Hannelore Hoger wurde am 20. August 1942 in Hamburg geboren; schon früh kam sie mit der Welt des Theaters in Berührung –  ihr Vater war Schauspieler und Inspizient am "Ohnsorg-Theater" – und hatte schon als Kind den Wunsch, ebenfalls Schauspielerin werden. Nach dem Besuch der "Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Künste"1) in Hamburg bei Professor Eduard Marks2), gab sie 1960 unter Peter Zadek ihr Bühnendebüt als Isabella in "Maß für Maß" von William Shakespeare am Ulmer Stadttheater. Weitere Engagements führten sie nach Bremen (1965-1967), Stuttgart (1968-1972) und Bochum. In Bochum arbeitete sie zwischen 1972 und 1980 mit Peter Zadek zusammen, man sah sie in Berlin sowie dem Wiener "Burgtheater" und ab 1981 gehörte sie zum Ensemble des "Hamburger Schauspielhauses", wo eine langjährige Zusammenarbeit mit Augusto Fernandes1) begann, die prägend für die Schauspielerin wurde. Seit Anfang der 1980er Jahre hat sie sich auch einen Namen als erfolgreiche Regisseurin gemacht, inszenierte beispielsweise 1986 am "Staatstheater Darmstadt" Hebbels "Maria Magdalena"1), 1989 am "Theater in der Josefstadt" Wedekinds "Frühlings Erwachen"1) oder 2000 in Kaiserslautern Brechts Einakter "Die Kleinbürgerhochzeit"1)
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Hannelore Hoger; Copyright Virginia Shue
Eckhard Franke schrieb unter anderem in der Monatszeitschrift "Theater heute"1) (Jahrbuch 1988) über die Künstlerin: "Sie ist rigide selbstbewußt, wohl nur schwer zu haben fürs weniger Attraktive (was sie, die sich als Ensemblespielerin versteht, heftig bestreitet), sie gilt als "schwierig", eine intelligente Diva. (…) Als Schauspielerin ist die Hoger eine Entdeckerin, Verführerin, deren wache Neugier auf Figuren ansteckt. Anstiftet. (…) Sie blieb als Regisseurin die erfindungsfreudige Beobachterin, die neugierige Entdeckerin, die sie als Schauspielerin war und ist, eine Phantasie freisetzende, anspornende Virtuosin des Schauspiel(er)handwerks."*)
Im folgenden eine kleine Auswahl wichtiger Rollen bzw. Theaterstücke (Quelle: "Henschel Theaterlexikon"*); Link: Wikipedia):
Hannelore Hoger 1984 als Lady Macbeth 01; Copyright Virginia Shue Hannelore Hoger 1984 als Lady Macbeth 02; Copyright Virginia Shue
Hannelore Hoger 1984 als Lady Macbeth (03) mit Peter Striebeck; Copyright Virginia Shue    Hannelore Hoger 1984 als Lady Macbeth 04; Copyright Virginia Shue
Hannelore Hoger 1984 als
Lady Macbeth
in "Macbeth"1) von 
William Shakespeare
(Foto links mit Peter Striebeck)

Hermann Lause und Hannelore Hoger 1983 in dem Schauspiel "Der Groß-Coptha" von Johann Wolfgang von Goethe am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg; Copyright Virgina Shue … und 1983 als "Die Marquise"
mit Hermann Lause (Der Domherr)
in dem Lustspiel "Der Groß-Coptha"
von Johann Wolfgang von Goethe
 
Die Fotos wurden mir freundlicherweise 
von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) 
zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

  

Zu Hannelore Hogers jüngeren Theaterauftritten zählt Edward Albees Ehedrama "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"1) (2004/2005); hier machte sie als Partnerin von Gerd Böckmann2) am Hamburger "St. Pauli-Theater" Furore. "Der Tagesspiegel" bemerkte hierzu unter anderem: Ehekrieg auf höchstem Niveau: Gerd Böckmann und Hannelore Hoger sind zwei großartige, gewissenlose Gegenspieler. Binnen Sekunden wechseln sie ihre Haltung, noch schneller ihre Absicht. Hannelore Hoger ist fantastisch. Ob versoffen, hysterisch, empfindsam oder berechnend; ob Mädchen oder Grande Dame: erschreckend authentisch gelingt Hoger der Spagat zwischen Marthas Zynismus und ihrer Empfindsamkeit.
Seit Mitte Dezember 2009 war sie im neu eröffneten, von Dieter Hallervorden geleiteten Berliner "Schlosspark-Theater" zu bewundern; gemeinsam mit Peter Sattmann2) stand sie in dem Broadway-Klassiker "Love Letters" von A. R. Gurney1) in einer Inszenierung von Alfred Kirchner auf der Bühne; am 20./21. bzw. 23./24. Februar 2010 wurde die Berliner Produktion auch am Hamburger "St. Pauli Theater" gezeigt. "Hannelore Hoger und Peter Sattmann spielen geistreich und witzig ein altes Liebespaar." schreibt unter anderem das "Hamburger Abendblatt" (06.02.2010). Das Stück stand im Oktober 2012 am "St. Pauli Theater" erneut auf dem Spielplan.
Seit der Premiere am 24. Februar 2013 brillierte Hannelore Hoger zusammen mit Volker Lechtenbrink2) in dem neuen Stück "Ihre Version des Spiels" der französische Autorin Yasmina Reza erneut am Hamburger "St. Pauli Theater", bis 17. März gab es weitere Aufführungen. Hannelore Hoger gibt in diesem, von Ulrich Waller inszenierten "abgründigen Kammerspiel" die Erfolgsautorin Nathalie Oppenheim, Lechtenbrink den jovial-aufdringlichen Provinz-Bürgermeister. Die Bild-Zeitung bezeichnete Hoger und Lechtenbrink als "Hamburgs neues Bühnen-Traumpaar", für die "Hamburger Morgenpost" war das Stück eine "klasse Schauspieler-Leistung in einem klugen Kammerspiel". → www.abendblatt.de
  
