The Waltons
Wohl kaum eine Familienserie erlangte solch eine Popularität, wie die Geschichten um die "Waltons", auch nach ahrzehnten ist die Beliebtheit ungebrochen. Basis für die TV-Produktion war das Buch "Spencer's Mountain" (dt. "Sommer der Erwartung"), in dem Produzent Earl Hamner jr.1) seine Kindheitserinnerungen zu Papier brachte und das 1961 veröffentlicht wurde. Zwei Jahre später kamen die Geschichten, in Szene gesetzt von Delmer Daves1), am 16. Mai 1963 in den USA unter dem selben Titel mit den Hollywoodstars Henry Fonda und Maureen O'Hara in die Kinos; in Deutschland startete der Streifen am 1. November 1963 → Wikipedia:  In den Bergen der Teton-Kette1) in den in den Rocky Mountains1) (Wyoming1)) lebt Clay Spencer (Fonda) mit seiner Frau Olivia (O’Hara) und neun Kindern. Er ist der einzige von wiederum neun Enkeln, der sein Erbe antritt und das Land weiter bewirtschaftet. Sein ältester Sohn Clayboy (James MacArthur1)) wird in Kürze die Highschool abschließen, etwas, was noch kein Spencer geschafft hat. Durch den Fleiß und die Gelehrsamkeit des Jungen beeindruckt, schlägt ihn seine Lehrerin Miss Parker (Virginia Gregg1)) für ein Stipendium an der "Universität von Wyoming"1) vor. Doch die einzige Möglichkeit für ein Studium ist ein Theologie-Stipendium, das allerdings bei dem Kirchengegner Clay Spencer auf Widerstand stößt. Clayboys Bewerbung wird abgelehnt, weil er keinen Latein-Unterricht hatte. Er verspricht Pater Goodson (Wally Cox1)), jeden Sonntags-Gottesdienst zu besuchen. Dafür unterrichtet der Pater ihn in Latein. Als Clayboy in der Stadtbücherei lernt, wird er auf Claris Coleman (Mimsy Farmer1)) aufmerksam und verliebt sich in sie. Claris ist die reiche Tochter des Arbeitgebers seines Vaters. Ein Unglück sucht die Spencers heim. Der Großvater (Donald Crisp1)) wird von einem gefällten Baum erschlagen. Kurz darauf akzeptiert die Universität Clayboys Bewerbung, doch es fehlt an Geld für das Stipendium. Vater Clay sieht ein, dass er Opfer für die Zukunft der Spencers bringen muss. Er verkauft das Stück Land, auf dem er gerade ein Traumhaus fü seine Frau baut. Im September verabschiedet sich die Familie von Clayboy, der zur Universität geht. (Quelle: Wikipedia; → siehe auch www.die-waltons.de, Wikipedia (englisch))
  
Hamner konnte sich mit der filmischen Umsetzung des Regisseurs und Drehbuchautors Delmer Daves jedoch nicht so recht anfreunden, am 19. Dezember 1971 folgte eine weitere Buchadaption – diesmal im Fernsehen – unter dem Titel "The Homecoming – A Christmas Story", ein Weihnachts-Special um die Familie, nun mit dem Namen Walton. Patricia Neal1) spielte die Mutter, Andrew Duggan1) den Vater, Ellen Corby und Edgar Bergen1) die Großeltern, Richard Thomas den Sohn John-Boy. Aufgrund der ungeheuren Zuschauerresonanz entschloss sich Hamner, die Geschichten zu einer Serie auszubauen, zwischen Mitte September 1972 und Anfang Juni 1981 wurden in den USA 9 Staffeln lang insgesamt 220 Episoden zu je 45 Minuten ausgestrahlt: Erzählt werden die kleinen und großen Sorgen, aber auch schönen Augenblicke, einer armen, aber stolzen Familie in den 1930er und 1940er Jahren des vorigen Jahrhunderts vor dem Hintergrund von Wirtschaftsdepression ("Great Depression"1)) und außenpolitischen Krisen: John Walton (Ralph Waite) und seine strenge, aber gutherzige Frau Olivia (Michael Learned) leben mit ihren sieben Kindern John-Boy (Richard Thomas, später Robert Wightman), Mary Ellen (Judy Norton-Taylor), Jim-Bob (David W. Harper), Jason (Jon Walmsley), Erin (Mary Beth McDonough), Ben (Eric Scott) und Elizabeth (Kami Cotler) sowie Johns Eltern "Grandpa" Zebulon "Zeb" (in der deutschen Version "Sam") Walton (Will Geer) und "Grandma" Esther (Ellen Corby) auf einer kleinen Farm in Waltons Mountain, einer fiktiven ländlichen Gegend in den Blue Ridge Mountains1) (Virginia1)), benannt nach den Vorfahren der Familie. John arbeitet gemeinsam mit seinem Vater hart im eigenen Sägewerk und es reicht so gerade, um die Familie zu ernähren sowie die Schulden abzubezahlen. Mutter Olivia hat alle Hände voll zu tun, sich um die große Familie zu kümmern und die Kinder zu ordentlichen Menschen zu erziehen. Doch bei allen Widrigkeiten des Lebens hält die Familie zusammen wie "Pech und Schwefel", nicht zuletzt dieses Bild einer intakten amerikanischen Großfamilie, deren Basis Gottvertrauen und Bescheidenheit ist, macht die ungeheure Popularität der Serie aus. Die Titelmusik stammte von dem Filmkomponisten Jerry Goldsmith1).
  
John-Boy, der älteste Sohn, der Schriftsteller werden wollte, solange er denken kann, erzählt die Geschichte der Waltons aus seiner Sicht und hält sie in Gedichten und Geschichten in seinem Tagebuch fest. Später bekommt er von seiner Lehrerin Miss Hunter
(Mariclare Costello1)) künstlerische Hilfe. Sie erkennt schon früh sein Talent, das John-Boy auf dem College erweitert und das es ihm ermöglicht, mit dem "Blue Ridge Chronicle" seine eigene Lokalzeitung herauszugeben. Als Miss Hunter den Gemeindepfarrer Matthew Fordwick (John Ritter1)) heiratet, wird John-Boy eifersüchtig, da er selbst für seine Lehrerin schwärmt. Später kauft ein Verleger John-Boys Roman und der junge Mann zieht nach New York. Die Männer der Gemeinde treffen sich regelmäßig an Ike Godseys Billardtisch. Ike (Joe Conley1)) und seine strenge Frau Corabeth (Ronnie Claire Edwards1)) besitzen einen Kolonialwarenladen mit Tank- und Poststelle und bilden einen wichtigen Mittelpunkt der Bewohner von "Waltons Mountain". Corabeth hat Schwierigkeiten mit dem Landleben und fühlt sich stets zu Höherem berufen. Weil ihre Ehe kinderlos bleibt, adoptieren sie eine Tochter, Aimee Louise (Rachel Longaker). Dann gibt es noch die Baldwin-Schwestern Mamie und Emily (Helen Kleeb/Mary Jackson1)), die von ihrem verstorbenen Vater das Rezept zum Schnapsbrennen geerbt haben. Die beiden altjüngferlichen Damen betrachten das Gebräu allerdings eher als reine Medizin, die den Menschen schmeckt und sie heilt. Zu Beginn der sechsten Saison verändert sich die heile Welt in "Waltons Mountain": Der Krieg beginnt, und Jason, John-Boy, Jim-Bob und Ben sind beim Militär. John-Boy wird in Europa mit seiner Maschine abgeschossen und liegt eine Zeitlang im Koma. Olivia bekommt Tuberkulose und wird zur Behandlung in ein Sanatorium eingeliefert. Noch nicht ganz gesund, kehrt sie zurück und wird Krankenschwester, um ihren Sohn John-Boy im Hospital zu pflegen. Großmutter Walton erleidet einen Schlaganfall und "Grandpa" Walton stirbt (die echte Krankheit von Ellen Corby bzw. der Tod von Will Geer wurden in die Serie eingebaut). Jason verlobt sich mit Toni Hazleton (Lisa Harrison). Mary Ellens Ehemann Curtis Willard (Tom Bower1)) stirbt ein Jahr nach der Hochzeit bei dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor1). Mary Ellen zieht ihr Baby alleine groß und verliebt sich in den Studenten Jonesy (Richard Gilliland1)). Als der totgeglaubte Curtis plötzlich wiederauftaucht, muss sie sich schweren Herzens entscheiden – für Jonesy. Später verkauft John Walton sein Sägewerk an seinen Sohn Ben und zieht mit Olivia nach Arizona1) … (Quelle: "Schwarzkopf & Schwarzkopf"1), "Der neue Serien-Guide" (Bd. 4, S. 536))

