Neuigkeiten

  
Wer hilft?
… bei der Suche nach Informationen zu einigen Publikumslieblingen
sowie bei der Korrektur eventuell inzwischen nicht mehr gültiger Verlinkungen zu externen Webangeboten. Als "Einzelkämpferin" wäre ich für entsprechende Hinweise dankbar. (Kontakt siehe Impressum)
Achtung: Weiterhin werden wieder unbekannte "Gesichter" gesucht;
mehr dazu auf dieser Seite.
Archiv Link öffnet ein neues Fenster:
Besondere
Geburtstage
im August
bzw. erinnerungs-
würdige
Daten zu
legendären
Künstlern
(Fremde Links:
Wikipedia)
Zu erinnern ist am … an den … von …

Besondere Geburtstage der vergangenen Monate des Jahres 2021 siehe hier
Verstorbene Künstler der Jahre 2021 bis 2011 (Auszug; Link öffnet neues Fenster)

08.2021 Updates / Ergänzungen
  • 01.08.2021: Lotte Koch Filmografie (Ergänzung), Hörspiel
07.2021 Updates / Ergänzungen
  • 31.07.2021: Fita Benkhoff † (neu: Filmografie (Ergänzung), Fotos, Hörspiel)
  • 29.07.2021: Ida Ehre † (neu: Filmografie, Hörspiel)
  • 27.07.2021: Käthe Gold † (neu: Hörspiel, Fotos)
  • 24.07.2021: Paul Hoffmann † (neu: Hörspiel (Fotos), Ergänzung Filmografie (Foto)
  • 21.07.2021: Johanna Hofer † (neu: Wirken am Theater, Hörspiel, Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 19.07.2021: Marianne Hoppe † (neu: Wirken am Theater (2 Fotos), Hörspiel (Foto), Ergänzung Filmografie)
  • 15.07.2021: Ernst von Klipstein † (neu: Hörspiel, Ergänzung Filmografie)
  • 14.07.2021: Erich Ponto † (neu: Hörspiel, Ergänzung Filmografie)
  • 12.07.2021: Tilla Durieux † (neu: Rollen am Theater, Filmografie, Hörspiel, Fotos)
  • 05.07.2021: Maria Wimmer † (neu: Rollen am Theater, Filmografie, Hörspiel)
  • 03.07.2021: Wolfgang Preiss † (neu: Hörspiel, Ergänzung Filmografie, Fotos)
26.07.2021 Trauer herrscht über den Tod eines Künstlers, der am 24. Juli 2021 in Berlin im hohen Alter von 100 Jahren die Bühne des Lebens für immer verlasen hat – Herbert Köfer. Die Film-, Fernseh- und Bühnenlegende konnte auf eine mehr als acht Jahrzehnte dauernde Karriere zurückblicken, war einer der bekanntesten Schauspieler der ehemaligen DDR, blieb auch nach dem so genannten "Mauerfall" sehr erfolgreich und machte sich zudem als Moderator und Sprecher im Hörfunk, beispielweise zwischen 1968 und 1983 mit der Reihe "Neumann, zweimal klingeln"1), sowie in der Synchronisation einen Namen. Wolfgang Schilling schrieb in einem Nachruf anlässlich des Todes unter anderem beim MDR (www.mdr.de): "Ob Komödien, "Polizeiruf 110"1) oder der DEFA-Film "Nackt unter Wölfen"1): Herbert Köfer war die schauspielerische Allzweckwaffe der DDR. Auch nach der Wende stand er erfolgreich vor der Kamera, zum Beispiel in Leipzig für die beliebten TV-Serien "In aller Freundschaft"1) und "SOKO Leipzig"1). (…) Im "Guinessbuch der Rekorde" war er seit September 2017 als " ältester aktiver Schauspieler der Welt" verzeichnet. Diese Rolle muss nun ein anderer für ihn übernehmen." Und www.ndr.de schreibt: "Zu seinem 100. Geburtstag im Februar dieses Jahres, sagte Herbert Köfer, Altwerden sei nichts für Feiglinge. Er lese auch keine Todesanzeigen mehr, nachdem er festgestellt habe, dass in seinem Alter kaum noch einer stirbt. "Rentner haben niemals Zeit"1) – die erfolgreiche DDR-Fernsehserie von 1978 – wird immer mit dem Namen Herbert Köfer verbunden bleiben. Denn in den vergangenen Jahren präsentierte er sich mit dem gleichnamigen Theaterstück immer wieder einem breiten Publikum. Der Titel passt auch irgendwie zur gesamten Karriere des Berliners, für den es ein Rentner-Dasein nicht gab." Noch vor seinen außergewöhnlichen 100. Geburtstag (17.02.2021) konnte man Köfer nach langer Zeit mal wieder als Schauspieler im Fernsehen bewundern: In der achten Geschichte "Krauses Zukunft"1) (EA: 05.02.2021) um den von Horst Krause gespielten ehemaligen Dorfpolizisten Polizeihauptmeister Krause1) hatte er einen Gastauftritt als alter Vater der Sängerin Fanny (Manon Straché1)), der aus seinem Haus aufgrund des Kohle-Tagebaus vertrieben wird und nun ebenfalls zu Krause und dessen Schwestern Elsa (Carmen-Maja Antoni) und Meta (Angelika Böttiger) in deren neues Domizil im beschaulichen, brandenburgischen Örtchen Schönhorst zieht und so eine neue Heimat findet. An seinem Geburtstag selbst konnten Moderator Kai Pflaume1) und seine Rate-Kapitäne Bernhard Hoëcker1) und Elton1) in der Quiz-Show "Wer weiß denn sowas?"1) mit Herbert Köfer ihren bislang ältesten Gast begrüßen, der gemeinsam mit Hoëcker gegen Schauspielerin Barbara Schöne und Elton antrat – und gewann. Zwei Tage später (19.02.2021) besuchte Köfer gemeinsam mit seiner dritten Ehefrau Heike1) die MDR-Talkshow "Riverboat"1) und erzählte launig einiges aus seinem langen, bewegten Leben. Unter anderem erfuhr man aber auch, dass er bereits im Herbst 2020 für eine Episode des Dauerbrenners "In aller Freundschaft"1) vor der Kamera gestanden habe, eine Ausstrahlung sei für Mitte/Ende April 2021 geplant. In der 925. Folge "Zusammen ist man weniger allein"2) sah man ihn dann am 20. April 2021 als Leo Lachmann, der auf die Geburt seiner Ur-Ur-Enkelin wartete, dabei aber immer mal wieder kurz einnickte und so das Klinik-Personal beunruhigte – es sollte sein letzter Auftritt im Fernsehen sein. → Weitere Nachrufe unter anderem bei tagesschau.de, sueddeutsche.de, spiegel.de
 
