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Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
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Noch bevor die "Mutter" aller Familienserien, "Unsere
Nachbarn heute Abend Familie Schölermann"1), Ende März 1960 eingestellt wurde,
kamen am 22. Januar 1960 mit "Die Firma
Hesselbach" neue Episoden aus dem Alltag einer Fernsehfamilie auf den
Bildschirm. Diesmal wurden turbulente Geschichten um eine Firma respektive
deren Besitzer im Hessischen gezeigt, die aus der Feder des Journalisten
und Satirikers Wolf Schmidt stammten, der auch Regie führte und
gleichzeitig das Oberhaupt des Hesselbach-Clans mimte. Bereits im Hörfunk
hatte Schmidt für den Hessischen Rundfunk diese Geschichten überaus
erfolgreich produziert, am 17. September 1949 ging die erste von insgesamt
77 Folgen über den Sender, bis 1956 gelangten drei Staffeln
zur Ausstrahlung. Die einzelnen Folgen "Familie Hesselbach",
"Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung" und "Hesselbach GmbH"
hatten ein Länge von 23 bis 68 Minuten. In der ersten Folge
sprach neben Wolf Schmidt (Vater Hesselbach) zunächst Anny Hannewald1) (1882 1968) die "Mamma Hesselbach" und
Lia Wöhr die Tochter
Anneliese, ab der zweiten Folge übernahm Lia Wöhr den Part der Mutter, Joost Siedhoff
mimte den Sohn Willi, wie auch später in der
TV-Serie; mehr zur Hörfunkreihe bei Wikipedia
und www.babbahesselbach.de.
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Familie Hesselbach
(Liesel Christ, Wolf Schmidt, Joost Siedhoff) beim Mittagessen.
Szenenfoto aus "Familie Hesselbach", Folge 1, "Das Dokument"
(22.01.1960)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
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Aufgrund des großen Resonanz wurde dann 1954, parallel zu den
Hörfunkfolgen, ein erster Spielfilm unter dem Titel "Die Familie Hesselbach"
produziert, gefolgt von "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955),
"Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1955/56) und "Herr Hesselbach und die Firma" (1956).
In allen vier Streifen, von denen nur der zweite Jahrzehnte später im
Fernsehen lief, verkörperte Schmidt den Firmenchef Karl "Babba"
Hesselbach, die Schauspielerin Else Knott1) (1910 1975) seine Ehefrau.
Wolf Schmidt dokumentierte den Zeitgeist des kleinbürgerlichen Milieus
nach dem 2. Weltkrieg bis zum Ende des deutschen Wirtschaftswunders.
Er porträtierte dabei die kleinen Leute mit ihren gutgläubigen und ihren boshaften
Seiten, zeigte aber auch Verständnis für die alltäglichen Kompromisse. Die kleine
Welt der Hesselbachs, der Familien- und Büroalltag gab den Nährboden für Tratsch
und Intrigen, Stolz und Ehrgeiz, aber auch für ehrliche Gefühle, zu denen man sich
quälend durchringen musste. Wolf Schmidt verdankt seinen Erfolg der hohen Kunst
der Komik, vor allem der Situationskomik, die sich aus Widersprüchen und Verwicklungen
ergab, aber auch der Pointendichte der Dialoge.2)
Die erste Staffel der legendären TV-Serie (24 Folgen) lief bis Mitte
November 1961 unter dem
Titel "Die Firma Hesselbach", bereits ab der sich anschließenden
2. Staffel (18 Folgen), die zwischen 15. Dezember 1961 und 29. Mai 1963 über die
Bildschirme flimmerte, wurden die Zuschauer dann zur
"Familie Hesselbach" eingeladen. Die dritte und letzte Staffel
wurde dann unter dem Titel "Herr Hesselbach und
" mit neun Folgen zwischen
19. Oktober 1966 und 7. Juni 1967 gezeigt,
allerdings war das Interesse beim Publikum vielleicht auch aufgrund
der Einführung des Zweiten Deutschen Fernsehens nicht mehr ganz so groß und die Reihe
verschwand aus der immer vielfältiger werden Fernsehlandschaft.
Die Geschichten handelten von den Alltagserlebnisse und ganz normalen Krisen im Haushalt
und Betrieb der hessischen Familie Hesselbach: Vater Hesselbach
(Wolf Schmidt) besitzt eine kleine Druckerei, in der auch Sohn Willi (Joost Siedhoff) arbeitet,
seine Ehefrau, die immer etwas aufgeregte "Mamma" Hesselbach (Liesel Christ) ist der gute Geist
der Familie. Neben Sohn Willi sind da noch die Kinder Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter
(Dieter Henkel) zu nennen,
die allerdings erst auftauchten, als Joost Siedhoff die Serie nach
10 Folgen verließ.
Fotos:
Mama Hesselbach (Liesel Christ) ist empört:
Das Dippsche ist dreckig!;
"Die Firma Hesselbach",
Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15. 09.1961)
Sohn Peter (Dieter Henkel) in "Die Familie Hesselbach", Folge 27 "Telefonitis"
(16.02.1962)
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
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Es sind eher banale Problemchen, mit denen sich die ein wenig biederen Hesselbachs
auseinandersetzen müssen, mal geht um nicht auffindbare Verträge, mal um verschwundenes
Büromaterial, und auch ein Fleck auf Vaters Jacke kann eine Krise hervorrufen.
Doch trotz Missverständnissen und Auseinandersetzungen raufen sich die
Hesselbachs und die Mitarbeiter des Unternehmens immer wieder zusammen.3)
Viele namhafte Schauspieler tauchten im Verlaufe der Jahre in der Serie auf, an
besonderen Firmenmitgliedern sind etwa die Sekretärin Fräulein Sauerberg
(Käte Jaenicke, Folgen 13, später
Ursula Köllner), die wortgewaltige Putzfrau Siebenhals (Lia Wöhr), der
Buchhalter Münzenberger (Max Strecker)
sowie dessen Ehefrau (Flory Jacobi), der Lehrbub Rudi Krausgrill
(Dieter Schwanda), die stets mürrische, tratschsüchtige Bürokraft Fräulein Lohmeier
(Sophie Cossäus) oder der Stadtrat und
Bank-Prokurist Detlef Petersen (Uwe Dallmeier)
zu nennen. Eine exponierte Stellung nahm auch der smarte
"Betriebs-Playboy" Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) ein, der
beispielsweise der hübschen Sekretärin Helga Schneider (Helga Neuner) und
späteren Frau Willi Hesselbachs den
Kopf verdrehte, schließlich in die Familie einheiratet und als Ehemann von
Heidi Hesselbach (Rose-Marie Kirstein) zum
"Vorzeige-Schwiegersohn" mutiert. Weitere prägnante, mehr oder
minder durchgehende Rollen spielten vornehmlich in der "Firma
Hesselbach" unter anderem Sophie Engelke
(Büroangestellte Frieda Lahrmann), Gaby Reichardt
(Büroangestellte Emmy Puchel), Doris Mack (Sekretärin Jutta Schäfer),
Sybille Schindler (Fräulein Pinella),
Otto Stern (Setzerei-Chef Zimmermann)
oder Joseph Wageck (Hausmeister Ballmann).
Eine witzige Figur war die von Iska Geri
gemimte Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyers (Hans Schepior), auch die
Ur-Berlinerin Edith Hancke spielte zeitweise als Stadträtin
Trudi Plischke mit. Als Redakteur Hans-Ulrich Betzdorf sah man Bogislav von Heyden-Linden,
als Kaufhausbesitzer Dengler Ernst Walter Mitulski.
Die Erkennungsmelodie, die sogenannte "Hesselbach-Polka" stammte
aus der Feder von Willy Czernik1)
(1901 1996), der das Grundthema für jede einzelne Folge
individuell abwandelte → siehe auch "Die Musik in den Fernsehsendungen" von Dr. Harald Schäfer
bei babbahesselbach.de.
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Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15.09.1961) |
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Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 25 "Simulanten" (15.12.1961) |
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Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
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In der ersten Staffel steht die tägliche Arbeit im Verlag in Vordergrund. Zwischenmenschliche
Ereignisse im Betrieb bilden hauptsächlich die Basis der Handlungen. Aber auch konkrete Probleme
des Wirtschaftswunders werden thematisiert (z. B. Rohstoffknappheit und Arbeitskräftemangel).
Gegen Ende der ersten Staffel kommen die Kinder der Hesselbachs, Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter (Dieter Henkel),
aus dem Internat zurück und steigen in den Familienbetrieb ein.
Damit ist die Grundlage für die zweite Staffel gelegt: Die Familie rückt in
den Vordergrund und die Handlungen verlegen sich stärker auf familiäre Ereignisse (Liebe, Heirat und Geburt).
In diese Staffel fallen auch die beiden einzigen Folgen, die im Ausland spielen.
Eine Urlaubsreise führt die Hesselbachs nach Cannes und später Herrn Hesselbach
zu einem Kongress nach Tokio. Die Folge
"Der Kongreß von Tokio" ist dabei die einzige Folge,
die tatsächlich zu einem Teil im Ausland gedreht wurde.
Anfang 1963 kamen erste Kritiken an der Serie auf, die nach drei
Jahren Hesselbach-Folgen im Fernsehen und zuvor neun Jahren im Hörfunk
auf Ermüdungserscheinungen der Zuschauer zurückzuführen waren. Wolf Schmidt reagierte darauf,
indem er die Serie mit Folge 42 zu einem vorläufigen Ende brachte, indem Herr Hesselbach
in Ruhestand tritt und die Leitung des Verlags seinem Prokuristen und Schwiegersohn Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) übergibt.
Bereits Ende 1966 kehrten die Hesselbachs mit modernerem Konzept auf den Bildschirm
zurück. Die Handlungen orientierten sich jetzt stärker an der Person Karl Hesselbach, was auch aus den Titeln
"Herr Hesselbach und
quot; ersichtlich wird. Hauptsächlich
behandeln die Folgen der dritten und letzten Staffel kommunalpolitische
Episoden, in denen Herr Hesselbach als Stadtrat in Steinteil agiert.
Auch hier wurden aktuelle gesellschaftliche Themen behandelt und
versucht vermehrt jugendliche Zuschauer anzusprechen. Dies gelang nur zum Teil.
Im Sommer 1967 stellte der Hessische Rundfunk die Serie ein, obwohl Wolf Schmidt bereits
weitere Folgen geschrieben hatte.4)
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Neben Wolf Schmidt, der die Figur des "Babba"
Hesselbach seinem eigenen Vater, Prof. Dr. Karl Schmidt5), nachempfunden hatte, erlangten besonders die
Frankfurter Volksschauspielerinnen Liesel Christ und Lia Wöhr mit der
Serie enorme Popularität. Aber auch der südhessische Dialekt wurde
schlagartig bundesweit bekannt, Aussprüche wie "Karl, mei Droppe!",
wie Mamma Hesselbach ihren Angetrauten liebevoll titulierte, oder "Ei
Kall, was mechste denn?"
wurden zu geflügelten Worten. Für Nostalgie-Fans: Alle Folgen der
"Hesselbach"-Serie sind inzwischen seit Oktober 2006 auf DVD im Handel erhältlich.
Foto: Die Hesselbachs sind fertig kostümiert für ihre großen Auftritt.
in "Die Familie Hesselbach", Folge 28 "Die Festaufführung" (16.03.1962)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
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Siehe auch die detaillierten "Hesselbach"-Seiten
bei babbahesselbach.de
sowie Wikipedia,
fernsehserien.de
und tvder60er.de;
die einzelnen Titel und Beschreibungen der Folgen findet man bei www.bamby.de
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP,
5) babbahesselbach.de
Quelle: 2) www.hr-online.de,
3) Serienlexikon von www.kabel1.de, 4) Wikipedia (abgerufen 07.02.2012)
Die Hauptdarsteller sowie einige weitere Figuren
(Komplette Darsteller-Liste bei babbahesselbach.de)
(Weitere Mitwirkende bei der "Inrernet
Movie Database";
Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
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Wolf Schmidt
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Foto zur Verfügung gestellt bzw.
mit freundlicher Genehmigung
von Wolf Schmidts Familie
Die Bildrechte liegen
bei (©) Hanneliese Grünewald
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Wolf Schmidt alias
"Babba Hesselbach"
bei den Dreharbeiten
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke |
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Autogrannkarte Wolf Schmidt
© hr/Kurt Bethke |
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spielte den Karl "Babba" Hesselbach.
Geboren am 9. Februar 1913 als Johann Sebastian Ferdinand Wolfgang Schmidt
im hessischen Friedberg,
gestorben am 17. Januar 1977 nach langer schwerer Krankheit
im Alter von 63 Jahren in
Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen).
Der Sohn des Altphilologen und Musiklehrers Prof. Dr. Karl Schmidt begann nach dem Abitur am
großherzoglichen "Augustiner Gymnasium" seiner Geburtsstadt
auf Drängen des Vaters mehr halbherzig ein Jurastudium an der Pariser
"Sorbonne Université" sowie anschließend
an der "Universität Freiburg"
in Freiburg im Breisgau, welches er jedoch nach einigen Semestern wieder abbrach.
Zunächst in Paris, dann in Berlin, arbeitete er als Auslandskorrespondent und
Journalist für verschiedene Zeitungen.
Im November 1933 übernahm er schließlich die Leitung und Chefredaktion des finanziell
angeschlagenen Verlags "Berliner Morgenblatt"/"Neue Zeit"
mit angegliederter Druckerei in Berlin-Charlottenburg. Den Konkurs konnte er nicht abwenden, sammelte in
dieser Zeit jedoch reichlich Presse-Erfahrung, die er später bei den
"Hesselbachs" noch nutzen sollte; im August 1934 trat er von der Verlagsleitung wieder zurück.
