Die Eltern achteten auf eine gute Ausbildung und schon mit
sieben Jahren erhielt der junge Edward Unterricht im Klavierspiel und in
Harmonielehre, damals noch beeinflusst von den Pianisten des "Ragtime"1).
Bereits früh erhielt er wegen seines guten Aussehens, seiner gewählten
Sprache und seiner eleganten Kleidung von seinen Mitschülern den Spitznamen
"Duke" (Herzog) verpasst und diesen Namen sollte er sein ganzes
Leben behalten.
Im Alter von neunzehn Jahren heiratete Duke Ellington am
2. Juli 1918 seine Jugendliebe Edna Thompson († 1967)
und musste nun eine Familie ernähren, nachdem Sohn Mercer1)
am 11. März 1919 das Licht der Welt erblickte. Anfangs betätigte
er sich als Schilder- und Plakatmaler trat aber auch schon nebenher als
Pianist und als Bandleader auf. 1923 entschloss er sich, Berufsmusiker zu
werden, zog ermutigt durch Fats Waller1)
(1904 1943) mit seiner Familie nach New York City1),
arbeitete unter anderem bei Elmer Snowden1)
(1900 1973) sowie zwischen 1927 und 1931 als
Bandleader im legendären "Cotton Club"1) in Harlem1).
Duke Ellington am 3. März 1964 während
eines Konzerts in der Genfer1) "Victoria Hall"1)
Urheber: Hans Gerber/"Comet
Photo"1) ("Comet Photo AG", Zürich)
Dieses Bild stammt aus der Sammlung (Bildarchiv1))
der ETH-Bibliothek1)
und wurde auf Wikimedia
Commons im Rahmen einer Kooperation mit
Wikimedia CH veröffentlicht;
Quelle: www.e-pics.ethz.ch;
(Com_L13-0030-0004-0002.tif);
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Seine musikalische Karriere startete Ellington anfangs als Mitglied
verschiedener Formationen, gründete dann Ende 1917 mit
"The Duke's Serenaders" seine erste eigene Band, trat
zunächst im Großraum Washington D.C. und im angrenzenden Virginia1)
bei privaten Veranstaltungen auf. Zur Gruppe gehörten sein Jugendfreund
Otto Hardwick1)
(1904 1970), der zuerst Kontrabass, dann C-Melodie-Saxophon1)
und schließlich
Altsaxophon1)
spielte,
Arthur Whetsel1)
(1905 1940; Trompete),
Elmer Snowden1) (1900 1973;
Banjo) und Sonny Greer1)
(1895 1982; Schlagzeug). Die Gruppe war sehr erfolgreich und
spielte sowohl vor afro-amerikanischem als auch vor weißem Publikum, was in
der damaligen Zeit der strikten Trennung zwischen der afro-amerikanischen und
weißen Bevölkerung selten war. Als Drummer Greer ausschied, verließ
Ellington Washington und ging nach New York City1)
bzw.
Harlem1),
wo sich die "The Duke's Serenaders" bald auflösten. Er trat
dem "Elmer Snowden and his Black Sox Orchestra" bei
(später umbenannt in "The Washingtonians"), als Snowden die
Gruppe Anfang 1924 verließ, übernahm Elingtom die Funktion des
Bandleaders. Doch erst als die Sängerin Ada Smith1)
(1894 1984) zu den "Washingtonians" stieß, begann
sich der Erfolg einzustellen, sie traten in verschiedenen New Yorker
Clubs auf und tourten bis 1927 als Tanzmusikband durch New England1).
Nachdem der berühmte Musiker King Oliver1)
das Angebot ausschlug, mit seiner Band, den "Dixie Syncopators"
dauerhaft im Harlemer "Cotton Club"1) aufzutreten,
erhielt der junge Ellington das Engagement im damals renommiertesten Nachtclub
New Yorks und begründete damit seinen Weltruhm. Am
4. Dezember 1927 gaben sie ihre Eröffnungsvorstellung, nach und
nach wurden die "Washingtonians" zum "Duke Ellington Orchestra"1).
