"The Life and Strange Surprising Adventures of Robinson Crusoe of York, Mariner: who lived Eight and Twenty Years, all alone in an uninhabited Island on the coast of America, near the Mouth of the Great River of Oroonoque; Having been cast on Shore by Shipwreck, wherein all the Men perished but himself. With an Account how he was at last as strangely deliver'd by Pirates. Written by Himself" ("Das Leben und die seltsamen überraschenden Abenteuer des Robinson Crusoe aus York, Seemann: der 28 Jahre allein auf einer unbewohnten Insel an der Küste von Amerika lebte, in der Nähe der Mündung des großen Flusses Orinoco; Durch einen Schiffbruch an Land gespült, bei dem alle außer ihm ums Leben kamen. Mit einer Aufzeichnung, wie er endlich seltsam aus den Händen von Piraten befreit wurde. Geschrieben von ihm selbst."), so heißt im Original der Lang-Titel eines Buches, welches im Jahre 1719/20 erschien und als der erste englische Roman gilt. Geschrieben hatte es der englische Schriftsteller Daniel Defoe (ca. 1660 – 1731), der damit weltberühmt wurde – "Robinson Crusoe" ist eines der größten Bucherfolge der Literatur.
Erzählt wird die abenteuerliche Geschichte eines jungen Mannes, der viele Jahre auf einer menschenleeren Insel außerhalb der Zivilisation lebt. Robinson Crusoe, Sohn eines Kaufmanns, begibt sich trotz der Warnungen seines Vaters auf eine Seereise. Bereits bei seiner ersten Fahrt wird er vor der Küste Nordafrikas von maurischen Piraten überfallen und versklavt.

Robinson Crusoe auf einer Zeichnung des britischen Illustrators Walter Paget1) (1863 – 1935)
Quelle: Wikimedia Commons; Angaben zur Lizenz siehe hier

Aus algerischer Gefangenschaft flieht er nach Brasilien, und obwohl er dort eine Zukunft als Pflanzer haben könnte, zieht es ihn wieder auf ein Schiff. Nach einem Orkan strandet er als einziger überlebender auf einer unbewohnten Insel vor der Nordostküste Südamerikas. Zunächst richtet er sich in einer Höhle ein, bastelt Waffen und geht damit auf die Jagd, um zu überleben. Später baut er sich eine Hütte, bestellt Äcker und Felder, züchtet Vieh und betätigt sich als Handwerker. Schließlich rettet er einen Eingeborenen vor Kannibalen, befreundet sich mit ihm und nennt ihn Freitag. Erst nach achtundzwanzig Jahren bringt ein englisches Schiff ihn zurück nach England. kann man bei www.dieterwunderlich.de lesen → siehe auch Wikipedia
Dem Roman "Robinson Crusoe" liegt die Geschichte des schottischen Matrosen Alexander Selkirk zugrunde, der als etwa Dreißigjähriger von seinem Schiffe desertierte, über vier Jahre einsam auf der Insel Juan Fernandez lebte und 1709 von dem englischen Kapitän Rogers dort aufgefunden und nach der Heimat zurückgebracht wurde. Rogers' Mitteilungen über die Erlebnisse dieses Mannes erschienen 1712; sieben Jahre später, 1719, gab Daniel Defoe "Das Leben und die fremdartigen, wunderbaren Schicksale Robinson Crusoes, eines Matrosen aus York" heraus. (Quelle: www.klassiker-der-weltliteratur.de) In "Meyers Lexikon" wird weiter ausgeführt: "Defoe folgte mit der Geschichte des religiös geläuterten, zu Gott und zu bürgerlicher Pragmatik zurückfindenden Helden dem Vorbild der puritanischen geistigen Autobiografie und legte den Grundstein für den bürgerlich-realistischen Roman."
 
Schon früh regte die "Robinsonade" verschiedene Filmemacher zur szenischen Umsetzung an, bereits 1902 entstand in Frankreich mit "Les Aventures de Robinson Crusoé" eine kurze stumme Version von dem Filmpionier Georges Méliès1) (1861 – 1938). In den 1910er Jahren drehten vor allem in Amerika etliche Regisseure weitere stumme Streifen, 1913 realisierte Otis Turner das Abenteuer mit Regisseur Robert Z. Leonard1) (1889 – 1968) als Titelhelden, der vier Jahre später selbst "Robinson Crusoe" (1917) mit sich selbst als Protagonisten erneut auf die noch stumme Leinwand brachte. Eine weitere stumme Fassung war 1916 der Kurzfilm von George F. Marion mit Robert Paton Gibbs (ca. 1860 – 1941), Bryan Foy drehte "Robinson Crusoe" 1924 mit C. L. Sherwood (1884 – 1941), M. A. Wetherell (ca. 1884 – 1939) war 1927 Hauptdarsteller und Regisseur in Personalunion. Bei den in den Jahren 1925 und 1935 von Walter Lantz1) (1899 – 1994) gedrehten Umsetzungen des Defoe-Stoffes handelte es sich um Trickfilme, ebenso wie bei dem 1933 von Frank Moser (1896 – 1964) geschaffenen kurzen Streifen.
Der erste Tonfilm, eine komödiantische Variante des Defoe-Klassikers, kam 1932 mit dem Titel "Mr. Robinson Crusoe"1) in die US-amerikanischen Lichtspielhäuser. Hollywood-Star und Stummfilm-Legende Douglas Fairbanks sen.2) (1883 – 1939) mimte einen Mann, der auf Grund einer Wette auf eine einsame Südseeinsel kommt, nur um zu beweisen, dass er genau so tüchtig ist, wie der echte Robinson. Diese Komödie hatte der britische Filmregisseur A. Edward Sutherland1) (1895 – 1973) inszeniert, Fairbanks selbst fungierte als Produzent und hatte als Co-Autor das Drehbuch mitgeschrieben. Eine besonders erwähnenswerte "Crusoe"-Verfilmung ist die des russischen Regisseurs Aleksandr Andriyevsky mit Pawel Kadotschnikow1) (1915 – 1988) als Crusoe und Juri Ljubimow3) (geb. 1917) als Freitag. "Robinzon Kruzo" (1946) wurde als 3D-Film in Farbe gedreht und als erster Spielfilm auf einer Drahtraster-Leinwand1) vorgeführt; dieses Verfahren ermöglichte ein räumliches Sehen ohne die sonst üblichen 3D-Brillen.
 