Als am 1. September 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach,
meldete sich Schmidt als Freiwilliger, war zunächst Kriegsberichterstatter, in der letzten Phase bei der kämpfenden
Truppe. Im April 1945 hielt sich seine Einheit in Vorarlberg auf, wo
sich Schmidt von der Truppe absetzte und sich zu Fuß auf den langen Heimweg nach Friedberg machte. Kurz nach Kriegsende gründete Wolf Schmidt das Tourneetheater
"Die heitere Bühne" sowie das politische Kabarett
"Die Zeitgenossen", bereits ab 1946 war er als Autor für
"Radio Frankfurt", dem Vorläufer des "Hessischen
Rundfunks" (hr) sowie für "Radio Stuttgart" (dem späteren "Süddeutschen Rundfunk"
(SDR), heute "Südwestrundfunk" (SWR)) tätig. Für den "Hessischen Rundfunk" schrieb
er dann die Hörspielserie um die
"Familie Hesselbach", in der er auch die Hauptrolle des Familienoberhaupts
sprach. Am 17. September 1949 strahlte der "Hessische Rundfunk" das erste von 77 Hörspielen
über die Familie Hesselbach aus. Die einzelnen Folgen dauerten zwischen 23 und 68 Minuten;
diese Hörspielreihe ist eine hessische Adaption der ersten Familienserie von Schmidt, die er für
"Radio Stuttgart" schrieb: "Die Familie Staudenmaier"
→ babbahesselbach.de. Die weitere Entwicklung der
"Hesselbachs" wurde bereits beschrieben.
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Wolf Schmidt, Schöpfer der Hesselbachs
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr |
1967 kam für die "Hesselbachs" das endgültige Aus, nachdem die Einschaltquoten, nicht zuletzt durch
den Start des ZDFs, aber auch durch Schwächerwerden der Drehbücher
zurückgingen. Es wird überdies ein Wandel des Zeitgeistes (der bevorstehenden 1968er) als Grund für
die Einstellung der Serie vermutet. Heute weiß man allerdings, dass Schmidt zu diesem Zeitpunkt
bereits an der "Alzheimer Krankheit" litt und
dies ein Hauptgrund für die Unfähigkeit des Autors war, seine Drehbücher in der früher gewohnten Qualität
abzuliefern.
Wolf Schmidt verstarb 1977, wenige Wochen vor seinem 64. Geburtstag, nach langer und schwerer Krankheit
in einem Sanatorium für Demenkranke in Gelsenkirchen. Auf eigenen Wunsch fand eine Seebestattung statt.
Wolf Schmidt war von 1934 bis 1946 in erster Ehe mit Irm Kliche verheiratet; aus dieser Ehe
ging seine erste, am 9. Januar 1940 geborene Tochter Anja
hervor → babbahesselbach.de. Seine zweite Ehe schloss er mit der Schauspielerin Gretl Pilz,
anfänglich seine Bühnen- und Sketchpartnerin, später die
größte Inspirationsquelle seines künstlerischen Schaffens. Mit ihr hatte er seine zweite Tochter
Susanne (* 1955), sowie die Söhne Stefan (1958 1969) und Michael
(* 1961) → babbahesselbach.de.
Quelle: Das Kurzportrait wurde in Zusammenarbeit mit Wolf Schmidts Familie erstellt.
Eine komplette, reich bebilderte Biografie finden Sie hier: babbahesselbach.de
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Wolf Schmidt
Die Autogrammkarte von Wolf Schmidt (Foto: Kurt Bethke) wurde 2013
mit Genehmigung des "Hessischen Rundfunks" zum 100-jährigen
Jubiläum Wolf Schmidts auf der Jubiläumsseite babbahesselbach.de
veröffentlicht und als Pressematerial/Pressebild der Öffentlichkeit
zur Verfügung
gestellt. Fotograf der Karte mit Autogramm:
Michael Schmidt,
Sohn des Porträtierten
Quelle: Wikimedia
Commons
Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Liesel Christ
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spielte die "Mamma" Hesselbach (Marie "Marieche" Mathilde
Eleonore Hesselbach).
Geboren 16. April 1919 in Frankfurt am
Main,
gestorben am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren ebenda.
Die Künstlerin wurde als erste gemeinsame Tochter des Werkmeisters Ludwig Karl Christ und dessen Ehefrau Marie
in eine kinderreiche Arbeiterfamilie aus dem Frankfurter Norden
hineingeboren unf hatte zwölf Halbgeschwister. Schon als Vierjährige
kam sie zum Ballett, stand
als kleines Kind auf der Bühne des "Frankfurter Opernhauses"
(heute "Alte Oper") und
wurde in Stücken wie in dem Märchenspiel "Peterchens Mondfahrt"
von Gerdt von Bassewitz als Kinderstar gefeiert.
Mit 14 Jahren begann sie sich ihren Traum zu erfüllen, Schauspielerin
zu werden und besuchte mittels einer Sondergenehmigung in Frankfurt
die "Hochschule für Musik
und Theater", welche sie drei Jahre
später mit Diplom abschloss. Nach ersten Engagements, unter anderem in
Koblenz sowie am "Stadttheater Heilbronn", wo sie sechs Jahre lang als
Operetten-Soubrette
überaus populär war, verlebte sie das letzte Kriegsjahr 1944 im niederschlesischen
Görlitz, mit einem Gastvertrag in
Breslau
(heute: Wrocław, Polen). Nach Kriegsende kam sie sie mit ihrer Tochter und ihrer Mutter
in ihre Geburtsstadt
zurück, spielte dort unter anderem Kabarett und gehörte zum Ensemble
sowie Gründungsmitgliedern der "Landesbühne Rhein-Main" (heute: "Theater am Turm" (TAT)).
Bereits während ihrer Zeit beim Kabarett wurde sie von Wolf Schmidt
"entdeckt" bzw. für seine Truppe "Die Zeitgenossen"
engagiert, mit der sie ein Jahr lang auf Tournee ging. Mit der Rolle der immer rasch gekränkten "Mamma
Hesselbach" in der legendären Serie "Die Firma Hesselbach"
erreichte sie seit Beginn der 1960er schlagartig bundesweite
Popularität.
So ganz
wurde auch Liesel Christ dieses Image nicht mehr los, dennoch erlebte
man sie im Verlaufe der Jahre mit einigen anderen schönen Rollen auf
dem Bildschirm. So tauchte sie unter anderem in zwei vom
"Hessischen Rundfunk" produzierten Folgen des
Dauerbrenners "Tatort"
auf, mimte in "Zwei Flugkarten nach Rio" (1976)
mit Klaus Höhne als
Kommissar Konrad die
Frau Horchwald und in "Tod einer Ärztin" (1990)
mit Karl-Heinz von Hassel als KHK Edgar Brinkmann
die Ärztin Dr. Hilde Jahn, die ihren Nachbarn Harry Gerber
(Hans Peter Korff) für den
Mörder seiner Tante hält und bald darauf selbst tot aufgefunden
wird. In dem nach dem Roman von Sandra Paretti entstandenen Dreiteiler "Der Winter, der ein Sommer
war" (1976) trat sie unter der Regie von Fritz Umgelter als Kammerfrau Betty
in Erscheinung, in dem mit Anja Kruse als
Wilhelmine Enke,
Mätresse des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm
(Rainer Hunold), gedrehten Mehrteiler
"Die schöne Wilhelmine" (1984)
als Karoline Landgräfin von
Hessen-Darmstadt und somit
Schwiegermutter des treulosen Friedrich Wilhelm, in der Erfolgsserie "Mit Leib und
Seele"2) (19891993) erlebte
man an der Seite des Pfarrers Dr. Dr. Adam Kempfert (Günter Strack) als Küsterin
Agnes Bebel.
Hauptsächlich konzentrierte sich die Vollblut-Schauspielerin jedoch
ab Ende der 1960er Jahre auf die Arbeit am Theater, 1971 gründete sie
das "Volkstheater Frankfurt", welches sie bis zu
ihrem Tod leitete und in vielen erfolgreichen Inszenierungen beweisen
konnte, dass als Darstellerin mehr in ihr steckte, als die "Mamma
Hesselbach". Das Theater avancierte nicht zuletzt durch das
Engagement der Prinzipalin Liesel Christ zu einer Frankfurter Institution,
mit wechselnder Starbesetzung werden bis zur Schließng im Mai 2013 Stücke in Frankfurter Mundart
gezeigt. Ihre letzte Bühnenrolle war 1995 die der Gudula Rothschild
in dem Lustspiel "Die fünf Frankfurter" von
Carl Rössler, ein
von Wolfgang Kaus in Szene gesetztes Stück, welches auch im
Fernsehen übertragen (→ IMDb) und Ende Juni 2013 von Pidax Film als DVD veröffentlicht wurde.
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"Die fünf Frankfurter":
Szenenfoto mit Liesl Christ als Gudula Rothschild
sowie Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film" |
Wikipedia notiert: "Das Theater machte es sich zur Aufgabe, die Tradition der Volksstücke in
Frankfurter Mundart zu pflegen und sie zugleich zeitgemäß umzusetzen.
(…); Mit ihrem
Anspruch, darüber hinaus literarisches Volkstheater zu machen, mit Stücken der Weltliteratur
wie etwa Goethes "Urfaust" auf Frankfurterisch,
setzte Liesel Christ Maßstäbe. Mit zahllosen
erfolgreichen Inszenierungen des langjährigen Hausregisseurs Wolfgang Kaus und Gastspielreisen,
darunter mehrfach nach Israel, wurde die kleine Mundartbühne zu einer anerkannten Institution.
Viele der Inszenierungen zeichnete der "Hessische Rundfunk" für sein Fernsehprogramm auf.
Das Repertoire des Volkstheaters reichte vom lokalen Lustspiel "Die fünf Frankfurter" von Carl Rössler
über den musikalischen Schwank à la "Die wilde Auguste"1)
von Theo Halton (1875 1940) mit der Musik von Walter Kollo bis hin
zu "Mutter Courage und ihre Kinder" von
Bertolt Brecht Christs symbolträchtigster Rolle."
Fast bis zuletzt stand die sympathische Liesel Christ auf der Bühne,
zählte zu Frankfurts bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten.
Liesel Christ erlag am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren in Frankfurt/Main
den Folgen einer Kopfverletzung, die sie sich bei einem Sturz
zugezogen hatte; die letzte Ruhe fand sie auf dem "Frankfurter
Hauptfriedhof" → Foto der Grabstelle bei Wikimedia
Commons. Anlässlich ihres Todes würdigte der damalige Ministerpräsident
Hans Eichel die Schauspielerin
unter anderem mit den Worten "Sie hat die Kultur in Hessen
maßgeblich geprägt."
Liesel Christ war seit 4. Juni 1942 mit dem Opernsänger Fritz Dahlem
(1913 1996) verheiratet, aus der Verbindung ging die am
4. Oktober 1942 in Heilbronn geborene Tochter Gisela Dahlem-Christ
(† 14.12.2015) hervor;
das Paar ließ sich 1944 scheiden. Im Oktober 1945
erblickte Liesel Christs zweite Tochter Bärbel das Licht der Welt, die später den Schauspieler Karl-Heinz Heß (1930 1995; → "Die
Gentlemen bitten zur Kasse") sowie nach dessen Tod Rainer Schöne,
langjähriger Bühnenbildner des "Volkstheaters" und Bruder der
Schauspielerin/Sängerin Barbara Schöne, ehelichte.2) Kurz danach lernte
Liesel Christ den Publizisten und späteren Verleger der
"Frankfurter Rundschau", Karl Gerold (1906 1973), kennen,
mit dem sie jenseits der Öffentlichkeit eine langjährige Beziehung führte.
Beide Töchter unterstützten die Mutter seit Gründung des
"Volkstheaters Frankfurt", Gisela Dahlem-Christ übernahm die Geschäftsführung
(nach dem Tod von Liesel Christ die Intendanz), Schwester Bärbel Christ-Heß
fungierte als technische Direktorin. Gisela Dahlem-Christ, die erst seit ihrer Adoption in ihren letzten Lebensjahren den Nachnamen
"Christ von Carben" trug gründete noch in ihrem
Todesjahr bzw. im Mai 2015 die
"Volkstheater Frankfurt Liesel Christ Liesel und Gisela Christ-Stiftung"
→ volkstheater-frankfurt-stiftung.de.
Den künstlerischen Werdegang und die Theaterlaufbahn der
beliebten Liesel Christ zeichnete die Autorin und
Journalistin Dr. Sabine Hock
in der 2004 erschienen, gründlich recherchierten Biografie "Liesel Christ, Volksschauspielerin"
nach. "Liesel Christ war eine besessene Schauspielerin.
Sie war von diesem Beruf vollkommen überzeugt und er war auch sehr wichtig für sie.
Und er ging auch immer vor allem vor. Egal was war: ihre Disziplin und ihr Wille,
auf der Bühne zu stehen, war immer größer und stärker."
(Zitat: Sabine Hock → www.sabinehock.de)
Zu Ehren der beliebten Volksschauspielerin wurde in Frankfurt/M ein Teil des Anlagenrings zwischen der
"Alten Oper" und dem
"Eschenheimer Tor" in
"Liesel-Christ-Anlage" umbenannt. Eine Gedenktafel an
ihrem ehemaligen Geburtshaus in der Koselstraße 42 im Frankfurter
Nordend, die dort
am 12. März 2014 anlässlich ihres bevorstehenden 95. Geburtstages angebracht wurde, erinnert an die Schauspielerin und Theater-Prinzipalin. Zu Lebzeiten mehrfach
geehrt, erhielt Liesel
Christ unter anderem das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse" (1976).
den erstmals vergebenen "Friedrich
Stoltze-Preis" (1978), die "Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main" (1988),
den "Elisabeth
Norgall-Preis" (1988), den "Verdienstorden des Landes Hessen" (1990)
und die "Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main" (1994) → Übersicht
der Auszeichnungen
bei Wikipedia.
Die Töchter führten die Tradition ihrer Mutter gemeinsam mit Wolfgang Kaus
(Künstlerische Leiter bis 2007) fort und leiteten bis zuletzt das "Frankfurter Volkstheater", Gisela Dahlem-Christ
als
Intendantin, Bärbel Christ-Heß alias Schöne war als Kostümbildnerin
für die Leitung des technischen Betriebs zuständig. Zuletzt übernahm
ab 2009 die Theater- und Fernsehregisseurin Sylvia Hoffman2) die künstlerische
Leitung des Hauses, 2011 feierte die Mundartbühne ihr 40-jähriges Bestehen,
Ende Mai 2013 schloss sie endgültig. Die letzte Vorstellung am 25. Mai 2013 fand mit einer hessischen Version
des Musicals "Ein Käfig voller Narren" nach dem Theaterstück
"La cage aux Folles" von Jean Poiret statt → siehe auch
Kinofilm 1978. Für ihr Engagement erhielten
die Christ-Töchter 2013 ebenfalls die
"Ehrenplakette der Stadt Frankfurt".
