Die Firma Hesselbach/Die Familie Hesselbach
Die Familie wspielten: Wolf Schmidt / Liesel Christ / Joost Siedhoff /  Rose-Marie Kirstein /  Dieter Henkel
In der Firma spielten: Lia Wöhr / Joachim Engel-Denis / Helga Neuner / Max Strecker/
Ursula Köllner / Dieter Schwanda / Sophie Cossaeus/
Weitere Darsteller/-innen (Auszug)

"Die Hesselbachs" und einige ihrer Darsteller; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke

Noch bevor die "Mutter" aller Familienserien, "Unsere Nachbarn heute Abend – Familie Schölermann", Ende März 1960 eingestellt wurde, kamen am 22. Januar 1960 mit "Die Firma Hesselbach" neue Episoden aus dem Alltag einer Fernsehfamilie auf den Bildschirm. Diesmal wurden turbulente Geschichten um eine Firma respektive deren Besitzer im Hessischen1) gezeigt, die aus der Feder des Journalisten und Satirikers Wolf Schmidt stammten, der auch Regie führte und gleichzeitig das Oberhaupt des Hesselbach-Clans mimte. Bereits im Hörfunk hatte Schmidt für den "Hessischen Rundfunk"1) diese Geschichten überaus erfolgreich produziert, am 17. September 1949 ging die erste von insgesamt 77 Folgen über den Sender, bis 1956 gelangten drei Staffeln zur Ausstrahlung. Die einzelnen Folgen "Familie Hesselbach", "Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung" und "Hesselbach GmbH" hatten ein Länge von 23 bis 68 Minuten. In der ersten Folge sprach neben Wolf Schmidt (Vater Hesselbach) zunächst Anny Hannewald1) (1882 – 1968) die "Mamma Hesselbach" und Lia Wöhr die Tochter Anneliese, ab der zweiten Folge übernahm Lia Wöhr den Part der Mutter, Joost Siedhoff mimte den Sohn Willi, wie auch später in der TV-Serie → mehr zur Hörfunkreihe bei Wikipedia und babbahesselbach.de.

Familie Hesselbach
(Liesel Christ, Wolf Schmidt, Joost Siedhoff) beim Mittagessen.
Szenenfoto aus "Familie Hesselbach", Folge 1, "Das Dokument" (22.01.1960)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
 
Aufgrund des großen Resonanz wurde dann, parallel zu den Hörfunkfolgen, ein erster Spielfilm unter dem Titel "Die Familie Hesselbach"2) (1954) produziert, gefolgt von "Familie Hesselbach im Urlaub"3) (1955), "Das Horoskop der Familie Hesselbach"2) (1956) und "Herr Hesselbach und die Firma" (1956 → filmdienst.de). In allen vier Streifen, von denen nur der zweite Jahrzehnte später im Fernsehen lief, verkörperte Schmidt den Firmenchef Karl "Babba" Hesselbach, die Schauspielerin Else Knott1) (1910 – 1975) seine Ehefrau.
"Wolf Schmidt dokumentierte den Zeitgeist des kleinbürgerlichen Milieus nach dem 2. Weltkrieg bis zum Ende des so genannten deutschen "Wirtschaftswunders"1). Er porträtierte dabei die kleinen Leute mit ihren gutgläubigen und ihren boshaften Seiten, zeigte aber auch Verständnis für die alltäglichen Kompromisse. Die kleine Welt der Hesselbachs, der Familien- und Büroalltag gab den Nährboden für Tratsch und Intrigen, Stolz und Ehrgeiz, aber auch für ehrliche Gefühle, zu denen man sich quälend durchringen musste. Wolf Schmidt verdankt seinen Erfolg der hohen Kunst der Komik, vor allem der Situationskomik, die sich aus Widersprüchen und Verwicklungen ergab, aber auch der Pointendichte der Dialoge." notierte die ehemalige Websit hr-online.de.

Die erste Staffel der legendären TV-Serie (24 Folgen) lief bis Mitte November 1961 unter dem Titel "Die Firma Hesselbach", bereits ab der sich anschließenden 2. Staffel (18 Folgen), die zwischen 15. Dezember 1961 und 29. Mai 1963 über die Bildschirme flimmerte, wurden die Zuschauer dann zur "Familie Hesselbach" eingeladen. Die dritte und letzte Staffel erhielt den Titel "Herr Hesselbach und …", gezeigt mit neun Folgen zwischen 19. Oktober 1966 und 7. Juni 1967. Allerdings war das Interesse beim Publikum – vielleicht auch aufgrund der Einführung des "Zweiten Deutschen Fernsehens"1) (ZDF) – nicht mehr ganz so groß und die Reihe verschwand aus der immer vielfältiger werdenden Fernsehlandschaft.
Die Geschichten handelten von den Alltagserlebnisse und ganz normalen Krisen im Haushalt und Betrieb der hessischen Familie Hesselbach: Vater Hesselbach (Wolf Schmidt) besitzt eine kleine Druckerei, in der auch Sohn Willi (Joost Siedhoff) arbeitet, seine Ehefrau, die immer etwas aufgeregte "Mamma" Hesselbach (Liesel Christ) ist der gute Geist der Familie. Neben Sohn Willi sind da noch die Kinder Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter (Dieter Henkel) zu nennen, die allerdings erst auftauchten, als Joost Siedhoff die Serie nach 10 Folgen verließ.
 
Fotos: Mama Hesselbach (Liesel Christ) ist empört:
Das Dippsche ist dreckig!; "Die Firma Hesselbach",
Folge 22 "Das Dreckrändchen"3) (15. 09.1961)
Sohn Peter (Dieter Henkel) in "Die Familie Hesselbach", Folge 27 "Telefonitis"3) (16.02.1962)
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle) © hr/Kurt Bethke
Mama Hesselbach (Liesel Christ) ist empört: Das Dippsche ist dreckig!; "Die Firma Hesselbach", Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15. 09.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke Sohn Peter (Dieter Henkel) in "Die Familie Hesselbach", Folge 27 "Telefonitis" (16.02.1962); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke
Es sind eher banale Problemchen, mit denen sich die ein wenig biederen Hesselbachs auseinandersetzen müssen, mal geht um nicht auffindbare Verträge, mal um verschwundenes Büromaterial, und auch ein Fleck auf Vaters Jacke kann eine Krise hervorrufen. Doch trotz Missverständnissen und Auseinandersetzungen raufen sich die Hesselbachs und die Mitarbeiter des Unternehmens immer wieder zusammen.4) Viele namhafte Schauspieler tauchten im Verlaufe der Jahre in der Serie auf, an besonderen Firmenmitgliedern sind etwa die Sekretärin Fräulein Sauerberg (Käte Jaenicke, Folgen 1–3, später Ursula Köllner), die wortgewaltige Putzfrau Siebenhals (Lia Wöhr), der Buchhalter Münzenberger (Max Strecker) sowie dessen Ehefrau (Flory Jacobi), der Lehrbub Rudi Krausgrill (Dieter Schwanda), die stets mürrische, tratschsüchtige Bürokraft Fräulein Lohmeier (Sophie Cossaeus) oder der Stadtrat und Bank-Prokurist Detlef Petersen (Uwe Dallmeier) zu nennen. Eine exponierte Stellung nahm auch der smarte "Betriebs-Playboy" Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) ein, der beispielsweise der hübschen Sekretärin Helga Schneider (Helga Neuner) und späteren Ehefrau Willi Hesselbachs den Kopf verdrehte, schließlich in die Familie einheiratet und als Ehemann von Heidi Hesselbach (Rose-Marie Kirstein) zum "Vorzeige-Schwiegersohn" mutiert. Weitere prägnante, mehr oder minder durchgehende Rollen spielten vornehmlich in der "Firma Hesselbach" unter anderem Sophie Engelke (Büroangestellte Frieda Lahrmann), Gaby Reichardt (Büroangestellte Emmy Puchel), Doris Mack (Sekretärin Jutta Schäfer), Sybille Schindler (Fräulein Pinella), Otto Stern (Setzerei-Chef Zimmermann) oder Joseph Wageck (Hausmeister Ballmann). Eine witzige Figur war die von Iska Geri gemimte Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyers (Hans Schepior), auch die Ur-Berlinerin Edith Hancke spielte zeitweise als Stadträtin Trudi Plischke mit. Als Redakteur Hans-Ulrich Betzdorf sah man Bogislav von Heyden-Linden, als Kaufhausbesitzer Dengler Ernst Walter Mitulski.
 
Die Erkennungsmelodie, die sogenannte "Hesselbach-Polka" stammte aus der Feder von Willy Czernik1) (1901 – 1996), der das Grundthema für jede einzelne Folge individuell abwandelte → siehe auch "Die Musik in den Fernsehsendungen" von Dr. Harald Schäfer bei babbahesselbach.de. Die Regie führten Wolf Schmidt und Harald Schäfer1). Produzentin der Serie war Lia Wöhr.
 
Die "Hesselbach-Polka" bei youtube.com bzw. babbahesselbach.de

Szenenfoto: Die Firma Hesselbach, Folge 22 "Das Dreckrändchen" (15.09.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 22 "Das Dreckrändchen"3) (15.09.1961)
Szenenfoto: Die Firma Hesselbach,  Folge 25 "Simulanten" (15.12.1961); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke
Die Firma Hesselbach
Szenenfoto Folge 25 "Simulanten"3) (15.12.1961)
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke
  
In der ersten Staffel steht die tägliche Arbeit im Verlag in Vordergrund. Zwischenmenschliche Ereignisse im Betrieb bilden hauptsächlich die Basis der Handlungen. Aber auch konkrete Probleme des "Wirtschaftswunders" werden thematisiert (z. B. Rohstoffknappheit und Arbeitskräftemangel). Gegen Ende der ersten Staffel kommen die Kinder der Hesselbachs, Heidi (Rose-Marie Kirstein) und Peter (Dieter Henkel), aus dem Internat zurück und steigen in den Familienbetrieb ein.
Damit ist die Grundlage für die zweite Staffel gelegt: Die Familie rückt in den Vordergrund und die Handlungen verlegen sich stärker auf familiäre Ereignisse (Liebe, Heirat und Geburt). In diese Staffel fallen auch die beiden einzigen Folgen, die im Ausland spielen. Eine Urlaubsreise führt die Hesselbachs nach Cannes und später Herrn Hesselbach zu einem Kongress nach Tokio. Die Folge "Der Kongreß von Tokio"
3) ist dabei die einzige Folge, die tatsächlich zu einem Teil im Ausland gedreht wurde.
Anfang 1963 kamen erste Kritiken an der Serie auf, die nach drei Jahren Hesselbach-Folgen im Fernsehen und zuvor neun Jahren im Hörfunk auf Ermüdungserscheinungen der Zuschauer/-innen zurückzuführen waren. Wolf Schmidt reagierte darauf, indem er die Serie mit Folge 42 zu einem vorläufigen Ende brachte, indem Herr Hesselbach in Ruhestand tritt und die Leitung des Verlags seinem Prokuristen und Schwiegersohn Fred Lindner (Joachim Engel-Denis) übergibt.
Bereits Ende 1966 kehrten die Hesselbachs mit modernerem Konzept auf den Bildschirm zurück. Die Handlungen orientierten sich jetzt stärker an der Person Karl Hesselbach, was auch aus den Titeln "Herr Hesselbach und…" ersichtlich wird. Hauptsächlich behandeln die Folgen der dritten und letzten Staffel kommunalpolitische Episoden, in denen Herr Hesselbach als Stadtrat in Steinteil agiert. Auch hier wurden aktuelle gesellschaftliche Themen behandelt und versucht vermehrt jugendliche Zuschauer/-innen anzusprechen. Dies gelang nur zum Teil. Im Sommer 1967 stellte der "Hessische Rundfunk" die Serie ein, obwohl Wolf Schmidt bereits weitere Folgen geschrieben hatte.
5)
Neben Wolf Schmidt, der die Figur des "Babba" Hesselbach seinem eigenen Vater, Prof. Dr. Karl Schmidt6), nachempfunden hatte, erlangten besonders die Frankfurter Volksschauspielerinnen Liesel Christ und Lia Wöhr mit der Serie enorme Popularität. Aber auch der südhessische Dialekt wurde schlagartig bundesweit bekannt, Aussprüche wie "Karl, mei Droppe!", wie Mamma Hesselbach ihren Angetrauten liebevoll titulierte, oder "Ei Kall, was mechste denn?" wurden zu geflügelten Worten. Für Nostalgie-Fans: Alle Folgen der "Hesselbach"-Serie sind inzwischen seit Oktober 2006 auf DVD im Handel erhältlich.

Foto: Die Hesselbachs sind fertig kostümiert für ihre großen Auftritt.
in "Die Familie Hesselbach", Folge 28 "Die Festaufführung"3) (16.03.1962)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle)
© hr/Kurt Bethke

Die Hesselbachs sind fertig kostümiert für ihre großen Auftritt. "Die Familie Hesselbach", Folge 28 "Die Festaufführung" (16.03.1962); Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Siehe auch die detaillierten "Hesselbach"-Seiten bei babbahesselbach.de
sowie Wikipedia, fernsehserien.de und tvder60er.de;
die einzelnen Titel und Beschreibungen der Folgen findet man bei www.bamby.de

Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) fernsehserien.de, 6) babbahesselbach.de
Quelle: 4) Serienlexikon von kabel1.de, 5) Wikipedia (abgerufen 07.02.2012)

Die Hauptdarsteller sowie einige weitere Figuren
(Komplette Darsteller-Liste bei babbahesselbach.de)
(Weitere Mitwirkende bei der "Inrernet Movie Database";
Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Wolf Schmidt
  
Foto zur Verfügung gestellt bzw.mit freundlicher Genehmigung von Wolf Schmidts Familie; die Bildrechte liegen bei Hanneliese Grünewald; Copyright Hanneliese Grünewald
Foto zur Verfügung gestellt bzw.
mit freundlicher Genehmigung
von Wolf Schmidts Familie
Die Bildrechte liegen
bei (©) Hanneliese Grünewald
  
Wolf Schmidt alias "Babba Hesselbach" bei den Dreharbeiten; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Wolf Schmidt alias
"Babba Hesselbach"
bei den Dreharbeiten

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
     
Autogrammkarte von Wolf Schmidt (Foto/Copyright: Kurt Bethke/HR); Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: CC BY-SA 4.0
Autogrannkarte Wolf Schmidt
© hr/Kurt Bethke
… spielte den Karl "Babba" Hesselbach.
 
Geboren am 9. Februar 1913 als Johann Sebastian Ferdinand Wolfgang Schmidt
im hessischen Friedberg,
gestorben am 17. Januar 1977 nach langer schwerer Krankheit
im Alter von 63 Jahren in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen).
 
Der Sohn des Altphilologen und Musiklehrers Prof. Dr. Karl Schmidt begann nach dem Abitur am großherzoglichen "Augustiner Gymnasium" seiner Geburtsstadt auf Drängen des Vaters mehr halbherzig ein Jurastudium an der Pariser "Sorbonne Université" sowie anschließend an der "Universität Freiburg" in Freiburg im Breisgau, welches er jedoch nach einigen Semestern wieder abbrach. Zunächst in Paris, dann in Berlin, arbeitete er als Auslandskorrespondent und Journalist für verschiedene Zeitungen. Im November 1933 übernahm er schließlich die Leitung und Chefredaktion des finanziell angeschlagenen Verlags "Berliner Morgenblatt"/"Neue Zeit" mit angegliederter Druckerei in Berlin-Charlottenburg. Den Konkurs konnte er nicht abwenden, sammelte in dieser Zeit jedoch reichlich Presse-Erfahrung, die er später bei den "Hesselbachs" noch nutzen sollte; im August 1934 trat er von der Verlagsleitung wieder zurück.
Als am 1. September 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, meldete sich  Schmidt als Freiwilliger, war zunächst Kriegsberichterstatter, in der letzten Phase bei der kämpfenden Truppe. Im April 1945 hielt sich seine Einheit in Vorarlberg auf, wo sich Schmidt von der Truppe absetzte und sich zu Fuß auf den langen Heimweg nach Friedberg machte. Kurz nach Kriegsende gründete Wolf Schmidt das Tourneetheater "Die heitere Bühne" sowie das politische Kabarett "Die Zeitgenossen", bereits ab 1946 war er als Autor für "Radio Frankfurt", dem Vorläufer des "Hessischen Rundfunks" (hr) sowie für "Radio Stuttgart" (dem späteren "Süddeutschen Rundfunk" (SDR), heute "Südwestrundfunk" (SWR)) tätig. Für den "Hessischen Rundfunk" schrieb er dann die Hörspielserie um die "Familie Hesselbach", in der er auch die Hauptrolle des Familienoberhaupts sprach. Am 17. September 1949 strahlte der "Hessische Rundfunk" das erste von 77 Hörspielen über die Familie Hesselbach aus. Die einzelnen Folgen dauerten zwischen 23 und 68 Minuten; diese Hörspielreihe ist eine hessische Adaption der ersten Familienserie von Schmidt, die er für "Radio Stuttgart" schrieb: "Die Familie Staudenmaier" → babbahesselbach.de. Die weitere Entwicklung der "Hesselbachs" wurde bereits beschrieben.
 
Wolf Schmidt, Schöpfer der Hesselbachs; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr
Wolf Schmidt, Schöpfer der Hesselbachs
Foto mit freundlicher Genehmigung des "Hessischen Rundfunks"
© hr

1967 kam für die "Hesselbachs" das endgültige Aus, nachdem die Einschaltquoten, nicht zuletzt durch den Start des ZDFs, aber auch durch Schwächerwerden der Drehbücher zurückgingen. Es wird überdies ein Wandel des Zeitgeistes (der bevorstehenden 1968er) als Grund für die Einstellung der Serie vermutet. Heute weiß man allerdings, dass Schmidt zu diesem Zeitpunkt bereits an der "Alzheimer Krankheit" litt und dies ein Hauptgrund für die Unfähigkeit des Autors war, seine Drehbücher in der früher gewohnten Qualität abzuliefern.
Wolf Schmidt verstarb 1977, wenige Wochen vor seinem 64. Geburtstag, nach langer und schwerer Krankheit in einem Sanatorium für Demenkranke in Gelsenkirchen. Auf eigenen Wunsch fand eine Seebestattung statt.
Wolf Schmidt war von 1934 bis 1946 in erster Ehe mit Irm Kliche verheiratet; aus dieser Ehe ging seine erste, am 9. Januar 1940 geborene Tochter Anja hervor → babbahesselbach.de. Seine zweite Ehe schloss er mit der Schauspielerin Gretl Pilz, anfänglich seine Bühnen- und Sketchpartnerin, später die größte Inspirationsquelle seines künstlerischen Schaffens. Mit ihr hatte er seine zweite Tochter Susanne (* 1955), sowie die Söhne Stefan (1958 – 1969) und Michael (* 1961) → babbahesselbach.de.

Quelle: Das Kurzportrait wurde in Zusammenarbeit mit Wolf Schmidts Familie erstellt.
Eine komplette, reich bebilderte Biografie finden Sie hier: babbahesselbach.de

Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Wolf Schmidt
 
Die Autogrammkarte von Wolf Schmidt (Foto: Kurt Bethke) wurde 2013
mit Genehmigung des "Hessischen Rundfunks" zum 100-jährigen
Jubiläum Wolf Schmidts auf der Jubiläumsseite babbahesselbach.de
veröffentlicht und als Pressematerial/Pressebild der Öffentlichkeit
zur Verfügung gestellt. Fotograf der Karte mit Autogramm:
Michael Schmidt, Sohn des Porträtierten
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: CC BY-SA 4.0

Liesel Christ
 
Liesel Christ; Foto zur Verfügung gestellt von www.babbahesselbach.info; Copyright hr/Kurt Bethke
 Foto zur Verfügung gestellt von
www.babbahesselbach.de
© hr/Kurt Bethke
  
Liesel Christ; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
      
Liesel Christ in "Die fünf Frankfurter"; Urheber: Gerhard Pauly–Stugrapho; Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE; Quelle: Wikimedia Commons
Liesel Christ in "Die fünf Frankfurter"
Urheber: Gerhard Pauly – Stugrapho
Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Quelle: Wikimedia Commons
  
Liesel Christ Anfang 1990er Jahre; Urheber: Gerhard Pauly–Stugrapho; Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE; Quelle: Wikimedia Commons
Liesel Christ Anfang 1990er Jahre
Urheber: Gerhard Pauly – Stugrapho
Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte die "Mamma" Hesselbach (Marie "Marieche" Mathilde Eleonore Hesselbach).
 
