Filmografie
Ricky Nelson wurde am 8. Mai 1940 als Eric Hillard Nelson in Teaneck1) im US-Bundesstaat New Jersey1) geboren. Er war der jüngste Sohn des bekannten Sängers und Bandleaders Ozzie Nelson1) (1906 – 1975) und dessen Ehefrau, der Sängerin Harriet Hilliard1) (1909 – 1994). Bereits mit neun Jahren trat Ricky Nelson gemeinsam mit seinem älteren Bruder David1) (1936 – 2011) in der äußerst erfolgreichen Radioshow seiner Eltern auf. Die Serie "The Adventures Of Ozzie &  Harriet" einer typischen US-amerikanischen Familie in den prüden 1950er Jahren wurde am 3. Oktober 1952 ins Fernsehen gehoben, lief dort bis zum 3. September 1966 wöchentlich ebenfalls erfolgreich und zählte zu den am längsten gezeigten Familienserien im US-amerikanischen Fernsehen – Ricky Nelson und Bruder David waren immer mit dabei→ Wikipedia (englisch). Seit seinem ersten Auftreten gehörte Ricky Nelson zu den populärsten Mitgliedern der Sitcom, sein Satz "I don't mess around, boy" wurde zu seinem Markenzeichen und zu einem nationalen Sprichwort. Alle Episoden der Serie wurden von "Ozzie" Nelson geschrieben, der auch Regie führte und häufig die aktuellen Songs von Ricky Nelson in die Sendungen einbaute.2) Im Laufe der Zeit drehten sich immer mehr Handlungsstränge um Ricky, so wurden beispielsweise sein sportliches Talent groß herausgestellt, und auch als er von seinen Eltern zum 16. Geburtstag ein Auto geschenkt bekam, baute man dies in eine Episode ein. Vorausgegangen war mit "Here Come the Nelsons" (1952) eine Kino-Version, um zu testen, ob die Familie im Film ebenso gut ankam, wie im Radio → Wikipedia (englisch).
Noch vor seinem Abschluss an der "Hollywood High School" (1958) machte Ricky Nelson ab 1957 mit Unterstützung seines Vaters die ersten Plattenaufnahmen beim Label "Verve Records"1) und seine Coverversion des Fats Domino-Hits "I'm Walkin'" (→ Wikipedia (englisch)), die bis auf Platz 4 der Bestseller-Charts aufstieg und in den "Billboard Hot 100" Platz 17 erreichte. Die auf der Platte befindliche B-Seite bzw. der Titel "Teenager's Romance" (→ Wikipedia (englisch)) war noch erfolgreicher. kletterte Mitte 1957 auf Platz 2 der US-Charts und ließen ihn auf Anhieb zum ersten Teenageridol der "Rock ’n’ Roll"1)-Ära werden. Von Anfang erkannte Nelson, dass eine professionelle Begleitband wichtig für den Erfolg sei und sieben Jahre lang trat er mit so bekannten Musikern wie Joe Maphis1)1) (1921 – 1986), Johnny Burnette1) (1934 – 1964), Dorsey Burnette1) (1932 – 1979), Joe Osborn1) (1937 – 2018) oder der Gitarren-Legende James Burton1) auf, der später auch zusammen mit Elvis Presley1) als Lead-Gitarrist auf der Bühne stand.
  

Ricky Nelson am 21. April 1963 beim Verlassen der
"St. Martin of Tours Church" in Brentwood1) (Los Angele1)),
wo die Trauung mit Ehefrau Kristin Harmon stattfand
Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos)
von "UCLA Library Digital Collection";
Urheber: "Los Angeles Times"1); Lizenz: CC BY 4.0 Deed