In den 1950er Jahren entstanden im europäischen Raum zwei beachtenswerte Verfilmungen für das Kino, in der französisch-italienische Produktion "Il Naufrago del Pacifico" (1961, Robinson Crusoë) erlebte man als Schiffbrüchigen den Franzosen Georges Marchal1) (1920 – 1997), der vor allem durch Rollen in Mantel- und Degen-Filmen (D'Artagnan in "Die Drei Musketiere", 1953) oder als muskulöser Held in Sandalen-Epen (Peliokles in "Der Koloß von Rhodos"1), 1961) bekannt wurde, aber auch durch seine Zusammenarbeit mit dem berühmten Regisseur Luis Buñuel1) (1900 – 1983). Buñuels "Robinson Crusoe"-Version aus dem Jahre 1954 (Las aventuras de Robinson Crusoe1)) mit dem Iren Dan O'Herlihy1) (1919 – 2005) in der Titelrolle gehört nicht unbedingt zu den Werken des spanischen Filmemachers, die an erster Stelle genannt werden. Wenngleich dieser "Robinson" nicht mit den großen Werken des Meisters vergleichbar ist, so geht es in der Verfilmung des bekannten Romans von Daniel Defoe dennoch nicht nur um die Oberfläche der Robinson-Geschichte. Im Gegensatz zu dem Moralisten Defoe beschwört Buñuel die große Einsamkeit und Isoliertheit des Menschen, die ihn zerstört, ihn allmählich zum kindischen Wrack werden lässt. Robinsons Insel ist – wie Buñuel es selbst definiert – kein Ort der Flucht aus der Zivilisation, sondern ein Beispiel für die äußerste Entfremdung des Kulturmenschen, für dessen ausweglose Situation. (Quelle: www.prisma.de)
Abbildung DVD-Cover "Robinson Crusoe" (erschienen Juli 2006) mit freundlicher Genehmigung von "Concorde Home Entertainment"; Copyright Concorde Home Entertainment Mehr auf die Komponente "Abenteuer" setzte die für das Fernsehen realisierte deutsch-französische Produktion "Robinson Crusoe" (Les Aventures de Robinson Crusoe), mit der das ZDF 1964 eine Reihe von erfolgreichen Vierteilern bzw. Literaturadaptionen startete. Die von Jean Sacha (1912 – 1988) inszenierte Roman-Adaption gilt als die bisher werkgetreueste Verfilmung, für die Rolle des jungen Robinson holte man mit dem blonden, blauäugigen Robert Hoffmann einen bisher unbekannten jungen österreichischen Schauspieler vor die Kamera, der durch seine überzeugend echte Darstellung über Nacht berühmt und zum Frauenliebling der Nation wurde. Das Drehbuch hatte Walter Ulbrich1) (1910 – 1991) unter dem Pseudonym Eugen von Metz zusammen mit Jean-Claude Carrière geschrieben. Ulbricht lieferte später unter anderem auch noch das Script zu "Die Schatzinsel"2) (1966), "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer"2) (1968), "Der Seewolf"2) (1971) und "Lockruf des Goldes"2 (1975) ab, machte sich damit einen Namen als "Vater der Adventsvierteiler".
Als Kulisse für Robinsons Insel und die Landschaften, die in Brasilien und Arabien spielen, hatte man Gran Canaria gewählt, die Außenaufnahmen fanden bei Playa del Inglés, Maspalomas und im Landesinneren bei Tejeda statt; die in England spielenden Szenen wurden in der Normandie gedreht. Die Musik für die deutsche bzw. französische Fassung stammte von Georges van Parys (1902 – 1971), der sich als Komponist für zahlreiche Kinofilme einen Namen gemacht hat, darüber hinaus seit den 1920er Jahren auch mehrere Operetten verfasste. Für die von der BBC übernommene englische Version wurde eine eigene Filmmusik komponiert, der Grund für die Verwendung unterschiedlicher Musikfassungen liegt laut Wikipedia darin, dass die BBC den Vierteiler in 13 Teile aufstückelte und die Originalmusik von George van Parys nicht in dieses Konzept passte. Das englische Titelthema, verfasst von Robert Mellin und Gian Piero Reverberi, erschien 1969 auch auf einer Single.
 
Abbildung DVD-Cover "Robinson Crusoe" (erschienen Juli 2006) mit freundlicher Genehmigung
von "Concorde Home Entertainment"; © Concorde Home Entertainment
  
Der erste Teil des in schwarz-weiß gedrehten Abenteuers "Robinson Crusoe" lief am Samstagabend zur besten Sendezeit, am 3. Oktober 1964 begann die unglaubliche Geschichte eines jungen Seefahrers, der als Einziger den Untergang des Schiffes "Esmeralda" überlebt und auf einer einsamen Insel strandet. Hier die Handlung der einzelnen Teile (Quelle: Inhaltsbeschreibung der im Juli 2006 erschienenen DVD / Text "Concorde Home Entertainment"):

