Ein Herz und eine Seele: Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"; www.ardvideo.de Mit "Ein Herz und eine Seele" kam am 15. Januar 1973, zunächst noch in schwarz-weiß, im 3. Programm der ARD bzw. dem  "Westdeutschen Rundfunk"1) (WDR) eine Familienserie auf den Bildschirm, die so ganz anders war, als bisher gezeigte "Familienidylle" wie beispielsweise bei der "Familie Schölermann" oder in den Geschichten um "Die Hesselbachs". Nach der Ausstrahlung der ersten Episode "Das Hähnchen"2) am 15. Januar 1973 sowie zehn weiteren turbulenten Folgen wurde die Serie am 31.12.1973 (nun in Farbe) mit der Folge "Sylvesterpunsch"1) ins Abendprogramm der ARD gehoben  und entwickelte sich zum Quotenrenner – 21 Folgen zu je 45 Minuten gingen bis 27. Dezember 1974 in der Originalbesetzung auf Sendung.
  
Der Autor Wolfgang Menge1) (1924 – 2012), der bereits 1970 mit der fiktiven Fernsehshow "Das Millionenspiel"1) die Zuschauer/-innen provozierte, brachte mit den Tetzlaffs eine Familie auf den Bildschirm, die im Arbeitermilieu angesiedelt ist bzw. in einem Reihenhaus im Bochumer  Stadtteil Wattenscheid1) lebt und dessen Mitglieder als Spießbürger par excellence zu beschreiben sind. Überspitzt und mit kritischen Untertönen zeichnete Menge mit dieser TV-Satire ein Bild der beginnenden 1970er Jahre, politische Ereignisse werden in ganz alltägliche, manchmal schlichte Situationen eingewoben, soziale Probleme im Blickwinkel der "kleinen Leute" behandelt und damit karikiert.
 
Abbildung des DVD-Covers mit freundlicher Genehmigung
von "Studio Hamburg Enterprises GmbH"/"studio-hamburg.de"
 "Ein Herz und eine Seele" war die Adaption der britischen BBC1)-Sitcom "Till Death Us Do Part"1) (dt. "Bis der Tod uns scheidet"), die Mitte der 1960er Jahre nach einer Idee von Johnny Speight entstand und von dem ständig nörgelnden, reaktionären Arbeiter Alf Garnett (Warren Mitchell1)) handelte, der seine sanfte und gleichmütige Ehefrau Else (Dandy Nichols1)), Tochter Rita (Una Stubbs1)) sowie den schlauem, aber faulem Schwiegersohn Mike Rawlins (Antony Booth; 1931–2017) "terrorisierte". In den USA gab es ebenfalls eine nach Johnny Speights Idee entwickelte Serie, die Episoden mit dem konservativen Arbeiter Archie Bunker (Carroll O'Connor) und seiner Familie – Ehefrau Edith (Jean Stapleton1)), Tochter Gloria (Sally Struthers1)) und deren Ehemann Michael Stivic (Rob Reiner1)) – liefen bei "CBS"1) zwischen Mitte Januar 1971 und Anfang April 1979 unter dem Titel "All in the Family"1) ("Es bleibt in der Familie").
  
Hauptperson in "Ein Herz und eine Seele" ist der "treusorgende" Familienvater Alfred Tetzlaff, einzigartig dargestellt von Heinz Schubert, der sich durch seine reaktionären Sprüche auszeichnet, seine Familie tyrannisiert und ständig herumnörgelt – ein richtiges Ekel eben. Seine Ehefrau ist die naive, ja fast einfältige Else (Elisabeth Wiedemann), die unter ihrem kleinen, cholerischen Ehemann zu leiden hat und sich dessen besserwisserische Sprüche gefallen lassen muss. Das Paar hat eine Tochter, die erwachsene Rita (Hildegard Krekel), die mit dem aus der DDR stammenden Michael Graf (Diether Krebs) verheiratet ist und zusammen mit Rita im Tetzlaff'schen Haushalt lebt. Michael ist "Ekel Alfred" ein Dorn im Auge, nicht nur weil der "langhaarige Anarchist" aus der "Ostzone" kommt, sondern vor allem wegen seiner pseudo-intellektuellen Sprüche und seiner linksgerichteten politischen Überzeugung. Damit ist so manche heiße, immer unsachliche Diskussion zwischen dem erzkonservativen Alfred und seinem "roten" Schwiegersohn vorprogrammiert: "Diese Sozis, die haben ja noch nicht einmal ein eigenes Taschentuch. Die sitzen neben dir in der U-Bahn und lesen deine Zeitung mit, bloß weil sie sich keine leisten wollen – das steht alles schon im Godesberger Programm." – so Alfred Tetzlaffs politische Einschätzung.Er bezieht sein (angebliches) Fachwissen um globale Ereignisse meist aus der "Bild"1)-Zeitung. Wiederkehrende Sequenzen in der Serie sind, dass er durch passende Sprichwörter oder literarische Zitate glänzen will, die er aber allesamt falsch wiedergibt, beispielsweise "Namen sind Schall und Qualm" oder "Hier stehe ich und weiß von nichts. Gott helfe mir. Amen". Auch ein unüberlegtes Benutzen von Zahlen ("Morgen ist ein Sonntag, wie es im Jahr Hunderte gibt") oder wie er gelegentlich Namen von bekannten Personen aus dem öffentlichen Leben verwechselte ("Da passt der Podgorny1) schon auf" – er meinte aber Friedrich Nowottny vom WDR) sind, wie vieles anderes  legendär. "Ferner versucht er in der Folge "Silberne Hochzeit"2) (EA: 09.04,1973) mit seinen französischen Sprachkenntnissen zu glänzen. So definiert er ein "Filet poivre" (Filet in Pfeffer) fälschlicherweise als "Filet pauvre" (pauvre = arm; also Filet für arme Leute, demnach eine Boulette1)) und verwechselt die Begriffe "Gourmet"1) (Feinschmecker) und "Gourmand" (Vielfraß). In der Folge "Frühjahrsputz"2) (EA: 18.03.1974) behauptet er, Willy Brandt1) sei ein Spion von Erich Honecker1), wohingegen der "Bandenchef aus der Ostzone1)" Walter Ulbricht1) ein Spion des Wehrmacht.-Majors Reinhard Gehlen1) gewesen sei, der die "Berliner Mauer"1) gebaut haben soll, um die DDR1) finanziell zu ruinieren." notiert Wikipedia.
  
Das gutherzige "Hausmütterchen" Else ist völlig unpolitisch, scheint sich in ihr Schicksal ergeben zu haben, widerspricht nicht und nimmt die Anwürfe ihre meckernden Ehemannes – einschließlich seiner "liebevollen" Bezeichnung "dusselige Kuh" gelassen hin. Unvergessen ihre herrliche Allgemein(Nicht)bildung, etwa in der Folge "Rosenmontagszug"2) (EA: 25.02.1974) den französischen Präsidenten Georges Pompidou1) als Bundeskanzler und Gatten von Madame de Pompadour1) zu bezeichnen und dabei erstaunt ist, dass die Deutschen einen jüdischen Bundeskanzler hatten, oder in der Folge "Sylvesterpunsch"1) (EA: 31.12.1973) den ehemaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger1) mit dem US-amerikanischen Politiker Henry Kissinger1) zu verwechseln. In der Episode "Frühjahrsputz"2) (EA: 18.03.1974) hielt sie den Springreiter Paul Schockemöhle1) für den Torwart des "FC Schalke 04"1), in "Tapetenwechsel" (EA: 12.08.1974) sprach sie von der "Watergate-Affäre"1) als "Schlacht bei Waterloo"1). Auch Elses Schwierigkeiten mit Sprichwörtern und Redewendungen ("immer das Sophokles1)-Schwert überm Kopf" (statt Damokles1)-Schwer)) sind legendär. Else stammt ursprünglich aus Elmshorn1) und hat eine Schwester, Dorothea (Edda Seippel), die in der neunten Geschichte "Erntedankfest"2) (EA: 01.10.1973) zu Besuch kommt, zu der sie ansonsten jedoch keine enge Beziehung hat.
Tochter Rita, die als Verkäuferin in der Kosmetikabteilung eines Kaufhauses arbeitet und mit Ehemann Michael in in ihrem alten Kinderzimmer wohnt, möchte jeden Unfrieden vermeiden, was angesichts der Streithähne Michael und Alfred unmöglich ist. Dennoch sorgt sie manches Mal dafür, dass die Situation nicht eskaliert. "Im Gegensatz zu ihrer Mutter und Michael ist sie aber eher selten Ziel der Schimpftiraden ihres Vaters. Rita ist zudem (der Zeit entsprechend) sehr "kess" und gibt öfter lautstark Widerworte. In der letzten Folge "Schlußwort"2) EA: 22.11.1976; mit Dieter Krebs als Michael Graf) erfährt man, dass sie schwanger ist." (Quelle Wikipedia)
    

