Wer kennt sie nicht, die Lausejungen Tom Sawyer und seinen Freund Huckleberry Finn, die gestrenge Tante Polly, den gutmütigen alten Muff Potter oder die niedliche Becky Thatcher, heimliche "Flamme" von Tom. All diese Figuren tauchen in den Büchern "Die Abenteuer des Tom Sawyer" (The Adventures Of Tom Sawyer) und "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" (The Adventures of Huckleberry Finn) des US-amerikanischen Schriftstellers Samuel Langhorne Clemens (1835 – 1910) auf, der diese beiden Jugendromane unter dem Pseudonym Mark Twain 1876 bzw. 1884/85 veröffentlichte. Das Buch "Die Abenteuer des Tom Sawyer" zählt zu den Klassikern der Jugendbuch-Literatur. Es wird, für die Zeit ungewöhnlich, in der damals gängigen Alltagssprache erzählt, womit der Autor ein Gegenkonzept zu den damals üblichen Kinderbüchern über Musterknaben und brave Mädchen entwarf. Bisweilen wird das Buch, wie auch der Nachfolger "Huckleberry Finns Abenteuer", als rassistisch bezeichnet, weil Schwarze durchweg "Nigger" genannt werden. Das war jedoch die zu der Zeit gängige Sprachpraxis. Die Darstellung der Schwarzen, mit denselben Gefühlen und Wünschen wie die Weißen, ist für die Zeit emanzipatorisch.
Tom Sawyer ist eine typische Lausbubengeschichte. Sie spielt in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika. Tom lebt am Mississippi in dem kleinen Dorf St. Petersburg als Waise bei seiner Tante Polly. Im selben Haus lebt auch sein Halbbruder Sid, der das genaue Gegenteil von Tom ist. Während Tom gern die Schule schwänzt, sich prügelt und sich nachts gern mit seinem besten Freund Huckleberry Finn herumtreibt, ist Sid immer brav, geht zur Schule und verpetzt Tom bei jeder Gelegenheit. Zu Huckleberry Finn ist noch zu sagen, dass er allein in einer Tonne am Waldrand haust; was aus seinen Eltern geworden ist, weiß niemand. Aber genau diese Freiheit fasziniert Tom. Er beneidet Huck oft darum.
(Quelle: Wikipedia mit kurzer Inhaltsangabe zum Buch "Die Abenteuer des Tom Sawyer"; siehe auch "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" bei Wikipedia)
 
Die abenteuerlichen Erlebnisse der beiden weltberühmt gewordenen Knaben animierten schon früh zahlreiche Filmemacher zu einer szenischen Umsetzung für das Kino. Bereits 1907 wurde in den USA eine kurze stumme Sequenz "Tom Sawyer" gedreht, 1917 bzw. 1918 kamen die jeweils rund einstündigen stummen Streifen "Tom Sawyer" und "Huck and Tom" von Schauspieler und Regisseur William Desmond Taylor1) (1872 – 1922) in die US-amerikanischen Lichtspielhäuser. Jack Pickford1) (1895 – 1933), jüngerer Bruder des Stummfilmstars Mary Pickford3) (1892 – 1972), spielte den Tom, Robert Gordon2) (1895 – 1971) trat als Huck auf. Ebenfalls von William Desmond Taylor stammt der Stummfilm "Huckleberry Finn" (1920) mit Lewis Sargent2) (1872 – 1922) in der Titelrolle.
Das von Regisseur John Cromwell1) (1887 – 1979) realisierte Kinoabenteuer "Tom Sawyer" (1930) ist ein Tonfilm, in dem sich Jackie Coogan3) (1914 – 1984), einer der ersten Kinderstars der Kinogeschichte, in der Hauptrolle zeigt. Bereits 1921 war Coogan in dem stummen Filmklassiker "The Kid"1) (Der Vagabund und das Kind) neben Charlie Chaplin bekannt geworden. Auch in dem Tonfilm "Huckleberry Finn" (1931) von Norman Taurog1) (1899 – 1981) trat Coogan mit der Figur des Tom Sawyer auf, den Huck spielte in beiden Twain-Adaptionen Junior Durkin2) (1914 – 1935). Von Norman Taurog stammt auch der erste in Technicolor gedrehte Film "The Adventures of Tom Sawyer"1) (1938, Toms Abenteuer) mit Tommy Kelly1) (geb. 1925) als Lausbub Tom und Jackie Moran1) (1923 – 1990) als dessen Freund Huckleberry Finn. Im gleichen Jahr kam in den USA der Streifen "Tom Sawyer, Detective"2) (1938) von Louis King (1898 – 1962) in die Kinos, Billy Cook (1928 – 1981) mimte den Tom, Donald O'Connor1) (1925 – 2003) den Huckleberry Finn. Bei "Tom Sawyer, Detective" (Tom Sawyer als Detektiv) handelt es sich um die Verfilmung von Mark Twains gleichnamigen Roman, der nach "The Adventures of Tom Sawyer", "The Adventures of Huckleberry Finn" und "Tom Sawyer Abroad" (1894, Tom Sawyer im Ausland) 1896 veröffentlicht wurde.
 