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de
04.07.2021 Am 2. Juli 2021 starb in seiner Wahlheimat Hamburg im Alter von 90 Jahren mit Bill Ramsey ein Künstler, der vor allem in den 1950/1960er Jahren zum Publikumsliebling der Schlagerbranche avancierte. Der gebürtige US-Amerikaner machte mit humorvollen Songs wie "Wumba-Tumba Schokoladeneisverkäufer", "Souvenirs"1), "Zuckerpuppe (aus der Bauchtanz-Truppe)", "Cafe Oriental", "Pigalle"1) oder dem legendären Titelsong "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett"1) aus dem gleichnamigen Film1) (1962) Furore und erreichte ein Millionenpublikum. Für etliche Unterhaltungsstreifen stand er seit Mitte der 1950er Jahre vor der Kamera und erfreute auch hier das Publikum mit seinen Liedern, von denen einige zu "Ohrwürmern" wurden. Seine große Liebe galt jedoch immer dem Jazz, dem Swing und dem Blues, als Jazz-Interpret stand er noch im hohem Alter auf der Bühne, etwa 2016 für ein Konzert anlässlich seines 85. Geburtstages im Hamburger "St. Pauli Theater". Zudem moderierte Musiksendungen im Radio sowie im Fernsehen, beispielsweise "Schlager für Schlappohren"2) (1971) oder später zwischen 1974 und 1980 die TV-Sendung "Talentschuppen"1), ab 1976 die Sendung "Geheimtip". Seit Ende der 1980er Jahre präsentierte er jeden Freitag ab 22:30 Uhr bei " hr2-kultur"1) die 30-minütige Sendung "Swingtime mit Bill Ramsey"; am 1. März 2019 wurde die letzte Ausgabe gesendet, weil Ramsey die Moderation aus Altersgründen aufgab. Für sein langjähriges, herausragendes musikalisches Wirken wurde Bill Ramsey, der seit 1984 die deutsche Staatsbürgerschaft besaß, im Februar 2020 mit dem "Bundesverdienstkreuz am Bande"1) ausgezeichnet. "Er hat mit seiner rauen Stimme und seiner humorvollen Art dem oft noch ernsten Schlager eine neue Leichtigkeit verpasst. Ramsey versprühte Lebensfreude und Spaß – und war damit die perfekte Besetzung für die Komödien der 60er-Jahre." schreibt ndr.de/kultur in einem Nachruf; siehe auch die Nachrufe unter anderem bei tagesschau.de, sueddeutsche.de, welt.de 
 
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de
06.2021 Updates / Ergänzungen
  • 29.06.2021: Paul Dahlke † (neu:  Hörspiel (Foto), Ergänzung Filmografie)
  • 25.06.2021: Adelheid Seeck † (neu:  Hörspiel, Ergänzung Filmografie, Szenenfoto)
  • 24.06.2021: Carl Wery † (neu:  Hörspiel, Ergänzung Filmografie, Szenenfotos)
  • 22.06.2021: Ernst Deutsch † ( Wirken am Theater, Hörspiel, Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 19.06.2021: Richard Häussler † (Szenenfoto, Ergänzung Filmografie)
  • 18.06.2021: Albrecht Schoenhals † (neu: Hörspiel, Szenenfoto, Ergänzung Filmografie)
  • 17.06.2021: Mathias Wieman † (neu: Hörspiel, Ergänzung Filmografie)
  • 15.06.2021: Willy Birgel † (neu: Hörspiel, Ergänzung Filmografie)
  • 13.06.2021: Claus Holm † (neu: Hörspiel, Ergänzung Filmografie)
  • 12.06.2021: Paul Hubschmid † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 10.06.2021: Heinrich Gretler † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 08.06.2021: Albert Lieven † (neu: Fotos, Hörspiel, Ergänzung Filmografie)
  • 05.06.2021: Peter van Eyck † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 02.06.2021: Hildegard Knef † (neu: Auszeichnungen Fotos, Ergänzung Filmografie)
10.06.2021 Zwei Trauerfälle sind zu vermelden:
  • Nicht nur Fans des "Ohnsorg-Theaters"1) werden betrübt sein – bereits am 2. Juni 2021 starb 91-jährig in Hamburg Fritz Hollenbeck. Der im mecklenburgischen Lübz1) geborene Sohn einer Kaufmannsfamilie und von Lucie Höflich ausgebildete Schauspieler fand nach Engagements an verschiedenen Theatern – unter anderem zwischen 1956 und 1961 am "Berliner Ensemble"1) – Anfang der 1970er Jahre zu der bekannten niederdeutschen Bühne.
    Fritz Hollenbeck; Copyright Virgonia Shue Bald gehörte auch Hollenbeck, nicht zuletzt durch die zahlreichen TV-Übertragungen, zu den Stars der Hamburger Volksbühne. Zu den Paraderollen des Erzkomödianten zählten prägnante Figuren wie beispielsweise in "Schneider Wibbel"1), "Schneider Nörig", "De Etappenhas"1), "De Mann vun Güstern" oder "Vadder Soodmann" – um nur Einiges zu nennen. 
      
    Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg)
    zur Verfügung gestellt.  Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
    Neben den Sendungen aus dem "Ohnsorg-Theater" erfreute der Schauspieler das Publikum auch in anderen TV-Produktionen, man denke nur an seinen "Onkel Bräsig" in der gleichnamigen Fernsehreihe1), Hauptfigur aus dem Roman "Ut mine Stromtid"1) des mecklenburgischen Mundartdichters Fritz Reuter1); zwischen 1977 und 1980 mimte er 42 Folgen lang – zunächst in "Onkel Bräsig", dann in "Onkel Bräsig erzählt" – den ebenso resoluten wie pfiffigen Gutsverwalter Zacharias Bräsig. In dem Quotenrenner "Der Landarzt"1) mimte er ab Ende der 1980er Jahre über zehn Jahre lang den Gastwirt Willem "Fiete" Asmussen. Hollenbeck zeigte sich mit den unterschiedlichsten Rollen auf dem Bildschirm, trat in Krimis wie "Schwarz Rot Gold"1) oder "Tatort"1) ebenso in Erscheinung auf wie in Literaturverfilmungen, so beispielsweise als Sekretär Piekbusch in dem Mehrteiler "Bauern, Bonzen und Bomben" (1973) nach dem gleichnamigen Roman1) von Hans Fallada1). Erwähnenswert ist seine Verkörperung des Widerstandskämpfers Georg Elser in dem von Rainer Erler1) in Szene gesetzten, preisgekröntem Dokumentarspiel "Der Attentäter"2) (1969). Zu seinen letzten Arbeiten vor der Fernsehkamera zählte der Dauerbrenner "Großstadtrevier"1), wo er 2007 als Herr Pingel in der Episode "Tage wie dieser"3) zu sehen war. Danach verabschiedete sich Hollenbeck, der zudem ein gefragter Sprecher war und in vielen Hörspielen mitwirkte (→ Auswahl bei Wikipedia) in den Ruhestand. Der mit der Schauspielerin Rotraud Conrad verheiratete Künstler lebte zuletzt im Hamburger Stadtteil Eppendorf1). Das "Ohnsorg-Theater" schreibt auf seiner Homepage: "Er war ein waschechter Volksschauspieler, der alle Facetten der Schauspielkunst virtuos beherrschte und der zweifelsohne zu den "Ohnsorg"-Legenden gezählt werden darf. (…) Fritz Hollenbeck hat sich in die Herzens seines Publikums gespielt und dort werden sie ihn in Erinnerung behalten." → www.ohnsorg.de; siehe auch den Nachruf bei www.ndr.de
      
