Filmografie
Paul Simon wurde am 13. Oktober 1941 als Paul Frederic Simon und Sohn einer jüdisch-ungarischen Familie in Newark1) (New Jersey1)) geboren und wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf. Vater Louis Simon (1916 – 1995), Professor für Pädagogik am "City College of New York"1), war vor der Einwanderung in die USA (in den frühen 1930er Jahren) Musiker beim Budapester Rundfunk gewesen und trat unter dem Pseudonym "Lee Sims" als Kontrabassist sowie Bandleader auf, Mutter Belle (1910 – 2007) arbeitete als Musiklehrerin an einer Grundschule; 1945 zog die Familie nach Kew Gardens Hills1), einem Stadtbezirk von Queens1) (New York City1)). Wie sein Schulfreund Art Garfunkel, den er bereits seit der sechsten Klasse der Volksschule kannte, schloss Simon 1959 die "Forest Hills High School" ab, trat mit erstmals im Frühsommer 1953 bei Proben der Schul-Aufführung der Bühnenversion des berühmten Kinderromans "Alice im Wunderland"1) auf. Beide bildeten anfangs das Gesangs-Duo "Tom & Jerry", benannt nach den gleichnamigen Zeichentrick-Figuren1)), Art Garfunkel war "Tom", Paul Simon "Jerry"; zudem beschlossen sie, gemeinsam Stücke zu schreiben. Unter diesem Pseudonym verkauften sie 1957 von ihrer ersten Single "Hey, Schoolgirl", die beinahe in die "Top 50" der US-amerikanischen Charts gelangte, 150.000 Exemplare. Anschließend trennten sie sich jedoch für einige Jahre und verloren sich zunächst aus den Augen. Paul Simon studierte englische Literatur am "Queens College"1), betätigte sich nebenher mit eher mäßigem Erfolg als Musiker bzw. Songwriter unter den Pseudonymen "Paul Kane", "True Taylor" und "Jerry Landis". Unter letztgenanntem Namen brachte er Anfang 1963 mit der Nummer "The Lone Teen Ranger" seine erste Hit-Notierung heraus, entschied er sich nun endgültig für eine Profikarriere als Musiker und brach das Studium ab. Beeinflusst durch den aufkommenden Folk1)-Boom versuchte er sich auf diesem Gebiet, ging später für einige Zeit nach London, wo er als "Jerry Landis" unter anderem erstmals den Titel "He Was My Brother" aufnahm; auch als Mitglied der Formation "Tico & The Triumphs" veröffentlichte er einige, wenn auch kommerziell wenig erfolgreiche Platten.
Zurück in den USA, tat er sich Ende 1963 erneut mit Art Garfunkel zusammen, nannten sich nun "Simon & Garfunkel"1) und spielten Folk-Rock1) orientierte Stücke – Art Garfunkel war für den Gesang, Paul Simon für die Musik sowie Texte zuständig. 
Art Garfunkel (r.) und Paul Simon am 28. Juni 1966 bei Ankunft auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol; Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 919-3035); Urheber/Fotograf: Joost Evers / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos); Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright) Die ersten Platten fanden allerdings zunächst wenig Beachtung, doch einige Nummern aus der im Oktober 1964 veröffentlichten LP "Wednesday Morning, 3 A.M."1) sollten später für das Duo zum Hits werden. Ohne Simon oder Garfunkel zu informieren, brachte "Columbia Records"1) Mitte 1965 eine überarbeitete Version des Titels "The Sound Of Silence"1) als Single-Auskoppelung auf den Markt. Die Platte gelangte auf Platz 1 in den US-Charts – und machte das Duo "Simon & Garfunkel" damit schlagartig international bekannt; in Deutschland und in Österreich schafften sie es in die "Top Ten". "Das Lied wurde später in die "Rock and Roll Hall of Fame"1) sowie vom Musikmagazin "Rolling Stone"1) in die Liste der "500 besten Songs aller Zeiten" aufgenommen.
 
