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Besondere
Geburtstage
im Januar
bzw. erinnerungs-
würdige
Daten zu
legendären
Künstlern
(Fremde Links:
Wikipedia)
Zu erinnern ist am … an den … von …

Besondere Geburtstage der vergangenen Monate des Jahres 2019 siehe hier
Verstorbene Künstler der Jahre 2020 bis 2011 (Auszug; Link öffnet neues Fenster)

01.2020 Updates / Ergänzungen
20.01.2020 Der Tod zweier beliebter Schauspieler/Künstler ist zu beklagen:
  • Am 20. Januar 2020 erlag mit nur 57 Jahren der Schauspieler und Musiker Joseph Hannesschläger1) in einem Münchener Hospiz seiner Bauchspeicheldrüsen-Krebserkrankung. Der ausgebildete Koch erwarb sich sein darstellerisches Rüstzeug zwischen 1987 und 1990 bei Hilde Rehm, Beles Adam, Harald Ludwig, Gaby Rothmüller und Alexander Duda1), stand anschließend unter anderem am Münchener "Prinzregententheater"1) auf der Bühne. Er schrieb und spielte mehrere Kabarettprogramme und arbeitete auch als Theater-Regisseur. Vor der TV-Kamera war er seit Anfang der 1990er Jahre aktiv, große Popularität erlange Hannesschläger mit der Rolle des Kriminalhauptkommissars und Landwirts Korbinian Hofer in der Krimiserie "Die Rosenheim-Cops"1), eine Figur, die er seit 2002 bzw. der ersten Folge in über 400 Episoden sowie drei Specials bis kurz vor seinem Tod mimte. Auch beim Quotenrenner "Forsthaus Falkenau"1) war er zwischen 1999 und 2003 vertreten, spielte hier in 22 Episoden (Staffeln 9–13) den Gastwirt Toni Karger. Darüber hinaus sah man ihn unter anderem in der Krimireihe "Der Bulle von Tölz"1) (1997: "Bauernhochzeit"/ "Tod in der Brauerei"1)) und in der "Polizeiruf 110"-Story "Kopfgeldjäger"1) (1999). Auf der Leinwand erlebte man den gewichtigen Bayern beispielsweise mit einem kleinen Part in dem Kultstreifen "Der Schuh des Manitu"1) (2001) sowie zuletzt als Herr Kornbichl in dem Fantasy-Film "Mara und der Feuerbringer"1) (2015) nach dem ersten Band der gleichnamigen Romantrilogie1) von Tommy Krappweis1) und als Anton Giesinger in der bajuwarischen Komödie "Schmucklos"2) (2019) → mehr bei filmportal.de. Seit Sommer 2018 war Joseph Hannesschläger mit seiner Lebensgefährtin, der Münchnerin Bettina Geyer verheiratet.
    → Nachrufe unter anderem bei www.welt.de, www.focus.de, tagesschau.de
      
  • Am 19. Januar 2020 starb im Alter von 79 Jahren in Berliner "Charitι"1) der Schauspieler und Regisseur Christoph Quest1) an Herzversagen. Nur 14 Tage zuvor war seine Ehefrau, die Künstlerin und Malerin Doris Quest, mit der er über 30 Jahre verheiratet war, 69-jährig ihrer Krebskrankheit erlegen; Medienberichten zufolge soll das Paar, welches zwei Söhne hinterließ, am 24. Januar 2020 gemeinsam beigesetzt werden.