Geboren 16. April 1919 in Frankfurt am Main,
gestorben am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren ebenda.
 
Die Künstlerin wurde als erste gemeinsame Tochter des Werkmeisters Ludwig Karl Christ und dessen Ehefrau Marie in eine kinderreiche Arbeiterfamilie aus dem Frankfurter Norden hineingeboren unf hatte zwölf Halbgeschwister. Schon als Vierjährige kam sie zum Ballett, stand als kleines Kind auf der Bühne des "Frankfurter Opernhauses" (heute "Alte Oper") und wurde in Stücken wie in dem Märchenspiel "Peterchens Mondfahrt" von Gerdt von Bassewitz als Kinderstar gefeiert. Mit 14 Jahren begann sie sich ihren Traum zu erfüllen, Schauspielerin zu werden und besuchte mittels einer Sondergenehmigung in Frankfurt die "Hochschule für Musik und Theater", welche sie drei Jahre später mit Diplom abschloss. Nach ersten Engagements, unter anderem in Koblenz sowie am "Stadttheater Heilbronn", wo sie sechs Jahre lang als Operetten-Soubrette überaus populär war, verlebte sie das letzte Kriegsjahr 1944 im niederschlesischen Görlitz, mit einem Gastvertrag in Breslau (heute: Wrocław, Polen). Nach Kriegsende kam sie sie mit ihrer Tochter und ihrer Mutter in ihre Geburtsstadt zurück, spielte dort unter anderem Kabarett und gehörte zum Ensemble sowie Gründungsmitgliedern der "Landesbühne Rhein-Main" (heute: "Theater am Turm" (TAT)). Bereits während ihrer Zeit beim Kabarett  wurde sie von Wolf Schmidt "entdeckt" bzw. für seine Truppe "Die Zeitgenossen" engagiert, mit der sie ein Jahr lang auf Tournee ging. Mit der Rolle der immer rasch gekränkten "Mamma Hesselbach" in der legendären Serie "Die Firma Hesselbach" erreichte sie seit Beginn der 1960er schlagartig bundesweite Popularität.
  
So ganz wurde auch Liesel Christ dieses Image nicht mehr los, dennoch erlebte man sie im Verlaufe der Jahre mit einigen anderen schönen Rollen auf dem Bildschirm. So tauchte sie unter anderem in zwei vom "Hessischen Rundfunk" produzierten  Folgen des Dauerbrenners "Tatort" auf, mimte in "Zwei Flugkarten nach Rio" (1976) mit Klaus Höhne als Kommissar Konrad die Frau Horchwald und in "Tod einer Ärztin" (1990) mit Karl-Heinz von Hassel als KHK Edgar Brinkmann die Ärztin Dr. Hilde Jahn, die ihren Nachbarn Harry Gerber (Hans Peter Korff) für den Mörder seiner Tante hält und bald darauf selbst tot aufgefunden wird. In dem nach dem Roman von Sandra Paretti entstandenen Dreiteiler "Der Winter, der ein Sommer war" (1976) trat sie unter der Regie von Fritz Umgelter als Kammerfrau Betty in Erscheinung, in dem mit Anja Kruse als Wilhelmine Enke, Mätresse des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (Rainer Hunold), gedrehten Mehrteiler "Die schöne Wilhelmine" (1984) als Karoline Landgräfin von Hessen-Darmstadt und somit Schwiegermutter des treulosen Friedrich Wilhelm, in der Erfolgsserie "Mit Leib und Seele"2) (1989–1993) erlebte man an der Seite des Pfarrers Dr. Dr. Adam Kempfert (Günter Strack) als Küsterin Agnes Bebel.
Hauptsächlich konzentrierte sich die Vollblut-Schauspielerin jedoch ab Ende der 1960er Jahre auf die Arbeit am Theater, 1971 gründete sie das "Volkstheater Frankfurt", welches sie bis zu ihrem Tod leitete und in vielen erfolgreichen Inszenierungen beweisen konnte, dass als Darstellerin mehr in ihr steckte, als die "Mamma Hesselbach". Das Theater avancierte – nicht zuletzt durch das Engagement der Prinzipalin Liesel Christ – zu einer Frankfurter Institution, mit wechselnder Starbesetzung werden bis zur Schließng im Mai 2013 Stücke in Frankfurter Mundart gezeigt. Ihre letzte Bühnenrolle war 1995 die der Gudula Rothschild in dem Lustspiel "Die fünf Frankfurter" von Carl Rössler, ein von Wolfgang Kaus in Szene gesetztes Stück, welches auch im Fernsehen übertragen (→ IMDb) und Ende Juni 2013 von Pidax Film als DVD veröffentlicht wurde.
   
"Die fünf Frankfurter": Szenenfoto mit Liesl Christ als Gudula Rothschild; mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche das Lustspiel Ende Juni 2013 auf DVD herausbrachte "Die fünf Frankfurter": Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche das Lustspiel Ende Juni 2013 auf DVD herausbrachte
"Die fünf Frankfurter": Szenenfoto mit Liesl Christ als Gudula Rothschild
sowie Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film"

Wikipedia notiert: "Das Theater machte es sich zur Aufgabe, die Tradition der Volksstücke in Frankfurter Mundart zu pflegen und sie zugleich zeitgemäß umzusetzen. (&#133); Mit ihrem Anspruch, darüber hinaus literarisches Volkstheater zu machen, mit Stücken der Weltliteratur wie etwa Goethes "Urfaust" auf Frankfurterisch, setzte Liesel Christ Maßstäbe. Mit zahllosen erfolgreichen Inszenierungen des langjährigen Hausregisseurs Wolfgang Kaus und Gastspielreisen, darunter mehrfach nach Israel, wurde die kleine Mundartbühne zu einer anerkannten Institution. Viele der Inszenierungen zeichnete der "Hessische Rundfunk" für sein Fernsehprogramm auf. Das Repertoire des Volkstheaters reichte vom lokalen Lustspiel "Die fünf Frankfurter" von Carl Rössler über den musikalischen Schwank à la "Die wilde Auguste"1) von Theo Halton (1875 – 1940) mit der Musik von Walter Kollo bis hin zu "Mutter Courage und ihre Kinder" von Bertolt Brecht – Christs symbolträchtigster Rolle."
Fast bis zuletzt stand die sympathische Liesel Christ auf der Bühne, zählte zu Frankfurts bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten.
    
Liesel Christ erlag am 15. August 1996 im Alter von 77 Jahren in Frankfurt/Main den Folgen einer Kopfverletzung, die sie sich bei einem Sturz zugezogen hatte; die letzte Ruhe fand sie auf dem "Frankfurter Hauptfriedhof" → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons. Anlässlich ihres Todes würdigte der damalige Ministerpräsident Hans Eichel die Schauspielerin unter anderem mit den Worten "Sie hat die Kultur in Hessen maßgeblich geprägt."
Liesel Christ war seit 4. Juni 1942 mit dem Opernsänger Fritz Dahlem (1913 – 1996) verheiratet, aus der Verbindung ging die am 4. Oktober 1942 in Heilbronn geborene Tochter Gisela Dahlem-Christ († 14.12.2015) hervor; das Paar ließ sich 1944 scheiden. Im Oktober 1945 erblickte Liesel Christs zweite Tochter Bärbel das Licht der Welt, die später den Schauspieler Karl-Heinz Heß (1930 – 1995; → "Die Gentlemen bitten zur Kasse") sowie nach dessen Tod Rainer Schöne, langjähriger Bühnenbildner des "Volkstheaters" und Bruder der Schauspielerin/Sängerin Barbara Schöne, ehelichte.2) Kurz danach lernte Liesel Christ  den Publizisten und späteren Verleger der "Frankfurter Rundschau", Karl Gerold (1906 – 1973), kennen, mit dem sie jenseits der Öffentlichkeit eine langjährige Beziehung führte. Beide Töchter unterstützten die Mutter seit Gründung des "Volkstheaters Frankfurt", Gisela Dahlem-Christ übernahm die Geschäftsführung (nach dem Tod von Liesel Christ die Intendanz), Schwester Bärbel Christ-Heß fungierte als technische Direktorin. Gisela Dahlem-Christ, die erst seit ihrer Adoption in ihren letzten Lebensjahren den Nachnamen "Christ von Carben" trug gründete noch in ihrem Todesjahr bzw. im Mai 2015 die "Volkstheater Frankfurt Liesel Christ – Liesel und Gisela Christ-Stiftung" → volkstheater-frankfurt-stiftung.de.
  
Den künstlerischen Werdegang und die Theaterlaufbahn der beliebten Liesel Christ zeichnete die Autorin und Journalistin Dr. Sabine Hock in der 2004 erschienen, gründlich recherchierten Biografie "Liesel Christ, Volksschauspielerin" nach. "Liesel Christ war eine besessene Schauspielerin. Sie war von diesem Beruf vollkommen überzeugt und er war auch sehr wichtig für sie. Und er ging auch immer vor allem vor. Egal was war: ihre Disziplin und ihr Wille, auf der Bühne zu stehen, war immer größer und stärker." (Zitat: Sabine Hock → www.sabinehock.de)
Zu Ehren der beliebten Volksschauspielerin wurde in Frankfurt/M ein Teil des Anlagenrings zwischen der "Alten Oper" und dem "Eschenheimer Tor" in "Liesel-Christ-Anlage" umbenannt. Eine Gedenktafel an ihrem ehemaligen Geburtshaus in der Koselstraße 42 im Frankfurter Nordend, die dort am 12. März 2014 anlässlich ihres bevorstehenden 95. Geburtstages angebracht wurde, erinnert an die Schauspielerin und Theater-Prinzipalin. Zu Lebzeiten mehrfach geehrt, erhielt Liesel Christ unter anderem das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse" (1976). den erstmals vergebenen "Friedrich Stoltze-Preis" (1978), die "Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main" (1988), den "Elisabeth Norgall-Preis" (1988), den "Verdienstorden des Landes Hessen" (1990) und die "Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main" (1994) → Übersicht der Auszeichnungen bei Wikipedia.
Die Töchter führten die Tradition ihrer Mutter gemeinsam mit Wolfgang Kaus (Künstlerische Leiter bis 2007) fort und leiteten bis zuletzt das "Frankfurter Volkstheater", Gisela Dahlem-Christ als Intendantin, Bärbel Christ-Heß alias Schöne war als Kostümbildnerin für die Leitung des technischen Betriebs zuständig. Zuletzt übernahm ab 2009 die Theater- und Fernsehregisseurin Sylvia Hoffman2) die künstlerische Leitung des Hauses, 2011 feierte die Mundartbühne ihr 40-jähriges Bestehen, Ende Mai 2013 schloss sie endgültig. Die letzte Vorstellung am 25. Mai 2013 fand mit einer hessischen Version des Musicals "Ein Käfig voller Narren" nach dem Theaterstück "La cage aux Folles" von Jean Poiret statt → siehe auch Kinofilm 1978. Für ihr Engagement erhielten die Christ-Töchter 2013 ebenfalls die "Ehrenplakette der Stadt Frankfurt".
 
Siehe auch Wikipedia, "Frankfurter Personenlexikon"
volkstheater-frankfurt-chronik.de
  
Weitere Filme*) mit Liesel Christ
 
Fremde Links: 1) theatertexte.de;
2) Quelle: freie-waehler-frankfurt.de (Artikel nicht mehr online)

Joost Siedhoff

Joost Siedhoff; Copyright Virginia Shue

… spielte in den ersten 10 Folgen den Sohn Willi Hesselbach.
Willi heiratet seine Sekretärin Helga Schneider (Helga Neuner) und zieht mit ihr nach New York.
 
Geboren am 27. Juni 1926 in Dessau als Sohn eines Tänzers und einer Innenarchitektinm,
gestorben am 28. Juni 2022, einen Tag nach seinem 96. Geburtstag.
 
Kurzbiografie zu Joost Siedhoff
innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Joost Siedhoff


 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Dieter Henkel
 
Dieter Henkel; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb"1)) den Sohn Peter Hesselbach.
Der 19-jährige Peter hat vorher in einem Internat gelebt und kehrt nach bestandenem Abitur in sein Elternhaus zurück.
 
Geboren am 3. August 1933 im Wuppertaler Stadzbezik Elberfeld,
gestorben am 15. Dezember 2016 in München im Alter von 83 Jahren.
 
Der in Mannheim aufgewachsene Dieter Henkel ließ sich zunächst auf Wunsch seiner Eltern als Kaufmann und Bäcker ausbilden, nahm jedoch bereits heimlich privaten Schauspielunterricht. Dann entschied er sich endgültig für die "Bretter, die Welt bedeuten", sammelte erste Bühnenerfahrungen bei dem christlichen Tourneetheater die "Boten". Dann studierte  er "Schauspiel" am "Konservatorium Bern",  zu den Lehrenden, die ihn unterrichteten, gehörte Margarethe Schell-von Noé.
Ein erstes Festengagement erhielt Henkel zwischen 1956 und 1959 am "Nationaltheater Mannheim", anschließend wirkte er ab 1959/1960 eine Spielzeit lang an verschiedene Bühnen in Berlin. Unter der Intendanz von Boleslaw Barlog trat er am "Schillertheater" und am "Schlossparktheater", später auch am "Hebbel-Theater" (1972) und am "Renaissance-Theater" auf.
Ab den 1960er Jahren spielte Henkel hauptsächlich Boulevardtheater, an allen großen Boulevardbühnen in Berlin, Köln ("Theater am Dom"), Düsseldorf ("Komödie Düsseldorf"), Frankfurt am Main ("Die Komödie"), Stuttgart ("Komödie im Marquardt") und München. Mehrfach trat er an der von Liesel Christ gegründeten "Volkstheater Frankfurt" auf, beispielsweise als Sohn Heinrich Muffel in der von Adolf Stoltze in Frankfurter Mundart verfassten Komödie "Alt-Frankfurt" unter der Regie von Wolfgang Kaus; Eine dieser Inszenierungen wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet (EA: 1977 → IMDb) und Mitte August 2015 von Pidax Film auf DVD veröffentlicht. Unter anderem spielte Erich Walther den angesehenen Kaufmann und Vater Hieronymus Muffel, Inhaber der Firma "Muffel & Comp", Hilde Sicks dessen Frau Euphrosine, Liesel Christ die Firmen-Teilhaberin Witwe Schnippel und Lia Wöhr die Gärtnerin Frau Funk, in deren Tochter Lorchen (Irene Rohde) sich Heinrich verliebt hat. 
    
"Alt-Frankfurt": Szenenfoto mit Dieter Henkel als Muffel und Erich Walther als dessen Vater Hieronymusater Muffel; mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film" "Alt-Frankfurt": Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film"
"Alt-Frankfurt": Szenenfoto mit Dieter Henkel als Muffel und Erich Walther
als dessen Vater Hieronymusater Muffel sowie Abbildung DVD-Cover
mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film"
    
In jüngerer Zeit wirkte Henkel unter der Regie von Wolfgang Kaus am "Volkstheater" seit der Premiere am 1. November 2003 mit der Titelrolle in einer hessischen Fassung des Lustspiels "Der verkaufte Großvater" von Anton Hamik alias Franz Streicher mit → Besetzung, Fotos; darüber hinaus trat er auch bei den "Luisenburg-Festspielen" auf.
Seit Jahrzehnten erlebte man Henkel auf zahlreichen deutschsprachigen Bühnen, von 1975 bis 1995 war er Direktor seines eigenen Theaterunternehmens "Theater unterwegs", fungierte in dieser Zeit mitunter als Produzent, Regisseur und Darsteller in Personalunion. Seine erste Produktion war die von Axel von Ambesser verfasste, "ernste" Komödie "Begegnung im Herbst"2) mit dem Autor in der männlichen Hauptrolle sowie Regisseur. Eigene Inszenierungen waren beispielsweise "Der Diener zweier Herren" von Carlo Goldoni (1977, u. a. mit Simone Rethel) und "Schweig, Bub!" (1998) von Fitzgerald Kusz. 1988 brachte er das Lessing-Drama "Nathan der Weise" mit Wolfgang Reichmann in der Titelrolle heraus. 1978 spielte er auch beim "Theater unterwegs" an der Seite von Liesel Christ und Günter Strack den Neffen in der Komödie "Loch im Kopp" nach Motiven  des Werks "Die Affäre Rue de Lourcine" ("L’Affaire de la rue de Lourcine") von Eugène Labiche, Albert Monnier und Édouard Martin, in einer Mundartfassung von Wolfgang Deichsel; seit 1995 arbeitete Henkel als freischaffender Schauspieler. An weiteren prägnanten Rollen sind der Truffaldino in Goldonis "Der Diener zweier Herren", der Sosias, Diener des Amphitryon, in dem Lustspiel "Amphitryon" von Heinrich von Kleist, der Klosterbruder in Lessings "Nathan der Weise" oder die Doppelrolle des Nestor/Oscar in dem Musical "Irma la Douce" mit Chariklia Baxevanos in der Titelrolle zu nennen.
Als Mitglied unter anderm des Wiener Tourneetheaters. "Der Grüne Wagen" gehörte Henkel zum regelmäßigen Gast-Ensemble der Münchener "Komödie im Bayerischen Hof", dort trat er seit 1996 immer wieder auf, beispielsweise 1999 als der "verhinderte" Schauspieler mit dem Sprachfehler Eugen Rümpel (er kann kein "L" auszusprechen) in dem unverwüstlichen Lustspiel "Pension Schöller" von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs. Seit 2004 zeigte er sich dort regelmäßig auch mit den Figuren des Bankiers Etzel (Mitglied der Herrenrunde) sowie des Gymnasialprofessors Bömmel in der Bühnenversion des Romans "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl, ein Werk, das vor allem durch die Verfilmung (1944) mit Heinz Rühmann berühmt wurde; auch zur Spielzeit 2010/2011 trat Henkel erneut in diesen Rollen auf. 2010 sah man ihn als verklemmten Pfarrer Arthur Humphrey in dem amüsanten Boulevardstück/der Verwechslungskomödie "Lauf doch nicht immer weg"2) ("See How They Run!") von Philip King (1904 – 1979) an der Seite von unter anderem Julia Stelter (Pfarrersfrau Penelope), Chariklia Baxevanos (Miss Skillon) und Bob Franco (Bischof von Lax) → theaterkompass.de, felix-bloch-erben.de; mit dieser Produktion ging Henkel zudem auf Tournee (2009/2010). In der nachfolgenden Spielzeit (2010/2011) war Henkel mit einer "Der Grüne Wagen"-Produktion bzw. der Beziehungskomödie "Mary, Mary" ("Nie wieder Mary") von Jean Kerr (1922 – 2003 → Wikipedia (englisch)) unterwegs und mimte neben Josef Baum (Verleger Bob McKellaway), Petra Liederer3) (dessen Ex-Frau Mary) und Thomas Stroux (Filmschauspieler Dirk Winston/auch Regie), seit 2005/2006 alleiniger Leiter des traditionsreichen Wiener Theaterunternehmens, den Rechtsanwalt Oskar, Freund der McKellaways → dergruenewagen.at, Pressestimmen.
 