Siehe auch Wikipedia,
"Frankfurter Personenlexikon"
volkstheater-frankfurt-chronik.de
Weitere
Filme*) mit Liesel Christ
Fremde Links: 1) theatertexte.de;
2) Quelle: freie-waehler-frankfurt.de (Artikel
nicht mehr online)
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| Joost Siedhoff

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spielte in den ersten 10 Folgen den Sohn Willi
Hesselbach.
Willi heiratet seine Sekretärin Helga Schneider (Helga Neuner) und
zieht mit ihr nach New York.
Geboren am 27. Juni 1926 in Dessau als Sohn eines Tänzers und einer
Innenarchitektinm,
gestorben am 28. Juni 2022, einen Tag nach seinem 96. Geburtstag.
Kurzbiografie zu Joost Siedhoff
innerhalb dieser Homepage
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Joost Siedhoff
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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Dieter Henkel
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spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb"1)) den Sohn Peter Hesselbach.
Der 19-jährige Peter hat vorher in einem Internat gelebt und kehrt
nach bestandenem Abitur in sein Elternhaus zurück.
Geboren am 3. August 1933 im Wuppertaler
Stadzbezik Elberfeld,
gestorben am 15. Dezember 2016 in München
im Alter von 83 Jahren.
Der in Mannheim aufgewachsene Dieter Henkel ließ sich zunächst
auf Wunsch seiner Eltern als
Kaufmann und Bäcker ausbilden, nahm jedoch bereits heimlich privaten Schauspielunterricht.
Dann entschied er sich endgültig für die "Bretter, die Welt
bedeuten", sammelte erste Bühnenerfahrungen bei dem christlichen Tourneetheater die
"Boten". Dann studierte er "Schauspiel" am
"Konservatorium Bern",
zu den Lehrenden, die ihn unterrichteten, gehörte Margarethe Schell-von Noé.
Ein erstes Festengagement erhielt Henkel zwischen 1956 und 1959 am
"Nationaltheater Mannheim",
anschließend wirkte er ab 1959/1960 eine Spielzeit lang an verschiedene Bühnen in Berlin. Unter der Intendanz von
Boleslaw Barlog trat er am
"Schillertheater" und am "Schlossparktheater", später auch am
"Hebbel-Theater" (1972) und am "Renaissance-Theater" auf.
Ab den 1960er Jahren
spielte Henkel hauptsächlich Boulevardtheater, an allen großen Boulevardbühnen in Berlin,
Köln
("Theater am
Dom"), Düsseldorf ("Komödie Düsseldorf"),
Frankfurt am Main
("Die Komödie"),
Stuttgart
("Komödie im
Marquardt") und München. Mehrfach trat er an der von Liesel Christ
gegründeten "Volkstheater Frankfurt" auf,
beispielsweise als
Sohn Heinrich Muffel in
der von Adolf Stoltze in
Frankfurter Mundart verfassten Komödie
"Alt-Frankfurt" unter der Regie von
Wolfgang Kaus;
Eine dieser Inszenierungen wurde auch
für das Fernsehen aufgezeichnet (EA: 1977 → IMDb) und Mitte August 2015 von Pidax Film
auf DVD
veröffentlicht. Unter anderem spielte Erich Walther den angesehenen Kaufmann und
Vater Hieronymus Muffel, Inhaber der Firma "Muffel & Comp",
Hilde Sicks dessen
Frau Euphrosine, Liesel Christ die Firmen-Teilhaberin Witwe Schnippel und
Lia Wöhr die
Gärtnerin Frau Funk, in deren Tochter Lorchen (Irene Rohde) sich Heinrich verliebt hat.
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"Alt-Frankfurt":
Szenenfoto mit Dieter Henkel als Muffel
und Erich Walther
als dessen Vater Hieronymusater Muffel
sowie Abbildung DVD-Cover
mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film"
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In jüngerer Zeit wirkte Henkel unter der Regie von Wolfgang Kaus am
"Volkstheater" seit der Premiere am 1. November 2003 mit der Titelrolle in einer hessischen Fassung
des Lustspiels
"Der verkaufte Großvater"
von Anton Hamik alias Franz Streicher
mit → Besetzung,
Fotos;
darüber hinaus trat er auch bei den
"Luisenburg-Festspielen" auf.
Seit Jahrzehnten erlebte man Henkel auf zahlreichen deutschsprachigen
Bühnen, von 1975 bis 1995 war er Direktor
seines eigenen Theaterunternehmens "Theater unterwegs", fungierte in dieser Zeit
mitunter als Produzent,
Regisseur und Darsteller in Personalunion. Seine erste Produktion war
die von Axel von Ambesser
verfasste, "ernste"
Komödie "Begegnung im Herbst"2) mit dem Autor
in der männlichen Hauptrolle sowie Regisseur.
Eigene Inszenierungen waren beispielsweise "Der Diener zweier Herren"
von Carlo Goldoni (1977,
u. a. mit Simone Rethel) und
"Schweig, Bub!" (1998)
von Fitzgerald Kusz. 1988 brachte er
das Lessing-Drama
"Nathan der Weise" mit
Wolfgang Reichmann in der Titelrolle heraus.
1978 spielte er auch beim "Theater unterwegs" an der
Seite von Liesel Christ und Günter Strack den
Neffen in der Komödie "Loch im Kopp" nach Motiven
des Werks "Die Affäre Rue de Lourcine"
("L’Affaire de la rue de Lourcine") von Eugène Labiche,
Albert Monnier und Édouard Martin, in einer Mundartfassung von
Wolfgang Deichsel; seit 1995 arbeitete Henkel als freischaffender Schauspieler.
An weiteren prägnanten Rollen sind der Truffaldino in Goldonis "Der Diener zweier
Herren", der Sosias, Diener des Amphitryon, in
dem Lustspiel "Amphitryon" von
Heinrich von
Kleist, der Klosterbruder in Lessings "Nathan der Weise" oder die Doppelrolle
des Nestor/Oscar
in dem Musical "Irma la Douce" mit
Chariklia Baxevanos in der Titelrolle
zu nennen.
Als Mitglied unter anderm des Wiener Tourneetheaters. "Der Grüne Wagen"
gehörte Henkel zum regelmäßigen Gast-Ensemble der
Münchener "Komödie im Bayerischen
Hof", dort trat er seit 1996 immer wieder auf,
beispielsweise 1999 als
der "verhinderte" Schauspieler mit dem Sprachfehler Eugen Rümpel
(er kann kein "L" auszusprechen) in dem
unverwüstlichen Lustspiel
"Pension Schöller"
von Wilhelm Jacoby und
Carl Laufs. Seit 2004 zeigte er sich dort regelmäßig auch
mit den Figuren des Bankiers Etzel (Mitglied der Herrenrunde) sowie des Gymnasialprofessors Bömmel in
der Bühnenversion des Romans "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl, ein Werk, das
vor allem durch die Verfilmung (1944) mit
Heinz Rühmann berühmt wurde; auch zur Spielzeit 2010/2011 trat Henkel
erneut in diesen Rollen auf. 2010 sah man ihn als verklemmten Pfarrer Arthur Humphrey in
dem amüsanten Boulevardstück/der Verwechslungskomödie "Lauf doch nicht immer weg"2)
("See How They Run!") von Philip King (1904 1979)
an der Seite von unter anderem Julia Stelter (Pfarrersfrau Penelope),
Chariklia Baxevanos
(Miss Skillon) und Bob Franco (Bischof von Lax) → theaterkompass.de,
felix-bloch-erben.de; mit dieser
Produktion ging Henkel zudem auf Tournee (2009/2010). In der
nachfolgenden Spielzeit (2010/2011) war Henkel mit einer
"Der Grüne Wagen"-Produktion bzw. der Beziehungskomödie "Mary, Mary"
("Nie wieder Mary")
von Jean Kerr (1922 2003 → Wikipedia (englisch))
unterwegs und mimte neben Josef Baum
(Verleger Bob McKellaway), Petra Liederer3) (dessen Ex-Frau Mary)
und Thomas Stroux
(Filmschauspieler Dirk Winston/auch Regie),
seit 2005/2006 alleiniger Leiter des traditionsreichen Wiener
Theaterunternehmens, den Rechtsanwalt Oskar, Freund der McKellaways → dergruenewagen.at,
Pressestimmen.
Bereits Mitte der 1950er von Regisseur John Olden bei einer Studentenaufführung der
Carlo Goldoni-Komödie
"Viel Lärm in Chiozza"
entdeckt, besetzte er Henkel in seiner TV-Adaption
"Die Heiratsvermittlerin"4)
(EA: 15.12.1955) nach der Farce "The Matchmaker" von Thornton Wilder an der
Seite von Inge Meysel
in der Rolle der resolut-lebenslustige Heiratsvermittlerin Dolly Lewin
als Barnaby Tucker, Lehrling im Laden des Geschäftsmanns Horace Vandergelder
(Eduard Marks).
Es folgten, wenn auch nur eine kleine Aufgaben, in zwei Kinofilmen, in
"Warum sind sie gegen uns?" (1958), dem Regiedebüt von
Bernhard Wicki, hatte er eine
ungenannte Nebenrolle, ebenso winzig war sein Part eines kämpfenden
Leutnants in dem von Helmut Käutner nach dem gleichnamigen Theaterstück von
Carl Zuckmayer
gedrehten Spielfilm
"Der Schinderhannes" (1958) mit
Curd Jürgens als
der Räuberhauptmann Johannes Bückler, genannt
"Schinderhannes". Zu seinen raren Leinwandauftritten zähte
die Rolle des Postkarli in dem Streifen "Hurra, ein toller Onkel wird Papa" (1970) mit
Beppo Brem
und die des Unteroffiziers Zorn in dem Militär-Lustspiel
"Lilli die Braut der Kompanie" (1972) mit
Kristina Nel als hübsche "Titelheldin".
Während seines Engagements in Berlin nahm Henkel an Probeaufnahmen für die Serie
"Die Firma Hesselbach" teil, erhielt die Rolle des Sohnes Peter Hesselbach,
den er zwischen 1961 und 1963 insgesamt 26 Folgen lang
darstellte und damit bundesweit bekannt wurde.
Danach tauchte Henkel immer mal wieder sporadisch in TV-Produktionen
auf, mimte unter anderem den Zettelausträger Beberitzsche in Theodor Grädlers
Adaption "Katharina Knie Ein Seiltänzerstück" (1964)-nach
dem gleichnamigen Zuckmayer-Schauspiel mit
Attila Hörbiger als der alte Karl Knie und
Christiane Hörbiger als dessen Tochter Katharina oder unterr der Regie von
Erik Ode in
"Crumbles letzte Chance" (EA: 24.09.1967) den Jimmy, Sohn von Will Crumble
(Rudolf Platte) und
dessen Ehefrau Magde (Hilde Volk). In dem
von Eberhard Itzenplitz in Szene gesetzten Fernsehspiel
"Der Weilburger Kadettenmord" (EA: 04.02.1977), das
auf einem authentischen Fall bzw. erhaltenen Dokumenten und Prozessakten
basierte, der sich im frühen 19. Jahrhundert in der
hessischen Stadt Weilburg ereignete, gehörte Henkel
als Unteroffizier Leidung zur Besetzung. Letztmalig trat er auf dem
Bildschirm in der humorigen Geschichte "Tote Hose Kann nicht, gibt's
nicht"5) (2005) neben
den Protagonisten Oliver Mommsen und
Wolke Hegenbarth als Pfarrer Blaschke
in Erscheinung → fernsehserien.de.
Der Schauspieler, Regisseu und Theaterleiter Dieter Henkel lebte in München, wo er am 15. Dezember 2016 im
Alter von 83 Jahren nach längerer Krankheit starb; über
sein Privatleben ist derzeit nichts bekannt.
Quelle (überwiegend): Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Dieter Henkel
Link: 1) fernsehserien.de, 2) theatertexte.de, 3)
dergruenewagen.at, 4) Die Krimihomepage, 5) tittelbach.tv
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Rose-Marie Kirstein
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spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb"1)) die Tochter Heidi Hesselbach.
Heidi heiratet später den Prokuristen Lindner (Joachim Engel-Denis).
Geboren am 25. Februar 1940 in Berlin,
gestorben am 18. Januar 1984 in München.
Ihre Ausbildung zur Schauspielerin erhielt Rose-Marie Kirstein
bei der UFA; bevor sie zu den "Hesselbachs" stieß,
erhielt sie bereits
mit kleineren Aufgaben in den Kinoproduktionen, so der von Hans Quest
mit Toni Sailer gedrehten Krimikomödie
"Zwölf Mädchen und ein Mann" (1959)
als Grit, genannt "Miss Kurvenreich", in Axel von Ambessers
heiteren Geschichte "Der Gauner und der liebe Gott" (1960)
neben den Protagonisten Gert Fröbe und Karlheinz Böhm als Helga, Tochter des
reichen
Christbaumschmuck-Fabrikanten Anton Baumberger (Rudolf Vogel),
und als BDM-Mädel Lotte in dem von Werner Klingler in Szene gesetzten
Melodram "Lebensborn" (1961),
basierend auf dem in der Illustrierten "Revue" abgedruckten "Tatsachenbericht"
"Lebensborn e. V." von Will Berthold über
das NS-Projekt
"Lebensborn".
Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte sie dann durch ihre Mitwirkung bei den
"Hesselbachs", ihre Filmkarriere wollte jedoch nach dem Ende der zweiten Staffel
nicht mehr so recht in Gang kommen. Sporadisch tauchte sie mit
Episodenrollen
in populären Serien wie "Gewagtes Spiel"
oder "Der Kommissar" auf. Sie verlegte sich auf die
Synchronisation, lieh unter anderem berühmten Kolleginnen wie Ursula Andress ("Rivalen unter roter
Sonne"), Ingrid Bergman ("Casablanca, Synchro 1975),
Claudia Cardinale (u. a.
"Ein pikantes Geschenk"),
Faye Dunaway (u. a. "Flammendes
Inferno"), Carole Lombard ("Ein ideales Paar"),
Sophia Loren
("Der Mann von La Mancha") oder
Raquel Welch ("Magic Christian") ihre Stimme.