Art Garfunkel (r.) und Paul Simon am 28. Juni 1966
bei Ankunft auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol1)
Rechteinhaber: Nationaal Archief1) (Den Haag,
Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 919-3035);
Urheber/Fotograf: Joost Evers / Anefo;
Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos)
Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
Mit sanftmütige und melancholischen Liedern, die fast alle aus der Feder von Paul Simon stammten, avancierten sie in den nächsten Jahren zum erfolgreichsten Pop-Duo jener Zeit; vor allem Garfunkels Stimme verlieh vielen Stücken ihren unverwechselbaren Charakter. 1966 folgten "I Am a Rock" (→ Wikipedia (englisch)) aus dem Album "Sounds of Silence"1) und die Rock-Ballade "Homeward Bound"1) aus dem Album "Parsley, Sage, Rosemary and Thyme"1). "Das zweite außergewöhnliche Stück auf diesem Album war der Titel "7 O'Clock News/Silent Night"1) Hier wurde eine von "Simon & Garfunkel" eingespielte Version des Weihnachtsliedes "Silent Night" ("Stille Nacht, heilige Nacht"1)) mit der Aufnahme einer Nachrichtensendung abgemischt. Beide Songs waren von "Simon & Garfunkel" als künstlerischer Protest gegen den zu dieser Zeit stattfindenden Vietnamkrieg1) gedacht." notiert Wikipedia.
1968 erreichte das Album "The Graduate"1)  Platz eins1) der US-Charts "Billboard 200"1),  der Anfang April 1968 als Single veröffentlichte Titel "Mrs. Robinson"1) geriet ebenfalls zum "Nummer 1 Hit" bzw. zum Welthit. Eine frühe Version des von Paul Simon geschriebenen Liedes fand bereits in der von Mike Nichols1) mit Dustin Hoffman und Anne Bancroft gedrehten, "Oscar"1)-prämierten sowie mit weiteren Preisen bedachten Gesellschaftssatire "Die Reifeprüfung"1) (1967, "The Graduate") Verwendung und wurde bei der "Grammy"Verleihung am 12. März 19691) mit zwei "Grammy Awards"1) ausgezeichnet – in den Kategorien "Single des Jahres"1) ("Record of the Year") und "Beste Gesangsdarbietung eines Duos oder einer Gruppe, zeitgenössischer Pop" ("Best Contemporary-Pop Performance, Vocal Duo Or Group"1)). 1970 hatten sie weitere Spitzenreiter mit den Nummern "Bridge Over Troubled Water"1) und "Cecilia"1), die erfolgreichste Single in Deutschland war Mitte 1970 ihre englischsprachige Version des vom peruanischen Komponisten Daniel Alomía Robles1) (1871 – 1942) geschaffenen Werks "El cóndor pasa"1), das bis dahin  meist instrumental interpretiert worden war und nun internationalen Bekanntheitsgrad erlangte. Bei der "Grammy"-Verleihung am 16. März 1971, bei der musikalische Leistungen des Vorjahres ausgezeichnet wurden, konnten sie diesen Preis gleich drei Mal für das Lied bzw. das gleichnamige Album1) "Bridge over Troubled Water"  entgegennehmen – in den Kategorien "Single des Jahres"1) ("Record of the Year"), "Album des Jahres"1) ("Album of the Year") und "Song des Jahres"1) ("Song of the Year") → Wikipedia.
 
