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Besondere
Geburtstage
im Juli
bzw. erinnerungs-
würdige
Daten zu
legendären
Künstlern
Zu erinnern ist am … an den … von …

Link: 1) Wikipedia
  
Besondere Geburtstage der vergangenen Monate des Jahres 2019 siehe hier
Verstorbene Künstler der Jahre 2019 bis 2011 (Auszug; Link öffnet neues Fenster)

07.2019 Updates / Ergänzungen
06.07.2019 Am 2. Juli 2019 starb im Alter von 88 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls die Schauspielerin Liz Verhoeven. Aufgewachsen in einem künstlerischen Elternhaus – ihr Vater war der legendäre Schauspieler und Regisseurs Paul Verhoeven (1901 – 1975), ihre Mutter die Theaterschauspielerin Doris Kiesow1) (1902 – 1973) – ergriff auch Lis Verhoeven ebenso wie ihr 1938 geborener jüngerer Bruder Dr. Michael Verhoeven1), Ehemann von Senta Berger, den Schauspielerberuf bzw. machte sich als Regisseurin einen Namen. Sie stand seit den 1950er Jahren zwar immer wieder vor der Kamera und wirkte vornehmlich in TV-Produktionen mit, ihre ganze Liebe widmete Lis Verhoeven jedoch dem Theater sowie der Ausbildung des Schauspielernachwuchses. Seit 1983 war sie auch als freischaffende Regisseurin tätig, zuletzt leitete sie von 1994 bis 2000 als Intendantin die "Kreuzgangspiele Feuchtwangen"1) und führte auch dort mehrfach Regie. Darüber hinaus erfreute die Wahlberlinerin das Publikum immer wieder mit literarischen Lesungen, beispielsweise aus den Werken von Werner Bergengruen1), Anton Tschechow1) und Siegfried von Vegesack1), zudem stand sie wiederholt im Synchronstudio. Lis Verhoeven war Anfang der 1960er kurze Zeit mit ihrem Kollegen Mario Adorf verheiratet. Aus der Verbindung stammt die 1963 geborene gemeinsame Tochter Stella Adorf1), die sich inzwischen zu einer anerkannten Schauspielerin entwickelt hat und somit die Tradition des Verhoeven-Clans fortsetzt. Siehe auch die Nachrufe unter anderem bei www.zeit.de, stern.de
 
Link: 1) Wikipedia
04.07.2019 Zwei beliebte Künstler sind von uns gegangen:
  • Am 2. Juli 2019 starb in seinem Haus im Küstenort Santa Ponηa1) auf Mallorca, wo er seit mehr als drei Jahrzehnten vor allem im Sommer lebte, im Alter von 75 Jahren Costa Cordalis1) im Kreise seiner Familie. Der Schlagersänger mit griechischen Wurzeln (eigentlich Konstantinos Kordalis) brachte 1965 mit "Du hast ja Tränen in den Augen", einer deutschen Version des Elvis Presley1)-Songs "Crying in the Chapel"1) seine erste Platte heraus und errang damit rasch Aufmerksamkeit. Rund zehn Jahre später feierte der attraktive Mann mit den dunklen Locken seinen größten Erfolg mit dem Titel "Anita"1) (1976), der sich drei Monate in den bundesdeutschen Top 10 hielt und es dort bis auf Platz 3 schaffte. Bis in jüngere Zeit stand Cordalis auf der Bühne und erfreute seine Fans mit alten, aber auch neuen Schlagern, noch Ende Februar 2019 war er zusammen mit Sohn Lucas bei einem Benefizkonzert in Essen aufgetreten. Im Frühjahr 2004 wirkte er in der RTL-Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"1) mit und wurde "Dschungelkönig". Die Siegprämie von 28.000 Euro spendete der Altstar für krebskranke Kinder ("Kinderkrebshilfe"1)), für die er sich zudem bei anderen Projekten einsetzte. Cordalis, den Weggefährten als einen "absolut liebenswerten" Menschen bezeichnen, hinterließ Ehefrau Ingrid, mit der er drei Kinder hatte, Sohn Lucas Cordalis1) und Tochter Angeliki Cordalis sind ebenfalls im Showgeschäft tätig. Siehe auch die Nachrufe bei spiegel.de, welt.de, tagesschau.de
     