    Der Sohn des Schauspielers und Regisseurs Hans Quest (1915 – 1997) und dessen ersten Ehefrau, der Schauspielerin Charlotte Witthauer1) (1915 – 1980) wuchs in München auf und erhielt dort seine künstlerische Ausbildung an der "Otto-Falckenberg-Schule"1). Anschließend wirkte er an verschiedenen renommierten Bühnen, so in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Zürich. Zudem stand Christoph Quest seit Ende der 1990er Jahre auch auf der Operbühne auf und führte dort auch Regie. Vor der Kamera betätigte er sich seit Mitte der 1960er Jahre, sein Leinwanddebüt gab er als Offizier in der Thomas Mann-Adaption "Wälsungenblut"1) (1964). In den nachfolgenden Jahrzehnten machte sich Quest vor allem mit prägnanten Parts im Fernsehen einen Namen, spielte neben zahlreichen Serien-Episodenrollen in Mehrteilern wie "Goya" (1969) und "Die Geschwister Oppermann" (1983), war beim "Tatort" in "Spuk aus der Eiszeit"1) (1988) und "Zartbitterschokolade"1) (2002) oder in der "Pfarrer Braun"1)-Story "Kein Sterbenswörtchen"1) (2006) vertreten. Darüber hinaus war Quest für den Hörfunk sowie in der Synchronisation tätig. Als Schriftsteller veröffentlichte er 1995 den Gedichtband "Das Morgentor", 2009 den Erzählband "Menschenkinder" sowie 2012 den Gedichtband "Ein Glockenton" und das Theaterstück "Wie ein Hauch".
    → Nachrufe unter anderem bei www.merkur.de, www.derwesten.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de
15.01.2020 Am 14. Januar 2020 – an diesem Tag wäre der Schauspieler Jan Fedder 65 Jahre alt geworden – fand auf Wunsch des am 30. Dezember 2019 Verstorbenen eine bewegende Trauerfeier in der Hamburger Hauptkirche "Sankt Michaelis"1) statt, volkstümlich "Michel" genannt – dort war er getauft, konfirmiert und getraut worden und hatte im Knabenchor gesungen. Neben der Familie nahmen Freunde, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Kollegen und Kolleginnen sowie Fans Abschied von dem norddeutschen Urgestein. "Michel"-Hauptpastor Alexander Röder1) führte durch den geistlichen Teil des Gottesdienstes, hob unter anderem Fedders "großes Herz und seinen Sinn für Gerechtigkeit" hervor. Ergreifende Worte fand Witwe Marion Fedder, "Mein geliebter Jan, das ist der schwerste Gang, den ich je machen musste. Du warst meine Familie, mein Mann, mein Fels, mein engster Vertrauter, mein alles", sagte sie und beendete mit "Mein geliebter Jan, schlaf gut." ihre kurze Trauerrede. Auch der ehemalige NDR Intendant Lutz Marmor1), der Programmdirektor der ARD, Volker Herres1), und der Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer1) würdigten Fedder in ihren Ansprachen. "Der "Michel" klang während der Trauerfeier anders als sonst: Mit dem "Deep Purple"1)-Song "Child in Time"1) und "Knocking On Heavens Door"1) von Bob Dylan (gesungen von Jessy Martens1)) wurden unter anderem auch Musikwünsche von Jan Fedder selbst gespielt. Auch der Hamburger Klassiker "An de Eck steiht'n Jung mit'n Tüdelband"1) erklang. Zum Auszug spielte "Michel"-Organist Manuel Gera1) die Titelmelodie ("Wenn der Schutzmann ums Eck kommt") der Serie "Großstadtrevier". kann man bei www.ndr.de lesen. Sechs Polizisten trugen den mit roten Rosen geschmückten Sarg nach der Trauerfeier zum Leichenwagen, der anschließend, ebenso wie ein langer Trauerkonvoi über die Reeperbahn1) bzw. durch St. Pauli1) fuhr. Vor der Hamburger Kult-Kneipe "Zur Ritze"1) hielt der Autokorso, als Leticia Spormann1) in einem weißen Pavillon die Lieder "Hallelujah"1) und "Ave Maria"1) sang.
