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Besondere
Geburtstage
im April
bzw. erinnerungs-
würdige
Daten zu
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Zu erinnern ist am … an den … von …

Besondere Geburtstage der vergangenen Monate des Jahres 2020 siehe hier
Verstorbene Künstler der Jahre 2020 bis 2011 (Auszug; Link öffnet neues Fenster)

03.2020 Updates / Ergänzungen
10.03.2020 Am 8. März 2020 starb im Alter von 90 Jahren in seiner Wahlheimat Paris der schwedische Schauspieler Max von Sydow; sein Vater war der Ethnologe Carl Wilhelm von Sydow1) (1878 – 1952) mit deutsch-pommerscher Abstammung. Schon früh machte sich von Sydow einen Namen als exzellenter Charakterdarsteller und avancierte sowohl in Schweden als auch im Ausland rasch auf der Leinwand zum Star. Mit Ingmar Bergmans1) Drama "Das siebente Siegel"1) (1957, "Det Sjunde inseglet") und der Hauptrolle des fahrenden Ritters Antonius Blok, der sich während einer Pest-Epidemie auf ein Spiel mit dem Tod einlässt, wurde der Mime auch international gefeiert. Seither sind die Namen Max von Sydow und Ingmar Bergman eng miteinander verbunden, unter der Regie des schwedischen Regisseurs wirkte er in zehn weiteren Werken, so unter anderem in "Wilde Erdbeeren"1) (1957, "Smultronstället"), es folgten "Das Gesicht"1) (1958, "Ansiktet"), "Die Jungfrauenquelle"1) (1959, "Jungfrukällan"), "Die Stunde des Wolfes"1) (1968, "Vargtimmen"), "Schande"1) (1968, "Skammen"), "Passion"1) (1969, "En Passion") und zuletzt in "Die Berührung"1) (1971, "Beröringen"). Doch auch unter anderen Regisseuren zeigte von Sydow als herausragender Darsteller immer wieder seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit. Er drehte zahlreiche, international erfolgreiche Filme, war mythischer Held, undurchschaubarer Finsterling, zwielichtige Typus, Licht- und Schattengestalt, Retter und Verräter oder historische Charaktere sowohl im Kino als auch im Fernsehen. In seinem Hollywood-Debüt verkörperte er in dem biblischen Monumentalfilm "Die größte Geschichte aller Zeiten"1) (1965, "The Greatest Story Ever Told") Jesus von Nazaret1), unvergessen bleibt er als Jesuitenpater Lankester Merrin in den Horrorstreifen "Der Exorzist"1) (1973, "The Exorcist") und "Exorzist II – Der Ketzer"1) (1977, "Exorcist II: The Heretic"). Für seine Rolle des Witwers und Vaters Lasse Karlsson in dem dänischen Drama "Pelle der Eroberer"1) (1987, "Pelle Erobreren") erhielt er 1987 den Europäischer Filmpreis "Felix"1) als "Bester Schauspieler", 1988 die dänischen Filmpreise "Bodil"1) ("Bester Hauptdarsteller"1)) und "Robert"1) ("Bester Hauptdarsteller"1)) sowie 1989 eine "Oscar"-Nominierung als "Bester Hauptdarsteller", unterlag jedoch Dustin Hoffman in "Rain Man"1). Eine weitere "Oscar"-Nomimierung als "Bester Nebendarsteller" war die Rolle des stummen Untermieters in dem US-amerikanischen Drama "Extrem laut & unglaublich nah"1) (2011,"Extremely Loud & Incredibly Close"), doch auch diesmal ging von Sydow leer aus und musste die begehrte Trophäe Christopher Plummer in "Beginners"1) überlassen. Einem jüngeren Publikum wurde von Sydow, der noch im hohen Alter vor der Kamera stand, mit dem kleinen, dennoch prägnanten Part des Jedi-Forschers Lor San Tekka in siebte Episode der "Star-Wars"1)-Filmreihe mit dem Titel "Star Wars: Das Erwachen der Macht"1) (2015, "Star Wars: The Force Awakens") und als Magier "Dreiäugiger Rabe" in drei Folgen (2016) der erfolgreichen Fantasy-Serie "Game of Thrones"1) bekannt. 
"Die Tagesschau" (→ tagesschau.de) bezeichnete den Schweden als einen "der markantesten Gesichter im Filmgeschäft", der "in mehr als hundert Filmen und Fernsehserien im Laufe seiner weit über ein halbes Jahrhundert langen Karriere zu sehen war und dabei fast jedes Genre streifte."
Weitere Nachrufe unter anderem bei www.spiegel.de, www.zeit.de, www.sueddeutsche.de
 
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02.2020 Updates / Ergänzungen
19.02.2020 Am 17. Februar 2020 starb, neun Tage nach ihrem 94. Geburtstag, in München, wo sie zuletzt in einem Seniorenstift gelebt hatte, die Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin Sonja Ziemann, wie ihr Bruder gegenüber der "Deutschen Presse-Agentur" bestätigte. In den 1950er Jahren avancierte sie in Deutschland zu einer der beliebtesten Leinwandstars, wurde mit den Heimatstreifen "Schwarzwaldmädel"1) (1950) und "Grün ist die Heide"1) (1951) schlagartig populär. Die von Hans Deppe1) nach der gleichnamigen Operette1) von August Neidhardt1) (Libretto) und Leon Jessel1) (Musik) gedrehte Romanze "Schwarzwaldmädel" war der erste deutsche Farbfilm nach dem Krieg – der erste deutsche Heimatfilm der 1950er Jahre überhaupt und löste einen Boom in diesem Genre aus. In den genannten Produktionen war Rudolf Prack (1905 – 1981) ihr Partner, beide etablierten sich im Kino als "Traumpaar" und drehten noch weitere Filme wie "Die Diebin von Bagdad"1) (1952), "Die Privatsekretärin"2) (1953), "Dany, bitte schreiben Sie"1) (1956) oder "Kaiserball"1) (1956). Sonja Ziemann blieb zunächst dem Klischee des "lieben Mädels" verhaftet, konnte sich dann jedoch von diesem Image lösen und schaffte sowohl auf der Leinwand als auch auf der Theaterbühne erfolgreich den Sprung ins Charakterfach. In nachhaltiger Erinnerung bleibt sie als Protagonistin in Helmut Käutners Satire "Der Traum von Lieschen Müller"1) (1961) oder mit ihren Rollen in Frank Wisbars ergreifenden Kriegsfilmen "Hunde, wollt ihr ewig leben"1) (1958) und "Nacht fiel über Gotenhafen"1) (1959).