Sehenswert ist "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" (1939, The Adventures of Huckleberry Finn) von Richard Thorpe (1896 – 1991) mit dem noch jungen Hollywoodstar Mickey Rooney3) als Huck, Walter Connolly1) (1887 – 1940) als Hochstapler, der sich als König von Frankreich ausgibt, und Rex Ingram1) (1895 – 1969) als Sklave Jim. "In der Titelrolle der mustergültigen Mark-Twain-Verfilmung glänzt der damals 19-jährige Ex-Kinderstar Mickey Rooney" meint cinema.de, und das Filmlexikon schreibt "Gut inszenierte, bis heute wohl gelungenste Verfilmung des Schelmenromans von Mark Twain, die in erster Linie vom Spielwitz des jungen Mickey Rooney lebt."
Der Fernsehfilm "The Adventures of Huckleberry Finn" (1955) entstand in den USA und wurde von Herbert B. Swope Jr. inszeniert; Robert "Bobby" Hyatt (1939 – 2007) spielte den Tom Sawyer, Charles Taylor den Huckleberry Finn. Michael Curtiz1) (1886 – 1962), der unter anderem Filmklassikern wie "Casablanca"1) (1942) und "Yankee Doodle Dandy"1) (1942) zu Weltruhm verhalf, brachte mit "Abenteuer am Mississippi"1) 1960 eine farbenprächtige, in stimmungsvollen Bildern erzählte Version von Twains Huckleberry Finn-Roman auf die Leinwand, in der Tony Randall3) (1920 – 2004) als "König" zu bewundern war, Eddie Hodges1) den Huckleberry Finn verkörperte und der US-amerikanische Profiboxer Archie Moore1) (1913 – 1998) den Jim.
Abbildung DVD-Cover "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer" (erschienen Oktober 2006) mit freundlicher Genehmigung von "Concorde Home Entertainment"; Copyright Concorde Home Entertainment Ab den 1960er Jahren tauchten Twains Figuren vermehrt in Fernsehproduktionen auf, die britische TV-Serie "The Adventures of Tom Sawyer" mit Fred Smith (geb. 1947) in der Titelrolle und Mark Strotheide (geb. 1946) als Huckleberry Finn ist nur eine von vielen Adaptionen für den Bildschirm. 
 
"Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer" (Originaltitel: Les Aventures de Tom Sawyer) aus dem Jahre 1968 zählt zu den legendären Vierteilern, mit der das ZDF nach "Robinson Crusoe"3) (1964), Don Quijote von der Mancha3) (1965) und Die Schatzinsel3) (1966) seine Erfolgsstory der mehrteiligen Abenteuer-Klassiker fortsetzte. Das Drehbuch für die deutsch-rumänisch-französische Co-Produktion hatte Walter Ulbrich1) (1910 – 1991) nach den Büchern von Mark Twain geschrieben. Ulbricht war kein Unbekannter, hatte er doch bereits das Script zu "Robinson Crusoe" und "Die Schatzinsel" abgeliefert, später folgten die Jack London-Adaptionen "Der Seewolf"3) (1971) und "Lockruf des Goldes"3) (1975), mit denen er sich ebenfalls einen Namen als "Vater der Adventsvierteiler" machte. Als Regisseur hatte man keinen geringeren als Wolfgang Liebeneiner1) (1905 – 1987) gewinnen können, der schon bei "Die Schatzinsel"3) seine Handschrift hinterlassen hatte. Gemeinsam mit seinem rumänischen Kollegen Mihai Iacob inszenierte er eine wunderschöne Umsetzung der beiden Twain-Romane, gedreht wurde wegen der relativ geringen Kosten im Donaudelta in Rumänien sowie in vier Studios nahe Bukarest. Die Rollen der beiden Lausejungen Tom und Huck Finn spielten Roland Demongeot und Marc di Napoli, die damit über Nacht zu Publikumslieblingen, besonders der weiblichen Teenies wurden.
 
Abbildung DVD-Cover "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer" (erschienen Oktober 2006)
 mit freundlicher Genehmigung von "Concorde Home Entertainment"
© Concorde Home Entertainment
In der Rolle der energischen Tante Polly sah man Charakterdarstellerin Lina Carstens, die übrigen Schauspieler waren bis auf Otto Ambros (Muff Potter) bei uns relativ unbekannt. Als Erzähler ist in der deutschsprachigen Fassung Ernst Fritz Fürbringer3) (1900 – 1988) zu hören. Die eingängige Titelmelodie stammte von dem rumänischen Filmkomponisten Vladimir Cosma1) und ist zusammen mit anderen Vierteiler-Soundtracks inzwischen auf einer CD erschienen.
Die spielfilmlangen Folgen liefen ab 1. Dezember 1968 – jeweils sonntags um 20.00 Uhr – mit so großem Erfolg, dass sie nur ein Jahr später wegen der hohen Nachfrage bereits wiederholt wurden, was damals ungewöhnlich war.
 
Hier die Inhaltsangabe der einzelnen Folgen (Quelle: www.bamby.de)
 
