Die Firma Hesselbach/Die Familie Hesselbach

"Die Hesselbachs" und einige ihrer Darsteller; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke

Noch bevor die "Mutter" aller Familienserien, "Unsere Nachbarn heute Abend – Familie Schölermann"1), Ende März 1960 eingestellt wurde, kamen am 22. Januar 1960 mit "Die Firma Hesselbach" neue Episoden aus dem Alltag einer Fernsehfamilie auf den Bildschirm. Diesmal wurden turbulente Geschichten um eine Firma respektive deren Besitzer im Hessischen gezeigt, die aus der Feder des Journalisten und Satirikers Wolf Schmidt stammten, der auch Regie führte und gleichzeitig das Oberhaupt des Hesselbach-Clans mimte. Bereits im Hörfunk hatte Schmidt für den Hessischen Rundfunk diese Geschichten überaus erfolgreich produziert, am 17. September 1949 ging die erste von insgesamt 77 Folgen über den Sender, bis 1956 gelangten drei Staffeln zur Ausstrahlung. Die einzelnen Folgen "Familie Hesselbach", "Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung" und "Hesselbach GmbH" hatten ein Länge von 23 bis 68 Minuten. In der ersten Folge sprach neben Wolf Schmidt (Vater Hesselbach) zunächst Anny Hannewald1) (1882 – 1968) die "Mamma Hesselbach" und Lia Wöhr die Tochter Anneliese, ab der zweiten Folge übernahm Lia Wöhr den Part der Mutter, Joost Siedhoff mimte den Sohn Willi, wie auch später in der TV-Serie; mehr zur Hörfunkreihe bei Wikipedia und www.babbahesselbach.de.

Familie Hesselbach
(Liesel Christ, Wolf Schmidt, Joost Siedhoff) beim Mittagessen.
Szenenfoto aus "Familie Hesselbach", Folge 1, "Das Dokument" (22.01.1960)
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Aufgrund des großen Resonanz wurde dann 1954, parallel zu den Hörfunkfolgen, ein erster Spielfilm unter dem Titel "Die Familie Hesselbach" produziert, gefolgt von "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955), "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1955/56) und "Herr Hesselbach und die Firma" (1956). In allen vier Streifen, von denen nur der zweite Jahrzehnte später im Fernsehen lief, verkörperte Schmidt den Firmenchef Karl "Babba" Hesselbach, die Schauspielerin Else Knott1) (1910 – 1975) seine Ehefrau.
Wolf Schmidt dokumentierte den Zeitgeist des kleinbürgerlichen Milieus nach dem 2. Weltkrieg bis zum Ende des deutschen Wirtschaftswunders. Er porträtierte dabei die kleinen Leute mit ihren gutgläubigen und ihren boshaften Seiten, zeigte aber auch Verständnis für die alltäglichen Kompromisse. Die kleine Welt der Hesselbachs, der Familien- und Büroalltag gab den Nährboden für Tratsch und Intrigen, Stolz und Ehrgeiz, aber auch für ehrliche Gefühle, zu denen man sich quälend durchringen musste. Wolf Schmidt verdankt seinen Erfolg der hohen Kunst der Komik, vor allem der Situationskomik, die sich aus Widersprüchen und Verwicklungen ergab, aber auch der Pointendichte der Dialoge.2)

Die erste Staffel der legendären TV-Serie (24 Folgen) lief bis Mitte November 1961 unter dem Titel "Die Firma Hesselbach", bereits ab der sich anschließenden 2. Staffel (18 Folgen), die zwischen 15. Dezember 1961 und 29. Mai 1963 über die Bildschirme flimmerte, wurden die Zuschauer dann zur "Familie Hesselbach" eingeladen. Die dritte und letzte Staffel wurde dann unter dem Titel "Herr Hesselbach und …" mit neun Folgen zwischen 19. Oktober 1966 und 7. Juni 1967 gezeigt, allerdings war das Interesse beim Publikum – vielleicht auch aufgrund der Einführung des Zweiten Deutschen Fernsehens – nicht mehr ganz so groß und die Reihe verschwand aus der immer vielfältiger werden Fernsehlandschaft.
Die Geschichten handelten von den Alltagserlebnisse und ganz normalen Krisen im Haushalt und Betrieb der hessischen Familie Hesselbach: Vater Hesselbach (Wolf Schmidt) besitzt eine kleine Druckerei, in der auch Sohn Willi (Joost Siedhoff) arbeitet, seine Ehefrau, die immer etwas aufgeregte "Mamma" Hesselbach (Liesel Christ) ist der gute Geist der Familie. Neben Sohn Willi sind da noch die Kinder Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter (Dieter Henkel) zu nennen, die allerdings erst auftauchten, als Joost Siedhoff die Serie nach 10 Folgen verließ.
 
Fotos: Mama Hesselbach (Liesel Christ) ist empört:
Das Dippsche ist dreckig!; "Die Firma Hesselbach",
Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15. 09.1961)
Sohn Peter (Dieter Henkel) in "Die Familie Hesselbach", Folge 27 "Telefonitis" (16.02.1962)
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle) © hr/Kurt Bethke
Mama Hesselbach (Liesel Christ) ist empört: Das Dippsche ist dreckig!; "Die Firma Hesselbach", Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15. 09.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke Sohn Peter (Dieter Henkel) in "Die Familie Hesselbach", Folge 27 "Telefonitis" (16.02.1962); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke
Es sind eher banale Problemchen, mit denen sich die ein wenig biederen Hesselbachs auseinandersetzen müssen, mal geht um nicht auffindbare Verträge, mal um verschwundenes Büromaterial, und auch ein Fleck auf Vaters Jacke kann eine Krise hervorrufen. Doch trotz Missverständnissen und Auseinandersetzungen raufen sich die Hesselbachs und die Mitarbeiter des Unternehmens immer wieder zusammen.3) Viele namhafte Schauspieler tauchten im Verlaufe der Jahre in der Serie auf, an besonderen Firmenmitgliedern sind etwa die Sekretärin Fräulein Sauerberg (Käte Jaenicke, Folgen 1–3, später Ursula Köllner), die wortgewaltige Putzfrau Siebenhals (Lia Wöhr), der Buchhalter Münzenberger (Max Strecker) sowie dessen Ehefrau (Flory Jacobi), der Lehrbub Rudi Krausgrill (Dieter Schwanda), die stets mürrische, tratschsüchtige Bürokraft Fräulein Lohmeier (Sophie Cossäus) oder der Stadtrat und Bank-Prokurist Detlef Petersen (Uwe Dallmeier) zu nennen. Eine exponierte Stellung nahm auch der smarte "Betriebs-Playboy" Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) ein, der beispielsweise der hübschen Sekretärin Helga Schneider (Helga Neuner) und späteren Frau Willi Hesselbachs den Kopf verdrehte, schließlich in die Familie einheiratet und als Ehemann von Heidi Hesselbach (Rose-Marie Kirstein) zum "Vorzeige-Schwiegersohn" mutiert. Weitere prägnante, mehr oder minder durchgehende Rollen spielten vornehmlich in der "Firma Hesselbach" unter anderem Sophie Engelke (Büroangestellte Frieda Lahrmann), Gaby Reichardt (Büroangestellte Emmy Puchel), Doris Mack (Sekretärin Jutta Schäfer), Sybille Schindler (Fräulein Pinella), Otto Stern (Setzerei-Chef Zimmermann) oder Joseph Wageck (Hausmeister Ballmann). Eine witzige Figur war die von Iska Geri gemimte Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyers (Hans Schepior), auch die Ur-Berlinerin Edith Hancke spielte zeitweise als Stadträtin Trudi Plischke mit. Als Redakteur Hans-Ulrich Betzdorf sah man Bogislav von Heyden-Linden, als Kaufhausbesitzer Dengler Ernst Walter Mitulski.
 
Die Erkennungsmelodie, die sogenannte "Hesselbach-Polka" stammte aus der Feder von Willy Czernik1) (1901 – 1996), der das Grundthema für jede einzelne Folge individuell abwandelte → siehe auch "Die Musik in den Fernsehsendungen" von Dr. Harald Schäfer bei babbahesselbach.de.
 
Die "Hesselbach-Polka" bei youtube.com bzw. babbahesselbach.de

Szenenfoto: Die Firma Hesselbach, Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15.09.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15.09.1961)
Szenenfoto: Die Firma Hesselbach,  Folge 25 "Simulanten" (15.12.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke
Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 25 "Simulanten" (15.12.1961)
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
  
In der ersten Staffel steht die tägliche Arbeit im Verlag in Vordergrund. Zwischenmenschliche Ereignisse im Betrieb bilden hauptsächlich die Basis der Handlungen. Aber auch konkrete Probleme des Wirtschaftswunders werden thematisiert (z. B. Rohstoffknappheit und Arbeitskräftemangel). Gegen Ende der ersten Staffel kommen die Kinder der Hesselbachs, Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter (Dieter Henkel), aus dem Internat zurück und steigen in den Familienbetrieb ein.
Damit ist die Grundlage für die zweite Staffel gelegt: Die Familie rückt in den Vordergrund und die Handlungen verlegen sich stärker auf familiäre Ereignisse (Liebe, Heirat und Geburt). In diese Staffel fallen auch die beiden einzigen Folgen, die im Ausland spielen. Eine Urlaubsreise führt die Hesselbachs nach Cannes und später Herrn Hesselbach zu einem Kongress nach Tokio. Die Folge "Der Kongreß von Tokio" ist dabei die einzige Folge, die tatsächlich zu einem Teil im Ausland gedreht wurde.
Anfang 1963 kamen erste Kritiken an der Serie auf, die nach drei Jahren Hesselbach-Folgen im Fernsehen und zuvor neun Jahren im Hörfunk auf Ermüdungserscheinungen der Zuschauer zurückzuführen waren. Wolf Schmidt reagierte darauf, indem er die Serie mit Folge 42 zu einem vorläufigen Ende brachte, indem Herr Hesselbach in Ruhestand tritt und die Leitung des Verlags seinem Prokuristen und Schwiegersohn Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) übergibt.
Bereits Ende 1966 kehrten die Hesselbachs mit modernerem Konzept auf den Bildschirm zurück. Die Handlungen orientierten sich jetzt stärker an der Person Karl Hesselbach, was auch aus den Titeln "Herr Hesselbach und…quot; ersichtlich wird. Hauptsächlich behandeln die Folgen der dritten und letzten Staffel kommunalpolitische Episoden, in denen Herr Hesselbach als Stadtrat in Steinteil agiert. Auch hier wurden aktuelle gesellschaftliche Themen behandelt und versucht vermehrt jugendliche Zuschauer anzusprechen. Dies gelang nur zum Teil. Im Sommer 1967 stellte der Hessische Rundfunk die Serie ein, obwohl Wolf Schmidt bereits weitere Folgen geschrieben hatte.
4)
Neben Wolf Schmidt, der die Figur des "Babba" Hesselbach seinem eigenen Vater, Prof. Dr. Karl Schmidt5), nachempfunden hatte, erlangten besonders die Frankfurter Volksschauspielerinnen Liesel Christ und Lia Wöhr mit der Serie enorme Popularität. Aber auch der südhessische Dialekt wurde schlagartig bundesweit bekannt, Aussprüche wie "Karl, mei Droppe!", wie Mamma Hesselbach ihren Angetrauten liebevoll titulierte, oder "Ei Kall, was mechste denn?" wurden zu geflügelten Worten. Für Nostalgie-Fans: Alle Folgen der "Hesselbach"-Serie sind inzwischen seit Oktober 2006 auf DVD im Handel erhältlich.

Foto: Die Hesselbachs sind fertig kostümiert für ihre großen Auftritt.
in "Die Familie Hesselbach", Folge 28 "Die Festaufführung" (16.03.1962)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke

Die Hesselbachs sind fertig kostümiert für ihre großen Auftritt. "Die Familie Hesselbach", Folge 28 "Die Festaufführung" (16.03.1962); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Siehe auch die detaillierten "Hesselbach"-Seiten bei babbahesselbach.de
sowie Wikipedia, fernsehserien.de und tvder60er.de;
die einzelnen Titel und Beschreibungen der Folgen findet man bei www.bamby.de

Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 5) babbahesselbach.de
Quelle: 2) www.hr-online.de, 3) Serienlexikon von www.kabel1.de, 4) Wikipedia (abgerufen 07.02.2012)

Die Hauptdarsteller sowie einige weitere Figuren
(Komplette Darsteller-Liste bei babbahesselbach.de)
(Weitere Mitwirkende bei der "Inrernet Movie Database";
Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Wolf Schmidt
  
Foto zur Verfügung gestellt bzw.mit freundlicher Genehmigung von Wolf Schmidts Familie; die Bildrechte liegen bei Hanneliese Grünewald; Copyright Hanneliese Grünewald
Foto zur Verfügung gestellt bzw.
mit freundlicher Genehmigung
von Wolf Schmidts Familie
Die Bildrechte liegen
bei (©) Hanneliese Grünewald
  
Wolf Schmidt alias "Babba Hesselbach" bei den Dreharbeiten; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Wolf Schmidt alias
"Babba Hesselbach"
bei den Dreharbeiten

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
     
Autogrammkarte von Wolf Schmidt (Foto/Copyright: Kurt Bethke/HR); Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: CC BY-SA 4.0
Autogrannkarte Wolf Schmidt
© hr/Kurt Bethke
… spielte den Karl "Babba" Hesselbach.
 
Geboren am 9. Februar 1913 als Johann Sebastian Ferdinand Wolfgang Schmidt
im hessischen Friedberg,
gestorben am 17. Januar 1977 nach langer schwerer Krankheit
im Alter von 63 Jahren in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen).
 