Ricky Nelson am 21. April 1963 beim Verlassen der "St. Martin of Tours Church" in Brentwood (Los Angele), wo die Trauung mit Ehefrau Kristin Harmon stattfand; Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos) von "UCLA Library Digital Collection"; Urheber: "Los Angeles Times"; Lizenz: CC BY 4.0 Deed
Nach seinem Wechsel zu "Imperial Records"1) geriet  der von Sharon Sheeley1) komponierte und getextete Rockabilly1)-Song "Poor Little Fool"1) im Juni 1958 zum Spitzenreiter in den "Billboard Hot 100", nach weiteren Erfolgen konnte er im April 1961 mit "Travelin' Man" (→ Wikipedia (englisch)) einen erneuten Nummer-1-Hit landen; die B-Seite der Platte bzw. die Coverversion des Gene Pitney-Songs "Hello Mary Lou"1), die ein markantes Gitarren-Solo von James Burton1) enthielt, konnte sich 1961 in den USA unter den "Top 10" platziere, setzte sich aber vor allem in Europa (unter anderem Deutschland, Belgien, Niederlande) an die Spitze der Charts → Wikipedia (englisch)).  Mit Titeln wie "Be-Bop-Baby" (1957; → Wikipedia (englisch)), "Stood Up" (1957; → Wikipedia (englisch)), "Believe What You Say" (1958; → Wikipedia (englisch)), "It's Late" (1959; → Wikipedia (englisch)), "Sweeter Than You" (1959; → Wikipedia (englisch)), "Young World" (1962; → Wikipedia (englisch)) oder "Teen Age Idol" (1962; → Wikipedia (englisch)) blieb Ricky Nelson bis Anfang der 1960er Jahre überaus erfolgreich.
Zwischen 1957 und 1961 platzierte er alleine 36 Titel, die in den "Top 100" auftauchten, bis zu seinem 21. Lebensjahr ersang er sich neun "Goldene Schallplatten"1) und seine Platten wurden weltweit millionenfach verkauft – das blendend aussehende Teeny-Idol befand sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Danach wurde es ein wenig stiller um den Star, nicht zuletzt wegen sich wandelnden Musikgeschmacks, eine neue Teenager-Generation fuhr nun mehr auf die" Beatles"1) oder die "Rolling Stones"1) ab.
 
Nelson wandte sich nun verstärkt der "Country-Musik"1) zu, am 30. Mai 1966 erschien das Album "Bright Lights And Country Music" (→ Wikipedia (englisch)), das von Owen Bradley1) in Nashville1) produziert wurde und trotzdem nicht dem gängigen Muster des Nashville Sounds1) folgte. Für die Aufnahmesession hatte man zusätzlich zu Nelsons regulärer Band Glen Campbell1) und Clarence White1) verpflichtet. Neben einer Eigenkomposition und einer Komposition von Glen Campbell enthielt das Album nur Cover-Songs bedeutender Country-Hits. Dieses Album gilt als Umbruch in der Karriere Nelsons vom Rock'n'Roll- zum Country-Sänger. Obwohl das Album erfolglos blieb, erschien im April 1967 – wieder von Bradley in Nashville produziert – das Album "Country Fever" ( → Wikipedia (englisch)), bis auf "Walkin' Down The Line" ( → Wikipedia (englisch)), eine Komposition von Bob Dylan, wieder eine Auswahl von Klassikern der Country Musik. Beide Alben blieben erfolglos, aber mit ihnen schuf Nelson einen eigenen Musikstil, der als Vorläufer des "Country-Rock"1) bezeichnet werden kann.2)
Anfang der 1960er strich Ricky Nelson dann das "y" aus seinem Namen, da er meinte, er sei nun für diese Koseform zu alt. Er nannte sich nun "Rick Nelson" und trat zusammen mit seiner neu gegründeten "Stone Cannyon Band" auf. Doch erst 1972 gelang ihm mit "Garden Party" noch einmal ein "Top Ten Hit" in den Charts → Wikipedia (englisch). "Eines seiner letzten großen Konzerte war am 22. August 1985, als er gemeinsam mit Fats Domino auftrat, beide ihre "Rock-’n’-Roll-Hits" spielten und zum Finale gemeinsam "I’m Walking" sangen."2)

Als Schauspieler bleibt Nelson vor allem als junger Scharfschütze Colorado Ryan in dem von Howard Hawks1) mit John Wayne und Dean Martin gedrehten  Erfolgs-Western "Rio Bravo"1) (1959) in Erinnerung, sang in diesem Film mit Dean Martin die Lieder "Cindy  Cindy" und "My Rifle, My Pony and Me". Für seine Darstellung des Revolverhelden Colorado Ryan wurde er für einen "Golden Globe"1) in der Kategorie "Bester Nachwuchsdarsteller"1) nominiert, unterlag jedoch bei der "Golden Globes".Verleihung am 5. März 1959 seinem Konkurrenten Bradford Dillman1) in dem Kriegsstreifen "In Love and War"3) (1958, "Hölle, wo ist dein Schrecken"). An der Seite von Jack Lemmon in der Rolle des Lieutenant Crandal, Kommandeur des Segelschiffs "USS Echo", mimte er in der Kriegskomödie "The Wackiest Ship in the Army"1) (1960, "Auf schrägem Kurs") den Fähnrich Tommy Hanson , 1965 folgte die Hauptrolle des "High School".Absolventen Buzzy Pringle in der von seinem Vater in Szene gesetzten, heiter-harmlosen Geschichte "Heiraten will gelernt sein"4) ("Love and Kisses" → Wikipedia (englisch)). Neben Episoden-Auftritten in diversen TV-Serien zählte eine Nebenrolle in der romantischen TV-Komödie "Three on a Date"3) (1978, "
Das Glück wohnt auf Hawaii") zu seinen letzten Aktivitäten als Darsteller vor der Kamera → Übersicht (Auszug) Filmografie.
  