Bereits Mitte der 1950er von Regisseur John Olden bei einer Studentenaufführung der Carlo Goldoni-Komödie "Viel Lärm in Chiozza" entdeckt, besetzte er Henkel in seiner TV-Adaption "Die Heiratsvermittlerin"4) (EA: 15.12.1955) nach der Farce "The Matchmaker" von Thornton Wilder an der Seite von Inge Meysel in der Rolle der  resolut-lebenslustige Heiratsvermittlerin Dolly Lewin als Barnaby Tucker, Lehrling im Laden des Geschäftsmanns Horace Vandergelder (Eduard Marks). Es folgten, wenn auch nur eine kleine Aufgaben, in zwei Kinofilmen, in "Warum sind sie gegen uns?" (1958), dem Regiedebüt von Bernhard Wicki, hatte er eine ungenannte Nebenrolle,  ebenso winzig war sein Part eines kämpfenden Leutnants in dem von Helmut Käutner nach dem gleichnamigen Theaterstück von Carl Zuckmayer gedrehten Spielfilm "Der Schinderhannes" (1958) mit Curd Jürgens als der Räuberhauptmann Johannes Bückler, genannt "Schinderhannes". Zu seinen raren Leinwandauftritten zähte die Rolle des Postkarli in dem Streifen "Hurra, ein toller Onkel wird Papa" (1970) mit Beppo Brem und die des Unteroffiziers Zorn in dem Militär-Lustspiel "Lilli – die Braut der Kompanie" (1972) mit Kristina Nel als hübsche "Titelheldin".
Während seines Engagements in Berlin nahm Henkel an Probeaufnahmen für die Serie "Die Firma Hesselbach" teil, erhielt die Rolle des Sohnes Peter Hesselbach, den er zwischen 1961 und 1963 insgesamt 26 Folgen lang darstellte und damit bundesweit bekannt wurde. Danach tauchte Henkel immer mal wieder sporadisch in TV-Produktionen auf, mimte unter anderem den Zettelausträger Beberitzsche in Theodor Grädlers Adaption "Katharina Knie – Ein Seiltänzerstück" (1964)-nach dem gleichnamigen Zuckmayer-Schauspiel mit Attila Hörbiger als der alte Karl Knie und Christiane Hörbiger als dessen Tochter Katharina oder unterr der Regie von Erik Ode in "Crumbles letzte Chance" (EA: 24.09.1967) den Jimmy, Sohn von Will Crumble (Rudolf Platte) und dessen Ehefrau Magde (Hilde Volk). In dem von Eberhard Itzenplitz in Szene gesetzten Fernsehspiel "Der Weilburger Kadettenmord" (EA: 04.02.1977), das auf einem authentischen Fall  bzw. erhaltenen Dokumenten und Prozessakten basierte, der sich im frühen 19. Jahrhundert in der hessischen Stadt Weilburg ereignete, gehörte Henkel als Unteroffizier Leidung zur Besetzung. Letztmalig trat er auf dem Bildschirm in der humorigen Geschichte "Tote Hose – Kann nicht, gibt's nicht"5) (2005) neben den Protagonisten Oliver Mommsen und Wolke Hegenbarth als Pfarrer Blaschke in Erscheinung → fernsehserien.de.

Der Schauspieler, Regisseu und Theaterleiter Dieter Henkel lebte in München, wo er am 15. Dezember 2016 im Alter von 83 Jahren nach längerer Krankheit starb; über sein Privatleben ist derzeit nichts bekannt.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia

Weitere Filme*) mit Dieter Henkel
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) theatertexte.de, 3) dergruenewagen.at, 4) Die Krimihomepage, 5) tittelbach.tv

Rose-Marie Kirstein
  

Rosemarie Kirstein; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks (Pressestelle); Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
(Pressestelle); © hr/Kurt Bethke
… spielte ab Folge 17 (EA: 14. April 1961, Folge "Der Familienbetrieb"1)) die Tochter Heidi Hesselbach.
Heidi heiratet später den Prokuristen Lindner (Joachim Engel-Denis).
 
Geboren am 25. Februar 1940 in Berlin,
gestorben am 18. Januar 1984 in München.
 
Ihre Ausbildung zur Schauspielerin erhielt Rose-Marie Kirstein bei der UFA; bevor sie zu den "Hesselbachs" stieß, erhielt sie bereits mit kleineren Aufgaben in den Kinoproduktionen, so der von Hans Quest mit Toni Sailer gedrehten Krimikomödie "Zwölf Mädchen und ein Mann" (1959) als Grit, genannt "Miss Kurvenreich", in Axel von Ambessers heiteren Geschichte "Der Gauner und der liebe Gott" (1960) neben den Protagonisten Gert Fröbe und Karlheinz Böhm als Helga, Tochter des reichen Christbaumschmuck-Fabrikanten Anton Baumberger (Rudolf Vogel), und als BDM-Mädel Lotte in dem von Werner Klingler in Szene gesetzten Melodram "Lebensborn" (1961), basierend auf dem in der Illustrierten "Revue" abgedruckten "Tatsachenbericht" "Lebensborn e. V." von Will Berthold über das NS-Projekt "Lebensborn". Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte sie dann durch ihre Mitwirkung bei den "Hesselbachs", ihre Filmkarriere wollte jedoch nach dem Ende der zweiten Staffel nicht mehr so recht in Gang kommen. Sporadisch tauchte sie mit Episodenrollen in populären Serien wie "Gewagtes Spiel" oder "Der Kommissar" auf. Sie verlegte sich auf die Synchronisation, lieh unter anderem berühmten Kolleginnen wie Ursula Andress ("Rivalen unter roter Sonne"), Ingrid Bergman ("Casablanca, Synchro 1975), Claudia Cardinale (u. a. "Ein pikantes Geschenk"), Faye Dunaway (u. a. "Flammendes Inferno"), Carole Lombard ("Ein ideales Paar"), Sophia Loren ("Der Mann von La Mancha") oder Raquel Welch ("Magic Christian") ihre Stimme. In der Agentenserie "Kobra, übernehmen Sie" ("Mission: Impossible") synchronisierte sie sowohl Barbara Bain in deren Rolle des Models Cinnamon Carter (Staffel 1–3) als später auch Lynda Day George mit dem Part der Lisa Casey (Staffel 6 und 7); synchronkartei.de weist 355 Sprechrollen aus.
Wegen schwerer Depressionen wurde Rose-Marie Kirstein in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, dort schied sie am 18. Januar 1984 im Alter von nur 43 Jahren durch Freitod aus dem Leben.
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Rose-Marie Kirstein
 
Link 1) fernsehserien.de
Lia Wöhr
 
Foto: Lia Wöhr als Putzfrau Frau Siebenhals bei den "Hesselbachs"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks Copyright hr
Lia Wöhr als
Putzfrau Frau Siebenhals
bei den "Hesselbachs"
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© Kurt Bethke/ hr
… spielte die Putzfrau Siebenhals.
 
Geboren am 26. Juli 1911 in Frankfurt-Rödelheim,
gestorben am 15. November 1994 im Alter von 83 Jahren
in Weißkirchen, einem Stadtteil von Oberursel.

Lia Wöhr wurde als Tochter als älteste Tochter des Bäckermeisters Karl Wöhr (1887 – ?) und dessen Ehefrau Maria Catharina (1889 – 1973) in Frankfurt-Rödelheim geboren, wuchs mit ihren jüngeren Geschwistern Karl (1914 – 1986, und Ella Katharina (1918 – 1994) im Gallusviertel auf. Nach dem Besuch der Frankfurter "Hellerhofschule" (1918–1920), ging sie auf das Lyzeum "Viktoriaschule" (1920–1925; heute "Bettinaschule"), und anschließend bis zur so genannten "Mittleren Reife" auf die "Westend-Mittelschule" (1925–1927); daneben erhielt sie eine Ballettausbildung in der "Ballettschule Bensler" (1924–1927), da sie ursprünglich Tänzerin werden wollte.1)
Ab 1927 studierte sie nach dem Besuch eines Lyzeums ab 1927 Musik und Schauspiel an "Dr. Hoch's Konservatorium" in Frankfurt/M und nahm außerdem Gesangsunterricht. "Sie wurde unter anderem von Ellen Daub und Mathilde Einzig im Rollenstudium, von Helene Mayer im Fechten und von Eberhard Beckmann in Kunstgeschichte unterrichtet und am 31. August 1929 "als bühnenreif entlassen". Direkt anschließend trat Wöhr ihr erstes Engagement am "Stadttheater" in Halberstadt (1929–1933) an, wo sie als Schauspielerin im Fach der "jugendlichen Naiven" verpflichtet, aber bald vor allem als Soubrette und Tänzerin beliebt war. Nachdem sie schon in Halberstadt häufiger die Einstudierung von Tänzen für Operetten-Inszenierungen übernommen hatte, wandte sie sich im Sommer 1933 zunächst nach Berlin, um die Prüfung zur Ballettmeisterin abzulegen. Nach kurzen Engagements als Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin und Tanzleiterin am "Grenzlandtheater Obererzgebirge" in Annaberg (1933/34) und am "Kur- und Stadttheater" in Bad Helmstedt (1934) arbeitete sie eine Spielzeit lang an verschiedenen Bühnen in Berlin, als Soubrette in Operetten (u. a. am "Theater in der Innenstadt", dem früheren "Thalia-Theater", Dezember 1934), aber auch als Tänzerin in einem Zirkus."1) Zurück in ihrer Geburtsstadt, erhielt sie zur Spielzeit 1935/36 ein Engagement als Chargendarstellerin am "Schauspiel Frankfurt", wechselte dann wegen wenig befriedigender Rollen an die "Oper Frankfurt", mit dem Ziel "Opernregie" vor Augen. Es wurde ein "steiniger Weg", Wöhr lernte von der "Pike auf", betätigte sich als Soffleuse, "studierte Komposition, Klavier und Dirigieren bei Bertil Wetzelsberger und Franz Konwitschny an der "Musikhochschule", und an den "Städtischen Bühnen" erhielt sie intern Unterricht in Dekoration und Kostümkunde durch Ludwig Sievert sowie in Bühnentechnik und Beleuchtung durch Walter Dinse (1892 – 1946), den technischen Direktor der "Städtischen Bühnen". Ihr Debüt als Choreografin gab sie im Sommer 1937, als sie die Tänze für den Schwank "Die Juxbraut" von Toni Impekoven/Carl Mathern am "Schauspielhaus" einstudierte, und im selben Jahr war sie als Tänzerin bei den "Römerberg-Festspielen" eingesetzt. Im Weihnachtsmärchen des "Opernhauses" 1937/38 spielte sie die Hauptrolle der Goldmarie in "Goldmarie und Pechmarie", einer opulenten Bühnenfassung von "Frau Holle" nach den Brüdern Grimm."1)
Während des 2. Weltkriegs stagnierte ihre Karriere, sie arbeitete einmal mehr als Souffleuse, betätigte sich unter anderem als Regieassistentin und Bühnen-Inspizientin, trat mit heiteren Beiträgen sowie Chansons in bunten Programmen des Rundfunks sowie bei der Truppenbetreuung auf. Das Kriegsende erlebte sie im nordhessischen Grebendorf, Ende Juni 1945 kehrte sie nach Frankfurt/M bzw. die "Städtischen Bühnen" zurück.
  
Aufgrund ihres am 6. Juni 1940 erfolgten Eintritts in die "NSDAP" wurde sie vom amtierenden Bürgermeister aus dem städtischen Dienst entlassen sowie von der US-amerikanischen Militärregierung zunächst mit einem Berufsverbot belegt. Nachdem eine Spruchkammer sie als "Mitläuferin" eingestuft und Wöhr 1.000 Reichsmark als Sühne gezahlt hatte, erhielt sie von der örtlichen Militärregierung im Januar 1947 die Zulassung als Schauspielerin und Lehrerin für dramatischen Unterricht. Sie wandte sich erneut dem Regiefach zu, betätigte sich zudem als Conférencière und Alleinunterhalterin, kreierte das "Hessenmädchen" in oberhessischer Tracht. Eberhard Beckmann (1905 – 1962), damaliger Leiter von "Radio Frankfurt" sowie bald erster Intendant des nun als "Hessischer Rundfunks" (HR) firmierenden Senders,  holte sie zum Rundfunk, wo sie sich mit dieser Figur regelmäßig bei den "Öffentlichen Bunten Nachmittagen" präsentierte.
Populär wurde Lia Wöhr vor allem mit der von Wolf Schmidt entwickelten Hörspielreihe um "Die Hesselbachs" ("Familie Hesselbach", "Prokurist a. D. Hesselbach, Büro für Lebensberatung", "Hesselbach GmbH"), wo sie von der zweiten bis zur 77. letzten Folge zwischen 1949 und 1956 die "Mamma Hesselbach" sprach, Wolf Schmidt selbst übernahm den Part des Vaters Karl Hesselbach. Sofie Engelke hörte man als Tochter Anneliese und Joost Siedhoff als Sohn Willy, den auch später in der TV-Serie spielte.
1956 wurde Wöhr beim "Hessischen Rundfunk" als erste Frau (ein Novum) Programm-Produzentin für das Fernsehen und produzierte unter anderem ab 1960 die nun für das Fernsehen konzipierte erfolgreiche Familienserie "Die Firma Hesselbach" gefolgt von "Familie Hesselbach", stand darin selbst als die hessisch babbelnde Putzfrau Siebenhals vor der Kamera. Bereits seit Herbst 1955 hatte sich Lia Wöhr als Putzfrau in der von Hans Hellhoff moderierten, alle 14 Tage Samstags ausgestrahlten HR-Unterhaltungssendung "Auf ein frohes Wochenende" hervorgetan und als Putzfrau Hippenstiel über 500 Folgen lang weggeworfene Schallplatten aus dem Papierkorb geklaubt – selbstverständlich mit entsprechend spitzzüngigen Kommentaren.
 

Foto: Lia Wöhr, die Produzentin der "Hesselbach"-Serie", mimte die Raumpflegerin Frau Siebenhals. Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks Copyright hr

Lia Wöhr, die Produzentin der "Hesselbach"-Serie",
mimte die Raumpflegerin Frau Siebenhals.
Foto mit freundlicher Genehmigung des "Hessischen Rundfunks"
© Kurt Bethke/ hr

Als Produktionsleiterin fungierte sie zudem bei den Kinofilmen "Die Familie Hesselbach"2) (1954), "Die Familie Hesselbach im Urlaub"3) (1955), "Das Horoskop der Familie Hesselbach"2) (1956) und "Herr Hesselbach und die Firma"4) (1956) von (Regie/Drehbuch/Produktion) und mit Wolf Schmidt (Vater Hesselbach) sowie Else Knott (Mutter Hesselbach); in den ersten drei Streifen tauchte sie zudem als die böse Nachbarin Frau Bickelberg auf. "Mit dem Flop eines fünften Films, diesmal ohne die "Hesselbachs" (1957, "Der ideale Untermieter“4)), worin Wöhr die Produktionsleitung dem ambitionierten Schmidt selbst überließ und "nur" als Darstellerin der Haushälterin Isolde mitwirkte, endete der Ausflug ins Filmgeschäft für Schmidt und sein Team."1). 
Seit 1959 beim "Hessischen Rundfunk" fest angestellt, zeichnete sie als Produzentin verantwortlich für ambitionierte Sendungen wie "Der Feuervogel" von Igor Strawinsky und "Johannes-Passion" von Johann Sebastian Bach oder für Unterhaltungsformate wie "Acht nach 8" (1973) mit Hans-Joachim Kulenkampff und die anfangs (1974–1979) von Frank Elstner, gefolgt Reinhard Mey (3 Ausgaben) sowie Sigi Harreis (1980–1996) präsentierte Schnellrate-Show "Die Montagsmaler", wo sie mitunter (1976, 1981, 1982) auch selbst auftrat. Darüber hinaus war sie jahrelang als Produzentin für die deutschen Vorentscheidungen zum "Grand Prix Eurovision de la Chanson" (heute: "Eurovision Song Contest") zuständig.
Ungeheure Popularität erlangte Lia Wöhr aber vor allem ab 1966 als freundliche "Wirtin" der Show "Zum Blauen Bock" und blieb dieser Unterhaltungssendung, die sie ab 1970 zudem produzierte,  auch nach ihrer Pensionierung (1976) bis zum Schluss treu.
  
Neben ihrer umfangreichen Arbeit für das Fernsehen und sonstige Aktivitäten stand Lia Wöhr seit Mitte der 1970er häufig andem vom Liesel Christ gegründeten "Volkstheater Frankfurt" auf der Bühne, so gab sie beispielsweise zur Spielzeit 1976/77 die Gärtnerin Frau Funk in der Lokalposse "Alt-Frankfurt" von Adolf Stoltze mit unter anderem Liesel Christ  (Premiere: 19.10.1976; → volkstheater-frankfurt-chronik.de): "Frankfurt, um 1860. Der Main trennt die unterschiedlichen Gesellschaftskreise: In der Altstadt wohnt die bürgerliche Klasse, während in Sachsenhausen die arbeitende und ärmere Schicht zu Hause ist. Was aber, wenn ein Sohn aus gutem Hause sich in die Tochter einer Marktfrau verliebt? Heinrich Muffel (Toni Mag), Abkömmling einer wohlsituierten Kaufmannsfamilie (Erich Walther/(Josefine Klee-Helmdach), muss sich diese Frage stellen. Er hat sich nämlich in Lorchen Funk (Irene Rohde), deren Mutter (Lia Wöhr) eine einfache Gemüsegärtnerin ist, verliebt. Das sorgt nicht nur für Komplikationen, sondern auch für helle Aufregung, zumal Heinrichs Vater Hieronymus schon ganz andere Pläne für seinen Sohn geschmiedet hat … (Quelle: "Pidax Film", welche das Stück am 18. August 2015 im Rahmen der Reihe "Pidax Theater-Klassiker" auf DVD (mit teils anderer Besetzung) herausbrachte)
 
Man sah sie als Tante des Konfirmanden Fritz (Peer Schum) in "Schweich, Bub!", der hessischen Fassung des Volksstücks "Schweig, Bub!" von Fitzgerald Kusz  (Premiere: 26.10.1977; → volkstheater-frankfurt-chronik.de) mit Liesel Christ (Mutter), Dieter Schmiedel (Vater und Walter Flamme (Onkel). Als Putzfrau Lilli Pieper erfreute sie das Publikum in der Krimikomödie "Keine Leiche ohne Lilli"5) ("Busybody") von Jack Popplewell in der Übersetzung von Christian Wölffer (1942 – 2015) mit Walter Born als Kommissar Josef Vilgrader (Premiere: 13.01.1979; → volkstheater-frankfurt-chronik.de/Fotos), glänzend ihre Abby Brewster, mordlustige Schwester von Martha (Josefine Klee-Helmdach) in dem Klassiker des schwarzen Humors "Arsen und Spitzenhäubchen"5) ("Arsenic and Old Lace") von Joseph Kesselring (Premiere: 07.03.1981, → volkstheater-frankfurt-chronik.de) sowie die Anna Maria Gärtner (im Original: Mary-Anne Carter) in der Komödie "Zwei ahnungslose Engel"5) von Erich Ebermayer, erneut an der Seite von Josefine Klee-Helmdach in der Rolle von Annas Schwester Helene Luise   (Premiere: 09.10.1982; → volkstheater-frankfurt-chronik.de/Fotos). Ihre Handschrift als Regisseurin hinterließ sie bei dem Lustspiel mit Gesang "Herr Hampelmann in Eilwagen" von Carl Malß, in der Bearbeitung von Wendelin Leweke, aufgeführt seit der Premiere am 5. Mai 1979 auf der Freilichtbühne im Innenhof des "Dominikanerklosters", mit Erich Walther als Warenhändler Ferdinand Hampelmann und Liesel Christ als Madame Hampelmann → volkstheater-frankfurt-chronik.de.
Zudem wirkte Lia Wöhr seit Ende der 1970er Jahre bei dem von Dieter Henkel gegründeten Tourneetheater "Theater unterwegs", brillierte hier unter anderem 1979/80 mit der Titelrolle der schrulligen Amelia Sunshine in der Komödie "Guten Abend, Mrs. Sunshine"5) ("Goodnight Mrs. Puffin") von Arthur Lovegrove (1913 – 1981), welche in einer Aufzeichnung aus dem Kölner "Theater am Dom" auch im Fernsehen gezeigt wurde; Anneliese Uhlig und Friedrich Schoenfelder gaben das Ehepaar Fordyce bzw. die Eltern von Jacqueline (Wega Jahnke) → IMDb. In dem Schauspiel "Sturm im Wasserglas" von Bruno Frank begeisterte sie 1981 als die gutmütige Blumenfrau Frau Vogl, welche die Steuer für ihren Hund nicht mehr bezahlen kann, nichts von der großen Politik versteht, aber das Herz auf dem rechten Fleck hat.  Eine weitere schöne Rolle war 1990 die der alten Bobbi, genannt "Bibbo", das "Mädchen für alles" in dem Volksstück "Katharina Knie" von Carl Zuckmayer.
  