  • Im italienischen Grosseto1) starb am 28. Juni 2019 während eines Familienurlaubs überraschend die Schauspielerin Lisa Martinek1) – sie wurde nur 47 Jahre alt. Laut Medienberichten befand sie sich auf einem Tauchausflug vor der Küste der italienischen Insel Elba, als sie im Wasser das Bewusstsein verlor bzw. einen Herzstillstand erlitt. Sie starb im Krankenhaus von Grosseto, nachdem alle Wiederbelebungsversuche erfolglos geblieben waren. Die Tochter des Architekten Roland Wittich1) und ältere Schwester des Regisseurs und Drehbuchautors Frieder Wittich1) wirkte neben ihrer Tätigkeit am Theater – unter anderem war sie von 1997 bis 2001 Ensemblemitglied am "Schauspielhaus Leipzig"1) – seit Anfang der 1990er Jahre in zahlreichen TV-Produktionen, aber auch Kinofilmen mit. Beispielsweise spielte sie zwischen 2006 und 2012 in der ZDF-Krimireihe "Das Duo"1) die Kommissarin Clara Hertz, ihre Partnerin, Hauptkommissarin Marion Ahrens, wurde von Charlotte Schwab1) dargestellt. Eine ihrer jüngeren Serienerfolge war die blinde Anwältin Romy Heiland in den ARD-Geschichten "Die Heiland – Wir sind Anwalt"1) (2018). Ab Juli 2019 sollten sechs weitere Folgen gedreht werden, inspiriert war die Serie durch ein reales Vorbild, die Berliner Anwältin Pamela Pabst, Deutschlands erste blinde Strafverteidigerin. Zuletzt stand Lisa Martinek für den Krimi "Mein erster Mord"1) (EA: 27.10.2018) aus der ZDF-Reihe "Schwartz & Schwartz" vor der Kamera und mimte die Chefin der Mordkommission Petra Steinle an der Seite der titelgebenden Protagonisten Devid Striesow1) und Golo Euler1).
    Seit 2002 lebte die Schauspielerin mit ihrem Kollegen Giulio Ricciarelli1) zusammen, seit der Heirat im Juni 2009 trug sie seinen Nachnamen, behielt jedoch den Namen Martinek aus ihrer Ehe mit Krystian Martinek1) (1992 – 1995) als Künstlernamen bei. Das Paar lebte in München, aus der Verbindung gingen drei Kinder hervor, zum Zeitpunkt des Todes der Mutter im Alter von vier, sieben und acht Jahren. Seit 2017 war Martinek Botschafterin für "Mother Hood e.V"1), einer Bundeselterninitiative, die sich für den Schutz von Mutter und Kind während Schwangerschaft und Geburt und für ein gesundes Aufwachsen der Kinder im 1. Lebensjahr einsetzt. Siehe auch die Nachrufe bei spiegel.detagesschau.de
Link: 1) Wikipedia
06.2019 Updates / Ergänzungen
  • 30.06.2019: Angela Salloker † (neu: Fotos, Filmografie)
  • 29.06.2019: Maria Solveg / Maria Matray † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 28.06.2019: Dagny Servaes † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 27.06.2019: Kristina Söderbaum † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 26.06.2019: Frida Richard † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 25.06.2019: Annie Rosar † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 24.06.2019: Marika Rökk † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 24.06.2019: Marina Ried † ( neu; Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 23.06.2019: Hannelore Schroth † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 18.06.2019: Charles Regnier † (neu: Foto, Wirken am Theater, Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 18./21.06.2019: Heinz Rühmann † (neu 2 Fotos, Ergänzungen, sowie Überarbeitung Filmografie)
  • 13.06.2019: Sieghardt Rupp † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 12.06.2019: Walther Reyer † (neu: Fotos, Wirken am Theater, Ergänzung Filmografie)
  • 10.06.2019: Lilli Palmer † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 10.06.2019: Lucia Popp † (neu: Fotos)
  • 08.06.2019: Peter Vogel † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 07.06.2019: Gunther Philipp † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 06.06.2019: Rudolf Prack † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 05.06.2019: Harald Paulsen † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 03.06.2019: Susi Nicoletti † (neu: Fotos, Wirken am Theater, Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 01.06.2019: Christl Mardayn † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 01.06.2019: Hansi Niese † (neu: Ergänzung Filmografie)
22.06.2019 Am 20. Juni 2019 starb in Wien im Alter von 82 Jahre überraschend der 2006 zum "Kammerschauspieler"1) ernannte Peter Matić, der sich vor allem auf der Bühne einen Namen als herausragender Charakterdarsteller machte und für seine Leistungen mehrfach ausgezeichnet wurde. Nach seinem Debüt (1960) am "Theater in der Josefstadt"1) sowie weiteren Engagements an verschiedenen Theatern gehörte er seit 1994 bis zuletzt zum Ensemble des Wiener "Burgtheaters"1). Der Wiener zeigte seine schauspielerische Kunst an vielen namhaften deutschsprachigen Theatern, etwa in Berlin an der "Deutschen Oper"1), am "Theater des Westens"1) und am "Renaissance Theater"1), man erlebte ihn am "Schauspiel Frankfurt"1), an der "Bayerischen Staatsoper"1), wiederholt bei den "Salzburger Festspielen"1) sowie bei den "Festspielen Reichenau"1), deren Aufführungen er stets bereicherte. Darüber hinaus übernahm er vielfältige Aufgaben vor der Kamera, sowohl in Kino- als auch in Fernsehproduktionen. Parallel zu seiner Arbeit für Theater und Film betätigte sich der Schauspieler seit den 1960er Jahren als Sprecher für den Rundfunk und wirkte mit seiner unverwechselbaren, sonoren Stimme an einer Vielzahl von Hörspielen für den ORF bzw. andere Sendeanstalten mit, widmete sich zudem in den letzten Jahren verstärkt ambitionierten Audio-Produktionen. Als Synchronsprecher war er ebenfalls gefragt, beispielsweise lieh er seit 1982 bzw. dem preisgekrönten Biopic "Gandhi"1) dem britischen Charakterdarsteller Ben Kingsley seine Stimme, zuletzt als Adolf Eichmann1) in dem Drama "Operation Finale"1) (2018).
Seit der Premiere am 24. Februar 2019 hatte Matić am "Burgtheater" als Rabbi bzw. Obsthändler Menkes in Christian Stückls1) Inszenierung des Schauspiels "Hiob" mitgewirkt,  einer Bühnenfassung von Koen Tachelet nach dem Roman von Joseph Roth1) mit Peter Simonischek1) als orthodoxem Tora-Lehrer Mendel Singer. "Mit Peter Matić verlieren wir einen einzigartigen Schauspieler", hieß es in der Mitteilung des "Burgtheaters". "Aber jenseits des künstlerischen Verlustes trauern wir um einen der nobelsten, freundlichsten, großzügigsten Kollegen, der dieses Credo in seiner täglichen Arbeit im Umgang mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses Hauses lebte." Für Direktorin Karin Bergmann1) war er "ein echter Familienmensch und tiefgläubig. Wenn wir nun seine Stimme hören, im Radio oder im Film, wird lang die Erinnerung an ihn traurig-froh in uns nachklingen." Noch am 25. Juni 2019 sollte Matić auf der Bühne stehen, mit der Rolle des Wirts "Zum Silbernen Rappen" in der Nestroy-Posse "Liebesgeschichten und Heiratssachen"1) (Regie: Georg Schmiedleitner1)) wollte sich der Kammerschauspieler vom "Burgtheater"-Publikum verabschieden. Der Spielplan 2019 der "Festspiele Reichenau" weist die Bühnenversion von Franz Werfels Erzählung "Eine blassblaue Frauenchrift"1) aus, hier hätte Matić den Minister Vinzenz Spittelberger geben sollen (Regie: Julian Pölsler, Premiere: 01.07.2019). "Tief betroffen“ zeigte sich Österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen1) angesichts des Ablebens von Matić: "Er war ein Ausnahmeschauspieler, wie es nur wenige gibt", schrieb das Staatsoberhaupt auf Twitter. Der für die Kulturagenden zuständige Außenminister Alexander Schallenberg1) würdigte den Schauspieler und Sprecher als "Sprachkünstler". Schallenberg sah in ihm einen "begnadeten Bühnendarsteller", dessen Spiel durch die Besonderheit seiner Stimme "unverwechselbar und einzigartig" war. "Unendlich traurig", kommentierte auch die "Wiener Staatsoper"1) Matić’ Tod. "Peter Matić war ein Grandseigneur, sowohl künstlerisch als auch menschlich, ohne sich als solcher zu gebaren. Wir sind sehr dankbar über die gemeinsamen vergangenen Jahre – und werden ihn nun schwer vermissen", so Direktor Dominique Meyer1). Der Burgschauspieler hatte 2012 als Haushofmeister in "Ariadne auf Naxos"1) an der "Staatsoper" debütiert. "Peter Matić ist unersetzlich: durch seine Rollengestaltung, seine Sprachgenauigkeit, vor allem aber auch durch seine Haltung. Er war ein Herr", so die Präsidentin der "Salzburger Festspiele", Helga Rabl-Stadler1). Als "winziges Zeichen für die große Trauer und Dankbarkeit" weht angesichts des überraschenden Todes des Schauspielers am Festspielhaus die schwarze Fahne, wie es in einer Aussendung heißt. (Quelle: wien.orf.at)
Weitere Nachrufe unter anderem bei derstandard.de, noe.orf.at
 
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08.06.2019 Am 6. Juni 2019 starb im Alter von 91 Jahren im Schweizerischen Locarno der Schauspieler Carl Schell1). Er war das letzte lebende Mitglied der in den Medien oft als "Schell-Clan" bezeichneten Künstlerfamilie. Seine Eltern waren der Schweizer Schriftsteller Hermann Ferdinand Schell1) (1900 – 1972) und die österreichische Schauspielerin Margarethe Noι von Nordberg1) (1905 – 1995). Am berühmtesten seiner drei Geschwister wurden Maria Schell (1926 – 2005) und Maximilian Schell (1930 – 2014), aber auch die mit nur 57 Jahren an einer Lungenentzündung verstorbene Immy Schell1) (1935 – 1992) ergriff den Schauspielerberuf.
Carl Schell machte sich vornehmlich als Bühnenschauspieler im deutschsprachigen Raum einen Namen. Zudem stand er seit Ende der 1940er Jahre sporadisch vor der Kamera, spielte sowohl in deutschsprachigen als auch internationalen Produktionen prägnante Rollen, konnte jedoch die Popularität seiner Geschwister Maria und Maximilian nicht erreichen. Für das Fernsehen arbeitete der Schauspieler seit den 1960er Jahren, die TV-Serie "Butler Parker" zählte zu seinen letzten filmischen Aktivitäten. Neben der Schauspielerei arbeitete Schell auch als Regisseur, Produzent und Autor. 1984 stellte Schell im Schweizerischen Brissago seine private Fernsehstation "T.V.I. (Television International) vor, 1999 veröffentlichte er seine Autobiografie "Wir waren vier". Aus seiner ersten Ehe mit Christiane Robert stammen die Kinder Michθle, Pia und Renι Schell, seine zweite Ehefrau Stella Mooney1) schenkte ihm Sohn Marco-Claudio und Tochter Caroline, die Bildhauerin und Malerin wurde. Schell, Großvater von sieben Enkelkindern, lebte mit seiner Familie zuletzt in Locarno im Schweizer Kanton Tessin, wo er im Alter von 91 Jahren in einem Pflegeheim an Organversagen starb; schon seit geraumer Zeit soll Schell gesundheitliche Probleme gehabt haben; siehe auch die Nachrufe bei www.nzz.ch, www.bild.de.
 
