Connie Francis
Connie Francis wurde am 12. Dezember 1938 als Tochter italienischer Eltern in Newark (New Jersey) mit dem Namen Concetta Rosa Maria Franconero geboren. Bereits mit vier Jahren begann sie Akkordeon zu spielen und ihren ersten Auftritt als Gesangsprofi hatte sie durch die Unterstützung ihres Vaters im zarten Alter von elf Jahren. Ein Jahr später sang sie bereits in der "Startime Show" des NBC-Fernsehens und nach kurzer Zeit hatte sie auch schon einen Plattenvertrag von "MGM Records" in der Tasche. Allerdings trällerte sie in den beiden nächsten Jahren nur Lieder, die anscheinend niemand hören wollte und das junge Mädchen war kurz davor, alle seine Pläne, ein großer Plattenstar zu werden, aufgeben. Doch dann stellte sich Ende 1957 der Erfolg ein, als sie zusammen mit Marvin Rainwater1) den Titel "The Majesty of Love" aufnahm und einen, wenn auch nur hinteren Platz in den US-Charts belegen konnte. Die Platte verkaufte sich gut und ein Jahr später gelang der Durchbruch mit dem Anfang der 1920er Jahre komponierten Song "Who's Sorry Now", der auf Anhieb den 4. Platz in den amerikanischen Charts erklomm. Zwei Monate später kam das Lied auch in die britische Hitparade, erreichte den 1. Platz und innerhalb von 6 Monaten war es über eine Million Mal verkauft worden.
  
Die TV-Sender in Amerika rissen sich nun plötzlich um die talentierte Sängerin und Showgrößen wie Perry Como2) oder Ed Sullivan1) zeigten Interesse an ihr. Connie Francis hatte sich über Nacht an die Spitze der internationalen Stars katapultiert und gehörte über viele Jahre hinweg zu den erfolgreichsten amerikanischen Sängerinnen. Ihr Markenzeichen war ihre etwas weinerlich klingende, wundervolle Stimme, mit der sie jedem ihrer Lieder einen unverkennbaren Klang verlieh. Zwischen 1958 und 1964 war sie regelmäßig in den Hitparaden zu finden, 1958 landete sie mit "My Happiness" nicht nur in Amerika einen absoluten Knüller, ein Jahr später folgte "Lipstick on your collar". 1960 hielt sie sich mit "Everybody's Somebody's Fool" 16 Wochen auf Platz 1, die deutsche Version "Die Liebe ist ein seltsames Spiel " gehörte ebenfalls zu den Top-Hits und Radio Luxemburg verlieh Connie Francis den "Goldenen Löwen" für den Song.
Der Star sang nicht nur in deutsch, sondern in insgesamt fünfzehn Sprachen, nahm unter anderem Platten in französisch, italienisch, spanisch und japanisch auf und konnte die Hits auch in diesen Ländern platzieren. Connie Francis absolvierte Tourneen in der ganzen Welt, war auf so bekannten Bühnen wie der New Yorker "Carnegie Hall", dem Londoner "Palladium" oder dem Pariser "Olympia Theater" zu bewundern sowie ein gern gesehener Gast in zahlreichen TV-Shows.

Ab Anfang der 1960er Jahre spielte Connie Francis auch in einigen Unterhaltungsfilmen mit, in denen sie ihre Erfolgsschlager sang. So ließ beispielsweise 1961 der Streifen "Where The Boys Are" (Nachts, wenn ich träume) die Kinokassen klingeln, 1963 folgte "Follow The Boys" (Mein Schiff fährt zu dir), ein Jahr später "Looking For Love" (Ich wär' so gerne verliebt) und 1965 "When The Boys Meet The Girls" (Boy meiner Träume). Weitere Kinofilme waren zwar geplant, doch die Sängerin zweifelte selbst an ihrem schauspielerischen Talent, obwohl das Publikum offensichtlich anderer Meinung war.
Ab Mitte der 1960er Jahre ließ ihr Erfolg wohl wegen des veränderten Musikgeschmacks nach, ihre Fans blieben ihr jedoch auch in den späteren Jahren noch treu. In Deutschland stand die Sängerin bis Ende 1967 immer wieder mit deutschen Versionen ihrer englischsprachigen Lieder in der Hitparade. Unvergessen sind auch noch heute ihre inzwischen zu Evergreens gewordenen Songs wie "Schöner fremder Mann", "Paradiso" oder "Barcarole in der Nacht".
 
