Jimi Hendrix wurde am 27. November 1942 als Johnny Allen Hendrix und erstes von fünf Kindern in Seattle1) (Washington1)) geboren; die Eltern James Allen Hendrix (*10.06.1919), genannt "Al", und Lucille Jeter (1925 – 1958) waren beide Tänzer. "Sowohl Al als auch Lucille Jeter hatten afroamerikanische und Cherokee1)-Vorfahren in der Familie. Zur Zeit der Geburt seines Sohnes der Vater bei der "US-Armee"1) in Alabama1) stationiert und erfuhr erst nach einigen Monaten von der Geburt." vermerkt Wikipedia. Nach seiner Entlassung im Jahr 1946 ließ er den Namen seines Sohnes, genannt "Jimmy", offiziell in James Marshall Hendrix zu Ehren seines verstorbenen Bruders Leon Marshall ändern.
Jimi Hendrix 1967 bei einem Auftritt in der niederländischen TV-Show "Hoepla"; Urheber: A. Vente; Quelle: Beeld en Geluidwiki – Gallery: Hoepla; Genehmigung: Licentie afbeeldingen Beeld en Geluidwiki / CC-BY-SA 3.0. Niederlande; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons Während der dreijährigen Abwesenheit ihres Mannes hatte Lucille große Mühe mit der Erziehung ihres Sohnes, dessen Betreuung sie überwiegend Familienmitgliedern und Freunden überließ. Zurück vom Militärdienst fand Vater Al keine feste Arbeit, sodass die Familie verarmte und die Ehe war, nicht zuletzt wegen der beengten Wohnverhältnisse und ständigen Streitereien, die unter Alkoholeinfluss auch in häusliche Gewalt ausartete, keineswegs harmonisch. Neben dem 1948 geborenen Leon hatte Hendrix drei weitere Geschwister. Joseph, genannt "Joe" (* 1949), Kathy (* 1950) und Pamela (* 1951). "Die Familie zog häufig um und übernachtete in billigen Hotels und Appartements in der Umgebung von Seattle. Gelegentlich nahmen Familienmitglieder den kleinen Jimmy mit nach Vancouver1), damit er seiner Großmutter übernachten konnte. So entwickelte er sich zu einem schüchternen und sensiblen Jungen. 1951 ließen sich die Eltern scheiden und Jimmy wuchs fortan bei seinem Vater auf, während Joey zur Adoption freigegeben und Leon zeitweise in ein Waisenhaus gegeben wurde. Im Alter von 33 Jahren entwickelte Mutter Lucille eine Leberzirrhose1), sie starb am 2. Februar 1958 an einem Milz-Riss1)."2)
Bereits als Teenager brachte Jimmy sich selbst das Gitarre spielen bei und war auf der "High School" Mitglied in der Jugendband "The Rocking Kings". 1959 musste der knapp 17-Jährige die "Garfield High School"auch wegen schlechter Noten verlassen, nach einem Autodiebstahl stellte man ihn vor die Wahl, zwei Jahre im Gefängnis zu verbringen oder der "US-Army" beizutreten – er entschied sich für letzteres
  
Foto: Jimi Hendrix 1967 bei einem Auftritt
in der niederländischen TV-Show "Hoepla"
Urheber: A. Vente; Quelle: Beeld en Geluidwiki – Gallery: Hoepla
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Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos)
Am 31. Mai 1961 verpflichtete sich Hendrix für drei Jahre und kam nach der Grundausbildung im kalifornischen "Fort Ord"1) zur "101. US-Luftlandedivision" ("101st Airborne Division") in Fort Campbell1) (Kentucky1)), wo er Mitte Januar 1962 seine Prüfung zum Fallschirmjäger ablegte. "Hendrix wollte sich nicht in das System von Befehl und Gehorsam der "US Army" integrieren. Vorgesetzte bemängelten seine geringe Motivation und Verstöße gegen Befehle und Regeln. Hendrix könne sich nicht auf seine Pflichten konzentrieren, da er außerhalb des Dienstes zu viel Gitarre spiele und ständig daran denke. Außerdem besitze er keine guten Charaktereigenschaften. Nach 13 Monaten wurde Hendrix am 29. Juni 1962 vorzeitig entlassen." notiert Wikipedia.
Er entschloss sich nun, Profimusiker zu werden, gründete mit Billy Cox1), den er während seiner Militärzeit kennengelernt hatte und der in den Wohltätigkeitsclubs von Nashville1) als Bassist auftrat, die Band "The King Kasuals". Zusätzlich tourte er als Begleitgitarrist mit verschiedenen Musikern mehr schlecht als recht durch den Süden der USA – Little Richard, Ike & Tina Turner1), die "Supremes", die Isley Brothers1), King Curtis1), Jackie Wilson1) oder Wilson Pickett1) gehörten beispielsweise zu denjenigen, die sein Gitarrespiel für ihre Auftritte nutzten.
  