Seit Mitte der 1960er Jahre übernahm Hannelore Hoger Rollen in Kinofilmen und wurde rasch einem breiten Publikum bekannt. Man sah sie beispielsweise 1968 als Zirkusunternehmerin Leni Peickert in Alexander Kluges "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos"1), 1971 als Inspektorin in dessen Science-Fiction-Film "Der Große Verhau", 1975 als Doktorengattin Trude Blorna in Volker Schlöndorffs "Die Verlorene Ehre der Katharina Blum"1) oder 1979 als Geschichtslehrerin Gabi Teichert in Kluges Drama "Die Patriotin". In den 1980er Jahren sahen die Kinozuschauer die Charakterschauspielerin beispielsweise als Frau Bärlamm in Kluges "
Die Macht der Gefühle"1) (1983), ein Jahr später übernahm sie die Rolle der lebenshungrigen Zahnarztfrau Isabella Borgwart in Adolf Winkelmanns "Super" sowie die der Brigitte in Hans-Christoph Blumenbergs Thriller "Tausend Augen". 1986 spielte sie – wieder unter Hans-Christoph Blumenberg – die Rolle der Doris Kollmann in dem Krimi "Der Sommer des Samurai"1) und in Helmut Dietls preisgekrönten Komödie "Rossini"1) übernahm sie 1997 neben Mario Adorf, Götz George und Veronica Ferres die diffizile Rolle der Reporterin Charlotte Sanders. In Thomas Bohns Actionthriller "Straight Shooter"1) (1999) war Hannelore Hoger neben Dennis Hopper, Heino Ferch und Katja Flint als Innenministerin Lena Hölldorfer auf der Leinwand präsent sowie 2003 in "hamlet_X"1), einem Internet-Projekt des Schauspielers und und Multimedia-Künstlers Herbert Fritsch; hochkarätig besetzt, unter anderem mit Corinna Harfouch und Hermann Lause, entstand Shakespeares "Hamlet" in über 100 Kurzfilmsegmenten völlig neu – als Modenschau, Schnulze oder Krimi. 
Seit Ende August 2008 stand die Schauspielerin für die Verfilmung der von Heinrich Mann1)  (1871 – 1950) in den 1930er Jahren im französischen Exil entstandenen historischen Romane "Die Jugend des Königs Henri Quatre" (1935) und "Die Vollendung des Königs Henri Quatre" (1938) vor der Kinokamera. Der ältere Bruder des Nobelpreisträgers Thomas Mann1) (1875 – 1955) schilderte darin das Leben des Königs Henri IV.1) (1553 – 1610), der sich zur Zeit der blutigen Glaubenskriege zwischen Katholiken und Hugenotten für Verständigung einsetzte und den Beinamen "der gute König" erhielt. In der Produktion unter Beteiligung mehrerer europäischer Länder mit dem Titel "Henri 4"1) führt der profilierten Filmemacher Jo Baier Regie (auch Drehbuch), der Franzose Julien Boisselier1) verkörpert die Titelfigur, Hannelore Hoger gibt bravourös die machthungrig-berechnende französische Königin und Schwiegermutter von Henri IV., Katharina de Medici1) (1519 – 1589), eine der Hauptverantwortlichen für die Bartholomäusnacht, in der in Frankreich im Jahre 1572 Tausende von Hugenotten ermordet wurden. Weitere tragende Rollen haben unter anderem Joachim Król (Heinrichs Feldmarschall Agrippa), Ulrich Noethen (Karl IX.1)), Andreas Schmidt (Guillaume de Salluste Du Bartas, Hugenottischer Dichter und Soldat unter Henry IV.) und Devid Striesow (François, duc d'Anjou=Heinrich III.1)) übernommen, doch auch Nebenrollen sind hochkarätig besetzt, so zeigt sich beispielsweise Katharina Thalbach als Gauklerin. Das aufwendige, 155-minütige Historiendrama feierte seine Premiere im Rahmen der 60. Internationalen Filmfestspiele in Berlin (11. bis 21. Februar 2010), am 4. März 2010 kam der Film in die Kinos. Die längere, rund 170-minütige Fernsehfassung wurde erstmals am 6. April 2012 in der ARD sowie zeitgleich bei ORF 2 ausgestrahlt; siehe auch www.henri-vier.com.
Seit Ende März 2015 sieht man Hannelore Hoger in Oskar Roehlers stark autobiografisch gefärbtem Spielfilm "Tod den Hippies!! Es lebe der Punk"1). Eine weitere Arbeit für die "große Leinwand" ist die neuerliche Verfilmung der Kinderbuchklassiker "Heidi"1) von Johanna Spyri. Am 19. August 2014 begannen im schweizerischen Graubünden sowie in München, Thüringen und Sachsen-Anhalt mit Regisseur Alain Gsponer1) die Dreharbeiten, Hannelore Hoger ist als Großmama Sesemann zu sehen. Die jugendliche Protagonistin wird von Newcomerin Anuk Steffen gespielt, Bruno Ganz schlüpft in die Rolle von deren Großvater, dem eigenbrötlerischen aber herzensguten Alpöhi. In weiteren Rollen kann man unter anderem Quirin Agrippi (Geissenpeter), Katharina Schüttler (Fräulein Rottenmeier), Isabelle Ottmann (Klara Sesemann) und Maxim Mehmet (Vater Herr Sesemann) erleben; der Film kam am 10. Dezember 2015 in die Kinos. Die letzten Schweizer Leinwandproduktionen des Stoffes fanden vor rund sechs Jahrzehnten statt, 1952 wurde "Heidi"1) von dem italienischen Regisseur Luigi Comencini1) mit Elsbeth Sigmund1) (Heidi) und Heinrich Gretler (Alpöhi) in Szene gesetzt, 1955 folgte "Heidi und Peter"1) von Regisseur Franz Schnyder1), erneut mit Elsbeth Sigmund und Heinrich Gretler.
 Die aktuelle Filmversion wurde übrigens anlässlich der 66. Verleihung des "Deutschen Filmpreises 2016" ("Lola") am 27. Mai 2016 im Berliner "Palais am Funkturm" als "Bester Kinderfilm" ausgezeichnet.
  