Zu den prominenten Trauergästen zählten unter anderem Hamburger Politiker wie der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher1), die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegeban1) und der Umweltsenator Jens Kerstan1), der  TV-Koch Tim Mälzer1), die Schauspieler/-innen Uschi Glas, Ben Becker1), Michaela May1), Hugo Egon Balder1) und Axel Milberg1), der Komiker Mike Krüger1), die Moderatoren Judith Rakers1), Carlo von Tiedemann1) und Jörg Pilawa1), die Sänger Sasha1), Klaus Meine1) von den "Scorpions"1) und H.P. Baxxter1) von der Gruppe "Scooter"1), die "Reeperbahn"-Ikone Olivia Jones1), der Boxer Ismail Özen1) sowie natürlich Fedders Mitstreiter vom "Großstadtrevier", unter ihnen Till Demtröder1) und Maria Ketikidou1). Mit Martin Semmelrogge1), Martin May1), Claude Oliver Rudolf1) und Heinz Hönig1) erwies auch die Besetzung des Kultfilms "Das Boot"1) (1981) dem einstigen Weggefährten die letzte Ehre, sowie die Kollegen der NDR Serie "Neues aus Büttenwarder", unter ihnen Peter Heinrich Brix1). "Die Elbschiffe flaggten schwarz auf Halbmast und ließen ihre Schiffshörner erklingen, Taxi-Zentralen ließen schwarze Fahnen wehen. Bereits am Vormittag war im Eingangsbereich des "Michels" ein roter Teppich ausgerollt worden. Der "Norddeutsche Rundfunk"1) (NDR) übertrug die Trauerfeier ab 13:45 Uhr live im "NDR"-Fernsehen, bei "NDR.de" und in der "NDR Hamburg App" sowie für die zahlreichen Hamburger und Fans aus ganz Deutschland auf einer Großbildleinwand vor dem "Michel"." (Quelle: www.ndr.de)  Nach Angaben der Polizei sollen es 1.500 Menschen gewesen sein. Zudem berichtete der Radiosender "NDR 90,3"1) ab 13 Uhr in einer Sondersendung mit Live-Schalten über die Trauerfeier, die um 14 Uhr im "Michel" begann. Enge Freunde begaben sich später gemeinsam mit Fedders Witwe in die Hamburger Kneipe "Zwick" am Millerntor1), wo ganz im Sine des Verstorbenen eine Geburtstagsparty für den Schauspieler stattfand → siehe auch spiegel.de, www.zeit.de.
Laut Medienberichten soll die Beisetzung Fedders im privaten Rahmen bzw. im engsten Familien- und Freundeskreis auf dem Hamburger "Friedhof Ohlsdorf"1) stattfinden.
 
Fremde Links:1) Wikipedia
10.01.2020 Die Älteren unter uns erinnern sich sicherlich an die US-amerikanische Krimiserie "77 Sunset Strip" (1958–1964), die wohl als der Klassiker des Genres gilt und mit 206 Folgen zu den  erfolgreichsten zählt. Unvergessen bleibt Edd Byrnes1), der am 8. Januar 2020 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus im kalifornischen Santa Monica an den Folgen eines Schlaganfalls starb. Neben den beiden ehemaligen Geheimagenten Stuart Bailey (Efrem Zimbalist Jr.) und Jeff Spencer (Roger Smith1)), die in Los Angeles an der (fiktiven) Adresse "77 Sunset Strip" ein Detektivbüro betreiben, mimte Byrnes den Gerald Lloyd "Kookie" Kookson III, der vom anfänglichen Parkplatzwächter des benachbarten Nobel-Restaurants "Dino's" bald zum unverzichtbaren Assistenten des Detektiv-Duos wurde. Mit dieser Figur avancierte Byrnes zu einem der ersten Teenager-Idole der Fernsehgeschichte, landete, begleitet von Connie Stevens1), mit dem Song "Kookie, Kookie, Lend Me Your Comb" 1959 auch einen Hit in den "Top 5" der Charts. "Die Popularität von Byrnes schwappte auch nach Deutschland über: Er wurde mit vier "Bravo Ottos"1) zwischen 1963 und 1966 ausgezeichnet und galt dem "Spiegel"1) im November 1963 als "derzeit beliebtester Fernsehdarsteller" des Landes." notiert Wikipedia. Der smarte, attraktive "Kookie" geriet zum heimlichen Star der Serie, der seine Beliebtheit in Deutschland auch der exzellenten Synchronisation durch Hans Clarin verdankte, der dem "Kookie" seine selbst erdachte, berühmt gewordene kieksige Stimme verpasste.
