Rund zwei Jahre nachdem der "Nordwestdeutsche Rundfunk"1)
(NWDR) nach zweijähriger Testphase am 25. Dezember 1952 den täglichen TV-Sendebetrieb
aufnahm, kam mit
"Unsere Nachbarn heute Abend Familie Schölermann" die erste
Familienserie auf die noch schwarz-weißen Bildschirme. Der "Startschuss"
für die "NWDR"-Produktion
erfolgte am 15. September 1954 (einige Quellen nennen auch den
29.09.1954), die Zuschauer/-innen erlebten den Alltag einer Familie, mit der
sie sich identifizieren konnten. Anfangs wurden die schwarz-weiß Sendungen
noch live ausgestrahlt, später aufgezeichnet. Bis März 1960 bzw. 111 Folgen lang
konnte man anfangs regelmäßig alle 14 Tage am Alltag dieser
Fernsehfamilie teilnehmen zunächst am Mittwoch, dann am Donnerstag, jeweils pünktlich nach
der "Tagesschau" und der "Wetterkarte" ab 20:20 Uhr. Die Resonanz war in den ersten Jahren gemessen
an den heutigen Verhältnissen phänomenal, auch wenn man bedenkt, dass es
damals nur einen Sender gab und angemeldete Fernsehgeräte noch eher rar
waren die Einschaltquote betrug durchschnittlich
zwischen 70 und 90 Prozent.
Zunächst von Ernst Markwardt, dann von Ruprecht Essberger1) (1923 2005)
nach (überwiegend) Drehbüchern des Autorenpaares Rolf und Alexandra Becker1)
in Szene gesetzt, präsentierte man dem Publikum die kleinen und großen
Sorgen, aber auch Freuden einer ganz normalen norddeutschen, in
einerHamburger Mietwohnung lebenden Durchschnittsfamilie, die aus Menschen wie "Du und ich"
bestand und die in der heilen Welt des "Wirtschaftswunders"1) lebte.
Als "Oberhaupt" fungierte der kaufmännische Angestellte, später
Prokurist Vater Matthias Schölermann, gespielt von Willy Krüger,
Lotte Rausch
stellte die fürsorgliche Ehefrau und Mutter Trude, genannt "Trudchen" dar. Die zwei bereits erwachsenen
Kinder, Heinz und Evchen, spielten Charles Brauer
(für ihn bedeutete die Rolle der Start in eine großartige TV-Karriere) und
Margit Cargill, Harald Martens das "Nesthäkchen"
Joachim, genannt "Jockeli"
und als das kleine Pflegekind Bärbelchen zeigte sich die damals fünfjährige Giulia Follina.
Natürlich besteht eine richtige Familie nicht nur aus Vater, Mutter und Kindern, sondern auch aus der manchmal ungeliebten
Verwandtschaft, so gehörte zu den Schölermanns auch Onkel Eduard
(Joachim Wolff) sowie Tante Marie (Lotte Brackebusch).
"Alltags- und Generationsprobleme rund um einen bürgerlichen Familienkosmos wurden nicht
nur, aber mit Vorliebe beim gemeinsamen Löffeln von Bohnensuppe oder auf der
Wohnzimmercouch vor dem unvermeidlichen Heimatgemälde besprochen. Überhaupt schaute
die immer größer werdende Fernsehgemeinde ihren
"Nachbarn" buchstäblich in die Wohnung. Diese wurde deshalb
auch mit großem Bedacht so ausgestattet, dass sie in vielem den
häuslichen vier Wänden der Zuschauerfamilien ähnelte."
vermerkt www.ndr.de.
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Die Familie Schölermann (v.l.n.r):
Evchen (Margit Cargill), Vater Matthias (Willy Krüger),
"Trudchen" (Lotte Rausch), Jockeli (Harald Martens), Heinz (Charles Brauer)
Das Foto wurde mir freundlicherweise vom NDR zur
Verfügung gestellt.
© NDR |
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Wikipedia notiert; "Formal war man bestrebt, die Illusion herzustellen, einer realen Familie
ins Wohnzimmer zu schauen, gleichsam nach dem Muster heutiger Reality-Soaps.
Deswegen wurden die Namen der Darsteller/-innen auch nicht bekanntgegeben.
(Anm.: Erst in der letzten der 111 Folgen wurden die Namen der Darstellerinnen und Darsteller genannt.)
Zudem spielte die Handlung um die gleiche Tageszeit wie die Ausstrahlung -
am Abend zwischen 20.00 und 21.00 Uhr. Die Ereignisse des Tages wurden im
Studio/Wohnzimmer aus der Rückschau besprochen, ohne dass andere Schauplätze
aufgesucht wurden.
In der Serie spiegeln sich die ethischen und moralischen Werte der
1950er Jahre. Die Rollenverteilung war patriarchalisch: Der Vater als Ernährer
trifft alle Entscheidungen, wie etwa über Urlaubsziele, und behält sich
auch das Recht vor, seinen Sohn "übers Knie zu legen". Die Mutter
ist Hausfrau und geht lediglich einer Berufstätigkeit nach, als ihr Ehemann
vorübergehend arbeitslos wird.