Ihr TV-Debüt hatte Hannelore Hoger 1965 mit der Figur der Beatie Bryant in "Tag für Tag" nach dem Schauspiel von Arnold Wesker1) gegeben, mit Rollen in zahlreichen weiteren Fernsehfilmen avancierte die wandlungsfähige Schauspielerin rasch zur unverzichtbaren Größe auf dem Bildschirm. Meist verkörpert sie mutige, ein wenig trotzige Gestalten, die jedoch offen für Humor und einfühlsam bleiben, und stets eine gewisse Gradlinigkeit verkörpern. Neben Auftritten in so beliebten Krimi-Serien wie beispielsweise "Derrick", "Der Alte", "Peter Strohm" oder "Ein Fall für zwei", sah man sie 1973 als Frau Tredup in dem Fallada-Mehrteiler "Bauern, Bonzen und Bomben"2), sie beeindruckte 1988 als jüdische Mutter Lea in Egon Monks Fünf-Teiler "Die Bertinis"1) oder 1992 als Elisabeth Cerphal in "Die Zweite Heimat – Chronik einer Jugend"1)
von Edgar Reitz.
Ungeheure Popularität erlangte Hannelore Hoger dann ab 1994 mit der Rolle der eigenwilligen Kommissarin "Bella Block"1) aus der Feder von Autorin Doris Gercke in den gleichnamigen Fernseh-Krimis des ZDF. Hier agiert die Hoger als emanzipatorische Frau, die weiß, was sie will und löst instinktsicher, manchmal mit ungewöhnlichen Methoden, und sprödem Charme so manchen kniffligen Fall. 
Für ihre Leistung erhielt die Schauspielerin zahlreiche Auszeichnungen, so 1994 den "Grimme-Preis in Gold" für "Bella Block" und den RTL-Fernsehpreis "Goldener Löwe" ("Beste Schauspielerin" für "Bella Block – Liebestod"), 1996 die "Goldene Kamera" ("Beste TV-Kommissarin"), und zuletzt 2003 den Bayerischen Fernsehpreis für ihre Darstellung der Bella Block in "Bella Block – Tödliche Nähe"3). Weitere spannende, zum Teil sehr ambitionierte "Bella Block"-Krimis sind unter anderem "Auf der Jagd"3) (1998), "Geflüsterte Morde"3) (1999), "Am Ende der Lüge"3) (2000), "Bitterer Verdacht"3) (2001), "Kurtschatten"3) (2002), "Tödliche Nähe"3) (2002), "Hinter den Spiegeln"3) (2003), "Die Freiheit der Wölfe"3) (2004), "Die Frau des Teppichlegers"3) (2005), "… denn sie wissen nicht, was sie tun"3) (2005), "Das Glück der Anderen"3) (2006), "Blackout"3) (2006), "Weiße Nächte"3) (2007) und "Falsche Liebe"3) (2008).

Foto: Hannelore Hoger Mitte Oktober 2005
Urheber/Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann; Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