In der Agentenserie "Kobra, übernehmen Sie"
("Mission: Impossible") synchronisierte sie sowohl
Barbara Bain
in deren Rolle des Models Cinnamon Carter (Staffel 13) als später
auch Lynda Day George
mit dem Part der Lisa Casey (Staffel 6 und 7); synchronkartei.de
weist 355 Sprechrollen aus.
Wegen schwerer Depressionen wurde Rose-Marie Kirstein in eine psychiatrische Klinik
eingeliefert, dort schied sie am 18. Januar 1984 im Alter von nur 43 Jahren durch Freitod aus dem Leben.
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Rose-Marie Kirstein
Link 1) fernsehserien.de
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Lia Wöhr
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Lia Wöhr als
Putzfrau Frau Siebenhals
bei den "Hesselbachs"
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© Kurt Bethke/ hr
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spielte die Putzfrau Siebenhals.
Geboren am 26. Juli 1911
in Frankfurt-Rödelheim,
gestorben am 15. November 1994 im Alter von 83 Jahren
in Weißkirchen,
einem Stadtteil von Oberursel.
Lia Wöhr wurde als Tochter als älteste Tochter
des Bäckermeisters Karl Wöhr (1887 ?) und
dessen Ehefrau Maria Catharina (1889 1973)
in Frankfurt-Rödelheim
geboren,
wuchs mit ihren jüngeren Geschwistern Karl (1914 1986, und Ella Katharina (1918 1994)
im Gallusviertel auf. Nach dem Besuch der Frankfurter "Hellerhofschule" (19181920), ging sie auf das
Lyzeum "Viktoriaschule" (19201925;
heute "Bettinaschule"), und anschließend bis zur so genannten
"Mittleren Reife" auf
die "Westend-Mittelschule" (19251927); daneben erhielt sie eine Ballettausbildung in der
"Ballettschule Bensler" (19241927), da sie ursprünglich Tänzerin werden
wollte.1)
Ab 1927 studierte sie nach dem Besuch eines Lyzeums ab 1927 Musik und
Schauspiel an "Dr. Hoch's Konservatorium"
in Frankfurt/M und nahm außerdem Gesangsunterricht. "Sie wurde unter anderem von
Ellen Daub und
Mathilde Einzig im Rollenstudium, von
Helene Mayer im Fechten und von
Eberhard Beckmann in Kunstgeschichte unterrichtet und am
31. August 1929 "als bühnenreif entlassen". Direkt
anschließend trat Wöhr ihr erstes Engagement am "Stadttheater" in
Halberstadt (19291933) an, wo sie als Schauspielerin im Fach der
"jugendlichen
Naiven" verpflichtet, aber bald vor allem als Soubrette und Tänzerin beliebt
war. Nachdem sie schon in Halberstadt häufiger die Einstudierung von Tänzen
für Operetten-Inszenierungen übernommen hatte, wandte sie sich im Sommer 1933 zunächst nach Berlin,
um die Prüfung zur Ballettmeisterin abzulegen.
Nach kurzen Engagements als Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin und
Tanzleiterin am "Grenzlandtheater Obererzgebirge" in
Annaberg (1933/34) und am
"Kur- und Stadttheater" in Bad Helmstedt (1934) arbeitete sie eine Spielzeit
lang an verschiedenen Bühnen in Berlin, als Soubrette in Operetten (u. a.
am "Theater in der Innenstadt", dem
früheren "Thalia-Theater", Dezember 1934),
aber auch als Tänzerin in einem
Zirkus."1)
Zurück in ihrer Geburtsstadt, erhielt sie zur Spielzeit 1935/36 ein
Engagement als Chargendarstellerin am "Schauspiel Frankfurt", wechselte dann
wegen wenig befriedigender Rollen an die "Oper Frankfurt", mit dem Ziel
"Opernregie" vor Augen. Es wurde ein "steiniger Weg",
Wöhr lernte von der "Pike auf", betätigte sich als
Soffleuse, "studierte Komposition, Klavier und Dirigieren bei Bertil Wetzelsberger und Franz Konwitschny
an der "Musikhochschule", und an den
"Städtischen Bühnen" erhielt sie intern Unterricht in
Dekoration und Kostümkunde durch Ludwig Sievert sowie in Bühnentechnik und Beleuchtung
durch Walter Dinse (1892 1946), den technischen Direktor der
"Städtischen Bühnen".
Ihr Debüt als Choreografin gab sie im Sommer 1937, als sie die Tänze für den Schwank
"Die Juxbraut" von Toni Impekoven/Carl Mathern am "Schauspielhaus" einstudierte, und im selben Jahr war sie als Tänzerin bei den
"Römerberg-Festspielen"
eingesetzt. Im Weihnachtsmärchen des "Opernhauses" 1937/38 spielte sie die Hauptrolle der Goldmarie in
"Goldmarie und Pechmarie",
einer opulenten Bühnenfassung von "Frau Holle" nach den
Brüdern Grimm."1)
Während des 2. Weltkriegs stagnierte ihre Karriere, sie arbeitete einmal mehr als Souffleuse,
betätigte sich unter anderem als Regieassistentin und Bühnen-Inspizientin, trat mit heiteren
Beiträgen sowie Chansons in bunten Programmen des Rundfunks sowie bei der Truppenbetreuung auf. Das Kriegsende
erlebte sie im nordhessischen Grebendorf, Ende Juni 1945 kehrte sie nach Frankfurt/M
bzw. die "Städtischen Bühnen" zurück.
Aufgrund ihres am 6. Juni 1940 erfolgten Eintritts in die "NSDAP"
wurde sie vom amtierenden Bürgermeister aus dem städtischen Dienst
entlassen sowie von der US-amerikanischen Militärregierung zunächst mit einem Berufsverbot belegt.
Nachdem eine Spruchkammer sie als "Mitläuferin" eingestuft und
Wöhr 1.000 Reichsmark als Sühne gezahlt hatte, erhielt sie von der
örtlichen Militärregierung im Januar 1947 die Zulassung als Schauspielerin und Lehrerin für dramatischen Unterricht.
Sie wandte sich erneut dem
Regiefach zu, betätigte sich zudem als Conférencière und Alleinunterhalterin,
kreierte das "Hessenmädchen" in oberhessischer Tracht. Eberhard Beckmann
(1905 1962), damaliger Leiter von "Radio Frankfurt"
sowie bald erster Intendant
des nun als "Hessischer Rundfunks" (HR)
firmierenden Senders, holte sie zum Rundfunk, wo sie
sich mit dieser Figur
regelmäßig bei den "Öffentlichen Bunten Nachmittagen"
präsentierte.
Populär wurde Lia Wöhr vor allem mit der von Wolf Schmidt
entwickelten Hörspielreihe um "Die
Hesselbachs" ("Familie
Hesselbach",
"Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung",
"Hesselbach GmbH"), wo sie von der zweiten bis zur 77. letzten
Folge zwischen 1949 und 1956 die "Mamma Hesselbach"
sprach, Wolf Schmidt selbst übernahm den Part des Vaters Karl Hesselbach.
Sofie Engelke hörte
man als Tochter Anneliese und Joost Siedhoff als
Sohn Willy, den auch später in der TV-Serie spielte.
1956 wurde Wöhr beim "Hessischen Rundfunk" als erste Frau
(ein Novum) Programm-Produzentin für das
Fernsehen und produzierte unter anderem ab 1960 die nun für
das Fernsehen konzipierte erfolgreiche Familienserie "Die
Firma Hesselbach" gefolgt von "Familie
Hesselbach", stand darin selbst als die hessisch babbelnde Putzfrau Siebenhals
vor der Kamera. Bereits seit Herbst 1955 hatte sich Lia Wöhr als
Putzfrau in der von Hans Hellhoff
moderierten, alle 14 Tage Samstags ausgestrahlten HR-Unterhaltungssendung
"Auf ein frohes Wochenende" hervorgetan und als Putzfrau Hippenstiel über 500 Folgen lang weggeworfene Schallplatten aus dem
Papierkorb geklaubt selbstverständlich mit entsprechend spitzzüngigen Kommentaren.
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Lia Wöhr, die Produzentin der "Hesselbach"-Serie",
mimte die Raumpflegerin Frau Siebenhals.
Foto mit freundlicher Genehmigung des "Hessischen Rundfunks"
© Kurt Bethke/ hr
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Als Produktionsleiterin fungierte sie zudem bei den Kinofilmen "Die Familie Hesselbach"2) (1954),
"Die Familie Hesselbach im Urlaub"3) (1955), "Das Horoskop der Familie Hesselbach"2) (1956)
und "Herr Hesselbach und die Firma"4) (1956) von
(Regie/Drehbuch/Produktion) und mit Wolf Schmidt (Vater Hesselbach) sowie
Else Knott (Mutter Hesselbach);
in den ersten drei Streifen tauchte sie zudem als die böse Nachbarin Frau Bickelberg
auf. "Mit dem Flop eines fünften Films, diesmal ohne die
"Hesselbachs" (1957, "Der
ideale Untermieter“4)), worin Wöhr die
Produktionsleitung dem ambitionierten Schmidt selbst überließ und
"nur" als Darstellerin der Haushälterin Isolde mitwirkte, endete
der Ausflug ins Filmgeschäft für Schmidt und sein
Team."1).
Seit 1959 beim "Hessischen Rundfunk" fest angestellt, zeichnete sie
als Produzentin verantwortlich für ambitionierte Sendungen wie "Der
Feuervogel"
von Igor Strawinsky
und "Johannes-Passion"
von Johann Sebastian Bach oder für
Unterhaltungsformate
wie "Acht nach 8" (1973)
mit Hans-Joachim Kulenkampff und
die anfangs (19741979)
von Frank Elstner,
gefolgt Reinhard Mey (3 Ausgaben)
sowie Sigi Harreis (19801996) präsentierte Schnellrate-Show "Die Montagsmaler",
wo sie mitunter (1976, 1981, 1982) auch selbst auftrat. Darüber hinaus war
sie jahrelang als Produzentin für die deutschen Vorentscheidungen
zum "Grand Prix Eurovision de la Chanson"
(heute: "Eurovision
Song Contest") zuständig.
Ungeheure Popularität erlangte Lia Wöhr aber
vor allem ab 1966 als freundliche "Wirtin" der Show "Zum
Blauen Bock" und blieb dieser
Unterhaltungssendung, die sie ab 1970 zudem produzierte, auch nach ihrer Pensionierung (1976) bis zum
Schluss treu.
Neben ihrer umfangreichen Arbeit für das Fernsehen und
sonstige Aktivitäten stand Lia Wöhr
seit Mitte der 1970er häufig andem vom Liesel Christ
gegründeten "Volkstheater Frankfurt"
auf der Bühne, so gab sie beispielsweise zur Spielzeit 1976/77 die Gärtnerin Frau Funk in der
Lokalposse "Alt-Frankfurt" von Adolf Stoltze
mit unter anderem Liesel Christ (Premiere: 19.10.1976; → volkstheater-frankfurt-chronik.de):
"Frankfurt, um 1860. Der Main trennt die unterschiedlichen Gesellschaftskreise: In der Altstadt
wohnt die bürgerliche Klasse, während in Sachsenhausen die arbeitende und ärmere Schicht zu Hause ist.
Was aber, wenn ein Sohn aus gutem Hause sich in die Tochter einer Marktfrau verliebt? Heinrich Muffel (Toni Mag),
Abkömmling einer wohlsituierten Kaufmannsfamilie
(Erich Walther/(Josefine Klee-Helmdach),
muss sich diese Frage stellen. Er hat sich nämlich in Lorchen Funk (Irene Rohde), deren
Mutter (Lia Wöhr) eine einfache Gemüsegärtnerin ist, verliebt. Das sorgt nicht
nur für Komplikationen, sondern auch für helle Aufregung, zumal Heinrichs Vater Hieronymus schon
ganz andere Pläne für seinen Sohn geschmiedet hat
(Quelle: "Pidax Film",
welche das Stück am 18. August 2015 im Rahmen der Reihe "Pidax Theater-Klassiker"
auf DVD (mit teils anderer Besetzung) herausbrachte)
Man sah sie als Tante des Konfirmanden Fritz (Peer Schum) in "Schweich, Bub!",
der hessischen Fassung des Volksstücks "Schweig, Bub!"
von Fitzgerald Kusz (Premiere: 26.10.1977; → volkstheater-frankfurt-chronik.de)
mit Liesel Christ (Mutter), Dieter Schmiedel (Vater und
Walter Flamme
(Onkel). Als Putzfrau Lilli Pieper erfreute sie das Publikum in der
Krimikomödie "Keine Leiche ohne Lilli"5)
("Busybody") von Jack Popplewell
in der Übersetzung von Christian Wölffer (1942 2015) mit Walter Born als
Kommissar Josef Vilgrader (Premiere: 13.01.1979; → volkstheater-frankfurt-chronik.de/Fotos),
glänzend ihre Abby Brewster, mordlustige Schwester von Martha (Josefine Klee-Helmdach) in dem Klassiker des schwarzen Humors "Arsen und Spitzenhäubchen"5)
("Arsenic and Old Lace") von Joseph Kesselring (Premiere: 07.03.1981, → volkstheater-frankfurt-chronik.de)
sowie die Anna Maria Gärtner (im Original: Mary-Anne Carter) in
der Komödie "Zwei ahnungslose Engel"5) von
Erich Ebermayer,
erneut an der Seite von Josefine Klee-Helmdach in der Rolle von Annas
Schwester Helene Luise (Premiere: 09.10.1982; → volkstheater-frankfurt-chronik.de/Fotos).
Ihre Handschrift als Regisseurin hinterließ sie bei dem Lustspiel mit Gesang
"Herr Hampelmann in Eilwagen" von Carl Malß,
in der Bearbeitung von Wendelin Leweke, aufgeführt seit der
Premiere am 5. Mai 1979 auf der Freilichtbühne im Innenhof des
"Dominikanerklosters", mit
Erich Walther als
Warenhändler Ferdinand Hampelmann und Liesel Christ als Madame Hampelmann → volkstheater-frankfurt-chronik.de.