Bereits Anfang des Jahres 1970 stand fest, dass sich das Erfolgs-Duo trennen wollte, 1971 starteten beide dann eine Solo-Karriere. Paul Simon veröffentlichte im Januar 1972 das Album mit dem schlichten Titel "Paul Simon" (1972; → Wikipedia (englisch)), aus dem drei Singles ausgekoppelt wurden: Das erfolgreichste Stück "Mother and Child Reunion" (→  Wikipedia (englisch)) geriet sowohl in den USA als auch in Großbritannien zum "Top-10"-Hit. Im selben Jahr erschien die Single "Duncan" (→  Wikipedia (englisch)), eine Platzierung auf den vorderen Rängen der Charts konnte Simon jedoch nicht verbuchen. "Das Album lässt sich am besten dem "Folkrock"1)-Genre zuordnen, allerdings deuten Lieder wie der Titelsong "Mother and Child Reunion" und "Me and Julio Down by the Schoolyard" (→ Wikipedia :(englisch)) bereits auf Simons Faszination für "Weltmusik"1) hin, die er später stärker auslebte. Während der 1970er Jahre veröffentlichte er mit "There Goes Rhymin’ Simon" (→  Wikipedia (englisch)) und "Still Crazy After All These Years"1) zwei weitere Alben und hatte bis zum Jahre 1977 fünf Singles in den "US-Top-10", davon wurden drei zu Millionen-Sellern – "Loves Me Like Rock" (→  Wikipedia (englisch)), "50 Ways to Leave Your Lover" (→  Wikipedia (englisch)) und "Slip Slidin’ Away" (→ Wikipedia (englisch)). "Still Crazy After All These Years" wurde außerdem 1976 mit dem "Grammy Award"1) in der Kategorie "Album des Jahres"1) ausgezeichnet." vermerkt Wikipedia..
Kurzfristig kamen "Simon & Garfunkel" im Herbst 1975 wieder einmal zusammen, nahmen in Toronto1) das Lied "My Little Town" auf und landeten damit zum achten Mal unter den "Top Ten" in den "Billboard Hot 100"1) → Wikipedia (englisch); ansonsten gingen beide weiterhin getrennte Wege bzw. weitere gemeinsame Projekte blieben zunächst aus. 1978 nahm man schließlich noch eine Single auf, diesmal gemeinsam mit dem Sänger James Taylor1). Es handelte sich um eine Cover-Version des Stückes "Wonderful World"1) von Sam Cooke1).
Die wohl erfolgreichste Wiedervereinigung feierten die beiden Sänger vor einem großen Publikum am 19. September 1981: Da die Stadtverwaltung von New York1) und ihr Bürgermeister Ed Koch planten, aus Kostengründen den "Central Park"1) zu schließen, fanden sich in dieser Zeit einige Künstler dort ein und gaben Benefiz-Konzerte. Beim Konzert von "Simon & Garfunkel" waren über 500.000 Zuschauer anwesend, und da für diesen Abend das ursprünglich geplante Feuerwerk untersagt wurde, gab es zum Schlussstück "The Sound of Silence"1) ein großes Meer aus brennenden Feuerzeugen. Paul Simon bedankte sich für die Durchführung des Konzertes unter anderem bei Ed Koch, was zuerst zu vereinzelten Pfiffen führte, als aber die Ironie in Simons Ansprache erkannt wurde, in großen Beifall umschlug. Der Mitschnitt wurde als Doppel-LP veröffentlicht. Es folgte eine kurze Welttournee, die das Duo 1982 auch für einige Auftritte nach Deutschland brachte. Kurze Zeit später begannen "Simon & Garfunkel" wieder mit der Produktion eines gemeinsamen Albums, gaben das Projekt jedoch recht schnell wieder auf (die Songs verwendete Paul Simon auf seinem Album "Hearts and Bones", jedoch ohne Garfunkels Beiträge.2)
   
Paul Simon (rechts) und Art Garfunkel 1980; Urheber: Eddie Mallin; Lizenz: CC-BY-SA 2.0.; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com
Art Garfunkel (links) und Paul Simon 1980
Urheber: Eddie Mallin; Lizenz: CC-BY-SA 2.0
Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com

