Wohl kaum eine Familienserie erlangte solch eine Popularität, wie
die Geschichten um die "Waltons", auch nach ahrzehnten ist die Beliebtheit ungebrochen. Basis für die
TV-Produktion war das
Buch "Spencer's Mountain" (dt. "Sommer der Erwartung"), in dem Produzent
Earl Hamner jr.1)
seine Kindheitserinnerungen zu Papier brachte und das 1961 veröffentlicht
wurde. Zwei Jahre später kamen die Geschichten, in Szene gesetzt von Delmer Daves1),
am 16. Mai 1963 in den USA unter dem selben Titel mit den Hollywoodstars
Henry Fonda und
Maureen O'Hara in die
Kinos; in Deutschland startete der Streifen am 1. November 1963 → Wikipedia:
In den Bergen der Teton-Kette1) in
den in den Rocky Mountains1)
(Wyoming1)) lebt Clay Spencer (Fonda) mit seiner Frau Olivia (O’Hara) und
neun Kindern. Er ist der einzige von wiederum neun Enkeln, der sein Erbe antritt und das Land weiter
bewirtschaftet. Sein ältester Sohn Clayboy (James MacArthur1)) wird in Kürze die
Highschool abschließen, etwas, was noch kein Spencer geschafft hat. Durch den Fleiß und die Gelehrsamkeit
des Jungen beeindruckt, schlägt ihn seine Lehrerin Miss Parker (Virginia Gregg1)) für ein
Stipendium an der "Universität von Wyoming"1) vor. Doch die einzige Möglichkeit für ein Studium ist
ein Theologie-Stipendium, das allerdings bei dem Kirchengegner Clay Spencer auf Widerstand stößt.
Clayboys Bewerbung wird abgelehnt, weil er keinen Latein-Unterricht hatte. Er verspricht Pater Goodson
(Wally Cox1)),
jeden Sonntags-Gottesdienst zu besuchen. Dafür unterrichtet der Pater ihn in Latein. Als
Clayboy in der Stadtbücherei lernt, wird er auf Claris Coleman (Mimsy Farmer1)) aufmerksam und
verliebt sich in sie. Claris ist die reiche Tochter des Arbeitgebers seines Vaters. Ein Unglück sucht
die Spencers heim. Der Großvater (Donald Crisp1)) wird von einem gefällten Baum erschlagen.
Kurz darauf akzeptiert die Universität Clayboys Bewerbung, doch es fehlt an Geld
für das Stipendium. Vater Clay sieht ein, dass er Opfer für die Zukunft der
Spencers bringen muss. Er verkauft das Stück Land, auf dem er gerade ein Traumhaus
fü seine Frau baut. Im September verabschiedet sich die Familie von Clayboy,
der zur Universität geht.
(Quelle: Wikipedia;
→ siehe auch www.die-waltons.de,
Wikipedia (englisch))
Hamner konnte sich mit der filmischen Umsetzung des Regisseurs und
Drehbuchautors Delmer Daves jedoch nicht so recht anfreunden, am 19. Dezember 1971 folgte eine weitere
Buchadaption diesmal im Fernsehen unter dem
Titel "The Homecoming A Christmas Story", ein
Weihnachts-Special um die Familie, nun mit dem Namen Walton. Patricia Neal1)
spielte die Mutter, Andrew Duggan1) den Vater,
Ellen Corby und Edgar Bergen1) die Großeltern,
Richard Thomas den
Sohn John-Boy. Aufgrund der ungeheuren Zuschauerresonanz entschloss sich
Hamner, die Geschichten zu einer Serie auszubauen, zwischen Mitte September 1972
und Anfang Juni 1981 wurden in den USA 9 Staffeln lang insgesamt
220 Episoden zu je 45 Minuten
ausgestrahlt: Erzählt werden die kleinen und großen Sorgen, aber auch schönen
Augenblicke, einer armen, aber stolzen Familie in den 1930er und 1940er Jahren des vorigen
Jahrhunderts vor dem Hintergrund von Wirtschaftsdepression ("Great Depression"1))
und außenpolitischen Krisen:
John Walton (Ralph Waite) und seine strenge, aber gutherzige Frau Olivia
(Michael Learned) leben mit ihren sieben Kindern John-Boy
(Richard Thomas, später
Robert Wightman), Mary Ellen (Judy Norton-Taylor), Jim-Bob
(David W. Harper),
Jason (Jon Walmsley), Erin (Mary Beth McDonough),
Ben (Eric Scott) und Elizabeth
(Kami Cotler) sowie Johns Eltern "Grandpa" Zebulon "Zeb"
(in der deutschen Version "Sam") Walton (Will Geer) und "Grandma"
Esther (Ellen Corby) auf einer kleinen Farm in Waltons Mountain, einer
fiktiven ländlichen Gegend in den Blue Ridge Mountains1)
(Virginia1)),
benannt nach den Vorfahren der Familie. John
arbeitet gemeinsam mit seinem Vater hart im eigenen Sägewerk und es reicht
so gerade, um die Familie zu ernähren sowie die Schulden abzubezahlen. Mutter
Olivia hat alle Hände voll zu tun, sich um die große Familie zu kümmern
und die Kinder zu ordentlichen Menschen zu erziehen. Doch bei allen
Widrigkeiten des Lebens hält die Familie zusammen wie "Pech und
Schwefel", nicht zuletzt dieses Bild einer intakten amerikanischen
Großfamilie, deren Basis Gottvertrauen und Bescheidenheit ist,
macht die ungeheure Popularität der Serie aus. Die Titelmusik stammte
von dem Filmkomponisten Jerry Goldsmith1).
John-Boy, der älteste Sohn, der Schriftsteller werden wollte, solange er denken kann,
erzählt die Geschichte der Waltons aus seiner Sicht und hält sie in Gedichten
und Geschichten in seinem Tagebuch fest. Später bekommt er von seiner Lehrerin Miss Hunter
(Mariclare Costello1)) künstlerische Hilfe. Sie erkennt schon früh sein Talent, das John-Boy auf dem
College erweitert und das es ihm ermöglicht, mit dem
"Blue Ridge Chronicle" seine eigene Lokalzeitung herauszugeben.
Als Miss Hunter den Gemeindepfarrer Matthew Fordwick (John Ritter1)) heiratet, wird John-Boy eifersüchtig,
da er selbst für seine Lehrerin schwärmt. Später kauft ein Verleger John-Boys
Roman und der junge Mann zieht nach New York. Die Männer der Gemeinde treffen sich regelmäßig an Ike Godseys Billardtisch.
Ike (Joe Conley1)) und seine strenge Frau Corabeth
(Ronnie Claire Edwards1)) besitzen einen
Kolonialwarenladen mit Tank- und Poststelle und bilden einen wichtigen Mittelpunkt der Bewohner
von "Waltons Mountain". Corabeth hat Schwierigkeiten mit dem Landleben und fühlt
sich stets zu Höherem berufen. Weil ihre Ehe kinderlos bleibt, adoptieren sie eine
Tochter, Aimee Louise (Rachel Longaker). Dann gibt es noch die
Baldwin-Schwestern Mamie und Emily (Helen Kleeb/Mary Jackson1)), die von ihrem verstorbenen
Vater das Rezept zum Schnapsbrennen geerbt haben. Die beiden altjüngferlichen Damen betrachten
das Gebräu allerdings eher als reine Medizin, die den Menschen schmeckt und sie heilt.
