Thomas Sean Connery wurde am 25. August1930 im schottischen Edinburgh als Sohn eines Arbeiters geboren. Eigentlich hatte sein Leben wenig verheißungsvoll begonnen, er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, sein Vater arbeitete als Fernfahrer, seine Mutter putzte wohlhabenderen Familien den Dreck weg. Mit 15 Jahren schmiss Sean die Schule um die Familie mit diversen Jobs zu unterstützen, ging dann 16-Jährig zur Marine – aus gesundheitlichen Gründen wurde er 1945 aus der "Royal Navy" entlassen. Anschließend übernahm er wieder schlecht bezahlte Gelegenheitsjobs, war aber auch schon als Reporter tätig – in seiner Freizeit betrieb er Bodybuilding. Das zahlte sich zweifach aus: als Model für Badekleidung und – begleitet von viel Öffentlichkeit – als Vertreter Schottlands 1950 bei der Wahl des "Mister Universum".
Nach dem Besuch der "Edinburgh School of Arts" machte Connery seine ersten darstellerischen Erfahrungen in einem Theater in Edinburgh und später in London, tourte dann durch die Provinz und übernahm kleine Aufgaben beim Fernsehen.
Ab 1954 folgten erste nennenswertere Rollen bei Film und Fernsehen, Connery trat in B-Movies wie "Die blinde Spinne" (1956, No Road Back), "Zwölf Sekunden bis zur Ewigkeit" (1957, Time Lock), "Tarzans größtes Abenteuer" (1959, Tarzans Greatest Adventure) aber bald auch in dem hochkarätig besetzten Kriegsfilm "Der längste Tag" (1961, (The Longest Day) oder dem sehenswerten Fantasyfilm "Das Geheimnis der verwunschenen Höhle"1)  (1959, Darby O'Gill and the Little People2)) auf, bevor er die Rolle erhielt, die ihn über Nacht zum Weltstar werden ließ:
Sean Connery Ende Juli 1971 bei den Dreharbeiten in Amsterdam zu dem "Bond"-Film "Diamantenfieber"; Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 924-7001); Urheber/Fotograf: Mieremet, Rob / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: www.gahetna.nl/over-ons/open-data / CC BY-SA 3.0 NL 1962 hatten die Leser des "London Daily Express" dafür votiert, dass Connery in Ian Flemings englischem Low-Budget-Film "James Bond 007 jagt Dr. No"1) (Dr. No2)) den Superagenten verkörpern sollte. Damit legten sie den Grundstein für eine der längsten und erfolgreichsten Film-Serien der Kinogeschichte. Connery hatte bereits mit dem ersten Film einen Riesenerfolg, der ihn international bekannt machte. Es folgten fünf weitere Bond-Filme mit ihm als Agent 007: "Liebesgrüße aus Moskau"1) (1963, From Russia with Love2)), "Goldfinger"2) (1964), "Feuerball" (1965, Thunderball2)), "Du lebst nur zweimal"2) (1967, You Only Live Twice) und "Diamantenfieber"1) (1971, Diamonds Are Forever2)).

Sean Connery Ende Juli 1971 bei den Dreharbeiten in Amsterdam zu
dem "Bond"-Film "Diamantenfieber"
Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 924-7001)
Urheber/Fotograf: Mieremet, Rob / Anefo; mehr bei → www.gahetna.nl
Quelle: Wikimedia Commons;
Lizenz: www.gahetna.nl/over-ons/open-data / CC BY-SA 3.0 NL