  • Am 9. Juni 2021 starb im Alter von 68 Jahren in Prag die tschechische Schauspielerin Libuše Šafránková1). Berühmt wurde sie auch bei uns durch die Titelrolle in dem Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"1) (1973), der noch bis heute in in Tschechien, der Slowakei, Deutschland, Norwegen, Österreich und der Schweiz regelmäßig im Fernsehen zur Weihnachtszeit ausgestrahlt wird. Die Titelrolle des Aschenbrödels machte Libuše Šafránková zu einer der bekanntesten Schauspielerinnen in Tschechien, sie wirkte seither in mehr als 80 Film- und Fernsehproduktionen mit.

Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) Die Krimihomepage (Spezial), 3) fernsehserien.de

05.2021 Updates / Ergänzungen
04.2021 Updates / Ergänzungen
  • 30.04.2021: Claudia Cardinale (neu: Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 28.04.2021: Janet Leigh † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 27.04.2021: Ray Milland † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 26.04.2021: Richard Widmark † (neu: Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 24.04.2021: Humphrey Bogart † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 23.04.2021: Mein Dank geht an die Kunsthistorikerin und Fotografin Inge Zimmermann für ein Foto von Jutta Wachowiak
  • 21.04.2021: Karl Malden † (neu: Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 19.04.2021: George Kennedy † (neu: Filmografie)
  • 18.04.2021: Bette Davis † (neu: Auszeichnungen, Filmografie)
  • 14.04.2021: Natalie Wood † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 14.04.2021: Warren Beatty (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 13.04.2021: Anthony Perkins † (Ergänzung Filmografie, Filmfoto)
  • 12.04.2021: Donald Sutherland (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 10.04.2021: Jack Hawkins † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 07.04.2021: John Wayne † (neu: Auszeichnungen, Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 06.04.2021: Robert Rayn † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 05.04.2021: Maureen O'Hara † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 04.04.2021: Jane Wyman † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 03.04.2021: Barbara Stanwyck † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 02.04.2021: Fred MacMurray † (neu: Ergänzung Filmografie)
25.04.2021 Am 23. April 2021 starb nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren in Mailand1) die international gefeierte italienische Sängerin und Schauspielerin Milva; bereits 2010 hatte sie sich aus gesundheitlichen von der Bühne zurückgezogen. Die Künstlerin mit dem wallenden roten Haar – das brachte ihr den Beinamen "La Rossa" ("die Rote") ein – begann ihre Karriere Anfang der 1960er Jahre und bald begeisterte die rothaarige Schönheit mit anspruchsvollen Chansons in italienischer, französischer und deutscher Sprache ein weltweites Publikum. Mit ihrer leidenschaftlichen Interpretation vor allem der Texte von Bertolt Brecht1) machte sie sich nicht nur bei Kritikern einen Namen, Tourneen rund um den Globus festigten Milvas Ruf als ausgezeichnete Brecht-Interpretin. Unter anderem gestaltete sie ab 1973;an Giorgio Strehlers1) (1921 – 1997) "Piccolo Teatro"1) in Mailand in dessen berühmten Inszenierung von "Die Dreigroschenoper"1) die Spelunken-Jenny; bereits seit Mitte der 1960er Jahre arbeitete sie mit dem italienischen Opernregisseur eng zusammen. Viele ihrer Titel gerieten auch in Deutschland zu Millionen-Hits und sind heute Klassiker, so beispielweise "Freiheit in meiner Sprache" (Ennio Morricone1), Thomas Woitkewitsch1)) oder "Typisch Mann (Niemals verlorst du die Kontrolle)" aus dem 1979 veröffentlichten Album "Was ich denke", legendär ist inzwischen ihr "Hurra, wir leben noch" (Klaus Doldinger1), Thomas Woitkewitsch)) aus dem Album "Unverkennbar" (1983); für "Was ich denke" erhielt Milva 1980 eine zweite "Goldene Schallplatte"1). Die mehrfach ausgezeichnete, temperamentvolle Diva mit der unverwechselbaren dramatischen Altstimme und dem rauchig-dunklen Timbre veröffentlichte im Verlaufe der Jahrzehnte unzählige weitere, weltweit erfolgreiche Alben mit unterschiedlichster Thematik; Nachrufe unter anderem bei tagesschau.de, spiegel.de, focus.de, welt.de
 