1974 zog sich Connie Francis nach einer Vergewaltigung aus dem Showgeschäft zurück, brachte erst 1978 das Album "Who's Happy Now?" heraus und trat im Herbst 1978 wieder an die Öffentlichkeit. In der Sendung des bekannten TV-Moderators Dick Clark versuchte sie Ende der 1970er Jahre ein Comeback und sang ein Medley ihrer früheren Erfolge. Sie kam beim Publikum gut an und tritt seitdem wieder mehr oder weniger regelmäßig auf der Bühne oder im Fernsehen in Erscheinung.
1981 ereilte sie ein weiterer Schicksalsschlag, als ihr Bruder George Franconero jun. in seinem Haus in New Jersey ermordet aufgefunden wurde – vermutlich war er von der Mafia erschossen worden.
1989 nahm sie zusammen mit Boy George den Titel "Something stupid" auf, und 1992 kam es für Connie Francis zu einem Comeback in Deutschland, als fünf ihrer größten deutschen Hits zu einem Tanzmedley zusammengefasst, mit modernem Tanzrhythmus unterlegt und als "Jive Connie" veröffentlicht wurden. Dieses Medley erreichte auf Anhieb die oberen Plätze der deutschen Charts und bescherte Connie Francis u. a. die Auszeichnung für das "Beste Comeback des Jahres". In der Folge nahm sie mit Peter Kraus, mit dem sie bereits zwischen 1959 und 1962 mehrmals zusammengearbeitet hatte, zwei Duette für das Label "Herzklang" auf.
1996 folgte mit "The Return Concert live at Trump's Castle" das erste Live-Album seit "Connie Francis at The Sahara in Las Vegas" von 1966, und 1997 folgte "With Love to Buddy" ein Tribute-Album mit Songs des 1958 verstorbenen Buddy Holly. Seitdem folgte keine weitere Originalveröffentlichung bei einem größeren Plattenlabel, allerdings veröffentlicht Connie Francis gelegentlich über ihr eigenes Label "Concetta Records" in limitierten Auflagen CD-Alben und -EPs mit bislang unveröffentlichtem Material aus ihrem Privatarchiv.
Als Live-Künstlerin ist Connie Francis bis heute aktiv, so hatte sie 2004 ihr erstes Engagement als Hauptact eines der Showtempel von Las Vegas seit 1989, 2007 gab sie mehrere ausverkaufte Konzerte im "Castro Theater" von San Francisco und 2008 unternahm sie eine kleine Tournee durch Asien. 2010 trat sie gemeinsam mit Dionne Warwick unter der Ankündigung "Eric Floyd's Grand Divas of Stage" erneut in Las Vegas auf.
3)
Während ihrer Karriere veröffentlichte Connie Francis allein in den USA mehr als 70 LPs und ungezählte Singles; ihre Platten in Europa lassen sich kaum zählen.
Seit den späten 1960er Jahren engagiert sich die Künstlerin verstärkt für UNICEF oder ähnliche Organisationen.
 
Connie Francis war vier Mal, wenn auch immer nur kurz, verheiratet: Ihre erste, Ende August 1964 geschlossene Verbindung mit dem Werbe-Agenten Richard "Dick" Kannellis endete bereits nach drei Monaten aufgrund häuslicher Gewalt. Am 16. Januar 1971 gab sie dem Friseur Izadore Marion das Ja-Wort, von dem sie sich nach kurzer Zeit 1972 wegen "unüberwindbarer Differenzen" wieder scheiden ließ. Ehemann Nummer 3 wurde im September 1973 der Geschäftsmann Joseph Garzilli, die Scheidung erfolgte 1975 trotz des gemeinsam adoptieren Sohnes Joseph Garzilli Jr., zuletzt war Connie Francis zwischen Ende Juni 1985 und 1986 mit dem Fernsehproduzenten Bob Parkinson verheiratet.
 

Offizielle Webpräsenz: www.conniefrancis.com 
Siehe auch Wikipedia, www.schlagerplanet.com
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP
Quelle: 3) Wikipedia (abgerufen 09.01.2012)
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