Von Anfang an geriet die Familensaga in den USA zum Quotenrenner und erlangte bald Kultstatus, verschiedene Preise (unter anderem der "Golden Globe"1)) sowohl für die Darsteller/-innen als auch für die Drehbücher unterstrichen die Popularität. Die letzte reguläre Folge wurde in den USA am 4. Juni 1981 gesendet, anschließend folgten mit "A Wedding on Walton's Mountain"2) (1982, "Hochzeit mit Hindernissen"), "Mother’s Day on Walton’s Mountain"2) (1982, "Muttertag") und "A Day for Thanks on Walton's Mountain"2) (1982, "Ein großer Tag für Elizabeth") Specials in Spielfilm-Länge. In den 1990ern produzierte CBS1) drei weitere, so genannte "Reunion-Filme mit den Titeln "A Walton Thanksgiving Reunion"2) (1993, "Das Familientreffen der Waltons"), "A Walton Wedding"2) (1995, "Eine Walton-Hochzeit") und "A Walton Easter" (1997, "Nachwuchs für John-Boy"), die bei uns zeitvesetzt zwischen Ende März 1991 und Ende April 2000 auf den Bildschirm gelangten.
Die deutschen Zuschauer/-innen lernten die US-amerikanische Großfamilie mit Beginn der ersten Staffel erstmals am 12. Januar 1975 kennen, bis 1981 zeigte das ZDF1) insgesamt 117 Folgen. Bis in die 1990er Jahre wurden sowohl alte als auch neue Episoden von verschiedenen Sendern ausgestrahlt, ab Januar 2004 kam die Kult-Serie dank des Privatsenders "Kabel Eins"1) mit 219 Folgen erneut ins Fernsehen. "Die Serie war auf der Topposition der Wunschliste der Zuschauer", sagte damals die Sprecherin des Senders, Petra Fink. In Deutschland sind inzwischen alle neun Staffeln auf DVD erschienen.
Unvergessen bleibt der Abspann jeder Folge "Gute Nacht, Vater!" – "Gute Nacht, Großmutter!" – "Gute Nacht, John-Boy!" – "Gute Nacht, Elissabess!""… und John-Boy knipste das Licht aus.  

Siehe auch Wikipedia (deutsch, mit Episodenliste), Wikipedia (englisch),
die-waltons.de
sowie fernsehserien.de mit Episodenguide
Weitere Links bei wunschliste.de
Fotos bei Wikimedia Commons

Fremde Lins: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de

Die Familienmitglieder:
(Weitere Mitwirkende bei der "Inrernet Movie Database";
Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Ralph Waite
 
Ralph Waite 2012 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von "Die Waltons"; Urheber: BekahJan; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com
Ralph Waite 2012
anlässlich des 40-jährigen
Jubiläums von "Die Waltons"
Urheber: BekahJan
Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons
von www.flickr.com
… spielte den Vater John Walton. Das Oberhaupt der Familie wird von allen anerkannt und auch die Bewohner des Ortes schätzen ihn als aufrichtigen, redlichen Mann. John arbeitet hart, hat jedoch immer ein offenes Ohr für die Sorgen seiner Familie, vor allem aber für die Kinder → Wikipedia.
Anm.; In der Pilotsendung "The Homecoming – A Christmas Story" spielte Andrew Duggan (1923 – 1988 )den Vater.

   
Geboren am am 22. Juni 1928 in White Plains (US-Bundesstaat New York),
gestorben am 13. Februar 2014 in Palm Desert (US-Bundesstaat Kalifornien):
im Alter von 85 Jahren.
 
Nach der Schule besuchte der Sohn eines Ingenieurs und Ältester von fünf Kindern die "Bushnell University" in Lewisburg (Pennsylvania), die er mit dem "Bachelor of Arts" (B.A.) abschloss. Anschließend versuchte er sich in verschiedenen Jobs, war unter anderem als Sozialarbeiter und Autor für ein kirchliches Magazin tätig. Dann entschied er sich Ende der 1950er Jahre für die Schauspielerei, nahm entsprechenden Unterricht und gab schließlich am Theater sein Bühnendebüt.
Bevor Ralph Waite mit der Rolle des John Walton zum Fernsehstar avancierte, wirkte er bereits in verschiedenen anderen TV-Serien und Kinoproduktionen mit. So sah man ihn unter anderem auch in dem Quotenrenner "Bonanza" (1970), auf der Leinwand erlebte man ihn an der Seite von Jack Nicholson in dem Drama "Five Easy Pieces" (1970, "Ein Mann sucht sich selbst"). Doch erst mit den "Waltons" gelang ihn der Durchbruch zum populären Darsteller, eine Rolle, die er bis zum Schluss – auch in den Specials – verkörperte.
Während und nach dem Ende der Serie stand Waite für zahlreiche andere TV-Produktionen vor der Kamera, mimte beispielsweise in der Serie "Roots" (1977) drei Folgen lang den Sklavenhändler Mr. Slater, mimte in der Serie "The Mississippi" (1983, → Wikipedia (englisch)) den kriminellen Rechtsanwalt Ben Walker oder war in mehreren Folgen der Krimiserie "Murder One" (1996) als Mordverdächtiger Malcolm Dietrich zu sehen. Bis zuletzt war der Schauspieler vor allem auf dem Bildschirm präsent, trat aber auch in Kinostreifen wie "Sioux City"1) (1994, "Amulett der Rache" → Wikipedia (englisch)), "Sunshine State" (2002, "Land des Sonnenscheins") oder in der Polit-Satire "Silver City" (2004; als Casey Lyle) auf. Bis ins hohe Alter stand er vor der Kamera, wirkte unter anderem zwischen 2008 und 2013 in einigen Folgen der Krimiserie "Navy CIS" als Jackson Gibbs mit oder präsentierte in "Bones – Die Knochenjägerin" in drei Episoden als Hank Booth . Seit 2009 erlebte man ihn auch immer wieder mal als Father Matt in der Dauersoap "Zeit der Sehnsucht"1).
Darüber hinaus war Waite als Regisseur tätig, inszenierte neben einigen "Waltons"-Folgen unter anderem den Spielfilm "On the Nickel"2) (1980, "Straße der Gestrauchelten"), der Geschichte zweier Alkoholiker am Rande der Gesellschaft, zu der er auch das Drehbuch verfasste und als "C.G.", bester Freund von Sam (Donald Moffat), eine Hauptrolle spielte → Wikipedia (englisch)).
Mehrere Jahre lang hatte Waite politische Ambitionen und wollte ganz in die Politik wechseln, doch seine Kandidatur als Nachfolger von Sonny Bono (1935 – 1998) für den US-Senat scheiterte.
 