Teil 1, Erstausstrahlung 1. Dezember 1968:
Tom Sawyer (Roland Demongeot) und Huckleberry Finn (Marc di Napoli), die unzertrennlichen Freunde, leben in St. Petersburg, einem Städtchen am Mississippi. Die Welt der Dampfboote, der Leute, die mit der Pistole noch schnell bei der Hand sind, und auch die der braven Bürger ist die aufregende Welt ihrer Jugendträume. Tom wohnt mit Bruder Sid (Robert Hecker) bei Tante Polly (Lina Carstens). Huck aber hat kein Zuhause. Sein Vater (Marcel Pérès) ist ein Säufer und Herumtreiber und kümmert sich nicht um seinen Sohn. So schläft der Junge einmal unter einem Baum, einmal in einem leeren Fass und läuft in malerisch zerlumpter Kleidung und verdreckt herum, stets die Maiskolbenpfeife im Mund. Sehr zum Ärger der Mütter gilt Huck die Bewunderung der Jungen im Ort. Wenn Tom nicht in der Schule ist, widmet er sich ganz den "Freuden des Lebens". Er übt eine neue Art, ganz besonders melodisch zu pfeifen, absolviert eine deftige Prügelei mit einem fremden Jungen, verliebt sich in die hübsche Schulkameradin Becky Thatcher (Lucia Ocrain) und versteht es, sich mit mancherlei Tricks die Arbeit vom Leibe zu halten, die Tante Polly ihm auferlegt. Mit Huck zusammen will Tom auf dem Friedhof eine Warzenbeschwörung abhalten, wozu außer einer toten Katze ein frisches Grab gebraucht wird. Muff Potter (Otto Ambros), der Sargmacher, arbeitet an einem Sarg für den alten Ross Williams, der im Sterben liegt. Er erzählt den beiden, wie immer, wenn sie ihn besuchen, erlogene blutrünstige Geschichten aus seinem Leben. Der alte Williams stirbt tatsächlich und wird beerdigt. In der Nacht darauf machen sich Tom und Huck zum Friedhof auf und beobachten, wie Potter und der finstere Indianer-Joe (Jacques Bilodeau) das Grab für den Arzt Dr. Robinson öffnen, der die Leiche für anatomische Studien haben will. Unter den drei Männern kommt es zu einem Streit um die Bezahlung. Indianer-Joe ersticht den Doktor mit Potters Messer und kann dem betrunkenen Potter einreden, er habe den Mord begangen. Tom und Huck schleichen sich fort und vereinbaren aus Angst vor Indianer-Joe, niemandem etwas von dem schrecklichen Vorfall zu erzählen. Bald wird die Leiche des Doktors gefunden und auch das blutige Messer Potters, das neben dem Toten lag. Tom und Huck wagen auch dann nichts zu sagen, als Indianer-Joe als Zeuge gegen Potter auftritt. Das furchtbare Geheimnis und die Gewissensbisse plagen Tom sehr, aber er versorgt wenigstens den armen Potter, dem plötzlich alle Leute seine erfundenen Geschichten glauben, im Gefängnis mit Speck und Alkoholersatz. Zu allem Überfluss fehlt Becky wegen Krankheit in der Schule, so dass Toms Leiden ins Unermessliche steigen. Als Becky wieder gesund wird, lässt sie den Jungen schmählich abblitzen. Tom sieht sich daraufhin gezwungen, die Verbrecher-Laufbahn einzuschlagen und fährt nachts mit Huck auf einem Floß zur Jackson-Insel, die weit draußen im Mississippi liegt. Sie lassen sich dort nieder und genießen die Freiheit. Am nächsten Tag werden auf dem Festland Kanonen abgefeuert, zum Zeichen, dass jemand ertrunken ist. Tom und Huck merken bald, dass sie gemeint sind und amüsieren sich königlich.

Teil 2, Erstausstrahlung 8. Dezember 1968:
Tom Sawyer, der mit Huckleberry Finn auf die Jackson-Insel ausgerückt ist, macht heimlich einen Besuch zu Hause und erlebt voller Rührung, wie Tante Polly um ihren totgeglaubten Neffen trauert. Auf dem Rückweg zu Huck, entdeckt er ein Schiffswrack. Neugierig klettern die beiden an Bord. Beim Stöbern merken sie, dass noch jemand an Bord ist. Während Huck sich verzieht, schleicht Tom sich an eine Kajüte heran und entdeckt drei Männer: Einer liegt gefesselt am Boden, ein anderer zielt mit einem Colt auf den Kopf des Liegenden, den dritten aber, der nur dabeisteht, erkennt Tom voller Schrecken: Es ist Indianer-Joe. Da ihr eigenes Boot abgetrieben ist, "leihen" sie sich das der Gangster, um zur Jackson-Insel zurückzukehren. Die Gangster sitzen im Wrack fest. Nach einem nächtlichen, gewaltigen Unwetter hoffen die Jungen, Indianer-Joe endlich los zu sein, und tatsächlich ist das Wrack verschwunden. Zurück in St. Petersburg erleben die totgeglaubten Jungen noch ihre eigen Beerdigung, bevor sie entdeckt und freudig empfangen werden. Nur Indianer-Joe verbreitet weiter Angst und Schrecken. So bleibt Tom und Huck nichts anderes übrig, als den unschuldig im Gefängnis sitzenden Muff Potter in einer spektakulären Aktion zu befreien. Für Muff Potter endet die "Hilfe" damit, dass er eingefangen geteert und gefedert durch die Stadt geschleppt und nun niemand mehr an seine Unschuld glaubt, noch nicht einmal Muff Potter selbst. Bei Huck und Tom, die Indianer-Joe beim Morden beobachtetet haben, meldet sich immer lauter ihr schlechtes Gewissen.

Teil 3, Erstausstrahlung 15. Dezember 1968:
Muff Potters Verurteilung scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Tom, der bisher aus Angst geschwiegen hat, entschließt sich, vor Gericht die Wahrheit zu sagen. Zwar wird Muff Potter freigesprochen, und Tom als Held gefeiert, doch kann Indianer-Joe, der ebenfalls im Gerichtsaal saß, rechtzeitig fliehen. Nachdem einige Zeit vergangen und Indianer-Joe nicht mehr aufgetaucht ist, geht Tom wieder seinem "alten" Leben nach und sorgt zur Abwechslung mal in der Sonntagsschule für Wirbel. Außerdem fängt er an, mit Huck nach verborgenen Schätzen zu graben. Ausgerechnet in dem halbzerfallenem Haus, das einst Indianer-Joe gehörte. Dort angekommen, können sich die "Schatzsucher" gerade noch rechtzeitig verstecken, um nicht mit Windy (Marion Verdon) und Indianer-Joe zusammen zu stoßen. Die wollen sich rächen und dann endgültig nach Texas fliehen. Tom und Huck müssen zusehen, wie die beiden Gangster mehrere Tausend Dollar einsacken. Leider macht Tom unachtsam Lärm, und jetzt können die beiden nur noch fliehen. Während Huck sich nach einer Verletzung, die er sich in Folge eines Kampfes gegen Indianer-Joe zugezogen hat, von der Witwe Douglas (Marcela Russu) pflegen lässt, unternehmen Tom und seine Freundin Becky einen Ausflug. Dieser führt sie zur McDuff-Höhle, einem weitgehend unerforschten Labyrinth, und sie kehren nicht zurück. Die ganze Stadt ist auf der Suche und in Trauer, denn das Schlimmste wird befürchtet. Doch Becky und Tom leben, haben bei ihren Wanderungen Kerzen und Fackeln gefunden und rätseln, wie die dorthin kamen. Um sich zum Höhlenausgang durchzuschlagen, trennen Tom und Becky sich vorläufig. Plötzlich steht er Indianer-Joe gegenüber …