Zu Beginn der sechsten Saison verändert sich die heile Welt in "Waltons
Mountain":
Der Krieg beginnt, und Jason, John-Boy, Jim-Bob und Ben sind beim Militär. John-Boy wird in Europa
mit seiner Maschine abgeschossen und liegt eine Zeitlang im Koma. Olivia bekommt
Tuberkulose und wird zur Behandlung in ein Sanatorium eingeliefert. Noch
nicht ganz gesund, kehrt sie zurück und wird Krankenschwester, um ihren Sohn John-Boy im Hospital
zu pflegen. Großmutter Walton erleidet einen Schlaganfall und
"Grandpa" Walton stirbt (die echte Krankheit von Ellen Corby bzw. der Tod von Will Geer wurden
in die Serie eingebaut). Jason verlobt sich mit Toni Hazleton
(Lisa Harrison). Mary Ellens Ehemann Curtis Willard (Tom Bower1)) stirbt ein Jahr
nach der Hochzeit bei dem japanischen Angriff auf Pearl
Harbor1). Mary Ellen zieht ihr Baby alleine groß
und verliebt sich in den Studenten Jonesy (Richard Gilliland1)). Als der totgeglaubte Curtis plötzlich wiederauftaucht,
muss sie sich schweren Herzens entscheiden für Jonesy. Später verkauft John Walton sein Sägewerk
an seinen Sohn Ben und zieht mit Olivia nach
Arizona1)
(Quelle: "Schwarzkopf & Schwarzkopf"1),
"Der neue Serien-Guide" (Bd. 4, S. 536))
Von Anfang an geriet die Familensaga in den USA zum Quotenrenner und
erlangte bald Kultstatus, verschiedene
Preise (unter anderem der "Golden Globe"1)) sowohl für die
Darsteller/-innen als auch für die Drehbücher unterstrichen die Popularität. Die
letzte reguläre Folge wurde in den USA am 4. Juni 1981 gesendet, anschließend
folgten mit "A Wedding on Walton's Mountain"2) (1982,
"Hochzeit mit Hindernissen"), "Mother’s Day on Walton’s Mountain"2) (1982,
"Muttertag") und "A Day for Thanks on Walton's Mountain"2) (1982,
"Ein großer Tag
für Elizabeth") Specials in Spielfilm-Länge. In den 1990ern produzierte CBS1) drei weitere,
so genannte "Reunion-Filme
mit den Titeln "A Walton Thanksgiving Reunion"2) (1993,
"Das
Familientreffen der Waltons"), "A Walton Wedding"2) (1995,
"Eine Walton-Hochzeit") und "A Walton Easter" (1997,
"Nachwuchs für John-Boy"), die bei uns zeitvesetzt zwischen Ende März 1991 und Ende April 2000
auf den Bildschirm gelangten.
Die deutschen Zuschauer/-innen lernten die US-amerikanische Großfamilie
mit Beginn der ersten Staffel erstmals am 12. Januar 1975 kennen, bis 1981 zeigte das ZDF1) insgesamt 117 Folgen. Bis in
die 1990er Jahre wurden sowohl alte als auch neue Episoden von verschiedenen
Sendern ausgestrahlt, ab Januar 2004 kam die Kult-Serie dank des
Privatsenders "Kabel Eins"1) mit 219 Folgen erneut
ins Fernsehen.
"Die Serie war auf der Topposition der Wunschliste der Zuschauer", sagte
damals die Sprecherin des Senders, Petra Fink. In Deutschland sind
inzwischen alle neun Staffeln auf DVD erschienen.
Unvergessen bleibt der Abspann jeder Folge "Gute Nacht, Vater!" "Gute Nacht,
Großmutter!" "Gute Nacht,
John-Boy!" "Gute Nacht, Elissabess!""
und John-Boy knipste das Licht aus.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch, mit Episodenliste), Wikipedia
(englisch),
die-waltons.de
sowie
fernsehserien.de
mit Episodenguide Weitere
Links bei wunschliste.de
Fotos bei Wikimedia
Commons
Fremde Lins: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de
Die Familienmitglieder:
(Weitere Mitwirkende bei der "Inrernet
Movie Database";
Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
|
Ralph Waite
|
spielte den Vater John Walton.
Das Oberhaupt der Familie wird von allen anerkannt und auch die
Bewohner des Ortes schätzen ihn als aufrichtigen, redlichen Mann. John
arbeitet hart, hat jedoch immer ein offenes Ohr für die Sorgen seiner
Familie, vor allem aber für die Kinder
→ Wikipedia.
Anm.; In der Pilotsendung "The Homecoming A Christmas Story"
spielte Andrew Duggan
(1923 1988 )den Vater.
Geboren am am 22. Juni 1928 in White Plains
(US-Bundesstaat New York),
gestorben am 13. Februar 2014 in Palm Desert
(US-Bundesstaat Kalifornien):
im Alter von 85 Jahren.
Nach der Schule besuchte der Sohn eines Ingenieurs und Ältester von fünf Kindern
die "Bushnell University" in Lewisburg
(Pennsylvania), die er
mit dem "Bachelor of Arts" (B.A.) abschloss. Anschließend
versuchte er sich in verschiedenen Jobs, war unter anderem als
Sozialarbeiter und Autor für ein kirchliches Magazin tätig. Dann
entschied er sich Ende der 1950er Jahre für die Schauspielerei, nahm
entsprechenden Unterricht und gab schließlich am Theater sein
Bühnendebüt.
Bevor Ralph Waite mit der Rolle des John Walton zum Fernsehstar
avancierte, wirkte er bereits in verschiedenen anderen TV-Serien und
Kinoproduktionen mit. So sah man ihn unter anderem auch in dem
Quotenrenner "Bonanza" (1970),
auf der Leinwand erlebte man ihn an der Seite von
Jack Nicholson
in dem Drama
"Five Easy Pieces" (1970,
"Ein Mann sucht
sich selbst"). Doch erst mit den "Waltons" gelang ihn der
Durchbruch zum populären Darsteller, eine Rolle, die er bis zum Schluss auch in den Specials verkörperte.
Während und nach dem Ende der Serie stand Waite für zahlreiche
andere TV-Produktionen vor der Kamera, mimte beispielsweise in der Serie "Roots" (1977) drei Folgen lang den Sklavenhändler Mr. Slater,
mimte in der Serie "The Mississippi" (1983, → Wikipedia (englisch)) den kriminellen
Rechtsanwalt Ben Walker oder war in mehreren Folgen der Krimiserie
"Murder One" (1996) als Mordverdächtiger Malcolm Dietrich
zu sehen. Bis zuletzt war der Schauspieler vor allem auf dem Bildschirm
präsent, trat aber auch in Kinostreifen wie
"Sioux City"1) (1994,
"Amulett der Rache" → Wikipedia (englisch)), "Sunshine State" (2002,
"Land des Sonnenscheins") oder in der Polit-Satire "Silver City" (2004;
als Casey Lyle) auf.
Bis ins hohe Alter stand er vor der Kamera, wirkte unter anderem
zwischen 2008 und 2013 in einigen Folgen der Krimiserie "Navy CIS" als Jackson Gibbs
mit oder präsentierte in "Bones Die Knochenjägerin"
in drei Episoden als Hank Booth .
Seit 2009 erlebte man ihn auch immer wieder mal als Father Matt in der Dauersoap "Zeit der Sehnsucht"1).
Darüber hinaus war Waite als Regisseur tätig, inszenierte neben
einigen "Waltons"-Folgen unter anderem den Spielfilm "On the
Nickel"2) (1980, "Straße der
Gestrauchelten"), der Geschichte zweier
Alkoholiker am Rande der Gesellschaft, zu der er auch das Drehbuch
verfasste und als "C.G.", bester Freund von Sam (Donald Moffat),
eine Hauptrolle spielte → Wikipedia (englisch)).
Mehrere Jahre lang hatte Waite politische Ambitionen und wollte ganz
in die Politik wechseln, doch seine Kandidatur als Nachfolger von Sonny Bono
(1935 1998) für den US-Senat scheiterte.
Ralph Waite starb am 13. Februar 2014 im Alter von 85 Jahren in
seinem Domizil in Palm Desert (Kalifornien).
Die letzte Ruhe fand er auf dem "White Plains Rural Cemetery" in
White Plains (Bundesstaat New York) → findagrave.vom.
Er war in dritter Ehe seit 1982
(nach anderen Quellen 1984) mit Linda East verheiratet; sein
Stiefsohn Liam Waite1) (bürgerlich: Liam Owen East)
ist ebenfalls als Schauspieler tätig. Waites erste, 1951 geschlossene Ehe
mit Beverly Hall wurde 1966
trotz der gemeinsamen Töchter Kathleen und Suzanne geschieden (eine
weitere Tochter war erst 9-jährig verstorben). Auch seine zweite Verbindung
(19771981) mit der wesentlich jüngeren Kerry Shear, ging nach nur
wenigen Jahren in die Brüche.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Weitere
Filme*) mit Ralph Waite
Link: 1) fernsehserien.de, 2) filmdienst.de
|
| Michael Learned
|
spielte die Mutter Olivia Walton.