Der Sohn des Altphilologen und Musiklehrers Prof. Dr. Karl Schmidt begann nach dem Abitur am großherzoglichen "Augustiner Gymnasium" seiner Geburtsstadt auf Drängen des Vaters mehr halbherzig ein Jurastudium an der Pariser "Sorbonne Université" sowie anschließend an der "Universität Freiburg" in Freiburg im Breisgau, welches er jedoch nach einigen Semestern wieder abbrach. Zunächst in Paris, dann in Berlin, arbeitete er als Auslandskorrespondent und Journalist für verschiedene Zeitungen. Im November 1933 übernahm er schließlich die Leitung und Chefredaktion des finanziell angeschlagenen Verlags "Berliner Morgenblatt"/"Neue Zeit" mit angegliederter Druckerei in Berlin-Charlottenburg. Den Konkurs konnte er nicht abwenden, sammelte in dieser Zeit jedoch reichlich Presse-Erfahrung, die er später bei den "Hesselbachs" noch nutzen sollte; im August 1934 trat er von der Verlagsleitung wieder zurück.
Als am 1. September 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, meldete sich  Schmidt als Freiwilliger, war zunächst Kriegsberichterstatter, in der letzten Phase bei der kämpfenden Truppe. Im April 1945 hielt sich seine Einheit in Vorarlberg auf, wo sich Schmidt von der Truppe absetzte und sich zu Fuß auf den langen Heimweg nach Friedberg machte. Kurz nach Kriegsende gründete Wolf Schmidt das Tourneetheater "Die heitere Bühne" sowie das politische Kabarett "Die Zeitgenossen", bereits ab 1946 war er als Autor für "Radio Frankfurt", dem Vorläufer des "Hessischen Rundfunks" (hr) sowie für "Radio Stuttgart" (dem späteren "Süddeutschen Rundfunk" (SDR), heute "Südwestrundfunk" (SWR)) tätig. Für den "Hessischen Rundfunk" schrieb er dann die Hörspielserie um die "Familie Hesselbach", in der er auch die Hauptrolle des Familienoberhaupts sprach. Am 17. September 1949 strahlte der "Hessische Rundfunk" das erste von 77 Hörspielen über die Familie Hesselbach aus. Die einzelnen Folgen dauerten zwischen 23 und 68 Minuten; diese Hörspielreihe ist eine hessische Adaption der ersten Familienserie von Schmidt, die er für "Radio Stuttgart" schrieb: "Die Familie Staudenmaier" → babbahesselbach.de. Die weitere Entwicklung der "Hesselbachs" wurde bereits beschrieben.
 
Wolf Schmidt, Schöpfer der Hesselbachs; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr
Wolf Schmidt, Schöpfer der Hesselbachs
Foto mit freundlicher Genehmigung des "Hessischen Rundfunks"
© hr

1967 kam für die "Hesselbachs" das endgültige Aus, nachdem die Einschaltquoten, nicht zuletzt durch den Start des ZDFs, aber auch durch Schwächerwerden der Drehbücher zurückgingen. Es wird überdies ein Wandel des Zeitgeistes (der bevorstehenden 1968er) als Grund für die Einstellung der Serie vermutet. Heute weiß man allerdings, dass Schmidt zu diesem Zeitpunkt bereits an der "Alzheimer Krankheit" litt und dies ein Hauptgrund für die Unfähigkeit des Autors war, seine Drehbücher in der früher gewohnten Qualität abzuliefern.
Wolf Schmidt verstarb 1977, wenige Wochen vor seinem 64. Geburtstag, nach langer und schwerer Krankheit in einem Sanatorium für Demenkranke in Gelsenkirchen. Auf eigenen Wunsch fand eine Seebestattung statt.
Wolf Schmidt war von 1934 bis 1946 in erster Ehe mit Irm Kliche verheiratet; aus dieser Ehe ging seine erste, am 9. Januar 1940 geborene Tochter Anja hervor → babbahesselbach.de. Seine zweite Ehe schloss er mit der Schauspielerin Gretl Pilz, anfänglich seine Bühnen- und Sketchpartnerin, später die größte Inspirationsquelle seines künstlerischen Schaffens. Mit ihr hatte er seine zweite Tochter Susanne (* 1955), sowie die Söhne Stefan (1958 – 1969) und Michael (* 1961) → babbahesselbach.de.

Quelle: Das Kurzportrait wurde in Zusammenarbeit mit Wolf Schmidts Familie erstellt.
Eine komplette, reich bebilderte Biografie finden Sie hier: babbahesselbach.de

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Wolf Schmidt
 
Die Autogrammkarte von Wolf Schmidt (Foto: Kurt Bethke) wurde 2013
mit Genehmigung des "Hessischen Rundfunks" zum 100-jährigen
Jubiläum Wolf Schmidts auf der Jubiläumsseite babbahesselbach.de
veröffentlicht und als Pressematerial/Pressebild der Öffentlichkeit
zur Verfügung gestellt. Fotograf der Karte mit Autogramm:
Michael Schmidt, Sohn des Porträtierten
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: CC BY-SA 4.0

Liesel Christ
 
Liesel Christ; Foto zur Verfügung gestellt von www.babbahesselbach.info; Copyright hr/Kurt Bethke
 Foto zur Verfügung gestellt von
www.babbahesselbach.de
© hr/Kurt Bethke
  
Liesel Christ; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
      
Liesel Christ in "Die fünf Frankfurter"; Urheber: Gerhard Pauly–Stugrapho; Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE; Quelle: Wikimedia Commons
Liesel Christ in "Die fünf Frankfurter"
Urheber: Gerhard Pauly – Stugrapho
Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Quelle: Wikimedia Commons
  
Liesel Christ Anfang 1990er Jahre; Urheber: Gerhard Pauly–Stugrapho; Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE; Quelle: Wikimedia Commons
Liesel Christ Anfang 1990er Jahre
Urheber: Gerhard Pauly – Stugrapho
Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte die "Mamma" Hesselbach (Marie "Marieche" Mathilde Eleonore Hesselbach).
 
Geboren 16. April 1919 in Frankfurt am Main,
gestorben am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren ebenda.
 
Die Künstlerin wurde als erste gemeinsame Tochter des Werkmeisters Ludwig Karl Christ und dessen Ehefrau Marie in eine kinderreiche Arbeiterfamilie aus dem Frankfurter Norden hineingeboren unf hatte zwölf Halbgeschwister. Schon als Vierjährige kam sie zum Ballett, stand als kleines Kind auf der Bühne des "Frankfurter Opernhauses" (heute "Alte Oper") und wurde in Stücken wie in dem Märchenspiel "Peterchens Mondfahrt" von Gerdt von Bassewitz als Kinderstar gefeiert. Mit 14 Jahren begann sie sich ihren Traum zu erfüllen, Schauspielerin zu werden und besuchte mittels einer Sondergenehmigung in Frankfurt die "Hochschule für Musik und Theater", welche sie drei Jahre später mit Diplom abschloss. Nach ersten Engagements, unter anderem in Koblenz sowie am "Stadttheater Heilbronn", wo sie sechs Jahre lang als Operetten-Soubrette überaus populär war, verlebte sie das letzte Kriegsjahr 1944 im niederschlesischen Görlitz, mit einem Gastvertrag in Breslau (heute: Wrocław, Polen). Nach Kriegsende kam sie sie mit ihrer Tochter und ihrer Mutter in ihre Geburtsstadt zurück, spielte dort unter anderem Kabarett und gehörte zum Ensemble sowie Gründungsmitgliedern der "Landesbühne Rhein-Main" (heute: "Theater am Turm" (TAT)). Bereits während ihrer Zeit beim Kabarett  wurde sie von Wolf Schmidt "entdeckt" bzw. für seine Truppe "Die Zeitgenossen" engagiert, mit der sie ein Jahr lang auf Tournee ging. Mit der Rolle der immer rasch gekränkten "Mamma Hesselbach" in der legendären Serie "Die Firma Hesselbach" erreichte sie seit Beginn der 1960er schlagartig bundesweite Popularität.
  
So ganz wurde auch Liesel Christ dieses Image nicht mehr los, dennoch erlebte man sie im Verlaufe der Jahre mit einigen anderen schönen Rollen auf dem Bildschirm. So tauchte sie unter anderem in zwei vom "Hessischen Rundfunk" produzierten  Folgen des Dauerbrenners "Tatort" auf, mimte in "Zwei Flugkarten nach Rio" (1976) mit Klaus Höhne als Kommissar Konrad die Frau Horchwald und in "Tod einer Ärztin" (1990) mit Karl-Heinz von Hassel als KHK Edgar Brinkmann die Ärztin Dr. Hilde Jahn, die ihren Nachbarn Harry Gerber (Hans Peter Korff) für den Mörder seiner Tante hält und bald darauf selbst tot aufgefunden wird. In dem nach dem Roman von Sandra Paretti entstandenen Dreiteiler "Der Winter, der ein Sommer war" (1976) trat sie unter der Regie von Fritz Umgelter als Kammerfrau Betty in Erscheinung, in dem mit Anja Kruse als Wilhelmine Enke, Mätresse des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (Rainer Hunold), gedrehten Mehrteiler "Die schöne Wilhelmine" (1984) als Karoline Landgräfin von Hessen-Darmstadt und somit Schwiegermutter des treulosen Friedrich Wilhelm, in der Erfolgsserie "Mit Leib und Seele"2) (1989–1993) erlebte man an der Seite des Pfarrers Dr. Dr. Adam Kempfert (Günter Strack) als Küsterin Agnes Bebel.
Hauptsächlich konzentrierte sich die Vollblut-Schauspielerin jedoch ab Ende der 1960er Jahre auf die Arbeit am Theater, 1971 gründete sie das "Volkstheater Frankfurt", welches sie bis zu ihrem Tod leitete und in vielen erfolgreichen Inszenierungen beweisen konnte, dass als Darstellerin mehr in ihr steckte, als die "Mamma Hesselbach". Das Theater avancierte – nicht zuletzt durch das Engagement der Prinzipalin Liesel Christ – zu einer Frankfurter Institution, mit wechselnder Starbesetzung werden bis zur Schließng im Mai 2013 Stücke in Frankfurter Mundart gezeigt. Ihre letzte Bühnenrolle war 1995 die der Gudula Rothschild in dem Lustspiel "Die fünf Frankfurter" von Carl Rössler, ein von Wolfgang Kaus in Szene gesetztes Stück, welches auch im Fernsehen übertragen (→ IMDb) und Ende Juni 2013 von Pidax Film als DVD veröffentlicht wurde.
   
"Die fünf Frankfurter": Szenenfoto mit Liesl Christ als Gudula Rothschild; mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche das Lustspiel Ende Juni 2013 auf DVD herausbrachte "Die fünf Frankfurter": Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche das Lustspiel Ende Juni 2013 auf DVD herausbrachte
"Die fünf Frankfurter": Szenenfoto mit Liesl Christ als Gudula Rothschild
sowie Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film"

Wikipedia notiert: "Das Theater machte es sich zur Aufgabe, die Tradition der Volksstücke in Frankfurter Mundart zu pflegen und sie zugleich zeitgemäß umzusetzen. (&#133); Mit ihrem Anspruch, darüber hinaus literarisches Volkstheater zu machen, mit Stücken der Weltliteratur wie etwa Goethes "Urfaust" auf Frankfurterisch, setzte Liesel Christ Maßstäbe. Mit zahllosen erfolgreichen Inszenierungen des langjährigen Hausregisseurs Wolfgang Kaus und Gastspielreisen, darunter mehrfach nach Israel, wurde die kleine Mundartbühne zu einer anerkannten Institution. Viele der Inszenierungen zeichnete der "Hessische Rundfunk" für sein Fernsehprogramm auf. Das Repertoire des Volkstheaters reichte vom lokalen Lustspiel "Die fünf Frankfurter" von Carl Rössler über den musikalischen Schwank à la "Die wilde Auguste"1) von Theo Halton (1875 – 1940) mit der Musik von Walter Kollo bis hin zu "Mutter Courage und ihre Kinder" von Bertolt Brecht – Christs symbolträchtigster Rolle."
Fast bis zuletzt stand die sympathische Liesel Christ auf der Bühne, zählte zu Frankfurts bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten.
    
Liesel Christ erlag am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren in Frankfurt/Main den Folgen einer Kopfverletzung, die sie sich bei einem Sturz zugezogen hatte; die letzte Ruhe fand sie auf dem "Frankfurter Hauptfriedhof" → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons. Anlässlich ihres Todes würdigte der damalige Ministerpräsident Hans Eichel die Schauspielerin unter anderem mit den Worten "Sie hat die Kultur in Hessen maßgeblich geprägt."
Liesel Christ war seit 4. Juni 1942 mit dem Opernsänger Fritz Dahlem (1913 – 1996) verheiratet, aus der Verbindung ging die am 4. Oktober 1942 in Heilbronn geborene Tochter Gisela Dahlem-Christ († 14.12.2015) hervor; das Paar ließ sich 1944 scheiden. Im Oktober 1945 erblickte Liesel Christs zweite Tochter Bärbel das Licht der Welt, die später den Schauspieler Karl-Heinz Heß (1930 – 1995; → "Die Gentlemen bitten zur Kasse") sowie nach dessen Tod Rainer Schöne, langjähriger Bühnenbildner des "Volkstheaters" und Bruder der Schauspielerin/Sängerin Barbara Schöne, ehelichte.2) Kurz danach lernte Liesel Christ  den Publizisten und späteren Verleger der "Frankfurter Rundschau", Karl Gerold (1906 – 1973), kennen, mit dem sie jenseits der Öffentlichkeit eine langjährige Beziehung führte. Beide Töchter unterstützten die Mutter seit Gründung des "Volkstheaters Frankfurt", Gisela Dahlem-Christ übernahm die Geschäftsführung (nach dem Tod von Liesel Christ die Intendanz), Schwester Bärbel Christ-Heß fungierte als technische Direktorin. Gisela Dahlem-Christ, die erst seit ihrer Adoption in ihren letzten Lebensjahren den Nachnamen "Christ von Carben" trug gründete noch in ihrem Todesjahr bzw. im Mai 2015 die "Volkstheater Frankfurt Liesel Christ – Liesel und Gisela Christ-Stiftung" → volkstheater-frankfurt-stiftung.de.
  