Die Fernsehzuschauer/-innen erlebten sie neben ihren regelmäßigen Auftritten bei den "Hesselbachs" sowie ihrer "Parade-Rolle" der "Blauen Bock"-Wirtin unter anderem mehrfach mit kleineren Parts in dem Dauerbrenner "Tatort", so als Wurstverkäuferin in "Der Fall Geisterbahn" (1972) mit Klaus Höhne als KHK Konrad, als Adoptivmutter des Kriminellen Dieter Stroess (Heinz Werner Kraehkamp) in "Zürcher Früchte" (1978) mit Heinz Treuke als KHK Bergmann, sowie in den Krimis mit Karl-Heinz von Hassel als KHK Edgar Brinkmann als Putzfrau in "Schmerzensgeld" (1985), als Frau Berger in "Automord" (1986), als Frau Habel in "Rikki" (1991) und als Schwester des Hausmeisters in "Der Rastplatzmörder" (1994).
In dem von Fritz Umgelter nach dem Historienroman von Sandra Paretti) gedrehten Dreiteiler "Der Winter, der ein Sommer war" (1976) zeigte sie sich als Korbmacherin,  in der Adaption "Kaiserhofstraße 12"3) (1980) nach dem autobiografischen Roman von Valentin Senger mit Christoph Eichhorn als der ältere Valentin mimte sie eine aufgeregte Frau. Mit kleineren Episodenrollen war sie immer mal wieder in populären Serien präsent, sei es als Kioskbetreiberin Lydia in "Anruf aus Marrakesch"3) (1987) aus "Die Wilsheimer", als Frau Konsulin Schrill-Beben in "Kaffee und Köterspeise" (1989) aus "Kasse bitte!"3), als Frau Waldeck in "Am Busen der Natur" (1990) aus "Der Millionenerbe", als Tante Betty in "Auf den Hund gekommen"3) (1991) aus "Der Hausgeist" oder als Brezelverkäuferin in "Verlorene Zärtlichkeit"3) (1992)  aus "Diese Drombuschs".
 
Die Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Lia Wöhr wurde im Verlaufe ihrer Karriere mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, so erhielt sie unter anderem 1982 das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse", 1984 den nach dem Mundartdichter Friedrich Stoltze benannten "Friedrich-Stoltze-Preis" und 1992 den "Hessischen Verdienstorden"; seit 1988 war sie Ehrenbürgerin der Stadt Oberursel, wo sie bis  zuletzt lebte. "Die Stadt Frankfurt benannte nach einer Anregung der Partei "DIE GRÜNEN" im Ortsbeirat 1 den Platz an der Kreuzung von "Frankenallee" und "Kölner Straße" in ihrem Heimatstadtteil Gallus nach ihr und stellte dort – in der Nähe ihres Geburtshauses – einen 2001 vom "Hessischen Rundfunk" gestifteten Gedenkstein mit Bronzetafel auf. Ebenso wurde, noch zu Lebzeiten, ein öffentlicher Weg zu ihrem Haus in Weißkirchen nach ihr benannt ("Lia-Wöhr-Weg"). Lia Wöhr war auch Ehrenmitglied der "Freiwilligen Feuerwehr" Oberursel-Weißkirchen." notiert Wikipedia.
 
Die "eingefleischte Junggesellin" Lia Wöhr starb am 15. November 1994 im Alter von 83 Jahren in Weißkirchen, einem Stadtteil von Oberursel. Die letzte Ruhe fand sie in einem Familiengrab auf dem dortigen Friedhof → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons sowie knerger.de.
  
Dem breiten Publikum ist Lia Wöhr vor allem als forsch-resolute Wirtin des "Blauen Bocks" in nachhaltiger Erinnerung geblieben, doch sie war sehr viel mehr – Operetten-Soubrette, Kabarettistin, Souffleuse, Conferencière, Alleinunterhalterin, Hörfunksprecherin, internationale Opernregisseurin und preisgekrönte Fernsehproduzentin. Ihre Erinnerungen, aufgeschrieben von Wendelin Leweke, veröffentlichte sie kurz vor ihrem Tod unter dem Titel "Meine Welt ist ein großes Theater".

Quelle: Wikipedia, babbahesselbach.de sowie frankfurter-personenlexikon.de1)
Filmografie bei der Internet Movie Database

Quelle: 1) frankfurter-personenlexikon.de (Autoren: Sabine Hock → sabinehock.de)/Reinhard Frost in "Frankfurter Biographie 2" (1996, S. 570f.)
Fremde Links:2)  filmportal.de, 3) fernsehserien.de, 4) filmdienst.de, 5) theatertexte.de

Joachim Engel-Denis
   

Joachim Engel-Denis; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 41 Folgen lang den "Betriebsplayboy" Lindner, der später zum Prokuristen befördert wird und die Hesselbach-Tochter Heidi heiratet.
 
Geboren am 7. November 1933,
gestorben am 29. Januar 2013 in Mainz.
 
Engel-Denis arbeitete hauptsächlich als Theaterschauspieler an verschiedenen Bühnen in Deutschland, sowie seit den 1960er Jahren als Regisseur an Theatern in Deutschland und in der Schweiz. Als Schauspieler interpretierte Engel-Denis ein breites Repertoire, das Stücke von William Shakespeare, die deutschen Autoren der Klassik und Romantik, das Theater der Jahrhundertwende, aber auch Stücke der Moderne und des zeitgenössischen Theaters umfasste. Zu seinen Bühnenrollen gehörten unter anderem als Shakespeare-Interpret der Don Juan in "Viel Lärm um nichts" und der William Mareshall, Graf von Pembroke, in "König Johann", Engel-Denis gestaltete den Don Manuel Enriquez in der Komödie "Dame Kobold" von Calderón de la Barca, den St. Just sowie Robespierre in dem Drama "Dantons Tod" von Georg Büchner und den Baron mit Trauerflor in dem Schauspiel "Glaube Liebe Hoffnung" von Ödön von Horváth.
1964 inszenierte er am "Staatstheater Oldenburg" die Komödie "Pygmalion" von George Bernard Shaw, 1965 folgte dort das von ihm in Szene gesetzte Schauspiel "Ein Eremit wird entdeckt"1) ("Next Time I'll Sing to You") von James Saunders, 1968 führte er am "Stadttheater Ulm" Regie bei dem Schauspiel "Tango" von Sławomir Mrożek → Wikipedia (englisch). Regelmäßig inszenierte er in den 1970er Jahren am "Stadttheater St. Gallen", unter anderem "Die Gerechten" (1976) von Albert Camus, "Die Gerichtsnacht oder Was ihr wollt" (1977) des Schweizer Schriftstellers Ulrich Bräker (1735 – 1798), "Leben des Galilei" (1978) von Bertolt Brecht, Büchners "Dantons Tod" (1979) und "Die Wildente" (1979) von Henrik Ibsen.
Am "Stadttheater Lübeck" übernahm er 1986 die Regie bei dem Shakespeare-Frühwerk "Die Komödie der Irrungen", am "Stadttheater Bremerhaven" inszenierte er unter anderem die Shakespeare-Werke "Der Widerspenstigen Zähmung" (1989) und "König Johann", am "Stadttheater Osnabrück" 1993 beispielsweise die Komödie "Der Snob" von Carl Sternheim und das zeitgenössische Schauspiel "Die Besessene" des russisch-israelischen Autors Mark Galesnik.

Engel-Denis beteiligte sich  zudem seit Mitte der 1950er an Hörspiel-Produktionen, vornehmlich beim "Süddeutschen Rundfunk" (SDR), so sprach er unter anderem den Phyleus, Sohn des Präsidenten von Elis, Augias (Erich Ponto), in "Herkules und der Augiasstall"3) von Friedrich Dürrenmatt (EA: 08.12.1954; Regie: Otto Kurth) mit Max Mairich als Nationalheld Herkules → Wikipedia. Als Tahitianer Vaiturou hörte man ihn in "Capitän Cook vor Otahiti"3) nach dem Einakter "Supplément au voyage de Cook" von Jean Giraudoux (EA: 27.12.1954; Regie Otto Kurth) mit Paul Hoffmann als des Königs Statthalter, als Antonio, einer der Schüler des Malers Tizian, in "Der Tod des Tizian"3) nach dem gleichnamigen Dramenfragment von Hugo von Hofmannsthal (EA: 20.11.1955; Regie: Robert Vogel), als Captain Stratton in "Die Tür des Schicksals"3) nach der Erzählung "The Door of Opportunity" von William Somerset Maugham (EA: 05.06.1957; Regie: Karl Ebert), in "Des Meeres und der Liebe Wellen"3) nach dem gleichnamigen Trauerspiel3) von Franz Grillparzer (EA: 15.02.1959; Regie: Cläre Schimmel) mit Gertrud Kückelmann (Hero), Lina Carstens (deren Mutter) und Michael Degen (Leander → Wikipedia "Hero und Lender") als Leanders Begleiter Naukleros oder in "Jeder nach seiner Art"3) nach der Komödie "Ciascuno a suo modo"2) von Luigi Pirandello (EA: 06.07.1960; Regie: Otto Kurth) als Doro Palegari, Sohn der Donna Livia (Erika von Thellmann). Engel-Denis gehörte als Graf Peter Zichy zur Besetzung des Hörspiels "Das Dunkel ist Licht genug"3) nach dem Schauspiel "The Dark is Light Enough"4) von Christopher Fry (EA: 07.03.1962; Regie: Cläre Schimmel) oder als Erster Flieger in "Besuch im Pfarrhaus"3) von Ilse Aichinger (EA: 19.06.1963; Regie: Heinz von Cramer),  
Beim "Hessischen Rundfunk" war er ebenfalls als Sprecher aktiv, zu nennen ist beispielsweise der Pelle in dem Stück "Die silberne Sechs"3) von Günther Weisenborn (EA: 16.05.1960; Regie: Mathias Neumann), in "Theodor Chindler"3) nach dem gleichnamigen Roman (→ siehe auch TV-Verfilmung 1979) von Bernard von Brentano  (EA: 10.10.1960; Regie: Gert Westphal) mit Pinkas Braun als Erzähler, der Carl Chindler, mittlerer Sohn des Reichstagsabgeordneten und Geschichtsprofessors Theodor Chindler (Hans Paetsch) oder der Graf in "Madame Molière"3) nach dem Schauspiel "La petite Molière" von Jean Anouilh (EA: 25.10.1961; Regie: Mathias Neumann) mit Hans Dieter  Zeidler als Molière und Gustl Halenke als Armanda Béjart (1642 – 1700), jüngste Schwester (oder aber Tochter) von Molières langjährigen Weggefährtin Madeleine Béjart (Rosemarie Gerstenberg) sowie später Gemahlin des 20 Jahre älteren, berühmten Bühnenautors. Bis Anfang der 1970er stand Engel-Denis sporadisch im Hörspielstudio – die "ARD Hörspieldatenbank" weist 50 Sendungen mit ihm aus – als letztes wird der Krimi "Der Tagesmarsch"3) von Michael Ashe (EA SDR 16.10.1972; Regie: Heiner Schmidt) genannt, in dem er den Leutnant Corner sprach.
  
Bei Hörspielaufnahmen für den "Hessischen Rundfunk" wurde Engel-Denis, laut eigenen Angaben in einem Gespräch 1989 mit der Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Sabine Hock, direkt "vom Flur weg" für die Fernsehserie "Die Firma Hesselbach" engagiert. Er spielte dann von 1960 bis 1963 in insgesamt 41 Folgen die Rolle des Büroangestellten und "Betriebs-Playboys" Fred Lindner. Lindner wird im Verlauf der Serie zum Prokuristen befördert und der Schwiegersohns des Ehepaares Hesselbach. Noch kurz vor seinem Abschied aus der Kultserie präsentierte sich der Schauspieler am 12. Mai 1963 auf dem Bildschirm in dem an der Stuttgarter "Komödie im Marquardt" von Bertold Sakmann inszenierten, turbulenten Schwank "Vater sein dagegen sehr"5) ("The Bachelor Father") aus der Feder von Edward Childs Carpenter (1872 – 1950), in dem Willy Reichert den in die Jahre gekommenen Junggesellen und Lebemann Konsul Willy Winterlin gab und Engel-Denis den Johannes Eschenbach.
Bis in die 1970er Jahre folgten noch einige wenige Arbeiten für das Fernsehen, zwei Mal stand er für Regisseur Ludwig Cremer vor der Kamera: Auf der gleichnamigen Novelle von Stefan Zweig basierte der TV-Film "24 Stunden aus dem Leben einer Frau"5) (EA: 22.04.1965) mit den Protagonisten Agnes Fink (Mrs. Colgan) und Michael Heltau (Diplomat von Bogulawski) sowie seinem Part des Pierre, nach dem 1952 mit dem "Pulitzer-Preis für Theater" ausgezeichneten Werk "The Shrike" von Joseph Kramm mit Horst Frank und Krista Keller in den Hauptrollen der Psychothriller "Unter Kuratel" (1970 → Die Krimihomepage), in der er als Psychiater/Anstaltsarzt Dr. George Kramer in Erscheinung trat. In dem von Franz Peter Wirth in Szene gesetzten, zweiteiliges Dokumentarspiel "Operation Walküre" (1971) über das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 verkörperte er den Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz (1909 – 1944) an der Seite von Joachim Hansen in der Rolle des Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Zuletzt wirkte er unter der Regie von Eberhard Itzenplitz in der an historischen Schauplätzen gedrehten, szenischen Dokumentation/Reportage "Der Friede von Locarno" (1978) mit, konzipiert von Peter Adler anlässlich des 100. Geburtstag von Gustav Stresemann, dargestellt von Hans Korte. Seither arbeitete Joachim Engel-Denis ausschließlich für das Theater.

Der Regisseur und Schauspieler Joachim Engel-Denis lebte zuletzt mit seiner vierten Ehefrau, der Kostüm- und Bühnenbildnerin Gisela Spahlinger, in der Gemeinde Budenheim bei Mainz; er hinterließ vier erwachsene Kinder. In dritten Ehe war er mit der Schauspielerin und Sängerin Dagmar Sorell verheiratet; aus der Verbindung ging ein gemeinsames Kind hervor.
Am 29. Januar 2013 starb der Künstler im Alter von 79 Jahren im Mainzer "Vincenz-Krankenhaus" an Herzversagen.
 
Quelle (weitgehend): Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
 
Weitere Filme*) mit Joachim Engel-Denis
 
Link: 1) rowohlt-theaterverlag.de, 2) theatertexte.de, 3) ARD Hörspieldatenbank,
4) fischer-theater.de, 5) Die Krimihomepage
Helga Neuner
  
Helga Neuner; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
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… spielte die Sekretärin Helga Schneider, welche Hesselbach-Sohn Willi heiratet und zunächst mit ihm nach New York zieht. Ab der 30. Folge bis zum Ende der zweiten Staffel holte Wolf Schmidt sie noch einmal zurück zu den "Hesselbachs".
 
Geboren am 10. Juni 1940 in München.
 
Noch während sie eine Oberschule besuchte, nahm Helga Neuner Gesangsunterricht und erhielt zudem Tanzunterricht; nach dem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Schauspielerin. Erste Erfahrungen auf der Bühne sammelte sie zunächst bei einigen Boulevardtheatern, Anfang der 1960er Jahre spielte sie kurzzeitig Theater in Bremen. Es folgten Verpflichtungen an Theatern in München und Berlin, Gastspielreisen führten sie nach Zürich und Wien. Außerdem trat Helga Neuner auch bei den "Ruhrfestspielen Recklinghausen" auf.
Ihr Leinwanddebüt gab sie mit dem kleinen Part der Ginger in der von Rudolf Schündler nach der gleichnamigen Operette von Paul Abraham mit Eva Bartok und Friedrich Schoenfelder alias "Frank Felder" gedrehten Verfilmung "Viktoria und ihr Husar" (1954), Es folgte der von František Čáp in Szene gesetzte Heimatstreifen "Die Geierwally" (1956), basierend auf dem gleichnamigen Roman von Wilhelmine von Hillern, mit Barbara Rütting in der Titelrolle und Neuners Part der hübschen Kellnerin Afra, die von Wally als Rivalin um die Gunst des Jägers Josef (Carl Möhner) angesehen wird. Unter der Regie von Georg Jacoby entstand nach dem Bühnenstück von Gustav Kadelburg das Lustspiel "Familie Schimek" (1957), hier mimte sie als Dora die Tochter des Ministerialrats Anton Kaltenbach (Theo Lingen) und dessen Gattin Bernhardine (Fita Benkhoff), die am Ende der turbulenten Geschichte in dem Rechtsanwalt Dr. Kiesling (Peer Schmidt) ihr Glück findet. Eine weitere Kinoproduktion bzw Literaturverfilmung war die Romanze "Das Dreimäderlhaus" (1958), welche Ernst Marischka frei nach dem gleichnamigen Singspiel von Heinrich Berté (Musik) mit dem Libretto von Alfred Maria Willner und Heinz Reichert, wiederum basierend auf dem Roman "Schwammerl" von Rudolf Hans Bartsch, realisierte. Thematisiert wird eine Episode aus dem Leben des Komponisten Franz Schubert (Karlheinz Böhm), der sich in Hannerl (Johanna Matz) verliebt. Diese ist eine der reizenden Töchter des Ehepaares Tschöll (Gustav Knuth/Magda Schneider), Helga Neuner komplettierte als Heiderl zusammen mit Dany Sigel (Hederl) das "Dreimäderlhaus" → filmportal.de. Weniger "gefühlsselig" ging es in dem  seinerzeit wegen einiger freizügiger Szenen umstrittenen Horrorstreifen "Ein Toter hing im Netz" (1960) mit Alexander D’Arcy als ein von einer mutierten Riesenspinne gebissener Revue-Manager zu, in dem sie als die Tänzerin Ann in Erscheinung trat → filmportal.de (Foto), filmdienst.de.
   
Ab 1960 spielte Neuner in insgesamt 23 Folgen lang die Sekretärin Helga Schneider in der Familienserie "Die Firma Hesselbach". Sie wirkte zunächst bis Folge 10 mit, hatte in der Serie unter anderem ein Techtelmechtel mit dem "Betriebs-Playboy" und späteren Prokuristen Fred Lindner (Joachim Engel-Denis), heiratete dann in der Serie Willi Hesselbach (Joost Siedhoff) und ging mit ihm nach Amerika. Ab Folge 30 spielte sie dann bis zum Ende der zweiten Staffel 1963 bei der "Familie Hesselbach" wieder mit bzw. kehrte anlässlich der Hochzeit von Heidi Hesselbach mit Fred Lindner zurück.
Nach dem Ende der "Hesselbach"-Dreharbeiten gab Helga Neuner 1963 ihre eher kurze Karriere als Schauspielerin auf und zog sich weitgehend ins Privatleben zurück. Sie war mit dem Filmkomponisten Rolf Wilhelm1), dem Bruder des Regisseurs Kurt Wilhelm1) (1923 – 2009), verheiratet.
 
Quelle (weitgehend): Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
  
Weitere Filme*) mit Helga Neuner
Max Strecker

Max Strecker; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

… spielte den Buchhalter Arthur Münzenberger.
 
Geboren am 8. Juli 1906 in Stuttgart,
gestorben am 16. Februar 1991 im Alter von 84 Jahren in München.
 
Kurzbiografie zu Max Strecker innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Max Strecker
 
Foto mit freundlicher Genehmigung des "Hessischen Rundfunks"; © hr/Kurt Bethke
Ursula Köllner
 
Ursula Köllner als Chefsekretärin Else Sauerberg; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
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des "Hessischen Rundfunks"
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… spielte ab Folge 4 die stets frustrierte Chefsekretärin Else Sauerberg,
Cousine von Hilde Sauerberg (Käte Jaenicke).
 
Geboren am 18. April 1920 in Gießen,
gestorben am 21. August 1995 im Alter von 75 Jahren in Frankfurt am Main.
 