Sie ist für den Haushalt zuständig und heimliches Operhaupt des
Familienclans. Olivia ist wie ihre Schwiegermutter Esther ebenfalls sehr
fromm und sucht Trost in der Bibel, wenn einmal
scheinbar unlösbare Probleme anstehen. Ihrem Mann John ist sie eine
gute Ehefrau und unterstützt jeden seiner Pläne, die Kinder können
sich stets auf sie verlassen. Sie ist eine gute Köchin, ihre
Spezialität scheint Hühnchen mit Mais und Kartoffelbrei zu sein,
eine Mahlzeit, die es in der Serie sehr oft gibt. Meist ist sie ruhig
und gelassen, wenn das Temperament schon mal mit ihr durchgeht,
schiebt sie es auf "schlechtes Wetter"
→ Wikipedia.
Anm.; In der Pilotsendung "The Homecoming A Christmas Story"
spielte Patricia Neal
(1926 2010) die Mutter.
Geboren am 9. April 1939 in Washington, D.C.
Die Tochter des Diplomaten Bruce Learned und dessen Gattin Elizabeth
sowie Älteste von sechs Schwestern, verbrachte einen Teil ihrer
Kindheit auf der Familienfarm in Connecticut. Als sie
elf Jahre alt war, zog die Familie 1950 ihr Vater arbeitete für das
US-Außenministerium kurz nach
Österreich und danach nach
Großbritannien,
Dort besuchte Michael die Schule und bereits zu dieser Zeit wurde ihr
Interesse für die Schauspielerei geweckt.
Die Filmkarriere von "Miss Michael Learned", wie sie genannt
wird, um Verwechslungen zu vermeiden, begann Anfang der 1960er Jahre mit
kleineren Rollen und Gastauftritten in Serien und TV-Shows. Mit der
Zeit wurden die Aufgaben größer und auch auf der Bühne avancierte
sie zu einer anerkannten Darstellerin. Der Durchbruch im Fernsehen
gelang ihr dann mit der Figur der Olivia Walton, eine Rolle, die sie
mit Beginn der Serie zum Publikumsliebling werden ließ und die ihr
drei "Emmy Awards" einbrachte. Ende 1978 entschied sich
Michael Learned, die Fernsehfamilie zu verlassen, um sich anderen
Aufgaben widmen zu können, stand jedoch weiterhin sporadisch für
einige Folgen sowie die späteren Specials zur Verfügung. Ihre Rolle
wurde für die Zuschauer/-innen mit der Begründung
"herausgeschrieben", Olivia sei an Tuberkulose erkrankt und
müsse in Arizona ihre Krankheit auskurieren.
Auch nach den "Waltons" blieb Michael Learned eine
vielbeschäftigte Darstellerin sowohl auf der Bühne als auch bei Film
und Fernsehen. Die weibliche Hauptrolle der verwitweten ehemaligen
Opberschwester Mary Benjamin in der Drama-Serie "Nurse"1) (1981/82
→ Wikipedia (englisch)) brachte ihr einen weiteren "Emmy
Award" ein, in jüngster Zeit stand sie, neben ihrer Arbeit
am Theater, vor allem für Serien vor der Kamera, wurde aber auch
sporadisch mit einprägsamen Nebenrollen in Kinoproduktionen besetzt,
wie beispielsweise in dem Biooic "Dragon: The Bruce Lee Story" (1993,
"Dragon Die Bruce Lee Story") als Vivian Emery neben Protagonist
Jason Scott Lee
(Bruce Lee),
in dem Thriller "Lethal Eviction" (2005)
oder in dem
Episoden-Drama "Loggerheads"2) (2005).
Zu ihren (bisher) letzten Arbeiten zählt die Rolle der Groß:mutter Catherine Dahmer in dem
Mehrteiler (10 Folgen) "Dahmer Monster: The Jeffrey Dahmer Story" (2022,
"Dahmer Monster: Die Geschichte von
Jeffrey Dahmer") mit Evan Peters als der Serienmörder
Jeffrey Dahmer.
Michael Learneds erste, 1956 geschlossene Ehe mit dem
kanadisch-amerikanischen Schauspieler Peter Donat
(1928 2018) hielt bis 1972; aus
der Verbindung gingen die Söhne Caleb, Chris und Lucas (* 1962) hervor. Nach der
Scheidung ehelichte sie 1975 den Bühnenarbeiter Glenn Chadwick, von dem sie sich nach nur
zwei Jahren wieder trennte. Die dritte Ehe schloss die Schauspielerin
Mitte Dezember 1979 mit William Parker, danach war sie seit 1991 in vierter Ehe bis zu dessen Tod mit dem Rechtsanwalt John Doherty (1946 2025) verheiratet und lebte mit ihm in
Alamo
(Kalifornien).
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Weitere
Filme*) mit Michael Learned
Link: 1) fernsehserien.de, 2) filmdienst.de
|
Richard Thomas
|
spielte den ältesten Sohn
John "John-Boy" Walton jr.; John-Boy, die zentrale Figur der
Serie, ist ein sehr sensibler junger Mann, dessen einziges Ziel es ist, Schriftsteller zu werden.
Hartnäckig verfolgt er sein Ziel, auch gegen den anfänglichen
Widerstand seiner Eltern. John-Boy besucht zunächst die örtliche
High-School, später erhält er ein Stipendium an der Boatwright-Universität
in Charlottesville. Er hat ein enges Verhältnis zu seinen
Geschwistern, besonders zu Elizabeth. Gegen Ende der Serie heiratet er
Janet (Kate McNeil), eine Journalistin aus New
York → Wikipedia.
>Geboren am am 13. Juni 1951 als Richard Earl Thomas in Manhattan,
Stadtbezirk von
New York City.
Seine Eltern, Vater Richard S. Thomas (1925 2013 → Wikipedia (engl.)) und
Mutter Barbara Fallis
(1923/24 1980 → Wikipedia (engl.)), waren als Tänzer/in beim Mitglied des "New York City Ballet",
besaßen in New York die
"School of Ballet" und hatten noch ein weieters Kind.
Bereits mit sieben Jahren stand Sohn Richard am
Broadway in "Sunrise at Campobello", einem Stück von Dore Schary
über den Kampf des späteren US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt gegen seine
Polioerkrankung
(→ Verfilmung 1960), auf der
Bühne, erhielt zudem Aufgaben beim Fernsehen wie als kleiner
Titelheld in "Oliver Twist" (1959), einer Episode aus der Reihe "The DuPont Show of the Month" nach dem
berühmten Roman
von Charles Dickens, oder in "A Doll's House" (1959) nach dem Drama
"Nora oder Ein Puppenheim" von
Henrik Ibsen
als Ivar, ältestes Kind von Nora (Julie Harris) und Torvald Helmer
(Christopher Plummer) → Wikipedia (engl.).
In den folgenden Jahren wirkte Thomas mehr oder weniger
regelmäßig in verschiedenen Produktionen/Erfolgserien mit, wie
beispielsweise in "Bonanza" (1970),
"Marcus Welby, M.D" (1970,
"Dr. med. Marcus Welby") oder
"Medical Center" (1970) , sein Leinwanddebüt
gab der 18-Jährige noch während seines Studiums am "Columbia College"
der "Columbia University" an der
Seite von Paul Newman in
dem von James Goldstone gedrehten Rennfahrer-Streifen "Winning"
(1969, "Indianapolis") und stellte als Charley den Adoptivsohn des Rennfahrers Frank Capua
(Newman) dar.