Teil 1 (Erstausstrahlung: 3. Oktober 1964; Länge rund 86 Minuten)
Ein gewaltiger Sturm tobt über den Gewässern vor der südamerikanischen Küste und macht den Dreimaster "Esmeralda" zum hilflosen Spielball der Naturgewalten. Vergeblich versucht die Mannschaft, sich und das Schiff zu retten. Turm hohe Wellen brechen über das Deck der "Esmeralda" herein und fegen die gesamte Crew über Bord. So auch den erstmals als Sklavenhändler reisenden Robinson Crusoe (Robert Hoffmann), der sich als einzig überlebender an einem unbekannten Strand wieder findet. Schnell erkennt der junge Mann, dass er nicht an die Küste des Festlandes gespült wurde, sondern sich auf einer offensichtlich unbewohnten Insel befindet. Die erste Nacht verbringt er aus Angst vor wilden Tieren auf einem hohen Baum. In Gedanken ziehen jetzt noch einmal die Jahre seiner Jugend an ihm vorbei. Als Sohn eines aus Bremen stammenden Kaufmanns namens Kreutznaer – durch die englische Verballhornung entstand daraus der Name Crusoe – wurde Robinson in England, in York geboren. Von früher Jugend an hegt er den Wunsch, zur See zu fahren und die Welt kennen zu lernen. Eines Tages gerät er bei einem Spaziergang an der Küste in eine wilde Schießerei zwischen der Küstenwache und einigen Waffenschmugglern. Völlig unschuldig wirft man ihn als mutmaßlichen Komplizen der Schmuggler ins Gefängnis, aus dem ihn sein Vater (Erich Bludau) auslösen muss. Voller guter Vorsätze verspricht Robinson nach diesem Erlebnis, dem Wunsch seines Vaters nachzukommen, ein Rechtsstudium bei dem alten Juristen Jeremias Wooseley (Oskar von Schab) zu beginnen. Doch der sehr trockene, langweilige Unterricht lässt ihn schnell seinen guten Willen vergessen. Häufig unterbricht und schwänzt er die Lektionen. Nach einer Aussprache mit dem jetzt völlig enttäuschten Vater begibt sich Robinson zum Haus von Wooseley, um sich für sein Fehlverhalten zu entschuldigen. Doch da entdeckt er, dass der scheinbar so trockene alte Anwalt in seinem Haus ein phantastisches Kajütenzimmer besitzt, angefüllt mit vielen Dingen, die erneut in ihm die Abenteuerlust entfachen. In einer Hafenschenke lernt er Kapitän Darrik (Robert Dalban) kennen. Darrik bietet ihm an, an Bord seines Schiffes zu kommen, das nach Guinea auslaufen wird.
Als Robinson aus seinen Erinnerungen erwacht, geht er daran, sich so gut wie möglich einzurichten. Er entdeckt ein paar Tage später das Wrack der "Esmeralda", das vom Meer vor seine Insel getrieben wurde. Mit einem selbstgebauten Floß birgt er alles Brauchbare, und schließlich folgt ihm auch noch der Schiffshund, der ebenfalls das Unglück überlebt hat und nun für lange Zeit sein einziger Gefährte sein wird.


Teil 2: (Erstausstrahlung: 10. Oktober 1964; Länge rund 86 Minuten)
Als Robinson die Insel genauer erkundet, entdeckt sein Hund Dick, eine Höhle, die sich als idealer Unterschlupf anbietet. Mit Hilfe des Materials, das er aus dem Wrack der "Esmeralda" bergen konnte, richtet er sich nun in der Höhle verhältnismäßig gut ein. Aber trotzdem blickt Robinson immer wieder sehnsüchtig aufs Meer hinaus, ob ein Schiff zu sehen ist. Dabei erinnert er sich an die Abenteuer, die er bisher erlebt hat. Die Fahrt auf dem Schiff von Kapitän Darrik verläuft für Robinson zunächst sehr positiv. Darrik vermittelt seinem jungen Passagier wertvolle Kenntnisse der Seefahrt. Als er eines Tages mit einigen Matrosen an Land geht, um Trinkwasser zu holen, fällt er in die Hände von Sklavenjägern und wird schließlich als Sklave an den Fischer Kasr (Lucas Andrieux) verkauft. Robinson nutzt einen günstigen Augenblick, als er mit seinem Herrn zum Fischen ausfährt, diesen ins Meer zu befördern. Er segelt mit dem Boot und dem Geld, das der geizige Kasr immer bei sich trug, aufs offene Meer hinaus. Hunger, Durst sowie starker Sonnenbrand quälen den Flüchtling unbarmherzig. Als er schließlich dem Tode nahe ist, wird Robinson endlich von einem portugiesischen Kauffahrer entdeckt und gerettet. Durch die Pflege der Portugiesen landet er eines Tages gesund und unternehmungslustig als wohlhabender junger Mann in Brasilien. Innerhalb von nur wenigen Jahren schafft es Robinson, zu einem begüterten Grundbesitzer zu werden. Doch erneut siegt in ihm seine Abenteuerlust, als drei andere Pflanzer ihm vorschlagen, zur Behebung des Arbeitermangels auf den Plantagen ein Schiff zur Sklavenbeschaffung in Afrika auszurüsten und diese Expedition zu leiten. Schon bald nach dem Auslaufen gerät das Sklavenschiff "Esmeralda" in einen mörderischen Seesturm, dem Mannschaft und Schiff zum Opfer fallen. Nur Robinson wird als einzig überlebender an einen unbekannten Strand gespült. Als Robinson wieder aus seinen Gedanken erwacht, sieht er sich erneut mit seiner Inseleinsamkeit konfrontiert. In den darauf folgenden Tagen gestaltet er sich einen Kalender, um die Ordnung der Zeit als Orientierungshilfe während seines Inseldaseins zu nutzen. Ein halbes Jahr später kommt Robinson zu dem Entschluss, seine Insel mit Hilfe eines selbstgebauten Bootes zu verlassen. Voller Tatendrang geht er daran, sich eine Piroge zu bauen. Als dieses Unterfangen misslingt, beginnt er seine Höhle etwas wohnlicher zu gestalten. Er schlägt mit einem Hammer Nischen in die Felswände. Dabei lockert sich Gestein der Höhlendecke, das plötzlich in einer großen Menge auf Robinson niederprasselt und ihn unter sich begräbt.

