Die australische Koloratursopranistin Nellie Melba wurde am 19. Mai 1861 in Richmond1) (heute Stadtteil von Melbourne1)) als Helen Porter Mitchell, Tochter des aus Schottland stammenden Baumeisters David Mitchell (1829 – 1916) und dessen Ehefrau Isabella Ann (1833 – 1881), in eine musikalische Familie hineingeboren. Da sie in Melbourne 1884 ihr erstes Konzert gab und glühende Verehrerin der australischen Hauptstadt war, wählte sie später "Melba" als Künstlernamen.
Aufgewachsen mit ihren sechs (oder sieben) jüngeren Geschwistern, besuchte sie nach der Grundschule als junges Mädchen die presbyterianische Privatschule "Presbyterian Ladies' College", erhielt dort bereits Gesangsunterricht und fiel mit ihrer ungewöhnlich schönen Stimme auf. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter zog sie mit ihrer Familie 1881 nach Mackay1) (Queensland1)), heiratete später am 22. Dezember 1882 in Brisbane1) Charles Nesbitt Frederick Armstrong (1858 – 1948), jüngster Sohn des irischen Barons und Politikers Sir Andrew Armstrong1) (1786 – 1863). Die Ehe war nicht glücklich, bereits nach kurzer Zeit trennte sich das Paar, die Scheidung erfolgte erst 1900; aus der Verbindung ging am 16. Oktober 1883 mit Sohn George ihr einziges Kind hervor († 28.07.1971 → findagrave.com).
Helen Porter Armstrong ging nach der Trennung von ihrem Ehemann nach Melbourne zurück und entschied sich für eine Gesangskarriere. Nach weiteren Studien bzw. ersten Konzerten (Debüt 1884) in ihrem Heimatland reiste Nellie Melba 1986 nach Europa, da sie sich dort größere Chance als Sängerin erhoffte. Die ersten Versuche in London waren eher erfolglos bzw. ihre Auftritte hinterließen wenig Eindruck Doch dank eines Empfehlungsschreibens der Sopranistin und Kunstförderin Elise Wiedermann1) (1851 – 1922) traf sie in Paris die berühmte Gesangslehrerin Mathilde Marchesi1) (eigentlich Mathilde Graumann; 1821 – 1913), welche ihr intensive Gesangsstunden gab und die wunderschöne Naturstimme professionell ausbildete.

Nellie Melba auf einer alten Künstlerkarte
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Nellie Melba auf einer alten Karte; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.
Nun begann eine, für die damalige Zeit außergewöhnlich erfolgreiche Laufbahn für Nellie Melba, sie avancierte zur ersten australischen Sopranistin, die internationales Ansehen erlangte. Am 12. Oktober 1887 debütierte sie mit großem Erfolg am "Théâtre Royal de la Monnaie"1) in Brüssel1), zunächst mit der Partie der Gilda in der Verdi1)-Oper "Rigoletto"1) und wenige Tage später als Kurtisane Violetta Valéry in Verdis "La traviata"1). Im Mai 1888 trat sie erstmals am Londoner "Royal Opera House"1) in Covent Garden1) mit der Titelpartie in "Lucia di Lammermoor"1) von Gaetano Donizetti1) auf, sie wurde zwar freundlich, wenn auch nicht unbedingt frenetisch aufgenommen. Ein Kritiker von "The Musical Times"1) schrieb damals unter anderem: "Madame Melba ist zwar eine durchaus respektable Vertreterin der leichten Sopran-Partien, doch fehlt ihr der persönliche Charme, der für eine große Figur auf der Opernbühne notwendig ist." Dennoch markierte das Londoner Debüt den Beginn ihrer eigentlichen, triumphalen Karriere rund um den Globus. Bis in die 1920er Jahre blieb die Sängerin die ungekrönte Königin am Londoner "Royal Opera House", 1918 wurde sie vom britischen König George V.1) in den Adelsstand erhoben bzw. zum "Dame Commander"1) des "Order of the British Empire"1) (DBE) ernannt und durfte sich fortan "Dame Nellie Melba" nennen; 1927 wurde ihr der Titel "Dame Grand ü;Cross"1) desselben Ordens (GBE) verliehen.