Hannelore Hoger Mitt Oktober 2005; Urheber/Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann; Lizenz: CC-BY-SA-2.0; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
Als das ZDF am 17. Januar 2009 den ersten Teil des von Markus Imboden inszenierten Zweiteilers "Das Schweigen der Kommissarin"3) anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der "Bella Block"-Reihe ausstrahlte, wurden dem Sender erneut hervorragende Quoten beschert. Mit dem Film, in dem Bella Block den brutalen Mord an einer jungen Frau aufzuklären hat, kommt es allerdings auch zu einem Abschied. Bella Block wird von ihrem langjährigen Lebensgefährten Simon Abendroth (Rudolf Kowalski) verlassen und kündigte am Ende auch ihren Job als Kommissarin bei der Hamburger Polizei. "Bella Block"-Fans konnten jedoch aufatmen, die erfolgreiche Krimi-Reihe wird laut ZDF-Fernsehspiel-Chef Pit Rampelt fortgesetzt, wenn auch in anderer Form. Hannelore Hoger bleibe der Figur treu, "Bella Block" werde auch künftig zwei Mal im Jahr als "eine Art Expertin oder Privatermittlerin" zum Einsatz kommen. Regie bei der ersten neuen Folge nach "Bella Blocks" Abschied aus dem Kommissariat führte Max Färberböck, der Krimi  "Vorsehung"3)  wurde am 28. November 2009 ausgestrahlt. Am 13. November 2010 folgte mit "Das schwarze Zimmer"3) (Regie: Rainer Kaufmann) eine neuerliche spannende, diesmal in Schweden angesiedelte Geschichte. Die im Sommer 2010 gedrehte 30. Folge "Stich ins Herz" feierte am 3. Oktober 2011 im Rahmen des "Filmfestes Hamburg" seine Premiere im "Cinemax Dammtor", im ZDF gesendet wurde die Folge am 26. November 2011.
Anfang März 2011 begannen dann in Hamburg und Umgebung die Dreharbeiten zum 32. "Bella Block"-Krimi, "Der Fahrgast und das Mädchen"3) hieß die ungewöhnliche Folge, in der Bella Block diesmal verdeckt im Umfeld einer Schule ermitteln musste (EA: 11.02.2012), mehr Infos bei www.presseportal.de. Am 15. August 2011, fiel in Berlin die erste Klappe zu einem weiteren "Bella Block"-Krimi, "Unter den Linden"3) nannte sich die 31. Folge der erfolgreichen ZDF-Krimireihe, die das Thema Altersarmut aufgriff und am 27. Oktober 2012 zur Ausstrahlung gelangte. Diesmal ermittelte Bella Block auf eigene Faust in Berlin, nachdem sie Zeugin eines mysteriösen Unfalls geworden war; ebenfalls mehr Infos bei www.presseportal.de. Die Dreharbeiten zu der 33. Folge mit dem Titel "Hundskinder" starteten am 17. April 2012 und man durfte gespannt sein. Denn Bella Block präsentiert sich nach dem Ausscheiden von Rudolf Kowalski als ihrem Lebensgefährten Simon Abendroth wieder mit einem neuen Freund, gespielt von Peter Simonischek, der bereits als Restaurantbesitzer Carlo Lenz in "Unter dem Linden" eingeführt wurde → www.presseportal.de. In der 33. Folge "Hundskinder"3) (EA: 16.03,2013) hatte Bella Block einen ungewöhnlichen Fall zu lösen, nachdem der Vater von vier (verwahrlosten) Kindern in einem Waldgebiet ermordet aufgefunden wurde. Um nicht in ein Heim gesteckt zu werden, nehmen sie Bella Block als Geisel … Am 29. Mai 2013 fiel in Hamburg die erste Klappe zu dem "Bella Block"-Fall mit dem Titel "Angeklagt"3) (EA: 02.11.2013). Diesmal wurde Bells Block mit früheren Ermittlungen konfrontiert und musste sich mit einem alten Fall neu auseinandersetzen → www.presseportal.de und www.tittelbach.tv.
In der 35. Geschichte des erfolgreichen ZDF-Dauerbrenners bzw. der Jubiläumsfolge "20 Jahre Bella Block" ermittelte die Ex-Kommissarin mehr zufällig in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, die Folge "Für immer und immer" flimmerte am 22. November 2014 über die Bildschirme, bereits drei Tage zuvor hatte der Film seine Premiere auf ZDFneo gefeiert: "Bella Block (Hannelore Hoger) begleitet Staatsanwalt Klaus Dieter Mehlhorn (Hansjürgen Hürrig) nach Lissabon. Sie folgen der Einladung eines alten Studienfreundes Mehlhorns. In der Villa des ebenso charmanten, wie vermögenden Gastgebers Bernhard Greve (Henry Hübchen) hat Bella eine merkwürdige Begegnung mit einer jungen Deutschen. Am nächsten Morgen erscheint die Polizei. Die junge Frau ist in der Nacht vom berühmten "Elevador de Santa Justa" in den Tod gestürzt. Greve gerät für die Polizei unter Verdacht. Mehlhorn bittet Bella um Hilfe. Doch Bella geht schon bald ihren sehr eigenen Weg". kann man bei presseportal.zdf.de lesen. Für tittelbach.tv umschifft der Film "weitgehend elegant die dramaturgischen Stereotypen, die sich zuletzt eingeschlichen hatten. Christian von Castelbergs Film ist ein elegantes Krimi-Drama, edel in Ausstattung und Bildgestaltung, meisterlich, was den Fluss der Erzählung betrifft."
Jüngst ging durch die Presse, dass Hannelore Hoger den Ermittler-Beruf bald an den Nagel hängen bzw. sich von der Figur der "Bella Block" nach rund 20 Jahren verabschieden wolle. Wie www.ndr.de im August 2014 berichtete, möchte sich Hannelore Hoger "von der Rolle der eigenwilligen Hamburger Kommissarin verabschieden", um sich verstärkt ihrem Privatleben bzw. anderen Projekten zu widmen. "Ich werde dieses und nächstes Jahr noch eine "Bella Block" drehen. Dann ist Schluss", sagte Hoger der "Bild am Sonntag". Die Entscheidung sei endgültig. Am 11. September 2014 begannen in Hamburg die Dreharbeiten zum vorletzten und von Andreas Senn, inszenierten 36. Fall mit dem Titel "Die schönste Nacht des Lebens", der den Zuschauern am 4. April 2015 präsentiert wurde. In diesem Thriller ermittelte Bella Block diesmal im Marine-Milieu, nachdem der Offiziersanwärter eines Segelschulschiffs Fritz Mühlstadt tot aus der Elbe gezogen wurde. Die Recherchen erweisen sich als extrem schwierig, da die Ex-Kommissarin bei den in den Fall involvierten Kadetten sowie deren Vorgesetzten auf eine Mauer des Schweigens stößt → presseportal.zdf.de, tittelbach.tv, fernsehserien.de.
  
Doch Hannelore Hoger ist nicht nur "Bella Block", so überzeugte sie beispielsweise in dem bereits 1999 produzierten Psychothriller "Fiesta der Leidenschaft"3) als altersschwache Konsulin Johanna Schwartz neben Katja Studt und Max Tidof, gedreht nach dem Roman "Die letzte Fiesta" von Claudia Rosenkranz. 2001 sah man sie gemeinsam mit Tochter Nina als Restaurantbesitzerin Maren Ohmsen, die in der Komödie "Vier Meerjungfrauen" gegen den Willen ihrer drei Töchter nach dem Tod ihres Mannes ein neues Glück mit ihrem Chefkoch Friedrich Torkelsen (Jürgen Schornagel) findet. 2002 agierte sie als Bürgermeisterin in dem RTL-Event-Movie "Pest – Die Rückkehr", 2003 spielte sie in "Wenn Weihnachten wahr wird" hinreißend die Rolle der verhinderten Schauspielerin und skurrilen Edeltraud Schmitz, die ungeachtet der Tatsache, dass sie bereits 60 Lenze zählt, in dem Krippenspiel die schwangere Maria mimt. Eine ungewöhnliche Gastrolle spielte sie Anfang 2004 in der beliebten ARD-Serie "
Um Himmels Willen"1) und war in der Episode "Trojanisches Pferd" als "Schwester Mechthild" im Habit einer Nonne zu sehen.
Anfang April 2006 gab es dann ein ein Wiedersehen mit den "Vier Meerjungfrauen" bzw. mit Restaurantbesitzerin Maren Ohmsen, ihrem neuen Mann Friedrich und den drei Töchtern: In der Fortsetzung "Liebe ŕ la Carte"3) geht es in dem idyllischen Ostsee-Restaurants "Vier Meerjungfrauen" erneut turbulent zu, Friedrich ist in den "Olymp der Gourmetköche" aufgestiegen und hat endlich eine lang ersehnte Auszeichnung bekommen, seine exquisiten Kochkünste scheinen jedoch weder von den Gästen noch innerhalb der Familie die notwendige Anerkennung zu erfahren. Als er dann das Angebot seiner Ex-Frau Henrike (Michaela May) annimmt, ausgerechnet kurz vor den Feierlichkeiten anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Restaurants in einer TV-Kochshow aufzutreten, ist die Verwirrung der Gefühle vorprogrammiert…
Aufgrund der positiven Zuschauerresonanz nach den ersten beiden Teilen schlug Autorin Andrea Kriegl ein weiteres amüsantes Kapitel rund um die "Vier Meerjungfrauen" auf. In der Mitte Dezember 2007 ausgestrahlten Geschichte "Eine stürmische Bescherung"3) überschlagen sich gerade zur Vorweihnachtszeit die Ereignisse im Hause Torkelsen, die patente Maren muss sich nicht nur gegen die drohende Schließung ihres Restaurants durch einen charmant-intriganten Bauunternehmer (Friedrich von Thun) zur Wehr setzen, sondern sich auch noch Sorgen um ihren bisher so tatkräftigen Mann Friedrich (Jürgen Schornagel) machen, der aufgrund eines Missverständnisses sein Ende nahen sieht und zum depressiven Hypochonder mutiert. Doch mit Hilfe der Unterstützung ihrer drei selbst mit familiären Problemen kämpfenden Töchtern, allen voran Muriel (Nina Hoger) sowie deren Schwestern May Brit (Susanne Schäfer) und Merle (Lavinia Wilson) kommt es – wie sollte es anders sein – schließlich für alle doch zum (erwarteten) Weihnachts-Happy End.
 