Ralph Waite starb am 13. Februar 2014 im Alter von 85 Jahren in seinem Domizil in Palm Desert (Kalifornien). Die letzte Ruhe fand er auf dem "White Plains Rural Cemetery" in White Plains (Bundesstaat New York) → findagrave.vom.
Er war in dritter Ehe seit 1982 (nach anderen Quellen 1984) mit Linda East verheiratet; sein Stiefsohn Liam Waite1) (bürgerlich: Liam Owen East) ist ebenfalls als Schauspieler tätig. Waites erste, 1951 geschlossene Ehe mit Beverly Hall wurde 1966 trotz der gemeinsamen Töchter Kathleen und Suzanne geschieden (eine weitere Tochter war erst 9-jährig verstorben). Auch seine zweite Verbindung (1977–1981) mit der wesentlich jüngeren Kerry Shear, ging nach nur wenigen Jahren in die Brüche.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Ralph Waite
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) filmdienst.de
Michael Learned

  Michael Learned 1973; Quelle: Wikimedia Commons: (Ausschnitt des Originalfotos) von "UCLA Library Digital Collection"; Urheber: Rick Browne/"Los Angeles Times"; Lizenz: CC BY 4.0 Deed

Michael Learned 1973
Quelle: Wikimedia Commons:
 (Ausschnitt des Originalfotos)
von "UCLA Library Digital Collection"; 
Urheber: Rick Browne/
"Los Angeles Times";
Lizenz: CC BY 4.0 Deed
… spielte die Mutter Olivia Walton. Sie ist für den Haushalt zuständig und heimliches Operhaupt des Familienclans. Olivia ist – wie ihre Schwiegermutter Esther – ebenfalls sehr fromm und sucht Trost in der Bibel, wenn einmal scheinbar unlösbare Probleme anstehen. Ihrem Mann John ist sie eine gute Ehefrau und unterstützt jeden seiner Pläne, die Kinder können sich stets auf sie verlassen. Sie ist eine gute Köchin, ihre Spezialität scheint Hühnchen mit Mais und Kartoffelbrei zu sein, eine Mahlzeit, die es in der Serie sehr oft gibt. Meist ist sie ruhig und gelassen, wenn das Temperament schon mal mit ihr durchgeht, schiebt sie es auf "schlechtes Wetter" → Wikipedia.
Anm.; In der Pilotsendung "The Homecoming – A Christmas Story" spielte Patricia Neal (1926 – 2010) die Mutter.
 
Geboren am 9. April 1939 in Washington, D.C.

Die Tochter des Diplomaten Bruce Learned und dessen Gattin Elizabeth sowie Älteste von sechs Schwestern, verbrachte einen Teil ihrer Kindheit auf der Familienfarm in Connecticut. Als sie elf Jahre alt war, zog die Familie 1950 – ihr Vater arbeitete für das US-Außenministerium – kurz nach Österreich und danach nach Großbritannien, Dort besuchte Michael die Schule und bereits zu dieser Zeit wurde ihr Interesse für die Schauspielerei geweckt.
Die Filmkarriere von "Miss Michael Learned", wie sie genannt wird, um Verwechslungen zu vermeiden, begann Anfang der 1960er Jahre mit kleineren Rollen und Gastauftritten in Serien und TV-Shows. Mit der Zeit wurden die Aufgaben größer und auch auf der Bühne avancierte sie zu einer anerkannten Darstellerin. Der Durchbruch im Fernsehen gelang ihr dann mit der Figur der Olivia Walton, eine Rolle, die sie mit Beginn der Serie zum Publikumsliebling werden ließ und die ihr drei "Emmy Awards" einbrachte. Ende 1978 entschied sich Michael Learned, die Fernsehfamilie zu verlassen, um sich anderen Aufgaben widmen zu können, stand jedoch weiterhin sporadisch für einige Folgen sowie die späteren Specials zur Verfügung. Ihre Rolle wurde für die Zuschauer/-innen mit der Begründung "herausgeschrieben", Olivia sei an Tuberkulose erkrankt und müsse in Arizona ihre Krankheit auskurieren.
Auch nach den "Waltons" blieb Michael Learned eine vielbeschäftigte Darstellerin sowohl auf der Bühne als auch bei Film und Fernsehen. Die weibliche Hauptrolle der verwitweten ehemaligen Opberschwester Mary Benjamin in der Drama-Serie "Nurse"1) (1981/82 → Wikipedia (englisch)) brachte ihr einen weiteren "Emmy Award" ein, in jüngster Zeit stand sie, neben ihrer Arbeit am Theater, vor allem für Serien vor der Kamera, wurde aber auch sporadisch mit einprägsamen Nebenrollen in Kinoproduktionen besetzt, wie beispielsweise in dem Biooic "Dragon: The Bruce Lee Story" (1993, "Dragon –Die Bruce Lee Story") als Vivian Emery neben Protagonist Jason Scott Lee (Bruce Lee),  in dem Thriller "Lethal Eviction" (2005) oder in dem Episoden-Drama "Loggerheads"2) (2005). Zu ihren (bisher) letzten Arbeiten zählt die Rolle der Groß:mutter Catherine Dahmer in dem Mehrteiler (10 Folgen) "Dahmer – Monster: The Jeffrey Dahmer Story" (2022, "Dahmer  – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer") mit Evan Peters als der Serienmörder Jeffrey Dahmer.
  
Michael Learneds erste, 1956 geschlossene Ehe mit dem kanadisch-amerikanischen Schauspieler Peter Donat (1928 – 2018) hielt bis 1972; aus der Verbindung gingen die Söhne Caleb, Chris und Lucas (* 1962) hervor. Nach der Scheidung ehelichte sie 1975  den Bühnenarbeiter Glenn Chadwick, von dem sie sich nach nur zwei Jahren wieder trennte. Die dritte Ehe schloss die Schauspielerin Mitte Dezember 1979 mit William Parker, danach war sie seit 1991 in vierter Ehe bis zu dessen Tod mit dem Rechtsanwalt John Doherty (1946 – 2025)  verheiratet und lebte mit ihm in Alamo (Kalifornien).
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Michael Learned
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) filmdienst.de

Richard Thomas 
     
Richard Thomas 1973; Quelle: Wikimedia Commons: (Ausschnitt des Originalfotos) von "UCLA Library Digital Collection"; Urheber: Rick Browne/"Los Angeles Times"; Lizenz: CC BY 4.0 Deed
Richard Thomas 1973
Quelle: Wikimedia Commons:
 (Ausschnitt des Originalfotos)
von "UCLA Library Digital Collection"; 
Urheber: Rick Browne/
"Los Angeles Times";
Lizenz: CC BY 4.0 Deed
   
Richard Thomas 2015 bei den "Peabody Awards"; Urheber: Peabody Awards; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com
Richard Thomas 2015
bei den "Peabody Awards"
Urheber: Peabody Awards
Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons
von www.flickr.com
… spielte den ältesten Sohn John "John-Boy" Walton jr.; John-Boy, die zentrale Figur der Serie, ist ein sehr sensibler junger Mann, dessen einziges Ziel es ist, Schriftsteller zu werden. Hartnäckig verfolgt er sein Ziel, auch gegen den anfänglichen Widerstand seiner Eltern. John-Boy besucht zunächst die örtliche High-School, später erhält er ein Stipendium an der Boatwright-Universität in Charlottesville. Er hat ein enges Verhältnis zu seinen Geschwistern, besonders zu Elizabeth. Gegen Ende der Serie heiratet er Janet (Kate McNeil), eine Journalistin aus New York → Wikipedia.
 
>Geboren am am 13. Juni 1951 als Richard Earl Thomas in Manhattan,
Stadtbezirk von New York City.