Teil 4, Erstausstrahlung 22. Dezember 1968:
Nach der glücklichen Rettung von Becky und Tom, beginnt für Tom wieder der Schulalltag. Eines Tages besucht er Tom, der sich bei Witwe Douglas äußerlich völlig verändert hat. Beide Jungen möchten Indiner-Joe noch immer den Schatz, auf den sie Anspruch erheben, abjagen, trauen sich aber zunächst nicht in die Höhle. Nachdem sie gehört haben, dass der Eingang jetzt gesichert ist, lassen sie die Tür öffnen. Dahinter entdecken sie den verhungerten Indianer-Joe, der nicht mehr aus der Höhle entkommen konnte. Die Jungen finden den Schatz und sind auf einmal reiche Leute. Witwe Douglas bekommt das Sorgerecht für Huck. Eines Tages stellt Huck voller Schrecken fest, dass sein vagabundierender Vater wieder in der Gegend ist. Er will natürlich Geld von seinem Sohn. Nachdem Huck sich nicht erweichen lässt, entführt ihn der skrupellose Alte in einem Boot. Zum Glück gelingt es Huck, sich nach aufregenden Situationen befreien. Auf der Jackson-Insel trifft Huck auf Jim (Serge Nubret), den Sklaven der Witwe Douglas, der ebenfalls fortgelaufen ist. Es gelingt den beiden, Jims Verfolger zu entkommen, und beide fahren auf einem Floß den Mississippi hinab in die Freiheit. Unterwegs begegnen sie dem Dampfer, der Tante Polly, Sid und Becky wieder nach Hause bringt. Tom, der gerade mit seiner Freundin Dame spielt, fährt einem bürgerlichen Leben entgegen, während das Floß von Tom und Jim vorbeitreibt. Beide Freund wissen nichts voneinander und sehen sich nicht noch einmal, bevor ihre Wege sich endgültig trennen.
 
Auch in den nachfolgenden Jahrzehnten wurden Twains Romane mit unterschiedlichem Erfolg verfilmt, beschränkte sich dabei meist auf das Thema der Schatzsuche und die Abenteuer mit dem Banditen Indianer-Joe. Im folgenden sollen einige der Produktionen genannt sein, eine umfassende Darstellung der weltweiten Verfilmungen ist fast unmöglich.
In dem Kinofilm bzw. der musikalischen Komödie "Tom Sawyers Abenteuer"1) (1973, Originaltitel USA: Tom Sawyer) von Regisseur Don Taylor1) zeigen sich Johnny Whitaker1) als Tom, Jeff East2) als Huckleberry Finn und Jodie Foster1) als Becky Thatcher. Ebenfalls 1973 kam in den USA eine Fernsehversion auf den Bildschirm, in "Tom Sawyer" sah man Josh Albee2) als Titelhelden sowie Jeff Tyler als Huckleberry Finn. In dem Kinofilm "Huckleberry Finn" (1974) des britischen Regisseurs J. Lee Thompson1) (1914 – 2002) konnte man erneut Jeff East in der titelgebenden Rolle erleben, im darauffolgenden Jahr wurde im US-Fernsehen "Huckleberry Finn" (1975) von Robert Totten (1937 – 1995) mit Ron Howard1) als Huckleberry Finn und Don Most1) als Tom Sawyer ausgestrahlt.
Die 26-teilige deutsch-kanadische Fernsehserie "Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn"1) – im Original "Huckleberry Finn and His Friends" – aus dem Jahre 1980 gilt als die bislang ausführlichste Umsetzung der Romanvorlagen. Der kanadische Kinderstar und heutige Tanzlehrer Sammy Snyders1) ist als Tom Sawyer zu sehen, seinen Freund Huck spielt der Kanadier Ian Tracey1) und Tante Polly wird von dem inzwischen verstorbenen Ufa-Star Brigitte Horney3) (1911 – 1988) dargestellt.
 
Der TV-Film "Sawyer and Finn" (1983) von Regisseur Peter H. Hunt2) schildert die Abenteuer von Huck und Tom Sawyer als Erwachsene. Zu sehen sind die US-amerikanischen Schauspieler Michael Dudikoff1) als Huckleberry Finn und Peter Horton1) als Tom Sawyer. Hunt drehte auch den Fernsehfilm "Adventures of Huckleberry Finn" (1985, Die Abenteuer von Huckleberry Finn) mit Patrick Day (Huck) und Eugene Oakes (Tom), der Stummfilmstar Lillian Gish3) (1893 – 1993) ist hier mit der Nebenrolle der Mrs. Loftus zu sehen.
Mit dem TV-Krimi "Tom Sawyer und Huckleberry Finn – Die Rückkehr nach Hannibal"4) (1990, Back to Hannibal: The Return of Tom Sawyer and Huckleberry Finn) schrieb Regisseur Paul Krasny2) Mark Twains Romanklassiker fort; Hauptdarsteller sind Raphael Sbarge (Tom Sawyer) und Mitchell Anderson (Huckleberry Finn): Die inzwischen erwachsen gewordenen Freunde Tom Sawyer, nun Rechtsanwalt, und Huckleberry Finn, angehender Journalist, kehren in ihr Heimatstädtchen Hannibal zurück. Dort wird ein freigelassener Sklave verdächtigt, den Ehemann von Toms Jugendliebe ermordet zu haben. Mit Mut und Scharfsinn können die beiden Freunde den wahren Täter überführen. Eine kriminalistisch weitergesponnene Geschichte um die legendären Romanhelden Mark Twains. notiert das Filmlexikon.
  