Im Laufe ihres Lebens musste Sonja Ziemann, die man zu Recht als Ikone des deutschen Nachkriegsfilms bezeichnet, tragische Schicksalsschläge verkraften. Ihre erste, 1953 geschlossene Ehe mit dem Wiesbadener Strumpffabrikanten Rudolf Hambach scheiterte trotz eines gemeinsamen Sohnes bereits 1956. Die Verbindung (Heirat 1961) mit dem Dichterrebellen, Ausnahmeschriftsteller und Drehbuchautor Marek Hlasko1) wurde durch dessen Tod, hervorgerufen durch eine Überdosis Schlaftabletten, am 14. Juni 1969 endgültig getrennt. Nur sieben Monate später starb Ziemanns Sohn Pierre aus erster Ehe mit nur 17 Jahren an einer Atemlähmung als Folge einer Tumorerkrankung. Zu den guten Freunden, welche Sonja Ziehmann nach dem Tod ihres Sohnes Pierre beistanden, gehörte der Schauspieler Charles Regnier (1914 – 2001) und dessen Frau, die Schauspielerin und Sängerin Pamela Wedekind1) (1906 – 1986), Tochter des Dramatikers Frank Wedekind1) (1864 – 1918). Nach dem Tod von Pamela Wedekind am 9. April 1986 wurde aus der tiefen Freundschaft zu Charles Regnier eine innige Liebesbeziehung. 1989 heiratete das Paar, lebte unter anderem in Ambach1) am Starnberger See und ging immer wieder gemeinsam auf Tournee, so zuletzt bis Mitte der 1990er Jahre mit dem Dialogstück "Adelaide" von Robert Lamoureux1). Laut Medienberichten soll Sonja Ziemann in Berlin in der Grabstelle ihrer Eltern und ihres Sohn beigesetzt werden → siehe auch die Nachrufe unter anderem bei tagesspiegel.de, tagesschau.de, www.faz.net
  
Fremde Links: Wikipedia, 2) filmportal.de
09.02.2020 Am 8. Februar 2020 starb in Berlin – acht Tage vor seinem 81. Geburtstag – der Theater- und Filmschauspieler Volker Spengler1). Geboren am 16. Februar 1939 in der Hansestadt Bremen1), war er ab einem Alter von 14 Jahren als Seemann tätig, mit 18 Jahren begann er eine Kaufmannslehre. Von 1959 bis 1961 studierte Spengler an der Schauspielschule in Salzburg und am Wiener "Max Reinhardt-Seminar"1).
Nach einem längeren Aufenthalt in der USA war er am Theater in Stuttgart zusammen mit Heinz Erhardt, in Hamburg mit Ida Ehre und in Frankfurt mit Fritz Rémond tätig. 1967 begann sein Engagement am Berliner "Schillertheater"1), wo er unter anderem 1968 als Caliban in Fritz Kortners Inszenierung des Shakespeare-Dramas "Der Sturm"1) mitwirkte. Hinzu kamen Engagements an Bühnen in München, Köln, Frankfurt und schließlich wieder in Berlin, unter Regisseuren wie Einar Schleef1), Klaus Emmerich1) und Peter Palitzsch1). Am "Schauspiel Frankfurt"1) wirkte er unter anderem bei den Einar Schleef-Inszenierungen "Vor Sonnenaufgang"1) (1987) von Gerhart Hauptmann1) und in der Uraufführung (12.03.1988) von Schleefs eigenem Stück "Die Schauspieler" (nach Maxim Gorkis "Nachtasyl"1)) mit. Mit Peter Palitzsch arbeitete er ebenfalls in Frankfurt zusammen: In "Edward II"1) (1988) von Christopher Marlowe1) und als Estragon in"Warten auf Godot"1) (1991) von Samuel Beckett. Die Zusammenarbeit mit Palitzsch setzte sich fort: Am "Berliner Ensemble"1) mit dem Shakespeare-Drama "Perikles, Prinz von Tyrus"1) und Brechts "Baal"1) (beide 1993), mit "Fernando Krapp hat mir diesen Brief geschrieben"1) von Tankred Dorst1) und der deutschen Erstaufführung des Stücks"Ollys Gefängnis" von Edward Bond1) (beide 1994) sowie dem Drama "Endspiel"1) (1995) von Samuel Beckett1), wo er den neben Hermann Beyer (Clov) dessen blinden und gelähmten Herrn Hamm spielte (→ berliner-schauspielschule.de) und 1999 am "Düsseldorfer Schauspielhaus"1) als Protagonist in Becketts Einpersonen-Stück "Das letzte Band"1) und in "Alles Theater – gewidmet Gustaf Gründgens" von Frank M. Raddatz1), einer Revue über das Leben und Wirken von Gustaf Gründgens aus Anlass des 100. Geburtstages. In Düsseldorf interpretierte Volker Spengler zudem 2000 die Titelrolle des Galileo Galilei1) in Brechts "Leben des Galilei"1) (Regie: Klaus Emmerich). In der letzten Inszenierung von Heiner Müller1), dem Brecht-Schauspiel "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui"1) am "Berliner Ensemble" (Premiere: 03.06.1995), gestaltete Spengler die Rolle des Gangsters Emanuele Giri an der Seite eines grandiosen Martin Wuttke1) als Arturo Ui → berliner-schauspielschule.de.