Wenig später folgte die von Frank Perry
nach dem Roman von Ed McBain alias Evan Hunter in Szene gesetzte
Pubertäts-Drama bzw. Coming-of-Age-Film "Last Summer" (1969,"
Petting"), wo er den Jugendlichen Peter mimte, der während der
Sommerferien gemeinsam mit
Freund Dan (Bruce Davison) auf das Mädchen Sandy
(Barbara Hershey)
sowie die naive 15-jährige Rhoda (Catherine Burns)
trifft. Unter der Regie von Lamont Johnson trat er in dem Horor-Thriller "You'll Like My Mother"1) (1972,
"Ausgeliefert") als junger Mörder und Vergewaltiger
Kenneth "Kenny" Kinsolving auf → Wikipedia (engl.).
Die Rolle des John-Boy Walton spielte
Thomas bereits in dem ersten Special/Pilotfilm "The Homecoming A Christmas Story"
(EA: 19.12.1971),
der Geburtsstunde der Serie; mit dem Ende der fünften Staffel bzw.
Folge 123 verließ auch er 1977 die Erfolgsserie, tauchte aber
sporadisch immer wieder mal auf. Ab 1979 wurde die Figur des John-Boy
dann von Robert Wightman verkörpert sehr zum Leidwesen der
Zuschauer/-innen. Lediglich für die genannten "Reunion-Filmen "A Walton Thanksgiving Reunion"2) (1993,
"Das Familientreffen der Waltons"),
"A Walton Wedding"2) (1995,
"Eine Walton-Hochzeit") und "A Walton Easter" (1997,
"Nachwuchs für John Boy") ließ er sich
noch einmal überreden und spielte den John-Boy.
Auch während seiner Zeit bei den "Waltons" stand Thomas,
der auch bei einigen Folgen Regie führte, für andere Aufgaben
vor der Kamera, so beispielsweise in dem auf dem gleichnamigen Roman
(1895, deutsch zuletzt "Die rote Tapferkeitsmedaille") von Stephen Crane
basierenden TV-Kriegsdrama "The Red Badge of Courage" (1974, → IMDb). Hier
überzeugte der Schauspieler unter der Regie von Lee Philips als Protagonist/Soldat Henry Fleming, der sich
als Freiwilliger zum Dienst in der Armee der Nordstaaten zu Zeiten des
Amerikanischen Bürgerkriegs
meldet und die Schlacht bei Chancellorsville
miterlebt → siehe auch Kinofilm 1951.
Richard Thomas stellte in den nächsten Jahren viele interessante
Charaktere dar,
auf ein bestimmtes Rollenklischee ist er nicht festzulegen,
ambitionierte Literaturverfilmungen gehören ebenso dazu wie Thriller
oder Melodramen. Seine umfangreiche Filmografie umfasst Mehrteiler wie
"Roots: The Next Generations" (1979,
"Roots Die nächsten Generationen") oder
Delbert Manns TV-Adaption
"Im Westen nichts Neues" (1979,
"All Quiet on the Western Front") nach
dem gleichnamigen Roman
von Erich Maria Remarque mit
dem eindrucksvollen Part der Hauptfigur Paul Bäumer. In dem
Taubstummen-Drama "Johnny Belinda"1) (1982)
gleichnamigen Broadway-Bühnenstück von Elmer Blaney Harris
(1878 1966) verkörperte er unter der Regie von Anthony Page eindringlich den
jungen, engagierten Sozialarbeiter Bill Richmond, der sich rührend um
das taubstumme Mädchen Belinda (Rosanna Arquette) kümmert
→ siehe auch Kinofilm 1948.
Douglas Hickox
besetzte ihn als den mit seinem Bruder James (Michael York),
dem Junker von Ballantrae
verfeindeten schottischen Adligen Henry Durie in dem TV-Abenteuer "The Master of
Ballantrae" (1984) nach dem gleichnamigen
Roman (dt. "Der Junker von Ballantrae") von Robert Louis Stevenson → Wikipedia (engl.).
Anfang der
1990er Jahre folgten Hauptrollen in TV-Produktionen
wie "Crashlanding: The Rescue of Flight 232" (1992,
"Katastrophenflug 232"),
"I Can Make You Love Me" (1993,
"Lauras Schatten")
oder "Linda" (1993,
"Das Geheimnis um Linda").
In jüngerer Zeit zeigte er sich unter
anderem in der Tragikomödie "Wonder Boys" (2000, "Die
WonderBoys") neben Hauptdarsteller Michael Douglas
als Walter Gaskell, Ehemann der College-Kanzlerin Sara (Frances McDormand),
sowie als Protagonist/Biologieprofessor Jerry McNeil in dem Fantasy-Streifen "The Christmas Secret" (2000,
"Der Flug der Rentiere") auf der Leinwand.
Seit 2013 mimt er in einigen Folgen der TV-Serie
"The Americans"1) den
FBI-Supervisor Frank Gaad.
Bis vor ein paar Jahren gehörte Richard Thomas zu den vielbeschäftigten
US-amerikanischen Fernsehdarstellern, zu seinen (bisher) letzten
Aktivitäten zählen 9 Folgen (2022) in der vierten
Staffel der
kriminalistischen Netflix-Dramaserie "Ozark"
mit dem Part des Nathan Davis, alkoholkranker und gewalttätiger Vater von Wendy Byrde
(Laura Linney) und Ben Davis
(Tom Pelphrey) sowie
Großvater von Charlotte (Sofia Hublitz)
und Jonah Byrde (Skylar Gaertner).
Zwischendurch machte er immer wieder
mal Abstecher auf die Bühne, erntete beispielsweise 1993 herausragende
Kritiken als König Richard in der
Shakespeare-Tragödie "Richard II.".
Für seine Darstellung des österreichischen Aristokraten
von Berg in der Off-Broadway-Inszenierung am
New Yorker "Signature Theatre" in dem Schauspiel "Incident in Vichy"3)
("Zwischenfall in Vichy"; auch TV → IMDb)
von Arthur Miller
erhielt er 2016 eine "Drama Desk Award"-Nominierung
("Outstanding Featured Actor in a Play"/"Nebendarsteller
in einem Schauspiel"),
sowie im Folgejahr eine "Tony Award"-Nominierung in der Kategorie
"Bester Nebendarsteller"
für die Interpretation des reichen Horace Giddens in dem Drama "The Little Foxes"3)
("Die kleinen Füchse")
von Lillian Hellman → Tony Awards 2017,
Kinofilm 1941. Von 2022 bis 2024
ging er mit der Bühnenversion des "Pulitzer-Preis"
ausgezeichneten Romans "To Kill a Mockingbird"
("Wer die Nachtigall stört") von Harper Lee auf eine
ausgedehnte USA-Tournee und gab den Anwalt Atticus Finch. 2024 folgte die Rolle des Redakteurs Mr. Webb in "Our Town" ("Unsere kleine Stadt") von
Thornton Wilder am New Yorker "Ethel Barrymore Theatre"
(Broadway), im Folgejahr ging er mit
der von Hal Holbrook
über Mark Twain
entwickelten Ein-Mann-Show "Mark Twain Tonight" auf eine neuerliche
Tournee → Wikipedia (englisch).
Aktuell trat Thomas von März bis Juni 2026 am "Samuel J. Friedman Theatre" (Broadway)
als Elliot Emerson in der Komödie "The Balusters" von David Lindsay-Abaire
auf (→ Wikipedia (engl.))
und wurde einmal mehr für einen "Drama Desk Award"
sowie einen "Tony Award" nominiert, unterlag bei beiden
Preisverleihugen jedoch errneut seinen Konkurrenten → Wirken am Theater bei
Wikipedia (englisch).
Richard Thomas machte sich darüber hinaus einen
Namen als Schriftsteller, inzwischen veröffentlichte er drei Gedichtbände.
Der Schauspieler war seit 14. Februar 1975 bis 1993 mit Alma Gonzales verheiratet;
aus der Verbindung gingen Sohn Richard * 1976) sowie die Drillinge Pilar, Barbara
und Gwyneth (* 1981) hervor. Am 20. November 1994 ging er die zweite Verbindung mit
der Kunsthändlerin Georgiana Bischoff
ein, mit der er den 1996 geborenen gemeinsamen Sohn Montana James
hat. Georgiana Bischoff brachte ihre Töchter Brooke Murphy und
Kendra Kneifel aus einer früherer Beziehung mit in die Ehe,
welche Thomas adoptierte; das Paar lebt in New York.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Fotos bei Wikimedia
Commons
Weitere
Filme*) mit Richard Thomas
Link: 1) filmdienst.de, 2) fernsehserien.de, 3)
theatertexte.de
Stand: September2026
|
| Robert Wightman
|
spielte den ältesten Sohn John-Boy
ab 1979.