Nach dem Ende von "77 Sunset Strip" begann der Stern von Byrnes zu sinken, den Ruhm, den er als "Kookie" geerntet hatte, erreichte er nicht mehr. Lediglich mit der Rolle des lüsternen Fernsehmoderators Vince Fontaine erregte er in dem Kultfilm "Grease"1) (1978) an der Seite von John Travolta1) und Olivia Newton-John1) noch einmal international Aufmerksamkeit. Letztmalig stand er für den TV-Film "Shake, Rattle and Roll: An American Love Story" (1999) vor der Kamera. 1996 veröffentlichte er die Autobiografie "Kookie No More: Televisions 1st Teen Idol" ("Nie wieder Kookie: Der erste Fernseh-Teenie-Schwarm") bei dem Verlag "Barricade Books".  → Siehe auch den Nachruf bei stern.de
 
Fremde Links: 1) Wikipedia
12.2019 Updates / Ergänzungen
04.01.2020 Am 2. Januar 2020 starb im Alter von 83 Jahren nach langer schwerer Krankheit in Bad Aibling1) die beliebte Volksschauspielerin VeronikaFitz1); zuletzt lebte sie zurückgezogen im oberbayerischen Prien am Chiemsee1). Sie stammte aus der weitverzweigten Schauspieler-Familie Fitz1), ihr Vater war der deutsche Bühnenautor, Mundartschauspieler und Regisseur Hans Fitz1) (1891 – 1972), Mutter Ilse war ebenfalls Schauspielerin sowie Opernsängerin und gründete das "Würmtaler Kindertheater". Auch die Brüder Walter Fitz1) (1921 – 1992) und Gerd Fitz (1930 – 2015), machten sich als Schauspieler einen Namen. Zu den Mitgliedern des sogenannten "Fitz-Clans", die auf der Bühne und im Film erfolgreich sind, gehört auch die Tochter von Walter Fitz, die Kabarettistin und Schauspielerin Lisa Fitz1), sowie der aus der ersten Ehe von Gerd Fitz stammende Sohn Michael Fitz1); zu nennen ist auch Florian David Fitz1), ein Cousin zweiten Grades von Michael und Lisa Fitz.
Nach ihrer Ausbildung an der "Otto-Falckenberg-Schule"1) trat Veronika Fitz unter anderem am "Münchner Volkstheater"1) auf, in den 1970er Jahren gehörte siez zum Ensemble der "Münchner Kammerspiele"1), zudem wirkte sie am "Bayerischen Staatsschauspiel". Ab den 1960er Jahren war sie in zahlreichen Filmen und Serien vor allem mit bayerischem Kolorit auf dem Bildschirm präsent, dazu zählten unter anderem die Kultserien  "Der Komödienstadel"1) und "Königlich Bayerisches Amtsgericht". Verschiedentlich übernahm sie kleinere Aufgaben in Kinoproduktionen, beispielsweise in den Kassenschlagern "Das Wirtshaus im Spessart"1) (1958) und "Das Spukschloß im Spessart"1) (1960). Mehrfach tauchte sie in den 1970er Jahren beim "Tatort"1) neben Kriminalhauptkommissar Veigl (Gustl Bayrhammer) auf, zeigte sich an der Seite Walter Sedlmayr in der Serie "Der Millionenbauer"1) (1979/1987) als Rosa, Ehefrau des schlitzohrigen Landwirts Josef Hartinger. Doch so richtig populär wurde die Schauspielein mit der Figur der Martha Haslbeck in der Serie "Die Hausmeisterin"1), eine Rolle, die sie ab Ende 1987 drei Staffeln lang bis 1992 spielte. Anschließend mimte sie zwischen 1993 und 1997 in den Geschichten "Ein Bayer auf Rügen" die Agnes Oberauer, Freundin von Michael Gruber (Gerhard Riedmann), Vater des Titelhelden Valentin Gruber (Wolfgang Fierek1)). Eine schöne durchgehende Rolle war von 2006 bis zur Einstellung der Serie im Jahre 2013 auch die Pensionswirtin Marianne Rainders in dem Quotenrenner "Forsthaus Falkenau"1), (Staffeln 18–24) in der vor ihr bereits Bruder Gerd als reicher Waldbauer Walter Brucks zu sehen gewesen war (Staffeln 06–15). "Obwohl ihr das Volkstümliche lag, war die Schauspielerin alles andere als eine bajuwarische Krachnudel, gerade die leisen Töne und der feine Humor lagen ihr." schreibt DER SPIEGEL in einem Nachruf. Zu ihren letzten Auftritten vor der Kamera zählte (neben "Forsthaus Falkenau") das von Rainer Kaufmann1) in Szene gesetzte bayerischen Krimi-Drama "In aller Stille"1). Das Drehbuch stammte aus der Feder von Tochter Ariele Bogenberger1), die aus der Ehe mit dem Schauspieler Willi Anders († 1971) hervorging.
Siehe auch die Nachrufe bei www.br.de, www.focus.de, www.sueddeutsche.de, www.welt.de
 
Fremde Links: 1) Wikipedia
31.12.2019 Noch kurz vor dem Jahreswechsel ist die traurige Nachricht zu vermelden, dass der beliebte Volksschauspieler Jan Fedder am 30. Dezember 2019 im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorben ist. "Um 18:47 Uhr ist der Hamburger Ehrenkommissar Jan Fedder tot in seiner Wohnung gefunden worden", teilte ein Polizeisprecher der " Deutschen Presse-Agentur" mit. Zuvor war bereits ein Rettungswagen zu Fedders Wohnung im Hamburger Stadtteil "St. Pauli"1) gerufen worden, berichtete die "Bild"-Zeitung. Der Sohn eines Kneipenwirts und einer Tänzerin startete seine schauspielerische Karriere auf der Bühne, doch erst Anfang der 1980er Jahre gelang es ihm mit der Figur des schnoddrigen Bootsmaat Pilgrim in dem preisgekrönten Kinoklassiker "Das Boot"1) (1981) Aufmerksamkeit zu erregen. Es folgten weitere Fernsehauftritte, in denen sich Fedder als norddeutscher Charaktertyp empfahl, Anfang der 1990er Jahre erhielt er dann eine Rolle, die untrennbar mit seinem Namen verbunden bleibt – in dem Dauerbrenner "Großstadtrevier"1) mimte er seit 1992 den Dirk Matthies, Polizist mit großem Herz und "Kodderschnauze". Auch mit einer weiteren Serie spielte er sich in die Herzen seines Publikums, seit 1997 trat er an der Seite von Peter Heinrich Brix1) in den norddeutschen, humorigen Geschichten "Neues aus Büttenwarder"1) als Bauer Kurt Brakelmann auf, der seinen Freund Arthur "Adsche" Tönnsen (Brix) immer wieder auszustechen versucht, in Krisensituationen mit diesem aber entgegen aller vermeintlicher Feindseligkeit zusammenhält. Fedders darstellerische Kunst lässt sich jedoch nicht nur auf das Serien-Image festlegen, mit den Jahren entwickelte sich der Volksschauspieler zu einem ernst zu nehmenden Charaktermimen. Vor allem vier Siegfried Lenz1)-Verfilmungen sind zu nennen, in denen Fedder zu überzeugen wusste: Als arbeitsloser Schiffsinspektor und Taucher Jan Hinrichs in "Der Mann im Strom"2) (2006), als Kapitän Johann Freytag in "Das Feuerschiff"2) (2008), als Fischmeister Frank Wittmann in "Die Auflehnung"2) (2010) und als Vater Harald in "Arnes Nachlass"1) (2013).
