Filmografie |
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| Paul Simon wurde am 13. Oktober 1941 als Paul Frederic Simon und Sohn einer jüdisch-ungarischen
Familie in Newark1)
(New Jersey1))
geboren und wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf. Vater Louis Simon
(1916 1995), Professor für Pädagogik am "City College of New York"1),
war vor der Einwanderung in die USA
(in den frühen 1930er Jahren) Musiker beim Budapester Rundfunk
gewesen und trat unter dem Pseudonym "Lee Sims" als Kontrabassist
sowie Bandleader auf, Mutter Belle (1910 2007)
arbeitete als Musiklehrerin an einer Grundschule; 1945 zog die Familie nach
Kew Gardens Hills1),
einem Stadtbezirk von Queens1)
(New York City1)). Wie sein Schulfreund Art
Garfunkel,
den er bereits seit der sechsten Klasse der Volksschule
kannte, schloss Simon 1959 die "Forest Hills High School" ab, trat mit erstmals im Frühsommer 1953 bei Proben der Schul-Aufführung
der Bühnenversion des berühmten Kinderromans "Alice im Wunderland"1) auf.
Beide bildeten anfangs das Gesangs-Duo "Tom & Jerry",
benannt
nach den gleichnamigen
Zeichentrick-Figuren1)), Art Garfunkel war
"Tom", Paul Simon "Jerry"; zudem
beschlossen sie, gemeinsam Stücke zu schreiben. Unter diesem Pseudonym verkauften sie 1957 von ihrer
ersten Single "Hey, Schoolgirl", die beinahe in die "Top 50" der
US-amerikanischen Charts gelangte, 150.000 Exemplare. Anschließend trennten
sie sich jedoch für einige Jahre und verloren sich zunächst aus den
Augen. Paul Simon studierte englische Literatur am "Queens College"1),
betätigte sich nebenher mit eher mäßigem Erfolg als Musiker bzw. Songwriter unter den
Pseudonymen "Paul Kane", "True Taylor" und "Jerry
Landis". Unter letztgenanntem Namen brachte er Anfang 1963
mit der Nummer "The Lone Teen Ranger" seine erste Hit-Notierung
heraus, entschied er
sich nun endgültig für eine Profikarriere als Musiker und brach das Studium ab. Beeinflusst durch
den aufkommenden Folk1)-Boom versuchte er sich
auf diesem Gebiet, ging später für einige Zeit nach London, wo
er als "Jerry Landis" unter anderem erstmals den Titel "He Was My Brother" aufnahm;
auch als Mitglied der Formation "Tico & The Triumphs"
veröffentlichte er einige, wenn auch kommerziell wenig erfolgreiche Platten. Zurück in den USA, tat er sich Ende 1963 erneut mit Art Garfunkel zusammen, nannten sich nun "Simon & Garfunkel"1) und spielten Folk-Rock1) orientierte Stücke Art Garfunkel war für den Gesang, Paul Simon für die Musik sowie Texte zuständig. |
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1968 erreichte das Album "The Graduate"1) Platz eins1) der US-Charts "Billboard 200"1), der Anfang April 1968 als Single veröffentlichte Titel "Mrs. Robinson"1) geriet ebenfalls zum "Nummer 1 Hit" bzw. zum Welthit. Eine frühe Version des von Paul Simon geschriebenen Liedes fand bereits in der von Mike Nichols1) mit Dustin Hoffman und Anne Bancroft gedrehten, "Oscar"1)-prämierten sowie mit weiteren Preisen bedachten Gesellschaftssatire "Die Reifeprüfung"1) (1967, "The Graduate") Verwendung und wurde bei der "Grammy"Verleihung am 12. März 19691) mit zwei "Grammy Awards"1) ausgezeichnet in den Kategorien "Single des Jahres"1) ("Record of the Year") und "Beste Gesangsdarbietung eines Duos oder einer Gruppe, zeitgenössischer Pop" ("Best Contemporary-Pop Performance, Vocal Duo Or Group"1)). 1970 hatten sie weitere Spitzenreiter mit den Nummern "Bridge Over Troubled Water"1) und "Cecilia"1), die erfolgreichste Single in Deutschland war Mitte 1970 ihre englischsprachige Version des vom peruanischen Komponisten Daniel Alomía Robles1) (1871 1942) geschaffenen Werks "El cóndor pasa"1), das bis dahin meist instrumental interpretiert worden war und nun internationalen Bekanntheitsgrad erlangte. Bei der "Grammy"-Verleihung am 16. März 1971, bei der musikalische Leistungen des Vorjahres ausgezeichnet wurden, konnten sie diesen Preis gleich drei Mal für das Lied bzw. das gleichnamige Album1) "Bridge over Troubled Water" entgegennehmen in den Kategorien "Single des Jahres"1) ("Record of the Year"), "Album des Jahres"1) ("Album of the Year") und "Song des Jahres"1) ("Song of the Year") → Wikipedia. Bereits Anfang des Jahres 1970 stand fest, dass sich das Erfolgs-Duo trennen wollte, 1971 starteten beide dann eine Solo-Karriere. Paul Simon veröffentlichte im Januar 1972 das Album mit dem schlichten Titel "Paul Simon" (1972; → Wikipedia (englisch)), aus dem drei Singles ausgekoppelt wurden: Das erfolgreichste Stück "Mother and Child Reunion" (→ Wikipedia (englisch)) geriet sowohl in den USA als auch in Großbritannien zum "Top-10"-Hit. Im selben Jahr erschien die Single "Duncan" (→ Wikipedia (englisch)), eine Platzierung auf den vorderen Rängen der Charts konnte Simon jedoch nicht verbuchen. "Das Album lässt sich am besten dem "Folkrock"1)-Genre zuordnen, allerdings deuten Lieder wie der Titelsong "Mother and Child Reunion" und "Me and Julio Down by the Schoolyard" (→ Wikipedia :(englisch)) bereits auf Simons Faszination für "Weltmusik"1) hin, die er später stärker auslebte. Während der 1970er Jahre veröffentlichte er mit "There Goes Rhymin’ Simon" (→ Wikipedia (englisch)) und "Still Crazy After All These Years"1) zwei weitere Alben und hatte bis zum Jahre 1977 fünf Singles in den "US-Top-10", davon wurden drei zu Millionen-Sellern "Loves Me Like Rock" (→ Wikipedia (englisch)), "50 Ways to Leave Your Lover" (→ Wikipedia (englisch)) und "Slip Slidin’ Away" (→ Wikipedia (englisch)). "Still Crazy After All These Years" wurde außerdem 1976 mit dem "Grammy Award"1) in der Kategorie "Album des Jahres"1) ausgezeichnet." vermerkt Wikipedia.. Kurzfristig kamen "Simon & Garfunkel" im Herbst 1975 wieder einmal zusammen, nahmen in Toronto1) das Lied "My Little Town" auf und landeten damit zum achten Mal unter den "Top Ten" in den "Billboard Hot 100"1) → Wikipedia (englisch); ansonsten gingen beide weiterhin getrennte Wege bzw. weitere gemeinsame Projekte blieben zunächst aus. 1978 nahm man schließlich noch eine Single auf, diesmal gemeinsam mit dem Sänger James Taylor1). Es handelte sich um eine Cover-Version des Stückes "Wonderful World"1) von Sam Cooke1). Die wohl erfolgreichste Wiedervereinigung feierten die beiden Sänger vor einem großen Publikum am 19. September 1981: Da die Stadtverwaltung von New York1) und ihr Bürgermeister Ed Koch planten, aus Kostengründen den "Central Park"1) zu schließen, fanden sich in dieser Zeit einige Künstler dort ein und gaben Benefiz-Konzerte. Beim Konzert von "Simon & Garfunkel" waren über 500.000 Zuschauer anwesend, und da für diesen Abend das ursprünglich geplante Feuerwerk untersagt wurde, gab es zum Schlussstück "The Sound of Silence"1) ein großes Meer aus brennenden Feuerzeugen. Paul Simon bedankte sich für die Durchführung des Konzertes unter anderem bei Ed Koch, was zuerst zu vereinzelten Pfiffen führte, als aber die Ironie in Simons Ansprache erkannt wurde, in großen Beifall umschlug. Der Mitschnitt wurde als Doppel-LP veröffentlicht. Es folgte eine kurze Welttournee, die das Duo 1982 auch für einige Auftritte nach Deutschland brachte. Kurze Zeit später begannen "Simon & Garfunkel" wieder mit der Produktion eines gemeinsamen Albums, gaben das Projekt jedoch recht schnell wieder auf (die Songs verwendete Paul Simon auf seinem Album "Hearts and Bones", jedoch ohne Garfunkels Beiträge.2)
Mitunter war Paul Simon zudem als Schauspieler auf der Leinwand präsent, in dem von (Regie) und mit Woody Allen entstandenen Kinofilm "Der Stadtneurotiker"1) (1977, "Annie Hall") übernahm er den Part des kultivierten, etwas arroganten Musikmanagers Tony Lacey, der Annie (Diane Keaton1)) fördert und zeitweise als Rivale des Protagonisten Alvy Singer (Woody Allen) auftritt. Für den ansatzweise autobiographisch gefärbten Film "One Trick Pony"3) (1980, "Die Scheinwerfer verlöschen") schrieb er nicht nur das Drehbuch und lieferte den Soundtrack ab, sondern trat unter der Regie von Robert M. Young (1924 2024) auch mit der männlichen Hauptrolle des alternden, einst gefeierten Rock-Musikers Jonah Levin in Erscheinung → Wikipedia (englisch). So notiert filmdienst.de: "Eine Hommage an die Ideale einer Generation, zu deren Bewußtsein auch der Hauptdarsteller des Films, der amerikanische Songschreiber Paul Simon, beigetragen hat. Eine sensible, manchmal etwas sentimentale Bestandsaufnahme mit schöner Musik." Die Kritiken zur Produktion fielen ambivalent aus bzw. die Charakterstudie floppte an den Kinokassen, der Song "Late in the Evening" ( → Wikipedia (englisch)) aus seinem zeitgleich 1980 veröffentlichten, fünften Studioalbum "One-Trick Pony" (→ Wikipedia (englisch)) verzeichnete dagegen internationale Chart-Erfolge. Darüber hinaus zeigte er sich bis in jüngere Zeit verschiedentlich mit Episodenrolle (oder als er selbst) in einigen TV-Serien → Übersicht Filmografie.
