The Forsyte Saga
Mit der "Forsyte Saga" wurde einer der erfolgreichsten Romane des britischen Schriftstellers John Galsworthy (1867 – 1933) verfilmt; der sechsbändige Roman-Zyklus, welcher die Zeit von 1879 bis 1920 umspannt und den Galsworthy zwischen 1906 und 1921 verfasste, wurde 1922 veröffentlicht und zehn Jahre später mit dem "Nobelpreis für Literatur"1) ausgezeichnet. In dem Vorwort erklärt John Galsworthy, er habe in der "Forsyte Saga" den gehobenen Mittelstand "konserviert" und "unter Glas zur Schau gestellt" → Info zum Roman bei Wikipedia.
Produziert von Donald Wilson (1910 – 2002) für "BBC Two"1), ging die von David Giles (1926 – 2010) und James Cellan Jones (1931 – 2019) in Szene gesetzte, dramatische Serie über die weitverzweigte Kaufmannsfamilie erstmals am 7. Januar 1967 in Großbritannien auf Sendung, in 26 Folgen zu je 50 Minuten konnten die Zuschauer/-innen – schon lange vor "Dallas"1) und dem "Denver-Clan"1) – bis 1. Juli 1967 Freud und Leid, Lügen und Intrigen, Liebesbeziehungen und Leidenschaften der vier Generationen umfassenden Familienmitglieder verfolgen und die Reihe entwickelte sich zu einem riesigen Erfolg. In Deutschland brachte die ARD die schwarz-weißen Episoden ab 4. Februar bis 29. Juli 1973 wöchentlich auf den Bildschirm, auch hier war die Resonanz erheblich, bis zu 30 Prozent durchlitten immer wieder Sonntags ab 17:25 Uhr die Schicksalsschläge der englischen Großbürgerfamilie mit. Leider wurden die Folgen bisher nicht mehr wiederholt, da Medienberichten zufolge die Tonqualität der damaligen deutschen Synchronisation zu schlecht sei. Lediglich als Hörbuchversion konnte man sich die legendäre Serie neuerdings noch einmal zu Gemüte führen: Mit zwanzig berühmten Schauspielern/Schauspielerinnen, unter anderem Hanns Zischler und Rosel Zech, entstanden sechs CDs mit der "Forsyte Saga". Erst in j¨ngerer Zeit nahm sich "Pidax Film" der Serie an und veröffentlichte sie auf DVD.
  

Abbildung DVD-Cover mit freundlicher
Genehmigung von "Pidax Film", welche die
Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte

Die Foryste-Saga“: Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche die Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte
"Die Foryste-Saga" war seinerzeit der bis dato größte (und teuerste) Serienerfolg im britischen Fernsehen und eltweit ein "Straßenfeger". Nach der deutschen Erstausstrahlung urteilte das "Hamburger Abendblatt"1) unter anderem: "Regie, Darsteller und Ausstattung überzeugten in jeder Folge. Zum britischen Säulenheiligen des Ganzen wurde hier der (…) britischste aller Forsytes: Anwalt Soames. Eric Porter spielte ihn über seine fünf männlichen Schicksalsjahrzehnte hinweg wie aus einem Guss und glaubhaft."
Das Familienepos beginnt im Jahre 1879 und endet, anders als im Roman, im Jahre 1926. Die großbürgerliche Kaufmannsfamilie Forsyte ist auf der Höhe ihrer Macht und gehört zu den einflussreichsten der Londoner Gesellschaft; die Geschwister, zu denen auch die unverheiratete Ann Forsyte (Fay Compton) gehört, sind zwar schon in die Jahre gekommen, dennoch gesund und sehr vermögend. Ihre Kinder werden langsam erwachsen, der junge Jolyon (Kenneth More), Sohn des alten Familienoberhaupts Jolyon Forsyte (Joseph O'Conor), ist in den 1930ern, verheiratet und Vater der Tochter June (Susan Penick, später June Barry (1935–2020)). Seine Affäre mit der Erzieherin seiner Tochter führt zum Bruch mit der Familie, welche er verlässt, um mit seiner Geliebten Helene Hilmer (Lana Morris; 1930–1998) zu leben; um sich über Wasser zu halten, versucht er sich als Maler. Nachdem seine Ehefrau Frances (Ursula Howells1)) bei einem Reitunfall ums Leben gekommen ist, heiratet er Helene und bekommt mit ihr zwei Kinder, "Jolly" Forsyte (Michael York) und Holly.Jolyons Bruder James (John Welsh) hat den Sohn Soames (Eric Porter), ein angehender Rechtsanwalt, der vom alten Jolyon gehasst wird, sowie Tochter Winifred (Margaret Tyzack1)), die mit dem leichtsinnigen Montague Dartie (Terence Alexander1)) verlobt ist, dessen Ehefrau sie später wird. 
Der gefühlskalte und unberechenbare Soames verliebt sich in die schöne Irene Héron (Nyree Dawn Porter), eine mittellose Musiklehrerin, die seine Liebe nicht erwidert, ihn aber dennoch heiratet. Wegen ihrer unglücklichen Ehe beginnt sie schon bald ein Verhältnis mit dem Architekten Phillip Bosinney (John Bennett), der mit Jolyons Tochter June Forsyte verlobt ist und für Soames und Irene ein Haus bauen soll. Irene bittet ihren Gatten, sie frei zu geben, um jedoch seine Liebe zu retten entlässt Soames den Architekten, vergewaltigt in seiner rasenden Eifersucht seine Ehefrau Irene, die bald darauf ihren Mann verlässt. Zum "Happy End" mit Phillip Bosinney kommt es nicht, da dieser bei einem Unfall sein Leben verliert.

Szenenfoto mit Jolyon Forsyte junior (l. Kenneth More),
Irene Forsyte (Nyree Dawn Porter) und Soames Forsyte (Eric Porter)
Mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche die Serie
am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte

"Die Foryste Saga": Szenenfoto mit Jolyon Forsyte jr. (l. Kenneth More) und Irene Forsyte (Nyree Dawn Porter) mit Gatte Soames Forsyte (Eric Porter); Mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche die Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte
 1899 betreibt der verbitterte Soames seine Scheidung von Irene, doch als er sie wiedersieht, erwacht seine Liebe erneut. Irene, die inzwischen eine Liebesbeziehung mit ihrem nun älter gewordenen Schwager Jolyon Forsyte (Kenneth More) hat, zeigt jedoch offen ihre Abscheu. Nach dem Tod von Joylans zweiter Frau Helene heiraten beide, aus der Verbindung stammt Sohn Jolyon "Jon" Forsyte (Martin Jarvis); auch Soames heiratet erneut, aus dieser Ehe mit der Französin Annette Lamotte (Dallia Penn) geht Tochter Fleur (Susan Hampshire) hervor.  
Im Jahre 1920 treffen sich Fleurs Sohn Jon und Soames Tochter Fleur in einer Kunstgalerie, gegen den Widerstand der Eltern verlieben sie sich ineinander, doch die Beziehung währt nur kurz, als Jolyon seinem Sohn alles über die Ehe zwischen Soames und seiner Mutter Irene bzw. die Familienfehde erzählt; kurz nach der "Beichte" verstirbt Jolyon an Herzversagen. Jon flieht mit seiner geliebten Mutter nach Südamerika und arbeitet als Farmer, Fleur heiratet den jungen Baron Michael Mont (Nicholas Pennell; 1938–1995), doch ihr Leben in der feinen Londoner Gesellschaft wirft erneute Probleme auf. 1926 kehrt Jon aus Amerika zurück und trifft erneut auf Fleur, eine kurze, aber heftige Liebesbeziehung ist die Folge. Als auch diese neuerliche Leidenschaft zu Ende geht, zündet Fleur aus Verzweiflung das Haus ihres Vaters an, der sie dann unter Einsatz seines eigenen Lebens vor dem sicheren Tod rettet. Vom Glanz des ehemaligen Familienclans ist nichts mehr übrig geblieben, die ganze Familie Forsyte ist an den Affären zerbrochen.
  
