Heinrich Carl Julius Schlusnus wurde am 6. August 1888 im rheinischen Braubach1), der ehemaligen Provinz Hessen-Nassau1) (heute Rheinland-Pfalz1)), in eine kinderreiche Familie – er war der Jüngste von 8 Kindern – hineingeboren. Sein aus Masuren1) bzw. der damaligen historischen Landschaft Preußen1) stammender Vater August Schlusnus (1842 – 1900), der als ehemaliger Feldwebel und Bediensteter der Eisenbahnverwaltung ins Rheinland versetzt worden war, arbeitete als Postbeamter, Mutter Anna (1845/46 – 1936) war im Westerwald1) aufgewachsen. Früh zeigte sich Heinrichs gesangliches Talent, bereits  als Schüler am Realgymnasium in Oberlahnstein1) fiel er durch einen ungewöhnlich großen Stimmumfang auf. Bevor er er jedoch zu einem der  bedeutendsten Opern- und Liedsänger Deutschlands avancierte, musste der 16-Jährige nach dem frühen Tod des Vaters im Jahre 1900 die Schule mit der so genannten "Mittleren Reife"1) verlassen, da die finanziellen Möglichkeiten für ein erhofftes Gesangsstudium nicht ausreichten. Auf Wunsch der Mutter absolvierte er eine Ausbildung zum Postassistenten und arbeitete anschließend einige Zeit im kaiserlichen Postdienst1) bzw. im Telegrafenamt der "Kaiserlichen Oberpostdirektion"1) in Koblenz1).
Heinrich Schlusnus ca. 1916; Urheber: Fotoatelier H. Lagendyk; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright) Wikipedia notiert: "Im April 1906 kam er für kurze Zeit nach Kaisersesch1) in der Eifel1), wo er im Posthaus wohnte und in der Telefonzentrale im Tag- und Nachtdienst eingesetzt war. Am 29. April 1906 empfing die Oberpostdirektion in Koblenz ein Telegramm aus Kaisersesch mit folgenden Worten: "Der hiesige Postgehilfe Schlusnus ist seit heute früh gegen 6 Uhr spurlos verschwunden, die Familie habe mitgeteilt, sie habe einen Brief bekommen, in dem er mitteilte, er habe an der Post keine Freude mehr, er würde in die Welt hineingehen." Vom Heimweh getrieben kehrte er nach Hause zurück, wo man seinen Fehltritt jedoch rasch wieder ausbügelte und er eine neue Anstellung bei der Post erhielt. Seine nächsten Stationen waren erst Winningen1), dann Zell1), St. Goar1) und letztlich noch Bendorf1), wo er am 19. Mai 1909 seine Postassistentenprüfung ablegte. Im Anschluss arbeitete er noch in Kastellaun1), bevor er 1910 nach Frankfurt/M1) ging."
Dort ließ sich Schlusnus dank der Unterstützung des Frankfurter Industriellen und Mäzens Arthur von Weinberg1) (1860 – 1943) vom Postdienst befreien und begann bei den  Gesangspädagogen Alexander Wellig ein Studium, schulte/verbesserte später ab 1919 in Berlin seine Gesangstechnik bei dem US-amerikanischen Pädagogen Louis Bachner1) (1882 – 1945), mit dem er zeitweise freundschaftlich eng verbunden war. Bei dieser Gelegenheit lernte er dessen Schülerin und spätere Ehefrau, die Sopranistin Annemarie Bachner (geb. Kuhl; 1904 – 1990), kennen und lieben. Nach der Scheidung von Bachner heiratete das Paar am 31. Juli 1933 in Bayreuth1); auch für Schlusnus war es die zweite Ehe. Die Verbindung mit Annemarie Schlusnus1), die des öfteren seine Duett-Partnerin war und mit der er zudem Schallplatten veröffentlichte, hielte, bis zu seinem Tod. 
 