Dass Hannelore Hoger nicht nur in Krimis oder Komödien zu überzeugen weiß, bewies sie an der Seite von Götz George in dem Drama "Die Katze"1), das unter anderem beim "Hamburger Filmfest" im Herbst 2007 gezeigt wurde. Das von Kaspar Heidelbach in Szene gesetzte Psychodrama basiert auf dem 1966 erschienenen Roman "Le chat"1) des französischen Schriftstellers Georges Simenon und wurde bereits 1970 mit Simone Signoret und Jean Gabin in den Hauptrollen verfilmt – Hoger und George stehen den darstellerischen Leistungen ihrer berühmten französischen Kollegen mit ihrem eindringlichen Spiel in nichts nach und ziehen alle Register ihres schauspielerischen Könnens: Margret (Hannelore Hoger), bürgerliche Witwe eines bankrott gegangenen Fabrikanten, lernt Siegmar (Götz George), einen raubeinigen ehemaligen Polier kennen. Wenig später entschließen sich die beiden unterschiedlichen alten Leute zu heiraten und in Magrets Haus zusammenzuziehen. Die Angst vor der Einsamkeit ist größer als alle Bedenken. Was Margret nicht ahnt: Siegmar bringt seine Katze mit – mit der Margret sofort auf Kriegsfuß steht. Das Tier wird zum ständigen Zankapfel zwischen ihnen, ein an den Nerven zerrender Kleinkrieg beginnt, der alle Zuneigung auslöscht. Siegmar fasst seinen Hass in zwei Worten zusammen: "Die Katze." Ihr Zusammenleben wird zur Hölle. Als Siegmar seine Katze tot auffindet, bahnt sich eine tödliche Katastrophe an …(Quelle: www.filmfesthamburg.de)
Hannelore Hoger, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008 (Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin; Copyright Christian Behring Verschiedentlich übernimmt die Vollblutschauspielerin – wie schon seit Jahrzehnten – auch kleinere, dennoch prägnante Rollen in Fernsehfilmen, in denen sie nicht im Mittelpunkt steht, so etwa als Gloria in Johannes Griesers Psychothriller "Hölle im Kopf "1) (2005) mit Heino Ferch als paranoidem Architekten Marc Hoffmann und Claudia Michelsen als dessen undurchsichtiger Ehefrau. Sie agierte als eigenbrötlerische Bruna Marasi in dem packenden Krimi "Die Toten vom Karst"1)  (2006) mit Henry Hübchen als "Commissario Laurenti", in dem TV-Remake von "Die Zürcher Verlobung", das Helmut Käutner 1957 nach dem gleichnamigen Bestseller von Barbara Noack mit Liselotte Pulver, Paul Hubschmid und Bernhard Wicki in den Hauptrollen für das Kino gedreht hatte, mimte die Hoger im Dezember 2007 die martialische TV-Produzentin Antonia Brückner an der Seite der Protagonisten Juliane (Lisa Martinek), Jean (Tim Bergmann) und dem bärbeißigen "Büffel" (Christoph Waltz); Filmlegende Liselotte Pulver trat hier übrigens in der Schlussszene auf, indem sie sich selbst spielte.
  
  
  