Zudem wirkte Lia Wöhr seit Ende der 1970er Jahre bei dem von Dieter Henkel
gegründeten Tourneetheater "Theater unterwegs", brillierte hier unter
anderem 1979/80 mit der Titelrolle der schrulligen Amelia Sunshine in der Komödie "Guten Abend, Mrs. Sunshine"5) ("Goodnight Mrs. Puffin") von
Arthur Lovegrove (1913 1981), welche in einer Aufzeichnung aus dem Kölner
"Theater
am Dom" auch im Fernsehen gezeigt wurde;
Anneliese Uhlig und
Friedrich Schoenfelder
gaben das Ehepaar Fordyce bzw. die Eltern von Jacqueline (Wega Jahnke)
→ IMDb.
In dem Schauspiel "Sturm im Wasserglas" von
Bruno Frank
begeisterte sie 1981 als die gutmütige Blumenfrau Frau Vogl, welche
die Steuer für ihren Hund nicht mehr bezahlen kann, nichts von der großen Politik versteht, aber das Herz auf dem rechten Fleck
hat. Eine weitere schöne Rolle war 1990 die der alten Bobbi, genannt
"Bibbo", das "Mädchen für alles" in dem Volksstück "Katharina Knie"
von Carl Zuckmayer.
Die Fernsehzuschauer/-innen erlebten sie neben ihren
regelmäßigen Auftritten
bei den "Hesselbachs" sowie ihrer "Parade-Rolle" der
"Blauen Bock"-Wirtin unter anderem mehrfach mit kleineren Parts
in
dem Dauerbrenner "Tatort",
so als Wurstverkäuferin in "Der
Fall Geisterbahn" (1972) mit Klaus Höhne
als KHK Konrad,
als Adoptivmutter des Kriminellen Dieter Stroess (Heinz Werner Kraehkamp)
in "Zürcher Früchte" (1978)
mit Heinz Treuke
als KHK Bergmann, sowie
in den Krimis mit Karl-Heinz von Hassel als
KHK Edgar Brinkmann
als
Putzfrau in "Schmerzensgeld" (1985),
als Frau Berger in
"Automord" (1986),
als Frau Habel in "Rikki" (1991)
und als Schwester des Hausmeisters in "Der Rastplatzmörder" (1994).
In dem von Fritz Umgelter nach
dem Historienroman von Sandra Paretti) gedrehten Dreiteiler "Der
Winter, der ein Sommer war" (1976) zeigte sie sich als
Korbmacherin, in der Adaption
"Kaiserhofstraße 12"3) (1980) nach
dem autobiografischen Roman von Valentin Senger mit
Christoph Eichhorn als der
ältere Valentin mimte sie eine aufgeregte Frau. Mit kleineren
Episodenrollen war sie immer mal wieder in populären Serien präsent, sei es
als Kioskbetreiberin Lydia in "Anruf aus Marrakesch"3) (1987) aus
"Die Wilsheimer", als Frau Konsulin Schrill-Beben in "Kaffee und Köterspeise" (1989) aus
"Kasse bitte!"3), als Frau Waldeck in "Am Busen der Natur" (1990) aus
"Der Millionenerbe", als Tante Betty in "Auf den Hund gekommen"3) (1991) aus
"Der Hausgeist" oder als Brezelverkäuferin in "Verlorene Zärtlichkeit"3) (1992)
aus "Diese Drombuschs".
Die Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Lia Wöhr
wurde im Verlaufe ihrer Karriere mit zahlreichen
Auszeichnungen geehrt, so erhielt sie unter anderem 1982 das
"Bundesverdienstkreuz 1. Klasse",
1984 den nach dem
Mundartdichter Friedrich Stoltze benannten "Friedrich-Stoltze-Preis"
und 1992 den "Hessischen
Verdienstorden";
seit 1988 war sie Ehrenbürgerin der Stadt Oberursel, wo sie
bis zuletzt lebte. "Die Stadt Frankfurt benannte nach einer Anregung der
Partei "DIE GRÜNEN" im Ortsbeirat 1 den Platz an der Kreuzung
von "Frankenallee" und "Kölner Straße" in ihrem Heimatstadtteil Gallus nach ihr und stellte dort in der Nähe
ihres Geburtshauses einen 2001 vom "Hessischen Rundfunk" gestifteten Gedenkstein
mit Bronzetafel auf. Ebenso wurde, noch zu Lebzeiten, ein öffentlicher Weg zu ihrem Haus in Weißkirchen nach ihr benannt
("Lia-Wöhr-Weg"). Lia Wöhr war auch Ehrenmitglied der
"Freiwilligen Feuerwehr" Oberursel-Weißkirchen." notiert
Wikipedia.
Die "eingefleischte Junggesellin" Lia Wöhr
starb am 15. November 1994 im Alter
von 83 Jahren in Weißkirchen,
einem Stadtteil von Oberursel. Die letzte Ruhe fand sie in einem Familiengrab auf dem dortigen
Friedhof → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons
sowie knerger.de.
Dem breiten Publikum ist Lia Wöhr vor allem als forsch-resolute Wirtin des "Blauen
Bocks" in nachhaltiger Erinnerung geblieben, doch sie war sehr viel
mehr Operetten-Soubrette, Kabarettistin, Souffleuse, Conferencière,
Alleinunterhalterin, Hörfunksprecherin, internationale Opernregisseurin und preisgekrönte
Fernsehproduzentin. Ihre Erinnerungen, aufgeschrieben von Wendelin Leweke,
veröffentlichte sie
kurz vor ihrem Tod unter dem Titel "Meine Welt ist ein großes Theater".
Quelle: Wikipedia,
babbahesselbach.de
sowie frankfurter-personenlexikon.de1)
Filmografie bei der Internet Movie Database
Quelle: 1) frankfurter-personenlexikon.de
(Autoren: Sabine Hock →
sabinehock.de)/Reinhard Frost
in "Frankfurter Biographie 2" (1996, S. 570f.)
Fremde Links:2) filmportal.de, 3) fernsehserien.de,
4) filmdienst.de, 5) theatertexte.de
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Joachim Engel-Denis
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spielte 41 Folgen lang den "Betriebsplayboy"
Lindner, der später zum Prokuristen befördert wird und die
Hesselbach-Tochter Heidi heiratet.
Geboren am 7. November 1933,
gestorben am 29. Januar 2013 in Mainz.
Engel-Denis arbeitete hauptsächlich als Theaterschauspieler an verschiedenen Bühnen in Deutschland,
sowie seit den 1960er Jahren als Regisseur an Theatern in Deutschland und in der Schweiz.
Als Schauspieler interpretierte Engel-Denis ein breites Repertoire,
das Stücke von William Shakespeare, die deutschen Autoren der Klassik und Romantik,
das Theater der Jahrhundertwende, aber auch Stücke der Moderne und des zeitgenössischen Theaters umfasste.
Zu seinen Bühnenrollen gehörten unter anderem
als Shakespeare-Interpret der Don Juan in "Viel Lärm um
nichts" und der William Mareshall, Graf von Pembroke, in "König
Johann", Engel-Denis gestaltete den Don Manuel Enriquez in
der Komödie "Dame Kobold"
von Calderón de la Barca, den
St. Just
sowie Robespierre in dem Drama "Dantons Tod" von
Georg Büchner und
den Baron mit Trauerflor in dem Schauspiel "Glaube Liebe
Hoffnung" von Ödön von Horváth.
1964 inszenierte er am "Staatstheater Oldenburg"
die Komödie "Pygmalion"
von George Bernard Shaw,
1965 folgte dort das von ihm in Szene gesetzte Schauspiel "Ein Eremit wird entdeckt"1)
("Next Time I'll Sing to You") von James Saunders,
1968 führte er am "Stadttheater Ulm" Regie bei
dem Schauspiel
"Tango" von Sławomir Mrożek
→ Wikipedia (englisch). Regelmäßig inszenierte er in den 1970er Jahren am
"Stadttheater St. Gallen", unter anderem
"Die Gerechten" (1976) von
Albert Camus, "Die Gerichtsnacht
oder Was ihr wollt" (1977)
des Schweizer Schriftstellers Ulrich Bräker
(1735 1798),
"Leben des Galilei" (1978)
von Bertolt Brecht,
Büchners "Dantons Tod" (1979) und "Die Wildente" (1979) von
Henrik Ibsen.
Am "Stadttheater Lübeck" übernahm er 1986 die Regie bei
dem Shakespeare-Frühwerk
"Die Komödie der Irrungen", am
"Stadttheater Bremerhaven" inszenierte er unter anderem die
Shakespeare-Werke
"Der Widerspenstigen Zähmung" (1989)
und "König Johann",
am "Stadttheater Osnabrück"
1993 beispielsweise die Komödie
"Der Snob" von
Carl Sternheim
und das zeitgenössische Schauspiel "Die Besessene" des russisch-israelischen Autors Mark Galesnik.
Engel-Denis beteiligte sich zudem seit Mitte der 1950er an Hörspiel-Produktionen,
vornehmlich beim
"Süddeutschen Rundfunk" (SDR),
so sprach er unter anderem den Phyleus, Sohn des Präsidenten von Elis,
Augias
(Erich Ponto), in "Herkules und der Augiasstall"3)
von Friedrich Dürrenmatt (EA: 08.12.1954; Regie:
Otto Kurth) mit
Max Mairich als
Nationalheld Herkules
→ Wikipedia.
Als Tahitianer Vaiturou hörte man ihn in "Capitän Cook vor Otahiti"3)
nach dem Einakter "Supplément au voyage de Cook" von Jean Giraudoux (EA: 27.12.1954; Regie Otto Kurth) mit
Paul Hoffmann als des Königs Statthalter, als Antonio,
einer der Schüler des Malers Tizian, in
"Der Tod des Tizian"3) nach dem
gleichnamigen
Dramenfragment von Hugo von Hofmannsthal (EA: 20.11.1955; Regie: Robert Vogel),
als Captain Stratton in "Die Tür des Schicksals"3) nach der Erzählung
"The Door of Opportunity" von William Somerset Maugham (EA: 05.06.1957; Regie: Karl Ebert),
in "Des Meeres und der Liebe Wellen"3) nach dem gleichnamigen
Trauerspiel3)
von Franz Grillparzer
(EA: 15.02.1959; Regie: Cläre Schimmel) mit
Gertrud Kückelmann (Hero),
Lina Carstens (deren Mutter) und Michael Degen (Leander
→ Wikipedia "Hero und Lender")
als Leanders Begleiter Naukleros oder in
"Jeder nach seiner Art"3) nach der Komödie
"Ciascuno a suo modo"2)
von Luigi Pirandello (EA: 06.07.1960; Regie: Otto Kurth)
als Doro Palegari, Sohn der Donna Livia (Erika von Thellmann).
Engel-Denis gehörte als Graf Peter Zichy zur Besetzung des Hörspiels "Das Dunkel ist Licht genug"3) nach
dem Schauspiel "The Dark is Light Enough"4)
von Christopher Fry (EA: 07.03.1962; Regie:
Cläre Schimmel)
oder als Erster Flieger in "Besuch im Pfarrhaus"3) von
Ilse Aichinger
(EA: 19.06.1963; Regie: Heinz von Cramer),
Beim "Hessischen Rundfunk" war er ebenfalls
als Sprecher aktiv, zu nennen
ist beispielsweise der Pelle in dem Stück "Die silberne Sechs"3) von
Günther Weisenborn (EA: 16.05.1960; Regie: Mathias Neumann), in "Theodor Chindler"3) nach dem
gleichnamigen Roman
(→ siehe auch TV-Verfilmung 1979)
von
Bernard von Brentano (EA: 10.10.1960; Regie:
Gert Westphal) mit
Pinkas Braun als
Erzähler, der Carl Chindler, mittlerer Sohn des
Reichstagsabgeordneten und Geschichtsprofessors Theodor Chindler
(Hans Paetsch) oder der Graf in "Madame Molière"3) nach
dem Schauspiel
"La petite Molière" von Jean Anouilh (EA: 25.10.1961; Regie; Mathias Neumann)
mit Hans Dieter Zeidler als
Molière und
Gustl Halenke als
Armanda Béjart
(1642 1700), jüngste Schwester (oder aber Tochter)
von Molières langjährigen Weggefährtin Madeleine Béjart
(Rosemarie Gerstenberg) sowie
später Gemahlin des 20 Jahre älteren, berühmten Bühnenautors.
Bis Anfang der 1970er stand Engel-Denis sporadisch im
Hörspielstudio die "ARD Hörspieldatenbank" weist 50 Sendungen
mit ihm aus als letztes wird der Krimi "Der Tagesmarsch"3) von Michael Ashe
(EA SDR 16.10.1972; Regie: Heiner Schmidt) genannt, in dem er
den Leutnant Corner sprach.
Bei Hörspielaufnahmen für den "Hessischen Rundfunk" wurde
Engel-Denis, laut eigenen Angaben in einem Gespräch 1989 mit
der Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Sabine Hock, direkt
"vom Flur weg" für die Fernsehserie "Die Firma Hesselbach" engagiert.
Er spielte dann von 1960 bis 1963 in insgesamt 41 Folgen die Rolle des Büroangestellten und
"Betriebs-Playboys" Fred Lindner. Lindner wird im Verlauf der Serie zum Prokuristen befördert und der Schwiegersohns des Ehepaares
Hesselbach. Noch kurz vor seinem Abschied aus der Kultserie präsentierte
sich der Schauspieler am 12. Mai 1963 auf dem Bildschirm in dem an der Stuttgarter
"Komödie im Marquardt" von Bertold Sakmann inszenierten, turbulenten Schwank
"Vater sein dagegen sehr"5)
("The Bachelor Father") aus der Feder von Edward Childs Carpenter (1872 1950),
in dem Willy Reichert den
in die Jahre gekommenen Junggesellen und Lebemann Konsul Willy Winterlin gab und Engel-Denis den Johannes Eschenbach.