Da ihr erstes Auftreten in London nicht von allen positiv aufgenommen worden war – sie soll sogar geschworen haben, niemals mehr in Großbritannien eine Bühne zu betreten – ging Nellie Melba nach Paris zurück. Dort brillierte sie 1988  an der "Opéra de Paris"1) als Ophélie in dem Werk "Hamlet"1) von Ambroise Thomas1). Diesmal beurteilte "The Times"1) ihre Interpretation als "einen glänzenden Erfolg" und schrieb: "Madame Melba hat eine Stimme von großer Flexibilität … ihr Spiel ist ausdrucksstark und eindrucksvoll."

Mit der "Lucia di Lammermoore" glänzte sie unter anderem 1890 in Sankt Petersburg sowie 1893 an der "Mailänder Scala"1), ebenso wie im selben Jahr am 4. Dezember 1893 bei ihrem Debüt unter der musikalischen Leitung von Luigi Mancinelli1) an der New Yorker "Metropolitan Opera"1) (→ archives.metopera.org), wo sie wenig später am 23. Dezember 1893 mit der Partie der Nedda auch in "Der Bajazzo"1) ("Pagliacci") von Ruggero Leoncavallo1) begeisterte, erneut mit Luigi Mancinelli am Dirigentenpult sowie sowie Fernando De Lucia1) als Canio → archives.metopera.org. Neben Paris wurden das Londoner "Royal Opera House", die "Mailänder Scala" und vor allem die "Metropolitan Opera" im Laufe der Zeit zu ihrer künstlerischen Heimat. In New York trat sie regelmäßig auf, stand in rund 240 Vorstellungen auf der Bühne – letztmalig am 29. November 1910 als Violetta in der Verdi-Oper "La traviata"1) mit John McCormack als Violettas Geliebter Alfredo Germont → Vorstellungen mit Nellie Melba an der "Met" bei archives.metopera.org.
Die gefeierte Sopranistin sang mit so legendären Partnern wie Enrico Caruso (1873 – 1921), studierte in Paris beispielsweise mit dem Komponisten selbst, Sarah Bernhardt (1844 – 1923) und ihrem Partner Jean de Reszke (1850 – 1925) die Partie der Marguérite in der Oper "Faust"1) (dt. auch "Margaret(h)e") von Charles Gounod1) sowie die weibliche Titelpartie in dessen Werk "Roméo et Juliette"1) ("Romeo und Julia") ein. Komponisten wie Giuseppe Verdi1) (1813 – 1901), Ruggero Leoncavallo1) (1857 – 1919) oder Giacomo Puccini1) (1858 – 1924) arbeiteten mit ihr zusammen, einer ihrer größten Anbeter war der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen1) (1805 – 1875).
Nellie Melba fotografiert von Henry Walter Barnett (1862 – 1934); Quelle: Wikipedia (englisch) von "State Library of New South Wales"; Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Ihre "Aida"1), die sie 1892 zuerst in London sang, wurde allgemein begrüßt, aber sie setzte die Rolle nur vorsichtig ein, weniger vorsichtig war sie vier Jahre später, als sie an der Seite von Jean de Reszke als Siegfried1) die Brünhilde1) in "Siegfried"1) an der "Met" sang – der einzige kapitale Fehler, der ihr in ihrer minuziös geplanten Karriere unterlief und der sie für einige Wochen die Stimme kostete – sie sang die Rolle nie wieder. Hingegen gelang ihr, mit Puccinis "Mimi" (in "La Bohème"1)) eine Rolle zu erobern, die mit ihr assoziiert wurde wie keine andere – nicht zuletzt deshalb bereitete sie bei ihrem Abschiedsabend in Covent Garden ihrem Publikum das Vergnügen, eine 65-jährige "Mimi" neben einem 30 Jahre jüngeren "Rodolfo" zu hören.2)
 
Nellie Melba fotografiert von
Henry Walter Barnett*) (1862 – 1934)
Quelle: Wikipedia (englisch) von "State Library of New South Wales";
Link: *) Australian Dictionary of Biography
