Hans Peter Korff 01; Copyright Virginia Shue Hans Peter Korff wurde am 24 August 1942 in Hamburg geboren. Bereits während seiner Lehre zum Schriftsetzer und Buchdrucker, die er auf Wunsch seines Vaters absolvierte, trat er bei einer Laienspielgruppe auf und entschied sich dann bald für den Beruf des Schauspielers. Korff studierte ab 1962 zwei Jahre lang an der "Hochschule für Musik und Darstellende Kunst" in Hamburg und avancierte mit den Jahren zu einem erfolgreichen Charakterdarsteller sowohl auf der Bühne als auch bei Film und Fernsehen. Erste Engagements erhielt der Schauspieler ab 1964 an Hamburger Privatbühnen, 1969 wechselte er für drei Jahre an das "Württembergische Staatstheater", 1972 bis 1974 stand er am "Düsseldorfer Schauspielhaus" auf der Bühne sowie mit Unterbrechungen anschließend am "Hamburger Schauspielhaus". Seit 1983 arbeitet Hans-Peter Korff vorwiegend als freier Schauspieler und ist an vielen bedeutenden Bühnen Deutschlands zu sehen. 
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Vor allem seit den 1970er Jahren ist sein markantes Gesicht nicht mehr vom Bildschirm wegzudenken. Ungeheure Popularität erlangte der Schauspieler erstmals 1977 mit der Rolle des skurrilen Briefträgers Heini Lüders (Onkel Heini") in der Kinderserie "Neues aus Uhlenbusch"1), einer Figur, die er 30 Folgen lang bis 1980 spielte. Als Kommissar Behnke trat er zwischen 1979 und 1980 in zwei "Tatort"-Folgen aus Berlin auf, dann wurde ab 1983 seine Beliebtheit durch die Rolle des biederen Familienvaters Siegfried Drombusch und Filmehemanns von Witta Pohl in dem Quotenrenner "Diese Drombuschs"1) noch gesteigert. Für seine Leistung in dieser TV-Serie wurde Hans Peter Korff mit der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet; 1985 stieg er nach 13 Folgen aus der Serie aus, wohl um nicht auf ein Rollenklischee festgelegt zu werden.
In den folgenden Jahren begeisterte Korff mit unterschiedlichsten Charakteren in zahlreichen anspruchsvollen Fernsehspielen. Neben Auftritten in zahlreichen beliebten Krimi-Reihen wie "Tatort", "Anwalt Abel ", "Großstadtrevier", "Ein Fall für zwei", "SOKO 5113", "Der Alte" oder "Polizeiruf 110" mimte er beispielsweise in der schrägen Comedyserie "Diplomaten küsst man nicht" (1987) den Protokollchef von Bösiken, in der Komödie "Der Gartenkrieg"2)  (1993) agierte er herrlich als Computerspezialist Olaf von Wölfing, der nur für seinen Garten lebt und dabei seinen Beruf sowie seine Ehefrau alias Ursela Monn vernachlässigt. In Joachim Roerings Satire um Weidmannsheil und Weidmannsgreuel "Halali oder Der Schuss ins Brötchen"1) (1994) war er der Ulrich Prosch, in Hartmut Griesmayrs "Der Andere Wolanski"2) (1996), einer Mischung aus Gaunerkomödie und Psychothriller, mimte Korff hinreißend die Hauptrolle des verhuschten, zerstreuten Buchhalters eines Großbetriebes, der jahrelang Geld veruntreut hat und wegen einer bevorstehende Revision mit einem Koffer voll Geld flieht. Im Bahnhofsgewühl vertauscht er das wertvolle Gepäckstück mit dem eines Fremden – eines gewissen Wolanski alias Jürgen Holtz.
1997 sah man ihn als Josef Maiwald in der sechsteiligen Familienserie "Ein Mann steht seine Frau", erneut neben Witta Pohl spielte er in der zweiten Staffel der beliebten Serie "Happy Birthday"3). In dem hochkarätig besetzten Mehrteiler "Klemperer – Ein Leben in Deutschland"1) (1999) agierte er 12 Folgen lang als Professor Heinrich Feller, im gleichen Jahr war er der Martin Bergmann in der Komödie "Am Anfang war der Seitensprung"2), welche ein Jahr später mit "Am Anfang war die Eifersucht"2) ihre Fortsetzung fand. 
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von der
Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt.
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Hans Peter Korff 02; Copyright Virginia Shue
Korff stand für Fernsehspiele wie "Das Baby-Komplott" (2001), "Der Verleger" (2001), "Hannas Baby" (2002) oder "Mein Weg zu Dir" (2003) vor der Kamera, in der melodramatischen Adels-Serie "Der Fürst und das Mädchen"1) (2003; 2. Staffel ab Mitte September 2005, 3. Staffel seit Januar 2007) übernahm er die Rolle des fürstlichen, ewig grantigen Dieners Joseph Bachschuster und in der humorvollen Krimi-Serie "Adelheid und ihre Mörder"1) geriet er als kauziger Kriminaldirektor Dr. Ferdinand Dünnwald so manches Mal mit Kommissar Strobel alias Heinz Baumann aneinander.
Hans-Peter Korff  in "Agathe kann's nicht lassen II - Alles oder nichts" (2005); Copyright Lisa Film Eine schöne, wieder mal skurrile Rolle war auch die des feingeistigen, etwas ängstlichen Buchhändlers Cornelius Stingermann, der die bayerische "Miss Marple" und Hobbydetektivin Agathe Heiland alias Ruth Drexel bei ihren Schnüffeleien unterstützt. Assoziationen an "Mr. Stringer", der Agatha Christies legendären Hobby-Ermittlerin zur Seite steht, sind gewollt, bereits mit den ersten beiden Folgen "Mord im Kloster" (26.10.2005) und "Alles oder nichts" (3.11.2005) spielte sich der Schauspieler erneut in die Herzen des Publikums. Ende Dezember 2006 bzw. Anfang 2007 folgten mit "Die Tote im Bootshaus" (21.12.2006), "Mord mit Handicap" (30.12.2006) und "Das Mörderspiel" (4.1.2007) drei weitere unterhaltsame Geschichten mit der gewieften Hobbydetektivin und ihrem manchmal etwas tollpatschigen Gehilfen; mehr bei Wikipedia.
 