Bis in die 1970er Jahre folgten noch einige wenige
Arbeiten für das Fernsehen, zwei Mal stand er für Regisseur Ludwig Cremer
vor der Kamera: Auf der gleichnamigen
Novelle von Stefan Zweig basierte der
TV-Film "24 Stunden aus dem Leben einer Frau"5)
(EA: 22.04.1965) mit den Protagonisten Agnes Fink (Mrs. Colgan) und
Michael Heltau
(Diplomat von Bogulawski) sowie seinem Part des Pierre, nach dem
1952 mit dem "Pulitzer-Preis für Theater"
ausgezeichneten Werk "The Shrike" von
Joseph Kramm mit
Horst Frank und
Krista Keller in den Hauptrollen
der Psychothriller "Unter Kuratel" (1970
→ Die
Krimihomepage), in der er als Psychiater/Anstaltsarzt Dr. George Kramer
in Erscheinung trat. In dem von Franz Peter Wirth in Szene gesetzten, zweiteiliges
Dokumentarspiel
"Operation Walküre" (1971) über das
Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944
verkörperte er den Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz (1909 1944)
an der Seite von Joachim Hansen in der Rolle des
Claus Schenk Graf von Stauffenberg.
Zuletzt wirkte er unter der Regie von Eberhard Itzenplitz in der
an historischen Schauplätzen gedrehten, szenischen Dokumentation/Reportage
"Der Friede von Locarno" (1978) mit, konzipiert von Peter Adler anlässlich
des 100. Geburtstag von Gustav Stresemann, dargestellt von
Hans Korte. Seither
arbeitete Joachim Engel-Denis ausschließlich für das Theater.
Der Regisseur und Schauspieler Joachim Engel-Denis lebte zuletzt mit seiner vierten Ehefrau, der Kostüm- und Bühnenbildnerin Gisela Spahlinger, in
der Gemeinde Budenheim
bei Mainz;
er hinterließ vier erwachsene Kinder. In dritten Ehe war er mit der Schauspielerin und Sängerin Dagmar Sorell verheiratet;
aus der Verbindung ging ein gemeinsames Kind hervor.
Am 29. Januar 2013 starb der Künstler im Alter von 79 Jahren im Mainzer "Vincenz-Krankenhaus"
an Herzversagen.
Quelle (weitgehend): Wikipedia
(Einzelnachweise siehe dort)
Weitere
Filme*) mit Joachim Engel-Denis
Link: 1) rowohlt-theaterverlag.de, 2) theatertexte.de,
3) ARD Hörspieldatenbank,
4) fischer-theater.de, 5) Die Krimihomepage
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Helga Neuner
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spielte die Sekretärin Helga Schneider,
welche Hesselbach-Sohn Willi heiratet und zunächst mit ihm nach New York zieht. Ab der 30. Folge
bis zum Ende der zweiten Staffel holte
Wolf Schmidt sie noch einmal zurück zu den "Hesselbachs".
Geboren am 10. Juni 1940 in München.
Noch während sie eine Oberschule besuchte, nahm Helga Neuner Gesangsunterricht
und erhielt zudem Tanzunterricht; nach dem Schulabschluss absolvierte sie
eine Ausbildung zur Schauspielerin. Erste Erfahrungen auf der Bühne sammelte sie zunächst bei einigen
Boulevardtheatern, Anfang der 1960er Jahre spielte sie kurzzeitig Theater in
Bremen. Es folgten Verpflichtungen an Theatern in München und Berlin, Gastspielreisen führten sie
nach Zürich und Wien. Außerdem trat Helga Neuner auch bei den
"Ruhrfestspielen Recklinghausen" auf.
Ihr Leinwanddebüt gab sie mit dem kleinen Part der Ginger in der von
Rudolf Schündler
nach der gleichnamigen Operette von
Paul Abraham
mit Eva Bartok und
Friedrich Schoenfelder alias "Frank Felder"
gedrehten Verfilmung
"Viktoria und ihr Husar" (1954),
Es folgte der von František Čáp in Szene gesetzte Heimatstreifen
"Die Geierwally" (1956),
basierend auf dem gleichnamigen Roman von
Wilhelmine von Hillern,
mit Barbara Rütting
in der Titelrolle und Neuners Part der hübschen Kellnerin Afra, die von Wally als Rivalin um die Gunst des Jägers Josef
(Carl Möhner) angesehen
wird. Unter der Regie von Georg Jacoby entstand nach dem Bühnenstück von
Gustav Kadelburg
das Lustspiel "Familie Schimek" (1957), hier mimte sie als Dora die Tochter des Ministerialrats Anton Kaltenbach
(Theo Lingen) und dessen Gattin Bernhardine
(Fita Benkhoff), die am Ende der turbulenten Geschichte
in dem Rechtsanwalt Dr. Kiesling (Peer Schmidt) ihr Glück findet.
Eine weitere Kinoproduktion bzw Literaturverfilmung war die Romanze
"Das Dreimäderlhaus" (1958),
welche Ernst Marischka
frei nach dem gleichnamigen Singspiel von
Heinrich Berté (Musik) mit
dem Libretto von Alfred Maria Willner und
Heinz Reichert, wiederum basierend auf dem Roman
"Schwammerl" von
Rudolf Hans Bartsch, realisierte. Thematisiert wird
eine Episode aus dem Leben des Komponisten Franz Schubert
(Karlheinz Böhm), der sich in
Hannerl (Johanna Matz) verliebt. Diese ist eine der reizenden Töchter des
Ehepaares Tschöll (Gustav Knuth/Magda Schneider), Helga Neuner komplettierte als
Heiderl zusammen mit Dany Sigel
(Hederl) das
"Dreimäderlhaus" → filmportal.de.
Weniger "gefühlsselig" ging es in dem seinerzeit wegen einiger freizügiger Szenen umstrittenen
Horrorstreifen "Ein Toter hing im Netz" (1960)
mit Alexander D’Arcy als ein von einer mutierten Riesenspinne gebissener Revue-Manager zu, in dem sie
als die Tänzerin Ann in Erscheinung trat → filmportal.de (Foto),
filmdienst.de.
Ab 1960 spielte Neuner in insgesamt 23 Folgen lang die Sekretärin Helga Schneider in der Familienserie
"Die Firma Hesselbach". Sie wirkte zunächst bis Folge 10 mit, hatte in der Serie unter anderem ein Techtelmechtel mit dem
"Betriebs-Playboy" und späteren Prokuristen Fred Lindner
(Joachim Engel-Denis), heiratete
dann in der Serie Willi Hesselbach (Joost Siedhoff) und ging mit ihm nach Amerika.
Ab Folge 30 spielte sie dann bis zum Ende der zweiten Staffel 1963 bei der "Familie Hesselbach" wieder
mit bzw. kehrte anlässlich der Hochzeit von Heidi Hesselbach mit Fred Lindner
zurück.
Nach dem Ende der "Hesselbach"-Dreharbeiten gab Helga Neuner 1963 ihre
eher kurze Karriere als Schauspielerin auf und zog sich weitgehend ins Privatleben
zurück. Sie war mit dem Filmkomponisten Rolf Wilhelm1), dem Bruder des Regisseurs Kurt Wilhelm1) (1923 2009), verheiratet.
Quelle (weitgehend): Wikipedia
(Einzelnachweise siehe dort)
Weitere Filme*) mit Helga Neuner
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Max Strecker

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spielte den Buchhalter Arthur Münzenberger.
Geboren am 8. Juli 1906 in Stuttgart,
gestorben am 16. Februar 1991 im Alter von 84 Jahren in München.
Kurzbiografie zu Max Strecker innerhalb dieser Homepage
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Max Strecker
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen
Rundfunks";
© hr/Kurt Bethke |
Ursula Köllner
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spielte ab Folge 4 die stets frustrierte
Chefsekretärin Else Sauerberg,
Cousine von Hilde Sauerberg (Käte Jaenicke).
Geboren am 18. April 1920 in Gießen,
gestorben am 21. August 1995 im Alter von 75 Jahren in Frankfurt am Main.
Ursula Köllner erhielt gegen Ende der 1930er Jahre ihre künstlerische Ausbildung in Frankfurt am Main; ihr
Bühnendebüt gab sie in Wuppertal.
Während des 2. Weltkrieges folgten Verpflichtungen an
Theatern in Graudenz
(heute Grudziądz, Polen) und Bremen, anschließend war sie einige Jahre als freischaffende Künstlerin tätig.
Ab der Spielzeit 1957/58 für zwei Spielzeiten am Frankfurter "Kleinen Theater im
Zoo" ("Fritz Rémond Theater") engagiert, wechselte sie
anschließend. an die "Landesbühne Rhein-Main",
aus der das Frankfurter "Theater am Turm" (TAT) hervorging.
Dort trat sie unter anderem als Babett in dem Volksstück mit Musik
"Sturm auf die Konstablerwache" (UA: 26.05.1965) von Ernst Nebhut und
Gerhard Jussenhoven
auf. Die Inszenierung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet und im August 1965 in einigen Regionalprogrammen
ausgestrahlt. Auch nach der Umbenennung mit Beginn der Spielzeit 1963/64
trat sie weiterhin am "TAT" auf, wo sie bis zum Ende
der Spielzeit 1972/73 zum festen Ensemble gehörte. So übernahm
sie beispielsweise im Februar 1969 die Rolle der Frau
Liberé,
Ehefrau des ehemaligen KZ-Arztesund jetzt Anstaltleiters Liberé
sowie Mutter des Protagonisten Rudi
und von
Irm,
in dem Drama "Der
Schwarze Schwan" von Martin Walser in einer Inszenierung von
Claus Peymann.
Seit der Premiere am 26. April 1989 trat
sie am "Volkstheater Frankfurt" gemeinsam mit
Theatergründerin Liesel Christ in dem von
Wolfgang Kaus in Szene
gesetzten Mundart-Lustspiel
"Dehaam is Dehaam" von Fitzgerald Kusz auf und mimte
die Frau Schwerdtfeger, Mutter von Heinz (Dieter Schmiedel) → volkstheater-frankfurt-chronik.de. Bis Anfang der 1990er Jahre war Köllner als Theaterschauspielerin in Frankfurt am Main tätig.
Ab 1960 spielte Ursula Köllner in insgesamt 26 Folgen die Rolle der
"stets frustrierten", willfährigen und ihren Chef eifersüchtig bewachenden Chefsekretärin Else Sauerberg in der Familienserie
"Die Firma Hesselbach"/"Familie Hesselbach". Köllner wirkte ab Folge 4 durchgehend in der Serie mit.
Sie ersetzte in der Serie ihre Cousine Hilde Sauerberg (gespielt von der Schauspielerin Käte Jaenicke), die aus der Firma ausgeschieden
war; bereits in dem Kinofilm "Herr Hesselbach und die Firma"1) (1956)
wirkte Köllner als Chefsekterärin Fräulein Sauerberg mit. Die Schauspielerin, die auch während der Dreharbeiten zur Serie (19601963) weiterhin an der
"Landesbühne Rhein-Main" engagiert war, pendelte in dieser Zeit zwischen Theaterbühne und Fernsehstudio hin und
her.
Später übernahm noch einige wenige weitere TV-Rollen, so als
Mutter in dem von Michael Fengler vornehmlich mit Laiendarstellern gedrehten Drama
"Weg vom Fenster"1) (1970),
produziert von Rainer Werner Fassbinders
Firma
"antiteater-X-film" → filmportal.de (Besetzung).
In der
"Tatort"-Folge
"Auf offener Straße" (1971)
mit Werner Schumacher als KHK Eugen Lutz2) trat sie als Erna, Arbeitskollegin des
Opfers, in Erscheinung, gehörte zudem mit einer ungenannten Rolle
zu dem ebenfalls mit Schumacher realisierten "Tatort"-Krimi "Augenzeuge" (1976). Mit einem kleinen,
ebenfalls ungenannten Part zeigte sie sich
auch in dem von Fritz Umgelter nach dem Roman von
Sandra Paretti
inszenierten Mehrteiler
"Der Winter, der ein Sommer
war" (1976). Bei dem am 21. Dezember 1974 gezeigten
Fernsehfilm "Schule der Frauen" handelte es sich um eine
freie, von Wolfgang Deichsel in hessische Mundart übertragene
Bearbeitung der Molière-Komödie
"L’école des femmes" (→ theatertexte.de), aufgeführt bzw.
aufgezeichnet im "Comoedienhaus Wilhelmsbad"
in Hanau
mit Günter Strack als Herr Arnold
und unter anderem Ursula Köllner Arnolds Dienerin Babette
→ siehe auch Hörspiel-Fassung3)
vom 27.12.1971 sowie IMDb (Besetzung).
Neben der Arbeit für Theater und Fernsehen betätigte sich die Schauspielerin
auch als Hörspielsprecherin.
Ursula Köllner war frühzeitig verwitwet Mutter einer Tochter.
Quelle (weitgehend): Wikipedia
(Einzelnachweise siehe dort)
Weitere
Filme*) mit Ursula Köllner
Link: 1) filmdienst.de, 2) tatort-fans.de,
3) ARD Hörspieldatenbank |
Dieter Schwanda
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spielte den Lehrbub Rudi Krausgrill.
"Seine Rolle als Lehrbub spielte er mit viel Witz und heiterer Gelassenheit (
) Beliebt war
er beim Publikum auch, weil Rudi als einziger dem Chef auch mal ungestraft Widersprechen konnte.
Sogar beim Schachspiel mit Direktor Hesselbach war es ihm vergönnt, zu gewinnen.
Und dass wenigstens einer gelegentlich dem Patriarchen des Hauses contra gab, freute die Zuschauer ganz besonders."1)
Geboren 1949 in Frankfurt-Bornheim.
Als Kind sprach er Rollen in Kinderhörspielen und sang im hr-Kinderchor. Nach einem Auftritt 1958 in einer Fernsehverfilmung
der Lokalposse "Der Datterich"2)
begann er 1960 als Lehrbub Rudi Krauskrill in der Fernsehserie um die Firma bzw. die Familie Hesselbach zu agieren.
Diese Rolle entsprach seiner eigenen Berufserfahrung, denn Schwanda machte eine Lehre als kaufmännischer Angestellter bei der Firma Lurgi in
Bornheim. Nachdem er in 26 Folgen lang bei den "Hesselbachs" aufgetreten war,
spielte er noch an der "Landesbühne Rhein-Main" in mehreren Dialektstücken.
Nach einem Autounfall Ende der 1960er Jahre gab er die Schauspielerei auf und
machte eine Ausbildung zum Chemielaboranten.