Seine Eltern, Vater Richard S. Thomas (1925 – 2013 → Wikipedia (engl.))  und Mutter Barbara Fallis (1923/24 – 1980 → Wikipedia (engl.)), waren als Tänzer/in beim Mitglied des "New York City Ballet",  besaßen in New York die "School of Ballet" und hatten noch ein weieters Kind. Bereits mit sieben Jahren stand Sohn Richard am Broadway in "Sunrise at Campobello", einem Stück von Dore Schary über den Kampf des späteren US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt gegen seine Polioerkrankung (→ Verfilmung 1960), auf der Bühne, erhielt zudem Aufgaben beim Fernsehen wie als kleiner Titelheld in "Oliver Twist" (1959), einer Episode aus der Reihe "The DuPont Show of the Month" nach dem berühmten Roman von Charles Dickens, oder in "A Doll's House" (1959) nach dem Drama "Nora oder Ein Puppenheim" von Henrik Ibsen als Ivar, ältestes Kind von Nora (Julie Harris) und Torvald Helmer (Christopher Plummer) → Wikipedia (engl.). In den folgenden Jahren wirkte Thomas mehr oder weniger regelmäßig in verschiedenen Produktionen/Erfolgserien mit, wie beispielsweise in "Bonanza" (1970), "Marcus Welby, M.D" (1970, "Dr. med. Marcus Welby") oder "Medical Center" (1970) , sein Leinwanddebüt gab der 18-Jährige noch während seines Studiums am "Columbia College" der "Columbia University" an der Seite von Paul Newman in dem von James Goldstone gedrehten Rennfahrer-Streifen "Winning" (1969, "Indianapolis") und stellte als Charley den Adoptivsohn des Rennfahrers Frank Capua (Newman) dar. Wenig später folgte die von Frank Perry nach dem Roman von Ed McBain alias Evan Hunter in Szene gesetzte Pubertäts-Drama bzw. Coming-of-Age-Film "Last Summer" (1969," Petting"), wo er den Jugendlichen Peter mimte, der während der Sommerferien gemeinsam mit Freund Dan (Bruce Davison) auf das Mädchen Sandy (Barbara Hershey) sowie die naive 15-jährige Rhoda (Catherine Burns) trifft. Unter der Regie von Lamont Johnson trat er in dem Horor-Thriller "You'll Like My Mother"1) (1972, "Ausgeliefert") als junger Mörder und Vergewaltiger Kenneth "Kenny" Kinsolving auf  → Wikipedia (engl.).
Die Rolle des John-Boy Walton spielte Thomas bereits in dem ersten Special/Pilotfilm "The Homecoming – A Christmas Story" (EA: 19.12.1971), der Geburtsstunde der Serie; mit dem Ende der fünften Staffel bzw. Folge 123 verließ auch er 1977 die Erfolgsserie, tauchte aber sporadisch immer wieder mal auf. Ab 1979 wurde die Figur des John-Boy dann von Robert Wightman verkörpert – sehr zum Leidwesen der Zuschauer/-innen. Lediglich für die genannten "Reunion-Filmen "A Walton Thanksgiving Reunion"2) (1993, "Das Familientreffen der Waltons"), "A Walton Wedding"2) (1995, "Eine Walton-Hochzeit") und "A Walton Easter" (1997, "Nachwuchs für John Boy") ließ er sich noch einmal überreden und spielte den John-Boy.
  
Auch während seiner Zeit bei den "Waltons" stand Thomas, der auch bei einigen Folgen Regie führte, für andere Aufgaben vor der Kamera, so beispielsweise in dem auf dem gleichnamigen Roman (1895, deutsch zuletzt "Die rote Tapferkeitsmedaille") von Stephen Crane basierenden TV-Kriegsdrama "The Red Badge of Courage" (1974, → IMDb). Hier überzeugte der Schauspieler unter der Regie von Lee Philips als Protagonist/Soldat Henry Fleming, der sich als Freiwilliger zum Dienst in der Armee der Nordstaaten zu Zeiten des Amerikanischen Bürgerkriegs meldet und die Schlacht bei Chancellorsville miterlebt → siehe auch Kinofilm 1951.
Richard Thomas stellte in den nächsten Jahren viele interessante Charaktere dar, auf ein bestimmtes Rollenklischee ist er nicht festzulegen, ambitionierte Literaturverfilmungen gehören ebenso dazu wie Thriller oder Melodramen. Seine umfangreiche Filmografie umfasst Mehrteiler wie "Roots: The Next Generations" (1979, "Roots – Die nächsten Generationen") oder Delbert Manns TV-Adaption "Im Westen nichts Neues" (1979, "All Quiet on the Western Front") nach dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque mit dem eindrucksvollen Part der Hauptfigur Paul Bäumer. In dem Taubstummen-Drama "Johnny Belinda"1) (1982) gleichnamigen Broadway-Bühnenstück von Elmer Blaney Harris (1878 – 1966) verkörperte er unter der Regie von Anthony Page eindringlich den jungen, engagierten Sozialarbeiter Bill Richmond, der sich rührend um das taubstumme Mädchen Belinda (Rosanna Arquette) kümmert  → siehe auch Kinofilm 1948. Douglas Hickox besetzte ihn als den mit seinem Bruder James (Michael York), dem Junker von Ballantrae verfeindeten schottischen Adligen Henry Durie in dem TV-Abenteuer "The Master of Ballantrae" (1984) nach dem gleichnamigen Roman (dt. "Der Junker von Ballantrae") von Robert Louis Stevenson → Wikipedia (engl.).
Anfang der 1990er Jahre folgten Hauptrollen in TV-Produktionen wie "Crashlanding: The Rescue of Flight 232" (1992, "Katastrophenflug 232"), "I Can Make You Love Me" (1993, "Lauras Schatten") oder "Linda" (1993, "Das Geheimnis um Linda"). In jüngerer Zeit zeigte er sich unter anderem in der Tragikomödie "Wonder Boys" (2000, "Die WonderBoys") neben Hauptdarsteller Michael Douglas als Walter Gaskell, Ehemann der College-Kanzlerin Sara (Frances McDormand), sowie als Protagonist/Biologieprofessor Jerry McNeil in dem Fantasy-Streifen "The Christmas Secret" (2000, "Der Flug der Rentiere") auf der Leinwand. Seit 2013 mimt er in einigen Folgen der TV-Serie "The Americans"1) den FBI-Supervisor Frank Gaad.
Bis vor ein paar Jahren gehörte Richard Thomas zu den vielbeschäftigten US-amerikanischen Fernsehdarstellern, zu seinen (bisher) letzten Aktivitäten zählen 9 Folgen (2022) in der vierten Staffel der kriminalistischen Netflix-Dramaserie "Ozark" mit dem Part des Nathan Davis, alkoholkranker und gewalttätiger Vater von Wendy Byrde (Laura Linney) und Ben Davis (Tom Pelphrey) sowie Großvater von Charlotte (Sofia Hublitz) und Jonah Byrde (Skylar Gaertner).
  
Zwischendurch machte er immer wieder mal Abstecher auf die Bühne, erntete beispielsweise 1993 herausragende Kritiken als König Richard in der Shakespeare-Tragödie "Richard II.". Für seine Darstellung des österreichischen Aristokraten von Berg in der Off-Broadway-Inszenierung am New Yorker "Signature Theatre" in dem Schauspiel "Incident in Vichy"3) ("Zwischenfall in Vichy"; auch TV → IMDb) von Arthur Miller erhielt er 2016 eine "Drama Desk Award"-Nominierung ("Outstanding Featured Actor in a Play"/"Nebendarsteller in einem Schauspiel"), sowie im Folgejahr eine "Tony Award"-Nominierung in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" für die Interpretation des reichen Horace Giddens in dem Drama "The Little Foxes"3) ("Die kleinen Füchse") von Lillian Hellman → Tony Awards 2017, Kinofilm 1941. Von 2022 bis 2024 ging er mit der Bühnenversion des "Pulitzer-Preis" ausgezeichneten Romans "To Kill a Mockingbird" ("Wer die Nachtigall stört") von Harper Lee auf eine ausgedehnte USA-Tournee und gab den Anwalt Atticus Finch. 2024 folgte die Rolle des Redakteurs Mr. Webb in "Our Town" ("Unsere kleine Stadt") von Thornton Wilder am New Yorker "Ethel Barrymore Theatre" (Broadway), im Folgejahr ging er mit der von Hal Holbrook über Mark Twain entwickelten Ein-Mann-Show "Mark Twain Tonight" auf eine neuerliche Tournee  → Wikipedia (englisch). Aktuell trat Thomas von März bis Juni 2026 am "Samuel J. Friedman Theatre" (Broadway) als Elliot Emerson in der Komödie "The Balusters" von David Lindsay-Abaire auf (→ Wikipedia (engl.)) und wurde einmal mehr für einen "Drama Desk Award" sowie einen "Tony Award" nominiert, unterlag bei beiden Preisverleihugen jedoch errneut seinen Konkurrenten → Wirken am Theater bei Wikipedia (englisch).  
Richard Thomas machte sich darüber hinaus einen Namen als Schriftsteller, inzwischen veröffentlichte er drei Gedichtbände.
  