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Nellie Melba "adelte" mit ihrer enormen Ausdruckskraft die Opernaufführungen jener Ära, konnte bis ins hohe Alter aufgrund ihrer wunderbaren Technik ihre außergewöhnliche Stimme zur Geltung bringen. Zu ihrem weiteren herausragenden Repertoire  zählte die Titelpartie der Elaine in der gleichnamigen Oper von Herman Bemberg (1859–1931; → Wikipedia (englisch)), im italienischen Fach, außer den genannten Partien, die Desdemona in "Otello"1) von Giuseppe Verdi1), die Luisa in "I Rantzau"1) (dt. "Die Familie Rantzau") von Pietro Mascagni1), die Rosina in "Il barbiere di Siviglia"1) (dt. "Der Barbier von Sevilla") von Gioachino Rossini1) und die Titelparie der der Königin von Babylon Semiramide1) (Semiramis) in Rossinis "Opera seria"1) "Semiramide"1). Zu nennen sind auch die Marguerite de Valois1) in "Les Huguenots"1) (dt. "Die Hugenotten") von Giacomo Meyerbeer1), das Bauernmädchen Micaëla in "Carmen"1) von Georges Bizet1), die Lakmé, Tochter des Brahmanenpriesters1) Nilakantha, in "Lakmé"1) von Léo Delibes1) oder die Titelrolle in der Oper "Hélène", die Camille Saint-Saëns1) eigens auf ihren Wunschin für sie schrieb bzw. komponierte, basierend auf der griechischen Mythologie um die schöne Helena1) und deren Entführung durch den trojanischen Prinzen Paris1), die den Trojanischen Krieg1) auslöste; die Uraufführung fand am 18. Februar 1904 an der "Opéra de Monte Carlo"1) in Monaco1) mit dem französischen Tenor Albert Alvarez (eigentl. Albert-Raymond Gourron, 1861–1933) als Paris statt, die Kritiken der Premiere waren zwar positiv, aber auch nicht euphorisch → Wikipedia (englisch). Als Wagner1)-Interpretin gestaltete sie, eher selten, neben derBrünhilde1) in "Siegfried"1) die Elsa von Brabant1) in "Lohengrin"1) und die Elisabeth1) in "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg"1).
 
Für Schlagzeilen sorgte die noch offiziell verheiratete Opern-Diva Anfang der 1890er Jahre durch ihre Affäre mit dem acht Jahre jüngeren. katholischen Herzog Louis Philippe Robert d'Orléans1), französischer Thronprätendent und Oberhaupt des Hauses Orléans1) (1869 – 1926). Beide wurden häufig, nicht nur in London gemeinsam gesehen, was die Klatschspalten füllte. Laut einiger Quellen soll dies der Grund dafür gewesen sein, dass Melbas Gatte Armstrong nun wegen "Ehebruchs" die Scheidung einreichte.
In Europa und in den USA gefeiert, kehrte Nellie Melba 1902/03 für eine Konzerttournee erstmals nach Australien zurück und gab zudem Gastspiele in Neuseeland, 1909 ging sie auf eine neuerliche Gastspielreise durch Australien.Seit Anfang des 20. Jahrhunderts waren ihre Auftritte am "Royal Opera House" in London seltener geworden, als ein Grund wird ihr angespanntes Verhältnis zu Sir Thomas Beecham1) genannt, der das Opernhaus von 1910 bis zu ihrem Rücktritt leitete, des weiteren das Erscheinen ihrer Konkurrentin Luisa Tetrazzini1) (1871 – 1940), einer zehn Jahre jüngeren Sopranistin, die in London und später in New York große Erfolge in den Rollen feierte, die zuvor mit Melba in Verbindung gebracht worden waren. Letztlich soll ihr Entschluss, mehr Zeit in Australien zu verbringen, auschlaggebend gewesen sein. Seit Anfang der 1920er Jahre trat sie vermehrt in Melbourne1) und Sydney1) auf, war in ihrer Heimat bald für ihre scheinbar endlose Reihe von "Abschiedsvorstellungen" bekannt.