Der eine Teil der Zuschauerfamilien hielt die Schölermanns für die
deutsche Familie schlechthin, andere die Familienzwistigkeiten für
realitätsfremd. Gegen Ende der 1950er-Jahre zeigte die Serie Verschleißerscheinungen.
Da die einzelnen Folgen nicht betitelt waren, lassen sie sich nur schwierig
in Form eines Episodenführers auflisten. Inhaltlich ging es primär um Familienleben und
Familienereignisse: Neuanschaffungen, Familienfeiern, Schulprobleme, die ersten Verliebtheiten
der erwachsenen Kinder, Geldsorgen. Politische Themen tauchen am Rand auf, als etwa
Verwandtschaft aus der DDR1) zu Besuch kommt. Jugendprotest (die
"Halbstarken"1)) wird
als Thema völlig ausgeklammert."2)
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Zwei Szenenfotos aus den
"Schölermann"-Folgen
Die Fotos wurde mir freundlicherweise
vom NDR zur
Verfügung gestellt.
© NDR
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Nach fast fünf Jahren wurde die beliebte Sendung dann sehr zum Leidwesen
mancher Zuschauer/-innen nach 111 Episoden am 25. März 1960 eingestellt. Zuvor
gab es im Frühjahr 1958 ein vorübergehendes Ende, das rasch wieder
zurückgenommen wurde. Der Protest war jedoch enorm und so hieß es
nach sechs Monaten am 1. Oktober 1958 in der
TV-Zeitschrift "Hörzu"1): "Liebe alte Freunde sind aus ihrem Urlaub
zurück".
Heute ist die legendäre "Mutter" aller Familienserien nahezu in Vergessenheit geraten,
ebenso wie einige ihrer Protagonisten. Aber das TV-Publikum musste nicht
auf Episoden aus dem Alltag einer Fernsehfamilie verzichten, bereits im
Januar 1960 gingen "Die
Hesselbachs" auf Sendung, die
turbulenten Geschichten um eine Familie bzw. Firma im Hessischen.
Da die einzelnen Folgen live gesendet und nicht aufgezeichnet wurden, gibt
es wohl kaum eine Chance auf Wiederholungen oder die nachträgliche Veröffentlichung beispielsweise auf DVD.
www.ndr.de
schreibt: "Doch um dem Schauspieler- und Produzenten-Ensemble gelegentlich eine Urlaubs-Auszeit
zu gönnen, wurden einige wenige Episoden als Film gedreht und archiviert. Eine davon zeigt
die Familie bei einem Ausflug nach Helgoland1), eine andere Vater Schölermann schmollend in der
Gartenlaube nach einem häuslichen Streit um das Haushaltsgeld.
Wer mehr über die "Schölermanns" wissen und sie näher kennenlernen möchte, muss
sich also in die Drehbücher vertiefen. Allein in der Bibliothek des Hamburger
"Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung"1) sind einige Dutzend
davon erhalten. Sie werden gehütet, da sie eine wunderbare Fundgrube
für einen Lektüre-Blick in vergangene Fernsehzeiten sind."
Fremde Links: 1) Wikipedia
2) Quelle: Wikipedia (abgerufen 09.02.2012)
Siehe auch
Wikipedia,
tvder60er.de,
"Fernsehmuseum
Hamburg" (mit Bildergalerie),
fernsehserien.de
sowie die Artikel
bei "Hamburger
Abendblatt", www1.wdr.de
und www.ndr.de
Die Hauptdarsteller/-innen:
(Weitere Mitwirkende bei der "Inrernet
Movie Database";
Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
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| Willy Krüger |
spielte den Vater Matthias Schölermann.
Geboren am am 15.Mai 1902 in Berlin,
gestorben am 26. September 1979 im Alter von 77 Jahren
im oberbayerischen Penzberg (Landkreis
Weilheim-Schongau).
Anm.: Andere Quelle nennen als Sterbejahr 1980 sowie als Sterbe-Ort
Bad Tölz.
Der Sohn des Betriebsaufsehers Hermann Krüger und dessen Ehefrau Lina Bertha Albertine
absolvierte nach dem Abitur zunächst eine Handelsschule, ließ sich
anschließend von Jacques Burg
zum Schauspieler ausbilden. Danach war er als Schauspieler und Oberspielleiter
an einigen Provinzbühnen
tätig, wirkte bis Kriegsende bei der Berliner Soldatenbühne mit.
Zwischen 1945 und 1953 fungierte er als Leiter der "Niedersachsen-Bühne",
machte sich auch als Darsteller mit zahlreichen Gastspielen einen
Namen, unter anderem am "Theater unter den Arkaden" in München;
außerdem arbeitete er als Synchronsprecher.
Nach dem Ende der Familienserie "Familie Schölermann",
die ihn zwar ungemein populär machte aber auch als "Fernsehvater der Nation"
abstempelte, fand Willy Krüger selten
Gelegenheit, sein schauspielerisches Können zu beweisen, meist
erhielt er nur noch Nebenrollen. Lediglich in der Krimiserie "Kommissar
Freytag" (19631966)
spielte er an der Seite von Protagonist Konrad Georg
als Kriminalhauptmeister Peters eine zentrale Figur.