In Erinnerung wird Spengler auch als Fassbinder-Darsteller bleiben, übernahm er für Rainer Werner Fassbinder1) zunächst kleinste und kleine Parts, erhielt er in "In einem Jahr mit 13 Monden"1) (1978) eine großartige Hauptrolle: Er mimte in diesem Streifen den Transsexuellen Erwin, der sich aus Liebe zu einem Mann umoperieren lässt und jetzt Elvira Weißhaupt heißt. Leider wird sie von ihrem einstigen Geliebten (Gottfried John) verachtet und begeht Selbstmord. Durch ein äußerst eindrucksvolles Spiel begeisterte Volker Spengler Publikum und Kritiker. Eine nächste Hauptrolle bei Fassbinder spielte Spengler als Lockspitzel bzw. Terrorist August Brem in "Die dritte Generation"1) (1979), in dem vielbeachteten Mehrteiler "Berlin Alexanderplatz" mimte er den Bruno. In der Komödie "Heute spielen wir den Boß – Wo geht's denn hier zum Film?"1) (1981) von Peer Raben1) sah man ihn als Manfred Dietrich auf der Leinwand, in dem von Volker Schlöndorff1) in Szene gesetzten Drama "Der Unhold"1) (1996, "The Ogre") zeigte er sich neben John Malkovich1), Armin Mueller-Stahl und Gottfried John als NS-Generalfeldmarschall Hermann Göring1). In jüngerer Zeit wirkte er in dem Liebesdrama "Kammerflimmern"1) (2004) als "Hundemann" mit, zugleich sein letzter Auftritt in einer Kinoproduktion bzw. vor der Kamera.
Volker Spengler verfasste ein Theaterstück mit dem Titel "Lieber William", inszenierte 1985 am Frankfurter "Theater am Turm"1) (TAT) das Fassbinder-Stück "Die bitteren Tränen der Petra von Kant"1) ausschließlich mit Männern.
Seit 1993 war Spengler als Schauspieler beim "Berliner Ensemble" verpflichtet, spielte jedoch auch häufig bei Rene Pollesch1) an der Berliner "Volksbühne"1) wie auch für Christoph Schlingensief1), der ihn unter anderem als Hank in dem satirischen Horrorstreifen "Das deutsche Kettensägenmassaker"1) (1990) besetzte. → Nachrufe unter anderem bei www.zeit.de, www.tagesspiegel.de, www.nachtkriktik.de
  
Quellen: deutsches-filmhaus.de sowie Wikipedia (abgerufen 20.04.2012/09.02.2020); siehe auch filmportal.de
Fremde Links: 1) Wikipedia
06.02.2020 Trauer rief die Nachricht hervor, dass die Hollywood-Legende Kirk Douglas am 5. Februar 2020 im kalifornischen Beverly Hills1) im hohen Alter von 103 Jahren gestorben sei. Dies teilte sein Sohn, der Schauspieler Michael Douglas in einer Botschaft auf "Instagram" und "Facebook" mit und schrieb unter anderem: "Für die Welt war er eine Legende, ein Schauspieler aus dem "Goldenen Zeitalter" des Films, der bis weit in seine goldenen Jahre hinein gelebt hat …". Für ihn und seinen Bruder sei er jedoch einfach nur "Dad" gewesen.
Der Mann mit dem markanten Grübchen im Kinn war einer der letzten Stars, dessen Name untrennbar mit den großen Hollywood-Produktionen der 1950er und 1960er Jahren verbunden bleibt. In mehr als 80 Filmen wirkte er mit, trug dazu bei, dass etliche Streifen zu Kassenschlagern gerieten. Vor allem als kämpferischer Titelheld Spartacus1) in dem von Stanley Kubrick1) in Szene gesetzten gleichnamigen Monumental- und Historienfilm aus dem Jahre 19601) über den "Spartacus-Aufstand"1) im antiken Rom bleibt der muskulöse Douglas unvergessen, aber auch als widerspenstiger Harpunier Ned Land in der Jules Verne-Verfilmung "20.000 Meilen unter dem Meer"1) (1954), als Odysseus1) in dem Abenteuer "Die Fahrten des Odysseus"1) (1954), als Maler Vincent van Gogh1) in dem Biopic "Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft"1) (1958), als Wikingerfürst Einar in der Geschichte "Die Wikinger" (1958), als Major Steve Garrett in dem Drama "Stadt ohne Mitleid"1) (1961), als Physiker Dr. Rolf Pedersen in dem Kriegsfilm "Kennwort "Schweres Wasser""1) (1965) oder als Offizier David Marcus1) in der Literaturadaption "Der Schatten des Giganten"1) (1966). Im vorgerückten Alter machte sich Douglas als Schriftsteller einen Namen, 1988 publizierte er seine Autobiografie "The Ragmans Son" ("Der Sohn des Lumpensammlers"), der 1997 eine weitere mit dem Titel "Climbing The Mountain: My Search For Meaning" (auch: "My Stroke of Luck") folgte; mit "Ein Fall von Glück" verarbeitete er seinen 1996 erlittenen Schlaganfall und machte damit Menschen in ähnlicher Situation Mut. Im März 2007 kam anlässlich seines ein Jahr zuvor gefeierten 90. Geburtstages die Biografie "Let's Face It: 90 Years of Living, Loving, and Learning" auf den Markt. Auch die Romane "The Broken Mirror", "Young Heros Of The Bible" (beides Kinderbücher), "Dance With The Devil", und "Der letzte Tango in Brooklyn" ("Last Tango in Brooklyn") stammen vom Schriftsteller Kirk Douglas.