Der "Forsyte-Clan"; Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche die Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte
Der "Forsyte-Clan"; Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung
von "Pidax Film", welche die Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte

Mitunter schien es schwierig, die weit verzweigte Familienkonstellation zu verfolgen, die Programmzeitschrift "Hörzu"1) (Ausgabe 09/1973, S. 14) zeigte sich zwar begeistert, warnte ihre Leserschaft jedoch davor, keine Folge zu verpassen: "Wer ein, zwei Folgen versäumt, kommt bei den Forsytes nicht mehr mit. … Bedenken Sie, falls Sie Forsyte-Fan sind und bleiben wollen: Die nächsten 22 Sonntage, die nächsten fünf Monate lang müssen Sie Ihre Freizeit so einteilen, daß Sie und Ihre Familie allsonntäglich pünktlich um 17:25 Uhr um den Fernsehapparat versammelt sind."
  

"Die Foryste Saga": Szenenfoto mit Nyree Dawn Porter als Irene Forsyte; mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche die Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte

"Die Foryste Saga": Szenenfoto mit Nyree Dawn Porter als Irene Forsyte und John Bennett als deren Liebhaber Philip Bosinney; mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche die Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte
Irene Forsyte (Nyree Dawn Porter) … mit ihrem Liebhaber Philip Bosinney (John Bennett)
"Die Foryste Saga": Szenenfoto mit Susan Hampshire als Fleur Forsyte, Tochter von Soames Forsyte (Eric Porter); mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche die Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte "Die Foryste Saga": Szenenfoto mit Nyree Dawn Porter als Irene Forsyte und Kenneth More als Jolyon Forsyte jr.; mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche die Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte
Susan Hampshire als Fleur Forsyte, Tochter
von Soames Forsyte (Eric Porter)
Nyree Dawn Porter als Irene Forsyte und
Kenneth More als Jolyon Forsyte jr.
Szenenfotos mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche die Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte
   
Bereits Ende der 1940er entstand nach dem ersten Teil "The Man of Property"1) unter der Regie von  Compton Bennett1) der Kinofilm "That Forsyte Woman"1) (1949, "Das Schicksal der Irene Forsyte") mit Greer Garson1) in der Titelrolle und Errol Flynn als Soames Forsyte sowie unter anderem Robert Young1) als Philip Bosinney und Janet Leigh als June Forsyte. 2002 drehten Christopher Menaul und Dave Moore eine weitere Verfilmung: In der 13-teiligen Serie "Die Forsyte Saga"2) ("The Forsyte Saga") spielte Damian Lewis1) den Soames Forsyte, Gina McKee1) die Irene und Rupert Graves1) den Jolyon Forsyte; die Produktion ist inzwischen ebenfalls auf DVD im Handel erhältlich. Mit "The Forsytes"2) (2025 → Wikipedia (englisch)) entstand in jügerer Zeit eine dritte Serien-Adaption, die es bislang bei uns auf sechs Folgen mit dem deutschen Untertitel "Familie verpflichtet" brachte und ab dem 15. Juli 2026 jeweils am Mittwoch ab 21:45 Uhr in Doppelfolgen bei "ZDFneo"1) zur Ausstrahlung gelangte; in Großbritannien steht bereits die Sendung der zweiten Staffel von "The Forsytes" bevor, eine dritte Staffel sei geplant → fernsehserien.de, www.zdf.de
    
Siehe auch Wikipedia, www.bamby.de, fernsehseien.de sowieWikipedia (englisch)
Weitere Links bei wunschliste.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de
    
Die Hauptdarsteller/-innen:
(Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Weitere Mitwirkende bei der "Internet Movie Database"
Joseph O'Conor … spielte das Familienoberhaupt, den alten Jolyon Forsyte.
 
Geboren am 14. Februar 1916 in Dublin (heute Republik Irland),
gestorben am 21. Januar 2001 im Alter von 84 Jahren in London (UK).
 
Infos zu dem Schauspieler bei Wikipedia (englisch)
  
Weitere Filme*) mit Joseph O'Conor
Kenneth More
 
Kenneth More 1969 anlässlich der Premiere des Films "Battle of Britain" in Amsterdam; Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 922-8216); Urheber/Fotograf: Koch, Eric/Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz:www.gahetna.nl/over-ons/open-data / CC BY-SA 3.0 NL
Kenneth More 1969 in Amsterdam
anlässlich der Premiere des Films
"Luftschlacht um England" 
Rechteinhaber: Nationaal Archief
(Den Haag, Rijksfotoarchief;
Bestandsnummer: 922-8216)
Urheber/Fotograf: Koch, Eric/Anefo;
 Ausschnitt des Originalfoto
Quelle: Wikimedia Commons;
Lizenz: CC BY-SA 3.0 NL bzw.
CC 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
… spielte dessen Sohn, den jungen Jolyon Forsyte jr..
 
Geboren am 20. September 1914 in Gerrards Cross (Buckinghamshire, UK),
gestorben am 12. Juli 1982 in London (UK).
  
Der attraktive Kenneth More stammte aus einer gut-bürgerlichen Familie. Der einzige Sohn des einstigen Piloten des "Royal Naval Air Service" Charles Gilbert More und dessen Ehefrau Edith Winifred, Tochter eines Rechtsanwaltes, besuchte das renommierte "Victoria College" auf der Kanalinsel Jersey, wo sein Vater als Generalmanager bei der "Jersey Eastern Railway" tätig war. Nach dem Schulabschluss folgte er zunächst der Familientradition und absolvierte ein Praktikum als Ingenieur, was er jedoch bald wieder aufgab. Als sein Vater verstarb, war Kenneth More erst 17 Jahre alt, sein Plander "Royal Air Force" beizutreten, scheiterte, da er den medizinischen Aufnahmetest nicht bestand. Er ging kurz nach Kanada, musste das Land jedoch wegen fehlender Papiere wieder verlassen. Durch eine Freundin kam er in Kontakt mit der Theaterszene und stand bald selbst auf der Bühne. Nach Ende des 2. Weltkrieges nahm er seine beginnende Schauspielerkarriere wieder auf und hatte vor allem in den 1950er Jahren seine große Zeit als Filmschauspieler. Sowohl in (Melo)Dramen als auch Komödien zeigte er sein schauspielerisches Talent, präsentierte sich in etlichen populären Kinoproduktionen, wie beispielsweise "Never Let Me Go" (1953, "Es begann in Moskau"), "Genevieve" (1953, "Die feurige Isabella"), "Doctor in the House" (1954, "Aber, Herr Doktor…"), "Reach for the Sky" (1956, "Allen Gewalten zum Trotz"), "A Night to Remember" (1958, "Die letzte Nacht der Titanic"), "Northwest Frontier" (1959, "Brennendes Indien") oder "Sink the Bismarck" (1960, "Letzte Fahrt der Bismarck"). Als ihm Mitte der 1960er Jahre von der Filmindustrie keine interessanten Rollen mehr angeboten wurden konzentrierte sich More vermehrt auf seine Arbeit beim Fernsehen. Mit der Rolle des jungen Jolyon Forsyte war er dann wieder in aller Munde, ebenso wie mit der Hauptrolle in der 13-teiligen Serie "Father Brown" (1974, → Wikipedia (englisch)). Eine seiner letzten Kinorollen war der König Artus in dem Science-Fiction-Streifen "The Spaceman and King Arthur"1) (1979, "König Artus und der Astronaut"). gedreht nach dem Roman "Ein Yankee am Hofe des König Artus"1) von Mark Twain.
Mit seinem Privatleben füllte der Mime mitunter die einschlägigen Gazetten, er war drei Mal verheiratet, zuletzt seit 17. März 1968 mit der 26 Jahre jüngeren Schauspielerkollegin Angela Douglas, die er bei den Dreharbeiten zu dem musikalischen Streifen "Some People" (1962, → Wikipedia (englisch)) kennen gelernt hatte. Aus seiner ersten, 1940 geschlossenen Ehe mit der Schauspielerin Beryl Johnstone (1914–1969 ging die 1941 geborene Tochter Susan Jane hervor. 1946 ließ er sich scheiden, heiratete später im Jahre 1952 Mabel Edith "Bill" Barkby, mit der er ebenfalls eine Tochter hatte, die 1954 geborene Sarah Elizabeth.
More und Douglas trennten sich zwar in den 1970er Jahren für einige Zeit, fanden jedoch wieder zueinander als bei More die Parkinson-Krankheit diagnostiziert wurde, an deren Folgen er im Alter von 67 Jahren im Londoner Stadtteil Fulham (London Borough of Hammersmith and Fulham)  verstarb. Die letzte Ruhe fand er im "Putney Vale Cemetery and Crematorium" im Südwesten von London → findagrave.com.
Im Londoner Stadtbezirk/Stadtteil Ilford (London Borough of Redbridge) wurde das "Kenneth More Theatre" nach ihm benannt → Wikipedia (englisch). Eine offizielle Gedenk-Plakette befindet sich in Fulham an seinem ehemaligen Wohnhaus (27 Rumbold Road).
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch, mit Filmografie (Auszug))
sowie Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Kenneth More
Martin Jarvis … spielte den Sohn Jolyon "Jon" Forsyte aus der Verbindung zwischen Jolyon Forsyte jr.und Irene Forsyte.
 
Geboren am 4. August 1941 in Cheltenham (Gloucestershire, UK).
  
Ausgebildet an der Londoner "Royal Academy of Dramatic Art", konzentrierte sich Jarvis danach vornehmlich auf die Arbeit am Theater. Erste Erfahrungen vor der Kamera sammelte er 1965 in der TV-Serie "Doctor Who", mit der Figur des Jolyon "Jon" Forsyte in der "Forsyte Saga" gelang ihm sein sein Durchbruch zum populären Filmschauspieler. In den folgenden Jahren trat er in verschiedenen Fernsehproduktionen in Erscheinung und auch auf der Bühne war er als Charakterdarsteller erfolgreich.
Am 23. November 1974 heiratete er seine Schauspielerkollegin Rosalind Ayres, mit der er dann 1998 die "Jarvis & Ayres Productions" gründete, die Hörbücher und Stücke für den Rundfunk herstellt. Jarvis ist inzwischen einer der bekanntesten Hörbuchsprecher und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet.
Aus einer früheren Verbindung ist er Vater zweier Söhne.
2000 wurde er zum "Officer of the British Empire"1) (OBE) ernannt.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch) sowie Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Martin Jarvis
Michael York

Michael York, aufgenommen 1986; Quelle: Wikimedia Commons; Urheber: Allan Warren; (www.allanwarren.com); Lizenz: CC BY-SA 3.0

… spielte Sohn "Jolly" Forsyte, Sohn aus der Verbindung zwischen dem
jungen Jolyon Forsyte und dessen zweiten Frau Helene Hilmer.
 
Geboren am 27. März 1942 im britischen Fulmer (Buckinghamshire, UK).
  
 Kurzbiografie zu Michael York innerhalb dieser Homepage.
 
Offizielle Website: www.michaelyork.net

Siehe auch Wikipedia, prisma.de

Weitere Filme*) mit Michael York
 
Foto: Michael York, aufgenommen 1986
Quelle: Wikimedia Commons
Urheber: Allan Warren (www.allanwarren.com);
Lizenz: CC BY-SA 3.0

John Welsh … spielte den alten James Forsyte.
 
Geboren am 7. November 1914 in Wexford (Republik Irland), 
gestorben am 21. April 1985 im Londoner Stadtteil Richmond (UK).
  
Der Schauspieler begann seine Karriere am "Gate Theatre" in Dublin und machte sich rasch einen Namen als herausragender Charakterdarsteller. 1956 gründete er zusammen mit anderen die "English Stage Company" am Londoner "Royal Court Theatre", wo er im selben Jahr in "Cards of Identity", einer Satire von Nigel Forbes Dennis, sowie in dem Drama "Hexenjagd" ("The Crucible") von Arthur Miller glänzte. 1963 wurde er Mitglied der "Royal Shakespeare Company" (RSC), brillierte als Herzog von Gloucester, der spätere Richard III., in der von William Shakespeare verfassten "Rosenkrieg"-Tetralogie ("Heinrich VI." (drei Teile) und "Richard III.") sowie als Kaufmann Aegeon in dem Shakespeare-Werk "The Comedy of Errors" ("Komödie der Irrungen"). Bei der RSC beeindruckte er zudem in Stücken wie in dem Dreiakter "A Delicate Balance"1) ("Empfindliches Gleichgewicht") von Edward Albee oder in der Komödie "Too True To Be Good"2) ("Zu wahr um schön zu sein") von George Bernard Shaw.
Neben seiner umfangreichen Arbeit für das Theater übernahm John Welsh seit Anfang der 1950er Jahre zahllose Aufgaben bei Film und Fernsehen. Außer seiner Rolle des James Forsyte in der Serie "Die Foryste-Saga" sah man ihn auf dem Bildschirm beispielsweise als Sir Pitt  Crawley in den TV-Serien "Vanity Fair" (1967, → Wikipedia (englisch)) oder als Butler Merriman in "The Duchess of Duke Street"3) (1976, "Das Hotel in der Duke Street"). Seinen bedeutendsten Leinwandauftritt hatte er als Lord Bethane in dem Thriller "The Thirty-Nine Steps"1) (1978, "Die 39 Stufen"), in Szene gesetzt von Don Sharp (unter anderem mit "Forsyte"-Kollege Eric Porter als Chief Superintendent Lomas) nach dem gleichnamigen Roman von John Buchan  → Wikipedia (englisch); der Spionageroman war bereits Mitte der 1930er, wenn auch sehr frei, von Alfred Hitchcock verfilmt worden (1935, "The 39 Steps").
John Welshs Arbeit für Film- und Fernsehen wat sehr umfangreich und umfasste bis zu seinem Tod rund 200 Produktionen.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit John Welsh
 
Link: 1) theatertexte.de, 2) suhrkamptheater.de, 3) fernsehserien.de
Eric Porter … spielte dessen Sohn Soames Forsyte.
 
Geboren am 8. April 1928 im Londoner Stadtteil Shepherd’s Bush (UK),
gestorben am 15. Mai 1995 in London.
 
Der aus einer Arbeiterfamilie stammende Porter begann seine Bühnenkarriere bereits früh, ohne zuvor eine langjährige Schauspielausbildung absolviert zu haben. Nach einem kurzen Studium am "Wimbledon Technical College" – auf Wunsch der Eltern sollte er Ingenieur werden – gab er bereits mit 17 Jahren 1945 sein Bühnendebüt  am "Arts Theatre" in Cambridge wurde dann für zwei Jahre zur "Royal Air Force" eingezogen, konnte erst anschließend seine Theaterkarriere fortsetzen. Er bewarb sich bei Robert Aktins (1886 – 1972), dem damaligen Direktor des "Royal Shakespeare Theatre" in Stratford-upon-Avon und wehielt für ein Jahr einen Vertrag bei der "Royal Shakespeare Company". Danach arbeitete er bei verschiedenen Theatergruppe unter angesehenen Bühnenschaffenden wie Sir Lewis Casson und Sir Donald Wolfit. Mit letzterem, dessen Interpretation der Werke von William Shakespeares und vor allem des "König Lear" Porter nachhaltig beeinflusste, ging er sogar auf eine Bühnentournee durch Großbritannien und Kanada. Von 1948 bis 1950 fand der junge Darsteller eine Anstellung am "Birmingham Repertory Theatre". In den Folgejahren wirkte er an unterschiedlichen Bühnen in London neben großen Stars der englischen Theaterwelt wie Sir Alec Guinness und Sir John Gielgud. Porter machte sich e als Bühnendarsteller am "Old Vic" in London sowie am "Bristol Old Vic" einen Namen, wo er bereits im Alter von nur 28 Jahren den "Lear" spielte. Dennoch blieb der Künstler überregional weitgehend unbekannt.
Der schauspielerische Durchbruch gelang Eric Porter erst 1959, als er am Londoner "Royal Court Theatre" an der Seite von Dame Peggy Ashcroft den ehemaligen Pfarrer Johannes Rosme in dem Drama "Rosmersholm" von Henrik Ibsen  gab, eine Inszenierung, die auch im Londoner West End zur Aufführung gelangte. Porter wurde für seine darstellerische Leistung mit dem "Evening Standard Award" ausgezeichnet und von dem dadurch auf ihn aufmerksam gewordenen Sir Peter Hall für die "Royal Shakespeare Company" unter Vertrag genommen. In dem neu zusammengestellten Ensemble mit unter anderem Dame Peggy Ashcroft, Christopher Plummer, Sir Donald Sinden, David Warner und Sir Ian Holm gestaltete Porter als Shakespeare-Interpret den Odysseus (Ulysses) in "Troilus und Cressida", den König Leontes in "Das Wintermärchen", den jüdischen Geldverleiher Shylock in "Der Kaufmann von Venedig", den Verwalter Malvolio in "Was ihr wollt", die Titelhelden in "Heinrich IV." und "Macbeth", aber auch in Dramen anderer Autoren wie mit der Titelrolle in "Becket oder die Ehre Gottes" ("Becket ou l'honneur de Dieu") von Jean Anouilh wusste er Kritik und Publikum zu überzeugen.
 
Relativ spät kam der brillante Charakterdarsteller zum Film, erstmals sah man den Briten in dem von Anthony Mann gedrehten, monumentalen Historienspektakel "The Fall of the Roman Empire" (1964, "Der Untergang des römischen Reiches") neben Stars wie Sophia Loren (Lucilla), Stephen Boyd (Livius), Christopher Plummer (Commodus), Alec Guinness (Marcus Aurelius), James Mason (Timonides), Omar Sharif (Sohaemus) oder Mel Ferrer (Cleander) als Kaiser Didius Julianus auf der Leinwand. Weltberühmt wurde er dann durch seine beeindruckende Darstellung des Soames Forsyte in der "Forsyte Saga", den er brillant von dessen Jugend bis zum Greisenalter verkörperte. In späteren Jahren trat er weiter erfolgreich in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen in Erscheinung. Im Kino erlebte man ihn beispielsweise als Colonel Rodin in dem Thriller "The Day of the Jackal" (1973, "Der Schakal") basierend auf dem gleichnamigen Roman von Frederick Forsyth, als Sean Tobin in dem ganz auf Rod Steiger zugeschnittenen Thriller "Hennessy"1) (1975, "Ein Mann namens Hennessy") oder als Chief Superintendent Lomas in dem Hitchcock-Remake "The Thirty Nine Steps" (1978, "Die 39 Stufen") nach dem gleichnamigen Roman von John Buchan. Im Fernsehen präsentierte er sich unter anderem als betrogener Ehemann Karenin in der 10-teiligen BBC-Serie "Anna Karenina"2)  (1977/78) nach dem gleichnamigen Roman von Leo Tolstoi mit Nicola Pagett als Protagonistin, als finsterer Hehler Fagin in der Serie "Oliver Twist" (1985) nach dem berühmten Roman von Charles Dickens mit Ben Roska als Titelheld (→ Wikipedia (englisch)) oder als mysteröser, verbrecherischer Professor James Moriarty in den Sherlock Holmes-Geschichten "The Adventures of Sherlock Holmes" (1988, "Die Abenteuer des Sherlock Holmes") mit Jeremy Brett als Meisterdetektiv Sherlock Holmes. In nachhaltiger Erinnerung bleibt Porter auch mit der Figur des ehrenhaften Mr. Havisham in der nach dem gleichnamige Roman von Frances Hodgson Burnett entstandenen Verfilmung "Little Lord Fauntleroy" (1980, "Der kleine Lord") mit Alec Guinness als anfangs hartherzigem Earl of Dorincourt und Ricky Schroder als kleinem Titelheld – die britische Produktion geriet zum Klassiker und wird seit 1982 jährlich zu Weihnachten im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.
1988 konnte Porter mit seiner Darstellung des "Big Daddy" in dem Schauspiel "Die Katze auf dem heißen Blechdach" von Tennessee Williams  nahtlos an seine bisherige Bühnenkarriere anschließen und wirde erneut mit dem "Evening Standard Theatre Award" als "Bester Schauspieler" ausgezeichnet. In seinen letzten Lebensjahren gab er unter anderem wieder den "König Lear" in einer Inszenierung von Jonathan Miller am Londoner "Old Vic", 1991 erneut den Malvolio in "Was ihr wollt" einer letzten Zusammenarbeit mit Sir Peter Hall am "Playhouse Theatre" und ein Jahr später am "Royal National Theatre" den Professor Serebrjaków in dem Drama "Onkel Wanja" von Anton Tschechow unter der Regie von Sean Mathias.

Eric Porter erlag am 15. Mai 1995 im Alter von 67 Jahren in London einem Krebsleiden.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (deutsch);
siehe auch Wikipedia (englisch)  
 
Weitere Filme*) mit Eric Porter
 
Link: 1) filmdienst.de, 2) fernsehserien.de
Nyree Dawn Porter … spielte die Irene und unglückliche Ehefrau von Soames Forsyte.
 
Geboren am 22. Januar 1936 als Ngaire Dawn Porter in Napier (Neuseeland)
gestorben am 10. April 2001  im Alter von 65 Jahren an Leukämie.in London (UK).
  
Porter erhielt von ihren Eltern den Vornamen Ngaire (Māori für "kleine herzförmige Blume") Sie änderte später ihren Vornamen in "Nyree", wobei es sich um die phonetisch richtige Aussprache von Ngaire handelte.
Die schauspielerische Karriere begann in ihrem Heimatland, wo sie beispielsweise mit der Rolle der Jessica in dem Shakespeare-Drama "Der Kaufmann von Venedig" oder der Juliet in dem amüsanten Werk "Romanoff and Juliet"1) (→ Wikipedia (englisch)) von Peter Ustinov Erfolge verzeichnete; zudem trat sie in Revuen und Musicals auf. 1958 nahm sie an einem Talentwettbewerb der "The Rank Organisation" teil und gewann eine Reise rund um die Welt einschließlich eines Castings in London. Auch wenn letzters eher erfolglos blieb, beschloss sie, in London zu bleiben, gab bereits ein Jahr später ihr Debüt am Londoner West End. In den nachfolgenden Jahrzehnten wirkte sie an britischen Theatern, spielte unter anderem in Inszenierungen den Shakespeare-Komödien "Was ihr wollt" und "Wie es euch gefällt", in Stücken wie "Come Blow Your Horn" ("Wenn mein Schlafzimmer sprechen könnte" von Neil Simon (→ Wikipedia (englisch, Kinofilm 1963) und "Deadly Nightcap" ("Mord am Pool") von Francis Durbridge (→ TV-Film 1986) oder in dem Musical "Sunday in the Park with George" von Stephen Sondheim (Musik/Liedtexte).
Auf der Leinwand erlebte man sie erstmals mit einer Nebenrolle in dem Drama "Identity Unknow" (1960, Drehbuch: Brian Clemens) mit Richard Wyler und Pauline Yates (1929 – 2015) als zwei Reporter, die sich während ihrer Recherchen zu einem Flugzeugunfall näher komme und eine Beziehung eingehen. Zu ihren weiteren Auftritten im Kinofilm zählten die von Robert Day gedrehte Komödie "Ein Königreich für einen Affen" (1962, "Operation Snatch") und der Episoden-Horrorstreifen "Totentanz der Vampire" (1971, "The House That Dripped Blood"). Ihre einzige Hauptrolle spielte sie als Muriel an der Seite von Charlie Drake (1925 – 2006) und George Sanders in der Gaunerkomödie "Kein Schloß ist vor ihm sicher"2) (1963, "The Cracksman" → Wikipedia (englisch)).
Ihren größten filmischen Erfolg verzeichnete Dawn Porter mit der Rolle der Irene in "Die Forsyte Saga", anschließend erhielt sie etliche interessante Angebote, spielte in den 1970er Jahren in Produktionen wie in dem von Delbert Mann nach dem Ronan "Jane Eyre" von Charlotte Brontë mit Susannah York (Jane Eyre) und George C. Scott (Edward Rochester) in Szene gesetzten TV-Film "Jane Eyre"2) (1970) mit ihrem Part der Blanche Ingram  → Wikipedia (englisch)), oder in der Krimiserie "Kein Pardon für Schutzengel" (1972–1974, "The Protectors"), wo sie als verwitwete, in Rom lebende Kunstexpertin Lady Caroline Ogilvy, genannt "Contessa di Contini", zusammen mit dem Franzosen Paul Buchet (Tony Anholt) und dem US-Amerikaner Harry Rule (Robert Vaughn) das international agierende Ermittler-Team bildete → fernsehserien.de.
In den 1980er und 1990er Jahren stand sie nur noch sporadisch vor der Kamera, ihren letzten Filmauftritt hatte sie als Margot Fonteyn in dem Biopic "Hilary and Jackie", (1998) der Lebensgeschichte der von Emily Watson dargestellten, international gefeierten Cellistin Jacqueline Du Pré (1945 – 1987) und deren älteren Schwester, der Flötistin Hilary (Rachel Griffiths).
Die Schauspielerin Nyree Dawn Porter war zwei Mal verheiratet, ihr erster Ehemann Byron O'Leary verstarb 1970 an den Folgen eines übermäßigen Drogenkonsums. Ab 1972 lebte sie mit dem Schauspieler Robin Halstead zusammen; aus der Verbindung, die 1987 geschieden wurde, ging die 1975 geborene Tochter Talya hervor.
Nyree Dawn Porter starb mit nur 65 Jahren im Stadtbezirk London Borough of Wandsworth an den Folgen ihrer Leukämie-Erkrankung; die letzte Ruhe fand sie auf dem dortigen "Putney Vale Cemetery" → findagrave.com.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (deutsch),
siehe auch Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Nyree Dawn Porter
 
Link: 1) theatertexte.de, 2) fernsehserien.de
Susan Hampshire … spielte die Tochter Fleur aus der zweiter Ehe von Soames Forsyte mit der Französin Annette Lamotte.
 
Geboren am 12. Mai 1937 (nach anderen Quellen 1938) in London (UK).
  
Susan Hampshire ist/war eine vielbeschäftigte Film- und Fernsehschauspielerin, stand seit ihrer Kindheit in London auf der Bühne und gab ihr Leinwanddebüt mit dem kleinen Part der Tochter Jay (älter: Jean Simmons) bereits in dem von Jack Lee gedrehren Drama "The Woman in the Hall"1) (1947, "Die Schwindlerin" → Wikipedia (englisch)), basierend auf dem gleichnamige Roman von Gladys Bronwyn Stern (1890 – 1973). Erste Popularität erlangte sie als junge Protagonistin Katy Carr in der BBC-Serie "Katy" (1962) nach dem Mädchenbuch "What Katy Did" von Sarah Chauncey Woolsey alias "Susan Coolidge"  → Wikipedia (englisch)), einen weiteren Erfolg brachten ihr die Rolle des als "Hexe" bezeichneten Mädchens Lori MacGregor in dem familienfreundlichen Kinofilm "The Three Lives of Thomasina"1) (1964, "Die drei Leben der Thomasina" → Wikipedia (englisch)) ein, gedreht von Don Chaffey nach dem Roman "Thomasina, the Cat Who Thought She Was God" von Paul Gallico mit Patrick McGoohan als der verwitwete Tierarzt Andrew MacDhui, der mit seiner siebenjährigen Tochter Mary (Karen Dotrice) und deren Katze Thomasina Anfang des 20. Jahrhunders in Schottland lebt. Auch ihre Darstellung der schönen Kathleen McSweeney, die in dem im 16. Jahrhundert in Irland angesiedelten und von Michael O'Herlihy in Szene gesetzten Abenteuerstreifen "The Fighting Prince of Donegal" (1966, "Donegal, König der Rebellen") von dem Fürst von Donegal (Peter McEnery) umworben wird, kam beim Publikum gut an. In dem ganz auf Cliff Richard und "The Shadows" zugeschnittenen Musikfilm "Wonderful Life"1) (1964, "Wonderful Life – Küss mich mit Musik"  → Wikipedia (englisch)) tauchte sie als Jenny auf, als Fleur Forsyte in der "Forsyte Saga" wurde sie ebenso geliebt wie als Sarah Churchill, Gemahlin von John Churchill, 1st Duke of Marlborough (John Neville), in dem historischen Mehrteiler "The First Churchills" (1969  → Wikipedia (englisch)), 1974 präsentierte sie sich mit einer weiteren Hauptrolle in der im Viktorianischen Zeitalter spielenden 26-teiligen Serie "The Pallisers" (→ Wikipedia (englisch)) basierend auf der gleichnamigen Buch-Reihe von Anthony Trollope, und mimte die Lady Glencora, Verlobte/Gattin von Plantagenet Palliser (Philip Latham; 1929–2020). In jüngerer Zeit trat sie zwischen 2000 und 2005 als Molly MacDonald, Mutter von Archie (Alastair Mackenzie) und eine der Hauptfiguren in der erfolgreichen, in Schottland angesiedelten Serie "Monarch of the Glen" in Erscheinung
Bis vor ein paar Jahren stand sie für etliche erfolgreiche Filmproduktionen vor der Kamera, zu ihren letzten Arbeiten zählte bislang die Rolle der Delphi Hartley in dr Story "Red in Tooth and Claw"2) (2017, "Streicheln und töten") aus der Krimi-Reihe "Inspector Barnaby" mit Neil Dudgeon (seit Staffel 13) als DCI John Barnaby, die Lady Whittall in dem Kinofilm bzw. Familendrama "Smyrni mou agapimeni"2) (2021, "Smyrna – Eine Stadt in Flammen" → filmstarts.de) des griechischen Regisseurs Grigoris Karantinakis über die Katastrophe von Smyrna (Brand von Izmir) im September 1922 und die Neuauflage der "Forsyte Saga" unter dem Titel "The Forsytes"2) (2025), wo sie vier Folgen lang als die mit den Forsytes befreundete Lady Carteret zu Besetung gehörte  → Wikipedia (englisch)).
Daneben engagiert sie sich für Menschen mit Dyslexie, deren Fähigkeit trotz normalen Seh- und Hörvermögens eingeschränkt ist, Wörter oder Texte zu lesen und zu verstehen. Sie selbst ist davon betroffen und thematisiert dies in ihren 1982 veröffentlichten Memoiren "Susan's Story"; 1995 wurde sie für ihr Engagement ausgezeichnet und mit dem "Order of the British Empire" im Range eines "Officer" (OBE) geehrt; 2018 folgte im Rahmen der "New Year Honours" die Ernennung zum "Commander" (CBE).

Susan Hampshire war von 1967 bis zur Scheidung im Jahre 1974 in erster Ehe mit dem französischen Regisseur und Drehbuchautor Pierre Granier-Deferre (1927 – 2007) verheiratet. Aus der Verbindung ging Sohn Christopher hervor, der als Regisseur und Produzent arbeitet; eine Tochter starb 24 Stunden nach der Geburt. Seit 1981 war sie in zweiter Ehe bis zu dessen Tod am 17. Februar 2021 mit dem griechischen Theater-Impresario sowie Unternehmer Sir Eddie Kulukundis (* 20 04.1932) verheirate, der sich Jahrzehnte für den Sport einsetzte und generös britische Athleten finanziell unterstützte → Wikipedia (englisch).
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
Fotos bei Wikimedia Commons
 
Weitere Filme*) mit Susan Hampshire
 
Link: 1) filmdienst.de, 2) fernsehserien.de
Fay Compton
   
Fay Compton ca. 1920–1925; Dieses Foto ist Bestandteil der "George Grantham Bain collection" der US-amerikanischen "Library of Congress", abrufbar unter der digitalen ID ggbain.32501 in der Abteilung für Drucke und Fotografien; gemäß der Bibliothek gibt es keine Copyright-Restriktionen.
Fay Compton ca. 1920–1925
Dieses Foto ist Bestandteil der
"George Grantham Bain collection"
der US-amerikanischen
"Library of Congress", abrufbar unter
der digitalen ID ggbain.32501
in der Abteilung für
Drucke und Fotografien.
Gemäß der Bibliothek gibt es keine
Copyright-Restriktionen
→ www.loc.gov
→ Rights and Restrictions Information
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte die Tante Ann Forsyte.
 
Geboren am 18. September 1894 als Virginia Lilian Emmeline Mackenzie Compton
in Fulham (Stadtbezirk London Borough of Hammersmith and Fulham (UK)),
gestorben am 12. Dezember 1978  im Alter von 84 Jahren in Hove (East Sussex, UK);
nach anderen Angaben in London..
  
Als Jüngste von sechs Kindern wurde sie in eine Künstlerfamilie hineingeboren, ihre Eltern Edward Compton (1854 – 1918) und Virginia Bateman (1853 – 1940) waren beide anerkannte Bühnendarsteller, auch ihr Großvater Henry Compton (1805 – 1877; eigentlich Charles Mackenzie) machte sich im 19. Jahrhundert  als Shakespeare-Interpret vornehmlich mit komödiantischen Rollen einen Namen. Ihr Bruder, Sir Compton MacKenzie (1883 – 1972), war ein bekannter Schriftsteller, die ältere Schwester Viola Compton (1886 – 1971) ergriff ebenfalls den Schauspielerberuf.
Fay Compton begann ca. 1911 als Schauspielerin beim Theater und absolvierte erste öffentliche Auftritte bei der von H. G. Pélissier (1874 – 1913) geleiteten Truppe "The Follies"; H. G. Pélissier wurde zudem 1912, wenn auch nur kurz ihr erster Ehemann. Schon nach wenigen Jahren avancierte Compton zum gefeierten Bühnenstar, begeisterte sowohl in klassischen als auch zeitgenössischen Stücken (wie von J. M. Barrie) das Publikum jener Ära. So brillierte sie auch neben den legendären "Hamlet"-Interpreten John Barrymore und Sir John Gielgud.
Erste Leinwanderfahrungen sammelte sie ab 1914 beim Stummfilm und reüssierte ab den 1920er Jahren auch dort, wie unter anderem als Rachel Arbuthnot in "A Woman of No Importance" (1921) nach der gleichnamigen Komödie von Oscar Wilde oder als Sophie Bruce, Ehefrau des Titelhelden, in "Robinson Crusoe" (1927), der ersten Verfilmung des berühmten, gleichnamigen Romans von Daniel Defoe mit M. A. Wetherell (1883 – 1939) als Protagonist Robinson Crusoe. Mit Beginn der Tonfilms trat sie nur noch sporadisch vor die Kamera, zeigte sich beispielsweise als Gräfin Helga von Stahl in dem von Alfred Hitchcock gedrehten, nach dem gleichnamigen Theaterstück von Guy Bolton entstandenen Biopic "Waltzes from Vienna" (1934) mit Esmond Knight als Johann Strauss (Sohn) und Edmund Gwenn als Johann Strauss (Vater). Zwischen 1914 und 1970 zeigte sie sich in mehr als vierzig Filmen mit meist prägnanten Rollen. Ihre bekanntesten Leinwandauftritte hatte sie in Carol Reeds Literaturadaption "Odd Man Out" (1957, Ausgestoßen), in der Komödie "Laughter in Paradise" (1951, Wer zuletzt lacht), in Orson Welles' Verfilmung von "Othello" (1952) gab sie Jagos Ehefrau Emilia und in dem Gruselstreifen "The Haunting" (1963, Bis das Blut gefriert) die Mrs. Sanderson. Letztmalig stand sie für den Thriller "I Start Counting"1) (1959, Die Schritte des Mörders) vor der Kamera. Sie widmete sich überwiegend ihrer Arbeit am Theater; die Rolle der Ann Forsyte in der "Forsythe Saga" war eine ihrer letzten prägnanten Filmauftritte.
Neben ihrem Wirken im Film und auf der Bühne beteiligte sich die Schauspielerin auch an Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen.
Fay Compton war vier Mal verheiratet: Aus der ersten, 1911 geschlossenen Ehe mit dem Theaterproduzenten, Komponisten und Satiriker H. G. Pelissier (1874 – 1913) stammte ihr Sohn Anthony Pelissier4) (1912 – 1988), der sich später einen Namen als Regisseur und Drehbuchautor machen sollte. Nach dem frühen Tod Pelissiers ehelichte sie 1914 den Schauspieler und Komiker Lauri de Frece (1881 – 1921), gefolgt von dem Schauspieler Leon Quartermaine (1876 – 1967), mit dem sie von 1922 bis 1942 verheiratet war; Ehemann Nummer 4 wurde mit Ralph Michael (1907 – 1994) erneut ein Schauspielerkollege. Die britische Schauspielerin Tracy Reed (1942 – 2012) war ihre Enkelin.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch, mit Filmografie),
cyranos.ch
Fotos bei virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Fay Compton

John Bennett … spielte den Architekten Phillip Bosinney, Irenes Liebhaber.
 
Geboren am 8. Mai 1928 in Beckenham, Grafschaft Kent (London Borough of Bromley),
gestorben am 11.  April 2005 in London.
 
Bennett ließ sich an der Londoner "Royal Central School of Speech and Drama" (RCSSD) zum Schauspieler ausbilden und gab sein Bühnendebüt im Jahre 1949.
Seit den 1960ern wirkte er in zahllosen, laut  der "Internet Movie Database" in rund 180 Kino- und Fernsehproduktionen mit, anfangas auf nahezu Statistenrollen wie win in dem mit Jayne Mansfield gedrehten Streifen "The Challenge"1) (1960, "Sie pfiff – und die Kerle kuschten") reduziert, wurden die Aufgaben mit der Zeit größer. Sein Hauptbetätigungsfeld fand er er beim Fernsehen, wo er vor allem in Serien auftauchte. Zu seinen Leinwandauftritten zählte der von Ennio Deo Concini gedrehte Historienfilm "Hitler: The Last Ten Days" (1973," Hitlero – Die letzten zehn Tage") mit Alec Guinness als Adolf Hitler und seinem Part des Joseph Goebbels, oder der Abd Allāh ibn 'Ubayy ibn Salūl in "Mohammad, Messenger of God" (1976, "Mohammed – Der Gesandte Gottes") von Regisseur Moustapha Akkad mit Anthony Quinn als Hamza ibn ʿAbd al-Muttalib, Gefährte des Propheten Mohammed.
Bennett war seit 1970 mit der Schauspielerin Caroline Mortimer (1942 – 2020 → Wikipedia englisch)) verheiratet, aus der Verbindung gingen zwei Söhne hervor.
 
Mehr bei Wikipedia (englisch)

Weitere Filme*) mit John Bennett
 
Link: 1) der-film-noir.de

*) Link: Internet Movie Database
   
Der Autor:
John Galsworthy 1932; Urheber: Robert Sennecke (1885 – 1940); Quelle: Bibliothèque nationale de France bzw. Wikimedia Commons John Galsworthy wurde am  14. August 1867 als zweites Kind bzw. ältester Sohn des wohlhabenden Rechtsanwalts John Galsworthy sr. (1817 – 1904) und dessen Gattin Blanche Bailey (1837 – 1915), einer Fabrikantentochter, in Kingston Hill in der im Südosten Englands gelegenen Grafschaft Surrey geboren, Aufgewachsen mit seinen Geschwistern Lilian (1864 – 1924), Hubert (1869 – ?) und Mabel Edith (1871 – ?)  verbrachte er seine Kindheit in genau der herrschenden Klasse, die er später in seinen Werken verzerrte. Er ging auf die private, traditionsreiche Londoner "Harrow School", studierte anschließend zunächst Rechtswissenschaften am "New College" der "University of Oxford". Doch eigentlich interessierte er sich mehr für Literatur, seine Lieblingsschriftsteller waren Charles Dickens, Gustave Flaubert, Rudyard Kipling, Herman Melville, Iwan Turgenew, Leo Tolstoi1) und Émile Zola. 1890 ließ er sich für kurze Zeit als Anwalt nieder, ging dann jedoch – um dem ungeliebten Beruf zu entgehen – 1893 auf eine ausgedehnte Weltreise, bei der er die Bekanntschaft des später für seine Abenteuergeschichten berühmt gewordenen Schriftstellers Joseph Conrads (1857 – 1924; Werke u.a. "Der Verdammte der Inseln", "Lord Jim") machte. Im Alter von 28 Jahren begann dann auch Galsworthy zu schreiben, 1897 erschien noch unter dem Pseudonym "John Sinjohn" sein erste Buch mit Kurzgeschichten unter dem Titel "From the Four Winds" ("Über die vier Winde"). 
    