Zu dieser Zeit lernte Hendrix Curtis Knight1) (1929 – 1999) kennen und schloss sich im Spätsommer 1965 dessen Band "Curtis Knight and the Squires" an, nahm mit diesen einige Platten auf und begann auch schon Songs z schreiben. Doch nach ein paar Monaten verließ er die Formation wieder, ging 1966 nach New York City1) bzw. in das Künstler- und Szeneviertel Greenwich Village1) und gründete im Juni seine eigene Band unter dem Namen "Jimmy James & The Blue Flames", die mit einer Mixtur aus "Rhythm-&-Blues"1)-Standards und selbstgeschriebenem Material hauptsächlich in den Clubs von Greenwich Village auftrat und mit der er seinen ureigenen Stil bzw. ein eigenes musikalisches Repertoire entwickelte → Wikipedia (englisch). Auf Vermittlung von Linda Keith1), der damaligen Freundin des "Rolling Stones"1)-Gitarristen Keith Richards, machte Hendrix die Bekanntschaft mit dem ehemaligen "Animals"1)-Bassisten Chas Chandler1) (1938 – 1996), der den talentierten Künstler bei einem Auftritt im legendären Live-Musik-Club "Café Wha?" (→ Wikipedia (englisch) hörte, von dessen vielseitigem Spiel so beeindruckt war und ihn überredete, mit ihm nach London zu gehen. Chandler gefiel besonders der von Hendrix performte Folksong "Hey Joe"1) und war überzeugt, dass er daraus einen Hit machen könne. Hendrix stimmte zu und am 24. September 1966 flogen beide nach Europa – dies sollte der Start zu einer fulminanten Karriere werden. Der erste Schritt dazu, war nun eine Band um Hendrix als Frontmann aufzubauen, er gab dazu sein Pseudonym "Jimmy James" auf und wurde zu "Jimi Hendrix". Chandler formierte mit Hendrix an der Gitarre, Mitch Mitchell1) (1947 – 2008) am Schlagzeug und Noel Redding1) (1945 – 2003) am Bass die Band "Jimi Hendrix Experience". Einen der ersten Auftritte hatte die Gruppe am 18. Oktober 1966 im Vorprogramm des französischen "Rock'n'Roll"1)-Stars Johnny Hallyday im berühmten Pariser "Olympia"1). Dieser wurde mitgeschnitten und befindet sich zum Teil auf der "Jimi Hendrix Experience"-Box (Deluxe Reissue). Das Set bestand aus drei Coversongs: "Killing Floor"1) (von Howlin’ Wolf1)), "Hey Joe"1) (von Billy Roberts; 1936 – 2017) und "Wild Thing"1) (von "The Troggs1)).2)
Im selben Jahr erschien die erste Single mit der Coverversion von "Hey Joe" (A-Seite) sowie "Stone Free" (B-Seite) (→ Wikipedia (englisch)), einer Eigenkomposition Hendrix' mit einer aufreizenden Mischung aus Blues1)-Harmonien, Soul1)-Anklängen und markantem Gitarrensolo, die im Januar 1967 in die britische Hitparade gelangte und Platz 6 erreichte. Auch das erste Album "Are You Experienced?"1) geriet auf Anhieb zu einem riesigen Erfolg – einer der Songs "Love Or Confusion" wird allgemein als das erste Psychedelic1)-Stück in der Geschichte der Rockmusik1) angesehen.

Die späteren Singles "Purple Haze"1) (1967), "The Wind Cries Mary"1) (1967), eine Auskoppelung aus "Are You Experienced" und Hommage an seine Mutter,  sowie die Bob Dylan-Coverversion "All Along The Watchover"1) (1968) wurden ebenfalls "Top-10"-Erfolge und machten Hendrix zu einem Star in Großbritannien. Die Blueskomposition "Voodoo Chile"1) erreichte erst nach Hendrix' Tod Platz 11 in den US-amerikanischen Charts und blieb sein einziger Spitzenreiter in den USA. Berichte über den phänomenalen, charismatischen Gitarristen aus den USA fanden sich bald in allen Musikzeitschriften. Hendrix trat bei zahlreichen großen Festivals –  wie etwa Woodstock1) – auf und wurde mit seiner Technik, die Gitarre zu spielen, legendär. Sein Auftritt im Juni 1967, beim "Monterey Pop Festival"1) ließen ihn zur Identifikationsfigur der explodierenden Hippie1)-Kultur werden.