Letzte kleinere TV-Auftritte hatte Willy Krüger in den
"Tatort"-Folgen "Kressin stoppt den Nordexpress" (1971) mit
Sieghardt Rupp
(Zolloberinspektor
Kressin) als Kapitän Julius Winterfeld
und als älterer Fluggast in
"AE612 ohne Landeerlaubnis" (1971)
mit Walter Richter (KHK Paul Trimmel).
Auf der Leinwand blieb er ebenfalls auf eher unbedeutende Nenenrollen
reduziert, so in den den Krimis "Die Letzten werden die Ersten sein" (1957)
als ein Kommissar und in "Das Mädchen mit den Katzenaugen" (1958)
als Steppuhn.
Willy Krüger war mit der Schauspielerin Lotte Goebel
verheiratet und Vater eines gemeinsamen Sohnes.
Er gehört zu den "vergessenen" Schauspielern, in allgemein
zugänglichen Quellen ist wenig über seinen Lebensweg zu
finden.
Siehe auch Wikipedia,
Die
Krimihomepage
Weitere
Filme*) mit Willy Krüger |
| Lotte Rausch |
spielte die Mutter "Trudchen" Schölermann,
die fast 25 Jahre mit Ehemann Matthias verheiratet ist.
Geboren am 24. Mai 1911 als Charlotte Bach in Köln,
gestorben am 11. März 1995 im Alter von 81 Jahren in Offenbach
am Main.
Nach dem zweijährigen Besuch einer Schauspielschule in ihrer
Geburtsstadt gab Lotte Rausch
1931 ihr Bühnendebüt am "Städtischen Schauspielhaus Köln"
unter der Intendanz von Fritz Holl, ab 1934 arbeitete sie
beim damaligen
"Reichssender Köln". dem heutigen "Westdeutschen Rundfunk".
Zwei Jahre später ging sie nach Berlin, wurde unter anderem an "Die Komödie" verpflichtet.
Die Schauspielerin stand seit Mitte der 1930er Jahre mit Nebenrollen in
zahlreichen Kinoproduktionen vor der Kamera, der große Durchbruch
wollte ihr jedoch nicht gelingen. Zu ihren bekanntesten Film/Rollen jener Ära zählen
die von Carl Froelich nach einem Drehbuch von
Heinrich Spoerl
gedrehte Komödie
"Wenn wir alle Engel wären" (1936),
wo sie als Maria das Dienstmädchen im Haushalt des Kanzleivorstehers Christian Kempenich
(Heinz Rühmann) und
dessen Ehefrau Hedwig (Leni Marenbach)
mimte, die Magd Liese in Gustav Ucickys Adaption
"Der zerbrochene Krug" (1937) nach dem Lustspiel "Der zerbrochne Krug"
von Heinrich von Kleist mit
Emil Jannings als Dorfrichter Adam,
die Alice Bedford, Verlobte von Thomas Trench (Hans Adalbert Schlettow), in
Erich Waschnecks Abenteuer "Frauen für Golden
Hill" (1938) und treue Hausangestellte Lisbeth in der von
Hans Deppe mit
Ida Wüst in Szene gesetzte Verwechslungskomödie
"Die kluge Schwiegermutter" (1939).In
den 1940er folgten Produktionen wie die Literaturverfilmung "Ihr Privatsekretär" (1940) mit
Gustav Fröhlich, der Heimatstreifen "Am Abend auf der Heide" (1941) mit ihrem Part der Magd Fite,
einmal mehr ein Dienstmädchen spielte sie in dem Krimi "Alarm" (1941),
eine Sekretärin in "Sechs Tage Heimaturlaub" (1941),
die Schwester Maartje in dem Biopic "Ewiger Rembrandt" (1942) mit
Ewald Balser als
Maler Rembrandt van Rijn,
die Braut von Dr. Birkners (Hans Leibelt) in dem episodenhaften Liebesfilm
"Reise in die Vergangenheit" (1943) oder das Tante Mariechen in der amüsanten Geschichte
"Ein fröhliches Haus" (1944).
Im deutschen Nachkriegsfilm
wurde sie ebenfalls häufig, wenn auch wie zuvor nur mit
Nebenrollen besetzt, meist in Komödien und oftmals als
Ehefrau oder in mütterlichen Rollen.
In den 1950er Jahren zeigte sie sich in Streifen wie "Dreizehn unter einem Hut" (1950),
"Insel
ohne Moral" (1950), "Der
Verlorene" (1951, Regie und Hauptrolle: Peter Lorre),
"Der fröhliche Weinberg" (1952) hier
als Frau des Weinhändlers Rindsfuß (Paul Hemckels) ,
"Die Junggesellenfalle" (1953),
"Die spanische Fliege" (1955),
"Vatertag" (1955) oder
"Die
Christel von der Post"1) (1956).
