Filmografie |
||
|
Im September 1930 kündigte ein Ansager im New Yorker "CBS-Radio"1) vier junge
Männer an, die schon zuvor als "The Steamboat Four",
"Four Boys and a Guitar" oder "Tasty Yeast Jesters"
bei verschiedensten Veranstaltungen in Erscheinung getreten waren. Sie nannten
sich nun "The Mills Brothers", hatten von "CBS" einen 3-Jahresvertrag
erhalten und waren die erste afro-amerikanische A-cappella1)-Vokalgruppe, die in einer Radio-Show
auftrat. Die "Mills Brothers", das waren die in Piqua1), einem kleinen Ort 25 Meilen nördlich von Dayton im US-Bundesstaat Ohio1), geborenen Brüder
Schon bald wurden sie mit dieser neuen Art des Gesangs auch über die Grenzen ihrer Heimatstadt bekannt, traten bei Veranstaltungen auf und waren regelmäßig in Sendungen des "WLW Radio"1) in Cincinetti1) (Ohio) vertreten. Laut einiger Quellen sollen sie dort Ende 1928 von Duke Ellington (1899 1974) entdeckt worden sein, der von den vier jungen Männern so begeistert gewesen sei, dass er ihnen einen Vertrag beim Label "Brunswick Records"1) verschaffte und die Formation nach New York City1) holte. Rasch wurde die Gruppe zu einer nationalen Sensation, ihre erste Platte, die Coverversion des Songs "Tiger Rag"1), erzielte im Dezember 1931 in den USA einen Spitzenplatz und gehörte zu den ersten Singles, die mehr als eine Million Mal verkauft wurde. Der Erfolg lag wohl auch darin, dass "Tiger Rag" mehr an eine Dixieland1)-Combo erinnerten, als an eine Vokal-Gruppe. "Brunswick Records" warb übrigens für die Gruppe damals auf den Plattenhüllen mit dem Hinweis "Es werden auf dieser Schallplatte keine anderen Musikinstrumente oder sonstigen mechanischen Vorrichtungen außer einer Gitarre benutzt". Weitere von ihnen interpretierte Titel gerieten zu Hits, beispielsweise "Nobody's Sweetheart Now" (→ Wikipedia (englisch)), "Dinah"1) (mit Bing Crosby), "Baby Won’t You Please Come Home" (→ Wikipedia (englisch)), "St. Louis Blues"1), "Rockin’ Chair"1), "Sweet Sue, Just You"1), oder "It Don't Mean a Thing"1). Der Erfolg ihrer Songs, einer Mischung aus harmonischer Barbershop1)-Musik und dem munteren Swing1)-Rhythmus, war grandios und auch international machten sich "The Mills Brothers" rasch einen Namen. 1934 waren sie die die erste afro-amerikanische Gruppe, die vor Mitgliedern des britischen Königshauses auftreten durfte: Sie sangen ihre Lieder im Rahmen einer Europa-Tournee im "Regal Theatre" vor König George V.1) und dessen Gattin Queen Mary1). Kurze Zeit später erkrankte John jr. schwer an einer Lungenentzündung, von der er sich nicht mehr erholte, er starb am 24. Januar 1936 mit nur 25 Jahren in Bellefontaine1) (Ohio) → findagrave.com. Dies war ein schwerer Schlag für die "Mills Brothers" und um das Auseinanderbrechen der Gruppe zu verhindern, übernahm nun Vater John sen. den Part seines verstorbenen Sohnes und trat mit Herbert, Harry und Donald auf; als Gitarrist konnte Norman Brown gewonnen werden. Erst mit 75 Jahren zog sich John Mills sen. nach einer Beinamputation Anfang 1957 aus dem Musikgeschäft zurück; er starb am 8. Dezember 1967 78-jährig ebenfalls in Bellefontaine → findagrave.com. Die Chart-Notierungen der "Mills Brothers" reichten bis in das Jahr 1968, bis dahin schafften sie knapp über 70 Hits. Mit so legendären Titeln wie dem erwähnten "Dinah"1) (1932) und "It Don't Mean a Thing"1) (1932) oder "Bye Bye Blackbird"1) (1934), "Paper Doll"1) (1942), "You Always Hurt The One You Love" (1944; → Wikipedia (englisch)), "Till Then" (1944: → Wikipedia (englisch)), "Across The Alley From The Alamo" (1947; → Wikipedia (englisch)), "Someday You'll Want Me to Want You" (1949; → Wikipedia (englisch)), "Be My Life's Companion" (1952, → Wikipedia (englisch)) oder dem "Glow-Worm" (1952; → Wikipedia (englisch)), einer englischen Version des bekannten "Glühwürmchen-Liedes aus der Operette "Lysistrata" von Paul Lincke1), tourten sie rund um den Globus und schafften es über Jahrzehnte, erfolgreich an der Spitze zu bleiben. "Paper Doll", eine "süße" Ballade, wurde übrigens zum größten Hit des Jahrzehnts, konnte sich zwölf Wochen lang in den Charts behaupten und wurde damals weltweit über sechs Millionen Mal