Teil 3: (Erstausstrahlung: 17. Oktober 1964; Länge rund 86 Minuten)
Der Unfall läuft einigermaßen glimpflich ab. Ohne allzu große Mühe kann sich der verschüttete Robinson aus seiner misslichen Lage selbst befreien. Eines Tages erscheint ein Piratenschiff vor der Insel. An Bord ist alles Leben erstorben. Die Piraten haben sich, wahrscheinlich völlig betrunken, gegenseitig umgebracht. Nunmehr schon erfahrener und mit allerhand Werkzeug ausgerüstet, geht Robinson daran, das Schiff auszuräumen. Den dritten Jahrestag seiner Rettung begeht er sehr festlich zusammen mit seinen Tieren in der Höhle. Im Verlauf dieser kleinen Feier zeigt der Rum der Piraten jedoch seine Wirkung, und Robinson, leicht angetrunken, rudert nachts zu dem verlassenen Schiff, wo er an Deck einschläft. Als er am nächsten Morgen aufwacht, muss er voller Schrecken feststellen, dass das Schiff inzwischen auf die hohe See hinausgetrieben wurde. So hat ihn sein Leichtsinn in ein neues gefährliches Abenteuer gestürzt. Das Schiff strandet schließlich an einer Küste, wo sich laut bellend ein Hund bemerkbar macht. Voller Freude erkennt Robinson, dass es sich dabei um Dick handelt. Fremde Fußspuren an diesem Strand sowie sichtbarer Rauch einer fremden Feuerstelle sorgen für neue Aufregung. Ein paar Tage später erfährt Robinson bei einem Erkundungsgang die furchtbare Wahrheit: Anhand der jetzt erkalteten Feuerstelle erkennt er, dass offenbar Eingeborene die Insel aufsuchen, um kannibalische Mahlzeiten abzuhalten. Abscheu und Ekel beim Anblick der menschlichen Überreste an diesem Ort des Grauens treiben ihn dazu, sich noch mehr zu verschanzen. Für die zu erwartende Wiederkehr der Wilden bereitet er eine Sprengung vor und in einem nahen Versteck fügt er geschickt mehrere Musketen zusammen, so dass diese gleichzeitig abgefeuert werden können. Schließlich erscheinen die Wilden erneut auf der Insel. Sie haben zwei Gefangene mitgebracht, die sie als Schlachtopfer verspeisen möchten. Nachdem ihr Feuer wieder entfacht ist, dauert es nicht lange, bis sich das Pulver entzündet und es zu einer heftigen Explosion kommt. Die Eingeborenen geraten in große Panik. In diesem Durcheinander gelingt es Robinson, einen der Gefangenen (Fabian Cevallos) aus der Hand der Kannibalen zu befreien. Da dieses Ereignis an einem Freitag stattfand, nennt er jetzt seinen neuen Gefährten, einen karibischen Indianer, Freitag.

Teil 4: (Erstausstrahlung: 24. Oktober 1964; Länge rund 83 Minuten)
Es dauert einige Zeit bis Robinson und Freitag zueinander finden. Der Weiße sichert sich gegen seinen kannibalischen Gefährten ab. Dieser wiederum betrachtet die imponierende Ausrüstung seines weißen Retters mit Staunen, aber auch mit Scheu. Nach und nach gelingt es Robinson, das Vertrauen des Eingeborenen zu gewinnen, und schon bald vergilt Freitag dem jungen Engländer seine Rettung durch treue Freundschaft. Trotz aller Bedenken und Unterschiede entwickelt sich zwischen den beiden eine sehr harmonische Beziehung, was Robinson auch sehr hilft, als sein langjähriger Gefährte Dick, an Altersschwäche stirbt. Eines Tages erblickt Freitag vor der Insel ein Schiff und berichtet diese Entdeckung umgehend seinem Herrn. Voller Spannung betrachten beide, wie dieses Schiff, das die englische Flagge zeigt, vor Anker geht. Die Freude der nahenden Rettung vergeht jedoch schnell, als Robinson durch sein Fernrohr beobachtet, wie zwei Männer im ausgesetzten Beiboot ermordet werden. Auch die englische Flagge wird auf dem Schiff eingeholt und durch die Piratenflagge, ersetzt. So wird Robinson von seinem Versteck aus Zeuge einer Meuterei und weiß nun, dass die Männer skrupellose Mörder sind. Trotz aller Findigkeit gelingt es ihm nicht, den Piraten zu entgehen. Polly, sein sprechender Papagei, hat die Piraten unfreiwillig auf ihn aufmerksam gemacht, so dass er überwältigt und gefangen wird. Auch Freitag gerät in Gefangenschaft, kann sich aber in einem günstigen Augenblick unbemerkt davonschleichen. Die Meuterer entdecken die Höhle Robinsons und somit auch den Schatz, den er von einem Piratenschiff, geborgen hatte. Robinson erklärt den goldgierigen Halunken, dass sich auf der anderen Seite der Insel noch eine Eingeborenensiedlung befindet. Er versichert ihnen, dort sei auch die Hauptmasse des Schatzes zu holen, und erweckt damit die Begierde der Bande. In einem endlosen Marsch führt er sie durch die Wildnis, um ihre Kräfte zu erschöpfen. Während dieser Aktion dezimiert Robinsons entflohener Freund mit immer neuen überfällen aus dem Hinterhalt die Anzahl der Piraten und rettet damit Robinson und sich selbst. Als der Rest der Bande bezwungen ist, gehen die Geretteten an Bord des Schiffes und befreien den verwundeten Kapitän aus der Hand der Meuterer. Die Stunde der lang ersehnten Heimkehr nach England hat geschlagen. Freitag wird seinen weißen Herrn dorthin begleiten. Als das Schiff die Segel setzt und Kurs auf die hohe See nimmt, blickt Robinson halb erlöst, halb wehmütig auf seine Insel zurück, die langsam am Horizont verschwindet.

Von Oliver Kellner und Ulf Marek stammt der umfassende Bild-Textband "Seewolf & Co. Robinson Crusoe, Lederstrumpf, David Balfour, Mathias Sandorf, Tom Sawyer – die großen Abenteuer-Vierteiler des ZDF". Die erweiterte Neuausgabe ist 2005 im Verlag  "Schwarzkopf und Schwarzkopf" erschienen. Die DVD zu dem legendären Vierteiler ist seit 2006 im Handel verfügbar.
 