In der ganz auf Heinz Erhardt
zugeschnittenen, amüsanten Geschichte
"Witwer mit fünf Töchtern"1) (1957)
präsentierte sie sich als Frau Hansen, Nachbarin des Bibliothekars Friedrich Scherzer
(Erhardt), die sich bald liebevoll um die Mutterlosen Kinder kümmert,
in "Kein Auskommen mit dem Einkommen!" (1957) war sie als Gerry Franzen die neue
Liebe/Ehefrau des verwitweten Obsthändlers/Saftfabrikanten Helmut Jäger
(Hans Nielsen)
sowie Mutter von Lisa (Renate Holm), die wiederum später in Jägers Sohn Klaus
(Heinz Derache)
ihr Glück findet. Auch in der von Wolfgang Staudte nach dem
humorigen, gleichnamigen
Roman/Theaterstück von
Heinrich Spoerl inszenierten Verfilmung "Der Maulkorb" (1958) gehörte sie als Betreiberin von
"Tigges Weinstube", an deren Stammtisch auch Staatsanwalt Herbert von Treskow
(O. E. Hasse) sitzt,
zur prominenten Besetzung. Einen letzten Leinwandauftritt
hatte sie in dem mit Chris Howland gedrehten Verwechslungs- und Schlagerlustspiel
"Das hab’ ich in Paris gelernt" (1960).
Die Arbeit von Lotte Rausch vor der Kino-Kamera umfasst mehr als 60 Produktionen,
in denen sie jedoch immer in der zweiten Reihe stand.
Mit Beginn des noch jungen Mediums Fernsehen fand Lotte Rausch ein
weiteres Betätigungsfeld, als Mutter Schölermann erlangte
sie nun die Popularität, die ihr im Kinofilm verwehrt blieb. Nach dem Ende der Serie "Familie Schölermann"
erlebte man sie noch wenige Male auf dem Bildschirm, so sind drei
Aufzeichnungen bzw. von Fred Kraus in Szene gesetzte Lustspiele aus dem Kölner "Millowitsch-Theater"
jeweils an der Seite von Protagonist Willy Millowitsch zu
nennen: In "Das rote Tuch" (EA: 14.05.1966)
von Julius Horst1) und Wolfgang Pollaczek
(verfilmt als "Der Herr Kanzleirat" (1948) mit
Hans Moser) mimte sie die Molly Haase, in "Der doppelte Moritz"2) (EA: 17.12.1966)
von Toni Impekoven
und Carl Mathern die Ehefrau
des Großindustriellen Moritz Krause,
dem Zwillingsbruder von Max (jeweils Millowitsch), in "Der ungläubige Thomas" (EA: 03.06.1967) von
Wilhelm Jacoby und
Carl Laufs
erneut als Adelheid die Ehefrau, diesmal von Ignaz Döll
(Millowitsch), in deren Wohnzimmer sich fast alltäglich ein Damenkränzchen
einfindet, das sich mit dem Lieblingsthema "Spiritismus"
beschäftigt, was Ignaz als groben Unfug abtut und daher als der
"ungläubige Thomas" bezeichnet wird. Lediglich in der Kriminalgroteske "Paradies der alten Damen"3) (EA: 24.01.1971)
trat sie dann unter der Regie von Karlheinz Bieber noch einal an der Seite von
Lil Dagover,
Ursula Herking,
Brigitte Horney und Edith Heerdegen als Schwester Theresa
auf dem Bildschirm in Erscheinung (→ IMDb), zog sich dann
weitgehend ins Familienleben zurück.
Darüber hinaus war Lotte Rausch seit Ende der 1940er an etlichen Hörspielen
beteiligt, die "ARD Hörspieldatenbank" weist bis
Anfang der 1980er Jahre mehr als 70 Produktionen aus,
darunter viele in rheinischer/kölnischer Mundart. Beispielweise
hörte man sie zwischen 1976 und 1983 in der (vermutlich
von ihrem Ehemann) Theo Rausch
(1903 1982 → Hörspieldatenbank)
verfassten Serie (26 Folgen) "Der Schiedsmann"
als Emma Könemann, Haushälterin bei
dem Schiedsmann Anton Lichius (Josef Meinertzhagen1);
→ später (19831985) auch als TV-Serie mit Annelie Jansen als Haushälterin). Von Theo
Rausch stammte zudem die Geschichte "Geld verdirv der Charakter"4) (EA: 15.06.1978), in der sie die
Lisa Ködderitsch war, die plötzlich zur Besitzerin einer riesigen Geldsumme wird.
In "Kabuff"4) (EA: 18.05.1981), der kölnischen Fassung der
Molière-Komödie
"Tartuffe" mit
Günther Ungeheuer in der Titelrolle, gab sie die Frau
Pimpernell, Mutter von Oskar (Wolfgang Wahl)
(im Original: Mme Pernelle, Mutter von Orgon).
Unter
anderem sprach sie die Paula, Frau des Bäckermeisters Richard Matthisson
(Heinz Schimmelpfennig), in
"Der Tiger Jussuf"4) (EA: 03.03.1953) nach der
gleichnamigen Vorlage von
Günter Eich mit
Bernhard Minetti in der
Titelrolle. In der Hörspielversion "Der Maulkorb"4) (EA: 20.03.1980)
nach dem gleichnamigen
Roman/Theaterstück von Heinrich Spoerl
mit Günter Pfitzmann als Staatsanwalt von Treskow übernahm sie
erneut den Part des Frau Tigges. Zu ihren letzten Arbeiten zählte der kölnische Krimi
"Ikebana"4) (EA: 13.12.1982)
des Kölner Mundartdichters Hans Brodesser (06.08.191716.09.1987) mit
Charles Wirths als Kommissar Klötsch, in
dem man sie als dessen Assistentin Silvia hörte.
