Mit der "Forsyte Saga" wurde einer der erfolgreichsten Romane
des britischen Schriftstellers John Galsworthy
(1867 1933) verfilmt; der sechsbändige Roman-Zyklus,
welcher die Zeit von 1879 bis 1920 umspannt und den Galsworthy
zwischen 1906 und 1921 verfasste, wurde 1922 veröffentlicht und zehn Jahre später
mit dem "Nobelpreis für Literatur"1) ausgezeichnet. In dem Vorwort erklärt John Galsworthy, er habe in der
"Forsyte Saga" den gehobenen Mittelstand "konserviert" und
"unter Glas zur Schau gestellt" → Info zum Roman bei Wikipedia.
Produziert von Donald Wilson (1910 2002) für "BBC Two"1), ging die
von David Giles (1926 2010) und James Cellan Jones (1931 2019) in Szene
gesetzte, dramatische Serie über
die weitverzweigte Kaufmannsfamilie erstmals am 7. Januar 1967 in Großbritannien auf
Sendung, in 26 Folgen zu je 50 Minuten konnten
die Zuschauer/-innen schon lange vor "Dallas"1) und
dem "Denver-Clan"1) bis
1. Juli 1967 Freud und Leid,
Lügen und Intrigen, Liebesbeziehungen und Leidenschaften der vier
Generationen umfassenden Familienmitglieder verfolgen und die Reihe
entwickelte sich zu einem riesigen Erfolg. In Deutschland brachte die ARD
die schwarz-weißen Episoden ab 4. Februar bis 29. Juli 1973
wöchentlich auf den Bildschirm,
auch hier war die Resonanz erheblich, bis zu 30 Prozent durchlitten immer
wieder Sonntags ab 17:25 Uhr die Schicksalsschläge der englischen
Großbürgerfamilie mit. Leider wurden die Folgen bisher nicht mehr
wiederholt, da Medienberichten zufolge die Tonqualität der damaligen
deutschen Synchronisation zu schlecht sei. Lediglich als Hörbuchversion
konnte man sich die legendäre Serie neuerdings noch einmal zu Gemüte führen: Mit zwanzig
berühmten Schauspielern/Schauspielerinnen, unter anderem Hanns Zischler und
Rosel Zech,
entstanden sechs CDs mit der "Forsyte Saga". Erst in j¨ngerer Zeit nahm sich
"Pidax Film" der Serie an
und veröffentlichte sie auf DVD.
Abbildung DVD-Cover mit freundlicher
Genehmigung von "Pidax
Film", welche die
Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte
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"Die Foryste-Saga" war seinerzeit der bis dato größte (und teuerste) Serienerfolg im britischen Fernsehen und
eltweit ein "Straßenfeger". Nach der deutschen Erstausstrahlung urteilte das
"Hamburger Abendblatt"1) unter anderem: "Regie, Darsteller und Ausstattung überzeugten in jeder Folge.
Zum britischen Säulenheiligen des Ganzen wurde hier der (
) britischste aller Forsytes: Anwalt Soames. Eric Porter
spielte ihn über seine fünf männlichen Schicksalsjahrzehnte hinweg wie aus einem Guss und
glaubhaft."
Das Familienepos beginnt im Jahre 1879 und endet, anders als im Roman, im
Jahre 1926. Die großbürgerliche Kaufmannsfamilie Forsyte ist auf der Höhe
ihrer Macht und gehört zu den einflussreichsten der Londoner Gesellschaft;
die Geschwister, zu denen auch die unverheiratete Ann Forsyte (Fay Compton)
gehört, sind zwar schon in die Jahre gekommen, dennoch gesund und sehr vermögend. Ihre Kinder werden langsam erwachsen, der junge Jolyon
(Kenneth More),
Sohn des alten Familienoberhaupts Jolyon Forsyte (Joseph O'Conor), ist in den 1930ern, verheiratet
und Vater der Tochter June (Susan Penick, später June Barry (19352020)). Seine Affäre mit der
Erzieherin seiner Tochter führt zum Bruch mit
der Familie, welche er verlässt, um mit seiner Geliebten Helene Hilmer
(Lana Morris; 19301998) zu leben; um sich über Wasser zu halten, versucht er sich als
Maler. Nachdem seine Ehefrau Frances (Ursula Howells1)) bei einem Reitunfall ums Leben gekommen ist, heiratet er Helene
und bekommt mit ihr zwei Kinder, "Jolly" Forsyte (Michael York) und
Holly.Jolyons Bruder James (John Welsh) hat den Sohn Soames
(Eric Porter), ein angehender Rechtsanwalt,
der vom alten Jolyon gehasst wird, sowie Tochter Winifred (Margaret Tyzack1)),
die mit dem leichtsinnigen Montague Dartie (Terence Alexander1)) verlobt ist,
dessen Ehefrau sie später wird.
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Der gefühlskalte und unberechenbare Soames verliebt sich in die
schöne Irene Héron (Nyree Dawn Porter), eine mittellose Musiklehrerin, die seine
Liebe nicht erwidert, ihn aber dennoch heiratet. Wegen ihrer unglücklichen
Ehe beginnt sie schon bald ein Verhältnis mit dem Architekten Phillip Bosinney
(John Bennett), der mit Jolyons Tochter June Forsyte verlobt ist und für
Soames und Irene ein Haus bauen soll. Irene bittet ihren Gatten, sie frei zu
geben, um jedoch seine Liebe zu retten entlässt Soames den Architekten,
vergewaltigt in seiner rasenden Eifersucht seine Ehefrau Irene, die bald darauf
ihren Mann verlässt. Zum "Happy End" mit Phillip Bosinney kommt
es nicht, da dieser bei einem Unfall sein Leben verliert.