Der Schauspieler war seit 14. Februar 1975 bis 1993 mit Alma Gonzales verheiratet; aus der Verbindung gingen Sohn Richard * 1976) sowie die Drillinge Pilar, Barbara und Gwyneth (* 1981) hervor. Am 20. November 1994 ging er die zweite Verbindung mit der Kunsthändlerin Georgiana Bischoff ein, mit der er den 1996 geborenen gemeinsamen Sohn Montana James hat. Georgiana Bischoff brachte ihre Töchter Brooke Murphy und Kendra Kneifel aus einer früherer Beziehung mit in die Ehe, welche Thomas adoptierte; das Paar lebt in New York.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
Fotos bei Wikimedia Commons
 
Weitere Filme*) mit Richard Thomas
 
Link: 1) filmdienst.de, 2) fernsehserien.de, 3) theatertexte.de

Stand:  September2026

Robert Wightman … spielte den ältesten Sohn John-Boy ab 1979.

Geboren als Robert Douglas Wightman am 29. Dezember 1952
in Los Angeles (USBundesstaat Kalifornien).
 
Die bekannteste Rolle von Robert Wightman war die des John-Boy Walton, als Nachfolger von Originaldarsteller Richard Thomas, in der Kultserie "Die Waltons". Er verkörperte diese Figur ab 1979 bis zum Ende der Serie im Jahre 1981 sowie in dem TV-Film "A Day of Thanks on Walton's Mountain"1) (1982, "Ein großer Tag für Elizabeth"). Zu seinen populärsten Filmen gehören der Thriller "Ein Mann für gewisse Stunden" (1980, "American Gigolo") mit Richard Gere sowie der Horror-Streifen "Stepfather III – Vatertag"2) (1992, "Stepfather III", → Wikipedia (engl.)), in dem er einen Serienmörder darstellte.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia (deutsch)
siehe auch Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Robert Wightman
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) filmdienst.de

Judy Norton-Taylor … spielte die Tochter Mary Ellen Walton, John-Boys älteste Schwester, die anfangs ein unbekümmerter Wildfang und manchmal recht aufmüpfig ist. Mit der Zeit wird sie ernsthafter, will später Krankenschwester werden. Ihren zukünftigen Ehemann, Dr. Curt Willard (Tom Bower), lernt sie während eines Praktikums kennen; kurz nach der Heirat wird Sohn John geboren. Curt Willard wird während des Krieges zur Armee eingezogen, später als vermisst gemeldet und Mary Ellen zur vermeintlichen Witwe. Sie verliebt sich in den Studenten Jonesy (Richard Gilliland) und heiratet ihn; als ihr totgeglaubter Ehemann wieder auftaucht, muss sie sich entscheiden…  → Wikipedia.
 
Geboren am 29. Januar 1958 in Santa Monica (US-Bundesstaat Kalifornien).

Die Figur der Mary Ellen Walton in "The Homecoming – A Christmas Story" war nach einigen unbedeutenden Serien-Auftritten Judy Nortons erste große Rolle. Noch während der Dreharbeiten heiratete sie und trat seither als Judy Norton-Taylor auf. Bis zum Schluss stand sie für alle Folgen vor der Kamera, übernahm danach eher sporadisch Aufgaben bei Film- und Fernsehen.
Nach zwei gescheiterte Ehen mit Douglas Taylor (1976–1978) und dem Fußballspieler Lynn Hughes (1980–?) war sie seit April 1991 in dritter Ehe zehn Jahre lang mit dem kanadischen Schauspieler und Produzenten Randy Apostle verheiratet, mit dem sie in Kanada zudem auch Restaurant-Kette betrieb; aus der Verbindung ging Sohn Devin hervor. Seit 11. August 2002 ist sie mit Robert Graves verheiratet. In den USA verfolgt sie ihre Bühnen- und Film-Karriere, arbeitet als Schauspielerin, Sängerin, Regisseurin und Drehbuchautorin; Norton-Taylor ist bekennende Scientologin.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch) sowie Wikipedia (englisch)
→ Website: judynorton.com 
 
Weitere Filme*) mit Judy Norton-Taylor
David W. Harper
 

David W. Harper 2012 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von "Die Waltons"; Urheber: BekahJan; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com

David W. Harper 2012
anlässlich des 40-jährigen
Jubiläums von "Die Waltons"
Urheber: BekahJan
Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons
von www.flickr.com
… spielte den jüngsten und eher stillen Sohn James Robert "Jim-Bob" Walton, der später Mechaniker wird und eine eigene Reparaturwerkstatt gegenüber von Ikes Gemischtwarenladen eröffnet. Schon als Kind ist er von Flugzeugen fasziniert und will eigentlich Pilot werden. Sein Traum geht aufgrund einer Sehschwäche jedoch nicht in Erfüllung  → Wikipedia.
 
Geboren am 4. Oktober 1961 in Abilene (US-Bundesstaat Texas). 
  
David W. Harper erblickte als Sohn eines Schauspielers und einer Liedermacherin das Licht der Welt. Die Figur des Jim-Bob war zugleich Harpers erste Fernsehrolle, nach dem Ende der Serie bzw. den "Reunion-Filmen stand er nur noch sporadisch vor der Kamera, mit den Specials war dann endgültig Schluss mit der Filmerei. Nachdem er sich in verschiedenen Jobs versuchte, studierte er Witshaftswissenschaften.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit David W. Harper
Jon Walmsley    
 

Jon Walmsley 2014; Urheber: Majesty1210; Lizenz: CC BY-SA 4.0; Quelle: Wikimedia Commons

Jon Walmsley 2014
Urheber: Majesty1210;
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte den Sohn Jason Walton und ist nur ein wenig jünger als John-Boy, der sein Vorbild ist. Nach der Schule soll er eigentlich die Sägemühle übernehmen, doch seine Liebe gilt der Musik. Er entscheidet sich, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen und will Musik studieren. Zeitweise spielt er in einer Band, später erhält ein Stipendium am Klineberg-Konservatorium. Nach dem Krieg heiratet er Toni Hazleton (Lisa Harrison), die er  während seiner Armee-Zeit kennengelernt hat → Wikipedia.
 
Geboren am am 6. Februar 1956 in Blackburn (Grafschaft Lancashire (UK)).
  
Als 2-Jähjriger kam der Sohn eines Lebensmittelhändlerss mit seinen Eltern in die USA bzw. nach Kalifornien. Bereis während der Schulzeit lente er Klavier spielen, sowie Gitarre, Banjo, Mundharmonika, Flöte und Cello. Bevor er zum kleinen Star bei den "Waltons" wurde, spielte er bereits kleinere Rollen, sprach in dem Walt Disney-Zeichentrickfilm "Winnie the Pooh and the Blustery Day" (1968, "Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh") im Original den Chistopher Robin.
Nach dem Ende der Serie sowie der Specials stand Walmsley nur noch wenige Male vor der Kamera, schlug stattdessen eine Karriere als Musiker und Songwriter ein, war unter anderem in den späten 1980ern der Gittarist in der Begleitband des Sängers/Songwriters Richard Marx.
Wie in der Serie heiratete er 1979 Schauspielerkollegin Lisa Harrison (* 1956), aus der Verbindung ging die gemeinsame Tochter Brighton hervor. Kurz nach der Scheidung ging er 2008 die zweite Verbindung mit Ehefrau Marion ein, mit der er in der englischen Grafschaft Cornwall lebt.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Jon Walmsley
Mary Beth McDonough
 
Mary Beth McDonough 2012 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von "Die Waltons"; Urheber: BekahJan; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com
Mary Beth McDonough 2012
anlässlich des 40-jährigen
Jubiläums von "Die Waltons"
Urheber: BekahJan
Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons
von www.flickr.com
… spielte die zweitälteste Tochter Erin Esther Walton, die besonders an ihrer Schwester Mary Ellen hängt. Erin gilt als die "Schönheit" der Familie und ist im Verlauf der Serie mehr als ein Mal verliebt. Ihre unglückliche Liebe zu Ashley Longworth Jr. (Louis Welch) ist vergessen, als sie den Kompagnon ihres Bruders Ben, Paul Northridge (Morgan Stevens) näher kennenlernt, den sie dann in dem Spielfilm "Hochzeit mit Hindernissen"1) (1982, "A Wedding On Walton’s Mountain") auch heiratet. Anfangs arbeitet Erin als Telefonistin, später als Sekretärin bei einer Metallfirma → Wikipedia.
 