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05.2019 Updates / Ergänzungen
14.05.2019 Am 13. Mai 2019 starb mit Doris Day eine US-amerikanische Schauspielerin, die in den 1950er und 1960er Jahren zu den Leinwandstars zählte und als eine der letzten noch lebenden Ikonen der sogenannten "Goldenen Ära Hollywoods" galt – noch wenige Wochen zuvor hatte sie am 3. April ihren 97. Geburtstag begehen können; laut Medienberichten erlag Doris Day in ihrem Haus im kleinen kalifornischen Küstenort Carmel1) den Folgen einer Lungenentzündung. Begonnen hatte die Karriere der als Doris Mary Ann Kappelhoff geborenen Künstlerin Mitte der 1940er Jahre als Sängerin, rund zehn Jahre später konnte sie einmal mehr ihr Gesangstalent in dem Hitchcock-Thriller "Der Mann, der zuviel wusste"1) (1956) unter Beweis stellen. Hier trällerte zum ersten Mal das "Oscar"-prämierte Lied "Que sera, sera"1) (Whatever Will Be, Will Be), das ein bekannter Evergreen wurde bzw. weltweit zum Millionenseller geriet. In ihren nachfolgen Kinofilmen verpasste man Doris Day nun vorwiegend das Image der amerikanischen "Sauberfrau", die in ihrer Sittsamkeit unbeirrbar blieb. Der endgültige Durchbruch als kassenträchtiger Publikumsliebling gelang ihr an der Seite von Rock Hudson mit dem Streifen "Bettgeflüster"1) (1959), für den sie ihre erste und einzige "Oscar"-Nominierung erhielt. Mit Hudson drehte sie zudem die sehr erfolgreichen, amüsanten Geschichten "Ein Pyjama für zwei" (1961) und "Schick mir keine Blumen" (1964). Mit turbulenten Filmkomödien wie "Ein Hauch von Nerz"1) (1961; ausgezeichnet mit dem "Golden Globe"1)) als Partnerin von Herzensbrecher Cary Grant oder "Was diese Frau so alles treibt" (1963) und "Eine zuviel im Bett" (1963) mit James Garner ist Doris Day in nachhaltiger Erinnerung geblieben. Sehenswert ist auch Frank Tashlins witzige Agentenpersiflage "Spion in Spitzenhöschen"1) (1965) an der Seite von Rod Taylor. Ende der 1960er Jahre drehte das blonde "American Sweetheart" mit den Streifen "Als das Licht ausging"1)  (1968) und "Der Mann in Mammis Bett"1) (1968) ihre letzten Kinofilme, wenig später startete sie mit "The Doris Day Show" ihre eigene Fernsehsendung. Nach zwei weiteren TV-Specials Mitte der 1970er Jahre zog sich Doris Day endgültig vom Filmgeschäft bzw. aus der Öffentlichkeit zurück und war fortan als leidenschaftliche Tierschützerin aktiv. "Doris Day passte perfekt in die weichgespülte Hollywood-Erotik dieser Zeit: Blond, süß und unschuldig bis an die Grenze der Naivität. Ihre Filme verfolgten meist das gleiche Muster: Am Anfang ist Doris Day die alleinstehende, meist berufstätige Frau – gerade so emanzipiert, wie das männlich dominierte Hollywood dieser Zeit und seine Drehbuchautoren und Regisseure es zuließen. Und am Ende kriegten sie sich doch." notiert www.tagesschau.de. Siehe auch die Nachrufe bei www.focus.de, www.spiegel.de
 
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04.2019 Updates / Ergänzungen
  • 29.04.2019: Zarah Leander † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 28.04.2019: Hilde Krahl † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 28.04.2019: Fred Liewehr † (neu: Fotos)
  • 28.04.2019: Johanna von Koczian
  • 27.04.2019: Dorit Kreysler † (neu: ein Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 26.04.2019: Fritz Kortner † (neu: Fotos, Wirken am Theater, Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 26.04.2019: Alice und Ellen Kessler (neu: ein frühes Foto, Filmografie)
  • 22.04.2019: Friedrich Kayssler † (neu: Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 22.04.2019: Paul Kemp † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 20.04.2019: Maria Koppenhöfer † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 19.04.2019: Werner Krauß † (neu: weitere Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 18.04.2019: Curd Jürgens † (neu: zwei Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 16.04.2019: Hans Junkermann † (neu: ein Foto, Ergänzung Filmografie)
  • 15.04.2019: Emil Jannings † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 14.04.2019: Judith Holzmeister † (neu: Fotos, Filmografie)
  • 14.04.2019: Olly Holzmann † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 13.04.2019: Veit Harlan † (neu: weitere Fotos, Ergänzung der Filmografie)
  • 12.04.2019: Gusti Huber † (neu: ein weiteres Foto, Ergänzung der Filmografie)
  • 12.04.2019: Kirsten Heiberg † (neu: ein weiteres Foto, Ergänzung der Filmografie)
  • 11.04.2019: Karlheinz Böhm † (neu: weitere Fotos, Ergänzung der Filmografie)
  • 10.04.2019: Paul Hartmann † (neu: ein weiteres Foto, Wirken am Theater (Auszug), Ergänzung der Filmografie)
  • 08.04.2019: Paul Hörbiger † (neu: weitere Fotos, Wirken am Theater (Auszug), Ergänzung der Filmografie)
  • 05.04.2019: Attila Hörbiger † (neu: weitere Fotos sowie Ergänzung der Filmografie)
  • 04.04.2019: Gustaf Gründgens † (neu: weitere Fotos sowie Wirken am Theater)
  • 01.04.2019: Heinrich George † (neu: einige Fotos sowie Ergänzung der Filmografie)
  • 01.04.2019: Hertha Thiele † (Ergänzung der Filmografie)
27.04.2019 Erneut ist der Tod einer bekannten und geschätzten Schauspielerin zu beklagen: Mit Ellen Schwiers starb am 26. April 2019 nach langer, schwerer Krankheit in ihrem Haus am Starnberger See eine Künstlerin, die sich sowohl am Theater als auch bei Film und Fernsehen einen Namen machte – sie wurde 88 Jahre alt. Zu ihren großen Bühnenrollen zählten beispielsweise 1961 und 1962 bei den "Salzburger Festspielen" die Buhlschaft im "Jedermann"1) an der Seite des Protagonisten Walter Reyer in den Inszenierungen von Gottfried Reinhardt1). Bei den "Burgfestspielen Jagsthausen"1) gestaltete sie zwischen 1967 und 1971 die Adelheid von Walldorf in dem Goethe-Schauspiel "Götz von Berlichingen"1), Walter Richter (1967), Hermann Schomberg (1969) und Benno Sterzenbach (1968, 1970, 1971) gaben den Titelhelden. Als Regisseurin und Intendantin war Ellen Schwiers ebenfalls erfolgreich, zwischen 1984 bis 1989 und von 1992 bis 1994 übernahm sie die künstlerische Leitung der "Burgfestspiele Jagsthausen", mehrfach inszenierte sie dort auch Goethes "Götz von Berlichingen". Mit ihrem Ehemann, dem 1992 verstorbenen Filmproduzenten Peter Jacob, gründete sie 1982 das Tournee-Unternehmen "Das Ensemble", welches sie bis 2014 gemeinsam mit Tochter Katerina Jacob1) leitete – dass Ellen Schwiers dort auf der Bühne stand, war selbstverständlich. Einem breiten Publikum war die exotisch anmutende, rassige Schönheit seit Mitte der 1950er Jahre durch etliche Kinofilme wie "Anastasia – Die letzte Zarentochter"1) (1956), "Das Erbe von Björndal"1) (1960) oder "Der letzte Zeuge" (1960) bekannt geworden, später nutzte das Fernsehen ihr darstellerisches Potential in zahlreichen Einzelproduktionen und Serien. So beeindruckte sie unter anderem 1973 als Lydia Gwilt (die Frau mit dem roten Schal) in dem spannenden Wilkie Collins-Dreiteiler "Der rote Schal", der nicht zuletzt durch die grandiose schauspielerische Leistung von Ellen Schwiers und der unvergessenen Ida Ehre zu den Krimiklassikern zählt. Nach längerer Pause wirkte Ellen Schwiers in jüngerer Zeit auch wieder in einer Kinoproduktion mit: In Sherry Hormanns1) Verfilmung der tragischen Entführungs-Geschichte der Österreicherin Natascha Kampusch1), die acht Jahre lang gefangen gehalten wurde, spielte Ellen Schwiers in dem Drama "3096 Tage"1) Nataschas Großmutter. Die Weltpremiere des Films mit Amelia Pidgeon1) als junge Protagonistin fand am 25. Februar 2013 in Wien statt. 
Nachrufe zum Tode von Ellen Schwiers unter anderem bei tagesschau.de, www.spiegel.de, www.welt.de, www.zeit.de
 