Ursula Köllner erhielt gegen Ende der 1930er Jahre ihre künstlerische Ausbildung in Frankfurt am Main; ihr Bühnendebüt gab sie in Wuppertal. Während des 2. Weltkrieges folgten Verpflichtungen an Theatern in Graudenz (heute Grudziądz, Polen) und Bremen, anschließend war sie einige Jahre als freischaffende Künstlerin tätig.
Ab der Spielzeit 1957/58 für zwei Spielzeiten am Frankfurter "Kleinen Theater im Zoo" ("Fritz Rémond Theater") engagiert, wechselte sie anschließend. an die "Landesbühne Rhein-Main", aus der das Frankfurter "Theater am Turm" (TAT) hervorging. Dort trat sie unter anderem als Babett in dem Volksstück mit Musik "Sturm auf die Konstablerwache" (UA: 26.05.1965) von Ernst Nebhut und Gerhard Jussenhoven auf. Die Inszenierung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet und im August 1965 in einigen Regionalprogrammen ausgestrahlt. Auch nach der Umbenennung mit Beginn der Spielzeit 1963/64 trat sie weiterhin am "TAT" auf, wo sie bis zum Ende der Spielzeit 1972/73 zum festen Ensemble gehörte. So übernahm sie beispielsweise im Februar 1969 die Rolle der Frau Liberé, Ehefrau des ehemaligen KZ-Arztesund jetzt Anstaltleiters Liberé sowie Mutter des Protagonisten Rudi und von Irm,  in dem Drama "Der Schwarze Schwan" von Martin Walser in einer Inszenierung von Claus Peymann. Seit der Premiere am 26. April 1989 trat sie am "Volkstheater Frankfurt" gemeinsam mit Theatergründerin Liesel Christ in dem von Wolfgang Kaus in Szene gesetzten Mundart-Lustspiel "Dehaam is Dehaam" von Fitzgerald Kusz auf und mimte die Frau Schwerdtfeger, Mutter von Heinz (Dieter Schmiedel) → volkstheater-frankfurt-chronik.de. Bis Anfang der 1990er Jahre war Köllner als Theaterschauspielerin in Frankfurt am Main tätig.
Ab 1960 spielte Ursula Köllner in insgesamt 26 Folgen die Rolle der "stets frustrierten", willfährigen und ihren Chef eifersüchtig bewachenden Chefsekretärin Else Sauerberg in der Familienserie "Die Firma Hesselbach"/"Familie Hesselbach". Köllner wirkte ab Folge 4 durchgehend in der Serie mit. Sie ersetzte in der Serie ihre Cousine Hilde Sauerberg (gespielt von der Schauspielerin Käte Jaenicke), die aus der Firma ausgeschieden war; bereits in dem Kinofilm "Herr Hesselbach und die Firma"1) (1956) wirkte Köllner als Chefsekterärin Fräulein Sauerberg mit. Die Schauspielerin, die auch während der Dreharbeiten zur Serie (1960–1963) weiterhin an der "Landesbühne Rhein-Main" engagiert war, pendelte in dieser Zeit zwischen Theaterbühne und Fernsehstudio hin und her.
 
Später übernahm noch einige wenige weitere TV-Rollen, so als Mutter in dem von Michael Fengler vornehmlich mit Laiendarstellern gedrehten Drama "Weg vom Fenster"1) (1970), produziert von Rainer Werner Fassbinders Firma "antiteater-X-film" → filmportal.de (Besetzung). In der "Tatort"-Folge "Auf offener Straße" (1971) mit Werner Schumacher als KHK Eugen Lutz2) trat sie als Erna, Arbeitskollegin des Opfers, in Erscheinung, gehörte zudem mit einer ungenannten Rolle zu dem ebenfalls mit Schumacher realisierten "Tatort"-Krimi "Augenzeuge" (1976). Mit einem kleinen, ebenfalls ungenannten Part zeigte sie sich auch in dem von  Fritz Umgelter nach dem Roman von Sandra Paretti inszenierten Mehrteiler "Der Winter, der ein Sommer war" (1976). Bei dem am 21. Dezember 1974 gezeigten Fernsehfilm "Schule der Frauen" handelte es sich um eine freie, von Wolfgang Deichsel in hessische Mundart übertragene Bearbeitung der Molière-Komödie "L’école des femmes" (→ theatertexte.de), aufgeführt bzw. aufgezeichnet im "Comoedienhaus Wilhelmsbad" in Hanau mit Günter Strack als Herr Arnold und unter anderem Ursula Köllner Arnolds Dienerin Babette →  IMDb (Besetzung), siehe auch Hörspiel-Fassung3) vom 27.12.1971 (Regie: Hermann Treusch).
Neben der Arbeit für Theater und Fernsehen betätigte sich die Schauspielerin zudem sporadisch beim "Hessischen Rundfunk" als Sprecherin an Hörspiel-Produktionen. Neben der erwähnten Sendung "Die Schule der Frauen" und ihrem Part der Babette – diesmal mit Wolfgang Deichsel als Herr Arnold – gehörte sie beispielsweise als Frau Bajorat zur Besetzung des Stücks "Krähwinkel 73"3) von Otto Heinrich Kühner (EA: 21.01.1974) und als Cathy in der Geschichte "Dornröschen"3) von Jörg Franz (EA: 14.06.1975), der bei beiden Hörspielen auch Regie führte. In "Für eine Mark und acht" von Jörg Fauser (EA: 31.07.1978) übernahm sie einmal nehr unter der Regie von Hermann Treusch den Part der Roswita.

Ursula Köllner war frühzeitig verwitwet Mutter einer Tochter.
 
Quelle (weitgehend): Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort) 
  
Weitere Filme*) mit Ursula Köllner
 
Link: 1) filmdienst.de, 2) tatort-fans.de, 3) ARD Hörspieldatenbank
Dieter Schwanda
   
Dieter Schwanda; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte den Lehrbub Rudi Krausgrill. "Seine Rolle als Lehrbub spielte er mit viel Witz und heiterer Gelassenheit (…) Beliebt war er beim Publikum auch, weil Rudi als einziger dem Chef auch mal ungestraft Widersprechen konnte. Sogar beim Schachspiel mit Direktor Hesselbach war es ihm vergönnt, zu gewinnen. Und dass wenigstens einer gelegentlich dem Patriarchen des Hauses contra gab, freute die Zuschauer ganz besonders."*)
 
Geboren 1949 im Frankfurter Stadtteil Bornheim.
 
Als Kind sprach Schwanda Rollen in Kinderhörspielen und sang im Kinderchor des "Hessischen Rundfunks". Nach einem kleinen, ungenannten Auftritt in "Der Datterich"1) (EA: 16.02.1958), basierend auf der gleichnamigen Lokalposse von Ernst Elias Niebergall mit Joseph Offenbach in der Titelrolle des Particuliers Datterich, wirkte er ab 1960 als Lehrbub Rudi Krauskrill in der Serie um die "Hesselbach"mit. Diese Rolle entsprach seiner eigenen Berufserfahrung, denn Schwanda absolvierte eine Lehre als kaufmännischer Angestellter bei der Firma "Lurgi" in Bornheim. Nachdem er in 26 Folgen lang bei den "Hesselbachs" aufgetreten war, wirkte er noch an der "Landesbühne Rhein-Main", aus der das Frankfurter "Theater am Turm" (TAT) hervorging, in mehreren Mundartstücken mit.
Nach einem Autounfall Ende der 1960er Jahre gab er die Schauspielerei auf, machte eine Ausbildung zum Chemielaboranten und arbeitete bis zu seiner Pensionierung bei "Lurgi".
 
Quelle: Wikipedia (Einzelnachweise siehe dort)
 
Quelle: *) hr-online.de (Artikel nicht mehr verfügbar)
Link: 1) Die krimihomepage
Sophie Cossaeus
(auch Cossäus)
    
Sophie Cossaeus; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
Sophie Cossäus als Fräulein Lohmeier in der 32. "Hesselbach"-Folge "Die Party"; Foto mit freundlicher Genehmigung des "Hessischen Rundfunks"; Copyright hr/Kurt Bethke
Sophie Cossaeus als
Fräulein Lohmeier in der
32. "Hesselbach"-Folge "Die Party"4)
(EA: 13.07.1962)

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des "Hessischen Rundfunks"
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… spielte die stets mürrische Bürokraft und "alte Jungfer" Fräulein Lohmeier. "Stets auf der Jagd nach tratschtauglichen Gerüchten und Geschichten aus dem Privatleben anderer gibt sie sich gern als Königin der Verschwiegenheit, deren Vertrauenswürdigkeit anzuzweifeln einer Beleidigung gleichkommt."*)
 
Geboren am 18. Juli 1893 als Sophie Weingärtner in Wiesbaden,
gestorben am 23. September 1965 im hessischen Arnoldshain,
Ortsteil dr Gemeinde Schmitten im Taunus.
 
Die Tochter des Fuhrknechts sowie späteren Kohlenhändlers Philipp Ludwig Weingärtner (1863 – ?) und dessen Ehefrau Anna Maria (1867 – ?) begann bereits 1907 als 14-jährige Elevin am "Stadttheater Mainz", wo sie eine Ausbildung in Gesang, Tanz und Schauspiel erhielt. Von 1910 bis 1913 wirkte sie am "Stadttheater Freiburg" in Freiburg im Breisgau, zur Spielzeit 1914/15 am "Stadttheater Magdeburg", für die Spielzeit 1913/14 und die Jahre des 1. Weltkriegs ab 1915/16 ist kein Bühnenengagement von ihr nachgewiesen.1). 
Nach dem Tod ihres Ehemannes, dem Kaufmann Emil Friedrich Cossaeus (1888 – 1920), mit dem sie seit 1917 verheiratet war und mit ihm bzw. der Familie zuletzt im Frankfurter Stadtteil Griesheim gelebt hatte, nahm sie ihre Bühnenkarriere wieder auf. Zunächst trat sie als Soubrette am "Albert-Schumann-Theater" und am "Neuen Operetten-Theater" auf, später ging sie unter anderem an das "Neue Theater" unter der Direktion von Arthur Hellmer.
Anfang der 1930er Jahre wechselte sie ins Charakterfach und nahm ein Engagement als jugendliche Naive in Offenbach an. Eine weitere Wirkungsstätte wurde unter anderem die "Rhein-Mainische Landesbühne", aus der das Frankfurter "Theater am Turm" (TAT) hervorging. Anfangs als Souffleuse, später als Schauspielerin, gehörte sie dem Ensemble bis 1944 an, unternahm mit der Truppe Tourneen und spielte während des 2. Weltkrieges auch in Fronttheatern zur Betreuung von Soldaten. Mit der Schließung aller Theater, der so genannten "Theatersperre" am 1. September 1944,  wurde sie als Arbeiterin in der Rüstungsindustrie dienstverpflichtet.
Nach Ende des Krieges schloss sich Sophie Cossäeus zunächst einer Wanderbühne an und zog mit dieser 1945 bis 1948 durch die Französische Besatzungszone; 1948 kehrte sie als Charakterschauspielerin nach Frankfurt am Main zurück. Dort gehörte sie nacheinander verschiedenen Ensembles an, zunächst dem "Intimen Theater", später (1950–1963) dem von Fritz Rémond gegründeten "Kleinen Theater im Zoo". Zu ihren herausragenden Rollen zählten die Gudula Rothschild in dem Lustspiel "Die fünf Frankfurter" von Carl Rössler und die Abby Brewster, mordlustige Schwester von Martha, in dem Klassiker des schwarzen Humors "Arsen und Spitzenhäubchen"2) ("Arsenic and Old Lace") von Joseph Kesselring, ein Stück, das durch die Verfilmung 1944 weltberühmt wurde. Zu nennen ist auch die Frau des Weinhändlers Rindsfuß in dem Lustspiel "Der fröhliche Weinberg" von Carl Zuckmayer und die Babette, Frau des Drehermeisters Dummbach, in der Lokalposse "Datterich" von Ernst Elias Niebergall. "Sie war bekannt für ihre Charakterchargen, ebenso zuverlässig wie vielseitig einsetzbar, einerseits "bewährt als Tante", andererseits begabt mit einer "wagemutigen" darstellerischen Fantasie, die sie ihre eigene Persönlichkeit im Spiel aufgeben ließ: – bis hin zum Skurrilen oder auch Boshaften." notiert das  "Frankfurter ersonenlexikon".1).
Ihre bundesweite Popularität begründete sich jedoch vornehmlich durch ihre langjährig Mitwirkung in den Geschichten um die "Hesselbachs". Bereits in der Hörspiel-Reihe "Die Hesselbachs" sprach sie  – stets mit hessischem Zungenschlag – verschiedene Rollen1), in den vier Kinofilmen "Die Familie Hesselbach"3) (1954), "Die Familie Hesselbach im Urlaub"4) (1955), "Das Horoskop der Familie Hesselbach"3) (1956) und "Herr Hesselbach und die Firma"5) (1956) tauchte sie als die Nachbarin der Hesselbachs, Frau Ottendorf auf, mimte dann in der TV-Serie hinreißend die "ebenso leidige wie liebenswerte Betriebsbremse" ("Herr Hesselbach, ich muss mich beschwern!")1) Firmenangestellte Fräulein Lohmeier.
  
Neben ihrer umfangreichen Arbeit am Theater sowie der Mitwirkung bei den "Hesselbachs" fand die Schauspielerin wenig Zeit für andere Aufgaben vor der Kamera,  in der von Axel von Ambesser mit Barbara Rütting, Hans Söhnker und Hannelore Schroth gedrehten Ehekomödie "Die Freundin meines Mannes" (1957) sah man sie als Dienstmädchen Anna auf der Leinwand, in dem TV-Film "César" (1958) nach dem Theaterstück von Marcel Pagnol bzw. dem dritten Teil der Trilogie "Zum Goldenen Anker" unter der Regie von Wilm ten Haaf an der Seite von Hans Leibelt (Wirt César) als Claudine, Tante von Fanny (Gabriele Reismüller). Nach der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll entstand die von Rolf Hädrich mit Dieter Hildebrandt (Funk-Redakteur Dr. Murke; auch Drebuch) in Szene gesetzte TV-Satire "Doktor Murkes gesammeltes Schweigen" (1964), in der sie als Schauspielerin in Erscheinung trat.
Außer ihrer Beteiligung an der "Hesselbach"-Reihe wirkte Sophie Cossaeus seit Ende der 1940er an etlichen anderen Hörspielproduktione des "Hessischen Rundfunks" mit. So sprach sie beispielsweise das bei den Neumeisters (Kurt Glass/Else Knott) tätige Dienstmädchen Auguste in "Der Raub der Sabinerinnen"6) nach dem gleichnamigen Schwank von Franz und Pault von Schönthan (EA: 11.06.1951; Regie: Theodor Steiner), die Zeugin Frau Brigitte in "Der zerbrochene Krug"6) nach dem Lustspiel "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist (EA: 27.12.1951; Regie; Ulrich Lauterbach) mit Ernst Walter Mitulski als Dorfrichter Adam oder die Tante Jenny in "Das war Mama"6) nach dem Schauspiel "I Remember Mama" von John Van Druten (EA: 11.05.1952; Regie: Fränze Roloff) mit Leopoldine Konstantin als Mama → siehe auch Kinofilm 1948. In dem Stück "Kaspar Hauser"6) von Kurd E. Heyne um das Rätsel des von Erik Schumann gesprochene Findelkinds Kaspar Hauser (EA: 24.11.1952; Regie: Theodor Steiner) übernahm sie den Part der Henriette, Ehefrau des pedantisch-strengen Lehrers Johann Georg Meyer (Rudolf Rieth), bei dem Kaspar Hauser ab 1831 lebte, den der Ehefrau des Herrn Puttel (Franz Schneider) in dem Darmstädter Mundarthörspiel "Der tolle Hund"6) nach dem Bühnenstück von Ernst Elias Niebergall (EA: 11.01.1954; Regie: Wolf Schmidt). in "Die kleine Hexe"6) nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Otfried Preußler (EA: 29.01.1961; Regie: Josefine Klee-Helmdach) mit Ruth Siegmeier in der Titelrolle hörte man sie als 2. Hexe/1. Holzweib oder in "Das kalte Herz"6) nach dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff (EA; 21.07.1963; Regie: Paul Klverdes?) als Mutter von Peter Munk, genannt der "Kohlenmunk-Peter" (Peter Fitz) – die "ARD Hörspieldatenbank" weist weist bis Mitte der 1960er 65 Sendungen mit Sophie Cossaeus aus.
   
Die beliebte Schauspielerin starb am 23. September 1965 im Alter von 72 Jahren Ortsteil Arnoldshain der südhessischen Gemeinde Schmitten im Taunus. Da die einzelnen Folgen teilweise weit vor dem Sendetermin aufgezeichnet wurden, erlebte man Sophie Cossäeus noch in der Folge 45 "Herr Hesselbach und das Mündel"4), die am 21. Dezember 1966 zur Ausstrahlung gelangte.
Ihr Grab befindet sich auf dem "Frankfurter Hauptfriedhof" (Gewann F, Grabnummer 1459), die letzte Ruhe fand sie dort an der Seite ihrer im Alter von nur 23 Jahren verstorbenen Tochter Hildegard, genannt "Hilde" (1918 – 1941) → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons. Der 1913 geborene Sohn Fritz Louis Alexander wurde seit seinem Kriegseinsatz an der Ostfront 1944 vermisst und später (1950) für tot erklärt.1)
 
Quelle: Wikipedia (mit Einzelnachweisen) sowie
1) frankfurter-personenlexikon.de (Autorin: Sabine Hock)
 
Weitere Filme*) mit Sophie Cossäeus
  
Quelle: *) hr-online.de (Artikel nicht mehr verfügbar)
Link: 2) theatertexte.de, 3) filmportal.de, 4) fernsehserien.de,
5) filmdienst.de, 6) ARD Hörspieldatenbank

     

Weitere Figuren (Auswahl) in der Serie
(in alphabetischer Reihenfolge)
Uwe Dallmeier
Uwe Dallmeier 1963; Foto zur Verfügung gestellt von www.babbahesselbach.info; Copyright hr/Kurt Bethke
Uwe Dallmeier 1963
Foto zur Verfügung gestellt von
babbahesselbach.de
© hr/Kurt Bethke
… spielte 9 Folgen lang (43 – 51) in der 3. Staffel "Herr Hesselbach und …" den Stadtrat und Bank-Prokuristen Detlef Petersen. Bereits in Folge 18 ("Das Sparschwein"1), 17. Mai 1961) trat er als Kriminalassistent Becker bei "Der Firma Hesselbach" in Erscheinung.
 
Geboren am 27. August 1924 im Dithmarschen,
gestorben am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt.
 
Uwe Dallmeier absolvierte zunächst eine Maurerlehre, bevor er zur schauspielerischen Tätigkeit wechselte. Seit Anfang/Mitte der 1950er Jahren arbeitete er als Schauspieler sowie Sprecher, stand zudem auf der Bühne, wirkte unter anderem am Frankfurter "Kleinen Theater im Zoo"  und am Hamburger "Ohnsorg-Theater", wo er Ende 1975 als der hilfreiche Knecht Wilhelm Tameling in dem von Günther Siegmund inszenierten Lustspiel "Wenn de Hahn kräht" ("Wenn de Hahn kreiht") von August Hinrichs an der Seite von unter anderem Karl-Heinz Kreienbaum (Bürgermeister Jan Kreyenborg), Hilde Sicks (dessen Frau Gesine), Heidi Mahler (deren Tochter Leni), Heidi Kabel (Trina Witt) und Edgar Bessen (Gustav Piepers) sein Debüt gab (auch TV EA: 30.04.1976 → fernsehserien.de).
Nicht nur beim "Hessischen Rundfunk" beteiligte er sich an etlichen Hörspielen – die "ARD Hörspieldatenbank" listet bis Ende der 1980er rund 130 Sendungen, darunter verschiedene Rollen in zahlreichen Folgen der Serie "Kriminalrat Obermoos erzählt"2) mit Heinz Schimmelpfennig – auch das Fernsehen bot ihm in Serien und Einzelproduktionen ein breites Betätigungsfeld. Mit Episodenrollen wie bei den "Hesselbachs" und vor allem in zahlreichen populären Krimiserien wie "Sonderdezernat K1", "Hamburg Transit", "Dem Täter auf der Spur", "Derrick", "Der Kommissar", "Der, Alte" oder in dem Dauerbrenner "Tatort", – allein hier tauchte er zwischen, 1971 und, 1982 sieben Mal auf, in der NDR-Folge "Wat Recht is, mutt Recht blieben" (1982) sogar als KHK Nikolaus Schnoor, – wurde er zum Dauergast auf dem Bildschirm. In nachaltiger Erinnerung ist er sicherlich auch durch die schwarzhumorige Sketch-Serie "Abramakabra" (1972–1976) an der Seite von Helga Feddersen und Dieter Hallervorden geblieben, in den unterhaltsamen Geschichten "Kümo Henriette" (1979–1982) von (Idee/Drehbuch) und mit Feddersen (Mutter Mewes) um die Familie Petermann und ihre Küstenmotorschiffe mimte er 28 Folgen lang den Vater Hinrich Petermann. In Dieter Wedels legendärem Dreiteiler "Einmal im Leben – Geschichte eines Eigenheims" (1972) präsentierte er sich als der Polier Knauster, der so manches Mal die Nerven des leidgeprüften Ehepaares Semmeling (Antje Hagen/Fritz Lichtenhahn) strapazierte, in der mit Fritz Hollenbeck (Landinspektors Zacharias Bräsig) gedrehten Serie "Onkel Bräsig" (1978–1980), basierend auf dem Roman "Ut mine Stromtid" von Fritz Reuter, kam er in eigen Episoden als der Gutspächter Jochen Nüßler daher. Erwähnenswert ist auch die von Wolfgang Petersen nach dem Script von Wolfgang Menge gedrehte, prominent besetzte Krimikomödie "Vier gegen die Bank" (1976), in der er als Kommissar Ludendorf erschien → Die Krimihomepage. Herrlich war sein Bauer Brömmelkamp in zwei Folgen (EA: 04.04.1978) der Kinderserie "Neues aus Uhlenbusch" mit Hans Peter Korff als Onkel Heini –  "Der kleine große Heiner"1)  und "Nur eine Ohrfeige"1). Als der Quotenrenner "Das Traumschiff" am 22. November 1981 unter der Leitung von Kapitän Braske (Günter König) sowie Chefsteward Victor Burger (Sascha Hehn) und Chefhostess Beatrice (Heide Keller) zur allerersten Reise in die Karibik aufbrach, gehörte Dallmeier als Herr Knauert gemeinsam mit Ehefrau (Christa Siems) zu den Passagieren. In der von Rolf von Sydow nach dem gleichnamigen Schwank von Franz und Paul von Schönthan in Szene gesetzten Komödie "Der Raub der Sabinerinnen" (1983) zeigte er sich an der Seite der Protagonisten Gert Fröbe (Schmieren)Direktor Emanuel Striese) und Martin Held (Gymnasialprofessor Martin Gollwitz) als Schuldiener Meißner. Zu seinen letzten Auftritten vor der TV-Kamera zählte die Episode "Sterbehilfe"1) aus der Kultserie "Die Schwarzwaldklinik", deren Erstausstrahlung (27.10.1985) er nicht mehr erlebte.
 
Auf der Leinwand war Dallmeier ebenfalls, wenn auch nur mit Nebenrollen, wiederholt vertreten, sein Leinwanddebüt gab in dem von Ottokar Runze mit Karin Hübner und Frank Glaubrecht realisierten Spielfilm "Viola und Sebastian" (1972), der sich an der Shakespeare-Komödie "Was ihr wollt" orientierte, mit dem Part des Tobias Rülp (bei Shakespeare Sir Toby), Onkel von Olivia (Inken Sommer). Ebenfalls unter der Regie von Ottokar Runze trat er in "Der Lord von Barmbeck" (1974) mit Martin Lüttge als Einbrecherkönig Julius Adolf Petersen (1882 – 1933), genannt "Der Lord von Barmbeck", in Erscheinung und mimte den "Tippgeber" Hammersen. In Anlehnung an die Novelle "Ein Doppelgänger" von Theodor Storm drehte Ulf Miehe mit Dieter Laser in der Titelrolle das Drama "John Glückstadt" (1975), in dem sich Dallmeier als Gendarm Lorenzen zeigte. Weitere Arbeiten für das Kino waren Hark Bohms Jugendfilme "Moritz, lieber Moritz" (1978; als Kantor) und  "und "Im Herzen des Hurrican" (1980; als betrunkener Landstreicher), mimte einmal mehr für Ottokar Runze in der Komödie "Feine Gesellschaft – beschränkte Haftung" (1982) neben Stars wie Elisabeth Bergner, Lilli Palmer, Heinz Schubert und Hardy Krüger den Chef der "Demolierer". Als der kauzige Onkel Ferdinand trat er in der amüsanten Story "Laß das – ich haß’ das" (1983) auf, wirkte in Hark Bohms Melodram "Der Fall Bachmeier – Keine Zeit für Tränen" (1984) über den Kriminalfall um Marianne Bachmeier als Hausmeister letztmalig in einer Kinoproduktion mit.
   
Uwe Dallmeier, seit Ende 1981 in zweiter Ehe mit einer Sylterin verheiratet, erlag im Alter von nur 61 Jahren den Folgen eines Herzinfarktes, die letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof in Keitum (Sylt) → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons.
Anlässlich seines Todes wurde im "Deutschen Bühnenjahrbuch" (1987) in einem Nachruf folgendes über den Künstler geschrieben: "UWE DALLMEIER, vor allem durch das Fernsehen bekannter Schauspieler, ist mit 61 Jahren am 19. November 1985 in Westerland auf Sylt gestorben. Der Fernsehstar, den Millionen Fernsehzuschauer aus den Serien "Traumschiff", "Derrick" und "Tatort" kannten, erlag einem Herzinfarkt. In einer seiner letzten Rollen spielte er einen Bauern für die Folge "Sterbehilfe" in der Serie "Schwarzwaldklinik". Der gelernte Maurer, der auch im "Ohnsorg-Theater" Hamburg viele Male auf der Bühne gestanden hatte, galt als Volksschauspieler. Populär wurde er auch durch die Ulk-Serie "Abramakabra" mit Helga Feddersen und Didi Hallervorden."
Und Wikipedia vermerkt: "Dallmeier verkörperte vorwiegend volkstümliche Charaktere und "einfache Leute" (Maurer, Handwerker, Hausmeister etc.) und verlieh diesen häufig durch lethargische Wesenszüge eine komödiantische Note."
 

Siehe auch Wikipedia sowie den Nachruf bei www.ndr.de

Weitere Filme
*) mit Uwe Dallmeier
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) ARD Hörspieldatenbank
Sophie (Sofie) Engelke
    

Sophie Engelke; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 15 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 14, 16, 17, 18) die Büroangestellte Frieda Lahrmann.
 
Geboren am 17.  Juli 1927 in Frankfurt am Main,
gestorben am 17. Dezember 2000 in Königstein im Taunus.
 
Die Tochter des Glasers Heinrich Jakob Engelke und dessen Ehefrau Anna Maria Margarete (1901 – 1955) erhielt ihre Ausbildung an der Schauspielschule von Robert George (1879–1953) in Frankfurt/Main. Danach wirkte sie an Theatern in Mainz, Darmstadt, München, Wiesbaden und an der Berliner "Volksbühne".
Bereits ab der zweiten Folge der Hörfunkreihe "Die Familie Hesselbach" (1949–953) und in den Fortsetzung "Prokurist a. D. Hesselbach – Büro für Lebensberatung" (1953/54) sprach Engelke die Rolle der Tochter Anneliese Hesselbach, spielte zudem in allen "Hesselbach"-Kinofilmen mit – in den ersten drei "Die Familie Hesselbach"1) (1954), "Familie Hesselbach im Urlaub"2) (1955) und "Das Horoskop der Familie Hesselbach"1) (1956) als Waltraud, Nichte von Mutter Hesselbach (Else Knott), in "Herr Hesselbach und die Firma" (1956 → filmdienst.de) dann als Angestellte Waltraud Schulz. 
Das nebenstehende Foto von Sophie Engelke, ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"2): Betriebsplayboy Lindner (Joachim Engel-Denis) ist in seinem Element. Seine Kolleginnen Frieda Lahmann (Sofie Engelke, Mitte) und Emma Puchel (Gaby Reichhardt, r.) weiß er charmant zu unterhalten.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Szenenfoto aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Nach ihrer Zeit ibei den "Hesselbachs" trat Engelke weiterin in TV-Produktionen/-Serien wie unter anderem als Betty in "Geheimagent Tegtmeier" (1966) mit Jürgen von Manger oder als Nachbarin Frau Mischke in "Der Vater und sein Sohn"2) (1967/68) mit Hartmut Reck in Erscheinung. Mehrfach zeigte sie sich zwischen 1975 und 1990 mit Nebenrollen in dem Dauerbrenner "Tatort" sowie zwischen 1982 und 1991 in sieben Episoden der populären Krimiserie "Ein Fall für zwei". Einen letzten, winzigen Auftritt hatte Sophie Engelke als alte Dame in der von Claus-Michael Rohne gedrehten Kinokomödie "Der Leihmann"2)  (1995) → filmportal.de (Besetzung).
Darüber hinaus war sie nicht nur an den "Hesselbach"-Hörspielen beteiligt, sondern auch an etlichen, anderen Produktioen, die "ARD Hörspieldatenbank" listet bis in die 1990er rund 140 Stücke, in denen sie Rollen übernahm.
Die Schauspielerin war mit dem Dramaturgen, Hörfunk- und Fernsehautor Günther Swars (1923 – 2016) verheiratet, aus dessen Feder unter anderem auch das Drehbuch zu "Der Vater und sein Sohn Sohn" stammte.
 
Mehr zu Sofie Engelke bei "Frankfurter Personenlexikon"
Weitere Filme*) mit Sophie Engelke
 
Link: 1) filmportal.de, 2) fernsehserien.de
Iska Geri
 

Iska Geri als Ehefrau des Stadtrats Dr. Meyers; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks;  Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte in vier Folgen (07, 28, 32, 47) die Ehefrau des
Stadtrats Dr. Meyer (Hans Schepior; 1917 – 1984).
 
Geboren am am 28. April 1914 als Hildegard Priedöhl in Stettin (heute Szczecin, Polen),
gestorben am 10. April 2002 kurz vor ihrem 88. Geburtstag in Berlin.
Kurzbiografie zu Iska Geri innerhalb
dieser Homepage; siehe auch Wikipedia sowie
grammophon-platten.de,
 
Weitere Filme*) mit Iska Geri

Das nebenstehende Foto von Iska Geri ist ein Ausschnitt aus der Folge 7 "Die Panne": Dr. Meyer (Hans Schepior) ist Stadtrat für Kultur. Seine Gattin (Iska Geri) hält sich für eine begabte Sängerin. Sie hat in der Serie zahlreiche Gastauftritte, die immer wieder für Heiterkeitsausbrüche sorgen. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Szenenfoto aus der 7. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Die Panne"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Edith Hancke … spielte 9 Folgen lang (43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51) die Hotel- und Restaurantbesitzerin bzw. Stadträtin Trudi Plischke.

Geboren am 14. Oktober 1928 in Berlin,
gestorben am 4. Juni 2015 m Alter von 86 Jahren ebenda.
  
Kurzportrait zu Edith Hancke innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Edith Hancke

Bogislav von Heyden-Linden
   

Bogislav von Heyden-Linden; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 21 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 22, 36, 41, 42) den Redakteur Hans-Ulrich Betzdorf.

Geboren am 28. Juli 1898 in Hannover,
gestorben am 25. April 1991 im Alter von 92 Jahren.

Bogislav von Heyden-Linden war ein Sohn des Ulanenoffiziers und Herrenreiters Bogislav von Heyden-Linden (1853 – 1909) und dessen Ehefrau Elisabeth Gräfin von Westphalen (1865 – 1961). Wie sein Vater und sein älterer Bruder Joseph (1895 – 1941) schlug er zunächst eine militärische Laufbahn bei einem Kavallerieregiment ein. 1918 quittierte er seinen Dienst im Rang eines Leutnants, wollte zunächst den Kaufmannsberuf erlernen, ergriff dann aber den Schauspieler-Beruf. Während des Zweiten Weltkriegs war er in Paris Theater-Offizier im Rang eines Rittmeisters. Er lebte nach dem Krieg bis in die 1960er Jahre in Wiesbaden, wo er an den dortigen Bühnen und in den Theatern von Mainz und Frankfurt/Main arbeitete. Bekannt wurde er durch seine Rolle des Journalisten Hans-Ulrich Betzdorf in der "Hesselbach"-Serie.
Bogislav von Heyden-Linden war seit 1929 mit Margaritha Cottmann verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
 
Quelle: Wikipedia (abgerufen 01.03.2013)
Das nebenstehende Foto von Bogislav von Heyden ist ein Ausschnitt aus der 16. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Tütelchen"1): Chefredakteur Betzdorf nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Direktion ihren Mitarbeitern auch bei persönlichen Problemen mit Rat zur Seite steht. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Bogislav von Heyden
 
Link: 1) 
fernsehserien.de
Szenenfoto aus der 16. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Tütelchen"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Käte Jaenicke
 
Käte Jaenicke als Sekretärin Fräulein Hilde Sauerberg; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte in den Folgen 1 – 3 die Sekretärin Fräulein Hilde Sauerberg,
Cousine der späteren Chefsekretärin Else Sauerberg (Ursula Köllner).
 
Geboren am 22. März 1923 in Danzig (heute Gdańsk, Polen),
gestorben am 1. November 2002 im Alter von 79 Jahren in München.
 
Kurzbiografie zu Käte Jaenicke innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia
Das nebenstehende Foto von Käte Jaenicke ist ein Ausschnitt aus der 1. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Dokument"1): Direktor Hesselbach (Wolf Schmidt) ist empört, ein wichtiges Dokument ist in seinem Büro verschwunden. Seine Sekretärinnen (Käte Jaenicke, Mitte), Helga (Helga Neuner) und Sohn Willi (Joost Siedhoff) haben keine Ahnung, wo es ist. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr 
  
Weitere Filme*) mit Käte Jaenicke
 
Link: 1) fernsehserien.de
Szenenfoto aus der 1. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Dokument"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Flory Jacobi
   

Flory Jacobi; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte die Ehefrau des Buchhalters Arthur Münzenberger (Max Strecker) in den Folgen 29 ("Allergia maritalis"1), EA: 13.04.1962), 33  ("Der Urlaub"1), EA: 10.08.1962) und  48 ("Herr Hesselbach und das Juwel"1), EA: 22.03.1967).
 
Geboren als Armide Valeska Florence Jacobi am 26. Oktober 1902 in Wiesbaden,
gestorben am 24. September 1981 im Alter von 78 Jahren in Ettelbrück (Luxemburg).
 
Die Tochter eines Kaufmanns und jüngere Schwester der Schauspielerin Eugenie Jacobi (1895 – 1968) war sehr talentiert und spielte in den Jahren 1911 bis 1915 zahlreiche Kinderrollen am "Hoftheater" (heute "Staatstheater Meiningen") im
thüringischen Meiningen. So zeigte sie sich unter anderem als kleine Infantin Clara Eugenia in dem Schiller-Drama "Don Karlos", als Ännchen in dem Goethe-Trauerspiel "Stella" oder als Soldatenjunge in "Wallensteins Lager", ebenfalls von Schiller. Nach Aussagen des damaligen Intendanten Max Grube galt "Florchen" Jacobi damals als "Wunderkind". Als junges Mädchen spielte sie in Frankfurt/M (1918/19), in Berlin am "Luisentheater" (1919/20), danach in Hanau und zwischen 1921 und 1927 am "Stadttheater Chemnitz". Über Altenburg und Berlin kam Flory Jacobi 1931 nach Leipzig und betätigte sich unter anderem  bei der "Mitteldeutschen Rundfunk AG" (MIRAG) als Sprecherin, von 1941 bis 1944  beim "Reichssender Böhmen" in Prag. Nach Kriegsende ging sie wieder nach Leipzig, arbeitete erneut zwischen 1946 und 1949 als Sprecherin, nun beim neu gegründeten "Mitteldeutschen Rundfunk", übernahm Gastrollen am "Theater der Jungen Welt". 1949 zog Flory Jacobi nach Stuttgart, wirkte an der "Komödie im Marquardt" und am "Jungen Theater". 1963 ging sie nach München, spielte unter anderem an der "Kleinen Komödie am Max II". Im vorgerückten Alter lebte die Schauspielerin in einer Seniorenresidenz in Ingolstadt (1974 bis 1978), dann ließ sie sich in Luxemburg nieder.

Seit Mitte der 1950er Jahre stand Flory Jacobi für Film und Fernsehen vor der Kamera. Neben ihren Auftritten bei den "Hesselbachs" zeigte sie sich in unterhaltsamen TV-Spielen, do unter anderen als Köchin in der von Paul Verhoeven nach der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller mit Hanns Lothar als Schneidergesellen Wenzel gedrehten Adaption "Kleider machen Leute"1) (1963), unter der Regie von Erich Neureuther mimte sie die Ulrike Sprosser, verwitwete Schwester des Gutsbesitzers Philipp Klapproth (Willi Rose), in dem unverwüstlichen Lustspiel "Pension Schöller"2) (EA: 04.07.1965) nach dem gleichnamigen Schwank von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby oder einmal mehr unter Neureuthers Regie in "Der müde Theodor"2) (EA: 10.07.1965) nach der Komödie von Max Ferner und Max Neal die Rosa, Ehefrau des Rentiers Theodor Hagemann (Willy Reichert) → siehe auch Verfilmung 1957. Bereits  in dem von Rolf von Sydow nach der gleichnamigen Vorlage von Hans Mahner-Mons3) (1883 – 1956) inszenierten Schwank "Hasenklein kann nichts dafür" (EA: 15.04.1963) gab sie als Ehefrau des Schneidermeisters Titus Hasenklein an der Seite von "Titelheld" Willy Reichert eine herrliche Hauptrolle ab: "Schneidermeister Hasenklein ist ein biederer, bescheidener und friedliebender Mann, zufrieden mit Familie und Werkstatt. Als er eines Tages Töchterchen Trude (Sabine Eggerth) in der Hauptstadt besucht, gerät er unerwartet in Verwicklungen. Sein Ausruf "Verfluchte Sauwirtschaft" liefert Hasenklein das Stichwort für eine politische Karriere wider Willen, die dem ahnungslosen Schneider von eifrigen Parlamentsstrategen aufgezwungen wird …" (Quelle: tvprogramme.shoutwiki.com; siehe auch Kinofilm 1932). Als schrullige Mutter des Protagonisten Nikolai (Hans Clarin) tauchte sie in dem von Rainer Erler (Regie) nach der Novelle "Aus den Notizen eines Jähzornigen" von Anton Tschechow realisierten  TV-Film "Der jähzornige junge Mann" (1963)  auf, bewies auf dem Bildschirm zudem in ambitionierten, dramatischen Literaturadaptionen ihre darstellerische Vielseitigkeit.  Man sie in Verfilmungen der Werke von Bertolt Brecht,  so als die Köchin "Der kaukasische Kreidekreis" (1958) nach dem gleichnamigen Stück, in Szene gesetzt von Franz Peter Wirth mit unter anderem Käthe Reichel als Magd Grusche, und als die Pröpstin in dem Schauspiel "Herr Puntila und sein Knecht Matti", das am 2. Oktober 1966 unter der Regie von Rolf Hädrich erstmals im Fernsehen mit Leonard Steckel (Puntila) und Mario Adorf (Matti) zur Ausstrahlung gelangte. Weitere Auftritte hatte Flory Jacobi unter anderem als Frau Schönler in Franz Peter Wirths frühen Adaption "Der Richter und sein Henker"2)(EA: 07.09.1957) nach dem gleichnamigen Roman von Friedrich Dürrenmatt mit Karl Georg Saebisch (Kommissär Bärlach), Herbert Tiede (Kriminalbeamter Tschanz) und Robert Meyn (Gastmann), als Klara, Gattin des Kommerzienrats Adolf Bolland (Erich Schudde), in Rainer Wolffhardts Verfilmung "Moral" (1958) nach dem Komödienklassiker von Ludwig Thoma (→ projekt-gutenberg.org) mit Fritz Schulz als Rentier Fritz Beermann, oder als Dienstmädchen Anna Lintjens in dem Doku-Drama "Der Fall Mata Hari"2) (1966), gedreht von Paul Verhoeven (auch Rolle des Oberst Goubet) nach dem Bericht "Sie nannte sich Mata Hari" von Sam Waagenaar mit Louise Martini als die Tänzerin Mata Hari, die als Spionin in die Geschichte einging.. Zu ihren letzten Arbeiten vor der Fernsehkamera zählte die Rolle der Mutter des Taxifahrers  Paul (Paul Lys; † 18.12.2003) in der von Klaus Lemke mit dem Fotomodell Sylvie Winter gedrehten Story "Sylvie" (1973 → filmportal.de) und Ula Stöckls Jugendfilm "Der kleine Löwe und die Großen oder Die Patriarchen und die Diplomatie" (1973) mit ihrem Part der Signora → ula-stoeckl.com. 
Außer ihrer Bühnentätigkeit, Arbeit als Rundfunksprecherin sowie für Film und Fernsehen gab Flory Jacobi zudem Schauspielunterricht.
  
Die Schauspielerin war seit 30. Oktober 1922 mit dem  brasilianischen Verkäufer Emilio Harbich, dem späteren Drehbuchautor, Regisseur und Schnittmeister Milo Harbich (1900 – 1988) verheiratet; die Ehe endete am 13. September 1927 vor dem Scheidungsrichter.
Die am 19. Juni 1928 in Chemnitz geborene Tochter Louise Adeleide Harbich (Künstlername Haidy Jacobi) begann ihre Karriere 1933 bereits als Fünfjährige in Leipzig bei der "Mitteldeutschen Rundfunk AG", arbeitete später als Schauspielerin, Kabarettistin und Regisseurin am Theater, war seit Anfang der 1960er Jahre langjährige Sprecherin (bis in die 1980er Jahre) des deutschsprachigen Programms von "Radio Luxemburg"; später wechselte sie zur Spielfilm-Redaktion des deutschsprachigen RTL-Fernsehprogramms. Adelaide Harbich alias Haidy Jacobi starb am 26. Juni 2005 nach längerer Krankheit im Alter von 77 Jahren in einem Pflegeheim in Luxemburg → radio-journal.de, deren Sohn Konrad "Conny" Scheel (05.07.1955 – 03.09.2022), lebte ebenfalls in Luxemburg und arbeitete unter anderem als Grafikdesigner, Fotograf und Schauspieler.
 
Quelle (unter anderem): Volker Wachter bzw.aus desen Artikel
"Meininger Schauspieler und der Film" (PDF-Dokument, S. 37)
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Flory Jacobi
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) Die Krimihomepage, 3) cyranos.ch

Doris Mack
     

Doris Mack; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 9 Folgen lang (10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18) die Sekretärin Jutta Schäfer.
 
Doris Mack wirkte laut IMDb als Schauspielerin nur in der "Hesselbach"-Serie mit; biografische Daten sind derzeit nicht verfügbar.

Das nebenstehende Foto von Doris Mack ist ein Ausschnitt aus der 15. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Mehr Frauen in die Politik?"1): Ruhe vor dem Sturm: Jutta Schäfer (Doris Mack, l.), Fräulein Sauerberg (Ursula Köllner) und Inge Fröhlich (Christina Monden) werden sich bald rege an einer Diskussion beteiligen. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
 
Link: 1) fernsehserien.de
Szenenfoto aus der 15. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Mehr Frauen in die Politik?"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Ernst Walter Mitulski
(Ernstwalter Mitulski)

    

Ernstwalter Mitulski; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

   
Ernstwalter Mitulski; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Fotos mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 10 Folgen lang (05, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51) den Kaufhausbesitzer Dengler.
 
Geboren am 6. (oder 08.) März 1898 in Danzig (heute Gdansk, Polen),
gestorben am 28. Dezember 1976 im Alter von 78 Jahren in Westerburg (Rheinland-Pfalz).
nach anderen Angaben in Frankurt am Main → fiilmportal.de.
 
Nach zahlreichen Gelegenheitsarbeiten ab 1925 ausgebildet an der von Max Reinhardt begründeten "Schauspielschule des Deutschen Theaters zu Berlin", zählten zu Mitulskis Theaterstationen in Frankfurt am Main das "Neue Theater" (1930) und die "Städtischen Bühnen" (1936), von 1937 bis 1939 wirkte er bei den "Römerberg-Festspielen". Ab 1942 gehörte er zum Ensemble des Berliner "Schillertheaters", nach 1945 trat er an der Berliner "Komödie" und an den "Städtischen Bühnen" in Essen auf. Seit 1950 spielte er erneut an den "Städtischen Bühnen" in Frankfurt/M, wo er bis 1970 blieb; darüber hinaus gab er Gastspiele unter anderem in Stuttgart.
Seit Ende der 1930er Jahre stand der Schauspieler sporadisch für Kinoproduktionen vor der Kamera. Nach seinem Leinwanddebüt als Requisiteur in dem von Hans H. Zerlett mit Olga Tschechowa, Irene von Meyendorff und Paul Klinger gedrehten Melodram "Zwei Frauen" (1938) folgten zwar weitere Aufgaben, doch über Nebenrollen kam Mitulski nicht hinaus. Er wirkte noch als Pferdemakler/-händler Blode in der von Paul Verhoeven nach dem Bühnenstück "Swedenhielms" von Hjalmar Bergman in Szene gesetzten Adaption "Ein glücklicher Mensch"1)  (1943) mit, unter der Regoe von Werner Klingler in dem Kriminal-/Justizfilm "Der Verteidiger hat das Wort" (1944) als Kriminalkommissar Wendt an der Seite von Protagonist Heinrich George und als Gefreiter Bruno Kummereit in dem bis heute als so genannter "Vorbehaltsfilm" eingestuften Streifen "Wir seh’n uns wieder" (1944/45; Regie: Philipp Lothar Mayring), der jedoch nicht mehr zur Uraufführung gelangte.
Erst Ende der 1950er Jahre nahm Mitulski seine filmischen Aktivitäten wieder auf, fand jetzt beim Fernsehen ein neues Betätigungsfeld, blieb aber auch hier weitgehend auf Nebenrollen reduziert. So sah man ihn  erstmals in dem von Franz Peter Wirth nach dem gleichnamigen Theaterstück von Bertolt Brecht unter anderem mit Käthe Reichel als Magd Grusche in Szene gesetzten TV-Film "Der kaukasische Kreidekreis" (1958) als Fürst Arsen Kazbeki auf dem Bildschirm.
Unter anderem spielte er in der "Der Geizige"3) (EA: 22.12.1960; Regie_ Ulrich Lauterbach) nach der gleichnamigen Komödie von Molière den Maître Jacques, Koch und Kutscher des "Titelhelden" Harpagon (Joseph Offenbach). Eine gewisse Popularität erlangte er dann durch seine Mitwirkung bzw. seinen Part des Kaufhausbesitzers Dengler in der "Hesselbach"-Serie.
  
Die nebenstehenden Fotos von/mit Ernst Walter Mitulski sind ein Ausschnitt aus der 5. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Der große Kunde"2): Herr Dengler (Ernstwalter Mitulski) hat einen großen Auftrag für Direktor Hesselbach. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Szenenfoto aus der 5. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Der große Kunde"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Mitulski trat beispielsweise als der Minister in dem von Peter Zadek nach dem gleichnamigen Lustspiel von Carl Sternheim (→ projekt-gutenberg.org) inszenierten Fernsehfilm "Der Nebbich" (1965) neben Heinz Bennent (Handlungsresende Fritz Tritz) und Lola Müthel (Kammersängerin Rita Marchetti) in Erscheinung → filmportal.de (Besetzung), als ein Herr im Frack in  "Die Chinesische Mauer" (1965; Regie: Hans Lietzau) nach der gleichnamigen Farce von Max Frisch mit unter anderem Hermann Schomberg (Hwang Ti, Kaiser von China). Unter der Regie von Harald Benesch zeigte er sich als Lakai Lanz in "Die zwei Herren aus Verona" (1966) nach der Komödie "The Two Gentlemen of Verona" von William Shakespeare mit Leopold Biberti (Herzog von Mailand), Jürgen Kloth (Valentin) und Lothar Berg (Proteus), von Ulrich Erfurth (Regie) entstand die Shakespeare-Tragödie "König Lear" mit Ewald Balser in der Titelrolle, die bei den "Bad Hersfelder Festspielen" aufgeführt und am 20. September 1967 im Fernsehen gezeigt wurde, in der Mitulski als Lears Ratgeber Graf von Gloucester zur Besetzung gehörte → IMDb. Zu einer seiner letzten Aufritte im Fernsehen zählte die von Gedeon Kovács gedrehte und am 1. Weihnachtstag 1968 gezeigte Märchenverfilmung "Die Bremer Stadtmusikanten" mit seinem Part des Jagdhundes Braunrock.
  
Gemessen an Mitulskis Arbeiten für Film- und Fernsehen, war seine Beteiligung als Sprecher an Hörspielproduktionen, vornehmlich beim "Hessischen Rundfunk", "Süddeutschen Rundfunk" und "Bayerischen Rundfunk", weitaus umfangreicher, die "ARD Hörspieldatenbank" weist zwischen Ende der 1940er und Anfang der 1970er Jahre rund 100 Sendungen mit ihm aus. Zu nennen ist unter anderem der Lord Thomas Duddlebutton in "Spuk im Schloß"4) von Wolfgang Kochberg (EA: 28.04.1950; Regie: Karlheinz Schilling), der Dorfrichter Adam in "Der zerbrochene Krug"4) nach dem Lustspiel "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist (EA: 27.12.1951; Regie; Ulrich Lauterbach), der Vater Erland in "Das Mädchen vom Moorhof"4) nach der gleichnamigen Novelle von Selma Lagerlöf (EA: 15.11.1955; Regie: Heinz-Günter Stamm) oder der Herr Biedermann in "Herr Biedermann und die Brandstifter"4) nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Max Frisch (EA: 26.09.1956; Regie: Walter Knaus).  Unter der Regie von Heinz-Günter Stamm sprach Mitulski beim "Bayerischen Rundfunk" beispielsweise auch den Bauernführer Walter Fürst in "Wilhelm Tell"4) nach dem gleichnamigen Schiller-Drama (EA: 01.01.1958) mit Max Eckard als Wilhelm Tell, den Schuldiener Meissner in "Der Raub der Sabinerinnen"4) nach dem gleichnamigen Schwank von Franz und Paul von Schönthan (EA: 01.02.1959) mit Gustav Knuth ((Schmieren)Direktor Emanuel Striese) und Carl- Heinz Schroth Gymnasialprofessor Martin Gollwitz), den Schmiedemeister Wittig in "Die Weber"4) nach dem sozialkritischen, gleichnamigen Drama von Gerhart Hauptmann (EA: 15.12.1959), den Sanitätsrat Steynitz in "Vor Sonnenuntergang"4) nach dem gleichnamigen Hauptmann-Werk (EA: 23.04.1963) mit Heinz Hilpert (Geheimrat Matthias Clausen), den Oberschulrat in "Die Feuerzangenbowle" nach dem mehrfach verfilmten, gleichnamigen Bestseller von Heinrich Spoerl (EA: 17.05.1970) mit Hans Clarin (Johannes Pfeiffer) oder den Müller, Vater von Johannes (Michael Degen), in "Viktoria"4) (EA; 27.12.1970) nach der Erzählung von Knut Hamsun mit Elisabeth Schwarz (Viktoria). Man hörte ihn als Sultan Soliman in "Aladdin und die Wunderlampe"4) nach dem auf dem "Tausendundeine Nacht"-Märchen fußenden Theaterstück ("Aladdin eller den forunderlige Lampe") des dänischen Dichters Adam Oehlenschläger (EA: 26.12.1966; Regie: Ulrich Lauterbach) oder als den Pfarrer in der zweiteiligen Fabel "Reineke Fuchs"4) nach dem gleichnamigen Epos von Johann Wolfgang von Goethe, die der "Hessische Rundfunk" erstmals 1963 unter der Regie von Wolfgang Liebeneiner (auch Erzähler) sendete und dann amn 19./20.05.2024 erneut ausstrahlte → Auswahl Hörspiele mit Mitulski bei Wikipedia.
 
Das "Frankfurter Personenlexikon" vermerkt: "Nach seinem Ausscheiden (bei den "Hesselbachs") arbeitete Mitulski – mittlerweile 72-jährig – als Matrose, Nachtwächter und Gepäckträger am Frankfurter Flughafen, um seine schmale Rente aufzubessern. Die Stadt Frankfurt/M bewilligte ihm schließlich Ende 1973 einen Ehrensold. In seinen letzten Lebensjahren stand Mitulski noch mehrmals auf der Bühne, so in der Produktion des "Theaters am Turm" (TAT)  in der Farce "Die Zelle des Schreckens"5) von Wolfgang Deichsel." (Anm.: Teil von Wolfgang Deichels "Frankenstein"-Zyklus; UA TAT: 16.03.1974)

Quelle: unter anderem "Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon" (1961 sowie Wikipedia
nach "Hessische Biografie" bei lagis.hessen.de


Siehe auch Wikipedia sowie
"Frankfurter Personenlexikon"
(Artikel aus: "Frankfurter Biographie 2 (1996,  S. 59), verfasst von: Reinhard Frost)

Weitere Filme
*) mit Ernst Walter Mitulski
 
Link: 1) filmportal.de, 2) fernsehserien.de,
3) Die Krimihomepage, 4) ARD Hörspieldatenbank, 5) theatertexte,de
Gaby Reichardt
    

Gaby Reichardt; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 14 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 16, 17, 18) die sentimentale, nah am Wasser gebaute Büroangestellte Emmy Puchel.
 
Geboren am 8. Juni 1938 in Frankfurt am Main.
 
Nach einer Ausbildung an der Frankfurter Schauspielschule von Alice George (→ Foto bei deutsche-digitale-bibliothek.de) gab Gaby Reichardt ihr Bühnendebüt in ihrer Geburtsstadt an der "Landesbühne Rhein-Main", aus der später das "Theater am Turm" (TAT) hervorging; mit den "Hesselbachs" machte sie ihre erste Erfahrung vor der TV-Kamera. Bei einer Theateraufführung an der Frankfurter "Landesbühne Rhein-Main" war der Programmdirektor des "Hessischen Rundfunks",  Hans-Otto Grünefeldt, auf die zwanzigjährige Schauspielerin aufmerksam geworden und bote ihr an, bei den "Hesselbachs" mitzuspielen.
Während bzw. nach ihrem Ausstieg aus der Serie wirkte Gaby Reichardt unter anderem in Frankfurt an den "Städtischen Bühnen" und an dem von Fritz Rémond gegründeten "Kleinen Theater im Zoo", ab 1969 am "Staatstheater Mainz ", dem sie bis 1999 verbunden blieb. Auch im Fernsehen sah man die Schauspielerin sporadisch mit prägnanten Rollen, etwa als Marie in "Der Datterich" (EA: 09.04.1963), basierend auf der gleichnamigen Lokalposse von Ernst Elias Niebergall mit Joseph Offenbach in der Titelrolle des Particuliers Datterich, oder zwischen 1971 und 1983 in dem Dauerbrenner "Tatort", so in "Frankfurter Gold" (1971) und "Die Rechnung wird nachgereicht" (1975) mit Klaus Höhne als KHK Konrad sowie in "Blütenträume" (1983) mit Lutz Moik als KHK Bergmann. Sie tauchte unter anderem als Frau Schlief in der Folge "Das Konzert"2) (EA: 01.04.1984) aus dem Quotenrenner "Diese Drombuschs" auf, zeigte sich mit Episodenrollen in der Serie "Hessische Geschichten" (1987–1989)- Zuletzt sah man sie in der Folge "Feuertod" (1997) aus der Krimireihe "Polizeiruf 110" als Mutter des Bäckerei-Inhabers Heini Troll (Jürgen Tarrach) auf dem Bildschirm. In der von Sönke Wortmann gedrehten Kino-Komödie "Allein unter Fauen" (1991) gehörte die Schauspielerin mit einem kleineren Part ebenfalls zur Besetzung → filmportal.de.
Neben ihrer Arbeit für Theater, Film und Fernsehen wirkte Gaby Reichardt beispielsweise in "Postkarte genügt" als Co-Moderatorin (meist in Vertretung der Hauptmoderatorin Hanna Pfeil) mit, präsentierte etliche Jahre die "hr4"-Volksmusiksendung "Gude, Servus und Hallo…". Als Sängerin, begleitet von den "Hessenmusikanten", entstanden verschiedene volkstümliche Plattenaufnahmen, unter anderem "Mein goldiges Alsfeld". Auch mit Lesungen erfreute die Künstlerin immer wieder ihr Publikum.
Verschiedentlich stand Gaby Reichhardt seit Anfang der 1960er Jahre, vornehmlich beim "Hessischen Rundfunk" und "Süddeutschen Rundfunk", im Hörspielstudio, die "ARD Hörspieldatenbank" weist bis in die 1990er Jahre 30 Produktionen mit ihr aus, an denen sie beteiligt war. Unter anderem sprach sie die Schauspielerin Catherine de Brie in "Madame Molière"3) nach dem Schauspiel "La petite Molière" von Jean Anouilh (EA: 25.10.1961; Regie: Mathias Neumann) mit Hans Dieter Zeidler als Molière und Gustl Halenke als Armanda Béjart (1642 – 1700), jüngste Schwester (oder aber Tochter) von Molières langjährigen Weggefährtin Madeleine Béjart (Rosemarie Gerstenberg) sowie später Gemahlin des 20 Jahre älteren, berühmten Bühnenautors. Man hörte sie in Stücken wie "Der Gaukler Pamphalon"3) (EA: 14.09.1966) von Arnold Krieger mit Günter Strack, "Wenn der Abend kommt"3) von Max von der Grün (EA: 12.02.1973), "Sechs Kapitel aus dem revolutionären Leben des Richard Wagner"3) (EA: 06.09.1973) von Elmar Podlech oder "Becca kommt wieder"3) (EA:  07.06.1982) von Sturmius Fischer → Hörspiele (Auszug) bei Wikipedia.
   
Gaby Reichardt war mit dem Intendanten des "Staatstheaters Mainz", Georg Aufenanger (1914−2012), verheiratet.
 
Quelle (unter anderem): Theaterfreunde Mainz  sowie
"Funk Uhr": "Künstler-Lexikon des Fernsehens" (ca.1970)
Siehe auch Wikipedia
Das nebenstehende Foto von Gaby Reichhardt ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"2): Betriebsplayboy Lindner (Joachim Engel-Denis) ist in seinem Element. Seine Kolleginnen Frieda Lahmann (Sofie Engelke, Mitte) und Emma Puchel (Gaby Reichhardt, r.) weiß er charmant zu unterhalten.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Gaby Reichardt
 
Link: 1) Die Krimihomepage, 2)
fernsehserien.de, ARD Hörspieldatenbank
Szenenfoto aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Sybille Schindler
  

Sybille Schindler; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte das Fräulein Pinella, genannt "Pini", anfangs "Mädchen für alles", später Redakteurin bei der "Weltschau" sowie ab Folge 42 Ehefrau von Peter Hesselbach (Dieter Henkel).
 
Geboren am 4. März 1942 in Frankfurt am Main,
gestorben am 25. Juni 1996 im Alter von 54 Jahren in Oestrich-Winkel..
 