Vom Publikum auf die Rolle des smarten und attraktiven Superagenten festgelegt, war Connery in den 1960er Jahren dennoch in Filmen unterschiedlichsten Genres zu sehen - meist an der Seite schöner Frauen: Etwa neben Gina Lollobrigida in dem Krimi "Die Strohpuppe"1) (1964, Woman of Straw), mit Tippi Hedren in Alfred Hitchocks packendem Psychothriller "Marnie"1) (1964, Marnie2)), in Sidney Lumets Kriegsfilm "Ein Haufen toller Hunde"1) (1965, The Hill) oder dem Western "Shalako"1) (1968) mit Brigitte Bardot.
Anfang der 1970er Jahre verabschiedete er sich von "James Bond" und startete eine zweite Karriere als charismatischer Held mit Thrillern wie "Der Anderson-Clan"1) (1971, The Anderson Tapes2)) und "Sein Leben in meiner Gewalt"1) (1972, The Offence). Er agierte in dem Science-Fiktion-Streifen "Zardoz"2) (1974), gehörte zur hochkarätigen Besetzung von Sidney Lumets Agatha Christie-Verfilmung "Mord im Orient-Express"1) (1974, Murder on the Orient Express2)2)). Im gleichen Jahr sah man Connery in dem Actionkrimi "Die Uhr läuft ab" (Ransom), in dem farbenprächtigen Abenteuer "Der Mann, der König sein wollte"1)  (1975, The Man Who Would Be King) zeigt er sich an der Seite von Michael Caine, in "Der Wind und der Löwe" (1975, The Wind and the Lion) war Candice Bergen seine Partnerin. Als alternder Robin Hood tauchte er wenig später in der Lovestory "Robin und Marian" (1976, Robin and Marian) neben Audrey Hepburn auf. In dem von Richard Attenborough mit Starbesetzung inszenierten Kriegsfilm "Die Brücke von Arnheim"1) (1977, A Bridge Too Far2)) gehörte auch Connery als Generalmajor Robert Urquhart zu den prägnanten Figuren. Ein Jahr später folgte die Gaunerkomödie "Der große Eisenbahnraub"1) (1978, The First Great Train Robbery2)), die Science-Fiction-Geschichte "Meteor"2) 1979) und der Politthriller "Explosion in Cuba"1) (1979, Cuba) beendeten das Filmschaffen der 1970er Jahre.
Doch Connery hatte seinen Zenit noch lange nicht erreicht, 1981 agierte er in dem Science-Fiction-Streifen "Outland – Planet der Verdammten"1) (Outland2)2)), im gleichen Jahr mimte er den griechischen König Agamemnon in der Fantasy-Komödie "Time Bandits"1) (Time Bandits2)), um wenig später als Fernsehreporter Patrick Hale in Richard Brooks' Komödie "Flammen am Horizont"2) (1982, Wrong Is Right) aufzutauchen; sehenswert ist auch Fred Zinnemanns Berg-Drama "Am Rande des Abgrunds"1) (1982, Five Days One Summer).

Sean Connery am 10. Dezember 1980 anlässlich einer Privatparty
Urheber: Alan Light; Lizenz: CC BY 2.0
Quelle: Wikimedia Commons bzw. www.flickr.com (= Originalfoto)

Sean Connery am 10. Dezember 1980 anlässlich einer Privatparty; Urheber: Alan Light; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons bzw. www.flickr.com (= Originalfoto)
Auf Drängen der Filmgesellschaft entschloss sich der Schauspieler dann Anfang der 1980er Jahre nach zwölf Jahren erneut als"007" vor die Kamera zu treten, obwohl er sich geschworen hatte, nie wieder in die Rolle des Superagenten zu schlüpfen. Der Film kam 1983 mit dem dem symbolträchtigen Titel "Sag niemals nie"1) (Never Say Never Again2)) in die Kinos.
 
In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre spielte Connery dann mehr väterliche und oft auch selbstironisch angelegte Rollen. Herausragend hier 1986 seine Verkörperung des Undercover-Mönchs in Jean-Jacques Annauds Verfilmung des Umberto-Eco-Bestsellers "Der Name der Rose", für die Connery mit dem "Britisch Academy Award" als "Bester Schauspieler" ausgezeichnet wurde.  
   
