Elsa Martinelli
Elsa Martinelli wurde am 13. Januar 1935*) als Elsa Tia im italienischen Grosseto (Toskana) geboren. Nachdem sie zunächst als Verkäuferin und Bedienung in einer Bar gearbeitet hatte, wurde sie 1953 von dem Modedesigner Roberto Capucci entdeckt, der sie zum Fotomodell und Mannequin machte; durch Kirk Douglas1) kam die attraktive junge Frau dann zum Film. 1955 verkörperte sie an seiner Seite die junge Indianerin Onahti in "The Indian Fighter" (Zwischen zwei Feuern) und erhielt einen Filmvertrag in Hollywood. Wegen ihres Aussehens wurde die Martinelli vor allem in Rollen eleganter junger Frauen und Playgirls eingesetzt. 1956 gewann sie für ihre Leistung in Mario Monicellis "Donatella" (Junge Liebe in Rom) den Darstellerpreis in Berlin.
Die Schauspielerin pendelte nun zwischen Rom und Hollywood hin und her und verkörperte in amerikanischen und europäischen Produktionen Charaktere unterschiedlichster dramatischer Prägung; sie war in Komödien ebenso zu sehen wie in Kriminal- oder Abenteuerfilmen, so beispielsweise 1957 in dem Streifen "La mina"2) (Die letzte Chance) oder 1962 neben John Wayne in Howard Hawks Abenteuer-Klassiker "Hatari!"2).
Eine besonders gute Leistung zeigte sie 1963 als Hilda in Orson Welles' Kafka-Adaption "Le procès"2) (Der Prozess), im gleichen Jahr zeigte sie sich an der Seite von Elizabeth Taylor und Richard Burton als aufstrebenden Schauspielerin Gloria Gritti in Anthony Asquiths Melodram "The V.I.P.s"2) (Hotel International). In Italien verdankte Elsa Martinelli einen ihrer besten Auftritte Giuseppe Fina, der sie 1962 für die Hauptrolle in "Pelle viva" verpflichtete. 1965 überzeugte sie auch als Olga in Elio Petris Science-Fiction-Satire "La decima vittima"2) (Das 10. Opfer), danach folgten eher zu vernachlässigende Produktionen wie der Italo-Western "The Belle Starr story"2) (1967, Mein Körper für ein Pokerspiel) oder der Streifen "Una sull'altra" (1969, Nackt über Leichen). Lediglich die Fantasy-Komödie "Candy"2) (1968) ist erwähnenswert.
 
Anfang der 1970er Jahre zog sich Elsa Martinelli mehr und mehr vom Filmgeschäft zurück, trat in den kommenden Jahren nur noch sporadisch vor die Filmkamera und betätigte sich als erfolgreiche Modeschöpferin. Im Juni 1957 hatte sie den Grafen Franco Mancinelli Scotti di San Vito geheiratet, von dem sie sich später wieder scheiden ließ; die gemeinsame, 1958 geborene Tochter Cristiana Mancinelli wirkte in den 1970ern ebenfalls in einigen Filmproduktionen mit.
Eine zweite Ehe schloss sie 1968 mit Willy Rizzo, einem der bekanntesten Porträtfotografen Frankreichs, der sich auch als Möbel-Designer einen Namen machte; siehe auch die englischsprachige Website www.willyrizzo.com.  
Siehe auch Wikipedia
*) nach anderen Quellen 1930
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
 
Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: Wikipedia)
  • 1954: Le rouge et le noir (Rot und Schwarz)
  • 1955: The Indian Fighter (Zwischen zwei Feuern)
  • 1956: Four Girls in Town (Wem die Sterne leuchten)
  • 1956: Donatella (Junge Liebe in Rom)
  • 1956: La risaia (Das Reismädchen)
  • 1957: Stowaway Girl
  • 1958: I battellieri del Volga (Wolgaschiffer)
  • 1958: La mina (Die letzte Chance)
  • 1959: Ciao, ciao, bambina
  • 1959: Costa Azzurra
  • 1959: Tunisi top secret
  • 1959: La notte brava (Wir von der Straße)
  • 1960: …et mourir de plaisir (Und vor Lust sterben)
  • 1960: I piaceri del sabato notte
  • 1960: Le capitan (Mein Schwert für den König)
  • 1960: Il carro armato dell'8 settembre
  • 1960: Un amore a Roma (Liebesnächte in Rom)
  • 1960: La menace (Die Drohung) 
  • 1962: Hatari! (Hatari!)
  • 1962: Pelle viva
  • 1962: The Pigeon That Took Rome (Es begann in Rom)
  • 1963: Le procès (Der Prozess)
  • 1963: The V.I.P.s (Hotel International)
  • 1963: Rampage (Bring sie lebend heim)
  • 1965: De l'amour
  • 1965: Diamantenbillard
  • 1965: La decima vittima (Das 10. Opfer)
  • 1965: Je vous salue mafia (Grüße an die Mafia)
  • 1965: Marco the Magnificent (Im Reich des Kublai Khan)
  • 1965: L'or du duc
  • 1966: Come imparai ad amare le donne (Das Gewisse Etwas der Frauen)
  • 1966: Maroc 7 (Marokko 7)
  • 1967: The Belle Starr story (Mein Körper für ein Pokerspiel)
  • 1967: Le plus vieux métier du monde (Das älteste Gewerde der Welt)
  • 1967: Woman Times Seven (Siebenmal lockt das Weib)
  • 1967: Qualcuno ha tradito (Null Uhr sieben kommt John Harris)
  • 1968: Candy (Candy)
  • 1968: El millón de Madigan (Zwei Nummern zu groß)
  • 1968: Manon 70 (Hemmungslose Manon)
  • 1968: Maldonné
  • 1969: If It's Tuesday, This Must Be Belgium (So reisen und so lieben wir)
  • 1969: L'amica (Lisa und die Männer)
  • 1969: OSS 117 prend des vacances
  • 1969: Les shemins de Katmandou
  • 1969: Una sull'altra (Nackt über Leichen)
  • 1971: La araucana (Legionen des Todes)
  • 1971: La part des lions (Der Löwenanteil/Blutiger Lohn)
  • 1976: Garofano rosso
  • 1985: Sono un fenomeno paranormale
  • 1988: Pygmalion 88
  • 1990: Arrivederci Roma
  • 1992: Once Upon a Crime… (7 Gauner und ein Dackel)
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