Hannelore Hoger, aufgenommen anlässlich der Verleihung der LOLA 2008
(Deutscher Filmpreis 2008) am 25. April 2008 in Berlin
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
Herrlich skurril, fast schon eine Karikatur, war ihre Darstellung der wohlhabenden Hotelteilhaberin Betty Billerbeck in der Anfang März 2009 ausgestrahlten ZDF-Komödie "Pretty Mama"3), mit der humorvoll die "Midlife-Crisis" einer für alle sorgenden Ehefrau und Mutter erzählt wird. Karin Dittmann (Birge Schade) sieht sich unverhofft in so einer Situation, als sie bei einem Preisausschreiben einen Aufenthalt in einem luxuriösen Wellnesshotel in Heiligendamm an der Ostsee gewinnt und spontan beschließt, den Alltag mit ihrem Mann Peter (Oliver Stokowski) und den halbwüchsigen Söhne hinter sich zu lassen. Unversehens gerät sie in einen Strudel von Gefühlsverwirrungen, als sie dem charmanten Barpianisten Michel (Harald Schrott) näher kommt. Da dieser von Betty Billerbeck ausgehalten wird, kommt es bald zu Rivalitäten zwischen der jungen Frau und der deutlich älteren Betty. Hannelore Hogers glänzendes Spiel trug nicht unwesentlich zu einem vergnüglichen Fernsehabend bei, nuanciert und amüsant zog sie von Schroffheit über Ruppigkeit bis letztlich zum Verständnis alle Register ihres schauspielerischen Könnens.
In der ARD-Tragikomödie "Jeder Mensch braucht ein Geheimnis"3) (EA: 6.01.2010) konnte die Hoger erneut mit einer Paraderolle glänzen und machte als herrische Hausherrin Luise vor allem ihrem Mann Helmut (Dietmar Mues) das Leben schwer. Als Helmut ausgerechnet an Luises 65. Geburtstag, zu dem sich die gesamte Familie ein Stelldichein gibt, klammheimlich mit seiner Geliebten nach Italien verschwindet, bricht die scheinbar heile Familienidylle auseinander. "Hannelore Hoger zeigt hier, dass sie nicht nur in ihrer Krimirolle der Bella Block zu überzeugen weiß, sondern auch tragische Gestalten durchaus glaubhaft verkörpern kann." meint prisma.de. Eine anders gelagerte, wenn nicht minder interessante Frauenfigur ist die der angesehenen Hamburger Neuropsychiaterin Ella, die in dem Psychodrama "Ellas Geheimnis"3) in Südafrika mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Regisseur Rainer Kaufmann setzte in seinem gut gespielten Drama auf eine ungewöhnliche Darsteller-Kombination, denn hier trifft "Bella Block" Hannelore Hoger auf Henning Mankells "Wallander" alias Rolf Lassgĺrd. Kaufmann, der hier mit der Hoger nach "Long Hello And Short Goodbye" und "Blackout" bereits zum dritten Mal zusammenarbeitete, erzählt die Ereignisse, die zum Tod der jungen Frau führten, in verschachtelten Rückblenden und zeigt nur, was bruchstückhaft im Erinnerungsvermögen der Protagonistin auftaucht.4) Vorgestellt wurde der von Rainer Kaufmann inszenierte Film erstmals am 1. Juli 2009 anlässlich des Münchener Filmfestes, die Fernsehzuschauer kamen am 22. Januar 2010 zunächst auf ARTE in den Genuss, diese einfühlsame und bildgewaltige Produktion mit einer exzellent aufspielenden Hannelore Hoger zu sehen.
Mitte April 2011 fiel in Nordengland unter der Regie von Urs Egger die erste Klappe für die zweiteilige Verfilmung des Charlotte Link-Bestsellers "Das andere Kind"1). (EA: 02./03.01.2013) Hannelore Hoger trat hier im ersten Teil der vielbeachteten und hochgelobten Adaption als Großmutter der frisch geschiedenen Ärztin Leslie (Marie Bäumer) in Erscheinung, die ihre Großmutter Fiona Barnes im beschaulichen nordenglischen Scarborough besucht und kurz nach ihrer Ankunft in zwei grausame Morde verwickelt bzw. mit Fionas finsterem Familiengeheimnis konfrontiert wird. "Da entsteht ein Tableau tragisch-düsterer Charaktere, wie man es selten sieht. Hannelore Hoger, die Verräterin eines Nachkriegskinds und Urmutter allen Unglücks, funkelt mit höhnisch verzweifelten Blicken und aggressiv wie eine Dogge den Filou Tanner (Fritz Karl) nieder. Sie hat ihn als Erbschleicher durchschaut, einen innerlich gebrochenen Frauenherzensbrecher und elenden Loser." notiert unter anderem www.spiegel.de; siehe auch prisma.de.
Am 23. September 2013 präsentierte sich die Vollblutmimin einmal mehr mit dem schwedischen Schauspieler Rolf Lassgĺrd in der ZDF-Komödie über einen Nachbarschaftsstreit mit dem Titel "Uferlos!"3) (EA: 23.09.2013), in der "deutsche Rechthaberei und skandinavische Lebenslust konfliktträchtig und unterhaltsam aufeinanderprallen", wie das ZDF schreibt. Unter der Regie von Rainer Kaufmann mimte sie die eigenbrötlerische Natur- und Vogelfreundin Marlies Gottlieb, welche den Dorfbewohnern im Brandenburgischen den Zugang zum nahe gelegenen See verwehrt. Als der feierfreudige, unkonventionelle Sohn des verstorbenen Nachbarn Mikkel Nordergren (Rolf Lassgĺrd) auftaucht, kommt es trotz anfänglicher menschlicher Annäherung zur Eskalation … → www.tittelbach.tv. So notierte das "Hamburger Abendblatt" unter anderem: "Eine glückliche Hand hatte das Produktionsteam bei der Auswahl der Schauspieler, vor allem bei Hannelore Hoger. Kaufmann und Hoger kennen sich von gemeinsamen Arbeiten für die "Bella Block"-Krimis. Hoger agiert hier etwas zurückgenommener als bei der Hamburger Kommissarin, ihre Pointen setzt sie jedoch genau so. Sie grantelt in der für sie typischen Art, doch spielt sie die Marlies als nachdenkliche Figur, die über Geschichte und Zukunft reflektiert." Eine weitere sehenswerte Produktion mit Hannelore Hoger in der Hauptrolle war die Geschichte "Nichts für Feiglinge"1) (EA: 10.01.2014). Hier präsentierte sie sich als zunehmend dement werdende kratzbürstig-sturköpfige Lisbeth, Groß- und Ziehmutter des Musikstudenten Philip (Frederick Lau). "Vor allem Hannelore Hoger entlockt dem Zuschauer als rüstige Lady, die ihre Freiheit krankheitsbedingt mehr und mehr verliert, die ein oder andere Träne." schreibt prisma.de und bei www.derwesten.de konnte man lesen: "Demenz ist ein schweres Thema. Taugt es für einen Unterhaltungsfilm? Die Antwort lautet Ja. Hannelore Hoger und Frederick Lau zeigen, wie es geht. Fein dosiert balancieren beide in dem ARD-Film "Nichts für Feiglinge" zwischen Komik und Tragik. Und Haltung zeigen sie auch noch."; siehe auch www.tittelbach.tv.
Seit Juni 2014 abgedreht war die ganz auf Hannelore Hoger zugeschnittene melancholischen Komödie "Frau Roggenschaubs Reise" (Regie: Kai Wessel): "Rosemarie Roggenschaub verliert nicht nur ihren Reederei-Job an eine junge Call-Center-Kollegin, sondern auch ihren Ehemann Klaus (Christian Redl). Rosemarie trägt es scheinbar mit Fassung, doch hinter ihrem Lächeln reift schon ein Plan. Kurzerhand verkauft sie dem Gärtner Sasha Mandel (Rahul Chakraborty) Klaus' Habseligkeiten. Ihre offizielle Version lautet: Einbruch. Verschwunden ist somit auch die vermeintlich äußerst wertvolle E-Gitarre ihres Mannes. Als der Ex-Gatte einen Detektiv engagieren will, macht Rosemarie sich selbst auf die Suche nach dem teuren Stück. Entschlossen nistet sie sich bei der Großfamilie Mandel ein." (Quelle: presseportal.zdf.de). Vorgestellt wurde die ZDF-Produktion im Juni 2015 im Rahmen des "11. Festivals des deutschen Films" in Ludwigshafen, die Ausstrahlung erfolgte am 14. Dezember 2015. "Hoger ist köstlich, die Erzählung flüssig, der Soundtrack spritzig; im Dialog dominiert trockener Witz und der Dreh mit Laien erweist sich als Glücksgriff. (…) Hogers Spiel weist wie ihre Rolle viele Nuancen auf, was durch ihr vorzügliches Timing noch veredelt wird." schreibt beispielsweise Rainer Tittelbach → www.tittelbach.tv.
Eine ebenfalls hervorragende darstellerische Leistung lieferte Hannelore Hoger in der zweiteiligen ARD-Geschichte um das "Hotel Heidelberg" ab, die sich wohltuend von den ansonsten oft so seichten Unterhaltungsfilmchen abhob. Im ersten Teil "Kramer gegen Kramer" (EA: 26.02.2016) musste sich die Junior-Chefin des Hotels Annette Kramer (Ulrike C. Tscharre) mit ihrer eigenwilligen Mutter Hermine (Hannelore Hoger), der nicht gerade pflegeleichten und eher bärbeißigen Gründerin des Betriebs, auseinandersetzen, die mit ihrer Spielsucht das Hotel fast in den Ruin treibt. Im zweiten Teil "Kommen und Gehen" (EA: 04.03.2016) trat die Figur der Hermine wegen der verschiedenen Handlungsstränge um eine Chaos-Familie zwar etwas in den Hintergrund, dennoch hatte Hannelore Hoger als flippige Alt-68erin auch hier eine tragende Rolle. "Hannelore Hoger, Ulrike C. Tscharre, Christoph Maria Herbst und Rüdiger Vogler – das ist erste Garnitur. Hoger, deren spitzzüngige Kratzbürste mit ihrer Selbstgefälligkeit auch manchen Zuschauer provozieren wird, die andererseits das Thema Altwerden, für die 68er eine besondere Bürde, nachhaltig ins Spiel bringt, entwirft das Bild dieser faszinierenden Frau in seiner ganzen Widersprüchlichkeit." meint Rainer Tittelbach zu Teil 1 "Kramer gegen Kramer"; Infos zu Teil 2 "Kommen und Gehen" ebenfalls bei tittelbach.tv. Mit "Tag für Tag" (EA: 09.12.2016) ging die "Hotel Heidelberg"-Story in die dritte Runde, im Mittelpunkt steht (die nun von Annette Frier dargestellte) Annette Kramer, die als Hotel-Chefin mit den tagtäglichen Herausforderungen fast an ihre Grenzen stößt und Ehemann Ingolf (Christoph Maria Herbst) zunehmend vernachlässigt. Ein weiteres Problem taucht auf, als sich die wie immer spitzzüngige Mutter Hermine (Hannelore Hoger) ausgerechnet in den misanthropisch-grummligen Theaterstar Richard Karrenberg (André Jung) verliebt → tittelbach.tv.
 