Foto: Hans Peter Korff  in
"Agathe kann's nicht lassen II – Alles oder nichts" (2005) 
Foto mit freundlicher Genehmigung von Lisa Film
© Lisa Film
Anfang Dezember 2006 tauchte Korff in Xaver Schwarzenbergers turbulenten Geschichte "Mein süßes Geheimnis"2) auf und mimte mit seiner unaufdringlich komischen Art den Vorstand der Bäckerinnung Günther Zichorius, der zwischen die Fronten zweier rivalisierender Kollegen gerät. Der Konditor Alberto Puccini (Friedrich von Thun) und die bodenständige Bäckerin Katharina Achternhagen (Gila von Weitershausen) sind sich wegen ihrer unterschiedlichen Auffassung von leckerem Backwerk spinnefeind, Zichorius verliebt sich in Katharina und sorgt dafür, dass diese mit ihrer Diätkuchen-Kreation den Torten-Wettbewerb gewinnt. Turbulenzen sind vorprogrammiert, der hölzerne Zichorius hat gegen seinen charmanten und lebenslustigen Konkurrenten keine Chance …
Eine gute Figur gab er auch an der Seite von Marianne Sägebrecht in dem ganz auf die Protagonistin zugeschnittenen TV-Film "Bezaubernde Marie"2) (2007) ab. Als Antiquitätenhändler, Freund und Nachbar Hermann Raabe unterstützte er tatkräftig, wenn auch durch einen Armbruch gehandicapt, die Buchhändlerin Marie, die sich mit ihrem großen Herz um einen kleinen asthmakranken Jungen kümmert, schließlich mit ihrer liebenswürdigen, dennoch resoluten Art die mutterlose, in sich zerstrittene Familie vereint. Mit den rührenden Geschichten um "Marie" ging es dann 2008 weiter, "Immer Wirbel um Marie"2) hieß das am 17. Oktober 2008 in der ARD ausgestrahlte, temporeiche TV-Märchen von Regisseurin Ariane Zeller, in dem auch Korff als hilfreicher Antiquitätenhändler Hermann Raabe wieder mit von der Partie war. Noch immer betreibt die sensible Marie mit viel Idealismus einen Buchladen in einer sächsischen Kleinstadt. Da das Geschäft alles andere als gut läuft, hat sie einen zusätzlichen Job als Näherin in einer Spielzeugmanufaktur angenommen. Mit der Zukunft dieses Traditionsbetriebs steht es allerdings auch nicht zum Besten: Nach dem Tod des alten Besitzers wurde die Firma an einen großen Spielwarenkonzern verkauft. Zwar beteuert der neue Geschäftsführer Klaus Sandmann, die Firma weiterführen zu wollen – doch schon bald stellt sich heraus, dass der schlitzohrige Manager das Werk in Wirklichkeit zu schließen beabsichtigt. Damit ist einmal mehr Maries Kampfgeist geweckt: Gemeinsam mit ihren Kolleginnen schmiedet sie einen gewitzten Plan, um den Betrieb zu retten … notiert hierzu prisma.de.
Zu Korffs aktuelleren TV-Auftritten zählt auch die Folge "Heiliger Birnbaum"1) (2008) aus der komödiantischen Krimireihe mit Ottfried Fischer als "Pfarrer Braun", wo Korff den zwielichtigen Apotheker Dr. Wendriner mimte, sowie die Figur des netten Roland Meissner in dem ganz auf die Protagonistin Uschi Glas zugeschnittenen zweiteiligen TV-Film "Meine liebe Familie" (2008). Korff zeigte sich unter anderem Anfang März 2009 mit der Rolle des neugierigen, ziemlich nervigen Hausmeisters "Monsieur Hugo" in dem Krimi "Kommissar LaBréa – Tod an der Bastille"2) neben dem Protagonisten Francis Fulton-Smith sowie als Pfarrer in dem Utta Danella-Melodram "Der Verlobte meiner besten Freundin" → www.bavaria-film.de.
Eine prägnante Episodenrolle ist auch die des Dr. Matthias Lentz in der beliebten ARD-Familienserie "Tierärztin Dr. Mertens"1), seit 2009 bzw. Folge 28 mimte Korff den Vater von Dr. Christoph Lentz alias Sven Martinek; auch seit Beginn der 4. Staffel (30.04.2013) war Korff hier regelmäßig mit von der Partie. In der Märchenverfilmung "Der Meisterdieb"1) (EA: 26.12.2010) nach den Gebrüdern Grimm aus der ARD-Reihe "Acht auf einen Streich" tauchte er neben Titelheld Max von Thun als Professor Lichtenberg auf. Zuletzt spielte Korff Episodenrollen in den Krimiserien "Küstenwache" ("Spiel mit der Angst"; EA: 14.03.2012), "SOKO Köln" ("Das Mädchen mit dem Flügelpferd"; EA: 05.11.2013), "Kripo Holstein – Mord und Meer" ("Todesengel in weiß"; EA: 20.11.2013) und "Stubbe – Von Fall zu Fall" ("Der König ist tot"; EA: 04.,01.2014).
 
    
Auf der Leinwand war Hans Peter Korff nur sporadisch zu sehen; zu seinen wenigen Kinoproduktionen zählen unter anderem "Alzire oder der neue Kontinent" (1977), "Die Fälschung" (1981), "Jenseits von Blau" (1989), Loriots Meisterwerk "Pappa ante Portas"1) (1991), "Kinder der Landstraße" (1994), "Nich' mit Leo" (1995) und "Beresina oder Die letzten Tage der Schweiz" (1999). In der Komödie "Vater Morgana"1), mit der Regisseur Till Endemann eine turbulente Vater-Sohn-Beziehung erzählt, kam Korff, an der Seite von Christian Ulmen in der Rolle des Lutz und Michael Gwisdek als dessen Vater, mit der Figur des Juwelier Jensen daher; Kinostart war der 16. Dezember 2010.
 

Foto: Hans Peter Korff 2008
Urheber: Sina Preikschat; Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

Hans-Peter Korff 2008; Urheber: Sina Preikschat; Lizenz: CC-BY-SA-3.0; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
Michael Schanze und Hans Peter Korff; Foto zum Stück "Halpern & Johnson"; Copyright DERDEHMEL Jüngst erfreute der beliebte Schauspieler auch wieder das Theaterpublikum, neben Michael Schanze stand er seit 1. April 2010 im neu eröffneten, von Dieter Hallervorden geleiteten Berliner "Schlosspark Theater" in dem Welterfolg "Halpern & Johnson" von Lionel Goldstein auf der Bühne. Der Autor Lionel Goldstein war bei der Premiere anwesend, bis Ende Juni 2010 fanden weitere Aufführungen statt; mehr bei www.schlossparktheater.de.
 