Im Laufe der nachfolgenden Jahrzehnte griffen diverse Regisseure Defoes Romanvorlage immer wieder auf und verfilmten mehr oder weniger werkgetreu seinen Bericht eines Schiffbrüchigen. Der Mexikaner René Cardona Jr. (1939 – 2003) brachte 1970 "Robinson Crusoe und der Tiger"4) (Robinson Crusoe) mit seinem Landsmann Hugo Stiglitz1) auf die Leinwand, ein eher zu vernachlässigender Unterhaltungsstreifen, in dem ein auf einer einsamen Insel Gestrandeter die Geheimnisse der exotischen Tierwelt erlebt, von Krokodilen, Klapperschlangen und Haien verfolgt wird, sich jedoch lieber die Zeit damit vertreibt, einen Tiger zu zähmen. Mehr Beachtung fand da die von Jack Gold1) gedrehte Version "Man Friday"1) (1975, Freitag und Robinson) mit Hollywood-Star Peter O'Toole2) als Robinson und Richard Roundtree1) als Freitag in den Hauptrollen. Jack Gold hielt sich an die Geschichte, benutzte sie jedoch gleichzeitig dazu, die damaligen Vorstellungen vom "zivilisiertem weißen Mann" zu karikieren und somit gleichzeitig eine harsche Kritik am Kolonialismus, Missionarentum, Rassismus und ähnlichen Begebenheiten zu führen. schreibt Wikipedia.
Bei dem von dem italienischen Regisseur Sergio Corbucci gedrehten Streifen "Robinson jr."1) (1976, Il signor Robinson – Mostruosa storia d'amore e d'avventure) handelt es sich um eine in der Moderne ansiedelten Parodie auf die "Robinsonade", bei Corbucci ist der Titelheld ein verwöhnter Mailänder Modezar (Paolo Villaggio1)), der auf eine einsame Insel gespült wird und später einer attraktiven jungen Eingeborenen (Zeudi Araya) begegnet. In der britisch-amerikanischen Umsetzung "Crusoe"1) (1989, Robinson Crusoe – Reise ins Abenteuer) von Caleb Deschanel1) zeigt sich Aidan Quinn1) als anfangs gieriger Sklavenhändler Crusoe. Die Handlung spielt Anfang des 19. Jahrhunderts, die Zeitschrift "Cinema" bezeichnete den Film als eine "eigenwillige Interpretation des Klassikers".
Den smarten "Remington Steele"- und "Bond"-Darsteller Pierce Brosnan1) konnte man 1997 neben William Takaku (Freitag) als bärtigen Robinson Crusoe in Rod Hardys gleichnamigem Kinofilm1) erleben. "Vor der Kulisse von Papua-Neuguinea robbt Bond-Star Pierce Brosnan mit Vollbart und Wallehaar durch die Wildnis. Dabei fördert die 29. (!) Verfilmung des klassischen Abenteuers aber nicht viel Neues zu Tage." schreibt beispielsweise www.tvspielfilm.de.

Die von den Franzosen Thierry Chabert und Frédéric Vitoux gedrehte zweiteilige TV-Fassung "L'île de Robinson"5) (2002) stellt wieder gesellschaftskritische Aspekte in den Vordergrund: So verlangt Robinson (Pierre Richard) von seinem Diener Freitag (Nicolas Cazalé) zivilisiertes Verhalten und begründet es als Fortschritt gegenüber Freitags Volk, den Wilden. Jedoch zeigen sich die zivilisierten Europäer in diesem Film häufig als Feiglinge, Lügner und Mörder, wohingegen Freitag als Wilder eher die typischen Tugenden wie Mut, Charakterstärke, Treue und Ehrlichkeit aufweist. Abweichend von der Romanfassung begleitet Freitag Robinson am Ende zu seiner Plantage zurück und erlebt dort die Unterdrückung und Ausbeutung der Sklaven. Als Dunkelhäutiger wird er von den Weißen nicht respektiert. Sowohl Robinson als auch Freitag versuchen die Sklaven zu beschützen. Die anderen Plantagenbesitzer zünden daraufhin Robinsons Haus an. Robinson und Freitag flüchten nach Europa. Dort will Robinson die Idee verbreiten, dass alle Menschen gleich sind. (Quelle: Wikipedia) Während die historische Insel im Pazifik lag, haben Chabert und Vitoux ihren Robinson wie vor ihnen auch Defoe vor der Küste des heutigen Venezuela angesiedelt, wodurch er auf der berüchtigten Sklavenhandels-Dreiecksroute Europa-Afrika-Amerika segeln kann. Pierre Richard2) als "Robinson Crusoe" stellte einmal mehr unter Beweis, dass er längst nicht mehr der naive Tollpatsch wie in "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" (1972) war und sich zum eindrucksvollen Charakterdarsteller gemausert hatte. "Als erfinderischer Abenteurer Robinson Crusoe lässt er Entdeckerherzen höher schlagen und eindringlich die Wandlung eines festgezimmerten, christlichen und kolonisatorischen Menschenbildes miterleben." schreibt der Sender ARTE anlässlich der deutschen Erstaustrahlung (22./29.12.2004).
 