Den künstlerischen Werdegang und die Theaterlaufbahn der beliebten Liesel Christ zeichnete die Autorin und Journalistin Dr. Sabine Hock in der 2004 erschienen, gründlich recherchierten Biografie "Liesel Christ, Volksschauspielerin" nach. "Liesel Christ war eine besessene Schauspielerin. Sie war von diesem Beruf vollkommen überzeugt und er war auch sehr wichtig für sie. Und er ging auch immer vor allem vor. Egal was war: ihre Disziplin und ihr Wille, auf der Bühne zu stehen, war immer größer und stärker." (Zitat: Sabine Hock → www.sabinehock.de)
Zu Ehren der beliebten Volksschauspielerin wurde in Frankfurt/M ein Teil des Anlagenrings zwischen der "Alten Oper" und dem "Eschenheimer Tor" in "Liesel-Christ-Anlage" umbenannt. Eine Gedenktafel an ihrem ehemaligen Geburtshaus in der Koselstraße 42 im Frankfurter Nordend, die dort am 12. März 2014 anlässlich ihres bevorstehenden 95. Geburtstages angebracht wurde, erinnert an die Schauspielerin und Theater-Prinzipalin. Zu Lebzeiten mehrfach geehrt, erhielt Liesel Christ unter anderem das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse" (1976). den erstmals vergebenen "Friedrich Stoltze-Preis" (1978), die "Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main" (1988), den "Elisabeth Norgall-Preis" (1988), den "Verdienstorden des Landes Hessen" (1990) und die "Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main" (1994) → Übersicht der Auszeichnungen bei Wikipedia.
Die Töchter führten die Tradition ihrer Mutter gemeinsam mit Wolfgang Kaus (Künstlerische Leiter bis 2007) fort und leiteten bis zuletzt das "Frankfurter Volkstheater", Gisela Dahlem-Christ als Intendantin, Bärbel Christ-Heß alias Schöne war als Kostümbildnerin für die Leitung des technischen Betriebs zuständig. Zuletzt übernahm ab 2009 die Theater- und Fernsehregisseurin Sylvia Hoffman2) die künstlerische Leitung des Hauses, 2011 feierte die Mundartbühne ihr 40-jähriges Bestehen, Ende Mai 2013 schloss sie endgültig. Die letzte Vorstellung am 25. Mai 2013 fand mit einer hessischen Version des Musicals "Ein Käfig voller Narren" nach dem Theaterstück "La cage aux Folles" von Jean Poiret statt → siehe auch Kinofilm 1978. Für ihr Engagement erhielten die Christ-Töchter 2013 ebenfalls die "Ehrenplakette der Stadt Frankfurt".
 
Siehe auch Wikipedia, "Frankfurter Personenlexikon"
volkstheater-frankfurt-chronik.de
  
Weitere Filme*) mit Liesel Christ
 
Fremde Links: 1) theatertexte.de;
2) Quelle: freie-waehler-frankfurt.de (Artikel nicht mehr online)

Joost Siedhoff

Joost Siedhoff; Copyright Virginia Shue

… spielte in den ersten 10 Folgen den Sohn Willi Hesselbach.
Willi heiratet seine Sekretärin Helga Schneider (Helga Neuner) und zieht mit ihr nach New York.
 
Geboren am 27. Juni 1926 in Dessau als Sohn eines Tänzers und einer Innenarchitektinm,
gestorben am 28. Juni 2022, einen Tag nach seinem 96. Geburtstag.
 
Kurzbiografie zu Joost Siedhoff
innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Joost Siedhoff


 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Dieter Henkel
 
Dieter Henkel; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb"1)) den Sohn Peter Hesselbach.
Der 19-jährige Peter hat vorher in einem Internat gelebt und kehrt nach bestandenem Abitur in sein Elternhaus zurück.
 
Geboren am 3. August 1933 im Wuppertaler Stadzbezik Elberfeld,
gestorben am 15. Dezember 2016 in München im Alter von 83 Jahren.
 
Der in Mannheim aufgewachsene Dieter Henkel ließ sich zunächst auf Wunsch seiner Eltern als Kaufmann und Bäcker ausbilden, nahm jedoch bereits heimlich privaten Schauspielunterricht. Dann entschied er sich endgültig für die "Bretter, die Welt bedeuten", sammelte erste Bühnenerfahrungen bei dem christlichen Tourneetheater die "Boten". Dann studierte  er "Schauspiel" am "Konservatorium Bern",  zu den Lehrenden, die ihn unterrichteten, gehörte Margarethe Schell-von Noé.
Ein erstes Festengagement erhielt Henkel zwischen 1956 und 1959 am "Nationaltheater Mannheim", anschließend wirkte er ab 1959/1960 eine Spielzeit lang an verschiedene Bühnen in Berlin. Unter der Intendanz von Boleslaw Barlog trat er am "Schillertheater" und am "Schlossparktheater", später auch am "Hebbel-Theater" (1972) und am "Renaissance-Theater" auf.
Ab den 1960er Jahren spielte Henkel hauptsächlich Boulevardtheater, an allen großen Boulevardbühnen in Berlin, Köln ("Theater am Dom"), Düsseldorf ("Komödie Düsseldorf"), Frankfurt am Main ("Die Komödie"), Stuttgart ("Komödie im Marquardt") und München. Mehrfach trat er an der von Liesel Christ gegründeten "Volkstheater Frankfurt" auf, beispielsweise als Sohn Heinrich Muffel in der von Adolf Stoltze in Frankfurter Mundart verfassten Komödie "Alt-Frankfurt" unter der Regie von Wolfgang Kaus; Eine dieser Inszenierungen wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet (EA: 1977 → IMDb) und Mitte August 2015 von Pidax Film auf DVD veröffentlicht. Unter anderem spielte Erich Walther den angesehenen Kaufmann und Vater Hieronymus Muffel, Inhaber der Firma "Muffel & Comp", Hilde Sicks dessen Frau Euphrosine, Liesel Christ die Firmen-Teilhaberin Witwe Schnippel und Lia Wöhr die Gärtnerin Frau Funk, in deren Tochter Lorchen (Irene Rohde) sich Heinrich verliebt hat. 
    
"Alt-Frankfurt": Szenenfoto mit Dieter Henkel als Muffel und Erich Walther als dessen Vater Hieronymusater Muffel; mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film" "Alt-Frankfurt": Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film"
"Alt-Frankfurt": Szenenfoto mit Dieter Henkel als Muffel und Erich Walther
als dessen Vater Hieronymusater Muffel sowie Abbildung DVD-Cover
mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film"
    
In jüngerer Zeit wirkte Henkel unter der Regie von Wolfgang Kaus am "Volkstheater" seit der Premiere am 1. November 2003 mit der Titelrolle in einer hessischen Fassung des Lustspiels "Der verkaufte Großvater" von Anton Hamik alias Franz Streicher mit → Besetzung, Fotos; darüber hinaus trat er auch bei den "Luisenburg-Festspielen" auf.
Seit Jahrzehnten erlebte man Henkel auf zahlreichen deutschsprachigen Bühnen, von 1975 bis 1995 war er Direktor seines eigenen Theaterunternehmens "Theater unterwegs", fungierte in dieser Zeit mitunter als Produzent, Regisseur und Darsteller in Personalunion. Seine erste Produktion war die von Axel von Ambesser verfasste, "ernste" Komödie "Begegnung im Herbst"2) mit dem Autor in der männlichen Hauptrolle sowie Regisseur. Eigene Inszenierungen waren beispielsweise "Der Diener zweier Herren" von Carlo Goldoni (1977, u. a. mit Simone Rethel) und "Schweig, Bub!" (1998) von Fitzgerald Kusz. 1988 brachte er das Lessing-Drama "Nathan der Weise" mit Wolfgang Reichmann in der Titelrolle heraus. 1978 spielte er auch beim "Theater unterwegs" an der Seite von Liesel Christ und Günter Strack den Neffen in der Komödie "Loch im Kopp" nach Motiven  des Werks "Die Affäre Rue de Lourcine" ("L’Affaire de la rue de Lourcine") von Eugène Labiche, Albert Monnier und Édouard Martin, in einer Mundartfassung von Wolfgang Deichsel; seit 1995 arbeitete Henkel als freischaffender Schauspieler. An weiteren prägnanten Rollen sind der Truffaldino in Goldonis "Der Diener zweier Herren", der Sosias, Diener des Amphitryon, in dem Lustspiel "Amphitryon" von Heinrich von Kleist, der Klosterbruder in Lessings "Nathan der Weise" oder die Doppelrolle des Nestor/Oscar in dem Musical "Irma la Douce" mit Chariklia Baxevanos in der Titelrolle zu nennen.
Als Mitglied unter anderm des Wiener Tourneetheaters. "Der Grüne Wagen" gehörte Henkel zum regelmäßigen Gast-Ensemble der Münchener "Komödie im Bayerischen Hof", dort trat er seit 1996 immer wieder auf, beispielsweise 1999 als der "verhinderte" Schauspieler mit dem Sprachfehler Eugen Rümpel (er kann kein "L" auszusprechen) in dem unverwüstlichen Lustspiel "Pension Schöller" von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs. Seit 2004 zeigte er sich dort regelmäßig auch mit den Figuren des Bankiers Etzel (Mitglied der Herrenrunde) sowie des Gymnasialprofessors Bömmel in der Bühnenversion des Romans "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl, ein Werk, das vor allem durch die Verfilmung (1944) mit Heinz Rühmann berühmt wurde; auch zur Spielzeit 2010/2011 trat Henkel erneut in diesen Rollen auf. 2010 sah man ihn als verklemmten Pfarrer Arthur Humphrey in dem amüsanten Boulevardstück/der Verwechslungskomödie "Lauf doch nicht immer weg"2) ("See How They Run!") von Philip King (1904 – 1979) an der Seite von unter anderem Julia Stelter (Pfarrersfrau Penelope), Chariklia Baxevanos (Miss Skillon) und Bob Franco (Bischof von Lax) → theaterkompass.de, felix-bloch-erben.de; mit dieser Produktion ging Henkel zudem auf Tournee (2009/2010). In der nachfolgenden Spielzeit (2010/2011) war Henkel mit einer "Der Grüne Wagen"-Produktion bzw. der Beziehungskomödie "Mary, Mary" ("Nie wieder Mary") von Jean Kerr (1922 – 2003 → Wikipedia (englisch)) unterwegs und mimte neben Josef Baum (Verleger Bob McKellaway), Petra Liederer3) (dessen Ex-Frau Mary) und Thomas Stroux (Filmschauspieler Dirk Winston/auch Regie), seit 2005/2006 alleiniger Leiter des traditionsreichen Wiener Theaterunternehmens, den Rechtsanwalt Oskar, Freund der McKellaways → dergruenewagen.at, Pressestimmen.
 
Bereits Mitte der 1950er von Regisseur John Olden bei einer Studentenaufführung der Carlo Goldoni-Komödie "Viel Lärm in Chiozza" entdeckt, besetzte er Henkel in seiner TV-Adaption "Die Heiratsvermittlerin"4) (EA: 15.12.1955) nach der Farce "The Matchmaker" von Thornton Wilder an der Seite von Inge Meysel in der Rolle der  resolut-lebenslustige Heiratsvermittlerin Dolly Lewin als Barnaby Tucker, Lehrling im Laden des Geschäftsmanns Horace Vandergelder (Eduard Marks). Es folgten, wenn auch nur eine kleine Aufgaben, in zwei Kinofilmen, in "Warum sind sie gegen uns?" (1958), dem Regiedebüt von Bernhard Wicki, hatte er eine ungenannte Nebenrolle,  ebenso winzig war sein Part eines kämpfenden Leutnants in dem von Helmut Käutner nach dem gleichnamigen Theaterstück von Carl Zuckmayer gedrehten Spielfilm "Der Schinderhannes" (1958) mit Curd Jürgens als der Räuberhauptmann Johannes Bückler, genannt "Schinderhannes". Zu seinen raren Leinwandauftritten zähte die Rolle des Postkarli in dem Streifen "Hurra, ein toller Onkel wird Papa" (1970) mit Beppo Brem und die des Unteroffiziers Zorn in dem Militär-Lustspiel "Lilli – die Braut der Kompanie" (1972) mit Kristina Nel als hübsche "Titelheldin".
Während seines Engagements in Berlin nahm Henkel an Probeaufnahmen für die Serie "Die Firma Hesselbach" teil, erhielt die Rolle des Sohnes Peter Hesselbach, den er zwischen 1961 und 1963 insgesamt 26 Folgen lang darstellte und damit bundesweit bekannt wurde. Danach tauchte Henkel immer mal wieder sporadisch in TV-Produktionen auf, mimte unter anderem den Zettelausträger Beberitzsche in Theodor Grädlers Adaption "Katharina Knie – Ein Seiltänzerstück" (1964)-nach dem gleichnamigen Zuckmayer-Schauspiel mit Attila Hörbiger als der alte Karl Knie und Christiane Hörbiger als dessen Tochter Katharina oder unterr der Regie von Erik Ode in "Crumbles letzte Chance" (EA: 24.09.1967) den Jimmy, Sohn von Will Crumble (Rudolf Platte) und dessen Ehefrau Magde (Hilde Volk). In dem von Eberhard Itzenplitz in Szene gesetzten Fernsehspiel "Der Weilburger Kadettenmord" (EA: 04.02.1977), das auf einem authentischen Fall  bzw. erhaltenen Dokumenten und Prozessakten basierte, der sich im frühen 19. Jahrhundert in der hessischen Stadt Weilburg ereignete, gehörte Henkel als Unteroffizier Leidung zur Besetzung. Letztmalig trat er auf dem Bildschirm in der humorigen Geschichte "Tote Hose – Kann nicht, gibt's nicht"5) (2005) neben den Protagonisten Oliver Mommsen und Wolke Hegenbarth als Pfarrer Blaschke in Erscheinung → fernsehserien.de.

Der Schauspieler, Regisseu und Theaterleiter Dieter Henkel lebte in München, wo er am 15. Dezember 2016 im Alter von 83 Jahren nach längerer Krankheit starb; über sein Privatleben ist derzeit nichts bekannt.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia

Weitere Filme*) mit Dieter Henkel
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) theatertexte.de, 3) dergruenewagen.at, 4) Die Krimihomepage, 5) tittelbach.tv

Rose-Marie Kirstein
  

Rosemarie Kirstein; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
(Pressestelle); © hr/Kurt Bethke
… spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb"1)) die Tochter Heidi Hesselbach.
Heidi heiratet später den Prokuristen Lindner (Joachim Engel-Denis).
 
Geboren am 25. Februar 1940 in Berlin,
gestorben am 18. Januar 1984 in München.
 