Rick(y) Nelson war seit 20. April 1963 mit der älteren Schwester des Schauspielers Mark Harmon1), Kristin Harmon (1945 – 2018; → Wikipedia (englisch)) verheiratet. Die Familie lebte auf einer Ranch nahe des kalifornischen Laurel Canyon1) in den Hollywood Hills1), einem Villenviertel in Los Angeles1), wo Kristin Harmon eine Kunstgalerie betrieb. Aus der Verbindung, die im Dezember 1982 geschieden wurde, gingen die Zwillingssöhne Gunnar und Matthew (* 1967) hervor, die 1990 die Hard-Rock1)-Band "Nelson"1) gründeten und eine eigene Gesangs-Karriere starteten. Tochter Tracy Nelson1) , geboren am 25. Oktober 1963, wurde Schauspielerin, Sohn Sam Hilliard Nelson erblickte 1974 das Licht der Welt.
Der Sänger und Schauspieler Rick(y) Nelson starb 31. Dezember 1985 mit nur 45 Jahren: Bei einem in Guntersville1) (Alabama1)) gestarteten Fluges zu einer Silvester-Show in Dallas1) (Texas1)) stürzte seine zweimotorige "Douglas DC-3"1) in der Nähe der texanischen Stadt DeKalb1) aufgrund eines an Bord ausgebrochenen Feuers auf einem Feld ab. Außer dem Piloten und dem Co-Piloten, die sich mit schweren Verletzungen durch das Cockpit vor den Flammen retten konnten, kamen Nelson, die fünf Mitglieder der "Stone Canyon Band" sowie seine neue Freundin bzw. persönliche Assistentin Helen Blair bei diesem Unglück ums Leben; noch kurz vor dem Absturz  soll er sich mit ihr verlobt haben. "Bei der amtlichen Untersuchung des Unfalls wurden bei Nelson und vier seiner Bandmitglieder Spuren von Drogen im Blut gefunden, bei Nelson Kokain und Rückstände eines starken Schmerzmittels, was in der Presse zu falschen Spekulationen über die Absturzursache führte. Nach achtzehnmonatiger Untersuchung wurde festgestellt, dass wahrscheinlich ein fehlerhaftes Heizgerät zu einer fatalen Rauchentwicklung in Cockpit und Passagierraum geführt hatte. Zudem kritisierte die Untersuchungskommission das Verhalten des Piloten." vermerkt Wikipedia. Rick(y) Nelson fand die letzte Ruhe auf dem "Forest Lawn Memorial Park"1) in Hollywood1) (Los Angeles1)), → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
    
In den frühen 1970ern schrieb der Künstlerr den auf seinem Album "Rudy the Fifth"
→ Wikipedia (englisch)
veröffentlichten Song"Gypsy Pilot", die letzte Strophe lautet:
"When they claim my body, they won't have much to say,
except that he lived a good life, he lived every day.
And you know he saw the sunshine, and you know he felt the rain,
he loved everybody, and he hopes you do the same."
   
Posthum wurde Rick(y) Nelson 1987 in die "Rock and Roll Hall of Fame"1) sowie später in die "Rockabilly Hall of Fame" aufgenommen → Wikipedia (englisch). Bereits am 17. September 1975 widmete man ihm auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) einen "Stern" (Adr.: 1515 Vine Street) in der Kategorie "Musikaufnahmen"1) ("Recording").
Im Jahre 2005 sendete "Public Broadcasting Service"1) (PBS) anlässlich des 20. Todestages das von David Leaf und John Scheinfeld gedrehte, 90-minütige TV-Portrait "Ricky Nelson Sings", in dem auch Nelsons Kinder, Gitarrist James Burton1) und Singer/Songwriter Kris Kristofferson1) zu Wort kamen → IMDb.
    Offizielle (englischsprachige) Website: www.rickynelson.com
Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie), Wikipedia (englisch; mit Diskografie)
sowie den Artikel bei www.country.de
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) filmdienst.de, 4) fernsehserien.de
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 16.01.2012/17.02.2026)
    
Filme (Auszug)
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Fremde Links: Wikipedia, fernsehserien.de;  R = Regie)
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