2008 entstand in den USA die 13-teilige Fernsehserie "Crusoe" mit Philip Winchester (geb. 1981) als Protagonisten. Der amerikanische Sender NBC gab die Serie in Auftrag, die Geschichte startet Mitte Oktober 2008 damit, dass der Brite Robinson Crusoe seine Frau Susannah (Anna Walton) verlässt, um Abenteuer zu erleben. Dabei erleidet er auf einer abgelegenen tropischen Insel Schiffbruch. Wie der namensgebende Roman spielt die Serie im 17. Jahrhundert, Ton, Atmosphäre und Themen wurden jedoch der heutigen Zeit angepasst; in den USA lief die Serie bis Ende Januar 2009 (siehe auch die Informationen bei der englischsprachigen Wikipedia sowie die Website von NBC). Am 4. Februar 2016 ging der Animationsfilm "Robinson Crusoe" an den Start, populäre Künstler wie Matthias Schweighöfer (Robinson Crusoe), Kaya Yanar (Papagei Dienstag), Cindy aus Marzahn (Tapirdame Rosie) und Dieter Hallervorden (Ziegenbock Zottel) liehen den Figuren ihre Stimme → Wikipedia (englisch), filmstarts.de.
Das Motiv der von Daniel Defoe verfassten Geschichte bildet die Basis für weitere Filme. So weist unter anderem Robert Zemeckis Film "Cast Away – Verschollen"1) (2000), mit Tom Hanks als Verschollenem, unverkennbare Parallelen zur Darstellung des Crusoe auf. Bereits 1964 schon drehte der US-amerikanische Regisseur Byron Haskin unter dem Titel "Robinson Crusoe on Mars", vom deutschen Verleih "Notlandung im Weltraum" betitelt, eine Variante mit einer Science-Fiction-Version. Im Jahr 2005 drehte die Private Media Group eine Porno-Adaption namens "Robinson Crusoe on Sin Island"1) die mit einem AVN Award ausgezeichnet wurde.
In Deutschland sind zusätzlich einige Hörspiele und Lesungen erschienen. Besonders erwähnenswert sind hierbei eine Lesung von Rufus Beck, erschienen bei "Hörbuch Hamburg" und ein Hörspiel in der Bearbeitung und unter der Regie von Sven Stricker, erschienen 2005 beim Münchner "Hörverlag". Das Hörspiel bezieht sich auf die Urfassung des Stoffes. (Quelle: Wikipedia)

Siehe auch Wikipediawww.bamby.de, www.fernsehserien.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser Webpräsenz, 3)  www.munzinger.de, 4) Filmlexikon, 5) prisma.de
Lizenz Abbildung Robinson Crusoe: Der Urheber dieses Werks ist 1935 gestorben; es ist daher gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.
Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 80 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers.

Die Akteure der legendären "Robinson Crusoe"-Produktion aus dem Jahre 1964
(weitere Darsteller bei der Internet Movie Database)
Robert Hoffmann
Robert Hoffmann; Copyright Virginia Shue
Das Foto wurden mir freundlicherweise
von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
© Virginia Shue
… spielte den Robinson Crusoe.

Geboren am 30. August 1939 in Salzburg (Österreich).

Robert Hoffmann besuchte in Salzburg das Gymnasium und anschließend die Handelsakademie. Nach einem Aufenthalt in Schweden trat er in Paris in die Schauspielschule von Poule Vanneck ein und ließ sich dort drei Jahre lang ausbilden. Während dieser Zeit verdiente er sich das notwendige Geld durch modeln und Werbefilme. Bekannt wurde Hoffmann durch seine Hauptrolle in dem Abenteuervierteiler "Die Abenteuer des Robinson Crusoe", der in Deutschland 1964 ausgestrahlt wurde. Als Frauenliebling strahlte er in Filmen wie "Sein Schlachtfeld war das Bett"1) (1971, (Le caldi notti di Don Giovanni)), einer freizügigen Verfilmung der Abenteuer des Don Juan, der Stefan Zweig-Adaption "24 Stunden aus dem Leben einer Frau"2) (1968,  Vingt-quatre heures de la vie d'une femme) oder in Thrillern wie "Das Geheimnis der jungen Witwe"1) (1968, La morte non ha sesso) und "Die Nacht der rollenden Köpfe"2) (1973). 1968 wurde er hinter Pierre Brice und George Nader von den Bravo-Lesern zum drittbeliebtesten Filmstar gewählt. Woher kommt Robert?, fragten Tausende von BRAVO-Lesern. Wie erhielt er diese Traumrolle angeboten, die im wie auf den Leib geschnitten ist? Die Antwort darauf ist verblüffend: Weil der junge blonde Mann selbst ein Abenteurer ist! Vor 24 Jahren wurde er in Salzburg geboren. Schon als Junge träumte er von der großen weiten Welt. Mit 16 packte er eines Tages seinen Rucksack und riss von zu Hause aus. Er nährte sich von Obst, schlief unter freiem Himmel – bis nach Schweden führte ihn die verwegene Fahrt, ehe er wieder ins Elternhaus zurückkehrte.
Nach dem Abitur wurde er Schauspieler. Und in Paris, an kleinen Theatern, entdeckte ihn Regisseure Jean Sacha für die Robinson-Fernsehserie. Noch während der ersten Drehtage erhielt Robert drei Filmhauptrollen angeboten. Er lehnte sie ab. "Ich muss noch lernen", sagte er. "Ich nehme Sprechunterricht in Berlin. Meine Karriere soll kein flüchtiges Abenteuer werden!"
 – so einst nachzulesen bei der nicht mehr abrufbaren Seite tv-abenteuer.net.
 
In den 1960/70er Jahren stand der Schauspieler vornehmlich für italienische und französische Produktionen vor der Kamera, drehte zahlreiche, wenn auch eher belanglose Kinofilme. Sein Auftritt als Archie Moore in dem Wallace-Streifen "Neues vom Hexer"2) (1965) bleibt eine der wenigen deutschen Filme, in seiner mehr als 60 Produktionen umfassenden Filmografie. In Erinnerung ist er sicherlich auch als charismatischer Heldenjüngling und späterer Gotenkönig Totila in Robert Siodmaks zweiteiligem Historienspektakel "Kampf um Rom"2) (1968/1969), in Harald Reinls Ganghofer-Adaption "Schloß Hubertus"2) (1973) tauchte er als treuer Jäger Franz Hornegger auf, zwei Jahre später mimte er dann in "Der Edelweißkönig"2) (1975) den titelgebenden Protagonisten und verliebte sich in Alfred Vohrers Remake des bayrischen Heimat-Dramas (nach Ludwig Ganghofer) in Veverl alias Ute Kittelberger.
Bei den Dreharbeiten zu dem Abenteuer "Sein Schlachtfeld war das Bett" stürzte Hoffmann 1970 vom Pferd und war längere Zeit körperlich beeinträchtigt. 1975 eröffnete er in Salzburg das Musikcafé "Das Café". In den letzten Jahren stand der ehemalige Robinson-Star nur noch sporadisch vor der Kamera. Ende der 1990er Jahre tauchte er in zwei Episoden der beliebten TV-Serie "Forsthaus Falkenau" als zwielichtiger Fotograf auf, 2004 spielte er eine kleine Rolle in dem Krimi "21 Liebesbriefe"1) neben Hauptdarstellerin Katja Flint.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia
 
Interview mit Robert Hoffmann bei www.terrorverlag.de

Weitere Filme*) mit Robert Hoffmann
 
Link: 1) Filmlexikon, 2) Wikipedia

Erich Bludau … spielte den Vater von Robinson Crusoe.
 