Geboren als Robert Douglas Wightman am 29. Dezember 1952
in Los Angeles
(USBundesstaat Kalifornien).
Die bekannteste Rolle von Robert Wightman war die des John-Boy Walton, als Nachfolger von
Originaldarsteller Richard Thomas, in der Kultserie
"Die Waltons". Er verkörperte diese Figur ab 1979 bis zum
Ende der Serie im Jahre 1981 sowie in dem TV-Film "A Day of Thanks on Walton's Mountain"1) (1982,
"Ein großer Tag für Elizabeth"). Zu seinen populärsten Filmen gehören
der Thriller "Ein Mann für gewisse Stunden"
(1980, "American Gigolo") mit Richard Gere
sowie der Horror-Streifen "Stepfather III Vatertag"2)
(1992, "Stepfather III", → Wikipedia (engl.)), in
dem er einen Serienmörder
darstellte.
Quelle (unter anderem): Wikipedia
(deutsch)
siehe auch Wikipedia
(englisch)
Weitere
Filme*) mit Robert Wightman
Link: 1) fernsehserien.de, 2) filmdienst.de
|
| Judy Norton-Taylor
|
spielte die Tochter Mary Ellen Walton, John-Boys älteste
Schwester, die anfangs ein unbekümmerter Wildfang und manchmal recht
aufmüpfig ist. Mit der Zeit wird sie ernsthafter, will später
Krankenschwester werden. Ihren zukünftigen Ehemann, Dr. Curt Willard
(Tom Bower), lernt sie während eines Praktikums kennen; kurz nach der
Heirat wird Sohn John geboren. Curt Willard wird während des Krieges
zur Armee eingezogen, später als vermisst gemeldet und Mary Ellen zur
vermeintlichen Witwe. Sie verliebt sich in den Studenten Jonesy (Richard Gilliland) und
heiratet ihn; als ihr totgeglaubter Ehemann wieder
auftaucht, muss sie sich entscheiden
→ Wikipedia.
Geboren am 29. Januar 1958 in Santa Monica
(US-Bundesstaat Kalifornien).
Die Figur der Mary Ellen Walton in "The Homecoming A Christmas Story"
war nach einigen unbedeutenden Serien-Auftritten
Judy Nortons erste große
Rolle. Noch während der Dreharbeiten heiratete sie und trat seither
als Judy Norton-Taylor auf. Bis zum Schluss stand sie für alle Folgen
vor der Kamera, übernahm danach eher sporadisch Aufgaben bei Film- und
Fernsehen.
Nach zwei gescheiterte Ehen mit Douglas Taylor (19761978) und
dem Fußballspieler Lynn Hughes (1980?)
war sie seit April 1991 in dritter Ehe zehn Jahre lang mit dem
kanadischen Schauspieler und Produzenten Randy Apostle verheiratet,
mit dem sie in Kanada zudem auch Restaurant-Kette betrieb; aus der Verbindung ging
Sohn Devin hervor. Seit 11. August 2002 ist sie mit Robert Graves
verheiratet. In den USA
verfolgt sie ihre Bühnen- und Film-Karriere, arbeitet als
Schauspielerin, Sängerin, Regisseurin und Drehbuchautorin; Norton-Taylor ist bekennende
Scientologin.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch) sowie Wikipedia (englisch)
→ Website: judynorton.com
Weitere Filme*) mit
Judy Norton-Taylor
|
David W. Harper
|
spielte den jüngsten und eher stillen Sohn
James Robert "Jim-Bob"
Walton, der später Mechaniker wird und eine eigene Reparaturwerkstatt
gegenüber von Ikes Gemischtwarenladen eröffnet. Schon als Kind ist
er von Flugzeugen fasziniert und will eigentlich Pilot werden. Sein
Traum geht aufgrund einer Sehschwäche jedoch nicht in Erfüllung
→ Wikipedia.
Geboren am 4. Oktober 1961 in Abilene
(US-Bundesstaat Texas).
David W. Harper erblickte als Sohn eines Schauspielers
und einer Liedermacherin das Licht der Welt. Die Figur des
Jim-Bob war zugleich Harpers erste Fernsehrolle, nach dem Ende der
Serie bzw. den "Reunion-Filmen stand er nur noch sporadisch vor der Kamera, mit den Specials
war dann endgültig Schluss mit der Filmerei. Nachdem er sich in
verschiedenen Jobs versuchte, studierte er Witshaftswissenschaften.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Weitere Filme*) mit
David W. Harper
|
Jon Walmsley
|
spielte den Sohn Jason
Walton und ist nur ein wenig jünger als John-Boy, der sein Vorbild
ist. Nach der Schule soll er eigentlich die Sägemühle übernehmen,
doch seine Liebe gilt der Musik. Er entscheidet sich, seine
Leidenschaft zum Beruf zu machen und will Musik studieren. Zeitweise
spielt er in einer Band, später erhält ein Stipendium am Klineberg-Konservatorium.
Nach dem Krieg heiratet er Toni Hazleton (Lisa Harrison), die
er während
seiner Armee-Zeit kennengelernt hat → Wikipedia.
Geboren am am 6. Februar 1956 in Blackburn (Grafschaft Lancashire
(UK)).
Als 2-Jähjriger kam der Sohn eines Lebensmittelhändlerss mit seinen Eltern in die USA
bzw. nach Kalifornien.
Bereis während der Schulzeit lente er Klavier spielen, sowie Gitarre, Banjo, Mundharmonika, Flöte und Cello.
Bevor er zum
kleinen Star bei den "Waltons" wurde, spielte er bereits
kleinere Rollen, sprach in dem Walt Disney-Zeichentrickfilm "Winnie the Pooh and the Blustery Day" (1968,
"Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh") im Original den Chistopher Robin.
Nach dem Ende der Serie sowie der Specials stand
Walmsley nur noch wenige Male vor der Kamera, schlug stattdessen eine
Karriere als Musiker und Songwriter ein, war unter anderem in den späten
1980ern der
Gittarist in der Begleitband des Sängers/Songwriters Richard Marx.
Wie in der Serie heiratete er 1979 Schauspielerkollegin Lisa Harrison
(* 1956),
aus der Verbindung ging die gemeinsame Tochter Brighton hervor. Kurz
nach der Scheidung ging er 2008 die zweite Verbindung mit Ehefrau
Marion ein, mit der er in der englischen Grafschaft Cornwall
lebt.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Weitere Filme*) mit
Jon Walmsley
|
Mary Beth McDonough
|
spielte die zweitälteste
Tochter Erin Esther Walton, die besonders an ihrer Schwester Mary Ellen
hängt. Erin gilt als die "Schönheit" der Familie und
ist im Verlauf der Serie mehr als ein Mal verliebt. Ihre unglückliche
Liebe zu Ashley Longworth Jr. (Louis Welch) ist vergessen, als sie den
Kompagnon ihres Bruders Ben, Paul Northridge (Morgan
Stevens) näher kennenlernt, den
sie dann in dem Spielfilm "Hochzeit mit Hindernissen"1) (1982,
"A Wedding On Walton’s Mountain")
auch heiratet. Anfangs arbeitet Erin als Telefonistin, später als
Sekretärin bei einer Metallfirma → Wikipedia.
Geboren am 4. Mai 1961 als Mary Elizabeth McDonough
in Van Nuys,
Stadtteil von Los Angeles
(US-Bundesstaat Kalifornien).
Aufgewachsen mit drei Geschwistern, begann sie ihre filmische Karriere
als Kinderdarstellerin, die Figur der Erin Walton war Elizabeth McDonoughs erste
Rolle. Nach dem Ende der Serie wurde sie in verschiedenen Serien
und eher unbedeutenden Kinoproduktionen besetzt, wegen gesundheitlicher
Probleme musste sie dann ihre Karriere lange Zeit unterbrechen. Nach einer
Brust-Operation (Brust-Implantat) erkrankte sie an der seltenen
Autoimmunkrankheit Lupus
erythematodes1) und setzt sich seither für Betroffene ein.