Die sympathische Künstlerin Lotte Rausch war Mutter zweier Söhne.
Von der Öffentlichkeit kaum beachtet, starb sie 81-jährig an den Folgen einer
Nieren-Erkrankung und gehört zu den heute weitgehend vergessenen
Schauspielerinnen.
Siehe auch Wikipedia,
cyranos.ch
Foto bei virtual-history.com
Weitere
Filme*) mit Lotte Rausch
Link: 1) geschichtewiki.wien.gv, 2) theatertexte.de, 3) Die Krimihomepage
4) ARD Hörspieldatenbank
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Charles Brauer
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spielte den Sohn Heinz Schölermann.
Geboren am 3. Juli 1935 in Berlin.
Für Charles Brauer begann mit den "Schölermanns" eine
ungeahnte Fernsehkarriere.
Kurzportrait
zu Charles Brauer innerhalb dieser Homepage
Charles Brauer im Internet: www.charlesbrauer.de
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Charles Brauer
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Ute Schendel zur Verfügung gestellt.
© Ute Schendel (www.uteschendel.ch)
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Margaret Cargill
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spielte die Tochter Eva Schölermann,
genannt "Evchen" oder "Strupp"; sie macht eine
Lehre zur Schneiderin.
Geboren am 31. Oktober 1935 in Leeds
(Großbritannien).
Margaret Cargill schloss eine Schauspielausbildung bei Lola Rogge
(1908 1990) in Hamburg ab und trat anfangs in einigen
Kinoproduktionen in Erscheinung. So sah man sie als Vicky, Tochter des verwitweten Finanzbeamten Dittchen
(Paul Dahlke)
sowie. Schwester von Olivia (Christiane Jansen), in der von Kurt Hoffmann nach
dem Drehbuch von Reinhold Schünzel bzw. dem Bühnenstück
"Weekend im Paradies"1) von Arnold und Bach in Szene gesetzten Komödie
"Liebe im Finanzamt" (1952).
In der von Paul Martin nach dem Roman von
István Békeffy mit
Sonja Ziemann und
Rudolf Prack
gedrehten Liebeskomödie
"Die Privatsekretärin" (1953) tauchte
sie als Fräulein Hartmann auf, mimte unter der Regie von Erik Ode die Inge Böhm in dem Streifen
"Der erste Kuß" (1954) an der Seite von
Isa und Jutta Günther.
Bevor sich die "Schölermanns" vom Publikum
verabschiedeten, gehörte sie noch zur Besetzung des von Kurt Meisel nach einer
Erzählung von Hans Nicklisch realisierten Kinofilms "Liebe verboten Heiraten erlaubt" (1959
und spielte als (vormalige) Sekretärin Lilo die Freundin der mit Wolfgang Mertens
(Peter Weck) verheirateten
Kathrin (Ingeborg Schöner) → filmportal.de,
Danach gelang es Margaret Cargill nicht mehr, bei Film und Fernsehen
Fuß zu fassen, da ihr Gesicht und ihre Person zu eng mit der des
"Evchen Schölermann" verbunden waren; niemand hätte das
"Evchen" beispielsweise im "Tatort" als potentielle Mörderin
sehen wollen. Daher stand sie in der Folgezeit hauptsächlich auf
der Bühne unter anderem ging sie mit Heinz Erhardt auf Tournee , lebte einige
Zeit in Stuttgart, wo sie im Kabarett auftrat. Später gab sie
die Schauspielerei ganz auf und arbeitete als Bewegungstherapeutin mit psychisch-erkrankten Menschen.
Heute lebt Margaret Cargill mit ihrem Ehemann, einem Arzt, in Schleswig-Holstein.
(Die Informationen stammen weitgehend von
Margaret Cargills Nichte. Herzlichen Dank!)
Weitere
Filme*) mit Margaret Cargill
Link: 1) theatertexte.de
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| Harald Martens
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spielte den jüngsten Sohn Joachim
Schölermann, genannt "Jockeli".
Geboren 1944.
Während Harald Martens für die Serie "Familie Schölermann"
vor der Kamera stand, besetzte man ihn als Kinderdarsteller zudem in
einigen Kinoproduktionen. In dem Heimatstreifen "Heidemelodie" (1956)
mit Antje Weisgerber als Dorfschullehrerin Hanne Brink war er der
kleine Jörg, in der von Rudolf Schündler gedrehten
Verwechslungskomödie "Gruß und Kuss vom Tegernsee" (1957)
der Pips, in dem Schlagerfilm "Die große Chance" (1957)
von Regisseur Hans Quest der Eugen, jüngster Sohn
des gestrengen Studienrats Heinrich Gerber (Peter Lühr) und dessen Ehefrau
Anna (Käthe Haack) sowie Bruder von Walter
(Walter Giller),
der das Studium zugunsten seiner Leidenschaft für Jazz-Musik vernachlässigt.