Der Name der Rose
Deutschland, Italien, Frankreich, 1986
Titel Italien: Il nome della rose
Titel Frankreich: Le nom de la rose
Titel USA: The Name Of The Rose
Genre: Historienkrimi
Regie: Jean-Jacques Annaud
Darsteller:
Sean Connery: William von Baskerville, Christian Slater: Adson von Melk
Helmut Qualtinger: Remigio da Varagine, Elya Baskin: Severinus von St. Emmeram
Michael Lonsdale: Abt Abbo von Fossanova, Volker Prechtel: Malachias von Hildesheim
Fjodor Schaljapin: Jorge de Burgos, William Hickey: Ubertino da Casale
Leopoldo Trieste: Michele de Cesena, Michael Habeck: Berengar von Arundel
Urs Althaus: Venantius von Salvemec, F. Murray Abraham: Bernardo Gui
Valentina Vargas: Das Mädchen, Ron Perlman: Salvatore
Mark Bellinghaus: Novize Jorges, Peter Clös: Mönch
Ludger Pistor: Mönch, und andere
(Die Links führen zu Wikipedia bzw. zum Kurportrait innerhalb dieser HP)
 
Mit seinem Roman "Der Name der Rose" landete der Autor Umberto Eco1) im Jahre 1980 einen absoluten Hit. Die 23-Millionen-Euro-Verfilmung von Regisseur Jean-Jacques Annaud1) wurde europaweit einer der größten Kinoerfolge des Jahres 1986.
Nach einer monatelangen, vergeblichen Suche nach einem Klosterbauwerk, das mit den Beschreibungen des Romans übereinstimmte, baute man schließlich für die Außenszenen in der Nähe von Rom das Areal der Abtei komplett nach. Die Konstruktion war damit die größte Filmkulisse unter freiem Himmel seit dem Millionen-Epos "Cleopatra" (1963).

Kurzinhalt:
Als Botschafter des Kaisers reist der englische Franziskanerpater William von Baskerville (
Sean Connery) anno domini 1327 mit seinem Gehilfen Adson von Melk (Christian Slater) zu einer reichen Benediktinerabtei im italienischen Apennin. Dort soll Bruder William ein Treffen zwischen den Vertretern des reichen Papstes und einer Gruppe von abtrünnigen, der Ketzerei angeklagten Glaubensgenossen organisieren.
Der Aufenthalt der beiden Besucher gestaltet sich zum wahren Alptraum. Eine grauenvolle Mordserie stört den Frieden der Abtei. William von Baskerville glaubt vielleicht an Gott, aber nicht an den Teufel. Doch sein Aufenthalt in einer reichen Benediktinerabtei stellt ihn auf eine harte Probe: Ein Mönch ist aus dem Fenster gesprungen, ein anderer wird tot im Schweineblut-Bottich gefunden, ein dritter liegt ermordet im Badehaus – überall weisen die Spuren auf den leibhaftigen Satan.
William wird vom Untersuchungsfieber gepackt und dringt immer tiefer in die Geheimnisse der Abtei ein. Mit detektivischem Spürsinn verfolgt Baskerville die Spur im geheimnisvollen Labyrinth des Gewölbes. Und er muss sich beeilen, denn Bernardo Gui (F. Murray Abraham), ein erbarmungsloser Hexenjäger, ist eingetroffen. Er will die Abtei von allen Teufeln säubern und hat seine Sündenböcke rasch gefunden. Die Scheiterhaufen brennen schon, als William vor der überraschenden Lösung des Rätsels steht …

Quelle: Dirk Jasper FilmLexikon 

Im Gegensatz zu dem Buch konzentriert sich Annaud in seiner Verfilmung ganz auf die vordergründigen Aspekte der Kriminalgeschichte. Das geht so weit, dass nicht einmal der Titel des Filmes erklärt wird. Herausgekommen ist ein pompös inszenierter, spannungstechnisch solider historischer Krimi, der damit eine ganze Modewelle los trat. Aber was den Stoff eigentlich interessant macht, wurde offenbar als philosophischer Ballast angesehen und getilgt. (Quelle: prisma.de)
 