Mitunter war Paul Simon zudem als Schauspieler auf der Leinwand präsent, in dem von (Regie) und mit Woody Allen entstandenen Kinofilm "Der Stadtneurotiker"1) (1977, "Annie Hall") übernahm er den Part des kultivierten, etwas arroganten Musikmanagers Tony Lacey, der Annie (Diane Keaton1)) fördert und zeitweise als Rivale des Protagonisten Alvy Singer (Woody Allen) auftritt. Für den ansatzweise autobiographisch gefärbten Film "One Trick Pony"3) (1980, "Die Scheinwerfer verlöschen") schrieb er nicht nur das Drehbuch und lieferte den Soundtrack ab, sondern trat unter der Regie von Robert M. Young (1924 – 2024) auch mit der männlichen Hauptrolle des alternden, einst gefeierten Rock-Musikers Jonah Levin in Erscheinung → Wikipedia (englisch). So notiert filmdienst.de: "Eine Hommage an die Ideale einer Generation, zu deren Bewußtsein auch der Hauptdarsteller des Films, der amerikanische Songschreiber Paul Simon, beigetragen hat. Eine sensible, manchmal etwas sentimentale Bestandsaufnahme mit schöner Musik." Die Kritiken zur Produktion fielen ambivalent aus bzw. die Charakterstudie floppte an den Kinokassen, der Song "Late in the Evening" ( → Wikipedia (englisch)) aus seinem zeitgleich 1980 veröffentlichten, fünften Studioalbum "One-Trick Pony" (→ Wikipedia (englisch)) verzeichnete dagegen internationale Chart-Erfolge. Darüber hinaus zeigte er sich bis in jüngere Zeit verschiedentlich mit Episodenrolle (oder als er selbst) in einigen TV-Serien → Übersicht Filmografie.

Trotz einiger kommerzieller Rückschläge Anfang der 1980er Jahre behauptet sich Paul Simon bis heute als Publikumsmagnet, veröffentlicht überaus erfolgreich seine LPs, experimentiert mit verschiedenen Musik-Stilen, unterstützt Richtungen, die ansonsten in der Pop-Musik wenig zu hören sind und interessiert sich für südafrikanische Musik. Produkt seines musikalischen "Abenteuers" war 1986 das legendäre Album. "Graceland"1), wo er mit südafrikanischen Straßensängern zusammenarbeitete und für das er im Folgejahr einen "Grammy Award"1)  in der Kategorie "Album des Jahres"1) erhielt. Die Vereinigung exotischer Rhythmen und Gesangsweisen mit typischen Paul-Simon-Melodien wurde eine der meist verkauften Platten der 1980er Jahre und schlug eine Brücke zwischen schwarzafrikanischer und US-amerikanischer Popmusik. Den Großteil der Einnahmen für das Album, das sich innerhalb eines Jahres acht Millionen Mal verkaufte, ließ Simon südafrikanischen Anti-Apartheid-Organisationen zukommen.

Paul Simon am 12. Juni 1982 bei einem Konzert (mit
Art Garfunkel) im "Stadion Feijenoord"1) (Rotterdam1))
Rechteinhaber: Nationaal Archief1) (Den Haag,
Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 932-2092);
Urheber/Fotograf: Rob Bogaerts / Anefo;
Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos)
Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)