Szenenfoto mit Jolyon Forsyte junior (l. Kenneth More),
Irene Forsyte (Nyree Dawn Porter) und Soames Forsyte (Eric Porter)
Mit freundlicher
Genehmigung
von "Pidax
Film", welche die
Serie
am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte
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1899 betreibt der
verbitterte Soames
seine Scheidung von Irene, doch als er sie wiedersieht, erwacht seine Liebe
erneut. Irene, die inzwischen eine Liebesbeziehung mit ihrem nun älter gewordenen Schwager Jolyon Forsyte (Kenneth More) hat,
zeigt jedoch offen ihre Abscheu. Nach dem Tod von Joylans zweiter Frau Helene
heiraten beide, aus der Verbindung stammt Sohn Jolyon "Jon" Forsyte
(Martin Jarvis);
auch Soames heiratet erneut, aus
dieser Ehe mit der Französin Annette Lamotte (Dallia Penn)
geht Tochter
Fleur (Susan Hampshire) hervor.
Im Jahre 1920 treffen sich Fleurs Sohn Jon und Soames Tochter Fleur in einer Kunstgalerie,
gegen den Widerstand der Eltern verlieben sie sich ineinander, doch die
Beziehung währt nur kurz, als Jolyon seinem Sohn alles über die Ehe
zwischen Soames und seiner Mutter Irene bzw. die Familienfehde erzählt;
kurz nach der "Beichte" verstirbt Jolyon an Herzversagen. Jon
flieht mit seiner geliebten Mutter nach Südamerika und arbeitet als Farmer,
Fleur heiratet den jungen Baron Michael Mont (Nicholas Pennell; 19381995), doch ihr
Leben in der feinen Londoner Gesellschaft wirft erneute Probleme auf. 1926 kehrt Jon aus
Amerika zurück und trifft erneut auf Fleur, eine kurze, aber
heftige Liebesbeziehung ist die Folge. Als auch diese neuerliche
Leidenschaft zu Ende geht, zündet Fleur aus Verzweiflung das Haus ihres
Vaters an, der sie dann unter Einsatz seines eigenen Lebens vor dem sicheren
Tod rettet. Vom Glanz des ehemaligen Familienclans ist nichts
mehr übrig geblieben, die ganze Familie Forsyte ist an den Affären
zerbrochen.
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Der "Forsyte-Clan"; Szenenfoto mit freundlicher
Genehmigung
von "Pidax
Film", welche die
Serie am 18. April 2024 auf DVD herausbrachte |
Mitunter schien es schwierig, die weit verzweigte Familienkonstellation zu
verfolgen, die Programmzeitschrift "Hörzu"1) (Ausgabe 09/1973, S. 14)
zeigte sich zwar begeistert, warnte ihre Leserschaft jedoch davor, keine Folge zu verpassen:
"Wer ein, zwei Folgen versäumt, kommt bei den Forsytes nicht mehr mit.
Bedenken Sie,
falls Sie Forsyte-Fan sind und bleiben wollen: Die nächsten 22 Sonntage, die nächsten fünf Monate
lang müssen Sie Ihre Freizeit so einteilen, daß Sie und Ihre Familie
allsonntäglich pünktlich um 17:25 Uhr um den Fernsehapparat versammelt sind."
Die Hauptdarsteller/-innen:
(Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Weitere Mitwirkende bei der "Internet Movie Database"
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| Joseph O'Conor |
spielte das Familienoberhaupt, den alten Jolyon
Forsyte.
Geboren am 14. Februar 1916 in Dublin
(heute Republik Irland),
gestorben am 21. Januar 2001 im Alter von 84 Jahren in London
(UK).
Infos zu dem Schauspieler bei Wikipedia
(englisch)
Weitere
Filme*) mit Joseph O'Conor |
Kenneth More
|
spielte dessen Sohn, den jungen Jolyon
Forsyte jr..
Geboren am 20. September 1914 in Gerrards Cross (Buckinghamshire,
UK),
gestorben am 12. Juli 1982 in London (UK).
Der attraktive Kenneth More stammte aus
einer gut-bürgerlichen Familie. Der einzige Sohn des einstigen
Piloten des "Royal Naval Air Service" Charles Gilbert More
und dessen Ehefrau Edith Winifred, Tochter eines Rechtsanwaltes,
besuchte das renommierte "Victoria College" auf der
Kanalinsel Jersey, wo sein Vater als Generalmanager bei der "Jersey Eastern Railway"
tätig war. Nach dem Schulabschluss folgte er zunächst der
Familientradition und absolvierte ein Praktikum als Ingenieur, was er
jedoch bald wieder aufgab. Als sein Vater verstarb, war Kenneth More erst
17 Jahre alt, sein Plander "Royal Air Force"
beizutreten,
scheiterte, da er den medizinischen Aufnahmetest nicht bestand. Er
ging kurz nach Kanada, musste das Land jedoch wegen fehlender Papiere wieder
verlassen. Durch eine Freundin kam er in Kontakt mit der Theaterszene
und stand bald selbst auf der Bühne. Nach Ende des 2. Weltkrieges
nahm er seine beginnende Schauspielerkarriere wieder auf und hatte vor allem in den 1950er Jahren
seine große Zeit als Filmschauspieler. Sowohl in (Melo)Dramen als auch
Komödien zeigte er sein schauspielerisches Talent, präsentierte
sich in etlichen populären Kinoproduktionen, wie beispielsweise "Never Let Me Go" (1953,
"Es begann in Moskau"), "Genevieve"
(1953, "Die feurige Isabella"), "Doctor in the House" (1954,
"Aber, Herr Doktor
"), "Reach for the Sky"
(1956, "Allen Gewalten zum Trotz"), "A Night to Remember"
(1958, "Die letzte Nacht der Titanic"), "Northwest Frontier"
(1959, "Brennendes Indien") oder "Sink the Bismarck" (1960, "Letzte Fahrt der
Bismarck").