Geboren am 4. Mai 1961 als Mary Elizabeth McDonough
in Van Nuys, Stadtteil von Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien).
  
Aufgewachsen mit drei Geschwistern, begann sie ihre filmische Karriere als Kinderdarstellerin, die Figur der Erin Walton war Elizabeth McDonoughs erste Rolle. Nach dem Ende der Serie wurde sie in verschiedenen Serien und eher unbedeutenden Kinoproduktionen besetzt, wegen gesundheitlicher Probleme musste sie dann ihre Karriere lange Zeit unterbrechen. Nach einer Brust-Operation (Brust-Implantat) erkrankte sie an der seltenen Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes1) und setzt sich seither für Betroffene ein. 
Danach trat sie wieder in verschiedenen Serien und Einzelproduktionen in Erscheinung, wie in jünger Zeit in der Sitcom "The New Adventures of Old Christine", wo sie zwischen 2006 und 2009 die Mrs. Wilhoite mimte. Außerdem soll sie als Schauspiellehrerin tätig sein.
Ihre 1988 geschlossene Ehe mit Rob Wickstrom wurde 1996 geschieden; aus der Verbindung ging Tochter Sydnee hervor.
Im April 2011 erschien ihr Buch "Lessons from the Mountain", in dem sie auf ihre Zeit als Darstellerin in der Serie "Die Waltons" zurückblickt.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Mary Beth McDonough
 
Link: 1) fernsehserien.de
Eric Scott
 
Eric Scott 2012 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von "Die Waltons"; Urheber: BekahJan; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com
Eric Scott 2012
anlässlich des 40-jährigen
Jubiläums von "Die Waltons"
Urheber: BekahJan
Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons
von www.flickr.com
… spielte den dritten Sohn, Benjamin "Ben" Walton, der immer in irgendwelche Schwierigkeiten gerät. Als Erwachsener übernimmt der handwerklich begabte Ben die Sägemühle, heiratet Cindy (Leslie Winston → Wikipedia (engl.)) und hat mir ihr die beiden Kinder Virginia und Charlie → Wikipedia.
 
Geboren am 20. Oktober 1958 in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien).
 
Bevor Eric Scott zum Publikumsliebling bei den "Waltons" wurde, sammelte er als Kinderdarsteller bereits in Episoden anderen Serien wie "Lacer" und "Bewitched" ("Verliebt in eine Hexe") oder auch der Kino-Komödie "The Million Dollar Duck"2) (1971, "Die Millionen-Dollar-Ente"; → Wikipedia (engl.)) Erfahrungen vor der Kamera. Scott blieb bis zum Ende der Serie dabei, danach hängte er bald danach die Schauspielerei an den Nagel. Nach einigen Jobs wechselte in die Speditionsbranche und wurde Vize-Verkaufschef einer großen Lieferfirma in Süd-Kalifornien.
 
Nach einer kurzen, gescheiterten Ehe mit Karey Louis heiratete Scott Theresa Fargo, die zwei Tage nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Ashley am 5. November 1992 ihrem Krebsleiden erlag bzw. an Leukämie starb. Seit März 2001 ist der ehemalige Schauspieler mit Cynthia (Cindy) Ullman Wolfen verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder, Tochter Emma (* 2001) und einen Sohn (* 2004).
Scott betreibt als Inhaber einen Paketdienst im kalifornischen Encino, einem Stadtteil von Los Angeles.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Eric Scott
 
Link: 1) filmdienst.de
Kami Cotler
 
Kami Cotler 2012 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von "Die Waltons"; Urheber: BekahJan; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com
Kami Cotler 2012
anlässlich des 40-jährigen
Jubiläums von "Die Waltons"
Urheber: BekahJan
Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons
von www.flickr.com
… spielte das Nesthäkchen der Familie bzw. die jüngste Tochter Elizabeth Walton, die im Verlauf der Serie von dem rothaarigen, sommersprossigen süßen Mädchen zu einer jungen Frau heranwächst. Elizabeth ist äußerst feinfühlig und hat ihren eigenen Kopf, teilt John-Boys Liebe zur Schriftstellerei. Ihre beste Freundin ist Aimee Godsey (Rachel Longaker), Ikes und Corabeth's Adoptivtochter. Ihre große Liebe wird Drew Cutler (Tony Becker), der in der Sägemühle arbeitet → Wikipedia.
 
Geboren am 17. Juni 1965 in Long Beach (US-Bundesstaat Kalifornien). 

Für die damals knapp Sechsjährige war der Film "The Homecoming – A Christmas Story" der erste Fernsehauftritt. Neben der Figur der Elizabeth Walton spielte sie noch wenige andere Rollen, kehrte nach dem Ende der "Waltons" der Filmerei den Rücken. Sie absolvierte die "University of California, Berkeley"
, erwarb ihren Abschluss in Sozialwissenschaften und ergriff den Beruf der Lehrerin. Zwischen 2004 und 2007 war sie stellvertretende Direktorin der "Ocean Charter School" in Los Angeles (Kalifornien).
Kami Cotler ist verheiratet und Mutter eines Sohnes.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch) und Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme*) mit Kami Cotler
Will Geer … spielte den Großvater Zebulon/Samuel "Sam" Walton; "Grandpa" ist der Patriarch der Familie und seit mehr als 50 Jahren mit Esther (Ellen Corby) verheiratet. Auf Außenstehende wirkt er manchmal ein wenig schroff, doch er hat ein weiches Herz. Er liebt es, zu angeln und spazieren zu gehen oder nach getaner Arbeit einfach nur mal ein Nickerchen zu machen. Sein Rat wird nicht nur von der Familie gerne angenommen, er hilft, wo er kann und besonders gerne geht er den Baldwin-Schwestern, "Miss Mamie" (Helen Kleeb) und !Miss Emily" Baldwin (Mary Jackson) zur Hand, da er von ihnen zur Belohnung seiner Arbeit etwas von deren Vaters "Rezept", dem selbstgebrannten Whiskey erhält → Wikipedia.
Anmerkung: In der Pilotsendung
"The Homecoming – A Christmas Story" spielte Edgar Bergen (1903 – 1978) den "Grandpa".
 
Geboren am 9. März 1902 als William Auge Ghere in Frankfort (US-Bundesstaat Indiana),
gestorben am 22. April 1978 in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien).

Schon früh entwickelte der auf dem Land aufgewachsene Sohn einer Lehrerin und eines Postangestellten  die Liebe zu Pflanzen aller Art; der Vater verließ: die Familie, da war er ersz elf Jahre alt. Nach der Schule besuchte er in New York City  die "Columbia University", wo er erfolgreich ein Botanikstudium absolvierte, das er 1924 mit Diplom abschloss. Bereits während seiner Ausbildung interessierte Geer sich für die Schauspielerei und wirkte bei einigen Studentenaufführungen mit, Mitte der 20er Jahre entschloss er sich dann endgültig für die darstellende Kunst.
Zu den Anfängen des Mimen, der sich nun mit Künstlernamen "Will Geer" nannte, zählten Auftritte an dem von Eva Le Gallienne gegründeten/geleiteten  New Yorker "Civic Repertory Theatre", sein Broadway-Debüt gab er 1928 in der Shakespeare-Komödie "Die lustigen Weiber von Windsor" ("The Merry Wives of Windsor"). In den folgenden Jahren spielte er in weiteren Shakespeare-Werken wie in "Hamlet", "Macbeth" oder "Antonius und Cleopatra". 
    