Neben Duke Ellington am Klavier sowie den Mitgliedern der Urbesetzung Otto Hardwick1)
(Saxophon),
Arthur Whetsol1)
(Trompete) und Sonny Greer1)
(Schlagzeug) gehörten zu dem inzwischen auf zehn Musiker aufgestockten
Orchester unter anderem so hervorragende Jazz-Musiker wie Johnny Hodges1)
(Saxophon) er ersetzte im Mai 1928 Otto Hardwick, der nach
Europa ging, später (1932) aber zu Ellington zurückkehrte, und blieb
abgesehen von einer kurzen Periode in den 1950er Jahren dem Orchester
bis 1970 treu ,
Cootie Williams1)
(Trompete),
Freddy Jenkins1)
(Trompete), Barney Bigard1)
(Klarinette), "Tricky Sam" Nanton1)
(Posaune), Fred "Freddy" Guy1)
(Banjo),
Wellman Braud1) (Bass) und
ab 1929 als 2. Posaunist
Juan Tizol1)
→ Wikipedia.
"In den Harlemer Clubs, vor allem durch die regelmäßigen
Radioübertragungen aus dem "Cotton Club", erreichte
Duke Ellington und seine "Jungle Band" (so der Name beim Label
"Brunswick Records"1)
wegen des "Jungle Style"1))
nationale Bekanntheit. In dem Club arbeiteten die begabtesten Liederschreiber
der Branche Liedtexterin Dorothy Fields1)
oder die Komponisten Jimmy McHugh1)
und
Harold Arlen1).
Das Radio sendete live aus dem Club, die Presse berichtete über das
Geschehen." notiert Wikipedia.
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Ellington hatte hart gearbeitet, um seine Fertigkeiten als Bandleader,
Komponist und Pianist zu verbessern, knüpfte Kontakte zu Produzenten und
Schallplattenfirmen und schon bald erschienen erste Platten mit seinem
Orchester. Rasch setzte der Erfolg ein, Duke Ellington und seine Band
wurden in den USA bekannt, nicht zuletzt wegen zahlreicher Auftritte im nun
vielfach genutzten neuen Medium "Rundfunk". Mitte der
1940er Jahre war Ellington auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt
und wurde von Kritikern wie Publikum gleichermaßen gefeiert. Die Liste der
Erfolgsstücke ist endlos und reicht bis weit in die 1950er Jahre. Titel
bzw. Kompositionen wie "Creole
Love Call"1) (1928), "The
Mooche" (1929; → Wikipedia (englisch)),
"Rockin' in Rhythm" (1931;→ Wikipedia (englisch)),
"Creole Rhapsody" (1931), "It Don't Mean a Thing if It Ain't Got That Swing"1) (1932),
"Sophisticated Lady"1) (1932),
"(In My) Solitude"1) (1934),
"In A Sentimental
Mood"1) (1935), "Caravan"1) (1936),
"The Jeep Is Jumpin’"1) (1938),
"Prelude to a Kiss" (1938),
"Cotton Tail"1) (1940),
"In a Mellow Tone" (1940),
"I Got It Bad (and That Ain’t Good)"1) (1941),
"I'm Beginning to See the Light"1) (1944)
bleiben bis heute unvergessen und schrieben Jazz-Geschichte.
Duke Ellington am 18. September 1959
im "Amstelhotel"1)
in Amsterdam1)
Rechteinhaber: Nationaal
Archief1) (Den Haag,
Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 910-6850)
Urheber/Fotograf: Joop van Bilsen / Anefo;
Quelle: Wikimedia
Commons
(Ausschnitt des Originalfotos)
Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
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Am bekanntesten
dürfte wohl sein Titel bzw. die Erkennungsmelodie "Take The 'A' Train"1) (1941)
sein, den der Pianist Billy Strayhorn1)
(1915 1967) komponierte. Strayhorn zählte bis zu seinem
Tod 1967 zu den engsten Mitarbeitern Ellingtons und schrieb viele
wichtige Stücke für das Orchester. Unter anderem entstand in Zusammenarbeit
von Ellington und Strayhorn der Jazz-Standard "Star-Crossed
Lovers"1) (1957).
Darüber hinaus schuf Ellington zudem größere Werke und Konzertstücke wie
die mehrteilige Orchester-Suite "Black,
Brown and Beige"1), die im
Jahre 1943 entstand und mehrfach überarbeitet wurde (zuletzt 1969).
Sie gilt als sein meist gefeiertes Werk und einer der Meilensteine der
Jazzmusik.2)
→ Übersicht
Diskografie
(Auszug) sowie Auswahl der Kompositionen
bei Wikipedia (deutsch).