Heinrich Schlusnus ca. 1916
Urheber: Fotoatelier H. Lagendyk
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
Während des 1. Weltkriegs Ende Juli 1914 als Soldat eingezogen, wurde Schlusnus kurz darauf im August 1914 an der belgischen Front am Oberschenkel schwer verletzt, entging so einem weiteren Einsatz und wurde als "dienstunfähig" aus dem Militärdienst entlassen. Mit den Spätfolgen dieser Verwundung ließ sich seine spätere "Unbeweglichkeit" auf der Bühne erklären. Er nahm seine unterbrochene Gesangskarriere wieder auf, bereits 1912 gab er in Frankfurt/M sein Debüt als Konzertsänger. Nach seiner Genesung stand Schlusnus dann 1915 am "Hamburger Stadttheater" (heute "Hamburgische Staatsoper"1)) als Heerrufer des Königs in dem historisch-romantisierenden Werk "Lohengrin"1) von Richard Wagner1) erstmals auf einer Opernbühne. Ein weiteres Engagement brachte den Bariton an das "Stadttheater Nürnberg" (heute "Staatstheater Nürnberg"1)), seit 1917 gehörte er, bis zur kriegsbedingten Schließung der Theater (01.09.1944), als "Kammersänger" in Berlin der "Königlichen Oper"1) bzw. "Preußischen Staatsoper"1) an (heute "Staatsoper Unter den Linden"1)).
In Berlin hatte es Schlusnus zunächst nicht einfach gehabt, im italienischen Fach musste er sich gegen den ersten Bariton der "Hofoper", Joseph Schwarz1) behaupten. Vergleicht man Aufnahmen beider Sänger, so wird man zugeben, dass Schwarz die "italienischere" Stimme besaß – auch war er nach Berichten auf der Bühne von größerer Darstellungskraft. Erst nach dem Tode von Schwarz (1926) konnte Schlusnus seine führende Stellung als Verdi-Bariton erringen. Im Wagner-Fach hatte er es mit der Konkurrenz der gestandenen Wagner-Baritone zu tun – für die Heldenpartien war seine von Haus aus lyrische Stimme nicht geeignet, als "Wolfram"1) im "Tannhäuser"1) dagegen erzielte er große Erfolge.2)