   Die Band "Jimi Hendrix Experience"
 1967 bei einem Auftritt in der
niederländischen TV-Show "Fenklup"
Urheber: VARA; Quelle: Beeld en Geluidwiki – Gallery: Fanclub
Lizenz: Licentie afbeeldingen Beeld en Geluidwiki / CC-BY-SA 3.0. NL
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

Die Band "Jimi Hendrix Experience" 1967 bei einem Auftritt in der niederländischen TV-Show "Fenklup"; Urheber: VARA; Quelle: Beeld en Geluidwiki – Gallery: Fanclub; Genehmigung: Licentie afbeeldingen Beeld en Geluidwiki / CC-BY-SA 3.0. Niederlande; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
So vermerkt Wikipedia: "Bekannt wurde der Auftritt auch dadurch, dass Hendrix am Ende nach dem neunten Song " Wild Thing"1) seine Gitarre verbrannte: Vom 8. bis 11. November 1966 absolvierte die Band im Münchner Club "Big Apple"1) ihre ersten Auftritte in Deutschland. Hier machte Hendrix eine Show-Erfahrung, die ihn fortan prägen sollte. Beim Versuch, panisch einem frenetischen Publikum zu entkommen, welches ihn von der Bühne gezogen hatte, zertrümmerte er seine Gitarre erstmals in einer Sound-Explosion auf der Bühne, was vom Publikum als Teil der Show wahrgenommen wurde. Als Chandler die Reaktion des Publikums beobachtete, entschied er, die Gitarrenzerstörung künftig als Markenzeichen der Band in die Show mit einzubauen."2)
Bereits zu dieser Zeit war Hendrix bewusst, dass das sensationsgierige Publikum mehr an seinen aufsehenerregenden Bühnenshows interessiert war, als an seiner Musik. Immer öfter flüchtete sich der introvertierte Künstler in den Konsum von LSD1) und anderen Drogen, nicht zuletzt auch wegen des enormen Drucks, den Manager Chandler auf ihn und seine Band ausübte. Tournee-Termine bzw. Konzerte wie in London, Southampton1), Folkestone1), Manchester1) oder Sheffield1) waren eng getaktet. Die Gruppe absolvierte auch erste TV-Auftritte in den britischen Musikshows "Ready Steady Go"1) und "Top of the Pops"1) und wurde damit immer populärer. Im deutschen Fernsehen war die Formation erstmals im März 1967 im "Beat-Club" zu sehen. Im Mai 1967 folgten Auftritte in Paris, Berlin, München, Frankfurt und im "Jaguar-Club"1) in Herford1) sowie in Schweden, Dänemark und Finnland,2) Chandler gönnte den Bandmitgliedern keine Ruhe, was darin gipfelte, dass der introvertierte Hendrix im Dezember 1967 – unter Drogen und Alkoholeinfluss stehend –  das Mobiliar seines Hotelzimmers zertrümmerte und schließlich zeitweise festgenommen wurde.   

Jimi Hendrix am 10.11.1967 im Veranstaltungszentrum
"Rotterdam Ahoy"1) im niederländischen Rotterdam1)
Urheber: Ary Groeneveld (1926 – 1992):
Quelle: Wikimedia Commons
(Ausschnitt des Originalfotos (20715-6-32)
Rechteinhaber: Stadsarchief Rotterdam
Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)

Jimi Hendrix am 10.11.1967 im Veranstaltungszentrum "Rotterdam Ahoy" im niederländischenRotterdam; Urheber: Ary Groeneveld (1926–1992): Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos (20715-6-32); Rechteinhaber: Stadsarchief Rotterdam; Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)