Während des 2. Weltkrieges und nach Kriegsende drohte die Band zeitweise
auseinander zufallen. Der Musikgeschmack hatte sich gewandelt, der "Bepop"1)
Einzug gehalten. Die Zeit der großen Bigbands schien beendet und einige
hervorragende Musiker verließen die Formation. Auch die Starrköpfigkeit
Duke Ellingtons, weiße Bandmitglieder zu akzeptieren, trug nicht grade
zu seiner Popularität bei. Ellington arbeitete ab Ende der 1940er Jahre
nach eigenen Aussagen mit Verlust und konnte nur Dank der Einkünfte aus
seinen Kompositionen seinen Lebensunterhalt bestreiten. Mitte der
1950er Jahre schaffte er es jedoch, seine Band wieder zu stabilisieren
und Anfang Juli 1956 gelang ihm beim "Newport Jazz Festival"1)
in Newport1)
(Rhode Island1))
ein von Kritikern und Publikum umjubeltes Comeback. Wenige Tage später
"entstand das Jazz-Album "Ellington at Newport"1),
das, am 9. Juli 1956 aufgenommen, bei "Columbia Records"1)
veröffentlicht wurde. 1999 erschien eine erweiterte und überarbeitete
Ausgabe des Mitschnitts auf der Grundlage wiederentdeckter Tonbänder des
Mitschnitts von "Voice of America"1)."
vermerkt Wikipedia.
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In den späten 1950ern bzw. in den 1960ern erschienen
Alben wie "Such Sweet Thunder"1) (1957)
mit dem Untertitel "dedicated to the Shakespearean Festival, Stratford,
Ontario"1),
"Blues in Orbit"1) (1960)
oder "Money Jungle"1) (1963),
das oft als ein künstlerischer Höhepunkt in der Karriere von
Duke Ellington betrachtet wird.2)
Das Ende 1963 (bzw. 1973) veröffentlichte Live-Album "The Great Paris Concert"1)
enthält Mitschnitte des zwischen dem 1. und 23. Februar 1963
live im Pariser "Olympia"1)
aufgenommenen Konzerts, Bei dem Album "Far East Suite"1) (1967)
handelt sich um das letzte klassische Alben-Projekt, an dem Ellington und Billy Strayhorn1)
gemeinsam arbeiteten. Als Hommage an den am 31. Mai 1967 mit nur
51 Jahren verstorbenen Strayhorn ist das Album "
And His Mother Called Him Bill"1)
zu verstehen, das 1968 vom Label "RCA Victor"1)
herausgebracht wurde. In den 1970ern kamen Sudioalben wie
"New Orleans Suite" (1970; → Wikipedia (englisch)),
"Latin American Suite" (1972; → Wikipedia (englisch)),
"This One's for Blanton!" (1973; → Wikipedia (englisch))
oder "Recollections of the Big Band Era"
(1974; → Wikipedia (englisch))
auf den Markt. Eine seiner letzten Veröffentlichungen war
"Duke's Big 4" (1974; → Wikipedia (englisch))
sowie posthum das Live-Album "Eastbourne Performance" von
seinem Konzert, das er im Dezember 1973 im
"Congress Theatre" im britischen
Eastbourne1)
gab→ Wikipedia (englisch).
Nach seinem Ableben wurden bis Mitte der 2010er Jahre posthum noch
etliche weitere Alben veröffentlicht → Übersicht Diskografie
bei Wikipedia (englisch).
Duke Ellington während eines Konzerts 1973 in München
Urheber: Hans Bernhard (Schnobby); Lizenz:
CC-BY-SA-3.0
Quelle: Wikipedia
bzw. Wikimedia
Commons |
Die Jazz-Legende Duke Ellington gehört ohne Zweifel zu den ganz großen
Musikern des vergangenen 20. Jahrhunderts. Mit seiner Begabung für
Improvisation und der Fähigkeit, die unterschiedlichsten Instrumente in seine
Jazz-Arrangements einzubinden, brachte er der Welt den einzigartigen
"Ellington"-Sound. Er soll im Laufe seines Lebens mehr als
2.000 Stücke und etwa 30 größere Werke komponiert haben, allerdings wird alleinige Autorenschaft bei den
meisten Stücken Ellingtons von vielen Autoren, wie von Lincoln Collier1), angezweifelt.2)
Seit den 1930ern war Ellington zudem an etlichen Kinoproduktionen beteiligt,
komponierte die Musik zu Filmen jener Ära oder trat mit seinem Orchester auf.