Fremde Links: 1) Wikipedia
22.03.2021 Am 21. April 2021 starb in München im Alter von 77 Jahre der Schauspieler Thomas Fritsch. Der Sohn der Ufa-Legende Willy Fritsch (1901 – 1973) und der Schauspielerin/Tänzerin Dinah Grace1) (1917 – 1963) kam durch seine Eltern schon früh mit Welt des Theaters und des Films in Berührung, ermutigt durch den legendären Gustaf Gründgens entschied er sich ebenfalls für die Schauspielerei. Nach einer Ausbildung an der Hamburger "Hochschule für Musik und Theater"1) sowie Gesang- und Ballettunterricht begann seine Karriere 1964 als junger Dichter Eugene Marchbanks in der Komödie "Candida" von George Bernhard Shaw1) am "Stadttheater in Heidelberg"1). Im Laufe der Jahrzehnte folgten Engagements an etlichen deutschsprachigen Bühnen, an denen Fritsch vor allem in Boulevardkomödien zu glänzen wusste. Auf der Leinwand machte der attraktive junge Mann schon früh Furore, bereits während der Schauspielschule wurde er für den Film entdeckt und avancierte mit Streifen wie der charmanten Gesellschafts-Satire "Das schwarz-weiß-rote Himmelbett"1) (1962) an der Seite von Daliah Lavi oder der Somerset Maugham-Adaption "Julia, du bist zauberhaft"1) (1962) neben Lilli Palmer zum Schwarm von Millionen von Teenagern – mit 18 Jahren war der junge Fritsch ein Star und galt Anfang der 1960er Jahre als "Sonnyboy" des deutschen Films. Zudem besang er Schallplatten wie beispielsweise "Dreamy Girl" oder "Wenn der Mondschein nicht so romantisch wär'", im Fernsehen wurde der Vorzeige-Jüngling der Filmbranche ebenfalls rasch populär. Später trat er in beliebten TV-Serien wie "Drei sind einer zuviel"1) (1977) und "Rivalen der Rennbahn"1) (1989) auf, zeigte sich unter anderem mehrfach mit Episodenrollen in Quotenrennern wie "Derrick"1) und "Der Alte"1). Zu seinen letzten Arbeiten vor der TV-Kamera zählten zwischen 2008 und 2010 die sieben turbulenten Geschichten um "Meine wunderbare Familie"1), wo er an der Seite von Tanja Wedhorn1) und Patrik Fichte1) den eher untypischen Großvater Peter Engelmann spielte. 2004 machte Fritsch auch wieder mal einen Ausflug auf die Kinoleinwand, in "Der Wixxer"1), welcher kompetent und pointiert die Edgar-Wallace-Filmreihe der 1960er parodierte, mimte Fritsch den Earl of Cockwood, als am 18. März 2018 mit "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"1) die erste Realverfilmung nach dem gleichnamigen Kinderbuch1) von Michael Ende1) in die Kinos kam, war Frisch zwar nicht als Schauspieler mit dabei, man hörte ihn jedoch ale Erzähler.
Neben seiner Arbeit für Theater, Film und Fernsehen war Fritsch ein viel gefragter Sprecher sowohl in der Synchronisation als auch für etliche Audio-Produktionen. Mit seiner markant-tiefen, rauchigen Stimme verschaffte er verschiedenen fremdsprachigen Schauspielern wie William Hurt1), Russell Crowe1) oder Jeremy Irons1), aber auch Zeichentrickfiguren in deutschen Kinos Gehör. So war er beispielsweise die Stimme des hinterhältigen Löwen Scar in "Der König der Löwen"1) (1994), der Pelikan Niels in "Findet Nemo"1) (2003) der Säbelzahntiger Diego in "Ice Age"1) (2002) sowie in den Fortsetzungen "Ice Age 2 – Jetzt tauts"1) (2006), "Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los" (2009), `"Ice Age 4 – Voll verschoben" (2012) und "Ice Age – Kollision voraus!" (2016) oder die Stimme des weisen Löwen Sokrates in dem an den berühmte Kästner-Roman "Die Konferenz der Tiere"1) lose angelehnten gleichnamigen 3D-Animationsfilm1), der in Deutschland am 7. Oktober 2010 an den Start ging. Von 2002 bis März 2017 übernahm Fritsch den Part des Erzählers (als Nachfolger des 2001 verstorbenen Matthias Fuchs) in der Hörspielreihe "Die drei Fragezeichen"1) (zwischenzeitlich: "DiE DR3i"1)). In der Zeichentrickadaption des Michael Ende-Klassikers "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" sprach er die Rolle des Lukas – um nur Einiges zu nennen.
Die griechische Insel Mykonos1) war für den charmanten Künstler, der zu den beliebtesten deutschen Schauspielern gehörte, sich aber zuletzt fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, zur zweiten Heimat geworden. Er entdeckte sie Ende der 1960er Jahre, als es dort kaum Tourismus gab, hier war er ganz privat "Tomaso" oder "der blonde Zorba", wie ihn die Einheimischen nannten. Laut Medienberichten verbrachte r Thomas Fritsch seine letzten Lebensjahre in einem Seniorenheim, 2019 war bekannt geworden, dass er an Demenz erkrankt sei; siehe auch die Nachrufe unter anderem bei tagesschau.de, spiegel.de, sueddeutsche.de, www.mdr.de
 