In der von Peter Beauvais in Szene
gesetzten, humorigen Geschichte "Ist Mama nicht fabelhaft?" (1958) um
die verwitwete Sabine Meinrad (Luise Ullrich) präsentierte er sich als
das "Nesthäkchen"/der Schüüer Kai, dessen Brüder Axel
(Gunnar Möller)
und Peter (Charles Brauer) längst erwachsen sind, in der
Familenkoödie "Vater, Mutter und neun Kinder" (1958)
mit Heinz Erhardt und
Camilla Spira als
Konditoren--Ehepaar Schiller unter der Regie von
Erich Engels
als deren Jüngster, Eduard, genannt "Ede".
Harald Martens machte später bei der Bundeswehr Karriere und
wurde Generalstabsoffizier bei der Luftwaffe.
Weitere
Filme*) mit Harald Martens
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Giulia Follina
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spielte das fünfjährige Pflegekind Bärbelchen.
Geboren am 4. August 1950 in Hamburg.
Die Tochter einer Deutschen und eines Italieners wurde bereits als
Kleinkind entdeckt und für die Rolle der kleinen Bärbel in der
Familienserie "Familie Schölermann", der ersten
Fernsehserie des deutschen Fernsehens überhaupt, erstmals vor die
Kamera geholt. Die in Hamburg aufgewachsene Follina
erhielt daraufhin als Neunjährige vom Hamburger Produzenten Gyula Trebitsch
die Rolle der kleinen Nicky in der in der Hansestadt gedrehten Komödie
"Der
Lügner", in der Heinz Rühmann den
Titelhelden bzw. ihren Vater verkörperte, der ihr, zum
vermeintlichen Wohle und Schutze seiner Tochter, ständig Lügengeschichten
erzählt. Dort wie auch in einigen anderen frühen Film- und
Fernsehrollen Follinas wurde ihr Vorname in den Vorspännen in
"Julia" eingedeutscht.
Bis kurz vor ihrem Schulabschluss trat die attraktive, dunkelhaarige
Gymnasiastin, die eigentlich Modezeichnerin werden wollte, nur noch
sporadisch vor die Kamera. Erst mit 16 Jahren begann Giulia
Follina den Schauspielberuf professionell auszuüben. Zu Beginn der
1970er Jahre schien ihre Karriere Gestalt anzunehmen, als sie
die Titelrolle in dem von Wolfgang Urchs gedrehten, kriminalistische
Kinostreifen "Fräulein von Stradonitz
in memoriam"1)
(1971) erhielt. Gleich im Anschluss daran spielte sie unter
der Regie von Eberhard Pieper2) die
jugendliche Mutter Siggi, die in dem sozialrealistischen, von der
Kritik gelobten Ruhrpott-Zeitbild
"Zoff"1) (1972) zwischen zwei Männer
(Jürgen Prochnow,
Claus Theo Gärtner) gerät.
Dennoch stagnierte seither ihre Karriere, in einer Reihe von
Fernsehserien trat sie mit Episodenrollen in Erscheinnung. Nebenbei arbeitete Giulia Follina
auch als Synchronsprecherin. So war sie beispielsweise die deutsche
Stimme für Sherry Stringfield als Staatsanwältin Laura Michaels in der
1. Staffel der US-amerikanischen Fernsehserie "New York Cops – NYPD Blue"
→ synchronkartei.de.
Auf der Bühne konnte man sie in einer Fülle sowohl klassischer Stücke
als auch der Moderne erleben, darunter "Die Räuber"
von Friedrich Schiller, "Herr Puntila und sein
Knecht Matti" von Bertolt Brecht,
"Wassa Schelesnowa" von
Maxim Gorki, "Und
Buddha
lacht
" von Horst Pillau
(UA: 20.11.1980 am "Ernst Deutsch Theater", Regie:
Erik Ode → Programmheft),
"Wie es euch gefällt"
von William Shakespeare oder in den
Molière-Komödien "Der
Geizige" und "Der eingebildete Kranke". Mehrfach
spielte sie unter der Regie von Karl Paryla
(1905 1996) und
Jörg Pleva (1942 2013) ihrem langjährigen Lebensgefährten, mit dem sie Sohn Anton
(* 1982) hat(te). Anton Pleva
tratt in die Fußstapfen seiner Eltern und
machte sich ebenfalls einen Namen als Schauspieler.
Quelle (überwiegend): Wikipedia
(abgerufen 09.02.2012; Einzelnachweise siehe dort)
Kontakt: agentur-delaberg.de
Weitere
Filme*) mit Giulia Follina
Link: 1) filmdienst.de, 2) deutsches-filmhaus.de |
Joachim Wolff
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spielte den Onkel Eduard.
Geboren am 22. Juli 1920 im westpommerschen
Stargard
(heute: heute Polen),
gestorben am 30. November 2000.
Kurzportrait
zu Joachim Wolff innerhalb dieser Homepage
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Joachim Wolff
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue
(Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
|
| Lotte Brackebusch
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spielte die Tante Marie.
Geboren am 19. Februar 1898 als Hedwig Selinde Lotte Franck in Berlin,
gestorben im Spätsommer 1978 nahe
Husum (Schleswig-Holstein).
Lotte Brackebusch erhielt eine Schauspielausbildung und gab ihr Theaterdebüt vermutlich zu Beginn der
Weimarer Republik.