"Der Name der Rose" bietet gruseliges Mittelalter pur. Mit einem garstigen Großinquisitor, einem aufgeklärten Sean Connery, der hier zum ersten Mal ohne Toupet auftrat, und einem gut aussehenden Christian Slater, der trotz seines Gelübdes eine heiße Liebesszene aufs Parkett legt. Auch die ausgemergelten Bauern und die unhygienischen Verhältnisse lassen jede romantische Vorstellung, wie man sie aus Ritterfilmen der 50er Jahre kennt, in den Nebelschwaden der italienischen Alpen aufgehen. Dennoch wirkt der Realismus in diesem Streifen nicht gewollt, nach dem Motto: Je ekliger, desto besser, wie man ihn beispielsweise aus den Filmen von Michael Caton-Jones kennt. Dem Produzent Bernd Eichinger ist es hier vielmehr gelungen, die unheimliche Atmosphäre des dunklen Zeitalters aufzufangen, in dem man den Teufel an jeder Ecke förmlich riechen konnte. Kurz: Dem Zuschauer wird eine gekonnte Umsetzung des Roman-Klassikers von Umberto Eco geboten, die zum Glück nicht ganz so dramatisch endet wie seine literarische Vorlage.2)
  
Lexikon des internationalen Films:
Die Verfilmung des Romans von Umberto Eco, dessen theologische, kunstgeschichtliche, philosophische und historische Exkurse, vor allem das Motiv des Ringens von Verstand und Vernunft mit Irrationalität und Dämonenglaube, nur noch teilweise eine überzeugende bildliche Darstellung finden. Zwiespältig ist vor allem die Veränderung des Schlussteils, die die eher pessimistische Parabel allzu sehr glättet. Als Unterhaltungsfilm, der die Welt des Mittelalters detailgenau und sorgfältig rekonstruiert und verlebendigt, dennoch ansprechend.
 
Siehe auch Wikipedia, www.filmzentrale.com sowie
www.dieterwunderlich.de mit Infos zum Roman
  
Link: 1) Wikipedia
2) Quelle: cinecentral.de (Seite nicht mehr abrufbar)
    
Bleibenden Eindruck hinterließ Connery 1986 auch als Juan S. V.-L. Ramirez in dem Fantasy-Spektakel "Highlander"2) an der Seite von Christopher Lambert. 1987 trug Hollywood seinem Star mit dem "Oscar" für die "Beste Nebenrolle" in Brian De Palmas Actionstreifen "Die Unbestechlichen"1) (The Untouchables2)) Rechnung, glänzend auch seine Rolle in der Krimikomödie "Family Business"1) (1989, auch: Ehrbare Ganoven2)) mit Dustin Hoffman und Matthew Broderick.
 
Stets war Connery gefragt, wenn der Spannungsbogen zwischen einem gereiften Charakter und einem jungen Helden geschlagen werden sollte, so auch 1989 als der kauzig-verschrobene Vater von Harrison Ford in Steven Spielbergs Abenteuer "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug"1) (Indiana Jones and the Last Crusade2)). Filme mit Sean Connery versprachen und versprechen packende Kinoabende, so 1990 John McTiernans actionreiches U-Boot-Abenteuer "Jagd auf Roter Oktober"1) (The Hunt for Red October2)) oder der Spionagethriller "Das Russland-Haus"1) (The Russia House2)) nach dem gleichnamige Roman von John Le Carré.
Nach "Highlander II – Die Rückkehr"2) (1990, Highlander II – The Quickening) gab er die eher kleine Rolle des Königs Richard Löwenherz in dem Abenteuer "Robin Hood – König der Diebe"2) (1991, Robin Hood: Prince of Thieves) neben Kevin Costner und Morgan Freeman. 