Ihre offizielle Abschiedsvorstellung am Londoner "Royal Opera House" gab Dame Nellie Melba 1926 in Anwesenheit der englischen Königsfamilie. In London war es auch, wo Auguste Escoffier1) (1846 – 1935), berühmter Meisterkoch des "Savoy Hotels"1) und Bewunderer Melbas, ihr zu Ehren 1892 ein besonderes Dessert kreierte bzw. der Sängerin servieren ließ. welches der Opernstar nach einer Premiere der Wagner- Oper "Lohengrin"1)  zum ersten Mal kostete: Ein enthäuteter Pfirsich und zwei Kugeln Vanilleeis, überzogen mit einem Himbeerschleier, gereicht in einem aus Eis gehauenen Schwan, stellten die Pose des mythischen Schwans aus dem 1. Akt der Oper dar. Dies gefiel der Künstlerin so gut, dass sie die Erlaubnis gab, das Gericht fortan "Pêche Melba"1) ("Pfirsich Melba") zu nennen. Man erzählte sich, dass die Sängerin im Alter in Australien große Gesellschaften gab und jedes Essen stets mit dem "Pfirsich Melba" beendete. Mittlerweile trägt die pürierte Himbeersauce auch den Namen "Sauce Melba", zudem gint es einen nach ihr benannten "Toast Melba"1). "Es wird angenommen, dass der Begriff aus dem Jahr 1897 stammt, als die Sängerin schwer erkrankt und der "Toast" ein Bestandteil ihrer Diät war. Dieser wurde – wie auch "Pfirsich Melba" – von Auguste Escoffier kreiert, den Namen prägte wahrscheinlich der Hotelier César Ritz1) (1850 – 1918) während einer Unterhaltung mit Escoffier." notiert Wikipedia
1928 zog sich Nelli Melba, die zu ihrer Zeit als erste Primadonna1) der Welt galt, nach letzten umjubelten Vorstellungen in Sydney und Melbourne endgültig von der Bühne zurück, nur drei Jahre später starb die legendäre Sängerin am 23. Februar 1931 – wenige Wochen vor ihrem 70. Geburtstag – im "St Vincent's Hospital" in Sydney1) an den Folgen einer Blutvergiftung. Die letzte Ruhe fand sie – gemäß ihres eigenen Wunsches – auf dem "Lilydale Lawn Cemetery" in Lilydale, einem Vorort von Melbourne1) → findagrave.com. Die Beisetzung geriet zu einem nationales Ereignis mit hochrangigen Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft. Ihr Grabstein trägt die Gravur "Addio!, Senza Rancor", die letzten Worte der Mimi aos der Oper "La Bohème"1) – was übersetzt so viel bedeutet wie "Auf Wiedersehen, ohne Bitterkeit"; einer ihrer Urenkel war Samuel George Armstrong Vestey1), 3. Baron  Vestey (1941 – 2021).
Im "Performing Arts Museum" von Melbourne erinnert eine "Melba"-Abteilung an die legendäre Sängerin; dort werden neben zahlreichen Fotografien und historischen Dokumenten auch ihre Kostüme und Schmuckstücke, die sie für die verschiedensten Rollen trug, ausgestellt. Ein Konzertsaal in der "Universität Melbourne"1) trägt den Namen "Melba Hall", eine australische 100 Dollar-Note zeigt, ebenso wie eine Briefmarke, ihr Konterfei. Nellie Melba selbst gründete bereits 1909 in ihrem Geburtsort Richmond1) das "Melba Conservatorium of Music", wo sie ab ca. 1915 bis zu ihrem Tod als Musikpädagogin tätig war, Nachwuchstalente förderte und das Institut maßgeblich prägte; später wurde es in "Melba Memorial Conservatorium of Music" umbenannt.

Foto: Nellie Melba 1891 (Urheber/Gravur: H. Meyer)
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Nellie Melba 1891 (Urheber/Gravur: H. Meyer); Quelle: Wikimedia Commons von Bibliothèque nationale de France; Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.