Ihre Ausbildung zur Schauspielerin erhielt Rose-Marie Kirstein bei der UFA; bevor sie zu den "Hesselbachs" stieß, erhielt sie bereits mit kleineren Aufgaben in den Kinoproduktionen, so der von Hans Quest mit Toni Sailer gedrehten Krimikomödie "Zwölf Mädchen und ein Mann" (1959) als Grit, genannt "Miss Kurvenreich", in Axel von Ambessers heiteren Geschichte "Der Gauner und der liebe Gott" (1960) neben den Protagonisten Gert Fröbe und Karlheinz Böhm als Helga, Tochter des reichen Christbaumschmuck-Fabrikanten Anton Baumberger (Rudolf Vogel), und als BDM-Mädel Lotte in dem von Werner Klingler in Szene gesetzten Melodram "Lebensborn" (1961), basierend auf dem in der Illustrierten "Revue" abgedruckten "Tatsachenbericht" "Lebensborn e. V." von Will Berthold über das NS-Projekt "Lebensborn". Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte sie dann durch ihre Mitwirkung bei den "Hesselbachs", ihre Filmkarriere wollte jedoch nach dem Ende der zweiten Staffel nicht mehr so recht in Gang kommen. Sporadisch tauchte sie mit Episodenrollen in populären Serien wie "Gewagtes Spiel" oder "Der Kommissar" auf. Sie verlegte sich auf die Synchronisation, lieh unter anderem berühmten Kolleginnen wie Ursula Andress ("Rivalen unter roter Sonne"), Ingrid Bergman ("Casablanca, Synchro 1975), Claudia Cardinale (u. a. "Ein pikantes Geschenk"), Faye Dunaway (u. a. "Flammendes Inferno"), Carole Lombard ("Ein ideales Paar"), Sophia Loren ("Der Mann von La Mancha") oder Raquel Welch ("Magic Christian") ihre Stimme. In der Agentenserie "Kobra, übernehmen Sie" ("Mission: Impossible") synchronisierte sie sowohl Barbara Bain in deren Rolle des Models Cinnamon Carter (Staffel 1–3) als später auch Lynda Day George mit dem Part der Lisa Casey (Staffel 6 und 7); synchronkartei.de weist 355 Sprechrollen aus.
Wegen schwerer Depressionen wurde Rose-Marie Kirstein in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, dort schied sie am 18. Januar 1984 im Alter von nur 43 Jahren durch Freitod aus dem Leben.
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Rose-Marie Kirstein
 
Link 1) fernsehserien.de
Lia Wöhr
 
Foto: Lia Wöhr als Putzfrau Frau Siebenhals bei den "Hesselbachs"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks Copyright hr
Lia Wöhr als
Putzfrau Frau Siebenhals
bei den "Hesselbachs"
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© Kurt Bethke/ hr
… spielte die Putzfrau Siebenhals.
 
Geboren am 26. Juli 1911 in Frankfurt-Rödelheim,
gestorben am 15. November 1994 im Alter von 83 Jahren
in Weißkirchen, einem Stadtteil von Oberursel.

Lia Wöhr wurde als Tochter als älteste Tochter des Bäckermeisters Karl Wöhr (1887 – ?) und dessen Ehefrau Maria Catharina (1889 – 1973) in Frankfurt-Rödelheim geboren, wuchs mit ihren jüngeren Geschwistern Karl (1914 – 1986, und Ella Katharina (1918 – 1994) im Gallusviertel auf. Nach dem Besuch der Frankfurter "Hellerhofschule" (1918–1920), ging sie auf das Lyzeum "Viktoriaschule" (1920–1925; heute "Bettinaschule"), und anschließend bis zur so genannten "Mittleren Reife" auf die "Westend-Mittelschule" (1925–1927); daneben erhielt sie eine Ballettausbildung in der "Ballettschule Bensler" (1924–1927), da sie ursprünglich Tänzerin werden wollte.1)
Ab 1927 studierte sie nach dem Besuch eines Lyzeums ab 1927 Musik und Schauspiel an "Dr. Hoch's Konservatorium" in Frankfurt/M und nahm außerdem Gesangsunterricht. "Sie wurde unter anderem von Ellen Daub und Mathilde Einzig im Rollenstudium, von Helene Mayer im Fechten und von Eberhard Beckmann in Kunstgeschichte unterrichtet und am 31. August 1929 "als bühnenreif entlassen". Direkt anschließend trat Wöhr ihr erstes Engagement am "Stadttheater" in Halberstadt (1929–1933) an, wo sie als Schauspielerin im Fach der "jugendlichen Naiven" verpflichtet, aber bald vor allem als Soubrette und Tänzerin beliebt war. Nachdem sie schon in Halberstadt häufiger die Einstudierung von Tänzen für Operetten-Inszenierungen übernommen hatte, wandte sie sich im Sommer 1933 zunächst nach Berlin, um die Prüfung zur Ballettmeisterin abzulegen. Nach kurzen Engagements als Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin und Tanzleiterin am "Grenzlandtheater Obererzgebirge" in Annaberg (1933/34) und am "Kur- und Stadttheater" in Bad Helmstedt (1934) arbeitete sie eine Spielzeit lang an verschiedenen Bühnen in Berlin, als Soubrette in Operetten (u. a. am "Theater in der Innenstadt", dem früheren "Thalia-Theater", Dezember 1934), aber auch als Tänzerin in einem Zirkus."1) Zurück in ihrer Geburtsstadt, erhielt sie zur Spielzeit 1935/36 ein Engagement als Chargendarstellerin am "Schauspiel Frankfurt", wechselte dann wegen wenig befriedigender Rollen an die "Oper Frankfurt", mit dem Ziel "Opernregie" vor Augen. Es wurde ein "steiniger Weg", Wöhr lernte von der "Pike auf", betätigte sich als Soffleuse, "studierte Komposition, Klavier und Dirigieren bei Bertil Wetzelsberger und Franz Konwitschny an der "Musikhochschule", und an den "Städtischen Bühnen" erhielt sie intern Unterricht in Dekoration und Kostümkunde durch Ludwig Sievert sowie in Bühnentechnik und Beleuchtung durch Walter Dinse (1892 – 1946), den technischen Direktor der "Städtischen Bühnen". Ihr Debüt als Choreografin gab sie im Sommer 1937, als sie die Tänze für den Schwank "Die Juxbraut" von Toni Impekoven/Carl Mathern am "Schauspielhaus" einstudierte, und im selben Jahr war sie als Tänzerin bei den "Römerberg-Festspielen" eingesetzt. Im Weihnachtsmärchen des "Opernhauses" 1937/38 spielte sie die Hauptrolle der Goldmarie in "Goldmarie und Pechmarie", einer opulenten Bühnenfassung von "Frau Holle" nach den Brüdern Grimm."1)
Während des 2. Weltkriegs stagnierte ihre Karriere, sie arbeitete einmal mehr als Souffleuse, betätigte sich unter anderem als Regieassistentin und Bühnen-Inspizientin, trat mit heiteren Beiträgen sowie Chansons in bunten Programmen des Rundfunks sowie bei der Truppenbetreuung auf. Das Kriegsende erlebte sie im nordhessischen Grebendorf, Ende Juni 1945 kehrte sie nach Frankfurt/M bzw. die "Städtischen Bühnen" zurück.
  
Aufgrund ihres am 6. Juni 1940 erfolgten Eintritts in die "NSDAP" wurde sie vom amtierenden Bürgermeister aus dem städtischen Dienst entlassen sowie von der US-amerikanischen Militärregierung zunächst mit einem Berufsverbot belegt. Nachdem eine Spruchkammer sie als "Mitläuferin" eingestuft und Wöhr 1.000 Reichsmark als Sühne gezahlt hatte, erhielt sie von der örtlichen Militärregierung im Januar 1947 die Zulassung als Schauspielerin und Lehrerin für dramatischen Unterricht. Sie wandte sich erneut dem Regiefach zu, betätigte sich zudem als Conférencière und Alleinunterhalterin, kreierte das "Hessenmädchen" in oberhessischer Tracht. Eberhard Beckmann (1905 – 1962), damaliger Leiter von "Radio Frankfurt" sowie bald erster Intendant des nun als "Hessischer Rundfunks" (HR) firmierenden Senders,  holte sie zum Rundfunk, wo sie sich mit dieser Figur regelmäßig bei den "Öffentlichen Bunten Nachmittagen" präsentierte.
Populär wurde Lia Wöhr vor allem mit der von Wolf Schmidt entwickelten Hörspielreihe um "Die Hesselbachs" ("Familie Hesselbach", "Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung", "Hesselbach GmbH"), wo sie von der zweiten bis zur 77. letzten Folge zwischen 1949 und 1956 die "Mamma Hesselbach" sprach, Wolf Schmidt selbst übernahm den Part des Vaters Karl Hesselbach. Sofie Engelke hörte man als Tochter Anneliese und Joost Siedhoff als Sohn Willy, den auch später in der TV-Serie spielte.
1956 wurde Wöhr beim "Hessischen Rundfunk" als erste Frau (ein Novum) Programm-Produzentin für das Fernsehen und produzierte unter anderem ab 1960 die nun für das Fernsehen konzipierte erfolgreiche Familienserie "Die Firma Hesselbach" gefolgt von "Familie Hesselbach", stand darin selbst als die hessisch babbelnde Putzfrau Siebenhals vor der Kamera. Bereits seit Herbst 1955 hatte sich Lia Wöhr als Putzfrau in der von Hans Hellhoff moderierten, alle 14 Tage Samstags ausgestrahlten HR-Unterhaltungssendung "Auf ein frohes Wochenende" hervorgetan und als Putzfrau Hippenstiel über 500 Folgen lang weggeworfene Schallplatten aus dem Papierkorb geklaubt – selbstverständlich mit entsprechend spitzzüngigen Kommentaren.
 

Foto: Lia Wöhr, die Produzentin der "Hesselbach"-Serie", mimte die Raumpflegerin Frau Siebenhals. Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks Copyright hr

Lia Wöhr, die Produzentin der "Hesselbach"-Serie",
mimte die Raumpflegerin Frau Siebenhals.
Foto mit freundlicher Genehmigung des "Hessischen Rundfunks"
© Kurt Bethke/ hr

Als Produktionsleiterin fungierte sie zudem bei den Kinofilmen "Die Familie Hesselbach"2) (1954), "Die Familie Hesselbach im Urlaub"3) (1955), "Das Horoskop der Familie Hesselbach"2) (1956) und "Herr Hesselbach und die Firma"4) (1956) von (Regie/Drehbuch/Produktion) und mit Wolf Schmidt (Vater Hesselbach) sowie Else Knott (Mutter Hesselbach); in den ersten drei Streifen tauchte sie zudem als die böse Nachbarin Frau Bickelberg auf. "Mit dem Flop eines fünften Films, diesmal ohne die "Hesselbachs" (1957, "Der ideale Untermieter“4)), worin Wöhr die Produktionsleitung dem ambitionierten Schmidt selbst überließ und "nur" als Darstellerin der Haushälterin Isolde mitwirkte, endete der Ausflug ins Filmgeschäft für Schmidt und sein Team."1). 
Seit 1959 beim "Hessischen Rundfunk" fest angestellt, zeichnete sie als Produzentin verantwortlich für ambitionierte Sendungen wie "Der Feuervogel" von Igor Strawinsky und "Johannes-Passion" von Johann Sebastian Bach oder für Unterhaltungsformate wie "Acht nach 8" (1973) mit Hans-Joachim Kulenkampff und die anfangs (1974–1979) von Frank Elstner, gefolgt Reinhard Mey (3 Ausgaben) sowie Sigi Harreis (1980–1996) präsentierte Schnellrate-Show "Die Montagsmaler", wo sie mitunter (1976, 1981, 1982) auch selbst auftrat. Darüber hinaus war sie jahrelang als Produzentin für die deutschen Vorentscheidungen zum "Grand Prix Eurovision de la Chanson" (heute: "Eurovision Song Contest") zuständig.
Ungeheure Popularität erlangte Lia Wöhr aber vor allem ab 1966 als freundliche "Wirtin" der Show "Zum Blauen Bock" und blieb dieser Unterhaltungssendung, die sie ab 1970 zudem produzierte,  auch nach ihrer Pensionierung (1976) bis zum Schluss treu.
  
Neben ihrer umfangreichen Arbeit für das Fernsehen und sonstige Aktivitäten stand Lia Wöhr seit Mitte der 1970er häufig andem vom Liesel Christ gegründeten "Volkstheater Frankfurt" auf der Bühne, so gab sie beispielsweise zur Spielzeit 1976/77 die Gärtnerin Frau Funk in der Lokalposse "Alt-Frankfurt" von Adolf Stoltze mit unter anderem Liesel Christ  (Premiere: 19.10.1976; → volkstheater-frankfurt-chronik.de): "Frankfurt, um 1860. Der Main trennt die unterschiedlichen Gesellschaftskreise: In der Altstadt wohnt die bürgerliche Klasse, während in Sachsenhausen die arbeitende und ärmere Schicht zu Hause ist. Was aber, wenn ein Sohn aus gutem Hause sich in die Tochter einer Marktfrau verliebt? Heinrich Muffel (Toni Mag), Abkömmling einer wohlsituierten Kaufmannsfamilie (Erich Walther/(Josefine Klee-Helmdach), muss sich diese Frage stellen. Er hat sich nämlich in Lorchen Funk (Irene Rohde), deren Mutter (Lia Wöhr) eine einfache Gemüsegärtnerin ist, verliebt. Das sorgt nicht nur für Komplikationen, sondern auch für helle Aufregung, zumal Heinrichs Vater Hieronymus schon ganz andere Pläne für seinen Sohn geschmiedet hat … (Quelle: "Pidax Film", welche das Stück am 18. August 2015 im Rahmen der Reihe "Pidax Theater-Klassiker" auf DVD (mit teils anderer Besetzung) herausbrachte)
 