Danach trat sie wieder in verschiedenen Serien und Einzelproduktionen
in Erscheinung, wie in jünger Zeit in der Sitcom "The
New Adventures of Old Christine",
wo sie zwischen 2006 und 2009 die Mrs. Wilhoite mimte. Außerdem soll sie
als Schauspiellehrerin tätig sein.
Ihre 1988 geschlossene Ehe mit Rob Wickstrom wurde 1996 geschieden;
aus der Verbindung ging Tochter Sydnee hervor.
Im April 2011 erschien ihr Buch "Lessons from the Mountain",
in dem sie auf ihre Zeit als Darstellerin in der Serie "Die
Waltons" zurückblickt.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Weitere Filme*) mit
Mary Beth McDonough
Link: 1) fernsehserien.de
|
Eric Scott
|
spielte den dritten
Sohn, Benjamin "Ben" Walton,
der immer in irgendwelche Schwierigkeiten gerät. Als Erwachsener
übernimmt der handwerklich begabte Ben die Sägemühle, heiratet
Cindy (Leslie Winston → Wikipedia (engl.)) und hat mir ihr die beiden Kinder Virginia und
Charlie
→ Wikipedia.
Geboren am 20. Oktober 1958 in Los Angeles
(US-Bundesstaat Kalifornien).
Bevor
Eric Scott zum Publikumsliebling bei den "Waltons" wurde, sammelte er
als Kinderdarsteller bereits in Episoden anderen Serien wie "Lacer"
und "Bewitched"
("Verliebt in eine Hexe") oder auch der Kino-Komödie "The Million Dollar Duck"2) (1971,
"Die Millionen-Dollar-Ente";
→ Wikipedia (engl.)) Erfahrungen vor der Kamera. Scott
blieb bis zum Ende der Serie dabei, danach hängte er bald danach die
Schauspielerei an den Nagel. Nach einigen Jobs wechselte in die Speditionsbranche und wurde Vize-Verkaufschef einer
großen Lieferfirma in Süd-Kalifornien.
Nach einer kurzen, gescheiterten Ehe mit Karey Louis heiratete Scott Theresa Fargo,
die zwei Tage nach der Geburt der gemeinsamen
Tochter Ashley am 5. November 1992 ihrem Krebsleiden erlag bzw.
an Leukämie starb. Seit März 2001 ist der ehemalige
Schauspieler mit Cynthia (Cindy) Ullman Wolfen verheiratet und hat
mit ihr zwei Kinder, Tochter Emma (* 2001) und einen Sohn (* 2004).
Scott betreibt als Inhaber einen Paketdienst im kalifornischen Encino,
einem Stadtteil von Los Angeles.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Weitere Filme*) mit
Eric Scott
Link: 1) filmdienst.de
|
Kami Cotler
|
spielte das
Nesthäkchen der Familie bzw. die jüngste Tochter Elizabeth Walton,
die im Verlauf der Serie von dem rothaarigen, sommersprossigen süßen
Mädchen zu einer jungen Frau heranwächst. Elizabeth ist
äußerst feinfühlig und hat ihren eigenen Kopf, teilt John-Boys
Liebe zur Schriftstellerei. Ihre beste Freundin ist Aimee Godsey (Rachel Longaker), Ikes und Corabeth's Adoptivtochter.
Ihre große Liebe wird
Drew Cutler (Tony Becker), der in der Sägemühle
arbeitet → Wikipedia.
Geboren am 17. Juni 1965 in Long Beach
(US-Bundesstaat Kalifornien).
Für
die damals knapp Sechsjährige war der Film "The Homecoming A Christmas Story"
der erste Fernsehauftritt. Neben der Figur der Elizabeth Walton
spielte sie noch wenige andere Rollen, kehrte nach dem Ende der
"Waltons" der Filmerei den Rücken. Sie absolvierte die
"University of California,
Berkeley", erwarb ihren
Abschluss in Sozialwissenschaften und ergriff den Beruf der Lehrerin.
Zwischen 2004 und 2007 war sie stellvertretende Direktorin der "Ocean Charter School"
in Los Angeles (Kalifornien).
Kami Cotler ist verheiratet und Mutter eines Sohnes.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch) und Wikipedia
(englisch)
Weitere Filme*) mit
Kami Cotler
|
| Will Geer
|
spielte den Großvater
Zebulon/Samuel "Sam"
Walton; "Grandpa" ist der Patriarch der Familie und seit
mehr als 50 Jahren mit Esther (Ellen Corby)
verheiratet. Auf Außenstehende wirkt er
manchmal ein wenig schroff, doch er hat ein weiches Herz. Er
liebt es, zu angeln und spazieren zu gehen oder nach getaner Arbeit
einfach nur mal ein Nickerchen zu machen. Sein Rat wird nicht nur von
der Familie gerne angenommen, er hilft, wo er kann und besonders gerne
geht er den Baldwin-Schwestern, "Miss Mamie" (Helen Kleeb) und
!Miss Emily" Baldwin (Mary Jackson) zur Hand, da er von ihnen zur Belohnung seiner Arbeit etwas von deren Vaters
"Rezept", dem selbstgebrannten Whiskey erhält → Wikipedia.
Anmerkung: In der Pilotsendung "The Homecoming A Christmas Story"
spielte Edgar Bergen (1903 1978)
den "Grandpa".
Geboren am 9. März 1902 als William Auge Ghere in Frankfort
(US-Bundesstaat Indiana),
gestorben am 22. April 1978 in Los Angeles (US-Bundesstaat
Kalifornien).
Schon früh entwickelte der auf dem Land aufgewachsene Sohn einer
Lehrerin und eines Postangestellten die Liebe zu Pflanzen aller
Art; der Vater verließ: die Familie, da war er ersz elf Jahre alt. Nach der Schule
besuchte er in New York City die "Columbia University", wo
er erfolgreich ein Botanikstudium absolvierte, das er 1924 mit Diplom
abschloss. Bereits während seiner Ausbildung interessierte Geer sich
für die Schauspielerei und wirkte bei einigen Studentenaufführungen
mit, Mitte der 20er Jahre entschloss er sich dann endgültig für die
darstellende Kunst.
Zu den Anfängen des Mimen, der sich nun mit Künstlernamen
"Will Geer" nannte, zählten Auftritte an dem von Eva Le Gallienne
gegründeten/geleiteten New Yorker "Civic Repertory Theatre",
sein Broadway-Debüt gab er 1928 in
der Shakespeare-Komödie "Die lustigen
Weiber von Windsor" ("The Merry Wives of Windsor"). In den folgenden Jahren spielte er in weiteren
Shakespeare-Werken wie in "Hamlet", "Macbeth" oder
"Antonius und Cleopatra".
Geers ersten Arbeit vor der Kamera war der eher kleine Part des
Anstalt-Pflegers McMahon
in der von Stuart Walker mit
Claudette Colbert gedrehten Komödie/Bühnenadaption "Misleading Lady" (1932
→ Wikipedia (engl.)),
bis Ende der 1940er Jahre übernahm Geer eher sporadisch Aufgaben
in Filmproduktionen. Zusammen mit seiner Ehefrau Herta Ware
(1917 2005), tourte in den 1930ern während der Zeit der
Weltwirtschaftskrise mit den befreundeten Liedermachern Woody Guthrie1)
und Pete Seeger1)
sowie
Burl Ives
durch die USA und spielte vor allem für ein
Arbeiterpublikum, Geer
zeigte sich in sozialkritischen Stücken wie den Bühnenversionen
der Romane "Tobacco Road"
(dt. "Die Tabakstraße") von Erskine Caldwell und
"Of Mice and Men"
(dt. "Von Mäusen und Menschen") von John Steinbeck, wo er in
letzterer als
Vorarbeite Slim auftrat. 1940 ließ sich das Paar dann in Los Angeles
nieder, seine filmische Karriere nahm Fahrt auf und Geer avancierte zu
einem vielbeschäftigten Leinwanddarsteller.