"Die Abenteuer von Huck Finn"1) (1993, The Adventures of Huck Finn) ist eine weitere Adaption für das Kino, für die Stephen Sommers1) als Regisseur und Drehbuchautor verantwortlich zeichnete und Twains Original als ungezwungene und fröhliche Familienunterhaltung inszenierte. In der Disney-Produktion spielten sich der spätere "Der Herr der Ringe"-Star Elijah Wood1) als Huck, Courtney B. Vance1) als Jim sowie Jason Robards3) (1922 – 2000) als "König" in die Herzen der Zuschauer. Regisseur Stephen Sommers liefert keine sklavisch textgetreue Umsetzung von Mark Twains 1885er Buchklassiker, dafür aber flottes Hochglanzkino ­ ohne den Bombast seiner späteren Filme "Die Mumie" und "Van Helsing". Vor allem das feine Spiel des damals erst elfjährigen Elijah Wood lässt den charmant-bissigen Witz der Twain'schen Vorlage durchschimmern. schreibt www.cinema.de.
Das Jugendabenteuer "Tom and Huck"5) (1995, Tom und Huck) aus dem Hause Disney von Regisseur Peter Hewitt1) wurde ebenfalls nach einem Drehbuch von Stephen Sommers realisiert, Jonathan Taylor Thomas1) glänzt als Tom, Brad Renfro1) (1982 – 2008) als Huck und Rachael Leigh Cook1) als Becky. In dieser Verfilmung von 1995 versuchen sich Brad Renfro ("Der Klient") als Außenseiter Huck Finn und Mädchenschwarm Jonathan Taylor Thomas ("Hör' mal, wer da hämmert") als Tom Sawyer. Um endlich ihre Warzen loszuwerden, gehen Tom und Huck nachts auf den Friedhof. Dort beobachten sie wie Injun Joe (Eric Schweig) den Totengräber tötet. Weil Huck schon böse Erfahrungen mit dem brutalen Rauhbein gemacht hat, beschließen die Jungs den Vorfall zu verschweigen. Als jedoch der harmlose Säufer Muff Potter des Mordes verdächtigt wird, kommen Tom erste Zweifel… Der Film, der im Jahr 1845 in Missouri spielt, folgt treu der Buchvorlage, einzig die Witwe Douglas wird erst in den letzten zehn Minuten richtig vorgestellt. Wer das Buch und andere Filmversionen noch nicht kennt, wird zufrieden sein. kann man bei www.cinema.de lesen.
Ende 2011 kam mit "Tom Sawyer"1) ein weiterer Film über die zwei Lausbuben in die Kinos, gedreht von Hermine Huntgeburth1). Neben den beiden Jungdarstellern Louis Hofmann (Tom Sawyer) und Leon Seidel (Huckleberry Finn) wartete der Streifen mit prominenter Besetzung auf: So wurden Tante Polly von Heike Makatsch1), Indianer Joe von Benno Fürmann1) und Muff Potter von Joachim Król1) dargestellt; bundesweiter Kinostart war der 17. November 2011.
  
Im Laufe der Zeit sind auch einige animierte Versionen von Twains Klassiker auf die Leinwand bzw. ins Fernsehen gebracht worden, zu nennen sind stellvertretend etwa die japanische TV-Serie "Tom Sawyers Abenteuer" aus dem Jahre 1980 sowie der zwei Jahre später in den USA gedrehte Zeichentrickfilm "The Adventures of Huckleberry Finn".
 
Von Oliver Kellner und Ulf Marek stammt der umfassende Bild-Textband "Seewolf & Co. Robinson Crusoe, Lederstrumpf, David Balfour, Mathias Sandorf, Tom Sawyer – die großen Abenteuer-Vierteiler des ZDF". Die erweiterte Neuausgabe ist 2005 im Verlag  "Schwarzkopf und Schwarzkopf" erschienen. Die DVD zu dem legendären Vierteiler ist seit Oktober 2006 im Handel verfügbar.

Siehe auch Wikipediawww.bamby.de, www.tv-nostalgie.de, www.fernsehserien.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

Link:
1) Wikipedia (deutsch), 2) Wikipedia (englisch),
3) Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser HP, 4) Filmlexikon, 5) prisma.de

Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer
Die Darsteller im legendären Mehrteiler aus dem Jahre 1968
(weitere Darsteller bei der Internet Movie Database
)
Roland Demongeot … spielte den Thomas "Tom" Sawyer.
 
Geboren vermutlich 1955.

"Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer" machte den heute fast vergessenen, damaligen Jungdarsteller Roland Demongeot zum großen Teenie-Star. Er wurde beim Casting für die Rolle des "Tom Sawyer" ausgewählt, konnte sich damals gegen  über 150 Konkurrenten durchsetzen. In den 1960er und 1970er Jahren wirkte er in mehreren Filmen und Serien mit, seine letzte Filmrolle spielte Demongeot 1973 in dem französischen TV-Film "Le Maître de pension".
Heute lebt Demongeot von der Öffentlichkeit zurückgezogen, ist vermutlich verheiratet und hat eine Tochter.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Roland Demongeot
Marc Di Napoli … spielte den Huckleberry "Huck" Finn.
 
Geboren am 28. Mai 1953.
 