Durch Louis Bachner vervollkommnete Schlusnus seine Gesangstechnik, Wikipedia vermerkt: "Durch die Bachnersche Methode schälte sich das gültige Timbre heraus, und die Stimme erhielt eine mühelose und strahlende Höhe. So konnte Schlusnus einfach singen, wie man spricht, natürlich und deutlich, so dass gedruckte Programmtexte eigentlich überflüssig wurden. Bachner: "Mit Zinsen singen, nicht mit dem Kapital." Schlusnus: "(Er) hat mir die Freiheit der Stimme gegeben, meine Stimmtechnik und das Verständnis für das richtige Singen. Was ich bin, verdanke ich ihm.""
Schon früh zeichnete sich ab, dass Schlusnus auch international zu den bedeutenden Interpreten der Werke von Giuseppe Verdi1)  zählte, Gastspielreisen führten ihn in den 1920er und 1930er Jahren an so berühmte Bühnen wie beispielsweise das "Koninklijk Concertgebouw"1) in Amsterdam1), dem "Gran Teatre del Liceu"1) in Barcelona1), der "Ungarischen Staatsoper"1) in Budapest1), der "Opéra Garnier"1) in Paris1), der "Kungliga Operan"1) in Stockholm1), und und und. Vor allem in Großbritannien, insbesondere in London, erlangte er als Verdi-Bariton hohes Ansehen. An der "Wiener Staatsoper"1) konnte man ihn im Mai 1923 in vier Vorstellungen bewundern, erstmals am 2. Mai unter der musikalischen Leitung von Carl Alwin1) als Edelmann Graf von Luna/Il conte di Luna in Verdis "Il trovatore"1) ("Der Troubadour") an der Seite von Georg Maikl1) in der Titelpartie des Offiziers Manrico (der Troubadour), dem politischen Gegenspieler des Grafen sowie Rivale im Kampf um die Gunst der schönen Leonora (Selma Kurz1)) → Besetzung. Am 7. Mai 1923 folgte sein Auftritt als Graf René Anckarström, Sekretär des Königs und Gatte von Amelia (Rena Pfiffer-Lax3)) in "Un ballo in maschera"1) ("Ein Maskenball") mit dem Libretto von Antonio Somma4), basierend auf der Oper "Gustave III. ou Le bal masqué"1) von Daniel-François-Esprit Auber1) (Libretto: Eugène Scribe1)) – Hans Breuer1) oblag die Spielleitung, Carl Alwin dirigierte und Alfred Piccaver1) gab den Schwedenkönig Gustaf III.1) → Besetzung. Am 10. Mai 1923 brillierte Schlusnus einmal mehr unter der Leitung von Hans Breuer sowie Carl Alwin am Dirigentenpult mit der titelgebenden Figur des Rigoletto, Hofnarr des Grafen von Mantua (Alfred  Piccaver) und Vater von Gilda (Rena Pfiffer-Lax) in der auf dem Melodrama "Le roi s’amuse" von Victor Hugo1) beruhenden Oper "Rigoletto"1), zu der Francesco Maria Piave1) das Libretto schrieb → Besetzung. Am 12. Mai 1923 verabschiedete sich Schlusnus vom Wiener Publikum, nicht als herausragender Verdi-Sänger, sondern diesmal mit der Rolle des Tonio (Taddeo), der missgestaltete Tölpel von Canios "Commedia-dell’arte"1)-Truppe, in der von Woldemar Runge1) in Szene gesetzten Verismo1)-Oper "Pagliacci"1) ("Der Bajazzo") von Ruggero Leoncavallo1) mit Karl Aagard Østvig1) als Canio (Pagliaccio) → Besetzung.
Heinrich Schlusnus 1919 als Wolfram von Eschenbach in "Tannhäuser" von Richard Wagner; Urheber: Nicola Perscheid1) (1864–1930); Quelle: Deutsche Fotothek, (file: os_ub_0005536); Eigentümer: "Universität Osnabrück", Sammlung Prof. Dr. Sabine Giesbrecht;Lizenz: CC BY-SA 4.0 Schlusnus feierte zudem Erfolge in weiteren Verdi-Opern, als Marquis von Posa, Freund des Infanten Don Carlos1), in "Don Carlos"1), als Alfredo Germont, Geliebter der Kurtisane Violetta Valéry, in "La traviata"1), als Fähnrich Jago in "Otello"1) und als Aidas Vater König Amonasro in "Aida"1). Berühmtheit erlangte seine Partie des sizilianischen Gouverneurs Guy de Montfort1) (Guido di Monforte) in einer Berliner Aufführung von "Die sizilianische Vesper"1) ("Les vêpres siciliennes") an der Seite von Helge Roswaenge (1897 – 1972) als Henri (Arrigo).
Aber auch in Werken anderer Komponisten erregte er Aufmerksamkeit, unter anderem als Valentin, Bruder von Marguerite (Margarethe), in "Faust"1) von Charles Gounod1) oder in Wagner-Opern, so als Wolfram von Eschenbach1) in "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg"1) und als Gralskönig Amfortas1) in "Parsifal"1), den er bei seinem einzigen Auftritt bei den "Bayreuther Festspielen"1) anlässlich der Jubiläumsfestspiele zum 50. Todestag von Richard Wagner1) an der Seite von Max Lorenz1) (Parsifal) gestaltete. Unter der Aufsicht von Cosima Wagners1) Tochter sowie Wagners Stieftochter Daniela1) und dem Dirigat von Richard Strauss1) wurde das Werk zum letzten Mal in seiner szenischen Urgestalt aufgeführt. Im "Berliner Tageblatt"1) schrieb darüber der Musikwissenschaftler Alfred Einstein1): "Der Amfortas von Heinrich Schlusnus versagt sich die stärksten stimmlichen Ausbrüche und wirkt in seiner Weichheit doppelt ergreifend." (Quelle: "Richard-Wagner-Verband Bamberg")
   
Heinrich Schlusnus 1919 als Wolfram von Eschenbach
in "Tannhäuser" von Richard Wagner
Urheber: Nicola Perscheid1) (1864 – 1930)
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: os_ub_0005536)
Eigentümer: "Universität Osnabrück"1)
Sammlung Prof. Dr. Sabine Giesbrecht1)
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Ungeheure Beliebtheit erlangte Schlusnus daneben mit seinen zahllosen Recitals, mit denen er nicht nur die Kritiker beeindruckte und als führender Kunstlied-Interpret seiner Zeit gefeiert wurde. Für diese Popularität hatte die Ehefrau des Sängers eine einfache, aber durchaus nicht banale Erklärung, sein Liedgesang sei weniger von sängerischen Finessen als vom menschlichen Ausdruck, weniger von stilistischen Nuancierungen als von einer natürlichen Seelenaussprache geprägt.5) An seiner Stimme bestach in der Tat die ungekünstelte Einfachheit des Vortrags sowie seine große technische Versiertheit, mit der er seinen Bariton stets unforciert und mit unverwechselbarem Timbre führte. Auch hier war sein Repertoire vielfältig, er brachte beispielsweise Vertonngen von Ludwig van Beethoven1), (u. a. "An die ferne Geliebte"1), "Adelaide"1)), Franz Schubert1) (u. a. "Erlkönig", "Die Forelle"1), "Der Wanderer"1)), Robert Schumann1) (u. a. "Die Grenadiere"1)), Johannes Brahms1) (u. a. "Regenlied") oder Hugo Wolf1) zu Gehör. Mehr als 2.000 Mal begeisterte er in den Großstädten rund um den Globus das Publikum durch seinen Lied-Vortrag, trat in den Niederlanden und Belgien, in England und Frankreich, in Österreich, Bulgarien und Italien, in den USA, Kanada und Südafrika als gefeierter Konzert- und Liedersänger auf. Seine Begleiter am Klavier waren unter anderem Michael Raucheisen1), Franz Rupp1) (1927 –1934), Sebastian Peschko1) (1934–1950) und Paul Zoll1). Gleichzeitig setzte er aber seine Bühnenkarriere in Berlin sowie bei zahllosen Gastspielen fort.