Geboren am 5. September 1907 im ostpreußischen Königsberg (heute Kaliningrad, Russland),
gestorben am 1. April 1970 in Gräfelfing (Landkreis München, Bayern).
 
Nach einer künstlerischen Ausbildung wirkte Bludau am Theater in Königsberg sowie an Berliner Bühnen. Nach Ende des 2. Weltkrieges spielte er zwischen 1951 und Ende der 1950er Jahre in einigen DEFA-Produktionen mit, so beispielsweise in Eduard Kubats Spionagestreifen "Die Meere rufen"1) (1951) oder als Professor in dem Biopic "Robert Mayer – der Arzt aus Heilbronn"2) (1955). Darüber hinaus war Bludau in zahlreichen Inszenierungen des damaligen "Deutschen Fernsehfunks" (DFF) der DDR zu sehen, gehörte er unter anderem zur Besetzung der Fernsehspiele "Mord an der Grenze"3) (1957) und "Jahrgang 22"2) (1959). Des Öfteren wurde Bluda in Verfilmungen für den "Deutschen Fernsehfunk für Kinder" eingesetzt, etwa in "Vom König, der das Lernen verbietet"3) (1954) oder zwischen 1954 und 1957 in verschiedenen Geschichten über Till Eulenspiegel.
In späteren Jahren trat Bludau an Münchner Bühnen auf, unter anderem an der "Kleine Komödie".
 
Quelle (vorwiegend): Volker Wachter
  
Weitere Filme*) mit Erich Bludau
Anmerkung: Die "Internet Movie Database" weist Bludaus Filmschaffen nur fragmentarisch aus.
 
Link: 1) Filmlexikon, 2) Wikipedia, 3) www.fernsehenderddr.de
Oskar von Schab … spielte den alten Juristen Jeremias B. Wooseley.
  
Geboren am 2. August 1901,
gestorben am 9. November 1977.

Der in Deutschland geborene Schauspieler und Regisseur stand als Darsteller eher selten vor der Kamera. Zu einer seiner letzten Auftritte zählt die Rolle des Dürr in Bernhard Sinkels hochgelobtem Debütfilm "Lina Braake"1) (1975).
 
Weitere Filme*) mit Oskar von Schab (trat im Film auch als Oskar von Schaab auf.)
 
Link: 1) Wikipedia
Claudia Berg … spielte die Nichte von Jeremias B. Wooseley.
 
Bei der Internet Movie Database ist nur "Robinson Crusoe" als Produktion gelistet, in der Claudia Berg mitspielte.
Luc Andrieux … spielte den Fischer Kasr, an den Robinson von den Sklavenhändlern verkauft wird,
darüber hinaus wirkte er als Co-Regisseur bei der Produktion mit.
 
Geboren am 12. Februar 1917 in Agon-Coutaville,
gestorben am  26. November 1977 in Paris.
 
Bei der Internet Movie Database ist nur "Robinson Crusoe" als Produktion gelistet, in der Lucas (Luc) Andrieux mitspielte.
Robert Dalban … spielte den Kapitän Darrik.
 
Geboren am 19. Juli 1903 als Gaston Paul Barré in Celles-sur-Belle (Deux-Sèvres),
gestorben am 3. April 1987 in Paris.
 
Der knautschgesichtige französische Schauspieler wurde unter dem Regisseur Henri-Georges Clouzot als Paulo in dem klassischen "film policier" "Quai des Orfèvres"1) (1947, Unter falschem Verdacht) berühmt. Sein Gesicht taucht in Nebenrollen in mehr als zweihundert Filmproduktionen auf. In Erinnerung bleibt er vor allem als Leon Blanchet bzw. Résistance-Kamerad von Danielle Darrieux in Julien Duviviers Krimi "Marie-Octobre"2) (1959), als Chefredakteur von Jean Marais und Mylène Demongeot in den drei "Fantômas"-Komödien "Fantômas"3) (1964, Fantomas), "Fantômas contre Interpol"3) (1965, Fantômas gegen Interpol) und "Fantômas contre Scotland Yard"3) (1967, Fantomas bedroht die Welt) sowie als nach hoher Mitgift lechzender Gastwirt und Vater von Manette alias Claude Jade in Édouard Molinaros Literaturadaption "Mon oncle Benjamin"3) (1969, Der Mann im roten Rock/Mein Onkel Benjamin). Später tauchte er unter anderem in den Pierre Richard-Komödien "Les malheurs d'Alfred"3) (1972, Alfred, die Knallerbse), "La carapate"3) (1978, Der Sanfte mit den schnellen Beinen), "La chèvre"3) (1981, Ein Tolpatsch kommt selten allein) und "Les compères" (1985, Zwei irre Spaßvögel) auf, spielte auch mit Jean-Paul Belmondo in der heiteren Geschichte "L'incorrigible"3) (1975, Der Unverbesserliche).
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Robert Dalban
 
Link: 1) der-film-noir.de, 2) Filmlexikon, 3) Wikipedia
Fabian Cevallos … spielte Robinsons treuen Gefährte Freitag.

Weitere Filme*) mit Fabian Cevallos
Paul Chevalier … spielte einen blinden Mann.
 
Geboren am 24. Februar 1919.

Weitere Filme*) mit Paul Chevalier
Jacques Dynam … spielte den Bush.
 