Am 16. Oktober 1968 erschien das dritte Studioalbum "Electric Ladyland"1), welches "mit seinen innovativen Soundtechniken und der Auswahl an Stücken, auf denen Musiker wie Stevie Winwood1) oder Dave  Mason1) mitwirkten, als neuer Höhepunkt in der elektrischen und psychedelischen Rock-Musik gilt. Das Album kam auf  Platz 1 der "Billboard 200"1).2) Doch bereits zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Gruppe wegen der extensiven Tourneen auseinandergelebt, der letzte gemeinsame Auftritt der "Jimi Hendrix Experience" fand am 29. Juni 1969 in Denver1) (Colorado1)) statt. Als Hendrix Anfang 1970 sein viertes Album auf den Markt kam, spielte er mit Musikern, die er schon in seinen Jugendtagen in den USA kannte, Billy Cox1) am Bass, Buddy Miles1) (1947 – 2008) am Schlagzeug, Larry Lee1) (1943 – 2007) an der Rhythmus-Gitarre sowie die beiden "Conga"-Spieler Juma  Sultan1) und Gerardo Velez – Hendrix nannte die neue Gruppe "Gypsy Sun & Rainbow". Mit dieser Formation stand er im August 1969 beim "Woodstock-Festival"1) auf die Bühne, als er seinen politisch eingefärbten Song "Star Spangled Banner", einer Version der US-amerikanischen Nationalhymne1), spielte sowie einen weiteren Song, ehe er von der Bühne ging, weil, wie er sagte "nichts zusammen ging". Das Album "Band of Gypsys"1) erschien Ende März 1970 bei "Capitol Records"1) und hielt sich unter anderem in Großbritannien 22 Wochen lang in den Charts (Platz 6); nach Woodstock schrumpfte die Band allerdings sehr schnell wieder auf das Trio Hendrix, Cox und Mitchell → Auftritt in Woodstock sowie Info zur Doku "Woodstock" bei Wikipedia.
Nachdem die "Band of Gypsys" nur einen Monat zusammen aufgetreten war, formierte Hendrix im März 1970 die "Jimi Hendrix Experience" neu. Er übernahm Billy Cox und spielte weiter gemeinsam mit Mitch Mitchell. 1970 fanden zahlreiche, oft spontane Studio-Aufnahmen mit wechselnden Besetzungen statt, die in ein geplantes Album mit dem Arbeitstitel "First Rays of the New Rising Sun" münden sollten. Eine Auswahl der Songs wurde 1971 posthum als "The Cry Of Love"
(→ Wikipedia (englisch)) veröffentlicht, als komplettes Album erschien es erst 1997. Für die Aufnahmen ließ Hendrix in der "8th Street" im New Yorker im Stadtteil Greenwich Village1) ein eigenes Aufnahmestudio errichten, das im August 1970 fertiggestellt wurde. Als Name wurde "Electric Lady Studios"1) gewählt. In diesem Jahr ging die Band auf ihre letzte US- und Europa-Tournee. Auftakt in Europa war das "Isle of Wight Festival"1) am 30. August 1970. Nach anschließenden Auftritten in Stockholm, Kopenhagen und Berlin (am 4. September 1970 in der "Deutschlandhalle"1)) absolvierte Hendrix beim "Love-and-Peace-Festival"1) am 6. September 1970 auf der schleswig-holsteinischen Ostseeinsel Fehmarn1) seinen letzten Auftritt. Später wurde dort ein Gedenkstein platziert → Foto bei Wikimedia Commons. Von 1995 bis 2010 fand jährlich am ersten Sonnabend im September das "Jimi-Hendrix-Revival-Festivall"1) am Flügger Strand im Westteil der Ostseeinsel statt. 2011 und in den Folgejahren wurde es aus Naturschutzgründen untersagt. Am 2. September 2017 fand auf Fehmarn erstmals wieder ein Open-Air-Revival-Festival statt, allerdings nicht mehr am früheren Ort, sondern auf einer Wiese in Strukkamp1).2)

   
Als Jimi Hendrix am 18. September 1970 mit nur 27 Jahren in London1) starb, wurden Vermutungen über seinen frühen Tod angestellt. Die einen sprachen von einer Überdosis Drogen, andere behaupteten, er habe sich selbst das Leben genommen, weitere Verschwörungstheorien sprachen sogar von Mord. Tatsache ist, dass Jimi Hendrix nach einem Zusammenbruch in der Wohnung seiner deutschen Freundin Monika Dannemann1) (1946 – 1996) im Sterben lag. Als sie in ihr Appartement kam, fand sie Hendrix in einem Koma-ähnlichen Zustand vor. Als der Notarzt zwanzig Minuten später eintraf, lebte Hendrix noch – im Londoner "St. Mary's Abbott Hospital" im Stadtteil Kensington1) konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Während als Todesursache zunächst "härtere" Drogen vermutet worden waren, wurde später festgestellt, dass Hendrix Alkohol und Schlaftabletten konsumiert hatte und an seinem Erbrochenen erstickt war. Nach Überführung seines Leichnams in die USA fand Hendrix am 1. Oktober 1970 die letzte Ruhe auf dem "Greenwood Memorial Park" in Renton nahe Seattle1) neben den Gräbern seiner Mutter und Großmutter. 2002 wurden seine sterblichen Überreste exhumiert und in ein neuerrichtetes Familiengrab auf demselben Friedhof umgebettet; die monumentale Grabstelle ist zugleich eine Gedenkstätte → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons und knerger.de.