Der einstige Frauenschwarm war bis zuletzt in zweiter Ehe mit der aus Hannover stammenden Anne Buydens1) (* 23.04.1919) verheiratet, die er am 29. Mai 1954 geheiratet hatte. Aus dieser Ehe gingen die beiden Söhne Peter und Eric Anthony hervor; am 6. Juli 2004 wurde Eric tot in einem New Yorker Apartment aufgefunden, er hatte seit Jahren unter Drogen- und Alkoholproblemen gelitten. Aus der am 2. November 1943 geschlossenen und 1951 geschiedenen Verbindung mit der Schauspielerin Diana Dill1) (1923 –M; 2015) stammen die zwei Söhne Michael (* 1944) und Joel Douglas1) (* 1947), ebenfalls als Schauspieler bzw. Produzent im Filmgeschäft tätig.
Siehe auch die Nachrufe unter anderem bei tagesschau.de, www.welt.de, www.zeit.de
 
Fremde Links: Wikipedia
01.2020 Updates / Ergänzungen
  • 28.01.2020: Klaus Manchen (neu: Arbeiten für das Hörspiel (mit Fotos))
    Mein Dank geht an den Fotografen Sandro Most für die Fotos, auch zu Gudrun Ritter
  • 26.01.2020: Rudolf Platte † (neu: Ergänzung Filmografie (mit Fotos))
  • 23.01.2020: Günter Lamprecht (neu: Ergänzung Filmografie, Hörspiel (mit Fotos))
    Mein Dank geht an den Fotografen Sandro Most für Fotos, auch zu Tilo Prückner
  • 20.01.2020: Edgar Selge (neu: Theater-Wirken, Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 17.01.2020: Günter Pfitzmann † (neu; Fotos, Ergänzung Filmografie, Hörspiel)
  • 15.01.2020: Werner Peters † (neu: Fotos, Ergänzung Filmografie)
  • 13.01.2020: Bruno W. Pantel † (neu: Filmografie)
  • 12.01.2020: Hans Paetsch † (neu: Filmografie, Hörspiel)
  • 08.01.2020: Erik Ode † (neu: Ergänzung Filmografie (mit zwei Fotos), Hörspiel)
  • 06.01.2020: Edwin Noël † (neu: Foto, Filmografie, Hörspiel)
  • 05.01.2020: Horst Niendorf † (neu: Fotos, Filmografie, Hörspiel)
  • 03.01.2020: Horst Michael Neutze(neu: Filmografie, Hörspiel)
  • 01.01.2020: Günther Neutze † (neu: Fotos, Filmografie, Hörspiel)
20.01.2020 Der Tod zweier beliebter Schauspieler/Künstler ist zu beklagen:
  • Am 20. Januar 2020 erlag mit nur 57 Jahren der Schauspieler und Musiker Joseph Hannesschläger1) in einem Münchener Hospiz seiner Bauchspeicheldrüsen-Krebserkrankung. Der ausgebildete Koch erwarb sich sein darstellerisches Rüstzeug zwischen 1987 und 1990 bei Hilde Rehm, Beles Adam, Harald Ludwig, Gaby Rothmüller und Alexander Duda1), stand anschließend unter anderem am Münchener "Prinzregententheater"1) auf der Bühne. Er schrieb und spielte mehrere Kabarettprogramme und arbeitete auch als Theater-Regisseur. Vor der TV-Kamera war er seit Anfang der 1990er Jahre aktiv, große Popularität erlange Hannesschläger mit der Rolle des Kriminalhauptkommissars und Landwirts Korbinian Hofer in der Krimiserie "Die Rosenheim-Cops"1), eine Figur, die er seit 2002 bzw. der ersten Folge in über 400 Episoden sowie drei Specials bis kurz vor seinem Tod mimte. Auch beim Quotenrenner "Forsthaus Falkenau"1) war er zwischen 1999 und 2003 vertreten, spielte hier in 22 Episoden (Staffeln 9–13) den Gastwirt Toni Karger. Darüber hinaus sah man ihn unter anderem in der Krimireihe "Der Bulle von Tölz"1) (1997: "Bauernhochzeit"/ "Tod in der Brauerei"1)) und in der "Polizeiruf 110"-Story "Kopfgeldjäger"1) (1999). Auf der Leinwand erlebte man den gewichtigen Bayern beispielsweise mit einem kleinen Part in dem Kultstreifen "Der Schuh des Manitu"1) (2001) sowie zuletzt als Herr Kornbichl in dem Fantasy-Film "Mara und der Feuerbringer"1) (2015) nach dem ersten Band der gleichnamigen Romantrilogie1) von Tommy Krappweis1) und als Anton Giesinger in der bajuwarischen Komödie "Schmucklos"2) (2019) → mehr bei filmportal.de. Seit Sommer 2018 war Joseph Hannesschläger mit seiner Lebensgefährtin, der Münchnerin Bettina Geyer verheiratet.
    → Nachrufe unter anderem bei www.welt.de, www.focus.de, tagesschau.de
      
  • Am 19. Januar 2020 starb im Alter von 79 Jahren in Berliner "Charité"1) der Schauspieler und Regisseur Christoph Quest1) an Herzversagen. Nur 14 Tage zuvor war seine Ehefrau, die Künstlerin und Malerin Doris Quest, mit der er über 30 Jahre verheiratet war, 69-jährig ihrer Krebskrankheit erlegen; Medienberichten zufolge soll das Paar, welches zwei Söhne hinterließ, am 24. Januar 2020 gemeinsam beigesetzt werden.