1) Link: Wikipedia
24.04.2019 Freunde, Kollegen und Persönlichkeiten aus Politik und Kunst, aber auch Fans zeigten sich bestürzt über das plötzliche Ableben einer großartigen Schauspielerin, die über Jahrzehnte mit ihrem facettenreichen Spiel die Film- und Fernsehlandschaft prägte: Hannelore Elsner starb am 21. April 2019  überraschend  im Alter von 76 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in einem Krankenhaus in München – wie die Medien berichteten an den Folgen einer Krebserkrankung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier1) äußerte sich mit den Worten: "Mit Hannelore Elsner verlieren wir eine wundervolle Schauspielerin und einen großartigen Menschen. In vielen Rollen im Fernsehen, im Kino und auf der Bühne hat sie uns Schwächen und Stärken der Menschen vor Augen geführt." Bundesaußenminister Heiko Maas1) twitterte: "Hannelore Elsner war nicht nur eine Ikone des deutschen Films – sei es in der "Schwarzwaldklinik", im "Tatort", als Kommissarin Lea Sommer oder in glänzenden Rollen wie in "Die Unberührbare". Sie setzte sich auch kraftvoll für den Zusammenhalt in unserem Land ein. Ihr Tod schmerzt."
Für SPIEGEL ONLINE war sie "wahrscheinlich die einzige Diva, die der deutsche Film- und Fernsehbetrieb in den letzten zwei, drei Jahrzehnten hervorgebracht hat", für sueddeutsche.de "voller Lebensenergie und Eleganz " und tagesschau.de nannte sie "eine der bedeutendsten Schauspielerinnen Deutschlands." Auch das Unternehmen "Constantin Film"1) zeigte sich betroffen. "Der deutsche Film ist nun ärmer. Wir verneigen uns vor der Leistung dieser großen Schauspielerin. Wir verlieren eine Freundin. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihren Angehörigen", sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Moszkowicz1). Für Autorin und Regisseurin Doris Dörrie1) "war Hannelore Elsner eine große Abenteuerin, die sich mit Neugier, Hingabe und Tapferkeit in jede Rolle und in ihr Leben gestürzt hat." Dörries Film mit Elsner "Kirschblüten & Dämonen"1), Fortsetzung von "Kirschblüten–Hanami"1) (2008), läuft seit 7. März 2019 in den Kinos. "Als Elsners eigentlichen Durchbruch, als Kinostar und Charakterdarstellerin", so tagesschau.de, "betrachtete die Fachkritik ihre Hauptrolle im Film "Die Unberührbare"1) (2000), der von den letzten Tagen der Schriftstellerin Hanna Flanders erzählt und sich dabei eng an die Vita der Schriftstellerin Gisela Elsner1) anlehnt, die sich 1992 das Leben nahm. Geschrieben und gedreht wurde das für drei Bundesfilmpreise nominierte und in Cannes als deutscher Wettbewerbsbeitrag gezeigte Schwarz-Weiß-Epos von Gisela Elsners Sohn Oskar Roehler1)."
Noch wenige Wochen vor ihrem Tod stand Hannelore Elsner, die sich nie auf ein bestimmtes Rollenklischee festlegen ließ, für die Frankfurter "Tatort"-Folge mit dem Arbeitstitel "Die Guten und die Bösen" vor der Kamera. Hier spielt sie eine pensionierte Kommissarin, die dem Frankfurter Ermittlerteam um die Kriminalhauptkommissare Janneke und Brix1) (Margarita Broich1) / Wolfram Koch1)) bei der Lösung eines alten Falls helfen soll; als Ausstrahlungstermin wird der 19. April 2020 genannt  → filmstarts.de.
Siehe auch die Nachrufe unter anderem bei www.br.de, www.faz.net, www.tagesspiegel.de, www.welt.de, www.zeit.de 
 