"Stern" für Jimi Hendrix auf dem "Hollywood Walk of Fame"; Urheber des Fotos: Gorodilova; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons Die meisten Tonträger von Hendrix erschienen nach seinem Tode, wovon einige leider so schlecht waren, dass man sie nur veröffentlichen konnte, weil der Interpret zu einem Veto nicht mehr fähig war; in der US-amerikanischen LP-Hitparade wurden unter dem Namen "Jimi Hendrix" bis 1991 24 Platten geführt. 1992 wurde Hendrix in die "Rock and Roll Hall of Fame"1) aufgenommen und erhielt posthum einen "Grammy Award"1) für sein Lebenswerk ("Lifetime Achievement Award"1)). Bereits am 14. November 1991 widmete man ihm einen "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) (Adr.: 6627 Hollywood Blvd.) in der Kategorie "Musikaufnahmen"1) ("Recording"). Schon 1967 wählte ihn die Leserschaft des ehemaligen britischen Musikmagazins "Melody Maker"1) zum "Pop Musiker des Jahres".
 
"Stern" für Jimi Hendrix auf dem
"Hollywood Walk of Fame"
Urheber des Fotos: Gorodilova
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons
An weiteren posthumen Ehrungen nennt Wikipedia: "1998 wurde Hendrix in die "NAMA Hall of Fame"1) der "Native Americans" aufgenommen, 2000 gründete/stiftete Paul Allen1), Mit-Initiator von "Microsoft"1), in Seattle das 240 Millionen Dollar teure "Experience Music Project" ("Museum of Pop Culture"1)), in dem eine große Zahl von Hendrix-Memorabilia ständig ausgestellt wird, unter anderem Gitarren, Kleidung und Songtexte. 2006 benannte Hendrix' Heimatstadt Seattle einen Park nach ihm, obwohl sie sich zu Lebzeiten eher distanziert zu ihm verhalten hatte. Daneben wurde er von vielen Musik-Magazinen als herausragender Musiker anerkannt, von "Rolling Stone"1), "Guitar World"1) und anderen Zeitschriften zum besten E-Gitarristen aller Zeiten ernannt. Das Magazin "Rolling Stone" wählte ihn zudem auf Rang sechs der "100 größten Musiker aller Zeiten"1). Der US-amerikanische TV-Sender "VH1"1) listete ihn an dritter Stelle der "Best Hard Rock Artists of all time" hinter "Black Sabbath"1) und "Led Zeppelin"1) auf sowie an gleicher Position bei den "100 Best Pop Artists of all time", nach den "Rolling Stones"1) und den "Beatles"1). Am 10. Februar 2016 eröffnete im Londoner Stadtteil Mayfair1) das Museum "Handel Hendrix House"1), welches zwei Häuser umfasst, in einem (25 Brook Street) wohnte 36 Jahre lang der Komponist Georg Friedrich Händel1), Hendrix verbrachte nur wenige, aber ereignisreiche Wochen zwischen Juli 1968 und Februar 1969 in seinem kleinen Apartment im Nachbarhaus (23 Brook Street)."
Zudem befindet sich seit 2006 im Garten des heutigen Museums "Dimbola Lodge" in Freshwater1) auf der Isle of Wight1), wo die bedeutende, britische Pionier-Fotografin Julia Margaret Cameron1) zwischen 1860 und 1875 lebte, eine lebensgroße Bronzestatue von Jimi Hendrix, geschaffen von dem Londoner Bildhauer John Swindells im Auftrag von John Giddings, dem Promoter (seit 2002) des "Isle of Wight Festivals"1) und Mitglied des "Julia Margaret Cameron Trusts" → Foto bei Wikimedia Commons. In dem von Marie Tussaud1) (1761 – 1850) in London gegründeten Wachsfiguren-Kabinett "Madame Tussauds"1) wird auch Hendrix mit einer lebensechten Figur präsentiert → Foto bei Wikimedia Commons. Der "US Postal Service"1) brachte im März 2014 eine Briefmarke ("Jimi Hendrix Forever Stamp") mit seinem Konterfei und Gitarre heaus, 2016 wurde er in die "Rhythm and Blues Music Hall of Fame" in Dearborn1) (Michigan1)) aufgenommen.
  