Fremde Links: Wikipedia
03.2021 Updates / Ergänzungen
  • 31.03.2021: Kurt Großkurth † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 30.03.2021: Paul Westermeier † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 28.03.2021: Fritz Odemar † (neu: Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 25.03.2021: Josef Sieber † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto, Hörspiel)
  • 24.03.2021: Patrick Macnee † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 21.03.2021: Erna Sellmer † (neu: Ergänzung Filmografie (Fotos), Hörspiel)
  • 19.03.2021: Bruno Fritz † (neu: Filmografie, Hörspiel)
  • 18.03.2021: Jo Herbst † (neu: Filmografie, Hörspiel, Fotos)
  • 17.03.2021: Inge Wolffberg † (neu: Filmografie, Hörspiel, Fotos)
  • 15.03.2021: Frank Sinatra † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 12.03.2021: Gustav Knuth † (neu: Ergänzung Filmografie, Hörspiel, Fotos)
  • 09.03.2021: Heinz Erhardt † (neu: Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 08.03.2021: Wolfgang Neuss † (neu: Ergänzung Filmografie, Hörspiel, Fotos)
  • 06.03.2021: Wera Frydtberg † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 05.03.2021: Maria Holst † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 04.03.2021: Werner Finck † (neu: Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 02.03.2021: Hans Nielsen † (neu: Ergänzung Filmografie, Fotos, Hörspiel)
05.03.2021 Am 3. März 2021 starb im Alter vom 90 Jahren in Berlin nach kurzer Krankheit die Charakterdarstellerin Katharina Matz1). Nach einer Schauspielausbildung in Magdeburg1) und einem ersten Engagement in Greifswald1) holte sie sie der damalige Intendant Wolfgang Langhoff1) 1954 nach Berlin an das "Deutsche Theater"1). Es folgten Engagements in Hamburg an den "Kammerspielen"1) (ab 1958) und dem "Thalia Theater"1) (ab 1962), wo sie dann rund fünf Jahrzehnte das Ensemble bereicherte. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Jürgen Flimm1), Leander Haußmann1), Stephan Kimmig1) oder Andreas Kriegenburg1) zusammen, der die damals 78-Jährige 2009 in Goethes "Urfaust"1) mit der Titelrolle besetzte → nachtkritik.de. Zur Spielzeit 2011/2012 kehrte Katharina Matz nach Berlin zurück und war seitdem immer wieder als Gast am "Deutschen Theater" zu sehen, so noch seit der Premiere am 22. November 2019 als eine der Troerinnen in " Hekabe – Im Herzen der Finsternis" nach Homer1) bzw. "Hekabe" des Euripides1) in einer Inszenierung von Stephan Kimmig  → nachtkritik.de. Zuletzt probte sie 2020 für die Uraufführung des Stücks "Das Herz der Krake" von Nis-Momme Stockmann1), die dann wegen des Ausbruch der Corona-Pandemie verschoben werden musste → deutschestheater.de. Neben ihrer umfangeichen Arbeit für das Theater stand die Schauspielerin seit Mitte der 1950er Jahre vor der Kamera, gab ihr Leinwanddebüt mit dem kleinen Part eines Mädchens in dem DEFA-Zirkusfilm "Carola Lamberti – Eine vom Zirkus"1) (1954) an der Seite von Protagonistin Henny Porten. Es folgten größere Rollen in Kinoproduktionen wie "Hotelboy Ed Martin"1) (1955) oder "Der Mann, der sich verkaufte"1) (1959) und auch das Fernsehen bot ihr vielfältige Möglichkeiten. Im Laufe der Jahrzehnte zeigte sich Katharina Matz mit Episodenrollen in etlichen beliebten Serien wie "Der Landarzt"1), "Die Schwarzwaldklinik"1), "Der Alte"1), "Großstadtrevier"1) oder auch dem Dauerbrenner "Tatort"1), wo sie zuletzt in der Folge "Ein paar Worte nach Mitternacht"1) (EA: 04.10.2020) als die demenzkranke Else Keller, Ehefrau des erschossenen Bauunternehmers Klaus Keller (Rolf Becker),  zu sehen war. Bis ins hohe Alter blieb Katharina Matz schauspielerisch aktiv, zu ihren letzten Arbeiten für das Fernsehen zählte auch die amüsante SWR-Serie "Der letzte Wille"2), die am 25. September 2020 an den Start ging und wo sie die ehemalige Künstlerin bzw. Altenheim-Bewohnerin Marlene Klingenberg mimte → tittelbach.tv.
"Sie hatte einen trockenen Humor und ein helles Lachen. Und sie lachte gern und oft. Katja Matz war trotz ihrer 90 Jahre jung im Herzen. Zu vielen Kolleg*innen verband sie ein freundschaftliches Verhältnis und ihre Beziehung zu den unterschiedlichsten Regisseur*innen war geradezu innig. Katja Matz hatte die Fähigkeit Wege mitzugehen, nicht Bescheid zu wissen, einfach neugierig zu bleiben, auch auf Menschen. (…) Sie war ohnehin durch ihre gesamte Ausstrahlung ein einziges Plädoyer fürs Leben. Unvorstellbar, dass sie sterblich sein könnte. Vor wenigen Monaten hat sie mit uns voller Pläne ihren 90sten Geburtstag gefeiert. Nun ist sie doch nach kurzer Krankheit von uns gegangen. Wir vermissen sie schon jetzt und müssen doch loslassen." schrieb Ulrich Khuon1), Intendant des "Deutsche Theaters", in seinem Nachruf → deutschestheater.de; siehe auch die Nachrufe unter anderem bei tagesschau.de, spiegel.de, nachtkritik.de
 
Fremde Links: Wikipedia, 2) fernsehserien.de
03.03.2021 Am 2. März 2021 starb im Alter von 90 Jahren der legendäre britische Posaunist, Kontrabassist, Sänger und Bandleader Chris Barber, der "trendsetzend die Entwicklung eines eigenständigen britischen Jazz beeinflusst hat", wie Wikipedia notiert. Im Januar 1953 gründete er seine "Chris Barber's Jazzband", unvergessen bleibt er mit dem Titel "Ice Cream" (1954), eine Coverversion des 1927 von "Fred Waring and His Pennsylvanians"1) und am 5. August 1944 durch George Lewis1) eingespielten Originals. Dieser Song war seither Barbers Markenzeichen und kennzeichnete Jahrzehnte lang das Ende seiner Konzerte.2) Noch im hohen Alter blieb Barber mit seiner Band aktiv, tourte rund um den Globus. Erst in August 2019 kündigte er nach einem Sturz an, sich zur Ruhe zu setzen, seine Band (seit 2001 "Big Chris Barber Band") werde jedoch weiter auftreten; siehe auch die Nachrufe bei www.br.de und spiegel.de
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Quelle: Wikipedia
02.2021 Updates / Ergänzungen
  • 28.02.2021: Carlos Thompson † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 27.02.2021: Rolf Wanka † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 25.02.2021: Albert Florath † (neu: Ergänzung Foto, Filmografie, Hörspiel)
  • 22.02.2021: Peter Mosbacher † (neu: Ergänzung Foto, Filmografie, Hörspiel)
  • 20.02.2021: Paul Klinger † (neu: Ergänzung Fotos, Filmografie, Hörspiel)
  • 18.02.2021: Karl Schönböck(neu: Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 16.02.2021: Viktor de Kowa † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 14.02.2021: Grethe Weiser † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 12.02.2021: Lil Dagover † (neu: Ergänzung Filmografie (mit Fotos), Hörspiel)
  • 10.02.2021: Adolf Wohlbrück † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 09.02.2021: Carl Raddatz † (neu: Hörspiel, Ergänzung Filmografie)
  • 08.02.2021: Will Quadflieg † (neu: Hörspiel)
  • 07.02.2021: Jean Rochefort † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 05.02.2021: Martine Carol † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 03.02.2021: Karin Hardt † (neu: Ergänzung Filmografie, Hörspiel, Fotos)
  • 03.02.2021: Hilde Körber † (neu: Ergänzung Filmografie, Hörspiel, Foto)
  • 02.02.2021: Viktor Staal † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 02.02.2021: Hansi Knoteck † (neu: Ergänzung Filmografie)
05.02.2021 Am 5. Februar 2021 starb im Alter von 91 Jahren an den Folgen eines Sturzes in Weston1) im US-Bundesstaat Connecticut der kanadische Schauspieler Christopher Plummer. Er galt als einer der großen Charakterdarsteller seiner Generation, machte sich schon früh am Theater mit klassischen Rollen dem "Othello"1), "Macbeth"1), "Hamlet"1), "Richard III."1) oder dem "Cyrano de Bergerac"1) einen Namen.  Für seine Interpretationen vor allem in Stücken von Shakespeare – ganz in der Tradition von John Gielgud, Laurence Olivier und Ralph Richardson –  wurde Plummer im Laufe der Jahre sowohl in den USA als auch in Europa mehrfach ausgezeichnet.  Sein Leinwanddebüt gab der Schauspieler erst relativ spät 1958 mit der Rolle des Joe Sheridan in Sidney Lumets1) Drama "Eines Tages öffnet sich die Tür"2) ("Stage Struck") an der Seite von Henry Fonda und Susan Strasberg1), international berühmt wurde er mit der Figur des Kapitän von Trapp1) und Partner von Julie  Andrews (Maria Augusta von Trapp1)) in "Meine Lieder, meine Träume"1) (1965) nach dem Musical "The Sound of Music"1) von Richard Rodgers1) (Musik) und Oscar Hammerstein1) (Liedtexte) über die "Trapp-Familie1). In den nachfolgenden Jahrzehnten festigte Plummer in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen seinen Ruf als herausragender Mime, der sowohl in Literaturadaptionen, Historien-Epen und Dramen als auch in Krimis und Komödien zu überzeugen wusste. Seine beeindruckende Filmografie umfasst mehr als 200 Produktionen, vielfach wurde er für seine schauspielerischen Leistungen ausgezeichnet. Die begehrte "Oscar"1)-Trophäe erhielt er jedoch erst 2012 als "Bester Nebendarsteller"1) für die Rolle des Vaters Hal in dem Drama "Beginners"1) (2010) und war mit 82 Jahren der bis dato älteste "Oscar"-Preisträger der Filmgeschichte. → siehe auch die Nachrufe unter anderem bei tagesschau.desueddeutsche.de, www,br.de, www.welt.de
 