Als ihm Mitte der 1960er Jahre von der Filmindustrie keine interessanten
Rollen mehr angeboten wurden konzentrierte sich More vermehrt auf
seine Arbeit beim Fernsehen. Mit der Rolle des jungen Jolyon Forsyte war er
dann wieder in aller Munde, ebenso wie mit der
Hauptrolle in der 13-teiligen Serie "Father Brown" (1974, → Wikipedia (englisch)).
Eine seiner letzten Kinorollen war der König Artus in dem
Science-Fiction-Streifen "The Spaceman and King Arthur"1) (1979,
"König Artus und der Astronaut"). gedreht nach dem Roman "Ein Yankee am Hofe des König Artus"1) von
Mark Twain.
Mit seinem Privatleben füllte der Mime mitunter die einschlägigen Gazetten, er
war drei Mal verheiratet, zuletzt seit 17. März 1968 mit der 26 Jahre jüngeren Schauspielerkollegin
Angela Douglas, die er
bei den Dreharbeiten zu dem musikalischen Streifen "Some People" (1962, → Wikipedia (englisch))
kennen gelernt hatte. Aus seiner ersten, 1940 geschlossenen Ehe mit der
Schauspielerin Beryl Johnstone (19141969 ging die 1941 geborene Tochter Susan Jane
hervor. 1946 ließ er sich
scheiden, heiratete später im Jahre 1952 Mabel Edith "Bill" Barkby, mit der er
ebenfalls eine Tochter hatte, die 1954 geborene Sarah Elizabeth.
More und Douglas trennten sich zwar in den 1970er Jahren für einige
Zeit, fanden jedoch wieder zueinander als bei More die
Parkinson-Krankheit diagnostiziert wurde, an deren Folgen er im Alter
von 67 Jahren im Londoner Stadtteil Fulham (London Borough of Hammersmith and Fulham)
verstarb. Die letzte Ruhe fand er im
"Putney Vale Cemetery and Crematorium" im Südwesten von London → findagrave.com.
Im Londoner Stadtbezirk/Stadtteil Ilford (London Borough of Redbridge)
wurde das "Kenneth More Theatre"
nach ihm benannt → Wikipedia (englisch).
Eine offizielle Gedenk-Plakette befindet sich in Fulham an seinem ehemaligen Wohnhaus
(27 Rumbold Road).
Siehe auch Wikipedia (deutsch, mit Filmografie
(Auszug))
sowie Wikipedia
(englisch)
Weitere Filme*) mit Kenneth More |
| Martin Jarvis |
spielte den Sohn Jolyon "Jon"
Forsyte aus der Verbindung zwischen Jolyon Forsyte jr.und Irene Forsyte.
Geboren am 4. August 1941 in Cheltenham
(Gloucestershire,
UK).
Ausgebildet an der Londoner "Royal Academy of Dramatic Art",
konzentrierte sich Jarvis danach vornehmlich auf die Arbeit am
Theater. Erste Erfahrungen vor der Kamera sammelte er 1965 in der
TV-Serie "Doctor
Who", mit der Figur
des Jolyon "Jon"
Forsyte in der "Forsyte Saga" gelang ihm sein sein Durchbruch zum
populären Filmschauspieler. In
den folgenden Jahren trat er in verschiedenen Fernsehproduktionen in
Erscheinung und auch auf der Bühne war er als Charakterdarsteller
erfolgreich.
Am 23. November 1974 heiratete er seine Schauspielerkollegin Rosalind Ayres, mit der er dann 1998
die "Jarvis & Ayres Productions" gründete,
die Hörbücher und Stücke für den Rundfunk herstellt. Jarvis ist
inzwischen einer der bekanntesten Hörbuchsprecher und wurde mit
vielen Preisen ausgezeichnet.
Aus einer früheren Verbindung ist er Vater zweier Söhne.
2000 wurde er zum "Officer of the British Empire"1) (OBE) ernannt.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch) sowie Wikipedia
(englisch)
Weitere
Filme*) mit Martin Jarvis |
| Michael York

|
spielte Sohn "Jolly" Forsyte, Sohn aus der
Verbindung zwischen dem
jungen Jolyon Forsyte und dessen zweiten Frau Helene Hilmer.
Geboren am 27. März 1942 im britischen Fulmer (Buckinghamshire,
UK).
Kurzbiografie
zu Michael York innerhalb dieser Homepage.
Offizielle Website: www.michaelyork.net
Siehe auch Wikipedia,
prisma.de
Weitere
Filme*) mit Michael York
Foto: Michael York, aufgenommen 1986
Quelle: Wikimedia
Commons
Urheber: Allan
Warren (www.allanwarren.com);
Lizenz: CC
BY-SA 3.0
|
| John Welsh |
spielte den alten James Forsyte.
Geboren am 7. November 1914 in Wexford
(Republik Irland),
gestorben am 21. April 1985 im Londoner Stadtteil Richmond
(UK).