Man sah sie als Tante des Konfirmanden Fritz (Peer Schum) in "Schweich, Bub!", der hessischen Fassung des Volksstücks "Schweig, Bub!" von Fitzgerald Kusz  (Premiere: 26.10.1977; → volkstheater-frankfurt-chronik.de) mit Liesel Christ (Mutter), Dieter Schmiedel (Vater und Walter Flamme (Onkel). Als Putzfrau Lilli Pieper erfreute sie das Publikum in der Krimikomödie "Keine Leiche ohne Lilli"5) ("Busybody") von Jack Popplewell in der Übersetzung von Christian Wölffer (1942 – 2015) mit Walter Born als Kommissar Josef Vilgrader (Premiere: 13.01.1979; → volkstheater-frankfurt-chronik.de/Fotos), glänzend ihre Abby Brewster, mordlustige Schwester von Martha (Josefine Klee-Helmdach) in dem Klassiker des schwarzen Humors "Arsen und Spitzenhäubchen"5) ("Arsenic and Old Lace") von Joseph Kesselring (Premiere: 07.03.1981, → volkstheater-frankfurt-chronik.de) sowie die Anna Maria Gärtner (im Original: Mary-Anne Carter) in der Komödie "Zwei ahnungslose Engel"5) von Erich Ebermayer, erneut an der Seite von Josefine Klee-Helmdach in der Rolle von Annas Schwester Helene Luise   (Premiere: 09.10.1982; → volkstheater-frankfurt-chronik.de/Fotos). Ihre Handschrift als Regisseurin hinterließ sie bei dem Lustspiel mit Gesang "Herr Hampelmann in Eilwagen" von Carl Malß, in der Bearbeitung von Wendelin Leweke, aufgeführt seit der Premiere am 5. Mai 1979 auf der Freilichtbühne im Innenhof des "Dominikanerklosters", mit Erich Walther als Warenhändler Ferdinand Hampelmann und Liesel Christ als Madame Hampelmann → volkstheater-frankfurt-chronik.de.
Zudem wirkte Lia Wöhr seit Ende der 1970er Jahre bei dem von Dieter Henkel gegründeten Tourneetheater "Theater unterwegs", brillierte hier unter anderem 1979/80 mit der Titelrolle der schrulligen Amelia Sunshine in der Komödie "Guten Abend, Mrs. Sunshine"5) ("Goodnight Mrs. Puffin") von Arthur Lovegrove (1913 – 1981), welche in einer Aufzeichnung aus dem Kölner "Theater am Dom" auch im Fernsehen gezeigt wurde; Anneliese Uhlig und Friedrich Schoenfelder gaben das Ehepaar Fordyce bzw. die Eltern von Jacqueline (Wega Jahnke) → IMDb. In dem Schauspiel "Sturm im Wasserglas" von Bruno Frank begeisterte sie 1981 als die gutmütige Blumenfrau Frau Vogl, welche die Steuer für ihren Hund nicht mehr bezahlen kann, nichts von der großen Politik versteht, aber das Herz auf dem rechten Fleck hat.  Eine weitere schöne Rolle war 1990 die der alten Bobbi, genannt "Bibbo", das "Mädchen für alles" in dem Volksstück "Katharina Knie" von Carl Zuckmayer.
  
Die Fernsehzuschauer/-innen erlebten sie neben ihren regelmäßigen Auftritten bei den "Hesselbachs" sowie ihrer "Parade-Rolle" der "Blauen Bock"-Wirtin unter anderem mehrfach mit kleineren Parts in dem Dauerbrenner "Tatort", so als Wurstverkäuferin in "Der Fall Geisterbahn" (1972) mit Klaus Höhne als KHK Konrad, als Adoptivmutter des Kriminellen Dieter Stroess (Heinz Werner Kraehkamp) in "Zürcher Früchte" (1978) mit Heinz Treuke als KHK Bergmann, sowie in den Krimis mit Karl-Heinz von Hassel als KHK Edgar Brinkmann als Putzfrau in "Schmerzensgeld" (1985), als Frau Berger in "Automord" (1986), als Frau Habel in "Rikki" (1991) und als Schwester des Hausmeisters in "Der Rastplatzmörder" (1994).
In dem von Fritz Umgelter nach dem Historienroman von Sandra Paretti) gedrehten Dreiteiler "Der Winter, der ein Sommer war" (1976) zeigte sie sich als Korbmacherin,  in der Adaption "Kaiserhofstraße 12"3) (1980) nach dem autobiografischen Roman von Valentin Senger mit Christoph Eichhorn als der ältere Valentin mimte sie eine aufgeregte Frau. Mit kleineren Episodenrollen war sie immer mal wieder in populären Serien präsent, sei es als Kioskbetreiberin Lydia in "Anruf aus Marrakesch"3) (1987) aus "Die Wilsheimer", als Frau Konsulin Schrill-Beben in "Kaffee und Köterspeise" (1989) aus "Kasse bitte!"3), als Frau Waldeck in "Am Busen der Natur" (1990) aus "Der Millionenerbe", als Tante Betty in "Auf den Hund gekommen"3) (1991) aus "Der Hausgeist" oder als Brezelverkäuferin in "Verlorene Zärtlichkeit"3) (1992)  aus "Diese Drombuschs".
 
Die Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Lia Wöhr wurde im Verlaufe ihrer Karriere mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, so erhielt sie unter anderem 1982 das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse", 1984 den nach dem Mundartdichter Friedrich Stoltze benannten "Friedrich-Stoltze-Preis" und 1992 den "Hessischen Verdienstorden"; seit 1988 war sie Ehrenbürgerin der Stadt Oberursel, wo sie bis  zuletzt lebte. "Die Stadt Frankfurt benannte nach einer Anregung der Partei "DIE GRÜNEN" im Ortsbeirat 1 den Platz an der Kreuzung von "Frankenallee" und "Kölner Straße" in ihrem Heimatstadtteil Gallus nach ihr und stellte dort – in der Nähe ihres Geburtshauses – einen 2001 vom "Hessischen Rundfunk" gestifteten Gedenkstein mit Bronzetafel auf. Ebenso wurde, noch zu Lebzeiten, ein öffentlicher Weg zu ihrem Haus in Weißkirchen nach ihr benannt ("Lia-Wöhr-Weg"). Lia Wöhr war auch Ehrenmitglied der "Freiwilligen Feuerwehr" Oberursel-Weißkirchen." notiert Wikipedia.
 
Die "eingefleischte Junggesellin" Lia Wöhr starb am 15. November 1994 im Alter von 83 Jahren in Weißkirchen, einem Stadtteil von Oberursel. Die letzte Ruhe fand sie in einem Familiengrab auf dem dortigen Friedhof → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons sowie knerger.de.
  
Dem breiten Publikum ist Lia Wöhr vor allem als forsch-resolute Wirtin des "Blauen Bocks" in nachhaltiger Erinnerung geblieben, doch sie war sehr viel mehr – Operetten-Soubrette, Kabarettistin, Souffleuse, Conferencière, Alleinunterhalterin, Hörfunksprecherin, internationale Opernregisseurin und preisgekrönte Fernsehproduzentin. Ihre Erinnerungen, aufgeschrieben von Wendelin Leweke, veröffentlichte sie kurz vor ihrem Tod unter dem Titel "Meine Welt ist ein großes Theater".

Quelle: Wikipedia, babbahesselbach.de sowie frankfurter-personenlexikon.de1)
Filmografie bei der Internet Movie Database

Quelle: 1) frankfurter-personenlexikon.de (Autoren: Sabine Hock → sabinehock.de)/Reinhard Frost in "Frankfurter Biographie 2" (1996, S. 570f.)
Fremde Links:2)  filmportal.de, 3) fernsehserien.de, 4) filmdienst.de, 5) theatertexte.de

Joachim Engel-Denis
   

Joachim Engel-Denis; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 41 Folgen lang den "Betriebsplayboy" Lindner, der später zum Prokuristen befördert wird und die Hesselbach-Tochter Heidi heiratet.
 
Geboren am 7. November 1933,
gestorben am 29. Januar 2013 in Mainz.
 
Engel-Denis arbeitete hauptsächlich als Theaterschauspieler an verschiedenen Bühnen in Deutschland, sowie seit den 1960er Jahren als Regisseur an Theatern in Deutschland und in der Schweiz. Als Schauspieler interpretierte Engel-Denis ein breites Repertoire, das Stücke von William Shakespeare, die deutschen Autoren der Klassik und Romantik, das Theater der Jahrhundertwende, aber auch Stücke der Moderne und des zeitgenössischen Theaters umfasste. Zu seinen Bühnenrollen gehörten unter anderem als Shakespeare-Interpret der Don Juan in "Viel Lärm um nichts" und der William Mareshall, Graf von Pembroke, in "König Johann", Engel-Denis gestaltete den Don Manuel Enriquez in der Komödie "Dame Kobold" von Calderón de la Barca, den St. Just sowie Robespierre in dem Drama "Dantons Tod" von Georg Büchner und den Baron mit Trauerflor in dem Schauspiel "Glaube Liebe Hoffnung" von Ödön von Horváth.
1964 inszenierte er am "Staatstheater Oldenburg" die Komödie "Pygmalion" von George Bernard Shaw, 1965 folgte dort das von ihm in Szene gesetzte Schauspiel "Ein Eremit wird entdeckt"1) ("Next Time I'll Sing to You") von James Saunders, 1968 führte er am "Stadttheater Ulm" Regie bei dem Schauspiel "Tango" von Sławomir Mrożek → Wikipedia (englisch). Regelmäßig inszenierte er in den 1970er Jahren am "Stadttheater St. Gallen", unter anderem "Die Gerechten" (1976) von Albert Camus, "Die Gerichtsnacht oder Was ihr wollt" (1977) des Schweizer Schriftstellers Ulrich Bräker (1735 – 1798), "Leben des Galilei" (1978) von Bertolt Brecht, Büchners "Dantons Tod" (1979) und "Die Wildente" (1979) von Henrik Ibsen.
Am "Stadttheater Lübeck" übernahm er 1986 die Regie bei dem Shakespeare-Frühwerk "Die Komödie der Irrungen", am "Stadttheater Bremerhaven" inszenierte er unter anderem die Shakespeare-Werke "Der Widerspenstigen Zähmung" (1989) und "König Johann", am "Stadttheater Osnabrück" 1993 beispielsweise die Komödie "Der Snob" von Carl Sternheim und das zeitgenössische Schauspiel "Die Besessene" des russisch-israelischen Autors Mark Galesnik.

Engel-Denis beteiligte sich  zudem seit Mitte der 1950er an Hörspiel-Produktionen, vornehmlich beim "Süddeutschen Rundfunk" (SDR), so sprach er unter anderem den Phyleus, Sohn des Präsidenten von Elis, Augias (Erich Ponto), in "Herkules und der Augiasstall"3) von Friedrich Dürrenmatt (EA: 08.12.1954; Regie: Otto Kurth) mit Max Mairich als Nationalheld Herkules → Wikipedia. Als Tahitianer Vaiturou hörte man ihn in "Capitän Cook vor Otahiti"3) nach dem Einakter "Supplément au voyage de Cook" von Jean Giraudoux (EA: 27.12.1954; Regie Otto Kurth) mit Paul Hoffmann als des Königs Statthalter, als Antonio, einer der Schüler des Malers Tizian, in "Der Tod des Tizian"3) nach dem gleichnamigen Dramenfragment von Hugo von Hofmannsthal (EA: 20.11.1955; Regie: Robert Vogel), als Captain Stratton in "Die Tür des Schicksals"3) nach der Erzählung "The Door of Opportunity" von William Somerset Maugham (EA: 05.06.1957; Regie: Karl Ebert), in "Des Meeres und der Liebe Wellen"3) nach dem gleichnamigen Trauerspiel3) von Franz Grillparzer (EA: 15.02.1959; Regie: Cläre Schimmel) mit Gertrud Kückelmann (Hero), Lina Carstens (deren Mutter) und Michael Degen (Leander → Wikipedia "Hero und Lender") als Leanders Begleiter Naukleros oder in "Jeder nach seiner Art"3) nach der Komödie "Ciascuno a suo modo"2) von Luigi Pirandello (EA: 06.07.1960; Regie: Otto Kurth) als Doro Palegari, Sohn der Donna Livia (Erika von Thellmann). Engel-Denis gehörte als Graf Peter Zichy zur Besetzung des Hörspiels "Das Dunkel ist Licht genug"3) nach dem Schauspiel "The Dark is Light Enough"4) von Christopher Fry (EA: 07.03.1962; Regie: Cläre Schimmel) oder als Erster Flieger in "Besuch im Pfarrhaus"3) von Ilse Aichinger (EA: 19.06.1963; Regie: Heinz von Cramer),  
Beim "Hessischen Rundfunk" war er ebenfalls als Sprecher aktiv, zu nennen ist beispielsweise der Pelle in dem Stück "Die silberne Sechs"3) von Günther Weisenborn (EA: 16.05.1960; Regie: Mathias Neumann), in "Theodor Chindler"3) nach dem gleichnamigen Roman (→ siehe auch TV-Verfilmung 1979) von Bernard von Brentano  (EA: 10.10.1960; Regie: Gert Westphal) mit Pinkas Braun als Erzähler, der Carl Chindler, mittlerer Sohn des Reichstagsabgeordneten und Geschichtsprofessors Theodor Chindler (Hans Paetsch) oder der Graf in "Madame Molière"3) nach dem Schauspiel "La petite Molière" von Jean Anouilh (EA: 25.10.1961; Regie; Mathias Neumann) mit Hans Dieter  Zeidler als Molière und Gustl Halenke als Armanda Béjart (1642 – 1700), jüngste Schwester (oder aber Tochter) von Molières langjährigen Weggefährtin Madeleine Béjart (Rosemarie Gerstenberg) sowie später Gemahlin des 20 Jahre älteren, berühmten Bühnenautors. Bis Anfang der 1970er stand Engel-Denis sporadisch im Hörspielstudio – die "ARD Hörspieldatenbank" weist 50 Sendungen mit ihm aus – als letztes wird der Krimi "Der Tagesmarsch"3) von Michael Ashe (EA SDR 16.10.1972; Regie: Heiner Schmidt) genannt, in dem er den Leutnant Corner sprach.
  