Der aus der DDR1) stammende und in den "Westen" geflüchtete  Schwiegersohn Michael Graf verkörpert den etwas schludrigen, linksgerichteten, gebildeten Mitt-Zwanziger, wie er aus der "68er-Bewegung"1) bekannt ist, und handelt sich von Familienoberhaupt Alfred regelmäßig diffamierende Bezeichnungen wie "Sozi"1), "Komsomolze"1), "langhaarige bolschewistische Hyäne"1) oder "rote Rotznase" ein. Von Beruf ist er Feinmechaniker, seine Eltern wohnen immer noch in der DDR. In der dritten Folge "Besuch aus der Ostzone"2) (EA: 12.02.1973) sind Otto Graf (Robert Rathke1)) und seine Frau (Rosemari Kühn) über ein verlängertes Wochenende angereist, um auch zum ersten Mal ihre Schwiegertochter sowie die angeheirateten Verwandten kennenzulernen; natürlich verkündet Alfred seine Ansichten über die "Ostzone"1). "Er zeigt sich wieder einmal von seiner "besten Seite", denn nicht genug, dass die Eltern seines"roten" Schwiegersohnes aus der ehemaligen DDR kommen, es ist zusätzlich natürlich eine besondere Schikane der "Sozis", dass sie ausgerechnet dann zu Besuch kommen, wenn im Fernsehen die Berichte von der Fußballweltmeisterschaft übertragen werden. Aber Alfred war ja schon immer gegen die Heirat seiner Tochter mit diesem "Roten"." (Quelle: Fernsehserien.de bzw. RBB; Anm.: Die "Fußball-Weltmeisterschaft 1974"1) fand erst zwischen dem 13. Juni und 7. Juli 1974 statt.)
Bei Wikipedia kann man lesen: "Ein Running Gag in der Serie ist die ominöse Nachbarin Frau Suhrbier, die in diversen Folgen mehrfach erwähnt wird, in der Serie jedoch nie zu sehen ist. Es wird aber deutlich, dass zwischen Alfred und ihr eine große Abneigung besteht, da sie SPD-Mitglied und zugleich Hausbesitzerin ist und sogar schon einmal demonstriert hat (wenn auch nur gegen die hohen Preise). In Folge 21 "Der Sitten­strolch"2) (EA: 04.11.1974) hat allerdings ihre Nichte Ruth (Irmgard Riessen1)) einen Auftritt. In der Farbfassung von "Besuch aus der Ostzone" wird sogar der damalige niederländische Nationalspieler Wim Suurbier1) erwähnt, während Alfred sich das Spiel "Uruguay–Niederlande" im Fernsehen ansieht." 