Foto: Sean Connery bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 1999
Quelle: Wikimedia Commons; es handelt sich um einen Ausschnitt des Fotos Sean Connery 1999.jpg
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Lizenz zur Veröffentlichung siehe hier

Sean Connery bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 1999; Quelle: Wikimedia Commons; es handelt sich um einen Ausschnitt des Fotos Sean Connery 1999.jpg; Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert.
Nach dem Abenteuer "Medicine Man – Die letzten Tage von Eden"1) (1992, The Last Days of Eden) konnte man Connery mit der Hauptrolle in dem packenden Thriller "Die Wiege der Sonne"1) (1993, Rising Sun2)) erleben, es folgten die Komödie "Der letzte Held von Afrika"1) (1993, A Good Man In Africa2)), das Historienabenteuer "Der Erste Ritter"1) (1995, First Knight), wo Connery den König Arthur verkörperte und Richard Gere den Protagonisten Lancelot.
Sean Connery und Rob Brown während der Berlinale 2001 bei der Vorstellung des Films "Finding Forrester" Der Justizthriller "Im Sumpf des Verbrechens"1) (1994, Just Cause2)) gehört nicht unbedingt zu den Highlights in Connerys Filmografie, ebenso wenig wie der Actionthriller "The Rock – Fels der Entscheidung"1) (1996, The Rock2)).
Seit Ende der 1990er sieht man den Star nur noch sporadisch auf der Leinwand, zu seinen letzten Arbeiten für das Kino zählen unter anderem das Drama "Forrester – Gefunden!"1) (2000, Finding Forrester2)) und das eher belanglose Actionabenteuer "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen"1) (2003, The League of Extraordinary Gentlemen2)).

Foto: Sean Connery und Rob Brown2) während der Berlinale 2001
anlässlich der Vorstellung des Films "Finding Forrester"
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
Connery, der in zahlreichen Filmen vor allem die Herzen der Frauen höher schlagen ließ, erhielt neben seinem "Oscar" 1987 für die Rolle in "The Untouchables" noch zahlreiche weitere Ehrungen. Unter diesen ist die Aufnahme in die französische "Légion d'Honneur"2) (1991) und der "Commandeut des Arts et des Lettres", die höchsten Auszeichnungen, die Frankreich zu vergeben hat. Zu nennen ist 1988 die Ehrung als "Bester Schauspieler" durch die "British Academy of Film and Television Arts"2) für "Der Name der Rose" sowie der "Lifetime Achievement Award" im Jahre 1990 – eine besondere Maske aus Silber der BAFTA, die durch Prinzessin Anne dem oder der Schauspieler/in überreicht wird, die sich um den internationalen Film besonders verdient gemacht haben. Für seine Engagement für Schottland wurde Connery im Jahre 2000 von der britischen Königin zum Ritter geschlagen (Knight Bachelor2)) und darf sich seitdem "Sir Sean Connery, Knight of the Order of the British Empire" nennen. Am 3. Dezember 2005 erhielt der Mime von der "Europäischen Filmakademie" in Berlin den "Europäischen Filmpreis"2) für sein Lebenswerk; analog dazu wurde ihm im Juni 2006 durch das "American Film Institute" (AFI) in Los Angeles der "Life Achievement Award"2) verliehen. Erwähnenswert ist zudem, dass Connery 1989 von der US-amerikanischen Wochenzeitschrift "People Magazine" zum "Sexiest Man Alive" und 1999 – immerhin bereits  69 Jahre alt –- zum "Sexiest Man of the Century" gewählt wurde → Übersicht der Auszeichnungen bei Wikipedia.

Sean Connery im Juni 2008 beim Internationalen Film Festival in Edinburgh
Urheber: Stuart Crawford → www.flickr.com
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons bzw. www.flickr.com

Sean Connery im Juni 2008 beim Internationalen Film Festival in Edinburgh; Urheber: Stuart Crawford; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons bzw. www.flickr.com
Wie 2005 durch die Medien ging, habe sich Connery in den Ruhestand verabschiedet und wolle keine Filme mehr drehen; so lehnte er es ab, im 4. Teil von "Indiana Jones" erneut die Rolle des abenteuerlustigen Archäologen Henry Jones bzw. des Vaters des Titelhelden (Harrison Ford) zu übernehmen.
  
