Wirken (Auszug) |
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| Der deutsche Bassist Gottlob Frick wurde am 28. Juli 1906 als jüngstes von 13. Kindern und Sohn eines Gemeindeförsters im schwäbischen Ölbronn1) geboren. Auf Wunsch der Eltern sollte er eigentlich einen technischen Beruf ergreifen, doch er setzte seine eigenen Pläne durch und ließ sich zunächst in Stuttgart1) an der "Württembergischen Hochschule für Musik" (heute: "Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart") bei Fritz Windgassen (1883 1963), dem Vater des berühmten Tenors Wolfgang Windgassen (1914 1974), später von dem Bariton Julius Neudörffer-Opitz (1871 1942) zum Sänger ausbilden; sein Studium finanzierte er durch Auftritte im Chor der "Württembergischen Staatsoper" (heute Teil des "Württembergischen Staatstheaters Stuttgart"1). | ||||||
Obwohl sich Gottlob Frick 1970 mit dem "Falstaff" in "Die lustigen Weiber von Windsor" an der "Staatsoper Stuttgart"1) sowie dem "Hagen" in "Die Walküre" an der "Bayerischen Staatsoper"1) in München eigentlich von der Bühne verabschiedet hatte, trat er dennoch hin und wieder als Gast-Star an bedeutenden Opernhäusern auf. Noch 1976 brillierte er in Stuttgart einmal mehr als Sir John Falstaff in "Die lustigen Weiber von Windsor"1), letztmalig übernahm der inzwischen über 70-Jährige 1977 an der "Staatsoper Stuttgart" die Partie des Mönchs Pimen in der Oper "Boris Godunow"1) von Modest Mussorgski1). Hiernach folgten noch Fernsehsendungen wie "Musik ist Trumpf"1) oder "Erkennen Sie die Melodie?"1), in welchen er als van Bett ("Zar und Zimmermann"1)) oder als Baculus ("Der Wildschütz"1)) zu erleben war. Seinen allerletzten öffentlichen Auftritt hatte Gottlob Frick am 26. Januar 1985 im Rahmen eines Konzertes im "Schießhaus"1) in Heilbronn1), bei welchem er die "Hallenarie" des Sarastro ("In diesen heil'gen Hallen") aus "Die Zauberflöte"1) sowie einige Lieder von Robert Stolz1) ("Wohin ist das alles, wohin?" und "Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen") sang.3) Der legendäre Gottlob Frick, als "Mann mit der schwarzen Bassstimme" bezeichnet, starb am 18. August 1994 im Alter von 88 Jahren in der Stadt Mühlacker1) (Baden-Württemberg1)). Die letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof seiner Geburtsgemeinde Ölbronn-Dürrn1) (Enzkreis1), Baden-Württemberg) → Foto der Grabstelle bei knerger.de sowie Wikimedia Commons. Über 65 Jahre lang war Ehefrau Margaretha, genannt "Gretel" (1900 1995), an seiner Seite, die selbst Sängerin war, allerdings schon früh auf ihre eigene Karriere verzichtet hatte, um sich ganz ihrem Mann und seinem Ausnahmetalent widmen zu können.4) Der große Saal des Mühlacker Kulturzentrums "Mühlehof" wurde im Jahr 2007 zu seinen Ehren in "Gottlob-Frick-Saal" umbenannt. In Heilbronn wurde ihm ein Platz gewidmet und "Gottlob-Frick-Platz" benannt. Die 1995 gegründete "Gottlob-Frick Gesellschaft" unterhält im Rathaus in Ölbronn-Dürrn eine Gedächtnisstätte (mit Gedenktafel → Wikimedia Commons). Der Enzkreis ließ im Jahre 2008 in einem Wettbewerb an der "Fachhochschule für Gestaltung"1) in Pforzheim1) eine "Gottlob-Frick-Medaille"1) entwerfen, gestalten und prägen. Diese Auszeichnung wird von der "Gottlob-Frick-Gesellschaft" für bedeutende Lebensleistungen auf kulturellem speziell musikalischem Gebiet verliehen3) → gottlob-frick-gesellschaft.de. Seit Oktober 2021 erinnert in Mühlacker eine von Kurt Tassotti1) geschaffene Bronzebüste, die an einem repräsentativen Platz in der Fußgängerzone aufgestellt wurde, an den berühmten Sänger → tassotti-skulpturen.net. Bereits zu Lebzeiten würdigte man die künstlerischen Leistungen von Gottlieb Frick, zu nennen sind (Fremde Links: Wikipedia)
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Weitere Informationen bei der Gottlob-Frick-Gesellschaft e. V.
(u.a. mit Portrait) Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch), LEO-BW |
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Fremde Links: 1) Wikipedia Quelle: 2) "Grosse Stimmen" von Jens Malte Fischer (Verlag J. B. Metzeler, Stuttgart 1993, S. 240) 3) Wikipedia (abgerufen 19.12.2011) 4) oe1.orf.at |
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