Bekannt wurde Marc di Napoli vor allem 1968 als Huckleberry Finn in dem ZDF-Abenteuervierteiler "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer" (nach den beiden gleichnamigen Romanen von Mark Twain). Claude Chabrol gab ihm daraufhin die Rolle des Phillippe Decourt in seiner Literaturadaption "Das Biest muss sterben"1) (1969, Que la bête meure). Der Film lässt offen, ob Philippe seinen Vater (Jean Yanne) vergiftet hat oder ihm der Rächer Charles (Michel Duchaussoy) zuvorkam.
Als junger Clément kämpfte Marc di Napoli in Claude de Givrays sechsteiligem TV-Epos "Mauregard"1) (1970) für die Résistance. Es folgten die Mehrteiler "Les Galpias" (1970) und "Julia von Mogador"2) (1972, Les gens de Mogador). Ein weiterer Erfolg wurde 1974 die nach Jules Verne gedrehte Mini-Serie "Deux ans de vacances"3) (BRD-Titel: Zwei Jahre Ferien, DDR-Titel: Piraten des Pazifik). Seine bisher letzte Rolle spielte Marc di Napoli in der Mini-Serie "La famille Cigale" (1977).

Marc di Napoli lebt heute als Kunstmaler in bretonischen Concarneau.
 
Quelle: Wikipedia
 
Siehe auch tv-abenteuer.de, wo unter anderem ausgeführt wird: Schon mit 9 Jahren stand Marc zum ersten Mal auf einer Theaterbühne. Bereits mit 10 Jahren besuchte er neben dem Gymnasium die Schauspielschule "Theatre National de Paris". Nach kleinen Rollen in Filmen bei Claude Chabrol und Jean-Louis Barrault wurde er Weihnachten 1968 über Nacht in Deutschland als Wunderkind für seine Darstellung des "Huckleberry Finn" in der gleichnamigen ZDF-Fernsehserie gefeiert. Der ganz große Durchbruch gelang ihm 1974 mit der Rolle des Doniphan in der Fernsehserie "Zwei Jahre Ferien". Von diesem Augenblick an geht die Zahl der Fans in die Millionen.
Zum Ausgleich zur harten Bühnen- und Filmarbeit begann er zu malen – er besuchte die Kunstakademie in Paris. Heute sind sich Kritiker nicht einig, ob er ein großer Schauspieler oder Maler ist.
 
Weitere Filme*) mit Marc Di Napoli
 
Link: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de, 3) Beschreibung innerhalb dieser HP
Lina Carstens … spielte die strenge, aber herzensgute Tante Polly.
 
Geboren am  6. Dezember 1892 in Wiesbaden,
gestorben am 22. September 1978 in München.
 
Kurzportrait zu Lina Carstens innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
 
Weitere Filme*) mit Lina Carstens
Lucia Ocrain … spielte Toms heimliche "Flamme", die niedliche Becky Thatcher.
  
Weitere Filme*) mit Lucia Ocrain
Otto Ambros … spielte den Trunkenbold, aber gutmütigen alten Muff Potter.
 
Geboren am 15. Mai 1910 im österreichischen Klosterneuburg,
gestorben am 21. Februar 1979 in Wien.
 
Ambros besuchte bis 1928 das "Schottengymnasium"1) in Wien. Erste Erfahrungen als Schauspieler sammelte er Mitte der 1930er Jahren, gab sein Debüt mit einem kleinen Part in der Verwechslungskomödie "Kleine Mutti"1) aus dem Jahre 1935. Seine nächste Rolle folgte zwei Jahre später in der Komödie "Liebling der Matrosen"2), in dem er ebenfalls in einer Nebenrolle zu sehen war. Erst 19 Jahre später trat er erneut als Schauspieler in einer Kinoproduktion Erscheinung und mimte den Lobsam in "Die Lindenwirtin vom Donaustrand"1) (1957). 1961 gab Ambros sein Debüt als Regisseur mit dem Lustspiel "Autofahrer unterwegs"3), ein Jahr später inszenierte er den Unterhaltungsfilm "Vor Jungfrauen wird gewarnt"3), bei dem er auch erstmalig als Drehbuchautor beteiligt war; mit "Wiener Schnitzel". folgte 1967 sein dritter und letzter Film als Regisseur.
Als Schauspieler war Ambros vor allem in Nebenrollen zu sehen, in den späten 1960er sowie den 1970er Jahren vornehmlich im Fernsehen. So mimte er beispielsweise in dem ZDF-Mehrteiler "Die Lederstrumpferzählungen"4) (1969) den Fort-Kommandanten Oberst Munro, 1976 wirkte er an seinem letzten Film mit und spielte einen kleineren Part in der Gaunerkomödie "Bomber & Paganini"1) neben Mario Adorf und Tilo Prückner.

Quelle (überwiegend): Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Otto Ambros
 
Link: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) Filmlexikon, 4) Beschreibung innerhalb dieser HP
Jacques Bilodeau … spielte den hinterhältigen Banditen Indianer-Joe.
 
Geboren am 13. Juli 1923 in der kanadischen Provinz Québec, 
gestorben am 8. Februar 1976 ebenda.
 
Der kanadische Schauspieler Jacques Bilodeau stand seit Mitte der 1950er Jahre nur sporadisch vor der Kamera. Er lebte überwiegend in der kanadischen Metropole Montréal. Der Vater von vier Kindern war in erster Ehe mit Réjeanne Bergeron verheiratet.
  
Weitere Filme*) mit Jacques Bilodeau
Marcel Pérès … spielte Huckleberry Finns Vater.
 
Geboren am 24. Januar 1898 als Marcel Jean Paul Laurent Farenc in
Castelsarrasin (Département Tarn-et-Garonne, Frankreich),
Gestorben am 28. Juni 1974 in Châlette-sur-Loing (Département Loiret, Frankreich)
(nach anderen Quellen starb Marcel Pérès in Paris.)
 