Paul Simon am 12. Juni 1982 bei einem Konzert (mit Art Garfunkel) im "Stadion Feijenoord"(Rotterdam); Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 932-2092); Urheber/Fotograf: Rob Bogaerts / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos); Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
Für sein achtes Studioalbum "The Rhythm of The Saints"1) (1990) arbeitete er mit lokalen Musikern in Brasilien1) zusammen und ließ südamerikanische Klänge einfließen – dieses Album verkaufte sich ebenfalls millionenfach und die Auskopplung des Titels "The Obvious Child" (→ Wikipedia (englisch)) stieg in den USA bis auf Platz 15 in den Charts auf und verzeichnete auch in Großbritannien und in den Niederlanden Erfolge. Seine im selben Jahr durchgeführte Welttournee geriet zum Triumph, danach wurde es ein wenig stiller um den Star und er gab nur noch vereinzelt Konzerte.
In den 1990er Jahren erschien dann das Compilations-Album bzw.die 3-CD-Box "Paul Simon 1964/1993" (→ Wikipedia (englisch)), 1998 brachte er gemeinsam mit dem karibischen Dichter, Schriftsteller und Nobelpreisträger Derek Walcott1) das Broadway-Musical "The Capeman"1) heraus, mit dem die Geschichte eines puertoricanischen Gangmitglieds, das nach dem Mord an zwei Personen zu lebenslanger Haft verurteilt wird und sich im Gefängnis der Literatur widmet, beschrieben wurde. Das Stück mit Marc Anthony1) in der Titelrolle fand jedoch wenig Anklang bzw. war kein kommerzieller Erfolg und musste aufgrund niedriger Besucherzahlen nach knapp drei Monaten wieder abgesetzt werden.
Wenig später feierte Paul Simon ab Juni bis Herbst 1999 jedoch Triumphe bei der gemeinsam mit Bob Dylon in den USA unternommenen Konzert-Tournee, im Oktober 2000 erschien mit "You're The One" seine bislang wohl persönlichstes Album → Wikipedia (englisch). Das Pariser Konzert der dazugehörigen Tournee wurde gefilmt und ist auf DVD erhältlich.
Im Februar 2003 wurde "Simon and Garfunkel" ein "Grammy" für ihr Lebenswerk ("Lifetime Achievement Award"1)) verliehen. Aus diesem Anlass fand das Duo wieder zusammen und begann Ende 2003 die "Old Friends-Tournée" durch die USA, Europa und Japan. Aufnahmen dieser Tournee wurden 2004 unter dem Titel "Old Friends: Live On Stage" auf Doppel-CD und DVD veröffentlicht. Darauf befand sich auch eine neue Studioaufnahme des Duos, der Titel "Citizen of the Planet."2) → Wikipedia (englisch) Im Sommer 2004 wurde die Tour auch nach Europa ausgedehnt. Im Juli 2004 fand in Rom vor 600.000 Zuschauern das große Gratis-Schlusskonzert statt.4)
Am 9. (bzw. 26. in Europa) Mai 2006 erschien Simons Album "Surprise" (→ Wikipedia (englisch)) bei "Warner Music"1). Es enthielt elf neue Lieder, unter anderen den Titel "Father and Daughter"1). Die Lieder wurden zwischen den Jahren 2002 und 2005 geschrieben und zusammen mit Brian Eno1) produziert. Paul Simon gab im April 2008 mehrere Konzerte in Brooklyn1) und nannte sie "Love In Hard Times: The Music of Paul Simon"; im Juli 2008 fand eine Tour durch Europa statt. Zusammen mit Art Garfunkel ging Simon 2009 (Mai) als "Simon & Garfunkel" auf Tour durch Australien, Neuseeland und Japan. Im April 2011 kam sein zwölftes Solo-Studioalbum "So Beautiful or So What" (→ Wikipedia (englisch)) auf den Markt, gefolgt  von April bis Juli eine Welttournee durch Nordamerika und Europa.4)

Paul Simon bei einem Live-Konzert
am 25. Juli 2008 in Mainz
Urheber: Wikimedia-Userr Miho;
Lizenz: CC-BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons

Paul Simon bei einem Live-Konzert am 25. Juli 2008 in Mainz: Urheber: Wikimedia-Nutzer Miho; Lizenz: CC-BY-SA 3.0.; Quelle: Wikimedia Commons