Laut Wikipedia besuchte Sibylle Schindler von 1953 bis 1960 die "Schillerschule" in Frankfurt am Main und absolvierte anschließend eine Schreinerlehre
Sybille Schindler spielte auch als Nina in dem Kinofilm "Familie Hesselbach im Urlaub"1) (1955) und in dem ebenfalls von Wolf Schmidt inszenierten Streifen "Der ideale Untermieter"2) (1957) als Hexchen, Tochter von Prof. Martin (Wolf Schmidt) mit.
Das nebenstehende Foto von Sybille Schindler ist ein Ausschnitt aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"3): Frau Hesselbach ist über ihre Idee, Fräulein Pinella (Sybille Schindler) in der Firma trotz fehlender Qualifikation unter zu bringen, gar nicht mehr so glücklich. Herr Hesselbach ist da ganz anderer Meinung. 
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
  
Weitere Filme*) mit Sybille Schindler
 
Link: 1) fernsehserien.de.2) filmdienst.de, 3) fernseserien.de 
Szenenfoto aus der 2. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Das Techtelmechtel"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Otto Stern
  

Otto Stern; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
… spielte 11 Folgen lang (02, 07, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 17) den Chef der Setzerei bzw. den Gewerkschafter Zimmermann.

Geboren am 14. Dezember 1921 in Basel (Schweiz),
gestorben am 5. Juli 1996 im Alter von 74 Jahren in München.

Otto Stern interessierte sich schon früh für die Schauspielerei und nahm nach dem Abitur entsprechenden Unterricht unter anderem in Berlin bei dem legendären Heinrich George (1893 – 1946). Bedingt durch den 2. Weltkrieg konnte Stern seine Schauspielerkarriere erst nach Kriegsende beginnen, spielte unter anderem zwischen 1949 und 1964 an dem von Fritz Rémond in Frankfurt/M gegründeten "Kleinen Theater im Zoo" sowie ab 1955 auch an der "Komödie im Marquardt" in Stuttgart. Zwischen 1968 und 1977 stand er an der "Kleinen Komödie" in München auf der Bühne, Gastspiele führten ihn nach Zürich, Hamburg und Köln; 1987 kehrte er wieder nach Frankfurt zurück.
Otto Stern wirkte in mehr als 40 Kinofilmen und rund 60 Fernseh- und Hörspielproduktionen mit. Er übernahm unterschiedlichste Rollen, meist spielte er angesehene Persönlichkeiten, gelegentlich aber auch Schurken wie als Kapitän Wilson in dem Krimi "Der Hund von Blackwood Castle" (1968).
  
Das nebenstehende Foto von Otto Stern ist ein Ausschnitt aus der 13. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Ein gewisses Gewissen"1): Die Belegschaft hat sich zum Entsetzen von Chefredakteur Betzdorf für einen Liebesroman in der "Weltschau am Sonntag" entschieden. Setzermeister Zimmermann (Otto Stern, M.) schaltet sich in die Diskussion mit Direktor Hesselbach ein.
Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
Szenenfoto aus der 13. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Ein gewisses Gewissen"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Sein Leinwanddebüt gab Otto Stern mit dem kleinen Part eines Oberkellners in der Operetten-Adaption "Hochzeitsnacht im Paradies" (1950), es folgten etliche, mitunter auch internationale Kinoproduktionen, in denen er mit mehr oder weniger prägnanten Nebenrollen in Erscheinung trat. So mimte er unter anderem den Sergeant Braumann in "Himmelfahrtskommando El Alamein" (1968, "Commandos") oder einen Kriminalrat in dem Thriller "Immer bei Vollmond" (1970), zeigte sich aber auch in eher zu vernachlässigenden Streifen wie "Liebesspiele junger Mädchen" (1972). Umfangreich war Sterns Arbeit vor der TV-Kamera, hier präsentierte er sich in zahlreichen Einzelproduktionen und Serien. Beispielsweise sah man ihn als Grotzinger, der in der herrlichen Satire "Orden für die Wunderkinder" (1963) wie viele andere auf den Hochstapler Ferdinand Ziegler (Carl-Heinz Schroth) hereinfällt, als Officer Clark in der Komödien-Adaption "Schloß in den Wolken" (1968), als General Gessler in dem US-amerikanischen Thriller "Ständig in Angst" (1970, "Hauser’s Memory") oder als Rechtsanwalt Runau in der Folge "Usambaraveilchen" (1981) mit Gustl Bayrhammer als KHK Veigl aus dem Dauerbrenner "Tatort". Mehrfach trat er 1967 in der Krimiserie "Das Kriminalmuseum" auf, so als Autoverleiher Meiers in "Die Reisetasche", als Versicherungsdirektor Bertram in "Die Kamera" und als Oberamtmann Baerwald in "Das Kabel", ebenfalls 1967 trat er als Inspektor Lenz in der Serie "Kommissar Brahm" neben den Vater-Sohn-Ermittlerduo Pauls Klinger und Manfreds Seipold in Aktion. Weitere beliebte Krimiserien, in denen Stern in Episodenrollen mitwirkte, waren "Slim Callaghan greift ein" (1964; mit Viktor de Kowa), "Die fünfte Kolonne", "Percy Stuart" (mit Claus Wilcke), "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger" (mit Beppo Brem), "Der Kommissar" (mit Erik Ode), "Bitte keine Polizei", "Der Alte" (in der Folge "Konkurs"2) (1977) mit Siegfried Lowitz als "Der Alte" KHK Erwin Köster) und "Ein Fall für Zwei" (1984, mit Claus Theo Gärtner und Rainer Hunold). Außerdem kam er unter anderem 1985 in zwei Episoden der Kultserie "Die Schwarzwaldklinik" als Professor Runge daher ("Der Kunstfehler" / "Die falsche Diagnose"), eine letzte Arbeit für das Fernsehen war der Part des Dr. August Zimbel in dem von Richard Blank mit Marianne Hoppe gedrehte Film "Ich bin Elsa"1) (1990). Zudem führte er im " Hessischen Fernsehen" ein Jahr lang gemeinsam mit Ursula Herking durch die täglich ausgestrahlte Sendereihe "Mit Datum von heute".
  
Darüber hinaus betätigte sich Otto Stern als Specher, stand sowohl im Synchron- als auch Hörspielstudio. sybchronkartei.de weist mehr als 120 Rollen mit ihm aus, unter anderem lieh er Rupert Davies (als General Gordon) in dem Historienfilm "Waterloo" (1970) seine Stimme, Eli Wallach (als Pietro Riccio) in dem Horrorstreifen "Magnum 45"3) (1976, "E tanta paura"), José Ferrer (als Pokey) in der TV-Komödie "Alles oder nichts"4) (1980, "Pleasure Palace"), Martin Balsam (als Questore Martorana) in dem Politthriller "Die tödliche Warnung"4) (1980, "L'avvertimento") oder dem Ali Baba I. in der japanischen Zeichentrickserie "Sindbad" )1975/76). Umfangteich war zudem seine Mitwirkung in Hörspielen vornehmlich beim "Hessischen Rundfunk" und "Bayerischen Rundfunk", die "ARD Hörspieldatenbank" listet ab Anfang der 1950er bis Mitte/Ende der 1980er Jahre rund 130 Produktionen. Auch hier war er in verschiedenen "Hesselbach"-Folgen mit wechselnden Figuren dabei, später sprach er zudem verschiedene Rollen in etlichen Folgen der Serie "Kriminalrat Obermoos erzählt"2) mit Heinz Schimmelpfennig. In "Der Datterich"5) (EA: 21.04.1963; Regie: Robert Stromberger), basierend auf der gleichnamigen Lokalposse von Ernst Elias Niebergall mit Joseph Offenbach in der Titelrolle des Particuliers Datterich, übernahm er den Part des mit Babette (Lia Wöhr) verheirateten Drehermeisters Dummbach, in dem Krimi "Kriminalkommissar Vonwall"5) von Will Berthold (EA: 13.03.1975; Regie: Willy Purucker) neben Rainer Schöne (Kriminalkommissar Pit Vonwall) den des Kriminalkommissars Schippke. Weitere Krimis waren etwa die Story "Die Bombe kam vom Weihnachtsmann"5) von Jack Pearl (EA: 22.12.1977; Regie: Lilian Westphal), in dem er als Chiefinspektor agierte und "Pechvögel"5) von R. D. Wingfield (EA: 19.07.1979; Regie: Willy Purucker) mit seiner Rolle des Inspektors Rayburn. In "Warenka Olessowa"5) nach dem Roman von Maxim Gorki (EA: 25.12.1979; Regie: Gert Westphal (auch Erzähler)) gab er neben Elisabeth Augustin (Warenka Olessowa) den Oberst, in "Instant Cargo"5) von Roderich Feldes (EA: 03.11.1980; Regie: Günther Sauer) den Hieronymus Lord oder in "Ende eines Störfalls"5) von Klas Ewert Everwyn (EA: 02.04.1984; Regie: Andreas Weber-Schäfer) den Arbeiter Bernhard Jüsten – um nur Einiges zu nennen.
 
Erwähnenswert ist, dass Otto Stern beim "Salvator"-Anstich auf dem Münchner Nockherberg ab 1984 den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl parodierte → Tradition des Derbleckens.
Nach seinem Tod am 5. Juli 1996 fand der Schauspieler, über dessen Privatleben nichts bekannt ist, die letzte Ruhe auf dem Münchener "Kirchenfriedhof Oberföhring".
 
Die Informationen stammen weitgehend von Wikipedia;
Weitere Filme*) mit Otto Stern
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) Die Krimihomepage, 3) italo-cinema.de,
4) filmdienst.de, 5) ARD Hörspieldatenbank

Josef Wageck
   

Josef Wageck; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke

Foto mit freundlicher Genehmigung
des "Hessischen Rundfunks"
© hr/Kurt Bethke
  
Szenenfoto aus der 17. Folge von "Die Firma Hesselbach", "Der Familienbetrieb"; Foto mit freundlicher Genehmigung des Hessischen Rundfunks; Copyright hr/Kurt Bethke
Das erste Foto von Josef Wageck
ist ein Ausschnitt aus der 17. Folge
von "Die Firma Hesselbach",
"Der Familienbetrieb"1):
Heidi (Rosemarie Kirstein)
und Peter (Dieter Henkel) sind aus
dem Internat zurückgekehrt. Hausmeister Ballmann hat sie im Firmenwagen abgeholt.

Foto: © hr/Kurt Bethke; Text: hr
… spielte 15 Folgen lang (01, 02, 03, 04, 06, 08, 09, 10, 11, 12, 13, 14, 16, 17, 18) den Hausmeister Ballmann.

Geboren am 17. Juni 1905 in Mühlheim an der Eis,
heute Teil der Ortsgemeinde Obrigheim (Rheinland-Pfalz), 
gestorben am 25. Juni 1985 in Wiesbaden (Hessen).

Der Sohn einnes Zimmermanns besuchte von 1916 bis 1922 in Ludwigshafen am Rhein das humanistische "Theodor-Heuss-Gymnasium". Danach arbeitete er bis 1933 im familiären Hotel- und Restaurantbetrieb mit und war zeitweise Werbeleiter einer chemischen Fabrik, ehe er in den Jahren 1936 und 1937 seine künstlerische Ausbildung an der "Städtischen Hochschule für Musik und Theater Mannheim" erhielt.
Im Sommer 1937 gastierte er noch während seiner Ausbildung auf der "Freilichtbühne Hardenburg" als Deidesheimer Bürgermeister in dem pfälzischen Volksstück "Der Kurfürst führt den Bock" von Heinz Lambrecht, im September 1937 gestaltete er in einer Aufführung der "Schauspielschule Mannheim" den Wirt in dem Goethe-Lustspiel "Die Mitschuldigen".
Zur Spielzeit 1937/38 wurde Wageck als Charakterkomiker an das "Stadttheater Eisenach" engagiert, im Sommer 1939 fand er ein Engagement bei den "Freilichtspielen Gelnhausen",  gastierte im Juli 1939 bei den "Hutten-Festspielen" auf der Steckelburg. Es folgte eine Verpflichtung am "Stadttheater Harburg", hier gab er im Oktober 1939 Fausts Famulus Wagner in Goethes "Urfaust", zur Eröffnung der nachfolgenden Spielzeit (1939/40) wirkte er in dem Lustspiel "Seltsamer 5-Uhr-Tee" von Fritz Koselka mit, es folgten Auftritte als Glaser Steffen in dem Weihnachtsmärchen "Rübezahl" (1939/40 ), als Regierungsrat Alfred Hintze in der Komödie "Die vier Gesellen"2) von Jochen Huth (ab Januar 1940, → siehe auch Kinolilm 1938) sowie zur Spielzeit 1939/40 die Mitwirkung in der antisemitischen, NS-Propaganda-Komödie "Rothschild siegt bei Waterloo" von Eberhard Wolfgang Möller. Zum Ende der Spielzeit 1939/40 erlebte man ihn in der Erstaufführung des zeitgenössischen Lustspiels "Das Ferienkind" von Emmerich Ruß als "energischen, tonangebenden" Familienvater Kleinkemm.
Mit der Rolle des einfachen, tiefgläubigen Bauern Peter Meditsch gastierte er 1941 am "Badischen Staatstheater Karlsruhe" in dem Schauspiel "Der Leutnant Vary" von Walter Erich Schäfer, 1944 wirkte er am "Oberschlesischen Schauspiel" ("Stadttheater Gleiwitz") in der Uraufführung des Kriminalstücks "Der fremde Gast" von Gerhard Metzner mit, noch kurz vor der kriegsbedingten Schließung aller reichsdeutschen Bühnen im Sommer 1944 trat er ein Engagement am "Stadttheater Stettin" an.
Nach Ende des 2. Weltkrieges konnte Wageck seine schauspielerische-Karriere fortsetzen, wirkte nun vornehmlich nun an Bühnen im Rhein-Main-Gebiet. Zu den Theaterstationen zählte das "Staatstheater Wiesbaden" (1947/48), zur der Spielzeit 1948/49 wurde er bei der "Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger" (GDBA) als Schauspieler und Sänger ohne festes Engagement geführt. Auch für die Spielzeit 1949/50 lässt sich kein Engagement Wagecks nachweisen; im "Deutschen Bühnenjahrbuch" wird bei Wageck nur vermerkt: "Nicht engagiert, aber dem… (GDBA-)…Ortsverband angeschlossen.". Erst ab Anfang der 1950er Jahre trat Wageck langjährig an Frankfurter Bühnen auf, so am "Theater am Roßmarkt" (1950/51), an der "Hessischen Volksbühne" (1951/52) sowie seit 1952/53 bis zum Ende der Spielzeit 1963/64 mit nur kurzen Unterbrechungen über 10 Jahre lang an dem von Fritz Rémond jr. gegründeten "Kleinen Theater im Zoo". Danach wechselte er für einige Zeit als festes Ensemblemitglied, dann als Gast an das "Schauspiel Frankfurt". In der er Eröffnungsvorstellung (1971) des von Liesel Christ neu begründeten "Volkstheaters Frankfurt" übernahm er die Titelrolle in dem Stück "Der alte Bürgerkapitän" von Carl Malß (Programmheft/Plakat) und bereicherte ab 1971/72 zwei Spielzeiten lang das Ensemble des "Volkstheaters". Danach (1974/75 und 1975/76) wirkte er erneut am "Kleinen Theater im Zoo".
   
Ab den 1950er Jahren zeigte er sich in einigen Kinofilmen, zudem war er in Österreich und Deutschland in verschiedenen Fernsehproduktionen zu sehen. Als einen ersten Auftritt vor der Kamera führt die "Internet Movie Database" sowie filmportal.de das von Rolf Hansen mit O. W. Fischer und Heidemarie Hatheyer gedrehte, kriminalistische Melodram "Das letzte Rezept" (1952), in dem Wageck in einer ungenannten Nebenrolle mitwirkte. An weiteren Kinoproduktionen sind kleinere Parts in dem Melodram "Staatsanwältin Corda" (1954) und in dem Lustspiel "Küß mich noch einmal" (1956) zu nennen.
Eine gewisse Popularität erlangte Wageck durch seine Rolle des Hausmeisters Ballmann in der "Hesselbach"-Serie (1960/61), bereits in dem Kinofilm "Herr Hesselbach und die Firma"3) (1956) mimte er einen Hausmeister namens Fuchslocher → filmportal.de (Besetzung).
In den 1960er Jahren erlebte man Wageck mehrfach in Literaturadaptionen auf dem Bildschirm. Das am Berliner "Schillertheater" von Willi Schmidt mit Hermine Körner in der Titelrolle inszenierte Drama "Die Irre von Chaillot" von Jean Giraudoux sollte dann im Dezember 1959 unter der Regie von Harry Buckwitz als Live-Übertragung gesendet werden, musste jedoch wegen Körners Erkrankung verschoben werden und gelangte erst zwei Monate später, Mitte Februar 1960, als Aufzeichnung mit unter anderem Anita Mey (Constance), Trude Hesterberg (Gabrielle), Eva Vaitl (Joséphine) und Peter Fricke (Pierre) zur Ausstrahlung; welche Figur Wageck darstellte, lässt sich derzeit nicht ermitteln. In der TV-Fassung "Der Datterich"4) (EA: 16.02.1958), basierend auf der gleichnamigen Lokalposse von Ernst Elias Niebergall mit Joseph Offenbach in der Titelrolle des Particuliers Datterich mimte er den Datterichs Freund Knerz, in "Der General", dem zweiten Teil des von Fritz Umgelter in Szene gesetzten Mehrteilers "Am grünen Strand der Spree" (1960) nach der Romanvorlage von Hans Scholz, neben Protagonist Wolfgang Büttner den Oberzahlmeister Neumann, in "Schinderhannes" (1968), gedreht von Franz Peter Wirth nach dem gleichnamigen Theaterstück von Carl Zuckmayer mit Hans Dieter Zeidler als der Räuberhauptmann Johannes Bückler, genannt "Schinderhannes", gehörte er ebenfalls zur Besetzung. Unter der Regie von von Rolf Hädrich entstand mit "Graf Öderland"4) (EA: 08.12.1968) die TV-Verfilmunng des gleichnamigen Bühnenstücks von Max Frisch mit Bernard Wicki als der Staatsanwalt, in dem er sich mit einem kleinen Part ebenso zufrieden geben musste wie in dem von Peter Beauvais inszenierten  Drama "Trauer muss Elektra tragen"1) (1970) nach gleichnamigen Theaterstück von Eugene O'Neill.
Am 28. August 1958 trat er übrigens gemeinsam mit Hans Joachim Kulenkampff in der Sendung "Das gibt frohe Laune" aut, einer Direktübertragung von der "Deutschen Rundfunk-, Fernseh- und Phonoausstellung" in Frankfurt/M (heute "IFA"). Mehrfach war er in den 1960er Jahren zudem Gast in der von Kulenkampff präsentierten, beliebten Quizsendung/Unterhaltungsshow "Einer wird gewinnen", fungierte als Sketch-Partner des legendären TV-Entertainers.

Darüber hinaus beteiligte sich Wageck seit Anfang der 1950er Jahre, vornehmlich beim "Hessischen Rundfunk", sporadisch als Sprecher in Hörspielen, die "ARD Hörspieldatenbank" weist bis Mitte der 1970er rund 35 Produktionen mit ihm aus. Unter andrem sprach er, neben dem Hausmeister Fuchslocher in einigen Episode der "Hesselbach"-Hörspielen, auch verschiedene Figuren in etlichen, von Robert Stromberger verfassten Mundart-Hörspielen (hessisch). Den Part des Zirkusdirektors Kranz übernahm er in der Geschichte "Mein Sohn Matteo"5) von Kurt Heynicke (EA: 14.12.1953; Regie: Theodor Steiner), wirkte in "Großer Ring mit Außenschleife"5) von Heinz Oskar Wuttig (EA: 14.06.1954; Regie: Hanns-Ludwig Wiechmann) mit, ein Stück, das auch für das Fernsehen (1966) verfilmt wurde → Auswahl Hörspiele bei Wikipedia.
 
Josef Wageck war seit 1943 bis zu seinem Tod  mit Helene "Leni" Malchow verheiratet.
 
Quelle (weitgehend): Wikipedia (abgerufen28.09.2026) mit weiterführenden Einzelnachweisen
 
Weitere Filme*) mit Josef Wageck
 
Link: 1) fernsehserien.de, 2) theatertexte.de, 3) filmdienst.de,
4) Die Krimihomepage, 5) ARD Hörspieldatenbank 

*) Der Link führt zur Internet Movie Database
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