Die Reaktion der Zuschauer/-innen auf die Serie war ambivalent, von den Meisten wegen der Andersartigkeit heißgeliebt, von Einigen jedoch wegen der ordinären Sprache und manchmal plump-derben Gags heftig kritisiert. Doch die Produktion, die seit Jahrzehnten vor allem im WDR ständig wiederholt wird, ist auch heute immer noch populär, erreichte inzwischen Kult-Status und zählt zu den Highlights deutscher Fernsehgeschichte. Die erste in Farbe produzierte Folge "Sylvesterpunsch"1)  ist inzwischen ebenso fester Bestandteil jedes Silvesterprogramms wie der Dauerbrenner "Dinner for One"1). Allerdings wird seit Silvester 2023 der Ausstrahlung eine Hinweistafel vorgeschaltet, dass die Sendung Aussagen enthalte, die nicht mehr zeitgemäß sind: "Das folgende Programm wird, als Bestandteil der Fernsehgeschichte, in seiner ursprünglichen Form gezeigt. Es enthält Passagen, die heute als diskriminierend betrachtet werden." .
Heinz Schubert wurde lange auf sein "Ekel Alfred"-Image festgelegt, daher wollte er Ende 1974 aus der Serie aussteigen, doch Wolfgang Menge konnte ihn überreden, diese Paraderolle noch in weiteren Folgen zu übernehmen. Da Elisabeth Wiedemann und Diether Krebs nicht mehr zur Verfügung standen, stellte man Schubert neue Darsteller zur Seite: Als Ehefrau Else präsentierte sich nun Helga Feddersen (wesentlich selbstbewusster als die ursprünglich von Elisabeth Wiedemann dargestellte Figur), als Schwiegersohn Michael zeigte sich Klaus Dahlen, die sich zwischen 31. Mai und 22. November 1976 in vier weiteren Folgen mit "Ekel Alfred" herumschlagen mussten. Diese Geschichten fanden beim Publikum – vielleicht auch wegen der neuen Gesichter – keinen so großen Anklang mehr, die Serie wurde eingestellt. Begründet wurde dies von den Produzenten damit, dass das Konzept nicht mehr zeitgemäß sei und das Zuschauerinteresse deshalb sinke.
Zum anfangs geplanten Ende der Serie sendete man übrigens am 27. Dezember 1974 das rund 40-minütige Special "Requiem für ein Ekel"2), in dem Wissenschaftler und Redakteure in der Original-Kulisse über die Wirkung der Serie diskutierten; auch Alfred-Darsteller Heinz Schubert kam zu Wort.
 
Eine DVD-Box mit 21 der 25 Folgen wurde im April 2005 veröffentlicht. Auf dieser DVD-Box wurde auf zwei Schwarzweiß-Folgen (1 und 3) und zwei Episoden in Farbe (18 und 21) verzichtet, die nach umfangreichen Protesten der aktiven Fangemeinde nachträglich am 12. September 2005 auf einer Spezial-DVD namens "Die verschollenen Folgen" erschienen. Die Existenz der Folge 21 war zuvor selbst seitens der Produktion unbekannt. Im März 2009 erschien eine neue, vollständige DVD-Box mit allen 25 Folgen plus Bonusmaterial auf acht DVDs.
(Quelle: Wikipedia)

Siehe auch den umfangreichen Artikel bei Wikipedia (mit kurzrt Episoden-Beschreibung)
sowie
tvder60er.de;  die kurze Inhaltsangabe der einzelnen Episoden findet man auch bei fernsehserien.de.
Weitere Links bei wunschliste.de

Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de

Die Hauptdarsteller/-innen:
(Weitere Mitwirkende bei der "Inrernet Movie Database" sowie Wikipedia;
Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Heinz Schubert

Heinz Schubert; Copyright Virginia Shue

Foto: Virginia Shue (Hamburg)
© Virginia Shue
… spielte 25 Folgen lang das "Ekelpaket" Alfred Tetzlaff.
 
Geboren am 12. November 1925 in Berlin,
gestorben am 12. Februar 1999 in Hamburg im Alter von 73 Jahren
an den Folgen einer Lungenentzündung.
 