Der Sohn eines Friseurs verlor seinen Vater schon mit acht Jahren, seine Mutter lebte dann mit einem gewissen Paul Pérès zusammen, der eine kleine Wanderbühne leitete. Hier entdeckte der junge Marcel seine Liebe zum Theater, ebenso wie seine ältere Schwester Jeanne (1894 – 1975), die als Jeanne Pérez in vielen Filmen auftrat.
Marcel Pérès versuchte seinen Traum, Schauspieler zu werden, zu verwirklichen, musste sich zwischen 1914 und 1934 jedoch mit Statistenrollen zufrieden geben, hielt sich als Schausteller, Bühnenarbeiter und manchmal auch als Taxifahrer über Wasser. Erst als er die Bekanntschaft von Jean Gabin1) (1904 – 1976) und Roger Blin2) (1907 – 1984) machte, kam seine Filmkarriere in Schwung.
Der französische Schauspieler trat seit Mitte der 1930er Jahre in zahlreichen Kinoproduktionen auf, spielte in etlichen Filmen unter der Regie renommierter französischer Filmemacher wie André Cayatte, Marcel Carné und Jean-Pierre Mocky prägnante Nebenrollen, oft an der Seite seines Freundes Jean Gabin. Während seiner langen Karriere agierte er in über 170 Kino- und Fernsehfilmen. Zu seinen bekanntesten Filmen zählt Marcel Carnés "Kinder des Olymp"2) (1945, Les enfants du paradis) mit Arletty, "Martin Roumagnac"3) (1946) von Georges Lacombe mit Marlene Dietrich und Jean Gabin sowie das Gerichtsdrama "Schwurgericht"4) (1950, Justice est faite) von André Cayatte mit Michel Auclair.
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme*) mit Marcel Pérès
 
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3) prisma.de, 4) Filmlexikon
Serge Nubret … spielte den farbigen Sklaven Jim.
 
Geboren am 6. Oktober 1938 in Anse-Bertrand auf der Insel Grande-Terre
des französischen Übersee-Départements Guadeloupe in der Karibik,
gestorben am 19. April 2011 in Pierrefitte-sur-Seine (Département Seine-Saint-Denis, Frankreich).
 
Seine Kindheit verbrachte Nubret auf der Insel Grande-Terre des französischen Übersee-Départements Guadeloupe in der Karibik, ging dann als 12-Jähriger mit seinen Eltern nach Paris. Zwischen 1950 und 1958 ging er in Frankreich zur Schule, entdeckte dort Bodybuilding als "seinen" Sport. Nach der Schulausbildung kehrte er wieder in seine Heimat zurück und errang dort sogleich seinen ersten Titel "Mr. Guadeloupe 1958". Bereits 1960 erreichte er einen ersten Höhepunkt in seiner Laufbahn, als er den IFBB1)-Titel "World Most Muscular Man" errang. 1966 konnte er den den Titel "Mr. Europe" gewinnen, nach einer 18-jährigen Karriere wurde er 1976 zum "Mr. Universe" der NABBA2) gewählt. In den beiden vorangegangenen Jahren hatte er auf dem "Mr. Olympia" jeweils den zweiten Platz belegt, musste seinen Konkurrenten Arnold Schwarzenegger bzw. Sergio Oliva den Vortritt lassen. Weitere Erfolge des "schwarzen Panther" – so sein Spitzname – als Profi-Bodybuilder schlossen sich an.

Nubret leitete von 1970 bis 1975 die "IFBB Frankreich" und war Vizepräsident von "IFBB Europe", gehörte 1976 zu den Mitbegründern der WABBA3). Er engagierte er sich im kulturellen Bereich, indem er in Schulen im Bereich der Gewaltprävention tätig war.
Die Filmkarriere des Muskelmannes begann Anfang der 1960er Jahre mit dem italienischen Historienspektakel "Kadmos, Tyrann von Theben"4) (1962, Arrivano i titani), ähnlich gelagerte Rollen wie in "Goliath und Herkules"5) (1963, Goliath e la schiava ribelle) schlossen sich an. Zwischen 1962 und 1984 wirkte Nubret in rund 25 verschiedenen Kinoproduktionen mit, darunter waren auch Filme mit Romy Schneider und Yves Montand (1972, César und Rosalie4)) und Jean Paul Belmondo (1981, Der Profi4)). Auch in der bekannten Bodybuilder-Dokumentation "Pumping Iron"4)  (1977) war er neben Lou Ferrigno4) und Arnold Schwarzenegger6) vertreten. Zuletzt trat er 1986 in dem TV-Mehrteiler "Sins"7) (Im Labyrinth der Rache) neben Joan Collins und Timothy Dalton auf.
 
Seine Erlebnisse als Bodybuilder verarbeitete Nubret 2006 in seiner Autobiografie mit dem Titel "Je suis – moi & Dieu".
Am 19. März 2009 wurde Nubret in seinem Haus bewusstlos aufgefunden, lag seitdem im Koma und befand sich in medizinischer Betreuung. Am 19. April 2011 starb er aus bisher ungeklärten Gründen im Alter von 72 Jahren in Pierrefitte-sur-Seine nahe Paris.
Er hinterließ die drei Töchter Pascale, Karine und Grace sowie Sohn Stanley aus zwei Ehen und einer außerehelichen Verbindung. Seine zweite Ehefrau Jacqueline Nubret errang als weibliche Bodybuilderin verschiedene Wettbewerbe.
 
Quelle (überwiegend): Das Lexikon für Bodybuilder

Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch) mit Foto

Weitere Filme*) mit Serge Nubret
 
1) International Federation of Bodybuilding and Fitness
2) National Amateur Body Builders' Association
3) World Amateur Body Building Association
Link: 4) Wikipedia, 5) Filmlexikon, 6) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 7) fernsehserien.de

Roland Armontel … spielte den Vater von Becky, den Richter Thatcher.
 