Zu nennen ist unter anderem das von Mitchell Leisen1)
in Szene gesetzte Musical "Murder at the Vanities" (1934,
"Das Phantom der Revue") nach der mit kriminalistischen Elementen
angereicherten Revue "Earl Carroll's Vanities" von
Earl Carroll (1893 1948) und dem von Gertrude Michael1)
gesungen Titel: "Ebony Rhapsody" → Wikipedia (englisch)).
Weiterhin wirke er mit seiner Band beispielsweise in der von Leo McCarey1)
mit Mae West
gedrehten Komödie "Belle of the Nineties"
(1934, "Die Schöne der neunziger Jahre") und unter der Regie von Gus Meins1)
in dem musikalischen Streifen "The Hit Parade" (1937) mit, hier
kam sein Titel "I've Got to be a Rough Cutter", performed von
Ivie Anderson1)
zum Einsatz → Wikipedia (englisch). Von
Victor Schertzinger1)
(Regie) entstand der "Oscar"1)-nominierte
Musikfilm "Birth
of the Blues"1) (1941), in dem
neben den Protagonisten Bing Crosby,
Mary Martin1)
und
Brian Donlevy1)
auch Duke Ellington ebenso wie viele weitere berühmte Musiker
auftrat beispielsweise
Ted Lewis1),
Louis Armstrong,
Tommy und Jimmy Dorsey, Benny Goodman,
George Gershwin1)
und Paul Whiteman1).
Nach dem gleichnamigen
Kriminalroman1) von John D. Voelker alias Robert Traver (1903 1991)
realisierte Otto Preminger1) mit
James Stewart
als Rechtsanwalt Paul Biegler den Krimi "Anatomie
eines Mordes" (1959, "Anatomy of a Murder", in dem Ellington als Klavierspieler
"Pie Eye" in Erscheinung trat sowie die Filmmusik schrieb.
Hierfür wurde er 1960 mit drei "Grammy Awards"1)
ausgezeichnet in den Kategorien "Best Instrumental Composition"1),
"Best Soundtrack Album" und
"Best Performance by an Orchestra for Dancing"1)
→ Grammy Awards 1960.
Nicht zuletzt mit seinen Kompositionen/seiner Filmmusik trug er zum Erfolg des
von Martin Ritt
mit Paul Newman,
Sidney Poitier
und Joanne Woodward1)
in den Hauptrollen gedrehten Liebesdramas "Paris Blues"1) (1961).
Er erhielt, neben einer "Grammy"1)-Nominierung,
auch eine "Oscar"1)-Nominierung
in der Kategorie "Beste Filmmusik"1),
konnte sich jedoch bei der "Oscar-Verleihung 1962"1)
nicht gegen Saul Chaplin1),
Johnny Green1),
Irwin Kostal1)
und
Sid Ramin1)
durchsetzten, welche die begehrte Trophäe für "West Side Story"1)
(Kategorie: "Beste Filmmusik eines Musicals") erhielten. Bei der
Produktion "Überfall
auf die Queen Mary"1)
(1966, "Assault on a Queen") konnte er einmal
mehr mit seiner Musik punkten, in Szene gesetzt von
Jack Donohue1)
nach dem Roman "Assault on a Queen" von Jack Finney1)
mit Frank Sinatra,
Virna Lisi1),
Anthony Franciosa1)
und
Alf Kjellin1)
in den Hauptrollen. filmdienst.de
urteilt: "Fantasievolle Abenteuerunterhaltung mit kriminalistischer
Spannung; herausragend die spannungsreiche Big-Band-Musik von
Duke Ellington." → Übersicht (Auszug)
Filmografie
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Während seiner mehr als 50-jährigen Karriere spielte Duke Ellington bei rund
20.000 Auftritten vor einfachen Leuten ebenso wie vor Mitgliedern der
Königshäuser wie vor Königin Elizabeth II.1) oder dem
US-amerikanischen
Präsidenten Richard Nixon1). Seine Tourneen führten ihn rund um den Globus, von
New York1) nach Neu Delhi1), von
Chicago1) nach
Kairo1), oder von
Los Angeles1) nach London1), und auch in Japan, Australien, Südamerika und
der Sowjetunion begeisterte er sein Publikum. Seine erste Europa-Tournee
unternahm Duke Ellington bereits im Sommer 1933, die Tournee führte
ihn damals sechs Wochen lang durch Großbritannien, weitere Stationen waren
die Niederlande und Frankreich; von etlichen seiner Konzerte wurden Live-Alben
veröffentlicht.