Aktuell konnte man Korff ab 14. November 2012 in "Die Lokomotive", einer Komödie des Franzosen André Roussin, an der Hamburger "Komödie Winterhuder Fährhaus" erleben. Das von Jürgen Wölffer inszenierte Stück handelt von einer in Paris lebenden russischen Migrantin (Anita Kupsch), die zwischen zwei Männern, ihrem Ehemann Ernest (Korff) und ihrem ehemaligem Geliebten Kostja (Gisbert-Peter Terhorst), hin- und hergerissen ist; bis 13. Januar 2013 waren weitere Aufführungen geplant; mehr zum Stück bei → www.komoedie-berlin.de (hier spielte Peter Fricke den Part des Ernest) sowie www.komoedie-hamburg.de.

  

Foto zum Stück "Halpern & Johnson",
mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Dirk Dehmel (www.derdehmel.de)
sowie des Berliner Schlosspark Theaters
© DERDEHMEL

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Christiane Leuchtmann1), aber auch alleine hält Korff regelmäßig Lesungen ab, die literarischen Abende "Man glaubt es nicht" mit Texten von Heino Jaeger sowie "Briefe der Leidenschaft" von Anais Nin und Henry Miller sind zu nennen. Mit dem Programm "Tierisch Menschlich. Das Beste deutscher Satiriker und Humoristen" kommen die Zuhörer in den Genuss kurzweiliger aber auch hintersinniger Geschichten unter anderem von Erich Kästner, Joachim Ringelnatz, Eugen Roth, Kurt Tucholsky, Christian Morgenstern, Heinz Erhardt, Heinrich Heine und Heino Jaeger. Seit Anfang Dezember 2011 erfreut das Paar die Zuschauer mit der szenischen Lesung "Der ganz normale Mittelstand", einer Hommage an den unvergessenen Loriot. Im Mittelpunkt des Programms stehen beliebte und unvergessene Sketche des legendären Humoristen Vicco von Bülow, ergänzt wird das Programm durch eine zeitlose Neujahrsansprache von Erich Kästner, dessen "Vier archimedischen Punkte" zum Kampf gegen Unterwürfigkeit und Duckmäusertum aufrufen, sowie einer Handvoll Sketche des norddeutschen Satirikers Heino Jaeger (1938 bis 1997), der als großes Vorbild von Olli Dittrich und Harry Rowohlt gilt und nach Meinung von Hans Peter Korff auch Loriot beeinflusst haben dürfte. (Quelle: eisenach.thueringer-allgemeine.de)
Hans Peter Korff, der seit Juli 1992 in vierter Ehe mit Schauspielerkollegin Christiane Leuchtmann verheiratet ist, lebt zurückgezogen mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn Johannes am Rande von Hamburg. Anfang der 1980er Jahre war Korff für einige Zeit mit der 2009 verstorbenen Schauspielerin Monica Bleibtreu4) verheiratet.
 
 

Hans Peter Korff und Ehefrau Christiane Leuchtmann
anlässlich der "Berlinale 2008"
Urheber: Thore Siebrands (Siebbi); Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Quelle: www.ipernity.com bzw. Wikimedia Commons/Wikipedia

Hans Peter Korff und Ehefrau Christiane Leuchtmann  anlässlich der "Berlinale 2008"; Urheber: Thore Siebrands (Siebbi); Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Quelle: www.ipernity.com bzw. Wikimedia Commons/Wikipedia
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma.de, 3) fernsehserien.de, 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP Stand: November 2014
Siehe auch Wikipedia, www.prisma.de, www.deutsches-filmhaus.de
Kontakt: Management Lauterbacher
Filmografie bei der Internet Movie Database
Hans Peter Korff als "Bürger Schippel" (mit Imogen Kogge); Copyright Virginia Shue Hans Peter Korff als "Bürger Schippel"; Copyright Virginia Shue
Hans Peter Korff als "Bürger Schippel" in dem gleichnamigen Bühnenstück von Carl Sternheim
(links mit Imogen Kogge1)) und …
Hans Peter Korff als "Der Graf" in dem Lustspiel "Der Groß-Cophta"; Copyright Virginia Shue
… als "Der Graf" in dem Lustspiel "Der Groß-Cophta"1)
von Johann Wolfgang von Goethe, 1983 am "Deutschen Schauspielhaus" Hamburg
Regie: Augusto Fernandes1)
Die Fotos wurden mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg)
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