  Kurzbiografie zu Heinz Schubert innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Heinz Schubert
Elisabeth Wiedemann … spielte 21 Folgen lang Alfreds Ehefrau Else Tetzlaff (geborene Böteführ).
 
Geboren am 8. April 1926 in Bassum (Niedersachsen),
gestorben am 27. Mai 2015 im Alter von 89 Jahre in einem Pflegeheim
im oberbayerischen Marquartstein.
 
  Kurzbiografie zu Elisabeth Wiedemann innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Elisabeth Wiedemann
Hildegard Krekel
Hildegard Krekel; Copyright Virginia Shue
Foto: Virginia Shue (Hamburg)
© Virginia Shue
  
Hildegard Krekel 2010 beim NRW-Tag in Siegen; Urheber/Copyright: Achim Raschka; Lizenz: CC BY-SA 4.0; Quelle: Wikimedia Commons
Hildegard Krekel 2010
beim NRW-Tag in Siegen
Urheber:  © Achim Raschka
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte 25 Folgen lang Alfreds Tochter Rita und Ehefrau von Michael Graf.
 
Geboren am 2. Juni 1952 in Köln,
gestorben am 26. Mai 2013 ebenda an den Folgen einer Krebserkrankung,
eine Woche vor ihrem 61. Geburtstag.
  
Geboren als Tochter eines städtischen Angestellten, begann die Karriere von Hildegard Krekel bereits im zarten Alter von sechs Jahren mit Kinderrollen im Rundfunk, mit zehn Jahren trat sie an den "Bühnen der Stadt Köln" in dem Drama "Fuhrmann Henschel" von Gerhart Hauptmann erstmals in einem Theaterstück in Erscheinung. Mit 13 Jahren gab sie ihr Fernsehdebüt, im Alter von 16 Jahren feierte sie ihren ersten großen Erfolg als Selma, Tochter von Sidonie Knobbe (Gisela Trowe), in der von Peter Beauvais nach der gleichnamigen Tragikomödie von Gerhart Hauptmann in Szene gesetzten TV-Verfilmung "Die Ratten" (EA: 12.01.1969) mit unter anderem Inge Meysel (Frau John), Reinhard Kolldehoff (Herr John), Uwe Friedrichsen (Frau Johns Bruder Bruno Mechelke) und Sabine Sinjen (Pauline Piperkarcka).
Wie bei ihrer älteren Halbschwester, der populären Volksschauspielerin und Sängerin Lotti Krekel (1941 – 2023), stand auch für Hildegard Krekel schon früh fest, dass sie die Schauspielerei zum Beruf machen wollte. Nach der so genannten "Mittleren Reife" nahm sie Schauspielunterricht und wirkte neben ihrer Tätigkeit beim Fernsehen am "Rheinischen Landestheater Neuss".
Mit der Rolle der Tochter Rita in der Kult-Serie "Ein Herz und eine Seele" gelang Hildegard Krekel der Durchbruch auf dem Bildschirm, im Verlaufe der Jahre glänzte sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Man erlebte sie unter anderem 15 Folgen lang (1986) in der beliebten Krimiserie "Detektivbüro Roth" an der Seite des Protagonisten Bruno Roth (Manfred Krug) als Irene Dreher, in der mit Hape Kerkeling gedrehten TV-Komödie "Club Las Piranjas" (1995) spielte sie die allein reisenden Abteilungsleiterin Margot Kemper. Zwei Mal tauchte sie in dem Dauerbrenner "Tatort" auf, in "Eine todsichere Sache" (1974) mit Klaus Höhne als Kommissar Konrad mimte sie die Claudia, in der Story "Müll" (2008) mit dem Kölner Ermittler-Teams Ballauf und Schenk (Klaus J. Behrendt/Dietmar Bär) die Putzfrau Jutta. Seit 1998 war sie als Dauergast in der populären WDR-Vorabendserie "Die Anrheiner" auf dem Bildschirm präsent – als kölsche Wirtin "Uschi" kümmerte sie sich nicht nur um den Bierumsatz ihrer Stammkundschaft (seit 2011 in der Nachfolgeserie "Ein Fall für die Anrheiner"). Zu ihren letzten Arbeiten vor der Kamera zählte die Komödie "Einmal Bauernhof und zurück", deren Erstausstrahlung am 21. März 2014 sie nicht mehr erlebte; hier präsentierte sie sich als Nette, mütterliche Freundin der um ihre Existenz kämpfenden Milchbäuerin Klara (Alwara Höfels).
Als Sprecherin war Hildegard Krekel  nicht nur in der Synchronisation gefragt – beispielsweise hörte man sie als Tante Milli in dem Animationsfilm "Mullewapp – Das große Kinoabenteuer der Freunde" (2009), darüber hinaus lieh sie etlichen Kolleginnen ihre Stimme → synchronkartei.de – sondern gehörte auch in zahlreichen Hörspielproduktionen zur Besetzung. So weist die "ARD Hörspieldatenbank" zwischen 1960 und 2010 rund 150 Sendungen aus, an denen Sie beteiligt war → Auswahl bei Wikipedia.
 