Hannelore Hoger, die zu den beliebtesten Fernseh-Schauspielerinnen Deutschlands zählt, wurde im März 2001 für ihre hervorragenden filmkulturellen Leistungen mit dem "Helmut-Käutner-Preis"1) der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet sowie im Juni 2002 mit dem "Robert-Geisendörfer-Preis"1) geehrt. In der Begründung der Jury, die den Sonderpreis für Hogers "herausragende Charakterdarstellungen" vergeben hat, heißt es unter anderem "Sie fesselt durch ihr intellektuell gestaltetes Format; sie weckt Gefühle, ohne jemals selbst ins Gefühlige zu gleiten; sie ist brillant, ohne ihre Brillanz zur Schau zu stellen. Und – das vor allem: Sie ist eine exzellente Komödiantin, die selbst die tragischen Momente ihrer Charaktere mit untrüglichem Gespür fürs Komische grundiert, ohne die Figur der Lächerlichkeit preiszugeben. (…) Das Fernsehen wäre arm, gäbe es Hannelore Hoger nicht." 2001 hatte Hannelore Hoger die "Biermann-Ratje-Kulturmedaille"1) der Hansestadt Hamburg entgegen nehmen können. Mitte März 2012 gab das "Grimme Institut"1) die Preisträger der "Grimme Preise 2012"1) bekannt, die am 23. März 2012 in Marl vergeben werden. Hannelore Hoger erhielt eine besondere Ehrung des "Deutschen Volkshochschul-Verbandes", in der Begründung hieß es, dass die Schauspielerin (die u.a. in nun 30 Folgen die Kommissarin Bella Block verkörpert) "das deutsche Fernsehen in ganz unterschiedlichen Rollen und mit einer beeindruckenden Bandbreite an Figuren und Interpretationen bereichert und maßgeblich wichtige und wertvolle Segmente der TV-Erzählkunst so selbstbewusst wie reflektiert" geprägt habe". Begründung des Stifters: "Eigensinnig, eigenständig, eigenwillig, dazu unverwechselbar und stets von nachhaltig prägender Präsenz: Diese Eigenschaften und Eigenheiten zeichnen die Fernseh-, Film- und Theaterschauspielerin Hannelore Hoger aus. Mit ihrer besonderen Kunst eines eindringlichen, außerordentlich vielfältigen und facettenreichen Spiels schafft sie seit über 40 Jahren speziell auch im deutschen Fernsehen ungewöhnliche Erlebnisräume. Nie ist sie dabei in enger Weise auf eine Darstellung festgelegt, auch nicht bei jener Figur, die dem Publikum seit knapp zwei Jahrzehnten an das Herz und den Verstand gewachsen ist: der Kommissarin Bella Block." (Quelle: www.grimme-institut.de). Seit September 2012 hat Hannelore Hoger zudem einen Stern auf dem Berliner "Boulevard der Stars"; weitere Auszeichnungen bei Wikipedia.
 