Er trat in etlichen, erfolgreichen Hollywood-Produktionen mit prägnanten Rollen
in Erscheinung, unter
anderem als Arzt Ballou in dem semi-dokumentarischen Streifen
"The Fight for Life" (1940),
als Nick Driver in der Roman-Adaption
"Deep Waters" (1948),
als Deputy Covin in dem Krimi "Lust for Gold" (1949,
"Der Berg des Schreckens"), als Sheriff Hampton in dem preisgekrönten, nach dem
gleichnamigen Roman von
William Faulkner entstandenen Krimi-Drama
"Intruder in the Dust" (1949,
"Griff in den Staub") oder als Noah in dem Film noir "Anna Lucasta" (1949) nach
dem gleichnamigen Theaterstück von Philip Yordan, einmal mehr an der Seite von Protagonistin
Paulette Goddard
→ Wikipedia (engl.)).
Es folgten Auftritte in Western, so als O'Fallon in "The Kid from Texas" (1950,
"Verfemt") mit Audie Murphy
(Revolverheld Billy the Kid),
als Ben Slade in "Broken Arrow" (1950, "Der gebrochene
Pfeil") mit James Stewart (Tom Jeffords) und
Jeff Chandler
(Häuptling Cochise),
als Wyatt Earp in "Winchester ’73" erneut an der Seite von James Stewart,
und als der exzentrische Daniel Seeger in "Comanche Territory" (1950,
"Im Lande der Comanchen") mit Macdonald Carey (Abenteurer
James Bowie) und
Maureen O’Hara (Catherine Howard).
Aber auch Produktionen anderen Genres fand er seinen Platz, beispielsweise als Jack Mackay in dem
action-reichen,
im Rennfahrer-Milieu angesiedelten Liebesfilm "To Please a Lady" (1950,
"Tod im Nacken") mit Clark Gable und
Barbara Stanwyck,
als Häftling Mapes in dem Drama
"Convicted" (1950, "Verurteilt") mit
Glenn Ford,
als Lawrence Nevins, Vater des erblindeten Sergeant Larry Nevins
(Arthur Kennedy), in der Romanverfilmung
"Bright Victory" (1951, "Sieg über das Dunkel"),
als Zugschaffner Homer Crowley in dem Krimi "The Tall Target" (1951,
"Verschwörung im Nachtexpreß") mit
Dick Powell (Polizeibeamter John Kennedy) oder als Bürgermeister Don Paget
in der Westernkomödie
"The Barefoot Mailman" (1951, "Strandräuber in
Florida").
Anfang der 1950er Jahre wurde der Schauspieler Opfer des so
genannten "Kalten
Krieges", in einem
Artikel, der 1948 in einer kommunistischen Zeitung erschien,
hatte er nicht nur das russische Theater bzw. den Film gewürdigt. In
der McCarthy-Ära erhielt Geer als bekennender Kommunist Berufsverbot,
da er sich weigerte, mit dem "Komitee für unamerikanische Umtriebe"
zusammenzuarbeiten. Aufgrund dessen setzte man ihn auf die "Schwarze
Liste" und somit erhielt kaum noch Filmangebote. Während dieser
Zeit engagierte er sich verstärkt für Schauspielerkollegen, die
ebenfalls vom Boykott betroffen waren, gründete eine Theatertruppe,
die in dem von Geer und Herta Ware gebauten Amphitheater mit dem Namen "Will Geer Theatricum Botanicum"
im kalifornischen Topanga Canyon
nahe Malibu
auftrat. Gespielt werden bis
heute Shakespeare-Stücke und andere Klassiker in einer Gartenanlage,
die der Zeit Shakespeares nachempfunden ist.
Erst Anfang der 1960er Jahre konnte er seine Karriere ungehindert
fortsetzen, übernahm nun wieder vermehrt Aufgaben für den Film und tauchte
vor allem im Fernsehen in zahlreichen Filmen/Serien auf. Zur
Serien-Filmografie zählen Episoden-Auftritte in Quotenrenner wie "Mission: Impossible"
(1968, "Kobra, übernehmen Sie"), "Gunsmoke" (1968,
"Rauchende Colts"), "I Spy" (1968, "Tennisschläger und Kanonen"),
"Hawaii Five-O" (1969),
"Bonanza" (1969/1971),
die Sitcom "Bill Cosby" (1970),
oder "Bewitched" ("Verliebt in eine Hexe"), wo er 1972 in zwei Folgen
den US-Präsidenten George Washington verkörperte.
Mit
der Figur des "Grandpa" Walton, wohl eine seiner
schönsten TV-Rollen, erreichte Geer dann eine ungeheure Popularität
und wurde nicht nur in den USA zum Publikumsliebling.
Auf der Leinwand zeigte er sich unter anderem als Senator Warren Strickland in dem mit
Henry Fonda
und Charles Laughton prominent besetzten Drama
"Advise and Consent" (1962, "Sturm über Washington"),
als Chef der sogenannten "Firma" in dem Krimi "Seconds" (1966,
"Der Mann, der zweimal lebte") mit Rock Hudson,
als Staatsanwalt in dem nach dem gleichnamigen Roman von
Truman Capote entstandenen Thriller
"In Cold Blood" (1967, "Kaltblütig") mit
John Forsythe (Detective Alvin Dewey), Robert Blake (Mörder
Perry Smith)
und Scott Wilson (Mörder
Richard Hickock),
als Banden-Mitglied Pop Chaney in dem Western "Bandolero!" (1966) mit
James Stewart und
Dean (Martin,
als Großvater "Boss" McCaslin in der Komödie "The Reivers" (1969, "Der Gauner")
oder als alter Trapper Bear Claw Lapp in "Jeremiah Johnson" (1972) mit
Robert Redford in der
Titelrolle des Abenteurers John Jeremiah Johnson.
Den Großvater mimte er in dem mit Michael Douglas (Einsiedler Danny),
Johnny Whitaker
(der 11-jährige Napoleon)
und Jodie Foster (dessen Freundin Samantha) gedrehten Abenteuer-Streifen
"Napoleon and Samantha" (1972,
"Flucht in die Wildnis"), den einflussreichen Ölmagnaten Harold Ferguson in dem Polit-Thriller
"Executive
Action" (1973, "Unternehmen
Staatsgewalt") neben Burt Lancaster und
Robert Ryan
sowie erneut einen Großvater in dem Märchenfilm in "The Blue Bird" (1976,
"Der blaue Vogel"), frei nach dem Drama "L'oiseau bleu" von
Maurice Maeterlinck.
Letzte Arbeiten für das Kino waren die amüsante Geschichte "The Billion Dollar Hobo"1) (1977,
"Der millionenschwere Landstreicher" → Wikipedia (engl.)), in der er den milliardenschweren Choo Choo Trayne, Erbonkel des etwas trotteligen Vernon Praiseworthy
(Tim
Conway) spielte und der Horror-Streifen "The Mafu Cage"2) (1978,
"Der Mafu-Käfig") mit seinem Part des Zoologen Zom, Taufpate der Astronomin Ellen Carpenter
(Lee Grant),
die mit ihrer psychisch labilen Schwester Cissy (Carol Kane) in einem heruntergekommenen Haus in den Hollywood Hills
wohnt → Wikipedia (englisch).
Das Ende des Publikumrenners "Die Waltons" letztmalig
sah man ihn in der
Folge 151 "Ein schweres
Schicksal"1) ("Grandma Comes Home") erlebte der Schauspieler
ebenso wenig wie die Erstausstrahlung des TV-Mehrteilers
"A Woman Called
Moses"1) (EA: 11./12.12.1978, "Eine Frau namens
Moses"), der auf dem gleichnamigen Roman von Marcy Heidish über das Leben der
von Cicely Tyson dargestellten,
entflohenen afro-amerikanischen Sklavin
Harriet Tubman (1822 1913) basierte;
Orson Welles fungierte im Original als Erzähler, Geer stellte
den Abolitionisten
Thomas Garrett
dar, weiterhin unter anderem Robert Hooks den Bürgerrechtler
William Still → Wikipedia (englisch).
