Klaus Wennemann
Klaus Wennemann wurde am 18. Dezember 1940 als Sohn eines Bergmanns in Oer-Erkenschwick (bei Recklinghausen) geboren. Nach Abschluss der Hauptschule verließ er sein Elternhaus, absolvierte zunächst eine Handelsschule sowie eine Kaufmannslehre und entschloss sich dann Mitte der 1960er Schauspieler zu werden; anfangs nahm er Privatunterricht, studierte dann zwischen 1964 und 1966 in Essen an der "Folkwanghochschule"1). Sein  Bühnendebüt gab er 1965 am "Grenzlandtheater Aachen" in der Rolle des Lee Harvey Oswald in der Uraufführung des Stückes "Dallas, 22. November"2), ein Engagement am Landshuter Stadttheater schloss sich an. Nach drei Jahren wechselte er zum Stuttgarter "Staatstheater" und anschließend war er ab 1972 acht Jahre lang Ensemblemitglied der "Städtischen Bühnen" in Frankfurt/M. 
Seit 1980 arbeitete Wennemann als freischaffender Schauspieler, ein Jahr später wurde er über Nacht mit der Figur des "LI" (Leitender Ingenieur) Fritz Grade in Wolfgang Petersens Klassiker "Das Boot"1) einem Millionenpublikum bekannt und spielte neben so profilierten Kollegen wie Jürgen Prochnow, Martin Semmelrogge, Günter Lamprecht, Heinz Hoenig und Uwe Ochsenknecht; auch in der mehrteiligen TV-Fassung war Wennemann 1981 der "LI".
1984 folgte mit Carl Schenkels Aufzug-Thriller "Abwärts"1) und der Rolle des Monteurs Heinz ein weiterer großer Kinoerfolg an der Seite von Götz George und Hannes Jaenicke, doch mit seiner Rolle des Ermittlers Hannes Faber in der 1989 mit einem "Adolf-Grimme-Preis" ausgezeichneten TV-Serie "Der Fahnder"1) avancierte Wennemann 1984 zum absoluten Publikumsliebling und konnte für seine Leistung einem "Goldenen Gong"1) (1986) entgegennehmen. Bis 1992 sah man den Schauspieler 91 Folgen lang zusammen mit Dieter Pfaff als skurrilem Streifenpolizisten Otto und dem peniblen Kollegen Max Kühn (Hans-Jürgen Schatz) in dieser Rolle, dann verließ Wennemann eine der erfolgreichsten Vorabend-Serien der ARD, die nach " Derrick" die meistverkaufte deutsche Krimiserie im Ausland ist. 1993 versuchte Wennemann an den Erfolg der "Fahnder"-Serie anzuknüpfen und übernahm die Titelrolle in der SAT1-Produktion "Schwarz greift ein"1), doch nach drei Jahren wurden die Folgen um den Ex-Polizisten Henning Schwarz, der sich als zupackender Pfarrer um gestrauchelte Existenzen kümmert, eingestellt.  

Wennemann war jedoch nicht nur der "Fahnder", großen Erfolg auf der Leinwand hatte er auch 1990 als Felix Moll in Werner Mastens, mit dem "Bundesfilmpreis" ("Bestes Drehbuch") ausgezeichneten Gesellschaftsporträt "Neuner"3) mit Manfred Krug als umtriebigem Wiedervereinigungsspekulanten Theo Neuner. 1993 beispielsweise agierte Wennemann als Witwer Andreas Einstein in der heiteren Serie "Vater braucht eine Frau"4), in der ZDF-Sitcom "Is' was Trainer?"4) mimte er 1997 den geschiedenen Fußballtrainer Hardy Fuchs. Überzeugend war er auch in der Komödie "Helden haben's schwer"5) (1996), zuletzt sah das Fernsehpublikum den beliebten Schauspieler 1999 unter anderem als Oberst Rieger in Ute Wielands Melodram "Morgen gehört der Himmel dir"5) neben Sophie Pflügler und Alexandra Kamp auf dem Bildschirm.
  
Zu dieser Zeit war bekannt geworden, dass Wennemann seit Mai an Lungenkrebs litt. Am 7. Januar 2000 verlor der Schauspieler, der seit 1963 mit seiner Jugendliebe Hedi (1942 – 2007) verheiratet und Vater von zwei Söhnen war, im Alter von nur 59 Jahren den Kampf gegen diese tückische Krankheit. Zuletzt lebte der populäre Schauspieler in Herrsching am Ammersee, seine letzte Ruhe fand er in einem Familiengrab auf dem Waldfriedhof in Oer-Erkenschwick → Foto der Grabstelle bei → www.knerger.de.
 

Link: 1) Wikipedia, 3)  filmportal.de, 4) fernsehserien.de, 5) prisma.de
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 04.03.2012) nach www.munzinger.de
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma.de
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de sowie
den Nachruf bei www.spiegel.de
Filmografie bei der Internet Movie Database
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