Geers ersten Arbeit vor der Kamera war der eher kleine Part des Anstalt-Pflegers McMahon in der von Stuart Walker mit Claudette Colbert gedrehten Komödie/Bühnenadaption "Misleading Lady" (1932 → Wikipedia (engl.)), bis Ende der 1940er Jahre übernahm Geer eher sporadisch Aufgaben in Filmproduktionen. Zusammen mit seiner Ehefrau Herta Ware (1917 – 2005), tourte in den 1930ern während der Zeit der Weltwirtschaftskrise mit den befreundeten Liedermachern Woody Guthrie1) und Pete Seeger1) sowie Burl Ives durch die USA und spielte vor allem für ein Arbeiterpublikum, Geer zeigte sich in sozialkritischen Stücken wie den Bühnenversionen der Romane "Tobacco Road" (dt. "Die Tabakstraße") von Erskine Caldwell und "Of Mice and Men" (dt. "Von Mäusen und Menschen")  von John Steinbeck, wo er in letzterer als Vorarbeite Slim auftrat. 1940 ließ sich das Paar dann in Los Angeles nieder, seine filmische Karriere nahm Fahrt auf und Geer avancierte zu einem vielbeschäftigten Leinwanddarsteller. Er trat in etlichen, erfolgreichen Hollywood-Produktionen mit prägnanten Rollen in Erscheinung, unter anderem als Arzt Ballou in dem semi-dokumentarischen Streifen "The Fight for Life" (1940), als Nick  Driver in der Roman-Adaption "Deep Waters" (1948), als Deputy Covin in dem Krimi "Lust for Gold" (1949, "Der Berg des Schreckens"), als Sheriff Hampton in dem preisgekrönten, nach dem gleichnamigen Roman von William Faulkner entstandenen Krimi-Drama "Intruder in the Dust" (1949, "Griff in den Staub") oder als Noah in dem Film noir "Anna Lucasta" (1949) nach dem gleichnamigen Theaterstück von Philip Yordan, einmal mehr an der Seite von Protagonistin Paulette Goddard → Wikipedia (engl.)). Es folgten Auftritte in Western, so als O'Fallon in "The Kid from Texas" (1950, "Verfemt") mit Audie Murphy (Revolverheld Billy the Kid), als Ben Slade in "Broken Arrow" (1950, "Der gebrochene Pfeil") mit James Stewart (Tom  Jeffords) und Jeff Chandler (Häuptling Cochise), als Wyatt Earp in "Winchester ’73" erneut an der Seite von James Stewart, und als der exzentrische Daniel Seeger in "Comanche Territory" (1950, "Im Lande der Comanchen") mit Macdonald Carey (Abenteurer James Bowie) und Maureen O’Hara (Catherine Howard). Aber auch Produktionen anderen Genres fand er seinen Platz, beispielsweise als Jack Mackay in dem action-reichen, im Rennfahrer-Milieu angesiedelten  Liebesfilm "To Please a Lady" (1950, "Tod im Nacken") mit Clark Gable und Barbara Stanwyck, als Häftling Mapes in dem Drama "Convicted" (1950, "Verurteilt") mit Glenn Ford, als Lawrence Nevins, Vater des erblindeten Sergeant Larry Nevins (Arthur Kennedy), in der Romanverfilmung "Bright Victory" (1951, "Sieg über das Dunkel"), als Zugschaffner Homer Crowley in dem Krimi "The Tall Target" (1951, "Verschwörung im Nachtexpreß") mit Dick Powell (Polizeibeamter John Kennedy) oder als Bürgermeister Don Paget in der Westernkomödie "The Barefoot Mailman" (1951, "Strandräuber in Florida").
  
Anfang der 1950er Jahre wurde der Schauspieler Opfer des so genannten "Kalten Krieges", in einem Artikel, der 1948 in einer kommunistischen Zeitung erschien, hatte er nicht nur das russische Theater bzw. den Film gewürdigt. In der McCarthy-Ära erhielt Geer als bekennender Kommunist Berufsverbot, da er sich weigerte, mit dem "Komitee für unamerikanische Umtriebe" zusammenzuarbeiten. Aufgrund dessen setzte man ihn auf die "Schwarze Liste" und somit erhielt kaum noch Filmangebote. Während dieser Zeit engagierte er sich verstärkt für Schauspielerkollegen, die ebenfalls vom Boykott betroffen waren, gründete eine Theatertruppe, die in dem von Geer und Herta Ware gebauten Amphitheater mit dem Namen "Will Geer Theatricum Botanicum" im kalifornischen Topanga Canyon nahe Malibu auftrat. Gespielt werden bis heute Shakespeare-Stücke und andere Klassiker in einer Gartenanlage, die der Zeit Shakespeares nachempfunden ist.
Erst Anfang der 1960er Jahre konnte er seine Karriere ungehindert fortsetzen, übernahm nun wieder vermehrt Aufgaben für den Film und tauchte vor allem im Fernsehen in zahlreichen  Filmen/Serien auf. Zur Serien-Filmografie zählen Episoden-Auftritte in Quotenrenner wie "Mission: Impossible" (1968, "Kobra, übernehmen Sie"), "Gunsmoke" (1968, "Rauchende Colts"), "I Spy" (1968, "Tennisschläger und Kanonen"), "Hawaii Five-O" (1969), "Bonanza" (1969/1971), die Sitcom "Bill Cosby" (1970), oder "Bewitched" ("Verliebt in eine Hexe"), wo er 1972 in zwei Folgen den US-Präsidenten George Washington verkörperte. Mit der Figur des "Grandpa" Walton, wohl eine seiner schönsten TV-Rollen, erreichte Geer dann eine ungeheure Popularität und wurde nicht nur in den USA zum Publikumsliebling.
Auf der Leinwand zeigte er sich unter anderem als Senator Warren Strickland in dem mit Henry Fonda und Charles Laughton prominent besetzten Drama "Advise and Consent" (1962, "Sturm über Washington"),  als Chef der sogenannten "Firma" in dem Krimi "Seconds" (1966, "Der Mann, der zweimal lebte") mit Rock Hudson, als Staatsanwalt in dem nach dem gleichnamigen Roman von Truman Capote entstandenen Thriller "In Cold Blood" (1967, "Kaltblütig") mit John Forsythe (Detective Alvin Dewey), Robert Blake (Mörder Perry Smith) und Scott Wilson (Mörder Richard Hickock), als Banden-Mitglied Pop Chaney in dem Western "Bandolero!" (1966) mit James Stewart und Dean (Martin, als Großvater "Boss" McCaslin in der Komödie "The Reivers" (1969, "Der Gauner") oder als alter Trapper Bear Claw Lapp in "Jeremiah Johnson" (1972) mit Robert Redford in der Titelrolle des Abenteurers John Jeremiah Johnson. Den Großvater mimte er in dem mit Michael Douglas (Einsiedler Danny), Johnny Whitaker (der 11-jährige Napoleon) und Jodie Foster (dessen Freundin Samantha) gedrehten Abenteuer-Streifen "Napoleon and Samantha" (1972, "Flucht in die Wildnis"), den einflussreichen Ölmagnaten Harold Ferguson in dem Polit-Thriller "Executive Action" (1973, "Unternehmen Staatsgewalt") neben Burt Lancaster und Robert Ryan sowie erneut einen Großvater in dem Märchenfilm in "The Blue Bird" (1976, "Der blaue Vogel"), frei nach dem Drama "L'oiseau bleu" von Maurice Maeterlinck. Letzte Arbeiten für das Kino waren die amüsante Geschichte "The Billion Dollar Hobo"1) (1977, "Der millionenschwere Landstreicher" → Wikipedia (engl.)), in der er den milliardenschweren Choo Choo Trayne, Erbonkel des etwas trotteligen Vernon Praiseworthy (Tim Conway) spielte und der Horror-Streifen "The Mafu Cage"2) (1978, "Der Mafu-Käfig") mit seinem Part des Zoologen Zom, Taufpate der Astronomin Ellen Carpenter (Lee Grant), die mit ihrer psychisch labilen Schwester Cissy (Carol Kane) in einem heruntergekommenen Haus in den Hollywood Hills wohnt → Wikipedia (englisch).
 