Namentlich nachzuweisen als Lotte Brackebusch ist sie erstmals zur Spielzeit 1927/28
an den damals von
Erich Ziegel geleiteten "Hamburger Kammerspielen". 1929 wechselte sie
nach Stuttgart
an das "Württembergische Landestheater", weitere Verpflichtungen führten sie nach
Berlin und München.
Aus Frankfurt am Main kommend, wo sie am dortigen
Schauspielhaus engagiert
gewesen war,
übersiedelte Lotte Brackebusch 1938 endgültig nach
Hamburg, um dort unter der Intendanz von
Karl Wüstenhagen ein Engagement am
"Deutschen Schauspielhaus" anzutreten. Seit ihrer Ankunft in der Hansestadt wohnte
sie in den nachfolgenden Jahrzehnten durchgehend in der Johnsallee 20 und blieb dem Schauspielhaus
verbunden. Beispielsweise gab sie in der von Gerhard Klingenberg
inszenierten Dramen-Trilogie "Trauer muß Elektra tragen"
("Mourning Becomes Electra"), einer modernen Form der "Orestie" des
Aischylos
von Eugene O'Neill, an der Seite
von unter anderem Werner Hinz (General Ezra Mannon/Agamemnon),
Maria Wimmer
(dessen Gattin Christine/Klytämnestra) und
Joana Maria Gorvin
(Tochter Lavinia/Elektra)
die Stadtbewohnerin Louisa, Frau des Zimmermanns Amos Ames (Joachim Wolff); das Stück wurde auch im Fernsehen ausgestrahl (EA: 02.01.1966 →: Info1)).
Auch die Inszenierung "Einer muss der Dumme sein"2) (Regie: Leonard Steckel) nach der
Komödie "Le Dindon" von Georges Feydeau gelangte 1971 auf den Bildschirm, hier spielte sie
neben u. a. Rolfs Boysen (Advokat Guillaumes Vatelin), Angelas Schmid (dessen Gemahlin Lucienne),
Peters Vogel (der Lebemann Édouards Pontagnac) und Kyras Mladeck (dessen Ehefrau Clotilde) die
Madame Pinchard → IMDb
sowie Info zum St ck bei Wikipedia (englisch).
Zuletzt wirkte sie seit den 1070er Jahren zudem am "Thalia-Theater" unter der Leitung
Boy Goberts; Gastspiele
führten sie mehrfach in die Schweiz, so nacj nach Biel und
Zürich.
Seit Ende der 1940er sah man Lotte Brackebusch auch in norddeutschen bzw. in Norddeutschland (Hamburg,
Lüneburger
Heide, Worpswede,
Insel Sylt etc.)
gedrehten Kinofilmen. Meist erhielt sie prägnante Nebenrollen, spielte einfache Frauen aus dem Volke oder
dem (Groß-)Bürgertum, Mütter und Hausangestellte. Ihr Leinwanddebüt gab sie in der mit
Eva-Ingeborg Scholz (Regine)
und John Pauls-Harding
(Hannes) realisierten Komödie "Das Fräulein und der Vagabund" (1949) und
mimte die Mutter des mit Regine verlobten, jungen Beamten Gerhard Renken
(Dietmar Schönherr).
Es
folgten Produktionen wie "Toxi" (1952)
und
"Heideschulmeister Uwe Karsten" (1954) hier als Mutter der
titelgebenden Figur (Claus Holm) ,
in in der von Rudolf Jugert in Szene gesetzten Literaturadaption
"Rosen im Herbst", entstanden nach dem Roman "Effi Briest" von
Theodor Fontane
mit Ruth Leuwerik (Effi Briest) und
Bernhard Wicki (deren Gemahl Geert von Innstetten), spielte sie
die von Effi als Hausmädchen/Kindermädchen eingestellte Roswitha.
Als eine Bäuerin gehörte sie zur Besetzung von Wolfgang Liebeneiners (Regie)
Melodram "Königin Luise. Liebe und Leid einer Königin" (1957) mit Ruth Leuwerik
(Königin
Luise)
und Dieter Borsche (Preußenkönig Friedrich Wilhelm),
als als Nachbarin Meta Sengstake, Schwester von Berta (Maly Delschaft),
in der ganz auf Heinz Erhardt
zugeschnittenen, amüsanten Geschichte
"Witwer mit fünf Töchtern"1) (1957)
oder als Martha, Hausangestellte von Witwe Else Lemke (Grethe Weiser), in dem Lustspiel
"Lemkes sel. Witwe" (1957).
Man sah sie unter anderem als die alte Frau Martens in dem mit Zarah Leander gedrehten Melodram
"Der blaue Nachtfalter" (1959),
als Frieda, Köchin bei dem Pianisten Prof. Bertram (Rudolf Prack) und dessen Ehefrau
Maria (Carola Höhn), in dem Drama
"Vertauschtes Leben" (1961)
oder als Martha in "Das letzte Kapitel" (1961), inszeniert von
Wolfgang Liebeneiner nach dem
gleichnamigen Roman ("Siste kapitel") von Knut Hamsun.