    Der Sohn des Schauspielers und Regisseurs Hans Quest (1915 – 1997) und dessen ersten Ehefrau, der Schauspielerin Charlotte Witthauer1) (1915 – 1980) wuchs in München auf und erhielt dort seine künstlerische Ausbildung an der "Otto-Falckenberg-Schule"1). Anschließend wirkte er an verschiedenen renommierten Bühnen, so in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Zürich. Zudem stand Christoph Quest seit Ende der 1990er Jahre auch auf der Operbühne auf und führte dort auch Regie. Vor der Kamera betätigte er sich seit Mitte der 1960er Jahre, sein Leinwanddebüt gab er als Offizier in der Thomas Mann-Adaption "Wälsungenblut"1) (1964). In den nachfolgenden Jahrzehnten machte sich Quest vor allem mit prägnanten Parts im Fernsehen einen Namen, spielte neben zahlreichen Serien-Episodenrollen in Mehrteilern wie "Goya" (1969) und "Die Geschwister Oppermann" (1983), war beim "Tatort" in "Spuk aus der Eiszeit"1) (1988) und "Zartbitterschokolade"1) (2002) oder in der "Pfarrer Braun"1)-Story "Kein Sterbenswörtchen"1) (2006) vertreten. Darüber hinaus war Quest für den Hörfunk sowie in der Synchronisation tätig. Als Schriftsteller veröffentlichte er 1995 den Gedichtband "Das Morgentor", 2009 den Erzählband "Menschenkinder" sowie 2012 den Gedichtband "Ein Glockenton" und das Theaterstück "Wie ein Hauch".
    → Nachrufe unter anderem bei www.merkur.de, www.derwesten.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de
15.01.2020 Am 14. Januar 2020 – an diesem Tag wäre der Schauspieler Jan Fedder 65 Jahre alt geworden – fand auf Wunsch des am 30. Dezember 2019 Verstorbenen eine bewegende Trauerfeier in der Hamburger Hauptkirche "Sankt Michaelis"1) statt, volkstümlich "Michel" genannt – dort war er getauft, konfirmiert und getraut worden und hatte im Knabenchor gesungen. Neben der Familie nahmen Freunde, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Kollegen und Kolleginnen sowie Fans Abschied von dem norddeutschen Urgestein. "Michel"-Hauptpastor Alexander Röder1) führte durch den geistlichen Teil des Gottesdienstes, hob unter anderem Fedders "großes Herz und seinen Sinn für Gerechtigkeit" hervor. Ergreifende Worte fand Witwe Marion Fedder, "Mein geliebter Jan, das ist der schwerste Gang, den ich je machen musste. Du warst meine Familie, mein Mann, mein Fels, mein engster Vertrauter, mein alles", sagte sie und beendete mit "Mein geliebter Jan, schlaf gut." ihre kurze Trauerrede. Auch der ehemalige NDR Intendant Lutz Marmor1), der Programmdirektor der ARD, Volker Herres1), und der Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer1) würdigten Fedder in ihren Ansprachen. "Der "Michel" klang während der Trauerfeier anders als sonst: Mit dem "Deep Purple"1)-Song "Child in Time"1) und "Knocking On Heavens Door"1) von Bob Dylan (gesungen von Jessy Martens1)) wurden unter anderem auch Musikwünsche von Jan Fedder selbst gespielt. Auch der Hamburger Klassiker "An de Eck steiht'n Jung mit'n Tüdelband"1) erklang. Zum Auszug spielte "Michel"-Organist Manuel Gera1) die Titelmelodie ("Wenn der Schutzmann ums Eck kommt") der Serie "Großstadtrevier". kann man bei www.ndr.de lesen. Sechs Polizisten trugen den mit roten Rosen geschmückten Sarg nach der Trauerfeier zum Leichenwagen, der anschließend, ebenso wie ein langer Trauerkonvoi über die Reeperbahn1) bzw. durch St. Pauli1) fuhr. Vor der Hamburger Kult-Kneipe "Zur Ritze"1) hielt der Autokorso, als Leticia Spormann1) in einem weißen Pavillon die Lieder "Hallelujah"1) und "Ave Maria"1) sang.
Zu den prominenten Trauergästen zählten unter anderem Hamburger Politiker wie der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher1), die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegeban1) und der Umweltsenator Jens Kerstan1), der  TV-Koch Tim Mälzer1), die Schauspieler/-innen Uschi Glas, Ben Becker1), Michaela May1), Hugo Egon Balder1) und Axel Milberg1), der Komiker Mike Krüger1), die Moderatoren Judith Rakers1), Carlo von Tiedemann1) und Jörg Pilawa1), die Sänger Sasha1), Klaus Meine1) von den "Scorpions"1) und H.P. Baxxter1) von der Gruppe "Scooter"1), die "Reeperbahn"-Ikone Olivia Jones1), der Boxer Ismail Özen1) sowie natürlich Fedders Mitstreiter vom "Großstadtrevier", unter ihnen Till Demtröder1) und Maria Ketikidou1). Mit Martin Semmelrogge1), Martin May1), Claude Oliver Rudolf1) und Heinz Hönig1) erwies auch die Besetzung des Kultfilms "Das Boot"1) (1981) dem einstigen Weggefährten die letzte Ehre, sowie die Kollegen der NDR Serie "Neues aus Büttenwarder", unter ihnen Peter Heinrich Brix1). "Die Elbschiffe flaggten schwarz auf Halbmast und ließen ihre Schiffshörner erklingen, Taxi-Zentralen ließen schwarze Fahnen wehen. Bereits am Vormittag war im Eingangsbereich des "Michels" ein roter Teppich ausgerollt worden. Der "Norddeutsche Rundfunk"1) (NDR) übertrug die Trauerfeier ab 13:45 Uhr live im "NDR"-Fernsehen, bei "NDR.de" und in der "NDR Hamburg App" sowie für die zahlreichen Hamburger und Fans aus ganz Deutschland auf einer Großbildleinwand vor dem "Michel"." (Quelle: www.ndr.de)  Nach Angaben der Polizei sollen es 1.500 Menschen gewesen sein. Zudem berichtete der Radiosender "NDR 90,3"1) ab 13 Uhr in einer Sondersendung mit Live-Schalten über die Trauerfeier, die um 14 Uhr im "Michel" begann. Enge Freunde begaben sich später gemeinsam mit Fedders Witwe in die Hamburger Kneipe "Zwick" am Millerntor1), wo ganz im Sine des Verstorbenen eine Geburtstagsparty für den Schauspieler stattfand → siehe auch spiegel.de, www.zeit.de.