Das Ende des Publikumrenners "Die Waltons" – letztmalig sah man ihn in der Folge 151 "Ein schweres Schicksal"1) ("Grandma Comes Home") – erlebte der Schauspieler ebenso wenig wie die Erstausstrahlung des TV-Mehrteilers "A Woman Called Moses"1) (EA: 11./12.12.1978, "Eine Frau namens Moses"), der auf dem gleichnamigen Roman von Marcy Heidish über das Leben der von Cicely Tyson dargestellten, entflohenen afro-amerikanischen Sklavin Harriet Tubman (1822 – 1913) basierte; Orson Welles fungierte im Original als Erzähler, Geer stellte den Abolitionisten Thomas Garrett dar, weiterhin unter anderem Robert Hooks den Bürgerrechtler William Still → Wikipedia (englisch).
Der Publikumsliebling Will Geer starb am am 22. April 1978 im Alter von 76 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles an Atemwegsproblemen; die Urnen-Beisetzung fand auf dem Gelände des "Theatricum Botanicum"statt → findagrave.com.
Geer war von 1938 bis 1954 mit der Schauspielerin Herta Ware (1917 – 2005) verheiratet; auch nach der Scheidung blieben beide in tiefer Freundschaft verbunden. Aus der Ehe gingen die Kinder Kate und Thad sowie die 1941 geborene Ellen Geer hervor, die ebenfalls den Schauspieler-Beruf ergriff und nach dem Tod des Vaters die künstlerische Leitung das familieneigene Open-Air-Theater "Theatricum Botanicum" übernahm, welches sich im kalifornischen Topanga Canyon befindet → theatricum.com.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
Fotos bei Wikimedia Commons
 
Weitere Filme*) mit Will Geer
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) filmdienst
Ellen Corby … spielte die sittenstrenge aber herzensgute Großmutter Esther Walton, die ihre Familie abgöttisch liebt. "Grandma" ist sehr fromm und geht jeden Sonntag in die Kirche. Ihre Schwiegertochter Olivia unterstützt sie bei der Hausarbeit und ist auch sonst immer zur Stelle, wenn "Not am Mann ist" → Wikipedia.
  

Geboren am 3. Juni 1911 als Ellen Hansen in Racine (US-Bundesstaat Wisconsin),
gestorben am 14. April 1999 in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien).
 
Ellen Corbys Eltern stammten aus Dänemark, der Vater starb, als Ellen noch sehr klein war, die Kindheit und Jugend verbrachte sie in Philadelphia (Pennsylvania), wo die Mutter zeitweise ein kleines Restaurant betrieb. Schon während der Schulzeit interessierte sich die junge Ellen für die Schauspielerei und wirkte bei Amateur-Theatern mit. 1932 ging sie nach Hollywood und erhielt einen Job als Drehbuch-Assistentin. Zwei Jahre später heiratete sie den Kameramann Francis Corby, von dem sie sich 1944 wieder scheiden ließ, dessen Namen aber beibehielt; die Ehe blieb Kinderlos.
Obwohl Ellen Corby zwölf Jahre lang vorwiegend als Script Girl/Drehbuch-Assistentin bei "RKO" und später bei den "Hal-Roach-Studios" arbeitete, übernahm sie daneben seit Anfang der 1930er Jahre Statisten- und Mini-Rollen in Streifen wie "Rafter Romance" (1933 → Wikipedia (engl.)), "Sons of the Desert"1) (1933, "Laurel und Hardy: Die Wüstensöhne") oder "Speed Limited" (1935); gleichzeitig nahm sie Schauspielunterricht. Trotz zahlreicher Filme wurden die Aufgaben erst Ende der 1940er Jahre größer, nun wurde sie auch im Abspann genannt und das Publikum nahm sie als Darstellerin überhaupt wahr. "Da sie nie als Hollywood-Schönheit galt, spielte sie schon seit Beginn ihrer Karriere häufig altjüngferliche oder schrullige Damen, wobei ihr Spielalter meist deutlich über ihrem eigentlichen Alter lag." notiert Wikipedia.
Der künstlerische Durchbruch als Filmschauspielerin gelang Ellen Corby mit der Rolle der Tante Trina in dem Familiendrama "I Remember Mama"
1) (1948, "Geheimnis der Mutter"), das George Stevens nach dem erfolgreichen Broadway-Stück von John Van Druten, wiederum basierend auf dem autobiografischen Roman "Mama’s Little Bank Account" von Kathryn McLean alias Kathryn Forbes (1908 – 1966), mit Irene Dunne in Szene setzte. Für ihre darstellerische Leistung erhielt Ellen Corby 1949 einen "Golden Globe" als "Beste Nebendarstellerin" sowie eine "Oscar"-Nominierung, unterlag hier jedoch Claire Trevor in dem Film noir "Key Largo" (1948, "Gangster in Key Largo"). Dennoch wurde sie im Film weiterhin mit eher unbedeutenden Parts bedacht, meist mimte sie Dienstmädchen (wie in "Little Women", (1949)), Sekretärinnen (wie in dem Kassenschlager "Sabrina" (1954)), Hotel-Managerinnen (wie in dem Hitchcock-Thriller "Vertigo" (1958)), Kellnerinnen (wie in "Susan Slept Here" (1954)), Mütter (wie in "Monsoon" (1952)), oder alte Klatschbasen. Erst durch das Fernsehen erlangte sie eine ungeheure Popularität, es waren vor allem erfolgreiche TV-Serien, mit denen Ellen Corby zum Dauergast auf dem Bildschirm wurde; zu ihren schönsten Auftritten zählt beispielsweise die Myrt "Hubcaps" Lesh in der Episode "Barney's First Car" (1963) aus der Reihe "The Andy Griffith Show". Die Rolle der Haushälterin Martha in dr Serie "Unser trautes Heim" ("Please Don't Eat the Daisies") war ein weiteres Highlight in der Filmkarriere von Ellen Corby, den größten Ruhm ihrer Karriere erlangte sie dann ohne Zweifel mit der Figur der Esther "Grandma" Walton" in der Kultserie "Die Waltons", welche sie ab 1972 fast bis zum Schluss verkörperte und die ihr drei "Emmy Awards" (1973, 1975, 1976) als "Beste Nebendarstellerin" sowie einen "Golden Globe Award" (1974) einbrachte.
 
Ellens Corbys mehr als 100 Arbeiten für das Kino umfassen (außer den genannten) so bekannte Produktionen wie die von Vincente Minnelli nach dem gleichnamigen Roman von Gustave Flaubert mit Jennifer Jones in der Titelrolle in Szene gesetzte Adaption "Madame Bovary" (1949, "Madame Bovary und ihre Liebhaber"), die Western "The Gunfighter" (1950, "Der Scharfschütze") mit Gregory Peck und "Shane) (1953, "Mein großer Freund Shane") mit Alan Ladd, die Charakterstudie "Harriet Craig" (1950, "Die Lügnerin") mit Joan Crawford, die Komödien "Here Comes the Groom" (1951, "Hochzeitsparade") mit Bing Crosby, "Pocketful of Miracles" (1961, "Die unteren Zehntausend") mit Bette Davis und Glenn Ford sowie "The Glass Bottom Boat" (1966, "Spion in Spitzenhöschen") mit Doris Day, den Krimi "Illegal" (1955, "Schakale der Unterwelt") mit Edward G. Robinson oder das Melodram "The Legend of Lylah Clare" (1968, "Große Lüge Lylah Clare") mit Kim Novak.
  
Obwohl gesundheitlich angeschlagen – 1976 erlitt sie einen Schlaganfall – stand Ellen Corby auch danach noch sporadisch vor der Kamera, ihren letzten Auftritt hatte sie in dem "Waltons"-Special "A Walton Easter" ("Nachwuchs für John-Boy"), das in den USA am 30. März 1997 zur Erstsusstrahlung gelangte und mit dem auch die "Die Waltons"-Ära endgütig zu Ende ging (Deutschsprachige EA: 24. 04.2000).
Ellen Corby starb am 14. April 1999 im Alter von 87 Jahren im "Motion Picture & Television Hospital" in Los Angeles, in welches sie wenige Wochen vor ihrem Tod eingeliefert worden war. Ihre Grabstelle befindet sich auf dem Prominentenfriedhof "Forest Lawn Memorial Park" im kalifornischen Glendale → findagrave.com.
 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch)
Fotos bei Wikimedia Commons
 
Weitere Filme*) mit Ellen Corby
*) Link: Internet Movie Database
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