Hildegard Krekel war Mutter zweier Töchter, die Journalistin Miriam Krekel (* 05,05.1977) stammt aus einer geschiedenen Ehe, die Journalistin und Autorin Sarah Cohen Fantl (* 1987) aus einer Beziehung mit dem Filmproduzenten Jan Fantl. Später war der Ex-Fußballnationalspieler Max Lorenz (1939 – 2025) ihr Lebensgefährte. (Quelle: Wikipedia)
Die letzte Ruhe fand Hildegard Krekel auf dem Kölner "Melaten-Friedhof" (Flur 19 D) → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Hildegard Krekel
Diether Krebs … spielte 21 Folgen lang Alfreds "linken" Schwiegersohn Michael Graf.
 
Geboren am 11. August 1947 in Essen,
gestorben am 4. Januar 2000 in Hamburg mit nur 52 Jahren
an den Folgen seiner Lungenkrebs-Erkrankung.
 
 Kurzbiografie zu Diether Krebs innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, prisma.de
 
Weitere Filme*) mit Diether Krebs
Helga Feddersen

Helga Feddersen; Copyright Virginia Shue

Foto: Virginia Shue (Hamburg)
© Virginia Shue
… spielte vier Folgen lang Alfreds Ehefrau Else Tetzlaff.
 
Geboren am 14. März 1930 in Hamburg,
gestorben am 24. November 1990 ebenda mit nur 60 Jahren
an den Folgen ihrer Krebserkrankung.
 
 Kurzbiografie zu Helga Feddersen innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme*) mit Helga Feddersen
Klaus Dahlen

Klaus Dahlen; Copyright Virginia Shue

Foto: Virginia Shue (Hamburg)
© Virginia Shue
 
Klaus Dahlen,  Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Urheber: Udo Grimberg; Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert.
Urheber: Udo Grimberg
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons
… spielte vier Folgen lang Alfreds Schwiegersohn Michael Graf.
 
Geboren am 23. Mai 1938 in Berlin,
gestorben am 16. Mai 2006 in Baden-Baden, eine Woche vor seinem 68. Geburtstag.
  