Duke Ellington am 16. September 1963
bei Ankunft auf dem Flughafen
Amsterdam Schiphol1)
anlässlich eines Konzerts in Den Haag1)
Rechteinhaber: Nationaal
Archief1) (Den Haag,
Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 914-8257)
Urheber/Fotograf: Hugo van Gelderen / Anefo;
Quelle: Wikimedia
Commons
(Ausschnitt des Originalfotos)
Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
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Zu den zahllosen Ehrungen, die der "Duke" zu Lebzeiten erhielt, zählen unter anderem
Ehrendoktorwürden der
"Yale University"1) (1967)
und der "Howard University"1) (1971,
"Doctor of Music"), die Mitgliedschaft (seit 1970) in
der angesehenen "American Academy of Arts and Sciences" und
der nicht minder berühmten "American Academy of Arts and Letters"1).
Mit der "Presidential Medal of Freedom"1),
eine der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA, würdigte man 1969
sein Lebenswerk ebenso wie 1971 mit seiner Aufnahme als erstes Jazz-Mitglied
in die schwedischen
"Königliche Musikhochschule Stockholm".
Im selben Jahr nahm man ihn in die "Songwriters Hall of Fame"1) auf. Anfang Juli 1973 erwies man ihm in Frankreich mit dem Orden der "Ehrenlegion"1)
("L'ordre national de la Légion d'Honneur") eine
weitere hohe Anerkennung, unterstrich damit Ellingtons Beitrag zur Musik bzw. seine Bedeutung als
einer der wichtigsten Jazz-Musiker.
Edward Kennedy 'Duke' Ellington starb am 24. Mai 1974, knapp einen
Monat nach seinem 75. Geburtstag, in einem New Yorker1) Krankenhaus an
den Folgen einer Lungenentzündung bzw. seiner Lungenkrebserkrankung, die 1972
diagnostiziert worden
war. Noch bis kurz vor seinem Tod gab er Konzerte. Nach einer bewegenden Trauerfeier in der
"Cathedral of St. John the Divine"1)
fand die Jazz-Legende die letzte Ruhe auf dem "Woodlawn Cemetery"1) im New Yorker Stadtteil
Bronx1) → Foto der Grabstelle bei
knerger.de.
Die Ehe mit Edna Thompson soll schon nach einigen Jahren gescheitert sein
und das Paar trennte sich, eine offizielle Scheidung fand nie statt. Ende der
1920er Jahre wurde die "Cotton Club"1)-Tänzerin
Mildred Dixon (1904 2001; → Wikipedia (englisch))
Ellingtons langjährige Lebensgefährtin. Nach rund zehn Jahren gingen beide
eigene Wege bzw. Ellington neue Beziehungen ein, unter anderem lebte er
dreißig Jahre lang in New York mit Beatrice "Evie" Ellis
(1912 1976) zusammen, die im "Cotton Club" als Show-Girl arbeitete.
Sein einziger Sohn Mercer Kennedy
Ellington1) (* 11.03.1919) machte sich als
Jazztrompeter, Komponist und Arrangeur einen Namen. Nach dem Tode seines Vaters übernahm er die Leitung des
"Duke Ellington Orchestra" und ging mit diesem auf Europa-Tournee (1975, 1977).
Er starb
am
8. Februar 1996, kurz vor seinem 77. Geburtstag, in Kopenhagen1)
an den Folgen eines Herzinfarktes.
Posthum erfuhr die Jazz-Legende weitere, zahlreiche Ehrungen, seit Mitte der
1970er Jahre fanden rund zehn seiner Werke Aufnahme in
die "Grammy Hall of Fame"1) so
unter anderem der von Ellington und seinem Orchester als Erkennungsmelodie verwendete Jazz-Standard
"Take the "A" Train"1) (1976),
die Orchester-Suite "Black,
Brown and Beige"1) (1990), seine mit
Bubber Miley1) geschriebene Komposition "Black and
Tan Fantasy" (1990), die Alben "Far East Suite"1) (1999)
und "Ellington at Newport"1) (2004),
seine berühmte Nummer
"It Don't Mean a Thing
(If It Ain’t Got That Swing)" (2008)
aus dem Jahre 1931, die Single
"Caravan"1) (2009)
sowie in jüngerer Zeit die Kompositionen "Don’t
Get Around Much Anymore" (2010) und "Do Nothing till You Hear from Me"1) (2011).