Der Schauspieler begann seine Karriere am "Gate Theatre" in
Dublin und machte sich rasch einen Namen als herausragender Charakterdarsteller. 1956 gründete
er zusammen mit anderen die "English Stage Company"
am Londoner "Royal Court Theatre", wo er im
selben Jahr in
"Cards of Identity", einer Satire von Nigel Forbes Dennis, sowie in
dem Drama "Hexenjagd"
("The Crucible") von Arthur Miller glänzte. 1963 wurde
er Mitglied der "Royal Shakespeare Company" (RSC),
brillierte als Herzog von Gloucester, der spätere Richard III., in
der von William Shakespeare verfassten
"Rosenkrieg"-Tetralogie
("Heinrich VI." (drei Teile) und "Richard III.") sowie als
Kaufmann Aegeon in dem Shakespeare-Werk "The Comedy of Errors"
("Komödie der Irrungen"). Bei der RSC beeindruckte er
zudem in Stücken wie in dem Dreiakter "A Delicate Balance"1)
("Empfindliches Gleichgewicht") von Edward Albee oder
in der Komödie "Too True To Be Good"2) ("Zu wahr um schön zu sein")
von George Bernard Shaw.
Neben seiner umfangreichen Arbeit für das Theater übernahm John Welsh
seit Anfang der 1950er Jahre zahllose Aufgaben bei Film und Fernsehen.
Außer seiner Rolle des James Forsyte in der Serie "Die Foryste-Saga"
sah man ihn auf dem Bildschirm beispielsweise als Sir Pitt Crawley in den TV-Serien "Vanity
Fair" (1967, → Wikipedia (englisch)) oder als Butler Merriman in "The Duchess of Duke
Street"3) (1976, "Das Hotel in der Duke Street"). Seinen bedeutendsten Leinwandauftritt hatte er
als Lord Bethane in dem Thriller "The Thirty-Nine Steps"1) (1978,
"Die 39 Stufen"), in Szene gesetzt von Don Sharp
(unter anderem mit "Forsyte"-Kollege Eric Porter als Chief Superintendent Lomas)
nach dem
gleichnamigen
Roman von John Buchan
→ Wikipedia (englisch);
der Spionageroman war bereits Mitte
der 1930er, wenn auch sehr frei, von
Alfred Hitchcock verfilmt worden (1935, "The 39 Steps").
John Welshs Arbeit für Film- und Fernsehen wat sehr umfangreich
und umfasste bis zu seinem Tod rund 200 Produktionen.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Weitere
Filme*) mit John Welsh
Link: 1) theatertexte.de, 2) suhrkamptheater.de, 3)
fernsehserien.de
|
| Eric Porter
|
spielte dessen Sohn Soames Forsyte.
Geboren am 8. April 1928 im Londoner
Stadtteil Shepherd’s
Bush (UK),
gestorben am 15. Mai 1995 in London.
Der aus einer Arbeiterfamilie stammende Porter begann seine Bühnenkarriere bereits früh, ohne zuvor eine
langjährige Schauspielausbildung absolviert zu haben. Nach einem
kurzen Studium am "Wimbledon Technical College" auf Wunsch
der Eltern sollte er Ingenieur werden gab er bereits mit
17 Jahren 1945 sein Bühnendebüt am "Arts Theatre" in
Cambridge
wurde dann für zwei Jahre zur "Royal Air Force" eingezogen,
konnte
erst anschließend seine Theaterkarriere fortsetzen. Er bewarb
sich bei Robert Aktins (1886 1972), dem
damaligen Direktor des "Royal Shakespeare Theatre"
in Stratford-upon-Avon
und wehielt für ein Jahr einen Vertrag bei der
"Royal Shakespeare Company".
Danach arbeitete er bei verschiedenen
Theatergruppe unter angesehenen Bühnenschaffenden wie Sir Lewis Casson und
Sir Donald Wolfit. Mit letzterem,
dessen Interpretation der Werke von William Shakespeares und vor allem des
"König Lear"
Porter nachhaltig
beeinflusste, ging er sogar auf eine Bühnentournee durch Großbritannien und Kanada. Von 1948 bis 1950 fand der junge
Darsteller eine Anstellung am
"Birmingham Repertory Theatre". In den Folgejahren
wirkte er an unterschiedlichen Bühnen in London
neben großen Stars der englischen Theaterwelt wie Sir Alec Guinness und Sir John Gielgud.
Porter machte
sich e als Bühnendarsteller am
"Old Vic" in London sowie
am "Bristol Old Vic" einen Namen, wo er bereits im Alter von nur 28 Jahren den
"Lear" spielte. Dennoch blieb der Künstler
überregional weitgehend unbekannt.
Der schauspielerische Durchbruch gelang Eric Porter erst 1959, als er am
Londoner "Royal Court Theatre"
an der Seite von Dame Peggy Ashcroft den
ehemaligen Pfarrer Johannes Rosme in dem Drama "Rosmersholm" von
Henrik Ibsen
gab, eine Inszenierung, die auch im Londoner West End
zur Aufführung gelangte. Porter wurde für seine darstellerische Leistung mit dem
"Evening Standard Award" ausgezeichnet und von dem dadurch auf ihn aufmerksam gewordenen Sir Peter Hall für die
"Royal Shakespeare Company" unter Vertrag genommen. In dem neu zusammengestellten Ensemble mit
unter anderem Dame Peggy Ashcroft,
Christopher Plummer, Sir Donald Sinden,
David Warner und Sir Ian Holm
gestaltete Porter als Shakespeare-Interpret den Odysseus
(Ulysses) in "Troilus und Cressida", den
König Leontes in "Das Wintermärchen", den
jüdischen Geldverleiher Shylock in "Der Kaufmann von
Venedig", den Verwalter Malvolio in "Was ihr wollt", die
Titelhelden in
"Heinrich IV." und
"Macbeth", aber auch in Dramen anderer Autoren wie
mit der Titelrolle in
"Becket oder die Ehre Gottes"
("Becket ou l'honneur de Dieu") von Jean Anouilh wusste er
Kritik und Publikum zu überzeugen.