Bevor Klaus Dahlen zu einem populären Darsteller bei Theater, Film und Fernsehen avancierte, ließ er sich zum Zimmermann und Werbegrafiker ausbilden; über Statistenrollen an der "Deutschen Oper Berlin" und am "Schillertheater" kam er zur Schauspielerei. Er entschied sich endgültig für die "Bretter, die die Welt bedeuten", nahm entsprechenden Unterricht und hatte es dann unter anderem seinem Jugendfreund Harald Juhnke zu verdanken, dass er rasch interessante Angebote erhielt. Sein Leinwanddebüt gab Dahlen 1958 mit einem kleinen, ungenannten Part in dem von Georg Tressler mit Horst Buchholz und Barbara Frey gedrehten Streifen "Endstation Liebe".
Vor allem in den 1960er Jahren wirkte der imposante Mann mit dem Lockenkopf in etlichen, unterhaltsamen Kinofilmen mit und zeigte mit prägnanten Nebenrollen immer wieder sein komödiantisches Talent. So sind beispielweise Produktionen wie "Willy, der Privatdetektiv" (1960), "Immer Ärger mit dem Bett" (1961), "Das Mädchen und der Staatsanwalt" (1962), "Freddy und das Lied der Prärie" (1964) oder "Mensch ärgere dich nicht" (1972) zu nennen. Seine letzte Arbeit vor der Kino-Kamera wat die ganz auf Protagonist Otto Waalkes zugeschnittene Komödie "Otto – Der Film" (1985); insgesamt wirkte Dahlen in rund 35 Kinoproduktionen mit.
 
Nach seiner eher kurzlebigen Rolle des Michael Graf in der Kultserie "Ein Herz und eine Seele" – hier übernahm er nach dem Ausstieg von Diether Krebs die Rolle des Schwiegersohns von "Ekel Alfred" (Heinz Schubert) – wurde er ab 1978 vor allem durch verschiedenste Figuren in der Kultsendung "Klimbim"1) vom Publikum geliebt, zusammen mit "Klimbim"-Star Ingrid Steeger sowie Iris Berben präsentierte er sich ebenfalls in dem "Klimbim"-Ableger bzw.der Comedy-Serie "Zwei himmlischen Töchter" (1978) und mimte den beleibten Koch Tino Riva. Mit Episoden-Rollen in populären Krimiserien wie "Der Kommissar", "Die Männer vom K3" "Küstenwache" oder dem Dauerbrenner "Tatort" tauchte er im Verlaufe der Jahre auf, zur Filmografie zählt auch der 1998 dem "Adolf-Grimme-Preis" prämierte, humorvolle TV-Film "Ich Chef, Du Turnschuh", wo er als Rechtsanwalt mitwirkte. Eine seiner letzten Rollen in einer TV-Produktion war die des korrupten und schwerreichen "Baulöwen" Konstantin Müller-Solln in der "Tatort"-Folge "Strafstoß" (1999) mit dem saarländischen Kriminalhauptkommissar Max Palu (Jochen Senf).
   
Auf der Bühne war Dahlen ein gefragter Darsteller, begeisterte vor allem in Boulevardstücken und Komödien das Publikum und machte sich mit vielen humorvollen Rollen einen Ruf als Vollblutkomiker.
Noch Anfang Mai 2006 trat Dahlen an der "Comödie Duisburg" (ehemalige, weitere Spielstätte der "Comödie Wuppertal") in dem von Oliver Decker (1941 – 2017) verfasten Stück "Wo die Liebe hinfällt"1) auf, in dem er neben Gernot Endemann, dessen Ehefrau Sabine Schmidt-Kirchner und Alexandra Gehrmann das Publikum erfreute. Wenig später musste Dahlen nach Angaben seiner Münchner Künstleragentur wegen eines schweren körperlichen Zusammenbruchs in ein Krankenhaus eingeliefert worden, wo er wenige Tage vor seinem 68. Geburtstag verstarb. Die letzte Ruhe fand de beliebte Künstler auf dem Friedhof (Feld 6) im Baden-Badener Ortsteil Oos, oberhalb der Marienkapelle → Foto der Granstelle bei Wikimedia Commons.
Der Schauspieler war zwei Mal verheiratet und hinterließ zwei Söhne.
 
Siehe auch Wikipedia, unter anderem mit einer Auswahl seiner Film- und Fernsehauftritte
sowie den Nachruf bei spiegel.de
 
Weitere Filme*) mit Klaus Dahlen
 
Link: 1) theatertexte.de
*) Link: Internet Movie Database
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