Mit ihrer Rolle der Tante Marie in den Geschichten um die "Familie Schölermann"
erlangte die bis dato eher weniger beachtete Lotte Brackebusch
eine ungeheure Popularität, blieb auch danach eine beliebte Darstellerin auf dem Bildschirm. Unter anderem sah
man sie in der Serie "Am Abend ins Odeon" (19601962) als Garderobiere,
in "Der Arzt am Scheidewege" (1963) nach dem Bühnenstück
"The Doctor's Dilemma" von George Bernard Shaw als Emmy, Wirtschafterin bei
dem gefeierten Arzt Sir Colenso Ridgeon (Adolf Wohlbrück)
oder in "Der Verrat von Ottawa"1) (1966), der Rekonstruktion der Geschehnisse um
den sowjetischen Kryptografen an der Botschaft in Ottawa,
Igor Gusenko
(Werner Bruhns), die Mrs. Dougal. In
der In der Serie "Landarzt Dr. Brock" mit
Rudolf Prack
zauchte sie 1967 in drei Episoden als Tante Adelheid auf, in der
TV-Adaption
"Tragödie auf der Jagd" (1968), basierend auf
dem Kriminalroman "Ein Drama auf der Jagd"
von Anton Tschechow, als Rubaschowa.
Nach dem gleichnamigen Roman von
Theodor Fontane entstand unter der
Regie von Rolf Hädrich der Dreiteiler
"Der Stechlin" (1975), in dem sie als
Adelheid von Stechlin in Erscheinung trat, eine alte,
erzkonservative Jungfer und ältere
Halbschwester des verwitweten Major a. D. Dubslav von Stechlin
(Arno Assmann), die im
Kloster Wutz
dem dortigen Damenstift vorsteht.
Letztmalig zeigte sie sich in dem nach dem gleichnamigen Märchen der
Gebrüder Grimm
bereits 1971 vom Schweizer Fernsehen produzierten Kurzfilm
"Frau Holle" (EA: 11.04.1977), stellte neben
Monica Kaufmann (Goldmarie) und
Manuela van Boogh (Pechmarie) die Frau Holle dar.
Neben ihrer Arbeit bei Theater Film- und Fernsehen, beteiligte sich Lotte Brackebusch
sporadisch als Sprecherin beim Hörfunk, bereits Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre übernahm sie
in Stuttgart bei der
"Süddeutschen Rundfunk AG" (SÜRAG),
dem Vorläufer des "SDR", kleinere Aufgaben, wirkte später
beim "SDR" sowie vornehmlich in Produktionen des
"NWDR Hamburg" bzw.des "NDR" mit. Unter anderem sprach sie
die Mrs. Morgan in "Unter dem Milchwald"3) (EA: 20.09.1954; Regie:
Fritz Schröder-Jahn)
nach der Vorlage "Under Milk Wood" von
Dylan Thomas,
die Auguste, Frau des Gastwirts Fritz Frisecke (Walter Richter),
in "Perleberg"3)
(EA: 10.07.1955; Regie: Walter Knaus) nach der Komödie
von Carl Sternheim
aus dessen Zyklus "Aus dem bürgerlichen
Heldenleben", oder die Amme Hanna Kennedy in "Maria Stuart"3) (EA: 03.11.1955; Regie:
Gustav Burmester)
nach dem gleichnamigen Drama von
Friedrich Schiller mit
Gisela von Collande als
schottische Königin Maria Stuart und
Maria Becker als Königin Elisabeth von England.
Im ersten Teil3) (EA: 07.06.1965) der sechsteiligen Hörspielfassung
"Die Buddenbrooks" (Regie: Wolfgang Liebeneiner)
nach dem berühmten, gleichnamigen Roman von
Thomas Mann übernahm
sie den Part der Antoinette, zweite Gattin des von Hans Tügel
gesprochenen Familienoberhaupts
Johann Buddenbrook d. Ä (17651842), in dem vierteiligen Kinderhörspiel
"Die Insel der Pferde"3) (EA: 10.10.07.11.1965; Regie:
Otto Kurth) nach dem Jugendbuch von
Eilis Dillon den der Großmutter. Als Großmutter hörte man
sie ebenfalls in dem Dreiteiler "Neues vom Räuber Hotzenplotz"3) (ab 09.11.1970; Regie: Otto Kurth)
nach dem gleichnamigen Kinderbuch von
Otfried Preußler mit
Werner Veigel
als Erzähler und Herbert Leonhard als Hotzenplotz sowie
Hans Irle (Kasperl),
Lutz Mackensy (Seppel)
und Karl Meixner (Oberwachtmeister Dimpfelmoser) → Hörspiele bei
Wikipedia.
Lotte Brackebusch war mit dem bereits 1948 verstorbenen Schauspieler/Hörspielsprecher Hans Brackebusch
(* 1889) verheiratet. Sie starb
laut des "Deutschen Bühnen-Jahrbuchs 1980" (Nachruf, S. 724) im Spätsommer 1978 in einem kleinen Dorf bei Husum.
Obwohl sie in etlichen Spielfilmen und Fernsehproduktionen
in Erscheinung trat, gehört sie heute zu den
"vergessenen" Schauspielerinnen.
Quelle (teilweise) Wikipedia
(abgerufen 09.02.2012)
Weitere
Filme*) mit Lotte Brackebusch
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) theatertexte.de, 3) ARD Hörspieldatenbank
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