Relativ spät kam der brillante Charakterdarsteller zum Film, erstmals
sah man den Briten in dem von Anthony Mann
gedrehten, monumentalen Historienspektakel "The Fall of the Roman
Empire" (1964, "Der Untergang des römischen
Reiches") neben Stars wie Sophia Loren (Lucilla),
Stephen Boyd (Livius),
Christopher Plummer
(Commodus),
Alec Guinness
(Marcus Aurelius),
James Mason
(Timonides), Omar Sharif (Sohaemus)
oder Mel Ferrer (Cleander) als
Kaiser Didius Julianus auf der Leinwand. Weltberühmt wurde er dann durch seine
beeindruckende Darstellung des Soames Forsyte in der "Forsyte Saga", den er
brillant von dessen Jugend bis zum Greisenalter
verkörperte. In späteren Jahren trat er weiter erfolgreich in
verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen in Erscheinung. Im Kino erlebte man ihn
beispielsweise als Colonel Rodin in dem Thriller "The Day of the Jackal" (1973,
"Der Schakal") basierend auf dem gleichnamigen
Roman von Frederick Forsyth, als Sean Tobin
in dem ganz auf Rod Steiger zugeschnittenen Thriller "Hennessy"1) (1975,
"Ein Mann namens Hennessy")
oder als Chief Superintendent Lomas in dem Hitchcock-Remake "The Thirty Nine Steps"
(1978, "Die 39 Stufen") nach dem
gleichnamigen
Roman von John Buchan. Im Fernsehen präsentierte er sich unter
anderem als betrogener Ehemann Karenin
in der 10-teiligen BBC-Serie "Anna Karenina"2)
(1977/78) nach dem
gleichnamigen
Roman von Leo Tolstoi mit
Nicola Pagett als Protagonistin, als
finsterer Hehler Fagin in der Serie "Oliver Twist" (1985) nach dem
berühmten Roman von Charles Dickens mit Ben Roska als
Titelheld (→ Wikipedia (englisch)) oder als
mysteröser, verbrecherischer Professor James Moriarty in
den Sherlock Holmes-Geschichten "The
Adventures of Sherlock Holmes"
(1988, "Die Abenteuer des
Sherlock Holmes") mit Jeremy Brett
als Meisterdetektiv Sherlock Holmes. In nachhaltiger Erinnerung bleibt Porter auch mit
der Figur des ehrenhaften Mr. Havisham in der nach dem gleichnamige Roman von
Frances Hodgson Burnett
entstandenen Verfilmung "Little Lord Fauntleroy" (1980,
"Der kleine Lord") mit Alec Guinness als anfangs
hartherzigem Earl of Dorincourt und Ricky Schroder
als kleinem Titelheld die britische Produktion geriet zum Klassiker und wird seit 1982 jährlich zu Weihnachten
im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.
1988 konnte Porter mit seiner Darstellung des "Big Daddy" in
dem Schauspiel "Die Katze auf dem heißen Blechdach"
von Tennessee Williams nahtlos an seine bisherige Bühnenkarriere anschließen
und wirde erneut mit dem "Evening Standard Theatre Award"
als "Bester Schauspieler" ausgezeichnet.
In seinen letzten Lebensjahren gab er unter anderem wieder den
"König Lear" in einer Inszenierung von
Jonathan Miller am Londoner
"Old Vic", 1991 erneut
den Malvolio in "Was ihr wollt"
einer letzten Zusammenarbeit mit Sir Peter Hall
am "Playhouse Theatre" und ein Jahr später am "Royal National Theatre"
den Professor Serebrjaków in dem Drama "Onkel Wanja"
von Anton Tschechow unter der Regie von
Sean Mathias.
Eric Porter erlag am 15. Mai 1995 im Alter von 67 Jahren in London einem Krebsleiden.
Quelle (überwiegend): Wikipedia
(deutsch);
siehe auch Wikipedia
(englisch)
Weitere Filme*) mit Eric Porter
Link: 1) filmdienst.de, 2) fernsehserien.de
|
| Nyree Dawn Porter |
spielte die Irene und unglückliche Ehefrau von Soames
Forsyte.
Geboren am 22. Januar 1936 als Ngaire Dawn Porter in Napier
(Neuseeland)
gestorben am 10. April 2001 im Alter von 65 Jahren an
Leukämie.in London (UK).
Porter erhielt von ihren Eltern den Vornamen Ngaire (Māori für
"kleine herzförmige Blume") Sie änderte später ihren
Vornamen in "Nyree", wobei es
sich um die phonetisch richtige Aussprache von Ngaire handelte.
Die schauspielerische Karriere begann in ihrem Heimatland, wo sie beispielsweise mit der Rolle
der Jessica in dem Shakespeare-Drama
"Der Kaufmann von Venedig" oder der Juliet in
dem amüsanten Werk "Romanoff and Juliet"1) (→ Wikipedia (englisch)) von
Peter Ustinov Erfolge
verzeichnete; zudem trat sie in Revuen und Musicals auf. 1958 nahm sie an einem Talentwettbewerb der
"The Rank Organisation" teil und gewann eine Reise
rund um die Welt einschließlich eines Castings in London. Auch wenn
letzters eher erfolglos blieb, beschloss sie, in London zu bleiben, gab bereits ein Jahr später ihr Debüt am Londoner
West End.