Quelle: Wikipedia
(Einzelnachweise siehe dort)
Quelle: 1) www.hr-online.de
Link: 2) Wikipedia |
Sophie Cossaeus
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spielte die stets mürrische Bürokraft
und "alte Jungfer" Fräulein Lohmeier. "Stets auf der
Jagd nach tratschtauglichen Gerüchten und Geschichten aus dem
Privatleben anderer gibt sie sich gern als Königin der
Verschwiegenheit, deren Vertrauenswürdigkeit anzuzweifeln einer
Beleidigung gleichkommt."1)
Geboren am 18. Juli 1893 als Sophie Weingärtner in Wiesbaden,
gestorben am 23. September 1965 im hessischen Arnoldshain.
Sophie Cossaeus debütierte 1908 am Stadttheater Mainz, 1911 bis 1914 spielte
sie Theater in Freiburg im Breisgau. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1920 kam sie nach Frankfurt am Main,
wo sie zunächst als Soubrette am
"Albert-Schumann-Theater"2)
auftrat, später ging sie an das "Neue Theater" des Theaterdirektors Arthur Hellmer.
1930 wechselte sie ins Charakterfach und nahm ein Engagement als jugendliche Naive in Offenbach an.
Von 1934 bis 1944 gehörte sie dem Ensemble der
"Rhein-Mainischen Landesbühne" an, mit dem sie Tourneen unternahm und im Zweiten Weltkrieg
auch in Fronttheatern zur Betreuung von Soldaten spielte. 1944 wurde sie als Arbeiterin in der Rüstungsindustrie dienstverpflichtet.
Nach dem Krieg schloss sie sich zunächst einer Wanderbühne an und zog mit
dieser 1945 bis 1948 durch die Französische Besatzungszone; 1948 kehrte sie als Charakterschauspielerin nach Frankfurt am Main zurück.
Cossaeus gehörte nacheinander verschiedenen Ensembles an, zunächst dem
"Intimen Theater" und später Fritz Rémonds "Kleinen Theater im
Zoo". Zu ihren herausragenden Rollen zählen die Gudula Rothschild in Carl Rößlers
"Die fünf Frankfurter" und die Abby Brewster in dem
Klassiker "Arsen und Spitzenhäubchen". Ihre Popularität begründete sich jedoch hauptsächlich
durch ihre Mitwirkung in der
TV-Serie um die "Hesselbachs". In den vier Kinofilmen
spielte sie die Nachbarin der Hesselbachs, Frau Ottendorf, in der Hörspiel- und in der Fernsehserie
"Hesselbach GmbH" bzw. "Die Firma Hesselbach" das Fräulein Lohmeier.
Sophie Cossaeus starb am 23. September 1965 in Arnoldshain. Da die einzelnen Folgen
teilweise weit vor dem Sendetermin aufgezeichnet wurden, konnte man Sophie Cossaeus noch in Folge 45
"Herr Hesselbach und das Mündel" erleben, die am 29. Dezember 1966 gesendet wurde.
Ihr Grab befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof (Gewann F,
Grabnummer 1459), die letzte Ruhe fand sie dort zusammen mit ihrer 1941 im Alter von 23 Jahren verstorbenen Tochter
Hilde → Foto der Grabstelle.
Quelle: Wikipedia
(Einzelnachweise siehe dort)
Weitere Filme*) mit Sophie Cossaeus
Quelle: 1) www.hr-online.de
Link: 2) Wikipedia |
Weitere Figuren (Auswahl) in der Serie
(in alphabetischer Reihenfolge)
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Uwe Dallmeier
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spielte 9 Folgen lang (43 51)
in der 3. Staffel "Herr Hesselbach und
" den Stadtrat und Bank-Prokuristen
Detlef Petersen. Bereits in Folge 18 ("Das Sparschwein", 17. Mai 1961) war er als Kriminalassistent Becker bei "Der Firma
Hesselbach" in Erscheinung getreten.
Geboren am 27. August 1924 im Dithmarschen
gestorben am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt.
Uwe Dallmeier absolvierte zunächst eine Maurerlehre, bevor er zur schauspielerischen Tätigkeit wechselte.
Er agierte häufig auch im Hamburger "Ohnsorg-Theater" und wurde auch durch die Ulk-Serie
"Abramakabra"1) mit Helga Feddersen und Dieter Hallervorden bekannt.
In den 1960er Jahren arbeitete er als Sprecher und Schauspieler beim Hessischen Rundfunk in den Sendungen
"Frankfurter Schlagerbörse" und der "Familie
Hesselbach". Uwe Dallmeier spielte auch mehrfach in den Fernsehserien
"Das Traumschiff", "Derrick" und
"Tatort" (dort hatte er einen Auftritt als Kommissar) mit. Die bekannteste Fernsehserie in der er spielte, hieß
"Kümo Henriette"1),
den unterhaltsamen Geschichten um die Familie Petermann und deren
Küstenmotorschiff, zu denen Helga Federsen2)
das Drehbuch geschrieben hatte und selbst
als Mutter Mewes auftrat.
Dallmeier erlag den Folgen eines Herzinfarktes und wurde auf dem Friedhof in Keitum (Sylt) beigesetzt.
Quelle: Wikipedia
Anlässlich seines Todes wurde im "Deutschen Bühnen-Jahrbuch" (1987) in
einem Nachruf folgendes über den Künstler
geschrieben:
UWE DALLMEIER, vor allem durch das Fernsehen bekannter Schauspieler,
ist mit 62 Jahren am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt gestorben.
Der Fernsehstar, den Millionen Fernsehzuschauer aus den Serien "Traumschiff",
"Derrick" und "Tatort" kannten, erlag einem Herzinfarkt.
In einer seiner letzten Rollen spielte er einen Bauern für die Folge
"Sterbehilfe" in der Serie "Schwarzwaldklinik". Der gelernte Maurer, der
auch im Ohnsorg-Theater Hamburg viele Male auf der Bühne gestanden hatte, galt als Volksschauspieler.
Populär wurde er auch durch die
Ulk-Serie "Abramakabra" mit Helga Feddersen und Didi Hallervorden.
Weitere
Filme1) mit Uwe Dallmeier
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP
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Sophie (Sofie) Engelke
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spielte 15 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 14, 16, 17, 18)
die Büroangestellte Frieda Lahrmann.
Geboren am 17. Juli 1927 in Frankfurt/Main,
gestorben am 17. Dezember 2000 in Königstein/Taunus.
Die Tochter eines Glasers erhielt ihre Ausbildung an der Schauspielschule von Robert George (18791953) in
Frankfurt/Main.
Sophie (Sofie) Engelke spielte auch in allen "Hesselbach"-Kinofilmen mit, in den ersten drei
"Die Familie Hesselbach" (1954), "Familie Hesselbach im
Urlaub" (1955) und "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1956) als Waltraud, Nichte von Mutter Hesselbach (Else Knott), in
"Herr Hesselbach und die Firma" (1956) dann als Angestellte
Waltraud Schulz. Nach ihrer Zeit in der "Hesselbach"-Reihe
trat sie unter anderem in Fernsehserien wie "Geheimagent Tegtmeier" (1966) oder
"Hessische Geschichten" (1986/87) in Erscheinung, mehrfach
zeigte sie sich im zwischen 1975 und 1990 im "Tatort" sowie
zwischen 1982 und 1991 in der populären Krimi-Serie "Ein Fall für zwei". Einen
letzten kleinen Auftritt hatte Sophie Engelke laut IMDb in der TV-Komödie "Der Leihmann" (1995).
Das nebenstehende Foto von Sophie Engelke, ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die
Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel":
Betriebsplayboy Lindner (Joachim Engel-Denis) ist in seinem Element. Seine Kolleginnen Frieda Lahmann
(Sofie Engelke, Mitte) und Emma Puchel (Gaby Reichhardt, r.) weiß er charmant zu unterhalten.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Mehr zu Sofie Engelke bei "Frankfurter Personenlexikon"
Weitere Filme*) mit Sophie Engelke
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Iska Geri
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spielte in vier Folgen (07, 28, 32, 47)
die Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyer (Hans Schepior).
Geboren am am 28. April 1914 als Hildegard Priedöhl in Stettin,
gestorben am 10. April 2002 in Berlin.
Kurzbiografie zu
Iska Geri innerhalb dieser Homepage
Siehe auch
grammophon-platten.de,
Wikipedia
Weitere Filme*) mit Iska Geri
Das nebenstehende Foto von Iska Geri ist ein Ausschnitt aus der Folge 7
"Die Panne": Dr. Meyer (Hans Schepior) ist Stadtrat für Kultur. Seine Gattin (Iska Geri) hält sich für eine
begabte Sängerin. Sie hat in der Serie zahlreiche Gastauftritte, die immer wieder für
Heiterkeitsausbrüche sorgen.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
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Edith Hancke
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spielte 9 Folgen lang (43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51)
die Hotel- und Restaurantbesitzerin bzw. Stadträtin Trudi Plischke.
Geboren am 14. Oktober 1928 in Berlin,
gestorben am 4. Juni 2015 in Berlin.
Kurzportrait
zu Edith Hancke innerhalb dieser Homepage
Siehe auch Wikipedia
Weitere
Filme*) mit Edith Hancke
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Bogislav von Heyden-Linden
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spielte 21 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14,
15, 16, 17, 18, 22, 36, 41, 42) den Redakteur Hans-Ulrich Betzdorf. Geboren am 28. Juli 1898 in
Hannover,
gestorben am 25. April 1991.
Bogislav von Heyden-Linden war ein Sohn des Ulanenoffiziers und Herrenreiters
Bogislav von Heyden-Linden1)
(1853 1909) und dessen Frau Elisabeth Gräfin von Westphalen (1865 1961).
Wie sein Vater und sein älterer Bruder Joseph (1895 1941) schlug er zunächst eine
militärische Laufbahn bei einem Kavallerieregiment ein. 1918 quittierte er seinen Dienst im Rang
eines Leutnants, wollte zunächst den Kaufmannsberuf erlernen, wurde dann aber Schauspieler.
Während des Zweiten Weltkriegs war er in Paris Theater-Offizier im Rang eines Rittmeisters.
Er lebte nach dem Krieg bis in die 1960er Jahre in Wiesbaden, wo er an den dortigen Bühnen und in
den Theatern von Mainz und Frankfurt/Main arbeitete. Bekannt wurde er durch seine
Rolle des Journalisten Hans-Ulrich Betzdorf in der "Hesselbach"-Serie.
Bogislav von Heyden-Linden war seit 1929 mit Margaritha Cottmann verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
Quelle: Wikipedia (abgerufen 01.03.2013)
Das nebenstehende Foto von Bogislav von Heyden ist ein Ausschnitt aus der 16. Folge von "Die
Firma Hesselbach", "Das Tütelchen":
Chefredakteur Betzdorf nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Direktion
ihren Mitarbeitern auch bei persönlichen Problemen mit Rat zur Seite steht.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Weitere Filme*) mit Bogislav von Heyden
Link: 1) Wikipedia
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Käte Jaenicke
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spielte in den Folgen 1 3 die Sekretärin Fräulein
Hilde Sauerberg.
Geboren am 22. März 1923 (nach anderen Quellen 1928) in Danzig,
gestorben am 1. November 2002 in München.
Kurzbiografie zu Käte Jaenicke innerhalb dieser Homepage
Siehe auch Wikipedia
Das nebenstehende Foto von Käte Jaenicke ist ein Ausschnitt aus der 1. Folge von "Die
Firma Hesselbach", "Das Dokument":
Direktor Hesselbach (Wolf Schmidt) ist empört, ein wichtiges Dokument ist in
seinem Büro verschwunden. Seine Sekretärinnen (Käte Jaenicke, Mitte), Helga (Helga Neuner) und Sohn Willi
(Joost Siedhoff) haben keine Ahnung, wo es ist.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Weitere Filme*) mit Käte Jaenicke
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Flory Jacobi
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spielte die Ehefrau des Buchhalters Arthur Münzenberger
in den Folgen 29 ("Allergia maritalis", 13. April 1962), 33 ("Der Urlaub", 10. August 1962) und 48 ("Herr
Hesselbach und das Juwel", 22. März 1967).
Geboren als Armide Valeska Florence Jacobi am 26. Oktober 1902 in Wiesbaden,
gestorben am 24. September 1981 in Ettelbrück (Luxemburg).
Die Tochter eines Kaufmanns und jüngere Schwester der Schauspielerin Eugenie Jacobi (1895 1968)
war sehr talentiert und spielte
in den Jahren 1911 bis 1915 zahlreiche Kinderrollen am Hoftheater in Meiningen (Thüringen).
So zeigte sie sich unter anderem als Infantin Clara Eugenie in
Schillers "Don Carlos", als Ännchen in Goethes
"Stella" oder als Soldatenjunge in "Wallensteins Lager",
ebenfalls von Schiller. Nach Aussagen des damaligen Intendanten Grube galt
"Florchen" Jacobi damals als "Wunderkind". Als
junges Mädchen spielte sie in Frankfurt/M (1918/19), in Berlin am
"Luisentheater" (1919/20), danach in Hanau und zwischen 1921
und 1927 am Stadttheater Chemnitz. Über Altenburg und Berlin kam
Flory Jacobi 1931 nach Leipzig und betätigte sich unter anderem als Sprecherin beim
"Mitteldeutschen Rundfunk", von 1941 bis 1944 war sie Sprecherin beim
"Sender Böhmen" in
Prag. Nach Kriegsende ging sie wieder nach Leipzig, arbeitete erneut
zwischen 1946 und 1949 als Sprecherin beim "Mitteldeutschen Rundfunk",
übernahm Gastrollen am "Theater der Jungen Welt". 1949 zog
Flory Jacobi nach Stuttgart, wirkte an der "Komödie im Marquardt"
und am "Jungen Theater". 1963 ging sie nach München, spielte
unter anderem an der "Kleinen Komödie". Im vorgerückten Alter
lebte die Schauspielerin in einer Seniorenresidenz in Ingolstadt (1974 bis 1978), dann ließ sie sich in Luxemburg nieder.Seit Mitte der
1950er Jahre stand sie auch für Film und Fernsehen vor der Kamera.
