Pate"1) (1972, "The Godfather"); der von ihm eingesungene, von Nino Rota1) komponierte Titel "Speak Softly Love"erreichte beachtliche Chart-Notierungen. Auch in dem dritten und abschließenden Teil von Coppolas Film-Trilogie über die Geschichte des "Paten" Michael Corleone (Al Pacino) und dessen Familie, "Der Pate III"1) (1990, "The Godfather Part III"), trat er noch einmal mit dieser Figur in Erscheinung. In der US-amerikanischen "Seifenoper" mit dem Titel "The City"3) (19951997) zeigte er sich 1996 sieben Episoden lang als der reiche Mobster1) Gino Soleito, gab dann die Rolle an Joseph Sirola1) ab. Erwähnenswert ist seine Beteiligung an dem von Robert Aldrich1) mit Bette Davis und Olivia de Havilland inszenierten, berühmten Psychothriller "Wiegenlied für eine Leiche"1) (1964, "Hush Hush, Sweet Charlotte"), in dem er im Abspann das Titellied "Hush, Hush Sweet Charlotte" mit einer einprägsamen Melodie von Frank De Vol1) sang. Der Sänger und Show-Star, der von den Medien auch als "Mister Spanish Eyes" tituliert wurde, starb überraschend am 13. Oktober 2009, wenige Tage nach seinem 82. Geburtstag, in seinem Elternhaus in Springfield1) nahe Philadelphia1) (Pennsylvania1)) an Herzversagen bis zuletzt gab er Konzerte und hatte noch viele Pläne. Die letzte Ruhe fand er auf dem "Holy Cross Cemetery" im kalifornischen Culver City1) → Foto der Grabstelle bei findagrave.com, knerger.de. Seit 1969 war der Vater dreier Kinder, Sohn Alfred (aus der 2. Ehe) und den Töchtern Alana (aus der 1. Ehe) und Alison, sowie Großvater bzw. Urgroßvater mehrerer Enkelkinder, in dritter Ehe mit Judi Stilwell verheiratet; zuletzt wohnte das Paar auf einem Anwesen (927 North Rexford Drive1)) in Beverly Hills1) (Los Angeles County1)). Alison Martino (* 15.12.1970) machte sich später als TV-Produzentin und Autorin einen Namen → Wikipedia (englisch). Seine beiden ersten Verbindungen mit Jenny Furini und Gwendolyn Wenzel waren gescheitert. "Er war der letzte der großen US-amerikanischen Showstars. Einer, der in einem Atemzug mit Sammy Davis jr. oder Dean Martin genannt wurde. Einer, der den Traum von der Tellerwäscherkarriere wahr machte. ( ) Mit seiner Schmusestimme und einem untrüglichen Gespür für Romantik schaffte Al Martino das seltene Kunststück, alle Wellen der Popmusik mit seinem eigenen Stil lange zu überleben." schrieb Franz Baden in einem Nachruf in der "Süddeutschen Zeitung" in einem Nachruf → sueddeutsche.de.
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Siehe auch Wikipedia
(mit Diskografie),
Wikipedia
(englisch) sowie den Artikel bei www1.wdr.de Fotos bei Wikimedia Commons |
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Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) fernsehserien.de Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 11.02.2026) |
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