verkauft. In den 1930er Jahren traten sie auch mit Bing Crosby in den Radio-Werbeshows der Firma für Körperpflege-Produkte "Woodbury Soap Company" (→ Wikipedia (englisch)) auf und sangen beispielsweise die Klassiker "Lazy Bones" ( → Wikipedia (englisch)), "Sweet Sue"1), "Bye Bye Blackbird" und "Shoe Shine Boy". Nachdem der Vater die Formation verlassen hatte, machten die drei Brüder alleine weiter und konnten nach wie vor Erfolge in so populären US-amerikanischen TV-Sendungen wie "The Jack Benny Show"1), "The Perry Como Show" oder "The Tonight Show"1) verbuchen; sie zeigten sich auf der Theaterbühne, waren in Nachclubs zu hören und tourten durch die Lande. In den 1930er und 1940er Jahren waren die "Mills Brothers" zudem in einigen Filmen auf der Leinwand präsent, so erstmals neben Stars wie Bing Crosby, Cab Calloway1) und den "Boswell Sisters" in dem Revuefilm "The Big Broadcast" (1932) oder in dem Drama "Operator 13"1) (1934, "Geheimagent 13"). Man sah und hörte sie in musikalischen Kinoproduktionen wie "Twenty Million Sweethearts" (1934), "Broadway Gondolier"3) (1935), "Rhythm Parade"(1942) oder "Cowboy Canteen" (1944); zuletzt traten sie in dem Streifen "The Big Beat" (1958) auf der Leinwand in Erscheinung → Übersicht Filmografie. Noch 1958 verzeichneten die "Mills Brothers" mit der Coverversion des "Silhouettes"1)-Titel "Get A Job" (→ Wikipedia (englisch) einen beachtlichen Erfolg und im Folgejahr konnten sie mit "Cab Driver" (→ Wikipedia (englisch) einen neuerlichen Hit landen, danach gelang der Gruppe jedoch kein nennenswerter Erfolg mehr. Im März 1977 feierten sie gemeinsam mit Bing Crosby dessen 50-jähriges Bühnenjubiläum und diese Show in Los Angeles1) war auch ein nostalgischer Tribut an die legendäre Gruppe. Nur wenige merkten damals, dass Harry Mills aufgrund seiner Diabetes-Erkrankung fast erblindet war; er starb wenige Jahre später am 28. Juni 1982 im Alter von 68 Jahren in Los Angeles → findagrave.com. Mit dem Tod von Harry ging die lange musikalische Karriere einer Vokal-Gruppe zu Ende, die zu den erfolgreichsten Vertretern der populären Musik der 1930er bis 1960er Jahre gehörte. Herbert und Donald machten zunächst noch eine Zeit lang als Duo weiter, doch mit dem Tod des 77-jährigen Herbert Mills am 12. April 1989 in Las Vegas1) ging ein weiteres Mitglied der "Mills Brothers" → findagrave.com. Seit Ende der 1980er trat Donald Mills gemeinsam mit seinem Sohn John H. Mills II in Clubs auf und erntete positive Kritiken; Donald Mills starb am 13. November 1999 im Alter von 84 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles an den Folgen einer Lungenentzündung → findagrave.com. Er hinterließ drei Söhne und drei Töchter aus seiner Verbindung mit Ehefrau Ruth († 1988). Noch knapp zwei Jahre vor seinem Tod ehrte man das letzte lebende Mitglied der legendären "Mills Brothers" am 25. Februar 1998 mit einem "Grammy Award"1) für das Lebenswerk der Gruppe ("Lifetime Achievement Award"1)). Ebenfalls 1998 wurde die Formation in die "Vocal Group Hall of Fame"1) in Sharon1) (Pennsylvania1)) aufgenommen, bereits am 31. Dezember 1969 widmete man ihnen einen "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) (Adr.: 7000 Hollywood Blvd.) in der Kategorie "Musikaufnahmen"1) ("Recording"). Seit dem Tod von Donald Mills tourte John Mills II mit Elmer Hopper († 05.05.2019), der über 20 Jahre lang als Lead-Sänger bei den legendären "Platters" aufgetreten war, weiter als "The Mills Brothers" durchs Land. Jedes Jahr treffen sich Fans der "Mills Brothers" aus aller Welt in deren Geburtsort Piqua1). "Die (Original)"Mills Brothers" spielten im Laufe ihrer Karriere 2.490 Aufnahmen ein, unter anderem mit Jazz-Musikern wie Duke Ellington (1931), Don Redman1) (1931), Ella Fitzgerald (1937) und Louis Armstrong (19371940). Sie waren die erfolgreichste Vokalgruppe in der Geschichte der US-amerikanischen Populärmusik." vermerkt Wikipedia. |
||
|
Siehe auch Wikipedia
(deutsch; mit ausgewählten Songs). Wikipedia (englisch; mit Diskografie) Fotos bei Wikimedia Commons |
||
| Fremde Links: 1) Wikipedia | ||
|
|
Um zur Seite der Oldie-Stars zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |