"Cliff Dexter" war eine Krimi-Serie, die Mitte der 1960er Jahre vom ZDF produziert worden war. Sie handelte von einem ehemaligen FBI-Agenten, der sich freiwillig von seinem Job in der Behörde verabschiedet hat, um unabhängiger zu sein. Trotz eines lukrativen Angebots von Interpol macht er sich in eine westdeutsche Großstadt auf (ziemlich unwahrscheinlich!) und arbeitet dort fortan erfolgreich als Privatdetektiv. Cliff Dexter, gespielt von dem (Hans von Borsody) ist ein smarter Bursche, welcher der Polizei bei kniffligen Fällen hilfreich zur Seite steht – oft gibt es jedoch aufgrund seiner Methoden Ärger mit dem ermittelnden Kommissar Meinert (Hans Schellbach). Ausgestattet mit einem schnittigen Sportwagen, einem schicken Büro und sonstigen Statussymbolen, kann der blendend aussehende Detektiv natürlich auch nicht allein agieren, ihm zur Seite steht seine hübsche Assistentin Jacqueline (Sabine Bethmann), die später (ab Folge 14) durch eine junge Dame namens Carrol (Andrea Dahmen) ersetzt wurde. Bei seinen Fällen ermittelt Dexter gegen Wirtschaftskriminelle, Kidnapper, Mörder, Diebe und sonstige Gangster, kann am Ende – wie sollte es auch anders sein – als strahlender Held den Schauplatz des Verbrechens verlassen.
 
 

Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung
von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"

Cliff Dexter: Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; www.ardvideo.de
Die erste Folge mit dem Titel "Fahrerflucht um Mitternacht" flimmerte am 19. Oktober 1966 über die noch schwarz-weißen Bildschirme, insgesamt war Cliff Dexter 26 Episoden lang jeweils 25 Minuten auf Verbrecherjagd, am 7. Februar 1968 endeten seine kriminalistischen Recherchen mit der Folge "Der letzte Erbe". In jeweils zwei Geschichten tauchten die Schauspieler Günter Strack und Rolf Schimpf auf, die später selbst zu populären Serienhelden wurden. Die überwiegenden Storys hatten Helmut Herrmann und Hans Georg Thiemt in Szene gesetzt, die flotte Titelmusik stammte von dem Komponisten und Orchesterleiter Siegfried Franz, der unter anderem auch den Sound zu den erfolgreichen Serien "Dem Täter auf der Spur", "Stahlnetz" und "Percy Stuart" geschaffen hat; die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Hamburg und Umgebung statt.
Obwohl "Cliff Dexter" beim Publikum recht beliebt war, wurde die Reihe nach nur zwei Staffeln eingestellt – vielleicht auch weil ein "Westentaschen-Bond", wie Dexter von einigen Kritikern genannt wurde, gegen die übermächtigen US-Serien wie "77 Sunset Strip" oder "Dr. Kimble" keine Chance hatte.

Siehe auch www.tvder60er.de, Die Krimihomepage und Wikipedia;
weitere Links bei www.wunschliste.de

 

Die Hauptdarsteller:
Hans von Borsody

Das Foto wurde mir freundlicherweise von Hans von Borsody zur Verfügung gestellt.

… spielte den Privatdetektiv Cliff Dexter.
 
Geboren am 20. September 1929 in Wien,
gestorben am 4. November 2013 in Kiel.
 
Kurzbiografie zu Hans von Borsody innerhalb dieser Homepage
 
Hans von Borsody im Internet: www.hansvonborsody.de
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Hans von Borsody
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von Hans von Borsody zur Verfügung gestellt.
Sabine Bethmann … spielte Dexters Assistentin Jacqueline (bis Folge 13).
 
Geboren am 25. Oktober 1931 im damals ostpreußischen Tilsit.
 
Kurzbiografie zu Sabine Bethmann innerhalb dieser Homepage
 
Weitere Filme*) mit Sabine Bethmann
Andrea Dahmen … spielte Dexters Assistentin Carrol (ab Folge 14).
 
Geboren 1939.
 
Andrea Dahmen wurde als Tochter des Schauspielers Josef Dahmen1) (1903 – 1985) und dessen Ehefrau, der Schauspielerin Gisela von Collande2) (1915 – 1960) geboren. Sie hat einen Bruder und eine Schwester, ihre Mutter starb bei einem Autounfall. Nicht nur ihre Eltern waren bzw. sind als Schauspieler erfolgreich, sondern auch ihr Onkel Volker von Collande1) (1913 – 1990) und ihre Cousine Nora von Collande2) (geb. 1958).
Andrea Dahmen spielte an verschiedenen Theatern und übernahm sporadisch Aufgaben in TV-Produktionen. In der Krimiserie "Cliff Dexter"1) (1966) war sie als Assistentin an der Seite des Titelhelden (Hans von Borsody) zu sehen, in dem Dokumentarspiel " Der Reformator"2) (1968) verkörperte sie die Katharina von Bora2), Ehefrau Martin Luthers2), dargestellt von Christian Rode2). Neben ihrer Rolle in der Literaturverfilmung " Die Geschwister Oppermann" trat unter anderem auch in den von von Fritz Umgelter inszenierten zweiteiligen Fernsehfilmen "Die Abenteuer eines armen Christenmenschen" (1971) und "Das Klavier" (1972) in Erscheinung. Später zeigte sie sich noch in Serien wie "Derrick", "Der Alte", "Feuersturm und Asche" und "Forsthaus Falkenau".
Andrea Dahmen führte Regie bei dem Theaterstück "Morgen hör ich auf" (auch "Tagebuch eines Trinkers"), das 1987 im "Studiotheater München" uraufgeführt wurde → www.fischertheater.de.
Andrea Dahmen ist mit dem Schauspieler Karlheinz Lemken2) verheiratet. Die gemeinsame, 1978 geborene Tochter Julia Dahmen-Fiorito2) setzte die Familientradition fort und ergriff ebenfalls den Shauspielerberuf → www.julia-dahmen.de.
 
Quelle: Wikipedia (abgerufen 02.03.2015)
 
Weitere Filme*) mit Andrea Dahmen
 
Link: 1) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser Homepage, 2) Wikipedia
Weitere Filme1) mit Andrea Dahmen
 
1) Der Link führt zum Kurzportrait innerhalb dieser Homepage.
Hans Schellbach … spielte den Kommissar Meinert.
 
Geboren am 28. Juni 1925 als Hans Scheliga in Karf bei Beuthen (Oberschlesien),
gestorben am 26. Mai 1990 in Sandesneben (Schleswig-Holstein).
 
Hans Schellbach machte nach einer kaufmännischer Lehre in Breslau eine Ausbildung zum Schauspieler, erhielt dort anschließend ein erstes Engagement am Schauspielhaus Breslau. 1943 wurde Schellbach zum Kriegsdienst einberufen, erst nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft konnte er 1946 seine schauspielerische Karriere am Theater in Hof fortsetzen. Engagements in Hamburg und München sowie am Wiener Burgtheater schlossen sich im Laufe der Jahre an.
Seit Mitte der 1960er Jahre arbeitete Schellbach als "freischaffender Schauspieler" überwiegend für Film und Fernsehen, spielte neben "Cliff Dexter" in verschiedensten anderen populären Krimi-Serien wie "Kommissar Freytag", "Die Fünfte Kolonne", "Sherlock Holmes" (Rolle: Inspektor Lestrade) oder "Polizeifunk ruft". Zuletzt sah man ihn im Kino in dem Hallervorden-Streifen "Der Schnüffler"1) (1983).
Wikipedia (Stand 02.03.2015) schreibt: Schellbach, von kompakter Statur, mit weißem Haar ausgestattet und einer durchdringenden Stimme versehen, wurde zumeist mit Rollen machtvoller Großbürger und Amtsträger, Generäle und Industrieller bedacht. Mehrfach spielte er auch Revolutionäre. Am überzeugendsten gelangen ihm seine Auftritte in ambitionierten Dokumentarspielen der späten 1960er, frühen 1970er Jahre mit zeitgeschichtlichem Hintergrund. Schellbachs Figuren waren stets von dominanter Präsenz wie etwa sein Kommunist und Politiker Georgi Dimitrow in dem Fernsehspiel "Der Fall Petkov" (1967). Er verkörperte in drei Episoden einer deutschen "Sherlock Holmes"-Reihe1) (1967/68) den Inspector Lestrade; in dem Zweiteiler über den Dubliner Osteraufstand 19161) "Der irische Freiheitskampf" aus dem Jahre 1969 spielte er den irischen Freiheitshelden James Connolly1) und kurz darauf den mexikanischen General und Nationalhelden Mariano Escobedo2) in dem zweiteiligen Monarchendrama "Maximilian von Mexiko" (1970).
 
Schellbach machte sich mit Erzählungen und Romanen wie "Karlik" (zeitgeschichtlicher Roman über die Hitler-Jugend) oder "Pieron wo bist du…?" (Roman aus dem Beuthener Grenzland) auch einen Namen als Schriftsteller, lässt darin in kräftigen Farben seine Heimat Oberschlesien lebendig werden.
 
→ Artikel zu Hans Schellbach bei Wikipedia, mit Filmografie (Auswahl)
 
Weitere Filme*) mit Hans Schellbach
 
Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) Wikipedia (englisch)
*) Link: Internet Movie Database
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