Neben Senta Berger2), Iris Berben2) und Hannelore Elsner2) gehört auch Hannelore Hoger zu den Frauen, die nicht nur auf dem Bildschirm mit dem "trüben" Altern gebrochen haben sondern sich mit Charme und Erotik starke Rollen erkämpfen. Sie räumen mit dem Jahrhunderte langen Klischee auf, dass Frauen jenseits der Fünfzig in der Gesellschaft zum "alten Eisen" gehören, treten als reife, selbstbewusste, begehrenswerte "Ladies" auf und auch die Beziehung der Schauspielerin mit dem 25 Jahre jüngeren Pianisten bzw. Autor Siegfried Gerlich1), von dem sie sich Presseberichten zufolge Ende 2006 nach sieben Jahren getrennt haben soll, hat gezeigt, dass nicht nur Männer in unserer heutigen Gesellschaft das Privileg gepachtet haben, mit einer wesentlich jüngeren Partnerin verbunden zu sein.
Hannelore Hoger 1980 mit Joachim Kuntzsch im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses; Copyright Virginia Shue Über ihre Arbeit für Theater, Film und Fernsehen hinaus hält Hannelore Hoger Lesungen ab und tritt auch gelegentlich als Sängerin auf. Gemeinsam mit Siegfried Gerlich, hat sie ein Programm mit dem Titel "Liebesschluchzen – Texte und Lieder über die Liebe" zusammengestellt und bringt darin Gedichte von Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn, Prosa von Horvárth und Robert Walser, Lieder von Brecht und Edith Piaf. DIE ZEIT schrieb unter anderem "Ihre Stimme bleibt wie eine akustische Täuschung auf der Membran des Ohres haften. Man wird sie nicht los." In unregelmäßigen Abständen präsentierte die Hoger seit den 1990er Jahren gemeinsam mit dem Schauspieler Dietmar Mues2) (1945 – 2011) sowie dem Pianisten und Sänger Joachim Kuntzsch6) einfühlsam Texte und Lieder von Kurt Tucholsky unter dem Motto "Außen rot und innen…".

Foto: Hannelore Hoger 1980 mit Joachim Kuntzsch
im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. 
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Erst vor einigen Jahren begeisterte das Trio, begleitet am Klavier von Jörg Daniel Heinzmann, die Berliner im "Theater am Kurfürstendamm", bis 26. August 2007 konnte man Hannelore Hoger dort gemeinsam mit ihren Kollegen dort bewundern. Es ging um Männer und Frauen, um die Liebe und um Berlin. Hannelore Hoger flirtete mit den Zuschauern, kokettierte mit ihren Rollen und rezitierte Texte, Gedichte, Polemiken und Lieder von Tucholsky (1890 – 1935): "Liebe kostet manche Überwindung – Männer sind eine komische Erfindung" hieß es oder aus dem bekannten Stück über "Das Ideal": "Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße…"5)
Erwähnt werden muss auch Hannelore Hogers umfangreiche Mitwirkung in Hörspielen, e
ine Auswahl der in der ARD-Hörspieldatenbank aufgeführten Produktionen findet man hier am Ende des Artikels. 
 
Trotz ihrer umfangreichen Arbeit hat Hannelore Hoger sich stets für soziale Belange engagiert und ihre Popularität zur Unterstützung ambitionierter Projekte genutzt. So setzte sie sich 2004/05 für die Kampagne "Hinsehen. Handeln. Helfen!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegen sexuelle Gewalt an Kindern ein, beteiligte sich 2003 an einer Aufklärungskampagne der Deutschen Krebshilfe e. V. für ein frühzeitiges Mammographie-Screening gegen Brustkrebs. Seit 2007 ist Hannelore Hoger in Deutschland Schirmherrin der Kampagne "Jede Oma zählt" des weltweit agierenden Netzwerkes "Helpage", mit der Unterstützer für Hilfsprojekte zu Gunsten alter Menschen in Entwicklungsländern gesucht werden.
 
Tochter Nina Hoger1), die am 24. März 1961 in Hamburg geboren wurde und aus der Verbindung ihrer Mutter mit dem Schauspieler Norbert Ecker stammt, ist in die Fußstapfen ihrer Eltern getreten und ebenfalls eine erfolgreiche Schauspielerin geworden. Unter anderem ist sie auch mit ihrer Mutter sowie dem Ensemble Noisten seit Sommer 2005 in Programmen zu sehen, dessen Konzept die Verbindung von Musik und Lyrik-Rezitationen ist.  
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de 
Weitere Quelle unter anderem:
"Henschel Theaterlexikon"*)
Hannelore Hoger bei der Agentur Regine Schmitz
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de, filmportal.de
*) Henschel Theaterlexikon (Hrsg. C. Bernd Sucher; Henschel Verlag, 2010, S. 376/377)
Link: 1)  Wikipedia, 2) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) prisma.de, 6) komoedie-berlin.de
Quellen: 4)  prisma.de, 5) www.wz-newsline.de
Stand: Dezember 2016
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database, filmportal.de
(Link: Wikipedia, filmportal.de, deutsches-filmhaus.de, Beschreibung innerhalb dieser HP,
fernsehserien.de, defa-stiftung.de, Die Krimihomepage,  prisma.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
   
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Link: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung) bzw. Wikipedia (deutsch/englisch))
  
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