Der Publikumsliebling Will Geer starb am am 22. April 1978 im Alter
von 76 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles an
Atemwegsproblemen; die Urnen-Beisetzung fand auf dem Gelände des
"Theatricum Botanicum"statt → findagrave.com.
Geer war von 1938 bis 1954 mit der Schauspielerin Herta Ware (1917 2005) verheiratet;
auch nach der Scheidung blieben beide in tiefer
Freundschaft verbunden. Aus der Ehe gingen die Kinder Kate und Thad
sowie die 1941 geborene Ellen Geer
hervor, die ebenfalls den Schauspieler-Beruf ergriff und nach dem Tod
des Vaters die künstlerische Leitung das familieneigene Open-Air-Theater "Theatricum Botanicum"
übernahm, welches sich im kalifornischen Topanga Canyon befindet → theatricum.com.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Fotos bei Wikimedia
Commons
Weitere Filme*) mit
Will Geer
Link: 1) fernsehserien.de, 2) filmdienst
|
| Ellen Corby
|
spielte die sittenstrenge aber
herzensgute Großmutter Esther Walton, die ihre Familie abgöttisch
liebt. "Grandma" ist sehr fromm und geht jeden Sonntag in
die Kirche. Ihre Schwiegertochter Olivia unterstützt sie bei der
Hausarbeit und ist auch sonst immer zur Stelle, wenn "Not am Mann
ist" → Wikipedia.
Geboren am 3. Juni 1911 als Ellen Hansen in Racine
(US-Bundesstaat Wisconsin),
gestorben am 14. April 1999 in Los Angeles
(US-Bundesstaat Kalifornien).
Ellen Corbys Eltern stammten aus Dänemark, der Vater starb, als Ellen
noch sehr klein war, die Kindheit und Jugend verbrachte sie in
Philadelphia (Pennsylvania), wo die Mutter zeitweise ein kleines
Restaurant betrieb. Schon während der Schulzeit
interessierte sich die junge Ellen für die Schauspielerei und wirkte
bei Amateur-Theatern mit. 1932 ging sie nach Hollywood und erhielt
einen Job als Drehbuch-Assistentin. Zwei Jahre später heiratete sie
den Kameramann Francis Corby, von dem sie sich 1944 wieder scheiden
ließ, dessen Namen aber beibehielt; die Ehe blieb Kinderlos.
Obwohl Ellen Corby zwölf Jahre lang vorwiegend als Script Girl/Drehbuch-Assistentin
bei "RKO" und später bei den "Hal-Roach-Studios" arbeitete, übernahm sie daneben seit Anfang der
1930er Jahre Statisten- und Mini-Rollen in Streifen wie "Rafter Romance" (1933
→ Wikipedia (engl.)),
"Sons of the Desert"1) (1933,
"Laurel und
Hardy: Die Wüstensöhne") oder "Speed Limited" (1935);
gleichzeitig nahm sie Schauspielunterricht. Trotz zahlreicher Filme
wurden die Aufgaben erst Ende der 1940er Jahre größer, nun wurde sie
auch im Abspann genannt und das Publikum nahm sie als Darstellerin
überhaupt wahr. "Da sie nie als Hollywood-Schönheit galt, spielte sie schon
seit Beginn ihrer Karriere häufig altjüngferliche oder schrullige Damen, wobei
ihr Spielalter meist deutlich über ihrem eigentlichen Alter lag."
notiert Wikipedia.
Der künstlerische Durchbruch als Filmschauspielerin
gelang Ellen Corby mit der Rolle der Tante Trina in dem Familiendrama "I Remember Mama"1) (1948,
"Geheimnis der Mutter"), das George Stevens nach dem
erfolgreichen Broadway-Stück
von John Van Druten,
wiederum basierend auf dem autobiografischen Roman "Mama’s Little Bank Account" von
Kathryn McLean alias Kathryn Forbes (1908 1966), mit Irene Dunne in Szene setzte. Für ihre
darstellerische Leistung
erhielt Ellen Corby 1949 einen "Golden Globe" als "Beste
Nebendarstellerin" sowie eine "Oscar"-Nominierung,
unterlag hier jedoch Claire Trevor
in dem Film noir "Key Largo" (1948, "Gangster in Key Largo").
Dennoch wurde sie im Film weiterhin mit eher
unbedeutenden Parts bedacht, meist mimte sie Dienstmädchen (wie
in "Little Women",
(1949)),
Sekretärinnen (wie in dem Kassenschlager "Sabrina" (1954)),
Hotel-Managerinnen (wie in dem Hitchcock-Thriller "Vertigo" (1958)),
Kellnerinnen (wie in "Susan Slept Here" (1954)), Mütter
(wie in "Monsoon"
(1952)), oder alte Klatschbasen. Erst durch das
Fernsehen erlangte sie eine ungeheure Popularität, es waren vor allem
erfolgreiche TV-Serien, mit denen Ellen Corby zum Dauergast auf dem
Bildschirm wurde; zu ihren schönsten Auftritten zählt beispielsweise
die Myrt "Hubcaps" Lesh in der Episode "Barney's First Car" (1963)
aus der Reihe "The Andy Griffith Show". Die Rolle der
Haushälterin Martha in dr Serie "Unser
trautes Heim" ("Please Don't Eat the Daisies") war
ein weiteres Highlight in der Filmkarriere von Ellen Corby, den
größten Ruhm ihrer Karriere erlangte sie dann ohne Zweifel mit der
Figur der Esther "Grandma" Walton" in der Kultserie
"Die Waltons", welche sie ab 1972 fast bis zum Schluss
verkörperte und die ihr drei "Emmy Awards" (1973, 1975,
1976) als "Beste Nebendarstellerin" sowie einen "Golden Globe Award" (1974) einbrachte.
Ellens Corbys mehr als 100 Arbeiten für das Kino umfassen
(außer den genannten) so bekannte
Produktionen wie die von Vincente Minnelli
nach dem gleichnamigen Roman von
Gustave Flaubert mit
Jennifer Jones in der
Titelrolle in Szene gesetzte Adaption "Madame Bovary" (1949, "Madame Bovary und ihre
Liebhaber"), die Western "The Gunfighter" (1950, "Der Scharfschütze") mit
Gregory Peck
und "Shane) (1953,
"Mein großer Freund Shane") mit Alan Ladd,
die Charakterstudie "Harriet Craig" (1950, "Die Lügnerin") mit
Joan Crawford,
die Komödien "Here Comes the Groom" (1951,
"Hochzeitsparade") mit Bing Crosby,
"Pocketful of Miracles" (1961, "Die unteren
Zehntausend") mit Bette Davis und
Glenn Ford
sowie "The Glass Bottom Boat" (1966, "Spion in Spitzenhöschen") mit
Doris Day,
den Krimi "Illegal" (1955, "Schakale der
Unterwelt") mit Edward G. Robinson
oder das Melodram "The Legend of Lylah Clare" (1968, "Große Lüge Lylah Clare") mit
Kim Novak.
Obwohl gesundheitlich angeschlagen 1976 erlitt sie einen
Schlaganfall stand Ellen Corby auch danach noch sporadisch vor der
Kamera, ihren letzten Auftritt hatte sie in dem "Waltons"-Special "A Walton
Easter" ("Nachwuchs für John-Boy"), das in
den USA am 30. März 1997 zur Erstsusstrahlung gelangte
und mit dem auch die "Die Waltons"-Ära endgütig zu
Ende ging (Deutschsprachige EA: 24. 04.2000).
Ellen Corby starb am 14. April 1999 im Alter von 87 Jahren
im "Motion Picture & Television Hospital" in
Los Angeles,
in welches sie wenige Wochen vor ihrem Tod eingeliefert worden war.
Ihre Grabstelle befindet sich auf dem Prominentenfriedhof
"Forest Lawn Memorial Park"
im kalifornischen Glendale
→ findagrave.com.
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch)
Fotos bei Wikimedia
Commons
Weitere
Filme*) mit Ellen Corby
|
|