1976 wurde das Haus, in dem Duke Ellington von 1939 bis 1961 wohnte, in das
"National
Register of Historic Places" aufgenommen. Es befindet sich
in Sugar Hill1),
einem Teil von Harlem1)
(935 Saint Nicholas Avenue1));
Ellington Wohnung war das Appartement 4A. Das Gebäude trägt
heute die Bezeichnung "Duke
Ellington House" → Foto bei Wikimedia Commons. Außerdem erhielt ein Teil der 106. Straße in
Manhattan1) 1977 den Namen "Duke Ellington Boulevard ".
Im New Yorker "Central Park"1)
erinnert an der Kreuzung von "Fifth Avenue"1) und
"110th Street" seit 1997 ein vom Bildhauer Robert Graham1)
(1938 2008) geschaffenes ein Denkmal an den Ausnahme-Musiker.
Seit 1992 ist er in der "Oklahoma Jazz Hall of Fame" in
Tulsa1)
(Oklahoma1)) vertreten, seit 2004 in
der "Nesuhi Ertegün Jazz Hall of Fame",
die zu Ehren des Jazz-Produzenten Nesuhi Ertegün1)
(1917 1989) von dessen Bruder Bruder Ahmet sowie Ertegüns Ehefrau Mica im New Yorker "Lincoln Center"1) begründet wurde. Ellingtons schriftlicher Nachlass befindet sich im
Museum der "Smithsonian Institution"1)
in Washington D. C.1), seine Tapes vermachte er einem dänischen
Radiosender.2)
Erwähnenswert ist, dass Stevie Wonder1) mit seinem Lied "Sir Duke"1)
eine Hommage an Duke Ellington schrieb bzw. sang. Es erschien auf dem
Ende September 1976 veröffentlichtem Album
"Songs in the Key of Life"1),
die Single-Auskopplung erreichte 1977 die Spitze
der US-Pop-Charts1)
und die "Top Ten" in einigen europäischen Ländern.
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Etliche Autoren befassten sich mit dem Leben und der Karriere des Jahrhundert-Künstlers, so kam unter anderem von dem
mit Duke Ellington befreundeten britischen Jazz-Journalisten/Historiker Stanley Dance1) (1910 1999)
das Buch "The World of Duke Ellington" (1981) auf den Markt. Für
die Biografie "Duke Ellington in Person" (1978), die er gemeinsam
mit Ellingtons Sohn Mercer Ellington1)
verfasste, erhielt er 1979
den "ASCAP Deems Taylor Award". Von
James
Lincoln Collier1) erschien die Biografie
"Duke Ellington" (1987) mit dem deutschen Titel "Duke Ellington. Genius des
Jazz", 1998 in englischer Sprache von Andrea Davis Pinkney (→ Wikipedia (englisch))
das
Buch "Duke Ellington: The Piano Prince and His Orchestra" mit
Illustrationen von Brian Pinkney. Ein Jahr später wurde zum 100.
Geburtstag des "Duke" vom Verlag "Music Sales" 1999 das Werk "The Essential Duke
Ellington" publiziert.
Von dem britischen Jazz-Publizisten Ken Vail1)
(1939 2013) stammt das zweibändige Werk "Duke's Diary: The Life of Duke
Ellington, 19271950" aus dem Jahre 2002, in dem in Form eines Tagebuchs das Leben des
großen Musikers zwischen 1927 und 1950 aufgezeigt wird; zahlreiche
Fotos dokumentieren darüber hinaus die Stationen der Jazz-Legende.
Duke Ellington am 3. März 1964 während
eines Konzerts in der Genfer1) "Victoria Hall"1)
Urheber: Hans Gerber/"Comet
Photo"1) ("Comet Photo AG", Zürich)
Dieses Bild stammt aus der Sammlung (Bildarchiv1))
der ETH-Bibliothek1)
und wurde auf Wikimedia
Commons im Rahmen einer Kooperation mit
Wikimedia CH veröffentlicht;
Quelle: www.e-pics.ethz.ch;
(Com_L13-0030-0001-0006.tif);
Lizenz: CC BY-SA 4.0 |
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Duke Ellington selbst veröffentlichte 1973 in Zusammenarbeit mit Stanley Dance1)
seine Memoiren unter dem Titel
"Music is My Mistress" (dt. etwa "Musik ist meine
Geliebte") → mehr Literatur bei Wikipedia.
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