Fedder, der am 14. Januar 2020  65 Jahre alt geworden wäre, hinterließ Ehefrau Marion, die er 2000 geheiratet hatte. NDR-Intendant Lutz Marmor1) bezeichnete Feder als einen "echten Volksschauspieler": "Ich bin traurig. Jan Fedder war ein Norddeutscher durch und durch: ehrlich, echt, direkt, manchmal raubeinig, aber im Kern herzlich", sagte er anlässlich des überraschenden Todes. " Er verkörperte verschmitzte Typen genauso überzeugend wie melancholische und wortkarge Menschen." Der NDR habe Jan Fedder viel zu verdanken, die Zuschauerinnen und Zuschauer hätten ihn geliebt. "Der Tod dieses einzigartigen Schauspielers hinterlässt eine große Lücke. Mein Mitgefühl gilt vor allem seiner Frau." → www.ndr.de; siehe auch die Nachrufe bei spiegel.de, www.focus.de, tagesschau.de
 
Link: 1) Wikipedia, 2) tittelbach.tv
18.12.2019 Wie aus einer (mir vorliegenden) Todesanzeige hervorgeht, starb der Schauspieler Udo Vioff bereits am 18. Februar 2018 – wenige Wochen nach seinem 86. Geburtstag.
14.12.2019 Erneut ist der Tod eines beliebten und geschätzten Schauspielers zu beklagen, am 13. Dezember 2019 starb im Alter von 87 Jahren in Hamburg Gerd Baltus. Seine Karriere begann ohne jegliche schauspielerische Ausbildung ab 1953 am "Deutschen Schauspielhaus"1) in Hamburg bei Albert Lippert1) bzw. Gustaf Gründgens, nach Engagements in Bonn und Berlin und gehörte er zwischen 1959 und 1966 zum Ensemble der "Münchner Kammerspiele"1), war zudem eine Zeitlang Mitglied des Hamburger "Thalia Theaters"1). Bereits während seiner Zeit am Theater war Baltus ab Anfang der 1960er Jahre in den verschiedensten TV-Produktionen auf dem Bildschirm präsent und avancierte rasch zu einem beliebten Darsteller. 1964 feierte er mit seiner Rolle des dekadenten Leutnants Beckerath in Rolf Thieles Thomas-Mann-Verfilmung "Wälsungenblut"1) auf der Leinwand einen großen Erfolg, Publikum und Kritiker waren begeistert und Baltus wurde für seine Leistung mit dem "Deutschen Filmpreis"1) als "Bester Nachwuchsschauspieler" ausgezeichnet. Mitte der 1970er Jahre kehrte Baltus dem Theater den Rücken und konzentrierte sich vornehmlich auf die Arbeit vor der Kamera. Bald war er vom Bildschirm nicht mehr wegzudenken, überzeugte in Serien, Mehrteilern und Einzelproduktionen immer wieder mit seinem eindrücklichen Spiel und "galt bisweilen als einer der meistbeschäftigten Schauspieler der TV-Branche", wie www.zeit.de in einem Nachruf schrieb. Seine Stärke war die Verkörperung schwieriger Individualisten und Sonderlinge, Baltus gab gehörnte Ehemänner, liebenswerte Biedermänner aber auch doppelbödige Charaktere und begeisterte das Publikum vor allem mit seiner vergrübelten "Behäbigkeit". Daneben arbeitete Baltus umfangreich als Hörspiel- und Hörbuchsprecher, wurde wegen seiner präzisen Sprache und gekonnten Betonung gerühmt.