Bei Hörspielaufnahmen für den "Hessischen Rundfunk" wurde Engel-Denis, laut eigenen Angaben in einem Gespräch 1989 mit der Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Sabine Hock, direkt "vom Flur weg" für die Fernsehserie "Die Firma Hesselbach" engagiert. Er spielte dann von 1960 bis 1963 in insgesamt 41 Folgen die Rolle des Büroangestellten und "Betriebs-Playboys" Fred Lindner. Lindner wird im Verlauf der Serie zum Prokuristen befördert und der Schwiegersohns des Ehepaares Hesselbach. Noch kurz vor seinem Abschied aus der Kultserie präsentierte sich der Schauspieler am 12. Mai 1963 auf dem Bildschirm in dem an der Stuttgarter "Komödie im Marquardt" von Bertold Sakmann inszenierten, turbulenten Schwank "Vater sein dagegen sehr"5) ("The Bachelor Father") aus der Feder von Edward Childs Carpenter (1872 – 1950), in dem Willy Reichert den in die Jahre gekommenen Junggesellen und Lebemann Konsul Willy Winterlin gab und Engel-Denis den Johannes Eschenbach.
Bis in die 1970er Jahre folgten noch einige wenige Arbeiten für das Fernsehen, zwei Mal stand er für Regisseur Ludwig Cremer vor der Kamera: Auf der gleichnamigen Novelle von Stefan Zweig basierte der TV-Film "24 Stunden aus dem Leben einer Frau"5) (EA: 22.04.1965) mit den Protagonisten Agnes Fink (Mrs. Colgan) und Michael Heltau (Diplomat von Bogulawski) sowie seinem Part des Pierre, nach dem 1952 mit dem "Pulitzer-Preis für Theater" ausgezeichneten Werk "The Shrike" von Joseph Kramm mit Horst Frank und Krista Keller in den Hauptrollen der Psychothriller "Unter Kuratel" (1970 → Die Krimihomepage), in der er als Psychiater/Anstaltsarzt Dr. George Kramer in Erscheinung trat. In dem von Franz Peter Wirth in Szene gesetzten, zweiteiliges Dokumentarspiel "Operation Walküre" (1971) über das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 verkörperte er den Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz (1909 – 1944) an der Seite von Joachim Hansen in der Rolle des Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Zuletzt wirkte er unter der Regie von Eberhard Itzenplitz in der an historischen Schauplätzen gedrehten, szenischen Dokumentation/Reportage "Der Friede von Locarno" (1978) mit, konzipiert von Peter Adler anlässlich des 100. Geburtstag von Gustav Stresemann, dargestellt von Hans Korte. Seither arbeitete Joachim Engel-Denis ausschließlich für das Theater.

Der Regisseur und Schauspieler Joachim Engel-Denis lebte zuletzt mit seiner vierten Ehefrau, der Kostüm- und Bühnenbildnerin Gisela Spahlinger, in der Gemeinde Budenheim bei Mainz; er hinterließ vier erwachsene Kinder. In dritten Ehe war er mit der Schauspielerin und Sängerin Dagmar Sorell verheiratet; aus der Verbindung ging ein gemeinsames Kind hervor.
Am 29. Januar 2013 starb der Künstler im Alter von 79 Jahren im Mainzer "Vincenz-Krankenhaus" an Herzversagen.
 
Quelle (weitgehend): Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
 
Weitere Filme*) mit Joachim Engel-Denis
 
Link: 1) rowohlt-theaterverlag.de, 2) theatertexte.de, 3) ARD Hörspieldatenbank,
4) fischer-theater.de, 5) Die Krimihomepage
Helga Neuner
  
Helga Neuner; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte die Sekretärin Helga Schneider, welche Hesselbach-Sohn Willi heiratet und zunächst mit ihm nach New York zieht. Ab der 30. Folge bis zum Ende der zweiten Staffel holte Wolf Schmidt sie noch einmal zurück zu den "Hesselbachs".
 
Geboren am 10. Juni 1940 in München.
 
Noch während sie eine Oberschule besuchte, nahm Helga Neuner Gesangsunterricht und erhielt zudem Tanzunterricht; nach dem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Schauspielerin. Erste Erfahrungen auf der Bühne sammelte sie zunächst bei einigen Boulevardtheatern, Anfang der 1960er Jahre spielte sie kurzzeitig Theater in Bremen. Es folgten Verpflichtungen an Theatern in München und Berlin, Gastspielreisen führten sie nach Zürich und Wien. Außerdem trat Helga Neuner auch bei den "Ruhrfestspielen Recklinghausen" auf.
Ihr Leinwanddebüt gab sie mit dem kleinen Part der Ginger in der von Rudolf Schündler nach der gleichnamigen Operette von Paul Abraham mit Eva Bartok und Friedrich Schoenfelder alias "Frank Felder" gedrehten Verfilmung "Viktoria und ihr Husar" (1954), Es folgte der von František Čáp in Szene gesetzte Heimatstreifen "Die Geierwally" (1956), basierend auf dem gleichnamigen Roman von Wilhelmine von Hillern, mit Barbara Rütting in der Titelrolle und Neuners Part der hübschen Kellnerin Afra, die von Wally als Rivalin um die Gunst des Jägers Josef (Carl Möhner) angesehen wird. Unter der Regie von Georg Jacoby entstand nach dem Bühnenstück von Gustav Kadelburg das Lustspiel "Familie Schimek" (1957), hier mimte sie als Dora die Tochter des Ministerialrats Anton Kaltenbach (Theo Lingen) und dessen Gattin Bernhardine (Fita Benkhoff), die am Ende der turbulenten Geschichte in dem Rechtsanwalt Dr. Kiesling (Peer Schmidt) ihr Glück findet. Eine weitere Kinoproduktion bzw Literaturverfilmung war die Romanze "Das Dreimäderlhaus" (1958), welche Ernst Marischka frei nach dem gleichnamigen Singspiel von Heinrich Berté (Musik) mit dem Libretto von Alfred Maria Willner und Heinz Reichert, wiederum basierend auf dem Roman "Schwammerl" von Rudolf Hans Bartsch, realisierte. Thematisiert wird eine Episode aus dem Leben des Komponisten Franz Schubert (Karlheinz Böhm), der sich in Hannerl (Johanna Matz) verliebt. Diese ist eine der reizenden Töchter des Ehepaares Tschöll (Gustav Knuth/Magda Schneider), Helga Neuner komplettierte als Heiderl zusammen mit Dany Sigel (Hederl) das "Dreimäderlhaus" → filmportal.de. Weniger "gefühlsselig" ging es in dem  seinerzeit wegen einiger freizügiger Szenen umstrittenen Horrorstreifen "Ein Toter hing im Netz" (1960) mit Alexander D’Arcy als ein von einer mutierten Riesenspinne gebissener Revue-Manager zu, in dem sie als die Tänzerin Ann in Erscheinung trat → filmportal.de (Foto), filmdienst.de.
   
Ab 1960 spielte Neuner in insgesamt 23 Folgen lang die Sekretärin Helga Schneider in der Familienserie "Die Firma Hesselbach". Sie wirkte zunächst bis Folge 10 mit, hatte in der Serie unter anderem ein Techtelmechtel mit dem "Betriebs-Playboy" und späteren Prokuristen Fred Lindner (Joachim Engel-Denis), heiratete dann in der Serie Willi Hesselbach (Joost Siedhoff) und ging mit ihm nach Amerika. Ab Folge 30 spielte sie dann bis zum Ende der zweiten Staffel 1963 bei der "Familie Hesselbach" wieder mit bzw. kehrte anlässlich der Hochzeit von Heidi Hesselbach mit Fred Lindner zurück.
Nach dem Ende der "Hesselbach"-Dreharbeiten gab Helga Neuner 1963 ihre eher kurze Karriere als Schauspielerin auf und zog sich weitgehend ins Privatleben zurück. Sie war mit dem Filmkomponisten Rolf Wilhelm1), dem Bruder des Regisseurs Kurt Wilhelm1) (1923 – 2009), verheiratet.
 
Quelle (weitgehend): Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
  
Weitere Filme*) mit Helga Neuner
Max Strecker

Max Strecker; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

… spielte den Buchhalter Arthur Münzenberger.
 
Geboren am 8. Juli 1906 in Stuttgart,
gestorben am 16. Februar 1991 im Alter von 84 Jahren in München.
 
Kurzbiografie zu Max Strecker innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Max Strecker
 
Foto mit freundlicher Genehmigung des "Hessischen Rundfunks"; © hr/Kurt Bethke
Ursula Köllner
 
Ursula Köllner als Chefsekretärin Else Sauerberg; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte ab Folge 4 die stets frustrierte Chefsekretärin Else Sauerberg,
Cousine von Hilde Sauerberg (Käte Jaenicke).
 
Geboren am 18. April 1920 in Gießen,
gestorben am 21. August 1995 im Alter von 75 Jahren in Frankfurt am Main.
 
Ursula Köllner erhielt gegen Ende der 1930er Jahre ihre künstlerische Ausbildung in Frankfurt am Main; ihr Bühnendebüt gab sie in Wuppertal. Während des 2. Weltkrieges folgten Verpflichtungen an Theatern in Graudenz (heute Grudziądz, Polen) und Bremen, anschließend war sie einige Jahre als freischaffende Künstlerin tätig.
Ab der Spielzeit 1957/58 für zwei Spielzeiten am Frankfurter "Kleinen Theater im Zoo" ("Fritz Rémond Theater") engagiert, wechselte sie anschließend. an die "Landesbühne Rhein-Main", aus der das Frankfurter "Theater am Turm" (TAT) hervorging. Dort trat sie unter anderem als Babett in dem Volksstück mit Musik "Sturm auf die Konstablerwache" (UA: 26.05.1965) von Ernst Nebhut und Gerhard Jussenhoven auf. Die Inszenierung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet und im August 1965 in einigen Regionalprogrammen ausgestrahlt. Auch nach der Umbenennung mit Beginn der Spielzeit 1963/64 trat sie weiterhin am "TAT" auf, wo sie bis zum Ende der Spielzeit 1972/73 zum festen Ensemble gehörte. So übernahm sie beispielsweise im Februar 1969 die Rolle der Frau Liberé, Ehefrau des ehemaligen KZ-Arztesund jetzt Anstaltleiters Liberé sowie Mutter des Protagonisten Rudi und von Irm,  in dem Drama "Der Schwarze Schwan" von Martin Walser in einer Inszenierung von Claus Peymann. Seit der Premiere am 26. April 1989 trat sie am "Volkstheater Frankfurt" gemeinsam mit Theatergründerin Liesel Christ in dem von Wolfgang Kaus in Szene gesetzten Mundart-Lustspiel "Dehaam is Dehaam" von Fitzgerald Kusz auf und mimte die Frau Schwerdtfeger, Mutter von Heinz (Dieter Schmiedel) → volkstheater-frankfurt-chronik.de. Bis Anfang der 1990er Jahre war Köllner als Theaterschauspielerin in Frankfurt am Main tätig.
Ab 1960 spielte Ursula Köllner in insgesamt 26 Folgen die Rolle der "stets frustrierten", willfährigen und ihren Chef eifersüchtig bewachenden Chefsekretärin Else Sauerberg in der Familienserie "Die Firma Hesselbach"/"Familie Hesselbach". Köllner wirkte ab Folge 4 durchgehend in der Serie mit. Sie ersetzte in der Serie ihre Cousine Hilde Sauerberg (gespielt von der Schauspielerin Käte Jaenicke), die aus der Firma ausgeschieden war; bereits in dem Kinofilm "Herr Hesselbach und die Firma"1) (1956) wirkte Köllner als Chefsekterärin Fräulein Sauerberg mit. Die Schauspielerin, die auch während der Dreharbeiten zur Serie (1960–1963) weiterhin an der "Landesbühne Rhein-Main" engagiert war, pendelte in dieser Zeit zwischen Theaterbühne und Fernsehstudio hin und her.
 
Später übernahm noch einige wenige weitere TV-Rollen, so als Mutter in dem von Michael Fengler vornehmlich mit Laiendarstellern gedrehten Drama "Weg vom Fenster"1) (1970), produziert von Rainer Werner Fassbinders Firma "antiteater-X-film" → filmportal.de (Besetzung). In der "Tatort"-Folge "Auf offener Straße" (1971) mit Werner Schumacher als KHK Eugen Lutz2) trat sie als Erna, Arbeitskollegin des Opfers, in Erscheinung, gehörte zudem mit einer ungenannten Rolle zu dem ebenfalls mit Schumacher realisierten "Tatort"-Krimi "Augenzeuge" (1976). Mit einem kleinen, ebenfalls ungenannten Part zeigte sie sich auch in dem von  Fritz Umgelter nach dem Roman von Sandra Paretti inszenierten Mehrteiler "Der Winter, der ein Sommer war" (1976). Bei dem am 21. Dezember 1974 gezeigten Fernsehfilm "Schule der Frauen" handelte es sich um eine freie, von Wolfgang Deichsel in hessische Mundart übertragene Bearbeitung der Molière-Komödie "L’école des femmes" (→ theatertexte.de), aufgeführt bzw. aufgezeichnet im "Comoedienhaus Wilhelmsbad" in Hanau mit Günter Strack als Herr Arnold und unter anderem Ursula Köllner Arnolds Dienerin Babette → siehe auch Hörspiel-Fassung3) vom 27.12.1971 sowie IMDb (Besetzung).
Neben der Arbeit für Theater und Fernsehen betätigte sich die Schauspielerin auch als Hörspielsprecherin.

Ursula Köllner war frühzeitig verwitwet Mutter einer Tochter.
 
Quelle (weitgehend): Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort) 
  
Weitere Filme*) mit Ursula Köllner
 
Link: 1) filmdienst.de, 2) tatort-fans.de, 3) ARD Hörspieldatenbank
Dieter Schwanda
   
Dieter Schwanda; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte den Lehrbub Rudi Krausgrill. "Seine Rolle als Lehrbub spielte er mit viel Witz und heiterer Gelassenheit (…) Beliebt war er beim Publikum auch, weil Rudi als einziger dem Chef auch mal ungestraft Widersprechen konnte. Sogar beim Schachspiel mit Direktor Hesselbach war es ihm vergönnt, zu gewinnen. Und dass wenigstens einer gelegentlich dem Patriarchen des Hauses contra gab, freute die Zuschauer ganz besonders."1)
 
Geboren 1949 in Frankfurt-Bornheim.
 