1) Link: Wikipedia
03.2019 Updates / Ergänzungen
  • 31.03.2019: O. W. Fischer † (neu: ein Foto sowie Ergänzung der Filmografie)
  • 30.03.2019: Jan Kiepura † (neu: Fotos sowie Ergänzung der Filmografie)
  • 29.03.2019: Mαrta Eggerth † (neu: 2 Fotos sowie Ergänzung der Filmografie)
  • 29.03.2019: Vilma Degischer † (neu: Fotos sowie Ergänzung der Filmografie)
  • 28.03.2019: Gustav Diessl † (neu: Foto sowie Ergänzung der Filmografie)
  • 27.03.2019: Siegfried Breuer † (neu: Foto sowie Ergänzung der Filmografie)
  • 25.03.2019: Hermann Lause † (neu: Theater-Wirken, Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
  • 23.03.2019: Richard Lauffen † (neu: Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
  • 20.03.2019: Hellmut Lange † (neu: Ergänzung Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
  • 20.03.2019: Herlinde Latzko (neu: Filmografie)
  • 19.03.2019: Elfriede Kuzmany † (neu: Theater-Wirken, Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
  • 16.03.2019: Mila Kopp † (neu: Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
  • 15.03.2019: Elmar Wepper, Lambert Hamel 
    (mit Dank an die Fotografin Renate Neder (→ www.renateneder.de) für zwei Fotos von Lambert Hamel)
  • 14.03.2019: Winfried Glatzeder (neu: Arbeiten für das Hörspiel)
  • 12.03.2018: Helmut Griem † (neu: Theater-Wirken, Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
  • 09.03.2018: Franz Kutschera † (neu: Fotos, Theater-Wirken Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
  • 06.03.2018: Pit Krüger † (neu: Filmografie)
  • 05.03.2018: Karl-Heinz Kreienbaum † (neu: Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
  • 03.03.2019: Diether Krebs † (neu: Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
  • 02.03.2019: Reinhard Kolldehoff † (neu: Filmografie, Arbeiten für das Hörspiel)
02.2019 Updates / Ergänzungen
23.02.2019 Am 21. Februar 2019 starb im Alter von 81 Jahren in Germering1) in der Nähe von München nach schwerer Krankheit der Musiker und Schlagersänger Gus Backus. Der gebürtige US-Amerikaner stieg in den 1960er Jahren zum ausgesprochenen Idol aller Schlagerfreunde im deutschsprachigen Raum auf. Seine mit unverwechselbarem Akzent gesungenen Lieder "Da sprach der alte Häuptling der Indianer" (1961), "Der Mann im Mond"1) (1961), "Sauerkrautpolka" (1962) oder "Bohnen in die Ohr'n" (1966) wurden rasch echte "Ohrwürmer". Außerdem war Backus in den 1960er Jahren in einer Reihe von Unterhaltungs- bzw. Schlagerstreifen wie "Unsere tollen Tanten"1) (1961) oder "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett"1) (1962) auf der Leinwand zu sehen. Sein bewegtes Leben schrieb er in dem Buch "Ich esse gar kein Sauerkraut – Die Autobiografie" nieder, welche am 20. September 2011 auf den Markt kam. Der Titel war an den Song "Ich esse gerne Sauerkraut und tanze gerne Polka" angelehnt, den Backus in weißer Schürze und Kochmütze in der Komödie "Unsere tollen Tanten" gesungen hatte; siehe auch die Nachrufe unter anderem bei  tagesschau.de und focus.de.
 
Link: 1) Wikipedia
18.02.2019 Wie erst jetzt bekannt wurde, starb bereits am am 29. Januar 2019 im Alter von 91 Jahren der Schauspieler Hans Stetter; er lebte mit seiner zweiten Frau, der Schauspielerin Monika Lundi1) in München → Todesanzeige.
Bereits zu DDR-Zeiten machte sich Stetter einen Namen, nach seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik (1958) konnte er seine schauspielerische Karriere nahtlos fortsetzen.
Nach einer kurzen Station in Hannover wurden ab 1959 für zehn Jahre die "Städtischen Bühnen"1) in Frankfurt/Main unter der Intendanz von Harry Buckwitz1) (1904 – 1987) seine künstlerische Heimat, schließlich ab 1970 das "Bayerische Staatsschauspiel"1) bzw. das "Residenztheater"1) in München, dem er bis zum Ausscheiden wegen Erreichen der Altersgrenze über zwei Jahrzehnte als festes Ensemblemitglied angehörte Auf der Leinwand sah man ihn in "Georg Elser – Einer aus Deutschland"1) (1989) über den gescheiterten Hitler-Attentäter Georg Elser1) (1903 – 1945) neben Regisseur und Hauptdarsteller Klaus Maria Brandauer, der ihn auch in seiner Thomas Mann-Adaption "Mario und der Zauberer" besetzte. Den Fernsehzuschauern ist Stetter mit Auftritten in so populären Krimiserien wie "Derrick", "Polizeiinspektion 1", "Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger" oder "Tatort" in Erinnerung geblieben, in der beliebten Familienserie "Alle meine Töchter"1) (1995–2001) machte er als Prälat bzw. Weihbischof Rottmann und Freund der Familie Sanwaldt eine gute Figur. Zuletzt hatte er in Jo Baiers Fernsehfilm "Liesl Karlstadt und Karl Valentin"1) (2008) über das legendäre Komikerduo Liesl Karlstadt und Karl Valentin als Theaterdirektor mitgespielt.
 