Laut Medienberichten soll die Beisetzung Fedders im privaten Rahmen bzw. im engsten Familien- und Freundeskreis auf dem Hamburger "Friedhof Ohlsdorf"1) stattfinden.
 
Fremde Links:1) Wikipedia
10.01.2020 Die Älteren unter uns erinnern sich sicherlich an die US-amerikanische Krimiserie "77 Sunset Strip" (1958–1964), die wohl als der Klassiker des Genres gilt und mit 206 Folgen zu den  erfolgreichsten zählt. Unvergessen bleibt Edd Byrnes1), der am 8. Januar 2020 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus im kalifornischen Santa Monica an den Folgen eines Schlaganfalls starb. Neben den beiden ehemaligen Geheimagenten Stuart Bailey (Efrem Zimbalist Jr.) und Jeff Spencer (Roger Smith1)), die in Los Angeles an der (fiktiven) Adresse "77 Sunset Strip" ein Detektivbüro betreiben, mimte Byrnes den Gerald Lloyd "Kookie" Kookson III, der vom anfänglichen Parkplatzwächter des benachbarten Nobel-Restaurants "Dino's" bald zum unverzichtbaren Assistenten des Detektiv-Duos wurde. Mit dieser Figur avancierte Byrnes zu einem der ersten Teenager-Idole der Fernsehgeschichte, landete, begleitet von Connie Stevens1), mit dem Song "Kookie, Kookie, Lend Me Your Comb" 1959 auch einen Hit in den "Top 5" der Charts. "Die Popularität von Byrnes schwappte auch nach Deutschland über: Er wurde mit vier "Bravo Ottos"1) zwischen 1963 und 1966 ausgezeichnet und galt dem "Spiegel"1) im November 1963 als "derzeit beliebtester Fernsehdarsteller" des Landes." notiert Wikipedia. Der smarte, attraktive "Kookie" geriet zum heimlichen Star der Serie, der seine Beliebtheit in Deutschland auch der exzellenten Synchronisation durch Hans Clarin verdankte, der dem "Kookie" seine selbst erdachte, berühmt gewordene kieksige Stimme verpasste.
Nach dem Ende von "77 Sunset Strip" begann der Stern von Byrnes zu sinken, den Ruhm, den er als "Kookie" geerntet hatte, erreichte er nicht mehr. Lediglich mit der Rolle des lüsternen Fernsehmoderators Vince Fontaine erregte er in dem Kultfilm "Grease"1) (1978) an der Seite von John Travolta1) und Olivia Newton-John1) noch einmal international Aufmerksamkeit. Letztmalig stand er für den TV-Film "Shake, Rattle and Roll: An American Love Story" (1999) vor der Kamera. 1996 veröffentlichte er die Autobiografie "Kookie No More: Televisions 1st Teen Idol" ("Nie wieder Kookie: Der erste Fernseh-Teenie-Schwarm") bei dem Verlag "Barricade Books".  → Siehe auch den Nachruf bei stern.de
 
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12.2019 Updates / Ergänzungen
04.01.2020 Am 2. Januar 2020 starb im Alter von 83 Jahren nach langer schwerer Krankheit in Bad Aibling1) die beliebte Volksschauspielerin Veronika Fitz1); zuletzt lebte sie zurückgezogen im oberbayerischen Prien am Chiemsee1). Sie stammte aus der weitverzweigten Schauspieler-Familie Fitz1), ihr Vater war der deutsche Bühnenautor, Mundartschauspieler und Regisseur Hans Fitz1) (1891 – 1972), Mutter Ilse war ebenfalls Schauspielerin sowie Opernsängerin und gründete das "Würmtaler Kindertheater". Auch die Brüder Walter Fitz1) (1921 – 1992) und Gerd Fitz (1930 – 2015), machten sich als Schauspieler einen Namen. Zu den Mitgliedern des sogenannten "Fitz-Clans", die auf der Bühne und im Film erfolgreich sind, gehört auch die Tochter von Walter Fitz, die Kabarettistin und Schauspielerin Lisa Fitz1), sowie der aus der ersten Ehe von Gerd Fitz stammende Sohn Michael Fitz1); zu nennen ist auch Florian David Fitz1), ein Cousin zweiten Grades von Michael und Lisa Fitz.