In den nachfolgenden Jahrzehnten
wirkte sie an britischen Theatern, spielte unter anderem in
Inszenierungen den Shakespeare-Komödien "Was ihr wollt"
und "Wie es euch gefällt",
in Stücken wie "Come Blow Your Horn" ("Wenn mein Schlafzimmer sprechen könnte"
von Neil Simon
(→ Wikipedia (englisch,
Kinofilm 1963)
und "Deadly Nightcap"
("Mord am Pool") von Francis Durbridge
(→ TV-Film 1986) oder
in dem Musical "Sunday in the Park with George" von
Stephen Sondheim (Musik/Liedtexte).
Auf der Leinwand erlebte man sie erstmals mit einer Nebenrolle in dem Drama
"Identity Unknow" (1960, Drehbuch: Brian Clemens)
mit Richard Wyler und Pauline Yates (1929 2015) als zwei Reporter, die sich während ihrer Recherchen
zu einem Flugzeugunfall näher komme und eine Beziehung
eingehen. Zu ihren weiteren Auftritten im Kinofilm zählten die von
Robert Day gedrehte Komödie "Ein Königreich für einen Affen"
(1962, "Operation Snatch") und der Episoden-Horrorstreifen "Totentanz der Vampire"
(1971, "The House That Dripped Blood"). Ihre einzige Hauptrolle spielte sie
als Muriel an
der Seite von Charlie Drake (1925 2006) und George Sanders in der
Gaunerkomödie "Kein Schloß ist vor ihm sicher"2) (1963,
"The Cracksman" → Wikipedia (englisch)).
Ihren größten filmischen Erfolg verzeichnete Dawn Porter mit der Rolle der Irene in "Die Forsyte Saga", anschließend
erhielt sie etliche interessante
Angebote, spielte in den 1970er Jahren in Produktionen wie in dem von
Delbert Mann nach dem Ronan
"Jane Eyre" von
Charlotte Brontë mit
Susannah York (Jane Eyre) und
George C. Scott (Edward Rochester)
in Szene gesetzten
TV-Film "Jane Eyre"2) (1970) mit ihrem Part der Blanche Ingram
→ Wikipedia (englisch)),
oder in der Krimiserie "Kein
Pardon für Schutzengel" (19721974, "The Protectors"),
wo sie als verwitwete, in Rom lebende Kunstexpertin Lady Caroline Ogilvy, genannt
"Contessa di Contini", zusammen mit dem Franzosen Paul Buchet
(Tony Anholt) und dem US-Amerikaner
Harry Rule (Robert Vaughn) das international agierende Ermittler-Team
bildete → fernsehserien.de.
In den 1980er und 1990er Jahren stand sie nur noch sporadisch vor der
Kamera, ihren
letzten Filmauftritt hatte sie als Margot Fonteyn in dem
Biopic "Hilary and Jackie", (1998)
der Lebensgeschichte der von Emily Watson dargestellten, international gefeierten Cellistin
Jacqueline Du Pré
(1945 1987) und deren älteren Schwester, der
Flötistin Hilary (Rachel Griffiths).
Die Schauspielerin Nyree Dawn Porter war zwei Mal
verheiratet, ihr erster Ehemann Byron O'Leary verstarb 1970 an den
Folgen eines übermäßigen Drogenkonsums. Ab 1972 lebte sie mit dem
Schauspieler Robin Halstead zusammen; aus der Verbindung, die 1987
geschieden wurde, ging die 1975 geborene Tochter Talya
hervor.
Nyree Dawn Porter starb mit nur 65 Jahren im Stadtbezirk
London Borough of Wandsworth an den Folgen ihrer
Leukämie-Erkrankung;
die letzte Ruhe fand sie auf dem dortigen "Putney Vale Cemetery"
→ findagrave.com.
Quelle (überwiegend): Wikipedia
(deutsch),
siehe auch Wikipedia
(englisch)
Weitere
Filme*) mit Nyree Dawn Porter
Link: 1) theatertexte.de, 2)
fernsehserien.de |
| Susan Hampshire |
spielte die Tochter Fleur aus der zweiter Ehe
von Soames Forsyte mit der Französin Annette Lamotte.
Geboren am 12. Mai 1937 (nach anderen Quellen 1938) in London
(UK).
Susan Hampshire ist/war eine vielbeschäftigte Film- und
Fernsehschauspielerin, stand seit ihrer Kindheit in London auf der Bühne und gab ihr
Leinwanddebüt mit dem kleinen Part der Tochter Jay (älter: Jean Simmons)
bereits in dem von Jack Lee gedrehren Drama
"The Woman in the Hall"1) (1947, "Die Schwindlerin" → Wikipedia (englisch)),
basierend auf dem gleichnamige Roman von Gladys Bronwyn Stern (1890 1973).
Erste Popularität erlangte sie als junge Protagonistin Katy Carr in der BBC-Serie "Katy" (1962) nach dem
Mädchenbuch "What Katy Did" von Sarah Chauncey Woolsey
alias "Susan Coolidge" → Wikipedia (englisch)), einen
weiteren Erfolg brachten ihr die Rolle des als "Hexe"
bezeichneten Mädchens Lori MacGregor in dem
familienfreundlichen Kinofilm "The Three Lives of Thomasina"1)
(1964, "Die drei Leben der Thomasina" → Wikipedia (englisch)) ein,
gedreht von Don Chaffey nach dem Roman "Thomasina,
the Cat Who Thought She Was God" von Paul Gallico mit
Patrick McGoohan
als der verwitwete Tierarzt Andrew MacDhui, der mit seiner siebenjährigen
Tochter Mary (Karen Dotrice)
und deren Katze Thomasina Anfang des 20. Jahrhunders in Schottland
lebt. Auch ihre Darstellung der schönen Kathleen McSweeney,
die in dem im 16. Jahrhundert in Irland
angesiedelten und von Michael O'Herlihy
in Szene gesetzten Abenteuerstreifen "The Fighting Prince of Donegal"
(1966, "Donegal, König der Rebellen") von dem Fürst von
Donegal
(Peter McEnery)
umworben wird, kam beim
Publikum gut an. In dem ganz auf Cliff Richard und "The
Shadows" zugeschnittenen Musikfilm "Wonderful Life"1)
(1964, "Wonderful Life Küss mich mit Musik"
→ Wikipedia (englisch))
tauchte sie als Jenny auf, als Fleur Forsyte in der "Forsyte Saga" wurde sie ebenso geliebt wie als Sarah Churchill,
Gemahlin von John Churchill, 1st Duke of Marlborough
(John Neville), in
dem historischen Mehrteiler "The First Churchills" (1969
→ Wikipedia (englisch)), 1974 präsentierte
sie sich mit einer weiteren Hauptrolle in der im Viktorianischen
Zeitalter spielenden 26-teiligen Serie "The Pallisers"
(→ Wikipedia (englisch))
basierend auf der gleichnamigen Buch-Reihe von Anthony Trollope,
und mimte die Lady Glencora, Verlobte/Gattin von Plantagenet Palliser (Philip Latham;
19292020).
In jüngerer Zeit trat sie zwischen 2000 und 2005 als Molly MacDonald, Mutter von Archie
(Alastair Mackenzie)
und eine der Hauptfiguren in der erfolgreichen, in Schottland angesiedelten Serie
"Monarch of the
Glen" in Erscheinung
Bis vor ein paar Jahren stand sie für etliche erfolgreiche
Filmproduktionen vor der Kamera, zu ihren letzten Arbeiten zählte bislang die
Rolle der Delphi Hartley in dr Story "Red in Tooth and
Claw"2) (2017, "Streicheln und töten")
aus der Krimi-Reihe "Inspector Barnaby" mit
Neil Dudgeon
(seit Staffel 13) als DCI John Barnaby,
die Lady Whittall in dem Kinofilm bzw. Familendrama "Smyrni mou agapimeni"2) (2021, "Smyrna Eine Stadt in Flammen"
→ filmstarts.de)
des griechischen Regisseurs Grigoris Karantinakis über die Katastrophe von Smyrna
(Brand von Izmir) im September 1922 und die Neuauflage der "Forsyte Saga" unter dem Titel "The Forsytes"2) (2025), wo
sie vier Folgen lang als die mit den Forsytes befreundete Lady Carteret zu Besetung gehörte
→ Wikipedia (englisch)).
Daneben engagiert sie sich für
Menschen mit Dyslexie,
deren Fähigkeit trotz normalen Seh- und Hörvermögens eingeschränkt ist, Wörter oder Texte zu lesen und zu
verstehen. Sie selbst ist davon betroffen und thematisiert dies in ihren
1982 veröffentlichten Memoiren "Susan's Story"; 1995 wurde sie für ihr Engagement ausgezeichnet
und mit dem "Order of the British Empire" im
Range eines "Officer" (OBE) geehrt; 2018 folgte
im Rahmen der "New Year Honours" die Ernennung zum "Commander" (CBE).
Susan Hampshire war von 1967 bis zur Scheidung im Jahre 1974 in erster Ehe mit dem französischen
Regisseur und Drehbuchautor Pierre Granier-Deferre (1927 2007)
verheiratet. Aus der Verbindung ging Sohn Christopher hervor, der als
Regisseur und Produzent arbeitet; eine
Tochter starb 24 Stunden nach der Geburt. Seit 1981 war sie in zweiter Ehe
bis zu dessen Tod am 17. Februar 2021
mit dem griechischen Theater-Impresario sowie Unternehmer Sir Eddie Kulukundis (* 20 04.1932)
verheirate, der sich Jahrzehnte für den Sport einsetzte und generös britische Athleten
finanziell unterstützte → Wikipedia (englisch).
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Fotos bei Wikimedia
Commons
Weitere
Filme*) mit Susan Hampshire
Link: 1) filmdienst.de, 2)
fernsehserien.de |
Fay Compton
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spielte die Tante Ann Forsyte.
Geboren am 18. September 1894 als Virginia Lilian Emmeline Mackenzie Compton
in Fulham (Stadtbezirk London Borough of Hammersmith and Fulham
(UK)),
gestorben am 12. Dezember 1978 im Alter von 84 Jahren
in Hove
(East
Sussex, UK);
nach anderen Angaben in London..
Als Jüngste von sechs Kindern wurde sie in eine Künstlerfamilie
hineingeboren, ihre Eltern Edward Compton
(1854 1918) und Virginia Bateman (1853 1940) waren beide anerkannte Bühnendarsteller, auch ihr Großvater Henry Compton
(1805 1877; eigentlich Charles Mackenzie) machte sich im 19. Jahrhundert
als Shakespeare-Interpret vornehmlich mit komödiantischen Rollen
einen Namen. Ihr Bruder, Sir Compton MacKenzie
(1883 1972), war ein bekannter Schriftsteller, die
ältere Schwester Viola Compton
(1886 1971) ergriff ebenfalls den Schauspielerberuf.