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmdienst.de
01.2021 Updates / Ergänzungen
  • 31.01.2021: Christopher Lee † (neu: Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 30.01.2021: Alexander Golling † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 27.01.2021: O. E. Hasse † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto, Hörspiel)
  • 25.01.2021: Elisabeth Müller † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
  • 24.01.2021: Werner Hinz † (neu: Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 24.01.2021: Karin Dor † (neu: Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 23.01.2021: Eva Bartok † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 21.01.2021: Hans Söhnker † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 21.01.2021: Ruth Niehaus † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 19.01.2021: Ulla Jacobsson † (neu: Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 17.01.2021: Debbie Reynolds † (neu: Ergänzung Filmografie, Fotos)
  • 17.01.2021: Alan Ladd † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 16.01.2021: Rod Taylor † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 14.01.2021: Ernest Borgnine † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 14.01.2021: Randoplph Scott † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 12.01.2021: Ingrid Bergman † (neu: Fotos, Auszeichnungen, Ergänzung Filmografie)
  • 11.01.2021: Cary Grant † (neu: Ergänzung Filmografie)
  • 11.01.2021: Michèle Morgan † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 10.01.2021: Jean Gabin † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 08.01.2021: Danielle Darrieux † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 07.01.2021: Lino Ventura † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 05.01.2021: Yves Montand † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 04.01.2021: Telly Savalas † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 03.01.2021: Burt Reynolds † (neu: Ergänzung Filmografie, Foto)
19.01.2021 Wie mir der Sohn von Margitta Vogelmann mitteilte, starb seine Mutter bereits am 30. Dezember 2020 nach längerer Krankheit 77-jährig in München im Kreise ihrer Familie. Unter ihrem Mädchennamen Margitta Scherr war sie durch etliche Film- und Fernsehproduktionen bekannt geworden. Ihr Leinwanddebüt gab die damals 13-Jährige in der Literaturadaption "Der Meineidbauer"1) (1956), es folgten verschiedene Kinoproduktionen wie die Romanze "Der Held meiner Träume"1) (1960), das Kriegsheimkehrer-Drama "Frau Irene Besser"1) (1960) oder das Melodram "Das Riesenrad"1) (1961). Positive Kritiken erhielt sie an der Seite des legendären Willy Reichert (1896 – 1973) als Domkapellmeister Blasius Römer mit der Titelrolle des Bärbele in Wilm ten Haafs1) modernisierten TV-Fassung "Das Schwarzwaldmädel"1) (1961) nach der gleichnamigen Operette1) von Leon Jessel1) (Musik). In den 1960er Jahren wirkte die Schauspielerin in zahlreichen, zu dieser Zeit beliebten, Schlagerfilmen mit, in denen Musik, Liebe, Reise und Komik dominierten, etwa in "Das süße Leben des Grafen Bobby"1) (1962) mit Peter Alexander, "Wenn die Musik spielt am Wörthersee"1) (1962) und "Die Post geht ab"1) (1962) mit Vivi Bach und Claus Biederstaedt oder in "Die lustigen Weiber von Tirol"1) (1964), "Tausend Takte Übermut"1) (1965) und "Komm mit zur blauen Adria"1) (1966). Ihre letzte große Kinorolle spielte sie 1966 als Vevi in dem Lustspiel "Das sündige Dorf"1) nach dem gleichnamigen Baurenschwamk1) von Max Neal1). Nach mehr als 20 Kinofilmen, ebenso vielen Fernsehrollen sowie verschiedenen Bühnenauftritten konnte Margitta Scherr zwischen 1969 und 1972 ihren Bekanntheitsgrad mit der 18-teiligen populären Artistenserie "Salto Mortale" noch steigern, begeisterte als Trapezkünstlerin Francis Doria ein Millionenpublikum, unter anderem neben Gustav Knuth als Familienoberhaupt Carlo Doria und Hellmut Lange als ältestem Sohn Mischa Doria. Nach den Dreharbeiten zu "Salto Mortale" beendete Margitta Scherr auf dem Höhepunkt ihrer Karriere die Laufbahn als Schauspielerin und zog sich ins Privatleben zurück.
 