Viel ist über die Rock-Legende und Kultfigur der Woodstock1)-Generation Jimi Hendrix geschrieben worden. Auch Jahrzehnte nach seinem Tod gilt er als größter Rock-Gitarrist aller Zeiten, der mit seiner furios-ekstatischen Weise das Spiel auf der E-Gitarre1) revolutionierte. In dem im Juli 2003 in deutscher Sprache erschienen und von dem anerkannten Hendrix-Experten Tony Brown herausgegeben Buch "Jimi Hendrix. In eigenen Worten" erzählt der Künstler über sein Leben und seine Musik, daneben werden seine wichtigsten Äußerungen aus einer Vielzahl an Interviews, Pressekonferenzen und Talkshows aufgeführt.
Im Januar 2003 erschien von Charles Shaar Murray das Werk "Jimi Hendrix. Sein Leben, seine Musik, sein Vermächtnis", in dem neben der Biografie von Jimi Hendrix vor allem schwarze Musiker und deren Musik in Amerika thematisiert wird. Im Oktober 2002 gab der Musikjournalist Frank Schäfer1) rechtzeitig zum 60. Geburtstag des Gitarristen "A Tribute to Jimi Hendrix" heraus, um ihm ein angemessenes literarisches Denkmal zu setzen. Autoren wie beispielsweise Karl Bruckmaier1), Ulrich Holbein1), Frank Schulz1), Franz Dobler1) oder Jan Feddersen1) würdigen Hendrix als Repräsentanten seiner Zeit; 2012 folgte zum 70. Geburtstag "Being Jimi Hendrix. Ein Essay".
Im September 2000 war von Corinne Ullrich das Buch "Jimi Hendrix" auf den Markt gekommen, 1998 erschien von Lothar Trampert "Elektrisch. Jimi Hendrix. Der Musiker hinter dem Mythos" und im Oktober 1993 hatten Harry Shapiro und Caesar Glebbeek "Jimi Hendrix, Electric Gypsy. Die Biographie" publiziert. Die Biographie enthält viele Detailinformationen sowie gut recherchierte Fakten und schließt mit einer umfangreichen Diskografie und einem Stammbaum ab. Die kompletten Studio-Sessions des Künstlers mit umfangreichem Fotomaterial wurden im Juni 1996 von John McDermott, Billy Cox1) und Eddie Kramer1) unter dem Titel "Hendrix. Sessions 1963 – 1970" veröffentlicht. Die zeitweilige Lebensgefährtin von Jimi Hendrix, Kathy Etchingham1), publizierte gemeinsam mit Andrew Crofts ihre Autobiografie unter dem Titel "Through Gypsy Eyes: My Life, the Sixties and Jimi Hendrix" (1999) → mehr Literatur bei Wikipedia. 
Erwähnenswert ist noch das in englischer Sprache erschienene Video, eine knapp 100-minütige Dokumentation, die gemeinhin unter dem Namen "Die Jimi Hendrix Story" in den Handel gelangte. Der Film stammt im Original aus dem Jahre 1973 und enthält neben zahlreichen Live-Aufnahmen von Klassikern wie "Johnny B. Goode"1), "Hey Joe"1), "Purple Haze"1) oder "Star-Spangled Banner"1) etliche Interviews mit dem farbigen Saiten-Artisten, seinem direkten Umfeld sowie berühmten Zeitzeugen → Wikipedia (englisch).
An Dokumentarfilmen sind darüber hinaus zu nennen
(Fremde Links: Wikipedia, fernsehserien.de; R = Regie)

→ siehe auch Wikipedia: Jimi Hendrix – Person und Charakter und
Hendrix’ Erbe und der "Hendrix-Clan"

   
Offizielle Webseite (englisch): www.jimi-hendrix.com, das deutsche Jimi Hendrix-Portal
sowie die Seite der Jimi Hendrix Foundation
Siehe auch Wikipedia (deutsch, mit Diskografie / Liste der Lieder),
Wikipedia (englisch), www.laut.de,
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links:  1) Wikipedia
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 13.01.2012/31.01.2026)
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