Rechtzeitig zu seinem 78. Geburtstag stellte die Leinwand-Legende in seiner Heimatstadt Edinburgh im Rahmen des Internationalen Buchfestivals Ende August 2008 seine Memoiren "Being A Scot" vor. Auf insgesamt 300 Seiten zieht Connery darin einen Bogen von seiner Kindheit in ärmlichen Verhältnissen bis zu seinem heutigen Status als Weltstar. Besonderes Augenmerk erhält seine schottische Heimat, zu der Connery eine innige Beziehung pflegt. Eher spärlich vertreten ist hingegen die Zeit als Bond-Darsteller, mit der Connery wohl bereits innerlich abgeschlossen hat.3) Das Buch, welches in Zusammenarbeit mit Connerys Freund, dem schottischen Filmemacher Murray Grigor, entstanden ist, erschien im Frühjahr 2009 in der deutschen Übersetzung unter dem Titel "Mein Schottland, mein Leben".
Connery ist schottischer Patriot und setzt sich seit Jahrzehnten für die Belange seiner Heimat und deren Einwohner ein. Er gründete mit eigenen Mitteln die Stiftung "Scottish International Educational Trust", die Ausbildungsstipendien für talentierte Schotten vergibt. Seine Millionengage für den James-Bond-Film "Diamantenfieber" floss 1971 komplett in die Stiftung. Er hatte die ungeliebte Rolle des Geheimagenten ein sechstes Mal übernommen, um die Stiftung finanziell abzusichern. Sean Connery setzt sich seit langem für die Unabhängigkeit Schottlands ein und ist Mitglied und Förderer der "Scottish National Party", der gegenwärtigen Regierungspartei, die politisch dem Linksliberalismus zuzuordnen ist.4)
Sean Connery mit Ehefrau Micheline Roquebrunne am 23. November 1983 bei der Ankunft auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol; Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 932-7858); Urheber/Fotograf: Bogaerts, Rob / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: www.gahetna.nl/over-ons/open-data / CC BY-SA 3.0 NL

Sir Sean Connery hat einen Sohn, der 1963 geborene Jason Connery2) – ebenfalls inzwischen recht erfolgreicher Schauspieler –, stammt aus seiner ersten, 1962 geschlossenen Ehe mit der australischen Schauspielerin Diane Cileno2). Nach der Scheidung Anfang September 1973 gab er am 6. Mai 1975 der französisch-marokkanischen Malerin Micheline Roquebrunne das Ja-Wort. Das Paar lebt wechselweise in Marbella und auf den Bahamas.

Sean Connery mit Ehefrau Micheline Roquebrunne am 23. November 1983
bei der Ankunft auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol
Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 932-7858)
Urheber/Fotograf: Bogaerts, Rob / Anefo; mehr bei → www.gahetna.nl
Quelle: Wikimedia Commons;
Lizenz: www.gahetna.nl/over-ons/open-data / CC BY-SA 3.0 NL

Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Website (auf englisch) des Schauspielers: www.seanconnery.com
Siehe auch Wikipedia, www.filmzentrale.com, Dirk Jasper FilmstarLexikonwww.whoswho.de 
sowie www.jamesbondfilme.de
Link: 1)  prisma.de, 2) Wikipedia
Quelle: 3) Artikel bei rp-online.de vom 25.08.2008, 4) Wikipedia (abgerufen 03.07.2015)
Stand Juli 2015
Lizenz Foto Sean Connery (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Kinofilme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database
Siehe auch die Seite "Bond"-Filme innerhalb dieser HP
(Link: Wikipedia, in Klammern: prisma.de)
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