Fay Compton begann ca. 1911 als Schauspielerin beim Theater und
absolvierte erste öffentliche Auftritte bei der von H. G. Pélissier
(1874 1913) geleiteten Truppe "The Follies"; H. G. Pélissier
wurde zudem 1912, wenn auch nur kurz ihr erster Ehemann. Schon nach wenigen Jahren
avancierte Compton zum gefeierten Bühnenstar, begeisterte sowohl in klassischen
als auch zeitgenössischen Stücken (wie von J. M. Barrie) das Publikum jener Ära.
So brillierte sie auch neben den legendären "Hamlet"-Interpreten John Barrymore
und Sir John Gielgud.
Erste Leinwanderfahrungen sammelte sie ab 1914 beim Stummfilm und
reüssierte ab den 1920er Jahren auch dort, wie unter anderem als
Rachel Arbuthnot in "A Woman of No Importance" (1921) nach der
gleichnamigen Komödie von
Oscar Wilde
oder als Sophie Bruce, Ehefrau des
Titelhelden, in
"Robinson Crusoe" (1927), der ersten Verfilmung des
berühmten, gleichnamigen
Romans von
Daniel Defoe mit M. A. Wetherell (1883 1939) als Protagonist Robinson Crusoe.
Mit Beginn der
Tonfilms trat sie nur noch sporadisch vor die Kamera, zeigte sich
beispielsweise als Gräfin Helga von Stahl in dem von Alfred Hitchcock gedrehten, nach
dem gleichnamigen Theaterstück von Guy Bolton entstandenen Biopic
"Waltzes from Vienna" (1934) mit
Esmond Knight als
Johann Strauss (Sohn) und
Edmund Gwenn als Johann Strauss (Vater).
Zwischen 1914 und 1970 zeigte sie sich in mehr als vierzig Filmen mit
meist prägnanten Rollen. Ihre bekanntesten Leinwandauftritte hatte sie in
Carol Reeds Literaturadaption "Odd Man Out" (1957, Ausgestoßen),
in der Komödie "Laughter in Paradise" (1951, Wer zuletzt
lacht), in Orson Welles' Verfilmung von "Othello" (1952)
gab sie Jagos Ehefrau Emilia und
in dem Gruselstreifen "The Haunting" (1963, Bis das Blut gefriert)
die Mrs. Sanderson. Letztmalig
stand sie für den Thriller "I Start Counting"1) (1959, Die Schritte des Mörders) vor der Kamera. Sie
widmete sich
überwiegend ihrer Arbeit am Theater; die Rolle der Ann Forsyte
in der "Forsythe Saga" war eine ihrer letzten prägnanten Filmauftritte.
Neben ihrem Wirken im Film und auf der Bühne beteiligte sich die
Schauspielerin auch an Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen.
Fay Compton war vier Mal verheiratet: Aus der ersten, 1911 geschlossenen Ehe mit dem
Theaterproduzenten, Komponisten und Satiriker H. G. Pelissier
(1874 1913) stammte ihr Sohn Anthony Pelissier4) (1912 1988), der
sich später einen Namen als Regisseur
und Drehbuchautor machen
sollte. Nach dem frühen Tod Pelissiers ehelichte sie 1914 den
Schauspieler und Komiker Lauri de Frece (1881 1921), gefolgt von
dem Schauspieler Leon Quartermaine
(1876 1967), mit dem sie von 1922 bis 1942
verheiratet war; Ehemann Nummer 4 wurde mit Ralph Michael (1907 1994)
erneut ein Schauspielerkollege. Die britische Schauspielerin
Tracy Reed
(1942 2012) war ihre Enkelin.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch, mit Filmografie),
cyranos.ch Fotos
bei virtual-history.com
Weitere
Filme*) mit Fay Compton
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| John Bennett |
spielte den Architekten Phillip Bosinney,
Irenes Liebhaber.
Geboren am 8. Mai 1928 in Beckenham, Grafschaft Kent
(London Borough of
Bromley),
gestorben am 11. April 2005 in London.
Bennett ließ sich an der Londoner "Royal Central School of Speech and Drama" (RCSSD)
zum Schauspieler ausbilden und gab sein Bühnendebüt im Jahre 1949.
Seit den 1960ern wirkte er in zahllosen, laut der "Internet Movie Database"
in rund 180 Kino- und Fernsehproduktionen
mit, anfangas auf nahezu Statistenrollen wie win in dem mit Jayne Mansfield
gedrehten Streifen "The Challenge"1) (1960, "Sie pfiff und die Kerle kuschten")
reduziert, wurden die Aufgaben mit der
Zeit größer. Sein Hauptbetätigungsfeld fand er er
beim Fernsehen, wo er vor allem in Serien auftauchte. Zu seinen
Leinwandauftritten zählte der von Ennio Deo Concini gedrehte
Historienfilm "Hitler: The Last Ten Days" (1973," Hitlero Die letzten zehn
Tage") mit Alec Guinness als
Adolf Hitler und seinem Part des
Joseph Goebbels,
oder der Abd Allāh ibn 'Ubayy ibn Salūl in "Mohammad, Messenger of God" (1976,
"Mohammed Der Gesandte Gottes") von Regisseur Moustapha Akkad mit
Anthony Quinn als
Hamza ibn ʿAbd al-Muttalib, Gefährte des Propheten
Mohammed.
Bennett war seit 1970 mit der Schauspielerin Caroline Mortimer (1942 2020 → Wikipedia englisch))
verheiratet, aus der Verbindung gingen zwei Söhne hervor.
Mehr bei Wikipedia
(englisch)
Weitere
Filme*) mit John Bennett
Link: 1) der-film-noir.de
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