Seit 45 Jahre war Baltus mit der Moderatorin und Schauspielerin Brigitte Rohkohl1) verheiratet und lebte mit ihr in Hamburg. Privat galt er als zurückhaltend, sprach ungern über sich selbst und mied weitgehend die Öffentlichkeit. → Nachrufe unter anderem bei spiegel.de, www.zeit.de

 
Link: 1) Wikipedia
08.12.2019 Bestürzung rief die Nachricht hervor, dass der beliebte Schauspieler Wolfgang Winkler, der zuletzt mit seiner zweiten Ehefrau Marina in Berlin-Karow1) lebte, nicht mehr unter uns weilt. Laut Medienberichten vom 7. Dezember 2019 sei er wenige Tage zuvor im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Der im sächsischen Görlitz1) geborene, gelernte E-Lokführer avancierte nach einer Ausbildung an der "Hochschule für Film und Fernsehen"1) in Potsdam-Babelsberg sowohl auf der Bühne als auch bei Film- und Fernsehen zu einem vielbeschäftigten Darsteller, doch so richtig populär wurde Winkler ab 1996 mit seiner Dauerrolle des Hauptkommissars Herbert Schneider in den vom MDR produzierten "Polizeiruf 110"-Folgen1) aus Halle. Seither löste er an der Seite von Hauptkommissar Schmücke (Jaecki Schwarz) so manchen kniffligen Fall, war der ruhige und bodenständige, manchmal grummelige Gegenpol zu seinem Partner Schmücke, musste aber auch so manches Mal dessen besseren "Riecher" akzeptieren. Der erste Fall mit dem Duo Schmücke/Schneider1) hieß "Der Pferdemörder"1) und ging am 17. März 1996 auf Sendung, weitere spannende Episoden sollten im Laufe der Jahre folgen. Ein letztes Mal begeisterte das "Traumpaar" Schmücke/Schneider die Zuschauer in der Story "Laufsteg in den Tod"1) (EA: 03.03.2013), mit 9,37 Millionen Zuschauern war dieser 50. Fall die erfolgreichste Episode seit fast 20 Jahren und die dritterfolgreichste Folge überhaupt. Die Figur des Herbert Schneider ließ Wolfgang Winkler wenig Zeit für andere interessante Aufgaben, doch immer wieder mal sah man ihn auch in anderen TV-Produktionen oder sporadisch auf der Leinwand, wo er in jüngerer Zeit in "Heinrich der Säger"1) (2001), "Die Männer der Emden"1) (2012) und "Das richtige Leben"2) (2015) mitwirkte. Seit 31. März 2015 konnte Winkler einmal mehr als Ermittler punkten, in der humoristischen ARD-Krimiserie "Rentnercops"1) mit dem Untertitel "Jeder Tag zählt" präsentierte er sich als pensionierter Kriminalhauptkommissar Günter Hoffmann, der zusammen mit seinem ebenfalls in die Jahre gekommenen Kollegen Kriminalhauptkommissar Edwin Bremer alias Tilo Prückner aufgrund von Nachwuchsproblemen in das Polizeidezernat in Köln-Mülheim berufen wurde und nun gemeinsam mit Bremer auf Verbrecherjagd ging. Nach drei Staffeln bzw. der 40. Folge "Wer einmal lügt"3) (EA: 02.01.2019) verließ Winkler auf eigenen Wunsch die Serie, mit dem Beginn der Dreharbeiten zur 4. Staffel übernahm Peter Lerchbaumer1) den Part des KHK Günter Hoffmann. Eine seiner letzten Bühnenrollen war zur Spielzeit 2014/15 die Figur des Estragon in dem Beckett-Klassiker "Warten auf Godot"1) am "Neuen Theater" in Halle, Winklers Partner waren Jaecki Schwarz (Lucky), Reinhard Straube1) (Wladimir) und Hilmar Eichhorn1) (Pozzo). → Siehe auch die Nachrufe bei www.mdr.de, www.tagesspiegel.de, www-zeit.de
 
Link: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de, 3) fernsehserien.de
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