Link: 1) Wikipedia
17.02.2019 Bestürzung nicht nur bei Vertretern aus Kultur und Politik rief die Nachricht hervor, dass der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz am 16. Februar 2019 im Alter von 77 Jahren in seinem Wohnhaus im zürcherischen Wädenswil-Au1) gestorben ist. Bereits im Sommer 2018 war bekannt geworden, dass er an Darmkrebs erkrankt sei und vorerst alle Termine abgesagt habe. Auch seine Teilnahme bei den "Salzburger Festspielen" konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen. In der in der Neuproduktion von Mozarts "Die Zauberflöte"1) sollte er als Erzähler auftreten – kurzfristig übernahm Klaus Maria Brandauer diesen Part eines Großvaters, der seinen Enkeln – den drei Knaben – Mozarts Oper als Gutenachtgeschichte erzählt.
Der vielfach ausgezeichnete Charakterdarsteller, unter anderem Träger des auf Lebenszeit vergebenen "Iffland-Ringes"1), galt als Ausnahmeschauspieler, sowohl auf der Bühne als auch bei Film und Fernsehen. An der von ihm mitbegründeten Berliner "Schaubühne am Halleschen Ufer"1) zählte der Schweizer fast zwei Jahrzehnte zu den prägenden Darstellern, er "war ein sprachempfindsamer Schauspieler, er gehörte zum Besten, was das darstellende Schauspiel in deutscher Sprache zu bieten hat." schreibt die "Frankfurter Allgemeine in einem Nachruf → www.faz.net.
Mit vielen seiner filmischen Arbeiten prägte sich Bruno Ganz einem breiten Publikum ein, sei es als Jonathan Zimmermann in Wim Wenders' Krimi "Der amerikanische Freund"1) (1977), als Journalist Georg Laschen in Volker Schlöndorffs Literaturadaption "Die Fälschung"1) (1981) oder als Engel Damiel in Wim Wenders' Meisterwerken "Der Himmel über Berlin"1) (1987) und "In weiter Ferne, so nah!"1) (1993). In nachhaltiger Erinnerung bleibt Ganz sicherlich mit der schwierigen Rolle des Adolf Hitler1) in Oliver Hirschbiegels "Oscar"-nominiertem Drama "Der Untergang"1) (2004) über die Geschehnisse im Berliner Führerbunker während der letzten Tage des 2. Weltkrieges, aber auch als "Der grosse Kater"1) in dem gleichnamigen Film aus dem Jahre 2010. Dass er auch die kleinen Zuschauer zu erfreuen wusste, bewies Ganz mit dem Part des Alpöhi in der Johanna Spyri-Verfilmung "Heidi"1) (2015), seine letzten Arbeiten vor der Kinokamera waren "Der Trafikant" (2018), gedreht von von Nikolaus Leytner1) nach dem gleichnamigen Roman1) von Robert Seethaler1) (mit Ganz als Sigmund Freud1)) sowie das Biopic über von Franz Jägerstätter1) mit dem Titel "Radegund"1), in dem er an der Seite von Protagonist August Diehl1) den Reichskriegsgerichtsrat Werner Lueben1) darstellt; die Premiere der deutsch-US-amerikanischen Produktion soll 2019 erfolgen.
Auch die Fernsehzuschauer kamen, wenn auch eher selten, in den Genuss, das brillante Spiel des Schweizers zu erleben. Hier ist unter anderem der Film "Ein starker Abgang"2) von Regisseur Rainer Kaufmann1) aus dem Jahre 2008 zu nennen. In dieser Tragikomödie war Ganz als alternder, fast schon vergessener Schriftsteller bzw. eingefleischter Misanthrop der kongeniale Partner einer nicht minder glänzend aufspielenden Monica Bleibtreu (1944 – 2009); anlässlich des Todes von Bruno Ganz wiederholt das ZDF am 17. Februar 2019 um 23:30 Uhr diesen sehenswerten Film.
"Mit Bruno Ganz verlieren wir einen der ganz großen deutschsprachigen Charakterdarsteller. Wie wenigen war es ihm gegeben, die Menschen mit seinem Spiel durch die Genauigkeit und Nuanciertheit seines Ausdrucks tief zu bewegen. Dabei konnte er das abgründig Dämonische ebenso verkörpern wie das warmherzig Menschenfreundliche. Zwischen Engel ("Der Himmel über Berlin") und Teufel ("Der Untergang") gelang ihm schauspielerisch alles. Nun steht er als einer der unvergänglichen Leitsterne am Theater- und Film-Himmel über uns." sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres1) unter anderem zum Ableben von Bruno Ganz; weitere Nachrufe unter anderem bei tagesschau.de und www.zeit.de
 