Die biografischen Daten zu Jacques Dynam sind unterschiedlich, bei Wikipedia wird angegeben:
Geboren am 30. Dezember 1923 als Jacques André François Joseph Barbé in Montrouge,
gestorben am 11. November 2004 in Paris (Frankreich).
Bei der Internet Movie Database ist der Schauspieler am 30. Dezember 1912 in Paris geboren und am 12. November 2004 in Paris gestorben.
 
Tatsache ist jedoch, dass Jacques Dynam eine umfangreiche Filmografie aufweisen kann und seit seinem Auftritt in dem Biopic "Symphonie der Liebe"1) (1942, La symphonie fantastique) in über 150 Produktionen – meist in Nebenrollen –spielte. Erste Erfahrungen als Schauspieler hatte er Ende der 1930er Jahre beim Theater gesammelt, eine erste größere Aufgabe beim Film erhielt er 1946 in Yves Allégrets "Les démons de l'aube" an der Seite von Simone Signoret.
Jacques Dynam war in den unterschiedlichsten Rollen zu sehen, spielte in Komödie, Dramen und Krimis neben so großen französischen Stars wie Pierre Fresnay, Maurice Chevalier, Fernandel oder Michel Simon. Unter anderem mimte er herrlich den Inspektor Bertrand bzw. einfältigen Gehilfen von Kommissar Juve alias Louis de Funès in den drei "Fantômas"-Streifen (1964: Fantômas; 1965: Fantomas gegen Interpol; 1967: Fantomas bedroht die Welt) und wurde durch diese Krimikomödien auch in Deutschland bekannt und beliebt.
   
Jacques Dynam starb in einem Pariser Krankenhaus an den Folgen einer Lungenentzündung.
 
Weitere Filme*) mit Jaques Dynam
 
Link: 1) Wikipedia
Jane Marken … spielte die Haushälterin Jenny.
 
Geboren am 13. Januar 1895 als Jeanne Berthe Adolphine Crabbe in Paris (Ile-de-France, Frankreich),
gestorben am 1. Dezember 1976 in Paris (Ile-de-France, Frankreich).
 
Die französisch-belgische Charakterschauspielerin war sowohl auf französischen Bühnen als auch im Film erfolgreich, in nachhaltiger Erinnerung ist sie mit Rollen bodenständiger, handfester und lebensfroher Frauen aus dem Volke geblieben.
Jeanne Crabbe (Jeanne Krab), die Tochter eines Belgiers und einer Französin, die 1912 am Pariser Konservatorium durchgefallen war, ließ sich dennoch nicht von ihrem Berufswunsch abhalten und konnte bereits drei Jahre später einen ersten Preis einspielen. Noch im selben Jahr 1915 ging Jane Marken an das "Odéon-Theater", dem sie bis 1920 angehören sollte. Aus Gesundheitsgründen musste sie für 13 Jahre ihren Beruf aufgeben. Erst 1933 kehrte sie zur Schauspielerei zurück.
Jane Marken machte sich einen Namen mit drallen Frauenfiguren, die sowohl lebenslustig-volkstümlich als auch zänkisch-bösartig und keifend auftreten konnten. Vor allem an der Seite des Kollegen Jules Berry feierte sie einige schöne Erfolge.
Abgesehen von frühen Filmversuchen während und nach Beendigung des 1. Weltkrieges – Jane Marken debütierte 1915 unter dem Regisseur Abel Gance – blieb die Schauspielerin bis zu Beginn der Tonfilmzeit dem Kino fern.
Am besten in Erinnerung blieb ihre einem Flirt nicht abgeneigte Madame Dufour in Jean Renoirs "Eine Landpartie"1) (1936, Partie de campagne) und ihre leichtlebige Madame Hermine in Marcel Carnés "Kinder des Olymp"1) (1945, Les Enfants du paradis).
 
Quelle: Das große Personenlexikon des Films, Kay Weniger, 2001
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Jane Marken
 
Link: 1) Wikipedia

*) Link: Internet Movie Database

  

Der Autor Daniel Defoe
Porträt*)

Daniel Defoe wurde Anfang 1660 – sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt – in London als Sohn eines Fleischers1) geboren. Defoe hatte ursprünglich puritanischer Geistlicher werden sollen, entschied sich dann aber für die kaufmännische Laufbahn, wo er allerdings bald scheiterte. Er versuchte sich in mehreren Berufen. Aus dem Wunsch heraus, die praktischen Lebensbedingungen seiner Landsleute zu verbessern, gab er nacheinander mehrere Zeitschriften heraus und verfasste zahlreiche zum Teil satirische Artikel. Ein heftiger Angriff gegen die religiöse Unduldsamkeit der anglikanischen Kirche brachte ihn sogar an den Pranger, wo ihm das Volk jedoch begeistert zujubelte. Nach einem Gefängnisaufenthalt änderte er seinen ursprünglichen Namen (Daniel Foe) in Defoe. Er starb am 26. April 1731 in London.2)

Defoe verfasste rund 550 Schriften, von denen seine Romane nur einen geringen Teil ausmachten; dadurch wurde er jedoch berühmt. Sein im Alter von fast 60 Jahren geschriebener erster Roman "Robinson Crusoe" (1719/20) zählt zu den Klassikern der Weltliteratur. Es folgten Abenteuerromane wie "Kapitän Singleton"3) (1720), "Moll Flanders"3) (1722) mit moralisch-pädagogischer Zielsetzung; ferner schrieb Defoe wirtschaftspolitische und sozialkritische Abhandlungen, eine Reisebeschreibung von Großbritannien und den Bericht "Die Pest zu London"3) (1722). schreibt "Meyers Lexikon".

Ein umfangreiches Portrait findet man bei Wikipedia.
Siehe auch www.klassiker-der-weltliteratur.de sowie www.dieterwunderlich.de

*) Porträt aus dem 17./18. Jahrhundert bei Wikimedia Commons
1) Laut Wikipedia war Daniel Defoe der Sohn eines eines Wachsziehers und Kerzenhändlers.
2) Quelle: Projekt Gutenberg De (Seite nicht mehr abrufbar)
Link: 3) Wikipedia

Um zur Seite der TV-Serien zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de