Walter Buschhoff
Walter Buschhoff wurde am 8. Juli 1923 in Worms geboren. Neben seiner Tätigkeit für das Theater an so bedeutenden Bühnen wie den "Münchner Kammerspielen" oder der Berliner "Volksbühne" wirkte der Schauspieler schon früh in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit. Man sah ihn mit meist kleineren Rollen in Kinofilmen wie beispielsweise "Das Wunder des Malachias"1) (1961), "Grieche sucht Griechin" (1966), "Die Ente klingelt um halb acht"1) (1968), "Der Stoff, aus dem die Träume sind"1) (1972) oder "Das Schweigen im Walde"1) (1978). Zuletzt zeigte er sich in Peter Timms heiteren Geschichte "Rennschwein Rudi Rüssel" (1995) als Professor Kurt auf der Leinwand.
Die Fernsehzuschauer sahen ihn neben Auftritten in so beliebten Krimis wie "Tatort", "Ein Fall für 2" oder "Die Männer vom K3" beispielsweise 1966 als Leo Fuller in "Porträt eines Helden", weiterhin in Serien bzw. Mehrteilern wie "Die Abenteuer des Monsieur Vidocq" (1971), "Ein Mann will nach oben"2) (1978) oder "Die Wiesingers"1) (1984). 
Zum absoluten Publikumsliebling avancierte der Schauspieler im bereits "vorgerückten" Alter mit seiner Rolle des "Vinzenz Bieler" in der beliebten ZDF-Serie "Forsthaus Falkenau"1). Seit Beginn der Serie im Jahre 1989 gehörte Walter Buschhoff zur festen Darstellerriege, ohne ihn und seine tatkräftigen Frau Herta alias Bruni Löbel, Schwiegermutter des Försters Martin Rombach (Christian Wolff2)), wäre das "Forsthaus" kaum denkbar gewesen. Mit der Figur des sympathischen Vinzenz Bieler spielte sich Walter Buschhoff fast zwei Jahrzehnte lang in die Herzen seiner Fans, noch bis zum 29. Dezember 2006 konnte man ihn mit dieser Rolle auf dem Bildschirm sehen. Nach 17 Staffeln hieß es Abschied nehmen, mit Beginn einer neuen Ära im Forsthaus (die Serie wurde ab 2007 mit Hardy Krüger jr. als Förster fortgesetzt) ging mit Christian Wolff nicht nur der Protagonist der Serie, auch Walter Buschhoff gab die Rolle Medienberichten zufolge aus Altersgründen auf. Opa Vinzenz zog im Film mit seiner Herta nach Mallorca, im wahren Leben ist die beliebte Bruni Löbel2) am 27. September 2006 im Alter von 85 Jahren gestorben. Doch auch sie hatte bereits Monate vorher angekündigt, dass sie für weitere Folgen nicht mehr zur Verfügung stünde.

Doch Buschhoff war nicht nur der altgediente Oberförster, man erlebte den Vollblutschauspieler unter anderem 1991 als Arthur unter der Regie von Bertram von Boxberg in der Tragikkomödie "Die Erbschaft" auf dem Bildschirm, 1994 wirkte er als Dr. Arno Dobrand in dem populären Mehrteiler "Der Havelkaiser"1) neben Günter Pfitzmann mit oder war 1998 der Eberhard von Gastrow in dem Krimi "Die Blutige Beute" aus der Reihe "Die Straßen von Berlin".
Bereits in den 1960er Jahren war Buschhoff für seine vielschichtige darstellerische Leistung ausgezeichnet worden, 1964 erhielt er den "Ernst-Lubitsch-Preis"1) für seine herausragende Interpretation des Ernst Kramer in dem von Will Tremper in Szene gesetzten Kinofilm "Die Endlose Nacht"1) (1963), eine feuilletonistische Darstellung der Schicksale einer Gruppe Reisender, die auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof auf den verspäteten Abflug ihrer Maschine warten. 1969 verlieh man Buschhoff den "Bundesfilmpreis"1) für seine Darstellung des Touristen G. W. Bach in Hans-Jürgen Syberbergs Spielfilmdebüt "Scarabea – Wieviel Erde braucht der Mensch"3), der nach einer Novelle von Leo Tolstoj entstanden war.

In den letzten Lebensjahren machte sich der Schauspieler, der im Verlaufe seiner Karriere in über 200 Film- und Fernsehproduktionen mitwirkte, auch als Schriftsteller einen Namen: 2003 erschien sein Roman "Seniorenwinter".
 
Walter Buschhoff starb am 7. Dezember 2010 im Alter von 87 Jahren in München, wo er in den letzten Jahren sehr zurückgezogen gelebt hatte; seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof Sonnenberg in Wiesbaden → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Der Schauspieler war eine Zeit lang mit seiner Kollegin Maria Körber2) verheiratet gewesen; aus dieser Verbindung stammt Sohn Sebastian.
Zuletzt war Ehefrau Hedwig an seiner Seite, die er Ende November 1992 in München geheiratet hatte  → www.gettyimages.de.
  
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) filmportal.de
Siehe auch Wikipedia, Filmografie Internet Movie Database
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