Geboren am 21. Dezember 1901 als Auguste Magnien in Vimoutiers (Frankreich,
gestorben am 8. März 1980 in Paris (Frankreich.
(Andere Quellen: Geburtstag: 7. Dezember 1904/Todestag: 2. März 1983)

Roland Armontel war in Frankreich ein renommierter Darsteller bei Theater, Film und Fernsehen, machte sich vor allem mit komödiantischen Rollen einen Namen.

Weitere Filme*) mit Roland Armontel
Maurice Teynac … spielte den Lehrer Mr. Dobbins.
 
Geboren am 8 August 1915 in Paris (Frankreich),
gestorben am 28. März 1992 ebenda.
 
Die Filmografie des französischen Schauspielers ist umfangreich, im Laufe seiner Karriere spielte er in über hundert, auch internationalen Produktionen meist prägnante Nebenrollen; seine Domäne waren meist elegante und distinguierte Persönlichkeiten. Auch bei uns wurde sein Gesicht durch einige Kinoklassiker bekannt, so agierte er beispielsweise als Nachtclubsänger Gidou in Rudolf Jugerts Beziehungsdrama "Illusion in Moll"1) (1952) neben Hildegard Knef, Sybille Schmitz, Hardy Krüger und Nadja Tiller. Einen Schulmeister gab er in dem Historienepos "Austerlitz – Glanz einer Kaiserkrone"2) (1960) mit Pierre Mondy als Napoléon Bonaparte und Martine Carol als Joséphine de Beauharnais, in der österreichischen Filmkomödie "Die lustige Witwe" (1962) mimte er den Sektkönig André Napoleon Renard, Onkel des von Peter Alexander dargestellten Lebemannes Danilo. In der Kultserie "Raumschiff Orion"3) (1966) tauchte er eine Folge lang als Chefingenieur Kranz auf, den österreichischen Journalisten und Zeitungsverleger Moriz Szeps2) verkörperte er in dem Historiendrama "Mayerling"2) (1968) an der Seite von Omar Sharif und Catherine Deneuve. Mit Yves Montand spielte Teynac in dem Kinoklassiker "Der unsichtbare Aufstand"2)  1972, État de siège)
war als Doktor Lambert an der Seite von Elizabeth Taylor und Henry Fonda in dem Drama "Die Rivalin"2) (1973, Ash Wednesday) zu sehen, mit dem die Geschichte einer alternden Frau erzählt wird, die die Gunst ihres Gatten zurückzugewinnen will. In dem Disney-Film "Barry, der Bernhardiner"4) (1977, Barry of the Great St. Bernard) trat er als Prior eines Klosters in Erscheinung. Zu einer seiner letzten Arbeiten vor der Kamera zählt die französische TV-Serie "Les colonnes du ciel" (1985) nach den Jugendromanen des Bestsellerautors Bernard Clavel2).
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Maurice Teynac
 
Link: 1) filmportal.de, 2) Wikipedia, 3) Beschreibung innerhalb dieser HP
Marcela Russu … spielte die Witwe Douglas, die sich um Huckleberry Finn kümmert.

Bei der Internet Movie Database ist nur der Mehrteiler "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer" (1968) gelistet.
Robert Hecker … spielte Tom Sawyers Halbbruder Sid.

Bei der Internet Movie Database ist nur der Mehrteiler "Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer" (1968) gelistet.

*) Link: Internet Movie Database

  

Der Autor Mark Twain
Foto 1*)

Foto 2*)

Mark Twain ist das Pseudonym des berühmten amerikanischen Schriftstellers, der am 30. November 1835 in Florida (Missouri) als Samuel Langhorne Clemens geboren wurde. Er starb am 21. April 1910 in Redding (Connecticut).
 
Der Vater starb 1847 und Twain musste im Alter von zwölf Jahren die Schule abbrechen und begann eine Lehre als Schriftsetzer. Mit 17 Jahren ging er nach New York, dann nach Philadelphia, wo er die ersten Reiseskizzen schrieb.
Von 1857 bis 1860 war er Lotse auf dem Mississippi, nahm am Sezessionskrieg auf der Seite der Konföderierten teil und war 1861 Silbersucher in Nevada. 1864 lebte er in San Francisco, 1866 als Reporter auf Hawaii und 1867 als Reisender in Europa und Palästina. Er gründete einen Verlag, musste aber 1894 Konkurs anmelden und ging auf Weltreise, um mit Vorträgen seine Schulden abzutragen. (Quelle: Projekt Gutenberg-DE)
 
Das Leben von Clemens war von Widersprüchen gezeichnet. Der Mann, der den "American Way of Life" scharfzüngig kritisierte, strebte sein ganzes Leben nach dem großen geschäftlichen Erfolg und nach Anerkennung in höchsten Gesellschaftskreisen. Clemens, der vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg nach Westen floh, erlebte seinen größten wirtschaftlichen Erfolg mit der Biografie des Bürgerkriegshelden Ulysses S. Grant. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens an der Ostküste der Vereinigten Staaten und in Europa und war doch der Chronist des amerikanischen Westens. Selbst bei seinem Namen zeigte er keine Beständigkeit: Privat firmierte er mal als Samuel Clemens und dann wieder als Mark Twain und auch die literarische Figur des Mark Twain weist, analog dazu, von Geschichte zu Buch erhebliche charakterliche Unterschiede auf.

Quelle: Wikipedia, wo man seinen Lebensweg ausführlicher nachlesen kann sowie weitere Informationen zu seinen Werken erhält.

*) Der Link führt zu Wikipedia

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