John Galsworthy 1932
Urheber: Robert Sennecke (1885 – 1940)
Quelle: Bibliothèque nationale de France bzw. Wikimedia Commons
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei) siehe hier
1904 veröffentlichte er dann unter seinem richtigen Namen den Roman "The Island Pharisees" ("Auf Englands Pharisäerinsel"), im selben Jahr verstarb sein Vater und Galsworthy wurde aufgrund der Erbschaft finanziell unabhängig. Er heiratete Ada Person Cooper (1864 – 1956 → Wikipedia (englisch)), mit der er bereits seit zehn Jahren heimlich zusammen lebte, und widmete sich nun ausschließlich der Schriftstellerei. Ganz in der britischen Tradition, einen Roman für soziale Kritik zu nutzen, glaubte auch er, dass es die Aufgabe eines Schriftstellers sei, ein Problem aufzuzeigen, die Gesellschaft selbst musste dann eine Lösung finden. Der 1906 erschienen Roman "The Man of Property" – erster Band des Roman-Zyklus "The Forsyte Saga" – basierte auf der unglücklichen Liebe seines Cousins Arthur; das Werk, welches harsch mit der gehobenen englischen Mittelklasse ins Gericht ging, wurde von der Kritik als "neuer Romantypus" gefeiert. Mit dem Bühnenstück "The Silver Box" gelang ihm dann ebenfalls 1906 der Durchbruch als Dramatiker, sein berühmtestes Theaterstück "Justice" (1910,  → Wikipedia (englisch)) führte zu einer Reform in den britischen Gefängnissen.
Während des 1. Weltkrieges stellte Galsworthy seinen Familienbesitz der Armee als Pflegeheim für britische Verwundete zur Verfügung, er selbst – zu alt für den Kriegsdienst – arbeitete in einem französischen Lazarett für kriegsversehrte Soldaten. Seine Erfahrungen während des Weltkrieges verarbeitete er später in den Theaterstücken "The Mob" (1914) und "The Skin Game" (1920, → Wikipedia (englisch)), letztgenanntes adaptierten Alfred Hitchcock und dessen Ehefrau Alma Reville für das Kino → "The Skin Game" (1931, "Bis aufs Messer"). Zwei weitere Stücke wurden ebenfalls verfilmt: Das 1922 entstanden Werk "Loyalties", eine Studie über Antisemitismus, wurde erstmals 1933 von Regisseur Basil Dean mit Basil Rathbone auf die Leinwand gebracht → Wikipedia (englisch)), 1976 von der BBC eine von Rudolph Cartier (Rudolf Katscher) inszenierte Fernsehfassung für die Reihe "Play of the Month" produziert. Das Schauspiel "Escape" (→ Wikipedia (englisch)) aus dem Jahre 1926 setzte Joseph L. Mankiewicz mit Rex Harrison in der Hauptrolle in Szene → "Escape" (1948) bei Wikipedia (englisch).
   
Nach Ende des 1. Weltkrieges nahm Galsworthy das mit "The Man of Property" ("Der reiche Mann") begonnene "Forsyte"-Thema auf und erweiterte sein zunächst als Trilogie ausgelegtes Sittengemälde der Viktorianischen Epoche mit deren Besitzethos und verlogenen Moral: 1918 erschien der Einschub "The Indian Summer Of A Forsyte" ("Nachsommer"), 1920 "In Chancery" ("In Fesseln") und der Einschub "Awakening" ("Erwachen"), ein Jahr später "To Let" ("Zu vermieten"); 1922 wurden die ersten drei Bücher in einer Gesamtausgabe zusammengefasst und Galsworthy begründete damit seinen literarischen Weltruhm. 1924 folgte mit "The White Monkey" ("Der weiße Affe") der vierte Band, 1926 schrieb er "The Silver Spoon" ("Der silberne Löffel") und 1928 "Swan Song" ("Schwanengesang", zusammengefasst als "A Modern Comedy" ("Eine Moderne Komödie"). Mit "End of the Chapter" ("Das Ende vom Lied") beendete er in "Maid In Waiting" (1931, "Ein Mädchen wartet"), "Flowering Wildness" (1932, "Blühende Wildnis") und "Over The River" (1933, "Über den Strom") die Schilderung über Aufstieg und Zerfall einer fiktiven englischen Familie.
Neben der auf der Roman-Trilogie mit zwei kurzen Einschüben basierenden, legendären TV-Serie "Die Foryste-Saga"  sowie den erwähnten Produktionen entstanen weitere Verfilmungen seiner Werke, zu nennen ist unter anderem der melodramatische Krimi "Die Letzten werden die Ersten sein" (1957) nach der Novelle/dem Stück "The First and the Last" (1917/1919), inszeniert von Rolf Hansen nach dem Drehbuch von Jochen Huth mit Maximilian Schell, O. E. Hasse und Ulla Jacobsson. Die von Piers Haggard gedrehte, britische Liebesromanze "A Summer Story" (1988, "Ein schicksalhafter Sommer") basierte auf der Erzählung "The Apple Tree".
   
Auf dem Höhepunkt seines schriftstellerischen Schaffens verlieh man John Galsworthy 1932 für sein großes Werk "The Forsyte Saga" den Literatur-Nobelpreis, in seiner Heimat ehrte man ihn drei Jahre zuvor (1929) mit dem britischen Verdienstorden "Order of Merit" (OM). Zudem erhielt er Ehrendoktor-Würden/Auszeichnungen verschiedener Universitäten, beispielsweise der "Universty of Cambridge", "Universty of Dublin", "Universty of Manchester", "Universty of Oxford", "Princeton University", "Universty of Sheffield" und "Universty of St Andrews". Galsworthy war zudem erster Präsident der am 5. Oktober 1921 von der britischen Schriftstellerin Catherine Amy Dawson Scott in London gegründeten, inzwischen international tätigen Autoren-Vereinigung "P.E.N.-Club", der er das mit dem "Nobelpreis" verbundene Geld stiftete. Galsworthy war für seine Großzügigkeit bekannt, bestand darauf, nur von der Hälfte seines Einkommens zu leben und spendete die andere Hälfte für wohltätige Zwecke, beispielsweise für den Bau von bezahlbarem Wohnraum für Bewohner in Manaton (Grafschaft Devon) und Bury.
John Galsworthy starb am 31. Januar 1933 im Alter von 65 Jahren in London an den Folgen eines Gehirntumors, sechs Wochen nachdem ihm der "Nobelpreis für Literatur" zuerkannt wurde. Während seiner schriftstellerischen Laufbahn verfasste er 20 Romane, 27 Bühnenstücke, drei Gedichtbände und 173 Kurzgeschichten; außerdem befanden sich in seinem Nachlass rund 700 Briefe. Gemäß seines letzten Willens wurde sein Leichnam eingeäschert und die Asche mit einem Flugzeug über den South Downs verstreut.
Seine Schwester Lilian (01.09.1864 – 27.10.1924) war seit 1894 mit dem deutschen Maler, Lithografen und Zeichner Georg Sauter (1866 – 1937) verheiratet und ebenfalls schriftstellerisch tätig → Wikipedia (englisch)), Das Paar lebte ein Jahr lang in Bad Wörishofen, wo auch der gemeinsame Sohn Rudolf (1895 – 1971) das Licht der Welt erblickte, der sich später ebenfalls einen Namen als Maler, Zeichner und Graphiker machte und u. a. die Werke seines Onkels John Galsworthy illustrierte. Mit Beginn des 1. Weltkrieges wurde Sauter, obwohl mit einer Engländerin verheiratet, 1916 im "Alexandra Palace" im Norden des Londoner Stadtbezirks Haringey als "Enemy Alien" interniert und später ausgewiesen – Lilian sah ihren Ehemann nie wieder.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
Fotos bei Wikimedia Commons

Links:  Wikipedia

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