Neben ihren Auftritten bei den "Hesselbachs" zeigte sie sich
beispielsweise in unterhaltsamen TV-Spielen wie "Kleider machen Leute" (1963),
"Pension Schöller" (1965) oder "Der müde Theodor" (1965),
aber auch in anspruchsvollen Literaturverfilmungen wie Brechts "Der kaukasische Kreidekreis" (1958) und "Herr Puntila und sein Knecht Matti" (1966), wo sie als Pröpstin in Erscheinung trat.
Eine herrliche
Hauptrolle mimte sie als Ehefrau von Schneidermeister
Titus Hasenklein (Willy Reichert) in dem von Rolf von Sydow
inszenierten Schwank "Hasenklein kann nichts dafür" (1963),
als schrullige Mutter Hans Clarins tauchte sie in "Der jähzornige junge Mann" (1963)
nach einer Erzählung von Anton Tschechow auf. Weitere
Auftritte hatte sie unter anderem in Franz Peter Wirths frühen Dürrenmatt-Adaption
"Der Richter und sein Henker"1) (1957),
in Rainer Wolffhardts Ludwig Thoma-Verfilmung "Moral" (1958) oder
dem Doku-Drama "Der Fall Mata Hari"1) (1966).
Zu ihren letzten Arbeiten vor der Fernsehkamera zählt Ula Stöckls
Drama "Der kleine Löwe und die Großen oder Die Patriarchen und die Diplomatie" (1973) → www.ula-stoeckl.com.
Außer ihrer Bühnentätigkeit, Arbeit als Rundfunksprecherin sowie
für Film und Fernsehen gab Flory Jacobi zudem Schauspielunterricht.
Eine am 30. Oktober 1922 geschlossene Ehe mit dem brasilianischen Verkäufer Emilio Harbich,
dem späteren Drehbuchautor, Regisseur und Schnittmeister Milo Harbich3)
(1900 1988) wurde am 13. September 1927 geschieden.
Die am 19. Juni 1928 in
Chemnitz geborene Tochter Louise Adeleide Harbich (Künstlername Haidy Jacobi)
begann ihre Karriere 1933 schon als Fünfjährige bei "Radio Leipzig",
arbeitete später als Schauspielerin, Kabarettistin und Regisseurin am Theater, war seit Anfang der 1960er Jahre
langjährige Sprecherin (bis in die 1980er Jahre) des deutschsprachigen Programms von
"Radio Luxemburg"; später wechselte sie zur
Spielfilm-Redaktion des deutschsprachigen RTL-Fernsehprogramms. Adelaide Harbich alias Haidy Jacobi
starb am 26. Juni 2005 nach längerer
Krankheit im Alter von 77 Jahren in
einem Pflegeheim in Luxemburg → www.radio-journal.de,
deren Sohn Konrad "Conny" Scheel ergriff den Beruf des Grafikers bzw. Schauspielers.
Quelle (unter anderem): Volker Wachter3) sowie
"Meininger Schauspieler und der Film"
(PDF-Dokument, S. 37)
Weitere
Filme*) mit Flory Jacobi
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) SWR Media Services, 3) Wikipedia
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Doris Mack
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spielte 9 Folgen lang (10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18)
die Sekretärin Jutta Schäfer.
Doris Mack wirkte laut IMDb
als Schauspielerin nur in der "Hesselbach"-Serie mit.
Das nebenstehende Foto von Doris Mack ist ein Ausschnitt aus der
15. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Mehr Frauen in die Politik?":
Ruhe vor dem Sturm: Jutta Schäfer (Doris Mack, l.), Fräulein Sauerberg
(Ursula Köllner) und Inge Fröhlich (Christina Monden) werden sich bald rege an einer Diskussion beteiligen.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
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Ernst Walter Mitulski
(Ernstwalter Mitulski)
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spielte 10 Folgen lang (05, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51)
den Kaufhausbesitzer Dengler.
Geboren am 8. September 1898 in Danzig (heute Gdansk, Polen),
gestorben am 28. Dezember 1976 in Frankfurt am Main.
Mitulski gehörte bis 1944 zum Ensemble des Berliner "Schiller-Theaters",
nach 1945 wirkte er an der Berliner "Komödie" und an den
"Städtischen Bühnen" in Essen. Seit 1951 spielte er an den
"Städtischen Bühnen" in Frankfurt/M., ab 1955 auch am
"Staatstheater" in Wiesbaden, gab darüber hinaus Gastspiele
in Stuttgart.1) Seit Ende der 1930er Jahre stand der
Schauspieler sporadisch für Kino- und Fernsehproduktionen vor der
Kamera.
Das nebenstehende Foto von Ernst Walter Mitulski ist ein Ausschnitt aus der
5. Folge von "Die
Firma Hesselbach", "Der große Kunde":
Herr Dengler (Ernstwalter Mitulski) hat einen großen Auftrag für Direktor Hesselbach.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Siehe auch Wikipedia
Weitere Filme*) mit Ernstwalter Mitulski
1) Quelle: Glenzdorfs Internationales
Film-Lexikon (1961)
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Gaby Reichardt
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spielte 14 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 16, 17, 18)
die sentimentale, nah am Wasser gebaute Büroangestellte Emmy Puchel.
Geboren am 8. Juni 1938 in Frankfurt/Main.
Nach einer Ausbildung zur Schauspielerin bei Alice George gab Gaby Reichardt ihr Bühnendebüt in ihrer Geburtsstadt ("Landesbühne
Rhein-Main), mit den "Hesselbachs" machte sie ihre erste Fernseherfahrung. Bei einer Theateraufführung an der
Frankfurter "Landesbühne Rhein-Main" war hr-Programmdirektor Hans-Otto Grünefeldt
auf die zwanzigjährige Schauspielerin aufmerksam geworden und hatte ihr angeboten, bei den
"Hesselbachs" mitzuspielen.
Während bzw. nach ihrem Ausstieg aus der Serie wirkte Gaby Reichardt
unter anderem in Frankfurt an den "Städtischen Bühnen" und am "Fritz-Rémond-Theater im Zoo",
ab 1969 am
"Staatstheater Mainz ", dem sie bis 1999 verbunden blieb.
Auch im Fernsehen sah man die Schauspielerin sporadisch mit
prägnanten Rollen, etwa als Marie in "Der Datterich" (1963)
oder zwischen 1971 und 1983 mehrfach im "Tatort". Sie zeigte
sich in "Hessische Geschichten" (19871989) sowie zuletzt in
der Episode "Feuertod" (1997) aus der Krimi-Reihe "Polizeiruf 110";
auch in Sönke Wortmanns Kino-Komödie "Allein unter Fauen"1) (1991) gehörte Schauspielerin
mit einem kleineren Part zur Besetzung.
Neben ihrer Arbeit für das Theater und das Fernsehen war Gaby Reichardt beispielsweise in "Postkarte genügt" als
Co-Moderatorin (meist in Vertretung der Hauptmoderatorin Hanna Pfeil)
tätig, präsentierte etliche Jahre die hr4-Volksmusiksendung "Gude, Servus und
Hallo
". Als Sängerin, begleitet von den "Hessenmusikanten",
entstanden verschiedene volkstümliche Plattenaufnahmen, unter anderem
"Mein goldiges Alsfeld". Auch mit Lesungen erfreute die
Künstlerin immer wieder ihr Publikum.
Reichardt war mit dem Intendanten des "Staatstheaters Mainz", Georg Aufenanger (1914−2012), verheiratet.
Quelle (unter anderem): Theaterfreunde
Mainz sowie
Funk Uhr, Künstler-Lexikon des Fernsehens (ca.1970)
Siehe auch Wikipedia
Das nebenstehende Foto von Gaby Reichhardt ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die
Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel":
Betriebsplayboy Lindner (Joachim Engel-Denis) ist in seinem Element. Seine Kolleginnen Frieda Lahmann
(Sofie Engelke, Mitte) und Emma Puchel (Gaby Reichhardt, r.) weiß er charmant zu unterhalten.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Weitere Filme*) mit Gaby Reichardt
Link: 1) Wikipedia
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Sybille Schindler
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spielte das Fräulein Pinella, genannt
"Pini", anfangs "Mädchen für alles", später Redakteurin bei der
"Weltschau" sowie ab Folge 42 Ehefrau von Peter Hesselbach
(Dieter Henkel).
Geboren am 4. März 1942 in Frankfurt/Main.
Laut Wikipedia
besuchte Sibylle Schindler von 1953 bis 1960 die "Schillerschule" in Frankfurt am Main und absolvierte eine Schreinerlehre
Sybille Schindler spielte auch als "Nina" in den Kinofilmen "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955)
und "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1955/56)
sowie in dem von Wolf Schmidt inszenierten Streifen "Der ideale
Untermieter" (1957) als Hexchen, Tochter von Prof. Martin (Wolf Schmidt) mit.
Das nebenstehende Foto von Sybille Schindler ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die
Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel":
Frau Hesselbach ist über ihre Idee, Fräulein Pinella (Sybille Schindler) in der Firma trotz fehlender
Qualifikation unter zu bringen, gar nicht mehr so glücklich. Herr Hesselbach ist da ganz anderer
Meinung.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Weitere
Filme*) mit Sybille Schindler
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Otto Stern
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spielte 11 Folgen lang (02, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 17)
den Chef der Setzerei bzw. den Gewerkschafter
Zimmermann.
Geboren am 14. Dezember 1921 in Basel (Schweiz),
gestorben am 5. Juli 1996 in München.
Otto Stern hatte sich schon früh für die Schauspielerei
interessiert und unter anderem nach dem Abitur bei dem legendären
Heinrich George1)
(1893 1946) in Berlin Unterricht genommen. Bedingt durch den 2. Weltkrieg
konnte Stern seine Schauspielerkarriere erst nach Kriegsende beginnen, spielte unter
anderem zwischen 1949 und 1964 am "Kleinen Theater am Zoo" in Frankfurt
sowie ab 1955 auch an der "Komödie im Marquardt" in Stuttgart.
Zwischen 1968 und 1977 stand er an der "Kleinen Komödie" in
München auf der Bühne, Gastspiele führten ihn nach Zürich, Hamburg und Köln;
1987 kehrte er wieder nach Frankfurt zurück.
Otto Stern wirkte in mehr als 40 Kinofilmen und rund 60 Fernseh- und Hörspielproduktionen mit.
Er übernahm unterschiedlichste Rollen, meist spielte er angesehene Persönlichkeiten, gelegentlich aber auch Schurken wie in
"Der Hund von Blackwood Castle"2) (1968).
Die Informationen stammen von Wikipedia
Das nebenstehende Foto von Otto Stern ist ein Ausschnitt aus der 13. Folge von "Die
Firma Hesselbach", "Ein gewisses Gewissen":
Die Belegschaft hat sich zum Entsetzen von Chefredakteur Betzdorf für einen Liebesroman in der
"Weltschau am Sonntag" entschieden. Setzermeister Zimmermann (Otto Stern, M.) schaltet sich in die
Diskussion mit Direktor Hesselbach ein.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Weitere
Filme*) mit Otto Stern
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
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Josef Wageck
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Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
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Das erste Foto von Josef Wageck
ist ein Ausschnitt aus der 17. Folge
von "Die Firma Hesselbach",
"Der Familienbetrieb":
Heidi (Rosemarie Kirstein)
und Peter (Dieter Henkel) sind aus
dem Internat zurückgekehrt. Hausmeister Ballmann hat sie
im Firmenwagen abgeholt.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
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spielte 15 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 16, 17, 18)
den Hausmeister Ballmann.
Das Geburts- bzw. Todesdatum ist unbekannt.
Wageck spielte ab den 1950er Jahren einige Rollen in Kinofilmen,
zudem war er in Österreich und Deutschland in verschiedenen Fernsehproduktionen zu sehen.
Als seinen ersten Filmauftritt führt die Filmdatenbank IMDb das Kriminaldrama
"Das letzte Rezept" aus dem Jahre 1952 auf, ein Film mit O. W. Fischer in der Hauptrolle,
in dem Wageck unter der Regie von Rolf Hansen in einer Nebenrolle mitwirkte. Ferner stand er unter anderem in dem Kriminalfilm
"Staatsanwältin Corda" (1953) vor der Kamera.
Wageck verkörperte in den 1960er Jahren der TV-Serie "Die Firma Hesselbach" die durchgehende Serienrolle des Hausmeisters
Ballmann. Bereits zuvor hatte 1956 in dem Kinofilm "Herr Hesselbach und die Firma" ebenfalls einen Hausmeister
gespielt, dieser trug damals jedoch den Namen Fuchslocher.
In den 1960er Jahren war Wageck im Fernsehen mehrfach in
Theateraufzeichnungen zu sehen, so 1960 mit einer kleinen Rolle in der Fernsehfassung des
Giraudoux-Dramas
"Die Irre von Chaillot" mit Hermine Körner, einer Aufzeichnung aus dem Berliner
"Schillertheater" (Premiere: 1959), wo er unter der Regie von Harry Buckwitz spielte. 1968 zeigte er
sich er in einer TV-Version des Theaterstücks "Schinderhannes" von Carl Zuckmayer, wirkte 1970 unter der
Regie von Peter Beauvais in dem
Drama "Trauer muss Elektra tragen" mit, einer TV-Bearbeitung des
gleichnamigen Theaterstücks von Eugene O'Neill.
Wageck wirkte Jahrzehnte an Frankfurter Bühnen, etliche Theateraufführungen aus dem "Fritz-Rémond-Theater",
in denen der Schauspieler mitwirkte, wurden bereits in den 1950er Jahren vom Hessischen Rundfunk (hr) für das
Fernsehen aufgezeichnet bzw. ausgestrahlt.
1971 gehörte der Schauspieler mit der Titelrolle des Bürgerkapitäns zur
Besetzung der Eröffnungsvorstellung des neu gegründeten Frankfurter
"Volkstheaters" und begeisterte an der Seite von Intendantin Liesel Christ
in "Der alte Bürgerkapitän" von Carl Malß.
Wageck war auch auch als Sprecher für das Hörspiel tätig, so übernahm
er unter anderem Rollen in den Karl May-Hörspielen "Der Schatz im Silbersee" und
"Winnetou II".
Quelle: Wikipedia
(abgerufen 01.03.2013) mit weiterführenden Einzelnachweisen.
Weitere Filme*) mit Josef Wageck
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