Fremde Links: 1) Wikipedia
18.01.2021 Wie erst jetzt bekannt wurde, starb bereits am 4. Januar 2021 der Schauspieler Karl-Heinz Vosgerau; er wurde 93 Jahre alt. Der unter anderem von dem legendären Bernhard Minetti (1905 – 1998) ausgebildete Künstler gab sein Bühnendebüt am "Theater Lüneburger"1), gehörte ab 1950 auch zwei Jahre lang zum Ensemble. Anschließend folgten Verpflichtungen an der "Deutschen Oper"1) in Düsseldorf, wo er bis 1957 als Buffo auftrat, am "Staatstheater Braunschweig"1) (1957 – 1962), an den "Wuppertaler Bühnen"1) (1962 – 1970), am "Deutschen Schauspielhaus"1) in Hamburg (1970 – 1972) sowie am "Schauspielhaus Bochum"1) (1972 – 1978); danach gab Vosgerau überwiegend Gastspiele an verschiedensten deutschsprachigen Bühnen oder begeisterte die Zuschauer im Rahmen etlicher Tourneen.
Einem breiten Publikum wurde Vosgerau ab den 1970er Jahren vor allem durch viele erfolgreiche TV-Produktionen bekannt. 1973 zeigte er sich gleich in zwei wichtigen Filmen, so in dem von Rainer Werner Fassbinder1) in Szene gesetzten Mehrteiler "Welt am Draht"1) sowie in der Literaturadaption "Kleiner Mann – was nun?"2) in einer Aufzeichnung aus dem "Schauspielhaus Bochum"1), inszeniert von Peter Zadek1) nach der gleichnamigen Revue1) von Tankred Dorst1), dem wiederum der Roman "Kleiner Mann – was nun?"1) von Hans Fallada1) als Vorlage diente; die Uraufführung hatte in Bochum am 22. September 1972 stattgefunden, die Ausstrahlung im Fernsehen am 29. Dezember 1973. Im Laufe der Jahrzehnte gehörte Vosgerau mit prägnanten Rollen zur Besetzung etlicher Quotenrenner, man denke nur an den Durbridge-Straßenfeger "Die Kette" (1977), das sechsteilige Abenteuer "Patrik Pacard" (1984) oder die Kultserie "Das Erbe der Guldenburgs"1), wo Vosgerau 1987 in einigen Episoden der intriganten Geschichten um ein wohlhabendes Adelsgeschlecht in Schleswig-Holstein den Patriarchen Martin Graf von Guldenburg mimte. Der stets distinguiert erscheinende Schauspieler war prädestiniert für Adlige oder Männer der Gesellschaft, machte jedoch auch in anderen Rollen stets eine gute Figur. In beliebten Krimiserien wie "Der Alte"1), "Derrick"1) oder "Die Männer vom K3"1) war der im fortgeschrittenen Alter grau-melierte Vosgerau auf dem Bildschirm ebenso präsent wie beim "Traumschiff"1) oder in einigen Pilcher1)-Verfilmungen. Auf der Leinwand trat er eher selten in Erscheinung, zu nennen ist unter anderem der Film "Die wilden Fünfziger"1) (1983), gedreht von Peter Zadek nach dem Roman "Hurra, wir leben noch"1) von Johannes Mario Simmel1). Mitte 2000 zog sich der beliebte Schauspieler altersbedingt vom Filmgeschäft zurück; er war verwitwet, Vater eines Sohnes und lebte im niedersächsischen Wolfenbüttel1)
 
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) deutsches-filmhaus.de
12.2020 Updates / Ergänzungen
31.12.2020 Am 31. Dezember 2020 starb, einen Tag nach seinem 93. Geburtstag, der französische Schauspieler und Regisseur Robert Hossein in der Gemeinde Essey-lés-Nancy1) an den Folgen einer COVID19-Infektion1). Berühmt und über die Theaterszene hinaus bekannt wurde er vor allem mit der Figur des mysteriösen Jeoffrey, Comte de Peyrac, und Liebhaber von Titelheldin Michèle Mercier1) in den vier "Angélique"1)-Filmen (1963–1967) nach der Roman-Reihe1) von Anne Golon1). Weitere Rollen spielte er beispielsweise als René Brunel neben seiner damaligen ersten Ehefrau Marina Vlady in der modernisierten Dostojewski-Verfilmung "Schuld und Sühne"2) (1956, "Crime et châtiment"). Oft wurde er als Gangster oder zwielichtige Charaktere besetzt, ein Rollenprofil, das er als Priester Jean Rastaud neben der jungen Claude Jade1) in dem bewegenden Résistance- und Zölibatsdrama "Der Abbé und die Liebe" (1973, "Prêtres interdits") erstmals hinter sich ließ. Neben künstlerischen Filmen wie diesem war er beispielsweise 1981 als Kommissar Rosen der Gegenspieler von Jean-Paul Belmondo in dem Action-Streifen "Der Profi" ("Le Professionnel"). Etliche Kinoproduktionen trugen seine Handschrift, wobei seine Regie-Arbeiten öfter vom Film noir1) beeinflusst waren. Hossein, der in seiner sieben Jahrzehnte währenden Karriere in über 100 Filmen mitspielte, blieb bis zuletzt ein bedeutender kultureller Botschafter des französischen Theaters; zwischen 2000 und 2008 leitete er als Direktor das "Théâtre Marigny", übernahm aber immer mal wieder sporadisch Aufgaben für Film und Fernsehen. Die "Süddeutsche Zeitung" (sueddeutsche.de) schrieb unter anderem in einem Nachruf "Von den 80er Jahren an entwickelte Hossein eine Vorliebe für spektakuläre Inszenierungen, mit denen er ein möglichst breites Publikum anziehen wollte. So setzte er etwa das Musical "Les Misérables"1) nach dem Roman "Die Elenden"1) von Victor Hugo1) oder "Notre-Dame de Paris" (Anm.: nach "Der Glöckner von Notre-Dame"1)) in Szene. Sein Motto dabei lautete: "Theater, wie man es nur im Kino sehen kann."
 
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmdienst.de
23.12.2020 Am 22. Dezember 2020 starb im Alter von 84 Jahren der französische Schauspieler Claude Brasseur. Er gehörte zu den bekanntesten Darstellern des französischen Kinos und wurde in Deutschland vor allem durch die Komödien "Ein Elefant irrt sich gewaltig"1) (1976, "Un éléphant ça trompe énormément") und "La Boum – Die Fete" (1980) bekannt, der 1982 mit "La Boum 2 – Die Fete geht weiter"1) eine Fortsetzung folgte. Der im Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine1) als Sohn des Schauspieler-Ehepaares Pierre Brasseur1) (1905 – 1972, eigentlich Pierre-Albert Espinasse) und Odette Joyeux1) (1914 – 2000) geborene Künstler wirkte seit den 1950er Jahren in mehr als 150 Film- und Fernsehproduktionen mit und stand noch im hohen Alter vor der Kamera. Zuletzt spielte er in der Liebeskomödie "Liebe bringt alles ins Rollen"1) (2018, "Tout le monde debout") als Vater des Protagonisten und Schürzenjägers Jocelyn (Franck Dubosc1)) mit. Claude Brasseur, Vater des 1971 geborenen Schauspielers Alexandre Brasseur, wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1980 mit dem französischen Filmpreis "César"1) als "Bester Schauspieler" in dem gesellschaftskritischen Krimi "Der Polizeikrieg"2) (1980, "La guerre des polices"). Einen "César" als "Bester Nebendarsteller"1) erhielt er für den Publikumshit "Ein Elefant irrt sich gewaltig" mit Jean Rochefort sowie für die Komödie "Der große Angeber"1) (1976, "Le grand escogriffe") mit Yves Montand.
DER SPIEGEL titelte in einem Nachruf: "Ein Kino-Ritter von zerknautschter Gestalt. Mal grimmig, mal elegant: Der Schauspieler Claude Brasseur verkörperte die Rolle des französischen Jedermann – und wurde auch durch seichte Kinohits wie "La Boum" ein prägendes Gesicht des Kinos." → spiegel.de; weitere Nachrufe unter anderem bei tagesschau.de, www.zeit.de
 