Als Kind sprach er Rollen in Kinderhörspielen und sang im hr-Kinderchor. Nach einem Auftritt 1958 in einer Fernsehverfilmung der Lokalposse "Der Datterich"2) begann er 1960 als Lehrbub Rudi Krauskrill in der Fernsehserie um die Firma bzw. die Familie Hesselbach zu agieren. Diese Rolle entsprach seiner eigenen Berufserfahrung, denn Schwanda machte eine Lehre als kaufmännischer Angestellter bei der Firma Lurgi in Bornheim. Nachdem er in 26 Folgen lang bei den "Hesselbachs" aufgetreten war, spielte er noch an der "Landesbühne Rhein-Main" in mehreren Dialektstücken.
Nach einem Autounfall Ende der 1960er Jahre gab er die Schauspielerei auf und machte eine Ausbildung zum Chemielaboranten.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
 
Quelle: 1) www.hr-online.de
Link: 2) Wikipedia
Sophie Cossaeus
    
Sophie Cossaeus; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte die stets mürrische Bürokraft und "alte Jungfer" Fräulein Lohmeier. "Stets auf der Jagd nach tratschtauglichen Gerüchten und Geschichten aus dem Privatleben anderer gibt sie sich gern als Königin der Verschwiegenheit, deren Vertrauenswürdigkeit anzuzweifeln einer Beleidigung gleichkommt."1)
 
Geboren am 18. Juli 1893 als Sophie Weingärtner in Wiesbaden,
gestorben am 23. September 1965 im hessischen Arnoldshain.
 
Sophie Cossaeus debütierte 1908 am Stadttheater Mainz, 1911 bis 1914 spielte sie Theater in Freiburg im Breisgau. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1920 kam sie nach Frankfurt am Main, wo sie zunächst als Soubrette am "Albert-Schumann-Theater"2) auftrat, später ging sie an das "Neue Theater" des Theaterdirektors Arthur Hellmer.
1930 wechselte sie ins Charakterfach und nahm ein Engagement als jugendliche Naive in Offenbach an. Von 1934 bis 1944 gehörte sie dem Ensemble der "Rhein-Mainischen Landesbühne" an, mit dem sie Tourneen unternahm und im Zweiten Weltkrieg auch in Fronttheatern zur Betreuung von Soldaten spielte. 1944 wurde sie als Arbeiterin in der Rüstungsindustrie dienstverpflichtet.
Nach dem Krieg schloss sie sich zunächst einer Wanderbühne an und zog mit dieser 1945 bis 1948 durch die Französische Besatzungszone; 1948 kehrte sie als Charakterschauspielerin nach Frankfurt am Main zurück. Cossaeus gehörte nacheinander verschiedenen Ensembles an, zunächst dem "Intimen Theater" und später Fritz Rémonds "Kleinen Theater im Zoo". Zu ihren herausragenden Rollen zählen die Gudula Rothschild in Carl Rößlers "Die fünf Frankfurter" und die Abby Brewster in dem Klassiker "Arsen und Spitzenhäubchen". Ihre Popularität begründete sich jedoch hauptsächlich durch ihre Mitwirkung in der TV-Serie um die "Hesselbachs". In den vier Kinofilmen spielte sie die Nachbarin der Hesselbachs, Frau Ottendorf, in der Hörspiel- und in der Fernsehserie "Hesselbach GmbH" bzw. "Die Firma Hesselbach" das Fräulein Lohmeier.
Sophie Cossaeus starb am 23. September 1965 in Arnoldshain. Da die einzelnen Folgen teilweise weit vor dem Sendetermin aufgezeichnet wurden, konnte man Sophie Cossaeus noch in Folge 45 "Herr Hesselbach und das Mündel" erleben, die am 29. Dezember 1966 gesendet wurde.
Ihr Grab befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof (Gewann F, Grabnummer 1459), die letzte Ruhe fand sie dort zusammen mit ihrer 1941 im Alter von 23 Jahren verstorbenen Tochter Hilde → Foto der Grabstelle.
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
 
Weitere Filme*) mit Sophie Cossaeus
  
Quelle: 1) www.hr-online.de
Link: 2) Wikipedia

  

Weitere Figuren (Auswahl) in der Serie
(in alphabetischer Reihenfolge)
Uwe Dallmeier
Uwe Dallmeier 1963; Foto zur Verfügung gestellt von www.babbahesselbach.info; Copyright hr/Kurt Bethke
Uwe Dallmeier 1963
Foto zur Verfügung gestellt von
www.babbahesselbach.info
© hr/Kurt Bethke
… spielte 9 Folgen lang (43 – 51) in der 3. Staffel "Herr Hesselbach und …" den Stadtrat und Bank-Prokuristen Detlef Petersen. Bereits in Folge 18 ("Das Sparschwein", 17. Mai 1961) war er als Kriminalassistent Becker bei "Der Firma Hesselbach" in Erscheinung getreten.
 
Geboren am 27. August 1924 im Dithmarschen
gestorben am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt.
 
Uwe Dallmeier absolvierte zunächst eine Maurerlehre, bevor er zur schauspielerischen Tätigkeit wechselte. Er agierte häufig auch im Hamburger "Ohnsorg-Theater" und wurde auch durch die Ulk-Serie "Abramakabra"1) mit Helga Feddersen und Dieter Hallervorden bekannt.
In den 1960er Jahren arbeitete er als Sprecher und Schauspieler beim Hessischen Rundfunk in den Sendungen "Frankfurter Schlagerbörse" und der "Familie Hesselbach". Uwe Dallmeier spielte auch mehrfach in den Fernsehserien "Das Traumschiff", "Derrick" und "Tatort" (dort hatte er einen Auftritt als Kommissar) mit. Die bekannteste Fernsehserie in der er spielte, hieß "Kümo Henriette"1), den unterhaltsamen Geschichten um die Familie Petermann und deren Küstenmotorschiff, zu denen Helga Federsen2) das Drehbuch geschrieben hatte und selbst als Mutter Mewes auftrat.
Dallmeier erlag den Folgen eines Herzinfarktes und wurde auf dem Friedhof in Keitum (Sylt) beigesetzt.
 
Quelle: Wikipedia
 
Anlässlich seines Todes wurde im "Deutschen Bühnen-Jahrbuch" (1987) in einem Nachruf folgendes über den Künstler geschrieben:
UWE DALLMEIER, vor allem durch das Fernsehen bekannter Schauspieler, ist mit 62 Jahren am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt gestorben. Der Fernsehstar, den Millionen Fernsehzuschauer aus den Serien "Traumschiff", "Derrick" und "Tatort" kannten, erlag einem Herzinfarkt.
In einer seiner letzten Rollen spielte er einen Bauern für die Folge "Sterbehilfe" in der Serie "Schwarzwaldklinik". Der gelernte Maurer, der auch im Ohnsorg-Theater Hamburg viele Male auf der Bühne gestanden hatte, galt als Volksschauspieler. Populär wurde er auch durch die Ulk-Serie "Abramakabra" mit Helga Feddersen und Didi Hallervorden.
 

Weitere Filme1) mit Uwe Dallmeier
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Sophie (Sofie) Engelke
    

Sophie Engelke; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 15 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 14, 16, 17, 18) die Büroangestellte Frieda Lahrmann.
 
Geboren am 17.  Juli 1927 in Frankfurt/Main,
gestorben am 17. Dezember 2000 in Königstein/Taunus.
 
Die Tochter eines Glasers erhielt ihre Ausbildung an der Schauspielschule von Robert George (1879–1953) in Frankfurt/Main.
Sophie (Sofie) Engelke spielte auch in allen "Hesselbach"-Kinofilmen mit, in den ersten drei "Die Familie Hesselbach" (1954), "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955) und "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1956) als Waltraud, Nichte von Mutter Hesselbach (Else Knott), in "Herr Hesselbach und die Firma" (1956) dann als Angestellte Waltraud Schulz. Nach ihrer Zeit in der "Hesselbach"-Reihe trat sie unter anderem in Fernsehserien wie "Geheimagent Tegtmeier" (1966) oder "Hessische Geschichten" (1986/87) in Erscheinung, mehrfach zeigte sie sich im zwischen 1975 und 1990 im "Tatort" sowie zwischen 1982 und 1991 in der populären Krimi-Serie "Ein Fall für zwei". Einen letzten kleinen Auftritt hatte Sophie Engelke laut IMDb in der TV-Komödie "Der Leihmann" (1995).
Das nebenstehende Foto von Sophie Engelke, ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel": Betriebsplayboy Lindner (Joachim Engel-Denis) ist in seinem Element. Seine Kolleginnen Frieda Lahmann (Sofie Engelke, Mitte) und Emma Puchel (Gaby Reichhardt, r.) weiß er charmant zu unterhalten.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Mehr zu Sofie Engelke bei "Frankfurter Personenlexikon"
Weitere Filme*) mit Sophie Engelke 
Szenenfoto aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Iska Geri
 

Iska Geri als Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyers; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks;  Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte in vier Folgen (07, 28, 32, 47) die Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyer (Hans Schepior).
 
Geboren am am 28. April 1914 als Hildegard Priedöhl in Stettin,
gestorben am 10. April 2002 in Berlin.
Kurzbiografie zu Iska Geri innerhalb dieser Homepage
Siehe auch
grammophon-platten.de, Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Iska Geri

Das nebenstehende Foto von Iska Geri ist ein Ausschnitt aus der Folge 7 "Die Panne": Dr. Meyer (Hans Schepior) ist Stadtrat für Kultur. Seine Gattin (Iska Geri) hält sich für eine begabte Sängerin. Sie hat in der Serie zahlreiche Gastauftritte, die immer wieder für Heiterkeitsausbrüche sorgen. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Szenenfoto aus der 7. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Die Panne"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Edith Hancke … spielte 9 Folgen lang (43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51) die Hotel- und Restaurantbesitzerin bzw. Stadträtin Trudi Plischke.

Geboren am 14. Oktober 1928 in Berlin,
gestorben am 4. Juni 2015 in Berlin.
  
Kurzportrait zu Edith Hancke innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Edith Hancke

Bogislav von Heyden-Linden
   

Bogislav von Heyden-Linden; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 21 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 22, 36, 41, 42) den Redakteur Hans-Ulrich Betzdorf.

Geboren am 28. Juli 1898 in Hannover,
gestorben am 25. April 1991.

Bogislav von Heyden-Linden war ein Sohn des Ulanenoffiziers und Herrenreiters Bogislav von Heyden-Linden1) (1853 – 1909) und dessen Frau Elisabeth Gräfin von Westphalen (1865 – 1961). Wie sein Vater und sein älterer Bruder Joseph (1895 – 1941) schlug er zunächst eine militärische Laufbahn bei einem Kavallerieregiment ein. 1918 quittierte er seinen Dienst im Rang eines Leutnants, wollte zunächst den Kaufmannsberuf erlernen, wurde dann aber Schauspieler. Während des Zweiten Weltkriegs war er in Paris Theater-Offizier im Rang eines Rittmeisters. Er lebte nach dem Krieg bis in die 1960er Jahre in Wiesbaden, wo er an den dortigen Bühnen und in den Theatern von Mainz und Frankfurt/Main arbeitete. Bekannt wurde er durch seine Rolle des Journalisten Hans-Ulrich Betzdorf in der "Hesselbach"-Serie.
Bogislav von Heyden-Linden war seit 1929 mit Margaritha Cottmann verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
 
Quelle: Wikipedia (abgerufen 01.03.2013)
Das nebenstehende Foto von Bogislav von Heyden ist ein Ausschnitt aus der 16. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Tütelchen": Chefredakteur Betzdorf nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Direktion ihren Mitarbeitern auch bei persönlichen Problemen mit Rat zur Seite steht. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Bogislav von Heyden
 
Link: 1) Wikipedia
Szenenfoto aus der 16. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Tütelchen"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Käte Jaenicke
 
Käte Jaenicke als Sekretärin Fräulein Hilde Sauerberg; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte in den Folgen 1 – 3 die Sekretärin Fräulein Hilde Sauerberg.
 
Geboren am 22. März 1923 (nach anderen Quellen 1928) in Danzig,
gestorben am 1. November 2002 in München.
 
Kurzbiografie zu Käte Jaenicke innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia  
Das nebenstehende Foto von Käte Jaenicke ist ein Ausschnitt aus der 1. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Dokument": Direktor Hesselbach (Wolf Schmidt) ist empört, ein wichtiges Dokument ist in seinem Büro verschwunden. Seine Sekretärinnen (Käte Jaenicke, Mitte), Helga (Helga Neuner) und Sohn Willi (Joost Siedhoff) haben keine Ahnung, wo es ist. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr 
  
Weitere Filme*) mit Käte Jaenicke
Szenenfoto aus der 1. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Dokument"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Flory Jacobi
   

Flory Jacobi; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte die Ehefrau des Buchhalters Arthur Münzenberger in den Folgen 29 ("Allergia maritalis", 13. April 1962), 33  ("Der Urlaub", 10. August 1962) und  48 ("Herr Hesselbach und das Juwel", 22. März 1967).
 
Geboren als Armide Valeska Florence Jacobi am 26. Oktober 1902 in Wiesbaden,
gestorben am 24. September 1981 in Ettelbrück (Luxemburg).
 
Die Tochter eines Kaufmanns und jüngere Schwester der Schauspielerin Eugenie Jacobi (1895 – 1968) war sehr talentiert und spielte in den Jahren 1911 bis 1915 zahlreiche Kinderrollen am Hoftheater in Meiningen (Thüringen). So zeigte sie sich unter anderem als Infantin Clara Eugenie in Schillers "Don Carlos", als Ännchen in Goethes "Stella" oder als Soldatenjunge in "Wallensteins Lager", ebenfalls von Schiller. Nach Aussagen des damaligen Intendanten Grube galt "Florchen" Jacobi damals als "Wunderkind". Als junges Mädchen spielte sie in Frankfurt/M (1918/19), in Berlin am "Luisentheater" (1919/20), danach in Hanau und zwischen 1921 und 1927 am Stadttheater Chemnitz. Über Altenburg und Berlin kam Flory Jacobi 1931 nach Leipzig und betätigte sich unter anderem als Sprecherin beim "Mitteldeutschen Rundfunk", von 1941 bis 1944 war sie Sprecherin beim "Sender Böhmen" in Prag. Nach Kriegsende ging sie wieder nach Leipzig, arbeitete erneut zwischen 1946 und 1949 als Sprecherin beim "Mitteldeutschen Rundfunk", übernahm Gastrollen am "Theater der Jungen Welt". 1949 zog Flory Jacobi nach Stuttgart, wirkte an der "Komödie im Marquardt" und am "Jungen Theater". 1963 ging sie nach München, spielte unter anderem an der "Kleinen Komödie". Im vorgerückten Alter lebte die Schauspielerin in einer Seniorenresidenz in Ingolstadt (1974 bis 1978), dann ließ sie sich in Luxemburg nieder.