In den 1990er Jahren erschien dann das Compilations-Album bzw.die 3-CD-Box "Paul Simon 1964/1993" (→ Wikipedia (englisch)), 1998 brachte er gemeinsam mit dem karibischen Dichter, Schriftsteller und Nobelpreisträger Derek Walcott1) das Broadway-Musical "The Capeman"1) heraus, mit dem die Geschichte eines puertoricanischen Gangmitglieds, das nach dem Mord an zwei Personen zu lebenslanger Haft verurteilt wird und sich im Gefängnis der Literatur widmet, beschrieben wurde. Das Stück mit Marc Anthony1) in der Titelrolle fand jedoch wenig Anklang bzw. war kein kommerzieller Erfolg und musste aufgrund niedriger Besucherzahlen nach knapp drei Monaten wieder abgesetzt werden. Wenig später feierte Paul Simon ab Juni bis Herbst 1999 jedoch Triumphe bei der gemeinsam mit Bob Dylon in den USA unternommenen Konzert-Tournee, im Oktober 2000 erschien mit "You're The One" seine bislang wohl persönlichstes Album → Wikipedia (englisch). Das Pariser Konzert der dazugehörigen Tournee wurde gefilmt und ist auf DVD erhältlich. Im Februar 2003 wurde "Simon and Garfunkel" ein "Grammy" für ihr Lebenswerk ("Lifetime Achievement Award"1)) verliehen. Aus diesem Anlass fand das Duo wieder zusammen und begann Ende 2003 die "Old Friends-Tournée" durch die USA, Europa und Japan. Aufnahmen dieser Tournee wurden 2004 unter dem Titel "Old Friends: Live On Stage" auf Doppel-CD und DVD veröffentlicht. Darauf befand sich auch eine neue Studioaufnahme des Duos, der Titel "Citizen of the Planet."2) → Wikipedia (englisch) Im Sommer 2004 wurde die Tour auch nach Europa ausgedehnt. Im Juli 2004 fand in Rom vor 600.000 Zuschauern das große Gratis-Schlusskonzert statt.4)
Zwischen Februar und April 2015 folgte zusammen mit
Sting1) bzw.
"Paul Simon & Sting: On Stage Together" eine neuerliche Konzert-Tournee, bei der sie sowohl gemeinsam als
auch einzeln ihre bekanntesten Songs präsentierten. Im Februar 2018 gab der damals über 75-jährige Künstler
bekannt, er beende seine Konzertlaufbahn und wolle sich ins Privatleben zurückziehen.
Eine Abschiedstournee
durch die Vereinigten Staaten, Nordeuropa und das Vereinigte Königreich endete mit einem letzten
Konzert am 22. September 2018 in New York City1). Simon
behielt sich jedoch vor, auch
danach noch vereinzelt zu wohltätigen Zwecken aufzutreten. Parallel zu seinem Bühnenabschied
veröffentlichte er Anfang September 2018 mit "In the Blue Light"
(→ Wikipedia (englisch))
sein vierzehntes Solo-Studioalbum.
Es enthält Neubearbeitungen von älteren Songs. Im März 2021 gaben
"Sony Music"1) und Paul Simon bekannt,
dass "Sony Music Publishing"1) die Rechte an Simons Werken gekauft habe;
eine Kaufsumme wurde nicht genannt.
Am 19. Mai 2023 erschien sein (vorerst) letztes Studioalbum "Seven Psalms"
→ Wikipedia (englisch).4)
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Einige Textbausteine stammen aus Frank Laufenbergs1) "Rock- und
Pop-Lexikon". Offizielle (englischsprachige) Website: www.paulsimon.com Offizielle Website "Simon & Garfunkel": simonandgarfunkel.com Siehe auch die Artikel zu Paul Simon (mit Diskografie) sowie "Simon and Garfunkel" (mit Diskografie) bei Wikipedia sowie www.laut.de Paul Simon bei Wikipedia (englisch) Fotos (Paul Simon) bei Wikimedia Commons sowie Fotos ("Simon & Garfunkel") bei Wikimedia Commons |
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Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) filmdienst.de Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 30.09.2011), 4) Wikipedia (abgerufen 30.09.2011) |
Stand Januar 2026 | ||||||||||
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