Nach ihrer Ausbildung an der "Otto-Falckenberg-Schule"1) trat Veronika Fitz unter anderem am "Münchner Volkstheater"1) auf, in den 1970er Jahren gehörte siez zum Ensemble der "Münchner Kammerspiele"1), zudem wirkte sie am "Bayerischen Staatsschauspiel". Ab den 1960er Jahren war sie in zahlreichen Filmen und Serien vor allem mit bayerischem Kolorit auf dem Bildschirm präsent, dazu zählten unter anderem die Kultserien  "Der Komödienstadel"1) und "Königlich Bayerisches Amtsgericht". Verschiedentlich übernahm sie kleinere Aufgaben in Kinoproduktionen, beispielsweise in den Kassenschlagern "Das Wirtshaus im Spessart"1) (1958) und "Das Spukschloß im Spessart"1) (1960). Mehrfach tauchte sie in den 1970er Jahren beim "Tatort"1) neben Kriminalhauptkommissar Veigl (Gustl Bayrhammer) auf, zeigte sich an der Seite Walter Sedlmayr in der Serie "Der Millionenbauer"1) (1979/1987) als Rosa, Ehefrau des schlitzohrigen Landwirts Josef Hartinger. Doch so richtig populär wurde die Schauspielein mit der Figur der Martha Haslbeck in der Serie "Die Hausmeisterin"1), eine Rolle, die sie ab Ende 1987 drei Staffeln lang bis 1992 spielte. Anschließend mimte sie zwischen 1993 und 1997 in den Geschichten "Ein Bayer auf Rügen" die Agnes Oberauer, Freundin von Michael Gruber (Gerhard Riedmann), Vater des Titelhelden Valentin Gruber (Wolfgang Fierek1)). Eine schöne durchgehende Rolle war von 2006 bis zur Einstellung der Serie im Jahre 2013 auch die Pensionswirtin Marianne Rainders in dem Quotenrenner "Forsthaus Falkenau"1), (Staffeln 18–24) in der vor ihr bereits Bruder Gerd als reicher Waldbauer Walter Brucks zu sehen gewesen war (Staffeln 06–15). "Obwohl ihr das Volkstümliche lag, war die Schauspielerin alles andere als eine bajuwarische Krachnudel, gerade die leisen Töne und der feine Humor lagen ihr." schreibt DER SPIEGEL in einem Nachruf. Zu ihren letzten Auftritten vor der Kamera zählte (neben "Forsthaus Falkenau") das von Rainer Kaufmann1) in Szene gesetzte bayerischen Krimi-Drama "In aller Stille"1). Das Drehbuch stammte aus der Feder von Tochter Ariele Bogenberger1), die aus der Ehe mit dem Schauspieler Willi Anders († 1971) hervorging.
Siehe auch die Nachrufe bei www.br.de, www.focus.de, www.sueddeutsche.de, www.welt.de
 
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31.12.2019 Noch kurz vor dem Jahreswechsel ist die traurige Nachricht zu vermelden, dass der beliebte Volksschauspieler Jan Fedder am 30. Dezember 2019 im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorben ist. "Um 18:47 Uhr ist der Hamburger Ehrenkommissar Jan Fedder tot in seiner Wohnung gefunden worden", teilte ein Polizeisprecher der " Deutschen Presse-Agentur" mit. Zuvor war bereits ein Rettungswagen zu Fedders Wohnung im Hamburger Stadtteil "St. Pauli"1) gerufen worden, berichtete die "Bild"-Zeitung. Der Sohn eines Kneipenwirts und einer Tänzerin startete seine schauspielerische Karriere auf der Bühne, doch erst Anfang der 1980er Jahre gelang es ihm mit der Figur des schnoddrigen Bootsmaat Pilgrim in dem preisgekrönten Kinoklassiker "Das Boot"1) (1981) Aufmerksamkeit zu erregen. Es folgten weitere Fernsehauftritte, in denen sich Fedder als norddeutscher Charaktertyp empfahl, Anfang der 1990er Jahre erhielt er dann eine Rolle, die untrennbar mit seinem Namen verbunden bleibt – in dem Dauerbrenner "Großstadtrevier"1) mimte er seit 1992 den Dirk Matthies, Polizist mit großem Herz und "Kodderschnauze". Auch mit einer weiteren Serie spielte er sich in die Herzen seines Publikums, seit 1997 trat er an der Seite von Peter Heinrich Brix1) in den norddeutschen, humorigen Geschichten "Neues aus Büttenwarder"1) als Bauer Kurt Brakelmann auf, der seinen Freund Arthur "Adsche" Tönnsen (Brix) immer wieder auszustechen versucht, in Krisensituationen mit diesem aber entgegen aller vermeintlicher Feindseligkeit zusammenhält. Fedders darstellerische Kunst lässt sich jedoch nicht nur auf das Serien-Image festlegen, mit den Jahren entwickelte sich der Volksschauspieler zu einem ernst zu nehmenden Charaktermimen. Vor allem vier Siegfried Lenz1)-Verfilmungen sind zu nennen, in denen Fedder zu überzeugen wusste: Als arbeitsloser Schiffsinspektor und Taucher Jan Hinrichs in "Der Mann im Strom"2) (2006), als Kapitän Johann Freytag in "Das Feuerschiff"2) (2008), als Fischmeister Frank Wittmann in "Die Auflehnung"2) (2010) und als Vater Harald in "Arnes Nachlass"1) (2013).
Fedder, der am 14. Januar 2020  65 Jahre alt geworden wäre, hinterließ Ehefrau Marion, die er 2000 geheiratet hatte. NDR-Intendant Lutz Marmor1) bezeichnete Feder als einen "echten Volksschauspieler": "Ich bin traurig. Jan Fedder war ein Norddeutscher durch und durch: ehrlich, echt, direkt, manchmal raubeinig, aber im Kern herzlich", sagte er anlässlich des überraschenden Todes. " Er verkörperte verschmitzte Typen genauso überzeugend wie melancholische und wortkarge Menschen." Der NDR habe Jan Fedder viel zu verdanken, die Zuschauerinnen und Zuschauer hätten ihn geliebt. "Der Tod dieses einzigartigen Schauspielers hinterlässt eine große Lücke. Mein Mitgefühl gilt vor allem seiner Frau." → www.ndr.de; siehe auch die Nachrufe bei spiegel.de, www.focus.de, tagesschau.de
 
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18.12.2019 Wie aus einer (mir vorliegenden) Todesanzeige hervorgeht, starb der Schauspieler Udo Vioff bereits am 18. Februar 2018 – wenige Wochen nach seinem 86. Geburtstag.