Seit Mitte der 1950er Jahre stand sie auch für Film und Fernsehen vor der Kamera. Neben ihren Auftritten bei den "Hesselbachs" zeigte sie sich beispielsweise in unterhaltsamen TV-Spielen wie "Kleider machen Leute" (1963), "Pension Schöller" (1965) oder "Der müde Theodor" (1965), aber auch in anspruchsvollen Literaturverfilmungen wie Brechts "Der kaukasische Kreidekreis" (1958) und "Herr Puntila und sein Knecht Matti" (1966), wo sie als Pröpstin in Erscheinung trat. Eine herrliche Hauptrolle mimte sie als Ehefrau von Schneidermeister Titus Hasenklein (Willy Reichert) in dem von Rolf von Sydow inszenierten Schwank "Hasenklein kann nichts dafür" (1963), als schrullige Mutter Hans Clarins tauchte sie in "Der jähzornige junge Mann" (1963) nach einer Erzählung von Anton Tschechow auf. Weitere Auftritte hatte sie unter anderem in Franz Peter Wirths frühen Dürrenmatt-Adaption "Der Richter und sein Henker"1) (1957), in Rainer Wolffhardts Ludwig Thoma-Verfilmung "Moral" (1958) oder dem Doku-Drama "Der Fall Mata Hari"1) (1966). Zu ihren letzten Arbeiten vor der Fernsehkamera zählt Ula Stöckls Drama "Der kleine Löwe und die Großen oder Die Patriarchen und die Diplomatie" (1973) → www.ula-stoeckl.com.
 
Außer ihrer Bühnentätigkeit, Arbeit als Rundfunksprecherin sowie für Film und Fernsehen gab Flory Jacobi zudem Schauspielunterricht.
Eine am 30. Oktober 1922 geschlossene Ehe mit dem brasilianischen Verkäufer Emilio Harbich, dem späteren Drehbuchautor, Regisseur und Schnittmeister Milo Harbich3) (1900 – 1988) wurde am 13. September 1927 geschieden.
Die am 19. Juni 1928 in Chemnitz geborene Tochter Louise Adeleide Harbich (Künstlername Haidy Jacobi) begann ihre Karriere 1933 schon als Fünfjährige bei "Radio Leipzig", arbeitete später als Schauspielerin, Kabarettistin und Regisseurin am Theater, war seit Anfang der 1960er Jahre langjährige Sprecherin (bis in die 1980er Jahre) des deutschsprachigen Programms von "Radio Luxemburg"; später wechselte sie zur Spielfilm-Redaktion des deutschsprachigen RTL-Fernsehprogramms. Adelaide Harbich alias Haidy Jacobi starb am 26. Juni 2005 nach längerer Krankheit im Alter von 77 Jahren in einem Pflegeheim in Luxemburg → www.radio-journal.de, deren Sohn Konrad "Conny" Scheel ergriff den Beruf des Grafikers bzw. Schauspielers.
 
Quelle (unter anderem): Volker Wachter3) sowie "Meininger Schauspieler und der Film" (PDF-Dokument, S. 37)
  
Weitere Filme*) mit Flory Jacobi
 
Link: 1) Die Krimihomepage, 2) SWR Media Services, 3) Wikipedia

Doris Mack
     

Doris Mack; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 9 Folgen lang (10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18) die Sekretärin Jutta Schäfer.
 
Doris Mack wirkte laut IMDb als Schauspielerin nur in der "Hesselbach"-Serie mit.

Das nebenstehende Foto von Doris Mack ist ein Ausschnitt aus der 15. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Mehr Frauen in die Politik?": Ruhe vor dem Sturm: Jutta Schäfer (Doris Mack, l.), Fräulein Sauerberg (Ursula Köllner) und Inge Fröhlich (Christina Monden) werden sich bald rege an einer Diskussion beteiligen. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Szenenfoto aus der 15. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Mehr Frauen in die Politik?"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Ernst Walter Mitulski
(Ernstwalter Mitulski)

    

Ernstwalter Mitulski; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 10 Folgen lang (05, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51) den Kaufhausbesitzer Dengler.
 
Geboren am 8. September 1898 in Danzig (heute Gdansk, Polen),
gestorben am 28. Dezember 1976 in Frankfurt am Main.
 
Mitulski gehörte bis 1944 zum Ensemble des Berliner "Schiller-Theaters", nach 1945 wirkte er an der Berliner "Komödie" und an den "Städtischen Bühnen" in Essen. Seit 1951 spielte er an den "Städtischen Bühnen" in Frankfurt/M., ab 1955 auch am "Staatstheater" in Wiesbaden, gab darüber hinaus Gastspiele in Stuttgart.1) Seit Ende der 1930er Jahre stand der Schauspieler sporadisch für Kino- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.
Das nebenstehende Foto von Ernst Walter Mitulski ist ein Ausschnitt aus der 5. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Der große Kunde": Herr Dengler (Ernstwalter Mitulski) hat einen großen Auftrag für Direktor Hesselbach. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme
*) mit Ernstwalter Mitulski

1) Quelle: Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon (1961)

Szenenfoto aus der 5. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Der große Kunde"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Gaby Reichardt
    

Gaby Reichardt; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 14 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 16, 17, 18) die sentimentale, nah am Wasser gebaute Büroangestellte Emmy Puchel.
 
Geboren am 8. Juni 1938 in Frankfurt/Main.
 
Nach einer Ausbildung zur Schauspielerin bei Alice George gab Gaby Reichardt ihr Bühnendebüt in ihrer Geburtsstadt ("Landesbühne Rhein-Main), mit den "Hesselbachs" machte sie ihre erste Fernseherfahrung. Bei einer Theateraufführung an der Frankfurter "Landesbühne Rhein-Main" war hr-Programmdirektor Hans-Otto Grünefeldt auf die zwanzigjährige Schauspielerin aufmerksam geworden und hatte ihr angeboten, bei den "Hesselbachs" mitzuspielen.
Während bzw. nach ihrem Ausstieg aus der Serie wirkte Gaby Reichardt unter anderem in Frankfurt an den "Städtischen Bühnen" und am "Fritz-Rémond-Theater im Zoo", ab 1969 am "Staatstheater Mainz ", dem sie bis 1999 verbunden blieb. Auch im Fernsehen sah man die Schauspielerin sporadisch mit prägnanten Rollen, etwa als Marie in "Der Datterich" (1963) oder zwischen 1971 und 1983 mehrfach im "Tatort". Sie zeigte sich in "Hessische Geschichten" (1987–1989) sowie zuletzt in der Episode "Feuertod" (1997) aus der Krimi-Reihe "Polizeiruf 110"; auch in Sönke Wortmanns Kino-Komödie "Allein unter Fauen"1) (1991) gehörte Schauspielerin mit einem kleineren Part zur Besetzung.
Neben ihrer Arbeit für das Theater und das Fernsehen war Gaby Reichardt beispielsweise in "Postkarte genügt" als Co-Moderatorin (meist in Vertretung der Hauptmoderatorin Hanna Pfeil) tätig, präsentierte etliche Jahre die hr4-Volksmusiksendung "Gude, Servus und Hallo…". Als Sängerin, begleitet von den "Hessenmusikanten", entstanden verschiedene volkstümliche Plattenaufnahmen, unter anderem "Mein goldiges Alsfeld". Auch mit Lesungen erfreute die Künstlerin immer wieder ihr Publikum.
Reichardt war mit dem Intendanten des "Staatstheaters Mainz", Georg Aufenanger (1914−2012), verheiratet.
 
Quelle (unter anderem): Theaterfreunde Mainz  sowie
Funk Uhr, Künstler-Lexikon des Fernsehens (ca.1970)
Siehe auch Wikipedia
Das nebenstehende Foto von Gaby Reichhardt ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel": Betriebsplayboy Lindner (Joachim Engel-Denis) ist in seinem Element. Seine Kolleginnen Frieda Lahmann (Sofie Engelke, Mitte) und Emma Puchel (Gaby Reichhardt, r.) weiß er charmant zu unterhalten.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Gaby Reichardt
 
Link: 1) Wikipedia
Szenenfoto aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Sybille Schindler
  

Sybille Schindler; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte das Fräulein Pinella, genannt "Pini", anfangs "Mädchen für alles", später Redakteurin bei der "Weltschau" sowie ab Folge 42 Ehefrau von Peter Hesselbach (Dieter Henkel).
 
Geboren am 4. März 1942 in Frankfurt/Main.
 
Laut Wikipedia besuchte Sibylle Schindler von 1953 bis 1960 die "Schillerschule" in Frankfurt am Main und absolvierte eine Schreinerlehre
Sybille Schindler spielte auch als "Nina" in den Kinofilmen "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955) und "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1955/56) sowie in dem von Wolf Schmidt inszenierten Streifen "Der ideale Untermieter" (1957) als Hexchen, Tochter von Prof. Martin (Wolf Schmidt) mit.
Das nebenstehende Foto von Sybille Schindler ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel": Frau Hesselbach ist über ihre Idee, Fräulein Pinella (Sybille Schindler) in der Firma trotz fehlender Qualifikation unter zu bringen, gar nicht mehr so glücklich. Herr Hesselbach ist da ganz anderer Meinung. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Sybille Schindler
Szenenfoto aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Otto Stern
  

Otto Stern; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 11 Folgen lang (02, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 17) den Chef der Setzerei bzw. den Gewerkschafter Zimmermann.

Geboren am 14. Dezember 1921 in Basel (Schweiz),
gestorben am 5. Juli 1996 in München.

Otto Stern hatte sich schon früh für die Schauspielerei interessiert und unter anderem nach dem Abitur bei dem legendären Heinrich George1) (1893 – 1946) in Berlin Unterricht genommen. Bedingt durch den 2. Weltkrieg konnte Stern seine Schauspielerkarriere erst nach Kriegsende beginnen, spielte unter anderem zwischen 1949 und 1964 am "Kleinen Theater am Zoo" in Frankfurt sowie ab 1955 auch an der "Komödie im Marquardt" in Stuttgart. Zwischen 1968 und 1977 stand er an der "Kleinen Komödie" in München auf der Bühne, Gastspiele führten ihn nach Zürich, Hamburg und Köln; 1987 kehrte er wieder nach Frankfurt zurück.

Otto Stern wirkte in mehr als 40 Kinofilmen und rund 60 Fernseh- und Hörspielproduktionen mit. Er übernahm unterschiedlichste Rollen, meist spielte er angesehene Persönlichkeiten, gelegentlich aber auch Schurken wie in "Der Hund von Blackwood Castle"2) (1968).
 
Die Informationen stammen von Wikipedia
Das nebenstehende Foto von Otto Stern ist ein Ausschnitt aus der 13. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Ein gewisses Gewissen": Die Belegschaft hat sich zum Entsetzen von Chefredakteur Betzdorf für einen Liebesroman in der "Weltschau am Sonntag" entschieden. Setzermeister Zimmermann (Otto Stern, M.) schaltet sich in die Diskussion mit Direktor Hesselbach ein.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Otto Stern
 
Link: 1) Kurzportrait  innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
Szenenfoto aus der 13. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Ein gewisses Gewissen"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Josef Wageck
   

Josef Wageck; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
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Szenenfoto aus der 17. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Der Familienbetrieb"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Das erste Foto von Josef Wageck
ist ein Ausschnitt aus der 17. Folge
von "Die Firma Hesselbach",
"Der Familienbetrieb":
Heidi (Rosemarie Kirstein)
und Peter (Dieter Henkel) sind aus
dem Internat zurückgekehrt. Hausmeister Ballmann hat sie im Firmenwagen abgeholt.

Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
… spielte 15 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 16, 17, 18) den Hausmeister Ballmann.

Das Geburts- bzw. Todesdatum ist unbekannt.

Wageck spielte ab den 1950er Jahren einige Rollen in Kinofilmen, zudem war er in Österreich und Deutschland in verschiedenen Fernsehproduktionen zu sehen.
Als seinen ersten Filmauftritt führt die Filmdatenbank IMDb das Kriminaldrama "Das letzte Rezept" aus dem Jahre 1952 auf, ein Film mit O. W. Fischer in der Hauptrolle, in dem Wageck unter der Regie von Rolf Hansen in einer Nebenrolle mitwirkte. Ferner stand er unter anderem in dem Kriminalfilm "Staatsanwältin Corda" (1953) vor der Kamera.
Wageck verkörperte in den 1960er Jahren der TV-Serie "Die Firma Hesselbach" die durchgehende Serienrolle des Hausmeisters Ballmann. Bereits zuvor hatte 1956 in dem Kinofilm "Herr Hesselbach und die Firma" ebenfalls einen Hausmeister gespielt, dieser trug damals jedoch den Namen Fuchslocher.

In den 1960er Jahren war Wageck im Fernsehen mehrfach in Theateraufzeichnungen zu sehen, so 1960 mit einer kleinen Rolle in der Fernsehfassung des Giraudoux-Dramas "Die Irre von Chaillot" mit Hermine Körner, einer Aufzeichnung aus dem Berliner "Schillertheater" (Premiere: 1959), wo er unter der Regie von Harry Buckwitz spielte. 1968 zeigte er sich er in einer TV-Version des Theaterstücks "Schinderhannes" von Carl Zuckmayer, wirkte 1970  unter der Regie von Peter Beauvais in dem Drama "Trauer muss Elektra tragen" mit, einer TV-Bearbeitung des gleichnamigen Theaterstücks von Eugene O'Neill.
Wageck wirkte Jahrzehnte an Frankfurter Bühnen, etliche Theateraufführungen aus dem "Fritz-Rémond-Theater", in denen der Schauspieler mitwirkte, wurden bereits in den 1950er Jahren vom Hessischen Rundfunk (hr) für das Fernsehen aufgezeichnet bzw. ausgestrahlt.
1971 gehörte der Schauspieler mit der Titelrolle des Bürgerkapitäns zur Besetzung der Eröffnungsvorstellung des neu gegründeten Frankfurter "Volkstheaters" und begeisterte an der Seite von Intendantin Liesel Christ in "Der alte Bürgerkapitän" von Carl Malß.
Wageck war auch auch als Sprecher für das Hörspiel tätig, so übernahm er unter anderem Rollen in den Karl May-Hörspielen "Der Schatz im Silbersee" und "Winnetou II".
 
Quelle: Wikipedia (abgerufen 01.03.2013) mit weiterführenden Einzelnachweisen.
 
Weitere Filme*) mit Josef Wageck

*) Der Link führt zur Internet Movie Database
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