Link: 1) Wikipedia, 2) tittelbach.tv
09.02.2019 Am 7. Februar 2019, starb im Alter von 82 Jahren in London nach kurzer Krankheit der Charakterschauspieler Albert Finney, der sowohl auf der Bühne als auch beim Film Erfolge feierte. Vor allem in den 1960er und 1970er Jahren gehörte der Mime zu den bekanntesten Gesichtern des britischen Kinos, fünf Mal wurde er im Verlaufe der Jahrzehnte für einen "Oscar"1) nominiert, unterlag jedoch stets seinen Konkurrenten. Für die Titelrolle in dem Abenteuer bzw. der Literaturadaption "Tom Jones – Zwischen Bett und Galgen"1) (1963, "Tom Jones") hatte er 1964 erstmals die Nominierung als "Bester Hauptdarsteller" erhalten, es folgten die Agatha Christie-Verfilmung "Mord im Orient-Expreß"1) (1974, "Murder on the Orient Express") mit der Figur des Hercule Poirot1). Die Rolle des "Sir" in "Ein ungleiches Paar"1) (1983), der Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Theaterstückes "The Dresser" von Ronald Harwood1), brachte Finney im Folgejahr die dritte "Oscar"-Nominierung ein, in "Unter dem Vulkan"1) (1984, "Under the Volcano") nach dem gleichnamigen Roman1) von Malcolm Lowry1) hatte er mit der Rolle des ehemaligen britischen Konsuls Geoffrey Firmin nicht nur die "Oscar"-Jury beeindruckt. Als "Bester Nebendarsteller" wurde er dann zuletzt für die Rolle des Rechtsanwaltes Ed Masry1) in "Erin Brockovich"1) (2000) nominieret, der Geschichte der Umweltaktivistin Erin Brockovich1) mit Julia Roberts1) als Protagonistin. Doch nicht nur die "Oscar"-Nominierungen sind ein Beweis für Finneys herausragenden schauspielerischen Leistungen, zu nennen sind beispielsweise der "British Academy Film Award"1), der "Emmy Award"1) – unter anderem als "Bester Fernsehdarsteller" in "Churchill – The Gathering Storm"1) (2002), wo er als Winston Churchill1) brillierte – der "Golden Globe Award"1) oder der "Silberne Bär" der "Internationalen Filmfestspiele Berlin" → mehr bei Wikipedia. Zuletzt hatte der Brite in dem "James Bond"-Streifen "Skyfall"1) und in dem Actionthriller "Das Bourne Vermächtnis"1) ("The Bourne Legacy") mitgewirkt, Produktionen, die beide 2012 an den Start gingen.
Finney war von 1957 bis 1961 mit Schauspielerkollegin Jane Wenham verheiratet; aus dieser Ehe stammt der im September 1958 geborene Sohn Simon, der als Techniker in der Filmindustrie arbeitet. 1970 ehelichte Finney seine französische Kollegin Anouk Aimιe, nach acht Jahren ließ sich das Paar 1978 scheiden. Anschließend war er bis in die frühen 1980er Jahre mit der Schauspielerin Diana Quick1) liiert. 2006 gab der damals 70-jährige Albert Finney seiner langjährigen Lebensgefährtin Penelope Delmage auch offiziell das Ja-Wort.
Nachrufe unter anderem bei tagesschau.de, www.welt.de, www.spiegel.de
 
Link: 1) Wikipedia
01.02.2019 Heute, am 1. Februar 2019, starb im Alter von 79 Jahren in einem Berliner Krankenhaus die Schauspielerin Ursula Karusseit. Bereits zu DDR-Zeiten zählte sie zu den Künstlerinnen, die sowohl auf der Bühne als auch bei Film und Fernsehen Erfolge feierten. Seit der Spielzeit 1962/63 gehörte sie zum Ensemble der "Volksbühne Berlin"1) und und avancierte dort im Laufe der Jahre mit ihrem facettenreichen Spiel zu einer unverzichtbaren Größe des Hauses, wurde unter anderem als Brecht-Interpretin bzw. ihre Gestaltung der Shen Te/Shui Ta in der Benno Besson1)-Inszenierung "Der gute Mensch von Sezuan"1) (1969/70) gerühmt. Mit dem legendären Theatermann war sie von 1969 bis 1995 in erster Ehe verheiratet gewesen, der gemeinsame Sohn Pierre Besson1) (geb. 1967) ist ebenfalls Schauspieler.
In nachhaltiger Erinnerung ist Ursula Karusseit sicherlich mit der Figur der selbstbewussten Landarbeiterin Gertrud Habersaat in dem TV-Fünfteiler "Wege übers Land"1) (1968) unter anderem an der Seite von Manfred Krug geblieben, gedreht von Martin Eckermann1) nach einer Vorlage von Helmut Sakowski1). In der Kinoproduktion "KLK an PTX – Die Rote Kapelle"1) über die Widerstandsgruppe "Rote Kapelle"1) verkörperte sie die Widerstandskämpferin Hilde Coppi1). Nach der so genannten "Wende" konnte die Schauspielerin vor allem beim Fernsehen Fuß fassen, seit der am 26. Oktober 1998 ausgestrahlten ersten Folge mimte sie in dem Dauerbrenner "In aller Freundschaft"1) die liebenswert-schlagfertige (ehemalige) Cafeteria-Chefin Charlotte Gauß.
Siehe auch die Nachrufe bei spiegel.de, tagesschau.de, www.mdr.de
 
Link: 1) Wikipedia
01.2019 Updates / Ergänzungen
10.01.2018 Für alle Fans der ZDF-Serie "Der Bergdoktor"1): Heute startet (nach dem Winter-Special) die 12. Staffel dieser populären Serie, leider ohne den am am 11. März 2018 verstorbenen Siegfried Rauch, der den Dr. Roman Melchinger mimte. Mit dabei ist erneut, wie bereits in der 11. Staffel, Christian Kohlund als "Onkel Ludwig".
 
Link: 1) Wikipedia
09.01.2018 Wie erst jetzt bekannt wurde, starb bereits am 15. November 2018 der Schauspieler, Regisseur und Autor Edwin Marian – er wurde 90  Jahre alt. Die DEFA-Stiftung schreibt bei Facebook: "Uns hat die traurige Nachricht erreicht, dass der Schauspieler Edwin Marian bereits am 15. November 2018 im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Marian ist bekannt aus DEFA-Filmen wie "Fünf Patronenhülsen"1) (1960, in der Rolle des Josι). Sein Leinwanddebüt gab er 1953 in "Jacke wie Hose"1). Mit Rollen in "Carola Lamberti – Eine vom Zirkus"1) (1954) und "Mich dürstet"2) (1956) konnte er sich als gefragter Schauspieler etablieren. Bis ins Jahr 1980 war Marian in vielen Produktionen der DEFA sowie des DDR-Fernsehens zu sehen und verfasste auch Drehbücher. Nachdem er nach einer Reise nicht mehr in die DDR zurückkehrte, konnte er sich auch in der BRD als vielfältiger Filmschaffender etablieren."
 
Link: 1) Wikipedia, 2) defa-stiftung.de
07.01.2019 Mein Dank geht an den Fotografen Stuart Mentiply (www.mentiply.de) für Fotos von

1) Link: Wikipedia

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