Porträt Heinrich Schlusnus, fotografiert von Ferdy Dittmar vor bzw. 1940
Fotografie (Weltpostkarte mit Autogramm, bezeichnet "Berlin, Ostern 1940")
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2009-a_0003394)
© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Ferdy Dittmar
Quelle: www.deutschefotothek.de; Lizenz: CC BY-SA 4.0
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017

Porträt Heinrich Schlusnus, fotografiert von Ferdy Dittmar vor bzw. 1940; Fotografie (Weltpostkarte mit Autogramm, bezeichnet "Berlin, Ostern 1940"); Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_pos-2009-a_0003394); Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Ferdy Dittmar; Quelle: www.deutschefotothek.de; Lizenz: CC BY-SA 4.0
Ein einziges Mal beteiligte er sich an einer Kinoproduktion, wirkte in dem von Herbert Maisch1) mit Eugen Klöpfer, Karin Hardt und Hans Schlenck in den Hauptrollen gedrehten Melodram "Liebeserwachen"6) (1936) als Sänger mit → Wikipedia (englisch).
Wie man bei Wikipedia (Stand: 14.06.2026) lesen kann, "passte sich Schlusnus anfangs nur zögerlich dem nationalsozialistischen System1) an. So nahm er 1933 den vom "Stadttheater" in Hildesheim1) entlassenen, jüdischen Kapellmeister Berthold Sander1) (vermutlich † November 1943 im "Ghetto Theresienstadt"1)) in seine Zehlendorfer1) Wohnung auf, sang noch am 26.  Januar 1934 in einer Rundfunksendung Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy1) und Gustav Mahler1) (Anmerkung: vom NS-Regime als "entartet" und "undeutsch" geächtet). Trotzdem trat er 1935 auf der Hochzeit von Hermann Göring1) auf und machte am 29. März 1936 Wahlwerbung für Adolf Hitler1). 1935 ernannte ihn NS-Propagandaminister Joseph Goebbels1) (obwohl kein Mitglied der NSDAP1)) zum Reichskultursenator1). 1943 erhielt er die "Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft"1). In der Endphase des 2. Weltkriegs nahm ihn Hitler im August 1944 in die "Gottbegnadeten-Liste"1) der wichtigsten Künstler auf, was ihn von einem Kriegseinsatz auch an der Heimatfront befreite. 1945 stand Schlusnus zunächst auf der "Schwarzen Liste" der US-amerikanischen Militärregierung, wurde aber von der Spruchkammer in Frankfurt am Main am 28. August 1947 als "nicht betroffen" entnazifiziert1)." Wenig später trat er im Saal der "Neuen Börse", dem Provisorium der "Oper Frankfurt"1), die im Krieg zerstört worden war, als Titelheld in Verdis "Rigoletto"1) auf.
  
Auch nach Ende des 2. Weltkrieges brillierte Schlusnus, der sich seine sonore Stimme bis ins fortgeschrittene Alter bewahren konnte, vor allem bei Liederabenden sowohl im In- als auch Ausland; auf der Opernbühne stand er nach 1945 selten. Zuletzt gastierte Schlusnus im Juni 1950 erneut an der "Städtischen Oper" in Berlin ("Deutsche Oper Berlin"1)) und riss das Publikum einmal mehr als Marquis von Posa in Verdis "Don Carlos"1) zu Begeisterungsstürmen hin. Seinen letzten Liederabend gab er im Jahre 1951, nachdem er 1949 eine weitere große Südafrika-Tournee unternommen hatte. Danach musste er sich wegen einer unheilbaren Herzschwäche von der Bühne verabschieden.
Sein Bariton wurde durch eine ganz persönliche, warme Klangtönung gekennzeichnet. Auf der Bühne galt er als vortrefflicher Verdi-Interpret, im Konzertsaal als Liedersänger von höchstem künstlerischem Rang. Dabei brachte er Lieder von allen großen Meistern zum Vortrag.7)  
  
Heinrich Schlusnus starb am 18. Juni 1952 mit nur 63 Jahren in Frankfurt am Main1) und fand in seiner Geburtsstadt Braubach1) auf dem "Martinsfriedhof" in einem Ehrengrab die letzte Ruhe; hier wurde auch später (1990) seine zweite Ehefrau beigesetzt → Foto der Grabstelle bei knerger.de. An der Martinskapelle erinnert zudem ein Denkmal/eine Büste an den berühmten Opern- und Konzertsänger Heinrich Schlusnus.
Der Künstler war, wie erwähnt, seit 31. Juli 1933 in zweiter Ehe mit der Sopranistin Annemarie Schlusnus1) (1903 – 1990) verheiratet, der ehemaligen Schülerin bzw. Ex-Frau des Pianisten, Sängers und Gesangspädagogen Louis Bachner1) (1882 – 1945; Scheidung: Mai 1933). Aus seiner Anfang August 1914 in Frankfurt/M geschlossenen ersten Ehe mit der Gesangslehrerin bzw. Sopranistin Helene Weigl (1891 – 1973) ging Sohn Heinz (1918 – 1943) hervor, der im 2. Weltkrieg als Soldat an der russischen Front fiel.
Seit 1924 war der Künstler Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Braubach. Im Berliner Ortsteil Neukölln1) wurde am 10. Mai 1977 in der "High-Deck-Siedlung"1) die "Heinrich-Schlusnus-Straße"1) nach ihm benannt.
In Zusammenarbeit mit der Witwe Annemarie Schlusnus publizierte Eckart von Naso1) bereits wenige Jahre nach dem Tod des Künstlers die Biografie "Heinrich Schlusnus   Mensch und Sänger" (1957). Zu Lebzeiten veröffentlichte Schlusnus seine Lieder/Arien auf über 500 Schallplatten – fast 400 waren dem Liedgesang gewidmet. Durch Übernahme zahlreicher Stücke auf CD kann man sich noch heute an seiner außergewöhnlichen gesanglichen Kunst erfreuen.

Heinrich Schlusnus auf einem Sammelbild aus
der Serie "Bühnenstars und ihre Autogramme",
die 1933 den "Gold-Saba"-Zigaretten der Garbaty"1)-
Zigarettenfabrik von Josef Garbáty1) beilagen.
Urheber: Fotoatelier "Zander & Labisch"1)
(Albert Zander1) (1864–1897) und Siegmund Labisch1) (1863–1942))
Quelle: Wikimedia Commons von virtual-history.com
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei)  siehe hier

Heinrich Schlusnus auf einem Sammelbild aus der Serie "Bühnenstars und ihre Autogramme", die 1933 den "Gold-Saba"-Zigaretten der "Garbaty"-Zigarettenfabrik von Josef Garbáty beilagen. Urheber: Fotoatelier "Zander & Labisch" (Albert Zander (1864–1897) und Siegmund Labisch (1863–1942)); Quelle: Wikimedia Commons von virtual-history.com; Lizenz: gemeinfrei
Siehe auch Wikipedia, deutsche-biographie.de, Deutsches Rundfunkarchiv,
"Rheinland-Pfälzische Personendatenbank", "Richard-Wagner-Verband Bamberg" sowie
die Artikel bei oe1.orf.at und klassik-begeistert.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) musiklexikon.ac.at, 4)  biographien.ac.at, 6) Murnau Stiftung
Quelle:
2) "Grosse Stimmen" von Jens Malte Fischer (Verlag J. B. Metzeler, Stuttgart 1993, S. 192/193)
5) Jürgen Kesting: "Die Großen Sänger des 20. Jahrhunderts" (Sonderausgabe für Cormoran Verlag München, 1993, S. 381)
7) Eckart von Naso & Annemarie Schlusnus: "Heinrich Schlusnus, Mensch und Sänger" (Hamburg, 1957)
Lizenz Abbildung Heinrich Schlusnus:
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