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) prisma.de
04.12.2020 Am 3. Dezember 2020 starb, wenige Tage vor ihrem 83. Geburtstag, in Berlin die Schauspielerin Jutta Lampe1). Als Peter Stein1) 1970 in Berlin an die "Schaubühne am Halleschen Ufer"1) ging, war Jutta Lampe eine der ersten Schauspielerinnen des legendären Ensembles. Dort war sie fast drei Jahrzehnte lang lang tätig und arbeitete – außer mit Stein –– mit so bedeutenden Theaterregisseuren wie Klaus Michael Grüber1), Luc Bondy1) und Robert Wilson1) zusammen. Am 4. Januar 2009 war Jutta Lampe am "Schauspielhaus Zürich"1) mit dem Part der Heilsarmee-Generalin in ihrer letzten Theaterpremiere zu erleben. Das von Peter Zadek1) in Szene gesetzte Stück "Major Barbara" von George Bernard Shaw1) war zugleich auch Zadeks († 30.07.2009) letzte Arbeit für das Theater. Auf der Leinwand feierte Jutta Lampe vor allem in Filmen der Regisseurin Margarethe von Trotta Erfolge, so als Maria Sundermann in "Schwestern oder Die Balance des Glücks"1) (1979) – hierfür erhielt sie das "Filmband in Gold"1) –, als Juliane in "Die bleierne Zeit"1) (1981) und als gealterte Ruth Weinstein in "Rosenstraße"1) (2003). Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin, unter anderem mit dem "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse" (1989), dem "Theaterpreis Berlin"1) (1992), dem "Gertrud-Eysoldt-Ring"1) (1998) und dem "Joana-Maria-Gorvin-Preis"  der "Berliner Akademie der Künste"1) (2010), war von 1967 bis 1984 mit Regisseur Peter Stein verheiratet, der sie als Schauspielerin 1964 am "Theater Bremen"1) entdeckt hatte und ihre berufliche Hingabe später als "quasi religiös" bezeichnete. Seit geraumer Zeit hatte sie sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, laut Medienberichten litt sie an Altersdemenz. Im Nachruf der "Schaubühne" heißt es: "Wer Jutta Lampe einmal gehört hat, wird ihre Sprachmelodie nicht vergessen, die gedankliche Schärfe, mit der sie Texte zum Leben erweckte, wer sie einmal sah, die Grazie nicht, mit der sie und mit ihr zusammen alle Beteiligten die Bühne zu einer Welt, zu einem Raum werden ließen, der Erkenntnis forderte und Fantasie zuließ – einen Raum, den es nur geben kann, wenn sich in einem Theater Menschen versammeln, um ein Theaterstück zu sehen." → Siehe auch die Nachrufe unter anderem bei sueddeutsche.de, www.spiegel.de, www.welt.de, www.zeit.de, www.nachtkritik.de, www,br.de
 
Fremde Links: 1) Wikipedia
03.12.2020
Buchcover: "Im Herzen Gaukler. Armin Mueller-Stahl – Ein Leben vor der Kamera"; Abbildung Buchcover mit freundlicher Genehmigung von "Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage GmbH" Anlässlich des 90. Geburtstags (17.12.2020) von Armin Mueller-Stahl erschien von dem Filmhistoriker und Filmpublizisten Frank-Burkhard Habel bereits am 20. November 2020 im Verlag "Neues Leben" das Buch "Im Herzen Gaukler. Armin Mueller-Stahl – Ein Leben vor der Kamera", mit dem der Autor den Werdegang des Multitalents nachzeichnet und zeigt, wer der Mann ist, der Hollywood wie seine Westentasche kennt und doch nichts so sehr liebt wie die heimische Ostsee. Auf der Buchdeckel-Rückseite kann man lesen: "In der DDR geliebt – Im Westen verehrt – In Hollywood ein Star: Er ist Musiker, Schriftsteller, Maler, war Clown und Chansonnier mit eigenen Liedern. Weltbekannt wurde der gelernte Konzertgeiger Armin Mueller-Stahl aber als Schauspieler – erst am Theater, bald auch im Film. Sein Komödiantentum, sein zweifelnder und zugleich warmherziger Blick und nicht zuletzt seine sonore Stimme machen ihn von Anfang an zum Publikumsliebling. Der Filmhistoriker F.-B. Habel zeichnet Armin Mueller-Stahls überaus erfolgreichen Weg vor und hinter der Kamera nach und lässt ihn selbst zu Wort kommen. Dabei nimmt er den Leser mit auf eine packende Reise durch die Welt des deutschen und internationalen Films."
Und bei presseportal.de wird vermerkt: "Armin Mueller-Stahl selbst ist höchst beeindruckt von diesem Buch. Denn nicht einmal er kann sich noch an alle Filme erinnern, in denen er mitgewirkt und die der Filmhistoriker Frank-Burkhard Habel hier zusammengetragen hat. Aber natürlich weiß er noch, wie er damals mit Manfred Krug von der Schauspielschule flog, sich von Fidel Castro1) Freundin und Cadillac lieh oder mit Robin Williams1) im Privatjet zum Dreh düste … Nun inspiriert von den aufkommenden Erinnerungen, erzählt er uns Mueller-Stahl davon – in seinem unnachahmlichen Ton. Armin Mueller-Stahl ist eine Ausnahmeerscheinung unter den deutschen Schauspielern. Sein Komödiantentum, sein mimisches Spiel und die Aura bedeutungsvoller Unscheinbarkeit, die ihn stets herausgehoben haben, findet man so kein zweites Mal in unserer Filmlandschaft. Gedreht hat er mit den Größen seines Fachs, von Frank Beyer1) über Rainer Werner Fassbinder1) oder Heinrich Breloer1) bis zu Jim Jarmusch1)." → www.eulenspiegel.com
  
Abbildung Buchcover mit freundlicher Genehmigung von "Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage GmbH"
Eingang