14.12.2019 Erneut ist der Tod eines beliebten und geschätzten Schauspielers zu beklagen, am 13. Dezember 2019 starb im Alter von 87 Jahren in Hamburg Gerd Baltus. Seine Karriere begann ohne jegliche schauspielerische Ausbildung ab 1953 am "Deutschen Schauspielhaus"1) in Hamburg bei Albert Lippert1) bzw. Gustaf Gründgens, nach Engagements in Bonn und Berlin und gehörte er zwischen 1959 und 1966 zum Ensemble der "Münchner Kammerspiele"1), war zudem eine Zeitlang Mitglied des Hamburger "Thalia Theaters"1). Bereits während seiner Zeit am Theater war Baltus ab Anfang der 1960er Jahre in den verschiedensten TV-Produktionen auf dem Bildschirm präsent und avancierte rasch zu einem beliebten Darsteller. 1964 feierte er mit seiner Rolle des dekadenten Leutnants Beckerath in Rolf Thieles Thomas-Mann-Verfilmung "Wälsungenblut"1) auf der Leinwand einen großen Erfolg, Publikum und Kritiker waren begeistert und Baltus wurde für seine Leistung mit dem "Deutschen Filmpreis"1) als "Bester Nachwuchsschauspieler" ausgezeichnet. Mitte der 1970er Jahre kehrte Baltus dem Theater den Rücken und konzentrierte sich vornehmlich auf die Arbeit vor der Kamera. Bald war er vom Bildschirm nicht mehr wegzudenken, überzeugte in Serien, Mehrteilern und Einzelproduktionen immer wieder mit seinem eindrücklichen Spiel und "galt bisweilen als einer der meistbeschäftigten Schauspieler der TV-Branche", wie www.zeit.de in einem Nachruf schrieb. Seine Stärke war die Verkörperung schwieriger Individualisten und Sonderlinge, Baltus gab gehörnte Ehemänner, liebenswerte Biedermänner aber auch doppelbödige Charaktere und begeisterte das Publikum vor allem mit seiner vergrübelten "Behäbigkeit". Daneben arbeitete Baltus umfangreich als Hörspiel- und Hörbuchsprecher, wurde wegen seiner präzisen Sprache und gekonnten Betonung gerühmt.
Seit 45 Jahre war Baltus mit der Moderatorin und Schauspielerin Brigitte Rohkohl1) verheiratet und lebte mit ihr in Hamburg. Privat galt er als zurückhaltend, sprach ungern über sich selbst und mied weitgehend die Öffentlichkeit. → Nachrufe unter anderem bei spiegel.de, www.zeit.de

 
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08.12.2019 Bestürzung rief die Nachricht hervor, dass der beliebte Schauspieler Wolfgang Winkler, der zuletzt mit seiner zweiten Ehefrau Marina in Berlin-Karow1) lebte, nicht mehr unter uns weilt. Laut Medienberichten vom 7. Dezember 2019 sei er wenige Tage zuvor im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Der im sächsischen Görlitz1) geborene, gelernte E-Lokführer avancierte nach einer Ausbildung an der "Hochschule für Film und Fernsehen"1) in Potsdam-Babelsberg sowohl auf der Bühne als auch bei Film- und Fernsehen zu einem vielbeschäftigten Darsteller, doch so richtig populär wurde Winkler ab 1996 mit seiner Dauerrolle des Hauptkommissars Herbert Schneider in den vom MDR produzierten "Polizeiruf 110"-Folgen1) aus Halle. Seither löste er an der Seite von Hauptkommissar Schmücke (Jaecki Schwarz) so manchen kniffligen Fall, war der ruhige und bodenständige, manchmal grummelige Gegenpol zu seinem Partner Schmücke, musste aber auch so manches Mal dessen besseren "Riecher" akzeptieren. Der erste Fall mit dem Duo Schmücke/Schneider1) hieß "Der Pferdemörder"1) und ging am 17. März 1996 auf Sendung, weitere spannende Episoden sollten im Laufe der Jahre folgen. Ein letztes Mal begeisterte das "Traumpaar" Schmücke/Schneider die Zuschauer in der Story "Laufsteg in den Tod"1) (EA: 03.03.2013), mit 9,37 Millionen Zuschauern war dieser 50. Fall die erfolgreichste Episode seit fast 20 Jahren und die dritterfolgreichste Folge überhaupt. Die Figur des Herbert Schneider ließ Wolfgang Winkler wenig Zeit für andere interessante Aufgaben, doch immer wieder mal sah man ihn auch in anderen TV-Produktionen oder sporadisch auf der Leinwand, wo er in jüngerer Zeit in "Heinrich der Säger"1) (2001), "Die Männer der Emden"1) (2012) und "Das richtige Leben"2) (2015) mitwirkte. Seit 31. März 2015 konnte Winkler einmal mehr als Ermittler punkten, in der humoristischen ARD-Krimiserie "Rentnercops"1) mit dem Untertitel "Jeder Tag zählt" präsentierte er sich als pensionierter Kriminalhauptkommissar Günter Hoffmann, der zusammen mit seinem ebenfalls in die Jahre gekommenen Kollegen Kriminalhauptkommissar Edwin Bremer alias Tilo Prückner aufgrund von Nachwuchsproblemen in das Polizeidezernat in Köln-Mülheim berufen wurde und nun gemeinsam mit Bremer auf Verbrecherjagd ging. Nach drei Staffeln bzw. der 40. Folge "Wer einmal lügt"3) (EA: 02.01.2019) verließ Winkler auf eigenen Wunsch die Serie, mit dem Beginn der Dreharbeiten zur 4. Staffel übernahm Peter Lerchbaumer1) den Part des KHK Günter Hoffmann. Eine seiner letzten Bühnenrollen war zur Spielzeit 2014/15 die Figur des Estragon in dem Beckett-Klassiker "Warten auf Godot"1) am "Neuen Theater" in Halle, Winklers Partner waren Jaecki Schwarz (Lucky), Reinhard Straube1) (Wladimir) und Hilmar Eichhorn1) (Pozzo). → Siehe auch die Nachrufe bei www.mdr.de, www.tagesspiegel.de, www-zeit.de
 
Link: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) fernsehserien.de
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