Außer dem bekannten Eis "Pfirsich Melba" und dem "Toast Melba" trägt die "Melba-Halbinsel"1) in der Antarktis1) ihren Namen. Entdeckt wurde die große, vereiste Halbinsel bei der Australasiatischen Antarktisexpedition (1911–1914) unter der Leitung des australischen Polarforschers Douglas Mawson1), dessen Expedition sie finanziell unterstützt hatte. Mit dem von Lewis Milestone1) gedrehten Kinofilm "Melba"1) (1953, "Wiedersehen in Monte Carlo") entstand ein Portrait über ihr Leben. Die US-amerikanische Koloratursopranistin bzw.. der "Metropolitan Opera"-Star Patrice Munsel (1925 –2016;→ Wikipedia (englisch)) verkörperte Nellie Melba, unter anderem sah man Robert Morley als den Theater- und Opernproduzenten Oscar Hammerstein I1), Martita Hunt1) als die Musikpädagogin Mathilde Marchesi1) und Sybil Thorndike als Queen Victoria1). 1989 wurde Nellie Melba postum mit der Aufnahme in die "ARIA Hall of Fame"1) geehrt, der Ruhmeshalle der "Australian Recording Industry Association"1) (ARIA).
  
Nur noch wenige Tondokumente zeugen heute von der enormen sängerischen Dominanz und stimmlichen Bandbreite der Operndiva. Erste Schallplatten machte sie bereits 1904, weitere, rund 130 Titel, wurden bis in die 1920er Jahre aufgenommen und das Gros ihrer Aufnahmen ist in zwei Kassetten – herausgegeben von dem ehemaligen Londoner Label "EMI Records"1) und dem Label "RCA Records"1) – heute der Nachwelt erhalten. Die Platten zeigen, dass keine Sängerin des Jahrhunderts eine größere Zahl von makellos reinen Tönen hat verewigen können. Es sind Töne, die die Grenzen der menschlichen Stimme versetzen, Triller, die so ebenmäßig schwingen wie eine Sinuskurve, und Skalen, die aus Perlen gereiht sind. Henderson (→ Wikipedia (englisch)) hat ihre Stimme genau beschrieben: Sie umspannte einen Umfang vom B unter dem Schlüssel bis zum hohen F. Ihre Skala war durchgehend vollkommen ausgeglichen, und es gab, von der Tiefe bis zur Höhe, nicht die geringste Veränderung der Klangqualität. Alle Töne saßen vorn; es gab nie auch nur den geringsten Anflug von Kehligkeit. Die volle, flutende und leichte Emission der Töne ist von keinem Sänger unserer Zeit erreicht, geschweige denn übertroffen worden. Die Intonation war überragend in ihrer Genauigkeit; die Sängerin wich kaum je von der korrekten Tonhöhe ab."3)

Jens Malte Fischer1) gibt in seinem Buch "Grosse Stimmen"2) folgende Literaturhinweise zu Nellie Melba: "Die Literatur zu Nellie Melba entspricht ihrer säkularen Karriere. Da ist zunächst ihre Autobiographie Melodies and Memories (London 1925), dann die immer noch unentbehrliche frühe Biographie von Agnes G. Murphy: Melba: A Biography (London 1909). Von Percy Colson stammt Melba. An Unconventional Biography (London 1932). Joseph Wechsbergs romanhafte biographische Erzählung Red Plush and Black Velvet (Boston 1961) erschien auch auf deutsch (Roter Plüsch und schwarzer Samt, Reinbek 1964)."3)
Eine jüngere Biographie ist die von John Hetherington: "Melba" (New York 1968), eine Sammlung von Zeugnissen gab W. R. Moran 1984 heraus: "Nellie Melba. A Contemporary Review" (Westport, Conn.)." 

Siehe auch Wikipedia (deutsch) sowie Wikipedia (englisch),
operissimo.com, fembio.org
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Fremde Links: 1) Wikipedia
Quelle: 
2) "Grosse Stimmen" von Jens Malte Fischer (Verlag J. B.  Metzeler, Stuttgart 1993, S. 41 bzw. (Literaturhinweise) S. 44))
3)  "Die Grossen Sänger des 20. Jahrhunderts" von Jürgen Kesting (Cormoran Verlag (München), 1993, S. 35)
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