Zwischen Februar und April 2015 folgte zusammen mit Sting1) bzw. "Paul Simon & Sting: On Stage Together" eine neuerliche Konzert-Tournee, bei der sie sowohl gemeinsam als auch einzeln ihre bekanntesten Songs präsentierten. Im Februar 2018 gab der damals über 75-jährige Künstler bekannt, er beende seine Konzertlaufbahn und wolle sich ins Privatleben zurückziehen. Eine Abschiedstournee durch die Vereinigten Staaten, Nordeuropa und das Vereinigte Königreich endete mit einem letzten Konzert am 22. September  2018 in New York City1). Simon behielt sich jedoch vor, auch danach noch vereinzelt zu wohltätigen Zwecken aufzutreten. Parallel zu seinem Bühnenabschied veröffentlichte er Anfang September 2018 mit "In the Blue Light" (→ Wikipedia (englisch)) sein vierzehntes Solo-Studioalbum. Es enthält Neubearbeitungen von älteren Songs. Im März 2021 gaben "Sony Music"1) und Paul Simon bekannt, dass "Sony Music Publishing"1) die Rechte an Simons Werken gekauft habe; eine Kaufsumme wurde nicht genannt. Am 19. Mai 2023 erschien sein (vorerst) letztes Studioalbum "Seven Psalms" → Wikipedia (englisch).4)
   
Paul Simon, der in seinen Werken Einflüsse aus Jazz1), Reggae1), Salsa1), Blues1), Gospel1) und New-Orleans-Sound1) verarbeitet, gilt als einer der erfolgreichsten Song-Autoren seit den "Beatles"1)-Mitgliedern John Lennon1) und Paul McCartney1). 1990 wurde er zusammen mit seinem ehemaligen Partner Art Garfunkel in die "Rock and Roll Hall of Fame"1) aufgenommen, seit 2001 ist er dort zudem als Solist geführt.  Insgesamt erhielt er zwölf "Grammy Awards"1), darunter drei Mal den wichtigsten Musik-Preis "Album des Jahres"1) – für "Bridge over Troubled Water"1) (1971, gemeinsam mit Garfunkel), " Still Crazy After All These Years"1) (1976) und "Graceland"1) (1987). Ebenfalls drei Mal errang er die Trophäe in der ebenfalls wichtigen Hauptkategorie "Single des Jahres1) – gemeinsam mit Garfunlel für "Mrs. Robinson"1) (1969) und "Bridge over Troubled Water" (1970) sowie für "Graceland" (1988; → Wikipedia (englisch)). Der Erfolgstitel des Duos "Simon & Garfunkel"1) "Bridge over Troubled Water" wurde darüber hinaus bei der "Grammy"-Verleihung am 13. Mai 19711) zum "Song des Jahres"1) gekürt sowie 1998 in die "Grammy Hall of Fame"1) aufgenommen; unter anderem folgte 2012 das Album "Graceland". Diese beiden, international gefeierten Werke "Bridge over Troubled Water" und "Graceland" wurden außerdem mit dem "BRIT Award"1), dem prestigeträchtigsten Preis der britischen Popmusik, ausgezeichnet. Erwähnenswert ist die "Oscar"1)-Nominierung in der Kategorie "Bester Song"1) für das Lied "Father and Daughter"1) zu dem animierten Kinderfilm "Die Abenteuer der Familie Stachelbeere" (2002, "The Wild Thornberrys Movie"). Bei der "Oscar"-Verleihung am 23. März 20031) unterlag er jedoch dem Song "Lose Yourself"1) des Rappers Eminem1) (Musik/Interpret), Jeff Bass1) (Co-Musik) und Luis Resto1) (Co-Musik) aus dem Film "8 Mile"1) (2002). Zuvor war er, nominiert für einen "Golden Globe"1) in der Kategorie "Bester Filmsong"1), leer ausgegangen, musste den Preis der Band "U2"1) für den Titel "The Hands That Built America"1) aus dem Historien-Drama "Gangs of New York"1) überlassen.
Eine besondere Ehre wurde Paul Simon 2002 mit dem "Kennedy-Preis"1) zuteil, vergeben vom "John F. Kennedy Center for the Performing Arts"1) an Künstler/-innen für deren "außergewöhnliche Beiträge zur amerikanischen Kultur mit ihrem Lebenswerk durch ihre dargestellten Künste". In jüngerer Zeit wurde Paul Simon im Mai 2006 vom US-amerikanischen Magazin "Time1) zu einer der (in diesem Jahr) "100 wichtigsten lebenden Persönlichkeiten der Welt" gewählt. Im Folgejahr würdigte die "Library of Congress"1) sein Schaffen als erste Person mit dem zu Ehren von George1) und Ira Gershwin1) neu geschaffenen "Gershwin-Preis"1). Anlässlich der Preisverleihung am 23. Mai 2007 in Washington D.C.1) spielten unter anderem so berühmte Musiker wie Stevie Wonder1), James Taylor1) und Alison Krauss1). An weiteren Auszeichnungen sind beispielsweise zu nennen der "American Music Award"1) (1988), der "Critics'Choice Movie Awards"1) (2002), die Mitgliedschaft (2011) in  der "American Academy of Arts and Sciences"1) und der schwedische "Polar Music Prize"1) (2012, zusammen mit dem US-amerikanischen Cellisten Yo-Yo Ma1)). Das Magazin "Rolling Stone"1) listete Paul Simon auf Rang 8 der "100 größten Songwriter"1) sowie auf Rang 93 der "100 größten Gitarristen aller Zeiten"1) → siehe auch Auszeichnungen bei Wikipedia (englisch).
Im Oktober 2002 erschien von Laura Jackson das Buch "Paul Simon: The Definitive Biography", in der die Autorin das Leben/die Karriere des Musikers von den Anfängen bis in die Gegenwart dokumentiert.
Zwischen 1970 und 1975 war der Künstler mit Peggy Harper verheiratet; aus der Verbindung ging der am 7. September 1972 geborene Sohn Harper Simon hervor (→ Wikipedia (englisch), der zeitweise als Schauspieler in Erscheinung trat, in der Band "Menlo Park" Akustikgitarre spielte sowie als Musikproduzent tätig ist. Im August 1983 ging Paul Simon die Ehe mit seiner langjährigen Freundin, der Schauspielerin Carrie Fisher1) (1956 – 2016) ein – die Tochter von Debbie Reynolds und Eddie Fisher1) wurde durch die Rolle der Prinzessin Leia1) aus der "Star Wars"1)-Trilogie auch bei uns bekannt. Nur wenig später endete die Ehe 1984 vor dem Scheidungsrichter, jedoch kamen beide ein Jahr nach der Trennung nochmals für einige Jahre zusammen. Seit 1992 ist Paul Simon mit der 25 Jahre jüngeren, texanischen Singer-Songwriterin Edie Brickell1) verheiratet und hat mir ihr drei gemeinsame Kinder, die Söhne Adrain (* 1992) und Ganriel (* 1998) sowie Tochter Lulu (* 1995).

Paul Simon am 27. Mai 2011 bei einem
Auftritt im "9:30 Club" in Washington D.C.1)
→ Wikipedia (englisch)
Urheber: Matthew Straubmuller (imatty35)
Lizenz: CC BY 2.0 bzw. CC BY-NC 2.0 
Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com

Paul Simon am 27. Mai 2011 bei einem Auftritt im "9:30 Club" in Washington D.C.; Urheber: Matthew Straubmuller (imatty35); Lizenz: CC BY 2.0 bzw. CC BY-NC 2.0; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com

Einige Textbausteine stammen aus Frank Laufenbergs1) "Rock- und Pop-Lexikon".
Offizielle (englischsprachige) Website: www.paulsimon.com
Offizielle Website "Simon & Garfunkel": simonandgarfunkel.com
Siehe auch die Artikel zu Paul Simon (mit Diskografie) sowie
"Simon and Garfunkel" (mit Diskografie) bei Wikipedia sowie www.laut.de
Paul Simon
bei Wikipedia (englisch)
Fotos (Paul Simon) bei Wikimedia Commons sowie
Fotos ("Simon & Garfunkel") bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) filmdienst.de
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 30.09.2011), 4) Wikipedia (abgerufen 30.09.2011)
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